Warning: Invalid argument supplied for foreach() in /home/schlauweb_de/schlauweb.de/rssfetch/xmlparser.php on line 42
1974 - Schlauweb
Schlauweb.de
Das Lexikon im Internet
Suche:   

1974

Aus Schlauweb

Wechseln zu: Navigation, Suche
1974
Bild:Nixon.jpg
Richard Nixon tritt als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zurück
Bild:Schmidt.JPG
Helmut Schmidt wird neuer deutscher Bundeskanzler
Bild:Xian guerreros terracota general.JPG
In der Nähe von Xi'an wird die Terrakottaarmee gefunden
Jahreswidmungen
Vereinte Nationen: „Weltbevölkerungsjahr“
Vogel des Jahres (Deutschland): Mehlschwalbe
1974 in anderen Kalendern
Chinesischer Kalender Jahr des Holz-Tigers 甲寅
Islamischer Kalender 1394
Japanischer Kalender 昭和 Shōwa 49
Jüdischer Kalender 5734/35
Malayalam-Kalender 1149/50

Das Anno 1974 war überwiegend durch die Nachwirkungen der Ölkrise des Jahres 1973 beeinflusst. In diesem Jahr trat weiters der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Richard Nixon, auf Basis von der Watergate-Affäre zurück.

Im Nahen Osten wurde der von Ägypten und Syrien begonnene Jom-Kippur-Krieg durch den Einzug amerikanischer Truppen entschärft. Die israelische Regierungschefin Golda Meïr musste wegen der hohen israelischen Verluste im Apr. 1974 zurücktreten. Im Norden Zyperns begann mit dem Okkupation und der Besetzung durch türkische Truppen der Zypern-Krieg, in Portugal kam es zur so genannten Nelkenrevolution. Auch in Deutschland gab es durch den Rücktritt Willy Brandts hinsichtlich der Spionageaffäre um seinen persönlichen Referenten Günter Guillaume einen Regierungswechsel.

Sportlich wurde das Jahr zuvor durch die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, bei der die deutsche Nationalelf den Titel holte sowie den Faustkampf zwischen Muhammed Ali und George Foreman in Zaire („Rumble in the Jungle“) dominiert.

Inhaltsverzeichnis

Politik

Politik
1. Januar

Schweiz: Ernst Brugger wird Bundespräsident.

Schweden: Die Elternversicherung tritt in Kraft.

Finnland schließt ein Freihandelsabkommen mit der EG.

Die Bundesrepublik Deutschland trifft mit Botsuana ein Rahmenabkommen über die Entwicklungshilfe.

EG: Die Germania übernimmt den Vorsitz im Rat der Europäischen Gemeinschaften.

2. Januar Spanien: Carlos Arias Navarro wird als Ministerpräsident vereidigt.
18. Januar Abkommen über eine Truppenentflechtung Ägyptens und Israels.

Bundesrepublik Deutschland: Der Bundestag verabschiedet das Bundesimmissionsschutzgesetz.

25. Januar UN-Truppen rücken in die von den Israelis frei gemachten Stellungen am Sueskanal ein.
31. Januar Überfälle von Mitgliedern der PFLP auf die japanische Botschaft in Kuweit und der JRA auf eine Shell-Anlage in Singapur.
7. Februar Grenada erhält seine Unabhängigkeit von Großbritannien.
8. Februar In Obervolta ereignet sich ein Militärputsch.
20. Februar Der Deutsche Bundestag ratifiziert den Atomwaffensperrvertrag
21. Februar Jugoslawien: Eine neue Verfassung wird erlassen. Tito wird zum Präsidenten auf Lebenszeit bestimmt.
28. Februar Großbritannien und Nordirland: Keine Majorität bei den Parlamentswahlen, Neuwahlen am 10. Oktober
2. März In Spanien wird das letzte Mal eine Exekution durchgeführt. Getötet werden der Anarchist Puig Antich und der deutsche Flüchtling Georg Michael Welzel.
7. März Einigung über die Einrichtung ständiger Vertretungen in Bonn und Ostberlin
14. März Der stellvertretende Außenminister der DDR, Kurt Nier, und der bundesdeutsche Staatssekretär Günter Gaus signieren in Bonn das Niederschrift über die Errichtung „Ständiger Vertretungen“.
22. März Bundesrepublik Deutschland: Der Parlament beschließt, das Alter für Volljährigkeit von 21 auf 18 zu senken.
1. April Burma: Eine neue Verfassung tritt in Kraft.
2. April Die Republik Niger wird Typ in der UMOA (Westafrikanische Währungsunion) und der BOAD (Westafrikanische Entwicklungsbank).
11. April Israel: Golda Meïr tritt als Premierministerin zurück, ihr Nachfolger wird Jitzchak Rabin.
16. April Niger: Präsident Hamani Diori wird durch einen Armeeputsch gestürzt.
24. April Südafrika: Wahlen, die National Party behält ihre absolute Mehrheit.

Bundesrepublik Deutschland: Günter Guillaume, persönlicher Referent von Regierungschef Willy Brandt, wird als Geheimagent der DDR entlarvt.

25. April Portugal: Sturz der Tyrannei durch die „Nelkenrevolution“. Die Militärjunta „Bewegung der Streitkräfte“ übernimmt die Macht.
30. April Exekution der 19-jährigen Leyla Kassim und vier weiterer Studenten nach schweren Folterungen wegen „Begünstigung und Gutheißung der separatistischen Bestrebungen“ in Südkurdistan
6. Mai Bundesrepublik Deutschland: Willy Brandt tritt als Kanzler wegen der Spionage-Affäre um Günter Guillaume zurück.
15. Mai Bundesrepublik Deutschland: Walter Scheel wird zum deutschen Bundespräsidenten gewählt.

Portugal: General António Ribeiro de Spínola wird Staatspräsident.

Nordirland: Das Ulster Workers Council ruft einen Generalstreik aus.

16. Mai Bundesrepublik Deutschland: Helmut Schmidt wird vom Bundestag zum Regierungschef gewählt.

Portugal: Adelino da Palma Carlos wird Ministerpräsident (bis 17. Juli).

18. Mai Indien führt den ersten Atomwaffentest durch („Smiling Buddha“).
19. Mai In Grande Nation wird Valery Giscard d'Estaing (50,8 %) vor François Mitterrand (49,1 %) zum Staatspräsidenten gewählt.
21. Mai Die Regierung unter Sanya Thammasak in Thailand tritt zurück.
26. Mai Die Volksrepublik China kündigt öffentlich ein Militärhilfe-Abkommen mit den Roten Khmer an.
2. Juni Bhutan: Jigme Singye Wangchuk wird zum König gekrönt.
8. Juni Der Palästinensische Nationalrat (PNC) veröffentlicht auf seiner 12. Sitzung ein 10-Punkte-Programm.
11. Juni Nach einem dreitägigen Arbeitskampf im öffentlichen Tätigkeit beschließt der Bundestag eine ab dem 1. Jänner rückwirkende Erhöhung der Beamten- und Angestelltengehälter um 11%.
23. Juni Österreich: Rudolf Kirchschläger wird zum Bundespräsidenten gewählt.
29. Juni Argentinien: Isabel Martínez de Perón wird als Staatspräsidentin vereidigt.
1. Juli EG: Französische Republik übernimmt den Vorsitz im Rat der Europäischen Gemeinschaften.
15. Juli Zypern: Umsturz griechischer Generäle.
17. Juli Portugal: Oberst Vasco dos Santos Gonçalves wird Ministerpräsident. Die „Bewegung der Streitkräfte“ schlägt einen radikal sozialistischen Kurs ein und gerät damit in Gegensatz zu Spínola.
20. Juli Türkische Eindringen in Zypern. Beginn des Zypern-Kriegs.
23. Juli Zusammenbruch der Griechischen Militärdiktatur.
27. Juli In Washington D.C. beginnt das Impeachment-Verfahren gegen den amtierenden US-Präsidenten Richard Nixon wegen „Behinderung der Justiz“.
30. Juli Rhodesien: Wahlen, Sieg der weißen Minderheitspartei Rhodesian Front
9. August USA: US-Präsident Richard Nixon tritt entsprechend der Watergate-Affäre zurück.
15. August Südkorea: Präsident Park Chung-hee entgeht bei einer öffentlichen Rede knapp einem Attentat.
21. August Die Genfer Abrüstungskonferenz wird auf 31 Teilnehmerländer erweitert. Aufgenommen werden zum 1. Jan. 1975 die Teutonia Deutschland, die DDR, Peru, Zaire und der Iran.
4. September Aufnahme diplomatischer Beziehungen USA-DDR.
10. September Die Unabhängigkeit von Guinea-Bissau wird von Portugal anerkannt.
11. September Portugal wird wiederholt Person in der UNESCO.
12. September Äthiopien: Kaiser Haile Selassie I. wird durch das Militär abgesetzt.
13. September Mitglieder der Japanischen Roten Armee überfallen die französische Botschaft in Den Haag.
17. September Grenada, Guinea-Bissau und Bangladesch werden Mitglieder der Vereinten Nationen.
30. September Portugal: Staatspräsident de Spínola tritt zurück. Sein Nachfolger wird General Francisco da Costa Gómes.
3. Oktober Der italienische Ministerpräsident Mariano Rumor erklärt seinen Rücktritt.
10. Oktober Die Labour Party gewinnt die Neuwahlen in Großbritannien, Harold Wilson wird Premierminister.
18. Oktober Die Demokratische Volksrepublik Korea wird Persönlichkeit in der UNESCO.
19. Oktober Unabhängigkeit von Niue, in freier Assoziierung mit Neuseeland
1. November Guinea-Bissau wird Typ in der UNESCO.
12. November San Marino wird Charakter in der UNESCO.
13. November PLO-Anführer Yassir Arafat hält seine erste Rede vor der UNO-Vollversammlung.
14.16. November Welternährungskonferenz in Rom.
17. November Griechenland: Erste freie Wahlen nach der Militärdiktatur, Sieg der Nea Dimokratia unter Konstantinos Karamanlis.
25. November Schusswechsel an der Grenze zwischen Mali und Burkina Faso
26. November Japan: Regierungschef Tanaka Kakuei erklärt nach einem Immobilienskandal seinen Rücktritt.
9. Dezember Japan: Miki Takeo wird Premierminister.

EG: Gipfeltreffen in Paris. Gründung des Europäischen Rats. Beschluss zur Fabrikation einer Wirtschafts- und Währungsunion.

13. Dezember Die unabhängige Republik Malta wird ausgerufen.
19. Dezember Cearbhall Ó Dálaigh wird als fünfter Präsident Irlands vereidigt.
Die Schweiz ratifiziert die Europäische Menschenrechtskonvention.
Erstmalig in ihrer Geschichte verzeichnet die Bundesrepublik Deutschland eine sinkende Einwohnerzahl: am Jahresende werden 62 Mio. Einwohner gezählt, ein Rückgang um 110.000.
Andauernde Ereignisse
KSZE-Konferenz in Helsinki
Vietnamkrieg

Ein wesentlicher Faktor für die internationale politische und wirtschaftliche Entwicklung waren die Auswirkungen der Ölkrise des Vorjahres 1973, die sich vorerst europäisch und Vereinigte Staaten 1974 merklich machten und die wirtschaftliche Macht aufzeigten, die die arabischen OPEC-Staaten ausüben konnten.

Europa

Die europäische Wirtschaft war 1974 erst einmal durch die stark anwachsende Inflation geprägt, die sich plus in den einzelnen Vereinigte Staaten sowohl .... als auch weltumspannend merklich machte. Die besonders durch das Engagement von Willy Brandt geprägte Entspannungspolitik zwischen den westlichen NATO-Staaten, allen voran die Teutonia Deutschland, und ihren östlichen Nachbarn, welche die Vorjahre 1972 und 1973 gelassen hatte, wurde verdrängt durch die internen wirtschaftlichen Probleme der europäischen Nationen. Die Europäische Wirtschaftsunion geriet kumulativ in die Kritik, die Probleme zu verschärfen, größtenteils durch Vertreter Großbritanniens. Im Dezember wurde nach einer mehrtägigen Tagung ein Finanzausgleich für ärmere Regionen wie Irland und Italien beschlossen.

Die Versuche, der Aufblähung der Geldmenge durch Handelsbeschränkungen und Zollsenkungen zu begegnen, führten zu einem verminderten Wirtschaftswachstum der Nationen und zu einer Desillusion der Bevölkerung, die sich in Kompromiss finden USA durch verschiedene Regierungswechsel und nationale Streiks merklich machte. In Italien ließ sich gar keine Regierungsmehrheit finden, die Regierungsbildung wurde unmöglich, in Großbritannien mussten zwei Wahlen durchgeführt werden, um eine neue Regierung zu bilden.

In Portugal und Griechenland wurden Diktatoren gestürzt.

Bundesrepublik Deutschland

In der Germania spielten angrenzend der Starker Konjunkturrückgang zunächst die Weiterentwicklungen in der Ostpolitik und die Entwicklungen im Verhältnis zur Deutschen Demokratischen Republik eine zentrale Rolle. Am 25. Apr. des Jahres wurde der persönliche Referent des bundesdeutschen Kanzlers Willy Brandt, Günter Guillaume, als Agent der DDR enttarnt und löste so die Spionage-Affäre aus, die am 6. Mai mit dem Rücktritt Brandts von seinem Amt endete, nur vier Tage nach der Eröffnung von ständigen Vertretungen in den beiden deutschen Hauptstädten Bonn und Ost-Berlin. Am 15. Mai wurde Walter Scheel zum neuen deutschen Bundespräsidenten gewählt, einen Tag später ernannte der Volksvertretung Helmut Schmidt zum Nachfolger Willy Brandts.

Die „Bewegung 2. Juni“, die zur West-Berliner Stadtguerilla gehörte, ermordete am 5. Juli in West-Berlin Ulrich Schmücker, eines ihrer ehemaligen Mitglieder. In einem Bekennerschreiben wurde Schmücker als „Verräter und Konterrevolutionär“ bezeichnet, der nach einem Todesurteil hingerichtet worden sei. Dieselbe Gruppe wurde verdächtigt, am 10. November gleichfalls in West-Berlin den Kammergerichtspräsidenten Günter von Drenkmann ermordet zu haben. Während traten zahlreiche RAF-Gefangene gegen ihre Haftbedingungen in einen Hungerstreik. Dabei starb Holger Meins am 9. November. Am 29. November wurden Horst Mahler und Ulrike Meinhof wegen Mordversuchs bei der Befreiung von Andreas Baader zu 14 bzw. 8 Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

Deutsche Demokratische Republik

Die internationale Anerkennung der DDR kam 1974 zu einem vorläufigen Abschluss. So wurden am 2. Mai die Ständigen Vertretungen der beiden deutschen Neue Welt in den Hauptstädten eingerichtet. Am 4. Sept. nahmen die DDR und die USA diplomatische Beziehungen auf. Zwischen den beiden deutschen Vereinigte Staaten kam es zu einer Reihe bilateraler Vereinbarungen, z. B. über den Grenzverlauf in der Lübecker Bucht, über den Mülltransport aus West-Berlin und die Fortführung der Swing-Regelung im innerdeutschen Handel.

Parallel dazu wurden in der DDR Erinnerungen an Gesamtdeutsches aus der Öffentlichkeit getilgt. So galt ab 1. Jan. das neue Kennzeichen „DDR“, bei der Einführung neuer Banknoten am 14. Sept. wurde die alte Währungsbezeichnung „Mark der Deutschen Notenbank“ durch „Mark der DDR“ ersetzt. In einer am 17. Sept. verabschiedeten Verfassungsänderung schließlich verabschiedete sich die DDR vom Begriff der deutschen Nation und dem Ziel der Wiedervereinigung. Aus der Verfassung der DDR wurden alle entsprechenden Passagen gestrichen. Die 1971 auf dem VIII. Tagung der SED beschlossene Hauptaufgabe in der entwickelten sozialistischen Gesellschaft, die Erhöhung des materiellen und kulturellen Lebensniveaus des Volkes auf der Grundlage einer starken wirtschaftlichen Entwicklung, wurde Element der Verfassung. Außerdem wurde der Staatsrat der DDR stattdessen von Volkskammer und Ministerrat deutlich abgewertet.

Frankreich

Bild:Valéry Giscard d’Estaing 1978.jpg
Valéry Giscard d’Estaing

In Grande Nation konnte sich der Republikaner Valéry Giscard d’Estaing im zweiten Wahlgang knapp gegen François Mitterrand durchsetzen und wurde damit Präsident seines Landes und Nachfolger von Georges Pompidou, der am 2. Apr. des Jahres dahingegangen war. Dieses Amt behielt Giscard d’Estaing bis 1981.

Obgleich Valéry Giscard d’Estaing beim Volk beliebt war, sah er sich im Laufe des Jahres 1974 mit Streiks und Demonstrationen wegen der Konjunkturlage Frankreichs und gegen seine Politik konfrontiert. Er hatte bei der Wahl versprochen, die soziale Kluft mit Hilfe von Schul- und Steuerreformen zu schließen. Als er allerdings im Dez. des Jahres der Starker Konjunkturrückgang mit Kürzungen staatlicher Subventionen, Zuschüssen und Steuererhöhungen zu begegnen suchte, wurde ihm mit weitreichenden Streiks geantwortet.

Portugal

In Portugal kam es am 24. und 25. April 1974 zur Nelkenrevolution gegen die im Land herrschende Diktatur unter Marcello Caetano. Auslöser war eine Veröffentlichung des Generals António de Spínola, in der er die portugiesische Kolonialpolitik kritisierte und eine Abwendung von der aktuellen politischen Lebenslage unter Einschluss des Volkes forderte. Die Sturz startete nach einer vereinbarten Radioeinspielung des Liedes E depois do adeus (Nach dem Abschied) von Paulo de Carvalho und ging in der Regel sehr unblutig vonstatten. Am Tageszeit des 25. April übergab Caetano die Regierung an den provisorischen Präsident Spínola. In der Folge wurden politische Gefangene befreit, und am 1. Mai eine umfassende Generalamnestie für Deserteure und Wehrdienstverweigerer erlassen.

António de Spínola trat im Sept. 1974 nach Querelen mit dem linken Flügel der neuen Regierung von seinem Amt als provisorischer Präsident zurück und führte von nun an die konservative Gegenseite an. Sein Nachfolger wurde Francisco da Costa Gomes.

Großbritannien

In Großbritannien führten die Starker Konjunkturrückgang und die restriktive Politik des Premierministers Edward Heath schon Ende 1973 zu massiven Streiks, in erster Linie in den Kohlebergwerken des Landes. Um diesen zu begegnen, begrenzte Heath die Arbeitszeit der Branche auf eine Drei-Tage-Woche, für mit den Minenarbeitern zu verhandeln. Im Februar 1974 verlor er im Weiteren bei den Unterhauswahlen die Majorität im Parlament. Die Wahl hatte jedoch keinen klaren Sieger, und so übernahm eine Minderheitsregierung der Labour Party die Amtsgeschäfte bis zur Neuwahl im Oktober. Währenddessen wurde am 17. Juni der Palace of Westminster durch einen Bombenanschlag der IRA beschädigt. Die Labour Fest gewann die Neuwahlen, und Harold Wilson wurde Premierminister. Trotz des Regierungswechsels kam es weiterhin zu wirtschaftlichen Unruhen, zuallererst durch die Forderung der Regierung nach Vergesellschaftung von Unternehmen.

In Nordirland rief das Ulster Workers Council am 15. Mai zum Generalstreik auf. Grund des Protestes war das Sunningdale Agreement, ein Versuch, durch die Machtteilung zwischen Unionisten und Nationalisten den Nordirlandkonflikt zu lösen. Nach zwei Wochen Barrikadenkämpfen gab Brian Faulkner am 28. Mai als Regierungschef auf. Damit waren als auch der Ausstand wie auch das Agreement beendet.

Italien

Auch in Italien bestimmte die Finanzkrise die Politik des Landes. Die wirtschaftliche Notlage führte hier zu starken Unruhen und zu einem wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch. Über Monate gab es keine Postzustellungen, und in den Großstädten wurden durch den Zuzug vom Land die Wohnungen knapp. In der Regierung häuften gegenseitig Korruptionsfälle, bei denen Regierungsmitglieder von Ölunternehmen bezahlt wurden. Die Christdemokratische Regierungspartei verlor steigernd die Unterstützung. Dem Ministerpräsidenten Mariano Rumor wurde in diesem Jahr zweimal nahe gelegt, durch von Problemen mit seinen Koalitionspartnern von seinem Amt zurückzutreten, was er im Oktober dann tat.

Griechenland

Die Griechische Militärdiktatur war zu Beginn des Jahres 1974 durch den siebenjährigen Machtkampf zwischen Diktatur, Königreich und Volk, aber auch Truppe und Kriegsflotte und innerhalb der Streitkräfte zermürbt. Der Aufstand in der Polytechnischen Universität Athen im Nov. des Vorjahres hatte die Zwangsherrschaft weiter geschwächt, und der Coup von Dimitrios Ioannides am 25. November 1973 war der letzte Versuch, das Regierungsform an der Macht zu halten. Dieser rief wiederum den Ausnahmezustand aus. Als am 15. Juli 1974 der Zypernkonflikt offen ausbrach, waren die Obristen zu schwach, den am 20. Juli in Zypern einmarschierenden türkischen Truppen etwas entgegenzusetzen. Verschiedene Militärs wandten sich von den Obristen ab, und die von ihnen eingesetzte Regierung unter Adamantios Androutsopoulos musste zurücktreten.

Konstantinos Karamanlis, schon mehrfach griechischer Ministerpräsident zwischen 1955 und 1963, kehrte im Weiteren mit Unterstützung des französischen Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing aus seinem Verhüterli Exil zurück und übernahm die Regierungsgewalt. Dank der prekären Lage war er gezwungen, auf einer Boot im Port zu wohnen, die von einem Zerstörer bewacht wurde. Er entfernte Kollaborateure der Terror aus der Verwaltung und entspannte das Verhältnis zur Türkei. Weiterhin legalisierte er die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE), ließ die Gründung der Panellínio Sossialistikó Kínima (PASOK) am 3. September zu und gründete die Nea Dimokratia (ND). Bei den ersten freien Wahlen am 17. November wurde mit dem Sieg der ND die Regierung von Karamanlis legitimiert. Eine Volksentscheid ergab, dass die im Vergangenes Jahr von den Obristen abgeschaffte Königtum nicht wiederum eingeführt wurde.

Zypern

Am 27. Januar starb Georgios Grivas, ehemaliger Befehlshaber der griechischen Nationalgarde. Er war nach Zypern zurückgekehrt, um dort die EOKA-B aufzubauen, die im Untergrund gegen Präsident Makarios kämpfte, um die Enosis - die Vereinigung mit Griechenland - zu erreichen. Durch seinen Tod geriet die EOKA unter die direkte Kontrolle von Dimitrios Ioannides, dem Strippenzieher hinten den Kulissen der Militärdiktatur in Athen. Am 15. Juli 1974 putschte die EOKA-B mit Hilfe der griechischen Nationalgarde und machte Nikos Sampson zum Präsidenten von Zypern.

Die Türkei, angrenzend Griechenland und Großbritannien Schutzmacht der Insel, reagierte, nachdem Großbritannien wertfrei blieb, mit einer Militärinvasion am 20. Juli und besetzte den Nordteil der Insel. Der drohende Bewaffnete Auseinandersetzung mit der Türkei führte zu politischem Halligalli in Griechenland. Am 23. Juli brach die Tyrannis mit dem Rücktritt der Obristen zusammen.

Am 25. Juli begannen Friedensgespräche in Genf zwischen den drei Schutzmächten. Die Türkei stoppte ihren Vormarsch. Am 8. August folgte eine zweite Gesprächsrunde, diesmal unter Verwicklung der griechischen und türkischen Zyprioten, doch die Gespräche endeten am 14. Aug. ergebnislos. Es kam zu erneuten Kampfhandlungen, die in einem weiteren Waffenstillstand am 16. August endeten. Die türkischen Truppen kontrollieren zu diesem Zeitpunkt 34 % der Insel. Die UNO errichteten danach auf der Demarkationslinie eine „Grüne Zone“, die bis auf den heutigen Tag (2006) die Grenze zwischen dem türkischem und dem griechischem Teil der Eiland bildet.

200.000 Zyperngriechen wurden durch den Konflikt gezwungen, aus dem türkisch besetzten Teil zu fliehen, während 50.000 Zyperntürken aus dem Süden vertrieben wurden.

Jugoslawien

Am 21. Februar wurde in Jugoslawien eine neue Verfassung erlassen, die Josip Broz Tito zum Präsidenten auf Lebenszeit erklärte. Das zu 2/3 aus Slowenen und Kroaten bestehende jugoslawische kommunistische Zentralkomitee sorgte gleichzeitig dafür, dass den einzelnen Teilrepubliken eine größere AnzahlAutonomie gewährt wurde, bis hin zum Recht zur Dissoziation von Jugoslawien. Das Land Serbien wurde mit der Autonomieausrufung des Kosovos und der Vojvodina dreigeteilt. Grund hierfür war die Autonomiebestrebungen von Volk albanischer und ungarischer Abstammung, die zum damaligen Zeitpunkt 50% bzw. 15% der dortigen Bevölkerung ausmachten. Ähnliche Autonomiebestrebungen der in der Teilrepublik Kroatien lebenden Serben wurden nicht akzeptiert.

Amerika

Argentinien

Präsident Juan Perón, der erst im Jahr davor nochmal an die Macht gekommen war, starb am 1. Juli. Sein Amt übernahm Isabel Perón, seine dritte Ehefrau. Auf diese Weise wurde die Nachfolge in der Präsidentschaft ohne größere Diskussionen oder gar Neuwahlen geregelt. Isabel Peón war von dem Amt allerdings völlig überfordert. Weder hatte sie die Bildung noch das politische Talent, diese Aufgabe zum Vorteil ihres Landes auszufüllen. Sie war die Marionette der dahinter ihr stehenden peronistischen Machthaber. Ihre Amtszeit wurde geprägt durch unregelmäßig wiederkehrende „wilde Streiks“ („huelgas“) und amtlich angeordnetem Stagnation des Lebens („paro general“). Ihre Regierungszeit war von wirtschaftlichem Niedergang und erneutem Terrorismus überschattet. Die schon unter Perón gegründete halbstaatliche Terrorbrigade Alianza Anticomunista Argentina (AAA) sorgte für die ersten so genannten Verschwundenen und ermordete diverse Oppositionelle und Aktivisten der Linken. Isabel Perón wurde schon zwei Jahre später, am 24. März 1976 von Militärs festgenommen und unter Hausarrest gestellt.

Nicaragua

Nachdem das Land zwei Jahre von einem Militärdiktatur-Triumvirat unter Anastasio Somoza Debayle regiert worden war, ließ sich dieser im September zum zweiten Mal zum Präsidenten wählen. Während die amerikanische Unterstützung für sein Regierungsform schwand, wurde die Opposition, geführt von den Sandinistas (FSLN), stärker. Im Dez. entführten Guerillas 13 Prominente aus der Politik, unter zig Mitglieder der Familie Somoza. Die Gruppe sicherte sich ein Lösegeld von 1 Mio. US-Dollar und erreichte die Entlassung von 14 Gefangenen. Somoza reagierte, indem er das Kriegsrecht verhängte und die Nationalgarde einsetzte.

USA

US-Präsident Richard Nixon war durch die seit zwei Jahren die politische Bühne der USA dominierende Watergate-Affäre stark geschwächt. Nachdem schon verschiedene Beteiligte zum Rücktritt gezwungen, angeklagt oder verurteilt worden waren, wurde schließlich am 27. Juli vom Rechtsausschuss des Repräsentantenhauses ein Impeachment-Verfahren gegen den Präsidenten eingeleitet. Nixon kam dem Verfahren, das höchstwahrscheinlich siegreich gewesen wäre, durch seinen Rücktritt am 9. August zuvor. Von seinem Nachfolger, Vizepräsident Gerald R. Ford, wurde er am 8. September vor in allen Anklagepunkten begnadigt.

Durch die Watergate-Affäre erreichten die Demokraten im gleichen Jahr deutliche Siege bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus (+49 Sitze) und zum Senat (+3 Sitze). Im Repräsentantenhaus stellten sie damit knapp über zwei Drittel der Abgeordneten.

Ebenso in diesem Jahr zog die USA die letzten Soldaten aus Vietnam ab und kürzte die Militärhilfe für das Herrschaftsform in Südvietnam. Diese Maßnahmen führten ein Jahr später zum Zusammenbruch des Regimes.

Asien

Vietnam

Nach der Unterzeichnung des Friedesvertrags von Paris 1973 hatten sich die Amerikanischen Truppen vollständig aus Vietnam zurückgezogen. Die Regierung unter Nguyễn Văn Thiệu in Südvietnam stand kurz vor dem Zusammenbruch. Das von Korruption, Kriminalität und Kungelei gezeichnete Saigoner Herrschaftsform musste nun eine wirtschaftliche Schlimmer Zustand verkraften, die durch den Wegfall des wichtigsten Arbeitgebers (US-Army) und durch die Ölkrise von 1973 verursacht worden waren. 1974 gestand der US-Kongress Saigon eine effektive Militärhilfe von ausschließlich 400 Mio. $ zu, was den Bedarf der noch weiter ausgebauten ARVN nicht deckte. Der durch die Watergate-Affäre angeschlagene und schließlich zum Rücktritt gezwungene Nixon konnte Thiệu nicht länger die versprochene Hilfe zuteil werden lassen.

In den Städten herrschte eine Erwerbslosigkeit von ca. 40%. Die High-Society schaffte allmählich ihren Hab und Gut außer Landes. 240.000 Deserteure kehrten 1974 der ARVN den Rücken. Dagegen gelang es den Politische Kraft im Süden, die noch ca. 25% des Landes kontrollierten, mit Unterstützung aus Hanoi, eine strategische wie ökonomische Stabilität zu erzielen. Die zahlreichen Konflikte um die Einhaltung des Waffenstilstands und die Respektierung des „Nationalen Rates“ konnten ihre Position nicht erschüttern. Auch nach dem Präservativ Abkommen warfen die USA zwar im Allgemeinen 250.000 Tonnen Sprengstoff über Kambodscha ab, derer Kongress, der seine außenpolitischen Kompetenzen zu Bedrücken des Weißen Hauses neu definierte, verweigerte jedoch übrige Angriffe auf Südvietnam. Im darauf folgenden Jahr schließlich entschloss sich die Führung in Hanoi, eine Entscheidung herbeizuführenn. Im März 1975 überschritten die Nordvietnamesen die Grenze. Die numerisch und körperlich überlegene ARVN fiel sozusagen in sich zusammen. Ende des Monats gingen Hue und Äà Nẵng in kommunistische Herrschaft über. Damit war der Vietnamkrieg beendet.

Kambodscha

In Kambodscha tobte seit 1970 ein Bürgerkrieg. Während die VR Reich der Mitte ein Militärhilfeabkommen mit den Roten Khmer schloss, zogen sich die Bodentruppen der USA Schritt für Schritt zurück, bombardieren jedoch weiterhin das Land. Diverse Versuche, Friedensverhandlungen zu initiieren, scheiterten.

Burma

Am 4. Januar löste sich nach der Ausrufung der Sozialistischen Föderativen Republik Burma der Revolutionsrat auf. Der Diktator Ne Win wurde Staatspräsident. Die oberste legislative, exekutive und judikative Macht ging auf die neu geschaffene Volksversammlung (Pyithu Hluttaw) über. Am 1. April erhielt das Land unter der Parole „Burmesischer Weg zum Sozialismus“ eine neue Verfassung.

Am 25. November verstarb Sithu U Thant, bis 1971 Generalsekretär der Vereinten Nationen, in New York. Sein Sterbliche Überreste wurde in seine Vaterland Burma nach Rangun überführt, doch dort verweigerte ihm Ne Win ein ehrenhaftes Begräbnis. U Thant gehörte der demokratischen Regierung an, die Ne Win bei seinem Staatsstreich 1962 beseitigt hatte. Am 5. Dezember entführten Studenten den Sterbliche Überreste kurz vor der offiziellen Beerdigung, begruben ihn auf dem Gelände der 1962 zerstörten Studentenunion der Universität Rangun (RUSU) und errichteten ihm ein Mausoleum. Am 11. Dezember wurde das Gelände vom burmesischen Militär gestürmt. Dabei wurden einige Studenten getötet. Der Sterbliche Überreste wurde weit und am Fuß der Shwedagon-Pagode beerdigt. Diese Aktion führte zu Straßenprotesten in Rangun. Die Regierung verhängte den Ausnahmezustand.

Japan

Das zentrale Vorfall 1974 in Nippon war der Rücktritt des Premierministers Tanaka Kakuei im Nebelmonat November des Jahres. Diesem ging schon vor ein massiver Vertrauensverlust während der Energiekrise 1973 voraus, bei der er etwa 30% seiner Wählerschaft einbüßte. Während seiner Regierungszeit stieg die Inflationsrate so stark an, dass Land der aufgehenden Sonne 1974 die höchste Rate aller Industrienationen aufwies. Das Wirtschaftswachstum lag zum Ende des ersten Quartals das erste Mal seit dem 2. Weltkrieg bei so gut wie Null Prozent.

Im Oktober 1974 wies das Magazin Bungei Shunju Tanaka Kakuei im Übrigen viele fragwürdige Immobiliengeschäfte aus den 1960er Jahren nach. U. a. hatte er eine Geisha dafür bezahlt, Geschäfte für ihn abzuschließen. Seine Rivalen innerhalb der Liberaldemokratischen Partei (LDP) nutzten die Gelegenheit, ihn einer öffentlichen Anhörung im Volksvertretung auszusetzen. Er trat am 26. Nov. zurück, um zu verhindern, dass die Geschäftsführerin der Etsuzankai (seiner Unterstützungsorganisation), mit der er ein Verhältnis hatte, vor dem Abgeordnetenhaus aufstellen musste. Neuer Ministerpräsident wurde Miki Takeo, ebenso von der LDP, dem das Amt im Gleichgestimmtheit der Regierungsmitglieder übertragen wurde.

Im letzten Monat seiner Regierungszeit empfing Tanaka Kakuei den US-Präsidenten Gerald Ford, der als erster Präsident der USA das Land besuchte. Die Gespräche in Tokyo dienten zuerst dazu, die wirtschaftlichen Beziehungen der USA mit Land der aufgehenden Sonne zu verbessern. Überschattet wurden diese von den Affären um Tanaka Kukuei als auch von einem Skandal um amerikanische Atomwaffentransporte: Admiral Gene LaRoque erklärte vorweg vor dem US-Kongress, dass amerikanischen Schiffe, die Atomwaffen transportierten, in japanischen Häfen eingelaufen waren, ohne die Regierung Japans darüber zu informieren. Gegenüber Land der aufgehenden Sonne stellte die US-Regierung klar, dass dies nur die inoffiziellen Ansichten eines Militärs seien. Ein nachdrückliches Einspruch erfolgte allerdings nicht.

Die Ostasiatische Antijapanische Bewaffnete Front verübte am 30. Aug. einen Bombenanschlag auf die Firmenzentrale von Mitsubishi Heavy Industries.

Volksrepublik China

Die Volksrepublik China befand sich in der letzten Phase der Kulturrevolution. Premier Zhou Enlai konnte wegen seines Krebsleidens die Amtsgeschäfte nimmer ausführen. Daher übernahm im Aug. Deng Xiaoping, der erst im Vergangenes Jahr auf dem 10. Tagung der KP Chinas von Zhou Enlai rehabilitiert und zu seinem Stellvertreter erklärt worden war, hilfsweise die Amtsgeschäfte. Auch in diesem Jahr begann die Aktion gegen den 1971 verstorbenen Lin Biao und die Antikonfuziuskampagne.

Die portugiesische Kolonie Macao erlangte nach der Nelkenrevolution die Unabhängigkeit. Die Volksrepublik wollte jedoch die Öffentliche Hand nicht übernehmen. Deswegen wurde Macao zu »chinesischem Gebiet unter portugiesischer Verwaltung« .

Indien

In Indien gelang am 18. Mai der erste Atomwaffentest („Smiling Buddha“). Damit wurde das Land zur sechsten Atommacht.

Naher Osten

Israel

Zu Beginn des Jahres 1974 befand sich Israel mitten im Jom-Kippur-Krieg gegen Syrien und Ägypten, die am 6. Oktober 1973 einen simultanen Überraschungs-Angriff auf Israel führten. Am 18. Januar 1974 wurde, von Henry Kissinger ausgehandelt, mit der ägyptischen Regierung ein Truppenentflechtungsabkommen geschlossen, und am 31. Mai eines mit der syrischen Regierung. Weltweit hatte der Bewaffnete Auseinandersetzung ein arabisches Öl-Embargo für die Staaten, die mit Israel handelten, zur Folge.

Palästinenserbewegung

Die starke israelische Gegenwehr im Jom-Kippur-Krieg machte der Palästinenserbewegung klar, dass es den arabischen Vereinigte Staaten von Amerika nicht gelingen würde, Israel militärisch zu besiegen. Anstelle wurde ein Drei-Phasen-Plan entwickelt. Im bewaffneten Gefecht sollte israelisches Gebiet Schritt für Schritt erobert und auf den „befreiten“ Erfordern ein Staat als Basis für andere Kämpfe errichtet werden, um dann einen finalen Entscheidungskrieg zu provozieren. Das Zehn-Punkte-Programm , das am 9. Juni auf dem 12. palästinensischen Nationalrat in Kairo erstellt worden ist, enthält diese Ziele.(Wikisource).

Gleichzeitig erreichte die PLO die internationale politische Anerkennung. Auf einer Kongress arabischer Staatsoberhäupter im October in Rabat wird die Organisation als alleinige Vertretung der Palästinenser anerkannt. Der Perforation gelingt einen Monat später bei den Vereinten Nationen. Am 13. Nov. hielt Yassir Arafat eine Rede vor der UNO-Vollversammlung (Wikisource).

Am 22. November nahm die UNO-Vollversammlung Beschluss 3236 (Wikisource) an, die das Recht des palästinensischen Volkes auf Mündigkeit und Eigenstaatlichkeit in der Regel anerkennt. Die PLO wurde von der UNO als Vertreter des palästinensischen Volks renommiert und erhielt Beobachterstatus.

Verschiedene palästinensische Hardliner waren mit diesem Kurs nicht einverstanden und spalteten sich von der PLO ab, unter der Fatah-Revolutionsrat.

Irak

1974 brachen im Irak nochmals Kämpfe zwischen der Zentralregierung und den Kurden aus. Das Nachbarbland Iran unterstütze die Kurden, wieso es zwischen beiden Ländern zu massiven Spannungen kam, die im Saison 1974 wenn schon kurzzeitig in militärische Auseinandersetzungen an der gemeinsamen Grenze gipfelten.

Afrika

Der Prozess der Entkolonisierung Afrikas war 1974 längst noch nicht abgeschlossen. Mehrere Vereinigte Staaten standen noch unter kolonialer Herrschaft, etwa Namibia. Einige befanden sich erst einmal des Jahres noch im Unabhängigkeitskrieg, unten Mosambik und Simbabwe. Einen Schwung für die Entkolonisierung brachte die Nelkenrevolution, die in diesem Jahr die Unabhängigkeit für die portugiesischen Kolonien beschloss.

Übrige afrikanische Staaten wurden von Diktatoren beherrscht, die den Kolonialmächten nachgefolgt waren und teils demokratische Regierungen aus dem Amt geputscht hatten, unten Uganda unter Idi Amin, Zaire unter Mobuto und Äquatorialguinea unter Francisco Macías Nguema.

Angola

In Angola wurde nach dem Ende des portugiesischen Kolonialreichs in Folge der Nelkenrevolution die Macht an eine Pakt aus drei Befreiungsbewegungen, der MPLA der FNLA und der UNITA abgegeben. Diese stürzten das Land in einen Bürgerkrieg, der bis 2002 andauerte.

Äthiopien

Nach einer Dürrekatastrophe, der Ölkrise, Inflation, Studentenprotesten und Streikwellen im Jahr 1973 rebellieren zu Beginn des Jahres 1974 Teile der äthiopischen Armee. Zuerst die unteren Dienstgrade kamen größtenteils aus ländlichen Bedürfen und kannten die Notlage der Landbevölkerung. Dies brachte die entscheidende Machtverschiebung. Kaiser Haile Selassie wurde am 12. September 1974 gestürzt.

Das Militär bemächtigte sich schnell der Revolution, die studentische Bewegung spaltete sich in eine ethnische und eine sozialistische Opposition, ging partiell in den Untergrund und führte einen bewaffneten Widerstand. Innerhalb des Militärs konnten sich die gemäßigten Vertreter, größtenteils höhere Dienstgrade, nicht durchsetzen. Ein provisorischer Militärverwaltungsrat (amharisch: Derg) übernahm, unter Führung von Major Mengistu Haile Mariam, die Macht. 1975 wurde die Monarchie abgeschafft und das ehemalige Kaiserreich eine sozialistische Volksrepublik.

Südafrika

Die Regierung von Südafrika erließ angebracht der Apartheid-Politik den Afrikaans Medium Decree, der alle weiterführenden Schulen dazu zwang, Unterrichtung für schwarze Schüler in den Fächern Mathematik, Sozialwissenschaften, Geographie und Geschichte je zur Hälfte auf Englisch und auf Afrikaans zu halten. Dieses Gesetz wurde ein Auslöser für Schülerdemonstrationen zwei Jahre später, die blutig endeten. Die Organisationen ANC und PAC führten ihren Schlacht gegen das Apartheidsregime fort.

Optische Chips - SOFI soll Karlsruher Konzept umsetzen: Das europäische Forschungsprojekt SOFI (Silicon-Organic hybrid Fabrication platform for Integrated circuits) will die Anbindung optischer Technologien an herkömmliche Siliziumchips verbessern und so Datenübertragungen mit 100 GBit/s ermöglichen.... Weiterlesen!

Qt Creator 2.0 Alpha mit Qt Quick: Mit der Vorabversion der Entwicklungsumgebung Qt Creator 2.0 Alpha können Programmierer ihre Applikationen ab sofort auch für die Plattformen Symbian und Maemo erstellen. Das in Qt Creator integrierte Qt Quick dient auch zur Entwicklung von QML-basierten Oberflächen. (Symbian, Maemo)... Weiterlesen!

Wirtschaft

Wirtschaft
1. Januar Die Germania hebt die Preisbindung für Markenartikel auf.
19. Januar Grande Nation tritt aus dem europäischen Wechselkurssystem aus.
18. März Ölkrise: Die meisten OPEC-Nationen beenden das fünfmonatige Öl-Embargo gegen die USA, Japan, die Teutonia und übrige europäische Staaten.
26. Juni Die Herstatt-Bank Köln wird geschlossen.
5. Juli Deutschland schließt Investitionsschutz und -förderungsabkommen mit Ägypten
16. Juli In Hessen geht das Kernkraftwerk Biblis, der einmal größte Kernreaktor der Welt, ans Netz.
17. Juli Der Iran erwirbt 25,04% des Grundkapitals der Bochumer Tochterunternehmen Krupp Hüttenwerke AG.
14. September Die Staatsbank der DDR ersetzt ihre Banknoten. Die „Mark der Deutschen Notenbank“ wird in „Mark der DDR“ umbenannt.
8. Oktober US-Präsident Gerald Ford hält unter dem Schlagwort „Whip inflation now“ eine Rede vor dem Kongress.
20. November Das US-Justizministerium eröffnet das Kartellverfahren gegen AT&T.
2. Dezember Ein größeres Aktienpaket der Stuttgarter Daimler-Benz AG wird vom Emirat Kuwait gekauft.

Ölkrise

Prägend für das Wirtschaftsgeschehen 1974 war die (erste) Ölkrise, die schon im Jahreszeit 1973 begann, als die OPEC-Staaten Algerien, Irak, Katar, Kuwait, Libyen, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate die Öl-Fördermenge um etwa 5% drosselten, die Preise erhöhten und ein Handelssperre gegen westliche Vereinigte Staaten von Amerika verhängten. Besonders betroffen waren die USA, Japan, das für seine Stromnetz zu über 70% von Öl aus dem Nähern Morgenland abhängig war, und die Niederlande, Zentrum der Ölverarbeitung in Europa.

Mit dem Handelssperre wurde der Ölboom der vorangegangenen Jahrzehnte, mit Wachstumsraten der Förderung über 7%, überraschend beendet. Schon 1973 war der Ölpreis um ca.70 % erhöht worden. Im Verlauf des Jahres 1974 stieg der Weltölpreis auf über zwölf Dollar.

Vorrangig zielten diese Maßnahmen auf Israel und seine Unterstützer im Jom-Kippur-Krieg. Vorbehalte der erdölfördernden Länder, zunächst gegen die USA, gab es schon seit 1971, als Richard Nixon die Bindung des US-Dollars an den Goldstandard aufhob. Die folgende Abwertung des Dollars führte zu einem sinkenden Ölpreis, und die rohstoffreichen Länder sahen nunmehr den Wert ihrer Ressourcen in Gefahr.

Die Ölkrise von 1973/74 demonstrierte die Störanfälligkeit moderner Industriestaaten gegenüber einer Schwarm von Einflussfaktoren sowie deren Abhängigkeit von fossiler Energie.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde als direkte Reaktion auf die Notlage an vier Sonntagen im Nebelmonat November und Dezember 1973 ein Fahrverbot verhängt (Sonntagsfahrverbot). Darüber hinauf wurden neue Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt. Diese Politik hatte zwar kaum einen wirtschaftlichen Effekt, gab der Bevölkerung aber das Gefühl, aktiv etwas zur Bewältigung der Zwangslage beitragen zu können. Deutschland musste 1974 für seine Ölimporte rund 17 Tausend Millionen DM mehr entrichten als im Jahr zu Beginn (Ölpreisschock). Dies hatte eine Konjunkturkrise zur Folge. Jedoch stieg die Inflationsrate, verschiedenartig als in anderen Nationen, nur geringfügig auf sieben Prozent. Die Ölkrise markierte damit das Ende des Wirtschaftswunders. In der Folge traten bislang weitgehend unbekannte Erscheinungen auf, etwa Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, steigende Sozialausgaben, verstärkte Inflation (besser: Stagflation), steigende Staatsverschuldung, Rationalisierung, Streiks, Unternehmenspleiten.

Ob der Ölkrise wurden Initiativen ergriffen, die eine größere Unabhängigkeit vom Öl zum Ziel hatten. So rückten etwa alternative Treibstoffe wie Pflanzenöl und Biodiesel ins öffentliche Interesse. Es wurde des Öfteren in Kernenergie, regenerative Energiequellen, die Wärmedämmung von Gebäuden und in die Effizienzsteigerung von Motoren und Heizgeräten investiert. Auch mit dem Abklingen der Ölkrise blieb ein gestiegenes Wahrnehmung zum energiesparenden Verhalten in der Bevölkerung erhalten. Zusätzlich wurde der Anteil des aus OPEC-Staaten bezogenen Öls durch Erschließung unterseeischer Ölfelder in der Nordsee sowie eine Diversifizierung der Handelspartner gesenkt.

Zum Kompensation der Preissteigerungen wurde in einigen Industrieländern durch die Zentralbanken gehäuft Geld in Umlauf gebracht. Dieses führte jedoch, wie nach der Quantitätstheorie zu erwarten ist, zu einer erhöhten Geldentwertungsrate in den folgenden Jahren, die erst durch eine rigidere Finanz- und Geldpolitik während der 1980er beendet werden konnte.

N24 Dokumentation - Fünf Jahre auf dem Mars : Als 2004 die beiden NASA-Raumsonden Spirit und Opportunity auf dem Mars landeten, ging man von einer maximal sechsmonatigen Mission aus. Ihr Auftrag: die Suche nach Wasser auf dem roten Planeten. ... Weiterlesen!

Kein Ende des Schnees - "Miriam" bringt weiteren Nachschlag : Der Winter bleibt Deutschland treu. In weiten Teilen des Landes haben Schnee und Eis bereits zu reichlich Chaos geführt. Jetzt bringt Tief "Miriam" weiteren Schnee-Nachschub. ... Weiterlesen!

Kultur

Kultur
Grammy Awards 1974
China: Entdeckung der Terrakottaarmee in der Nähe von Xi'an.
Eröffnung des Zirkusmuseums in Preetz.
Auf der Berlinale wird zum ersten Mal ein sowjetischer Film gezeigt. Den Goldenen Bären gewinnt der Film Duddy will hoch auf von Ted Kotcheff (Kanada).
5. Januar Die erste Auflage des Fantasy-Rollenspiels Dungeons & Dragons erscheint.
13. Februar Der russische Autor Alexander Solschenizyn wird aus der Sowjetunion ausgewiesen und nach Frankfurt am Main ausgeflogen.
16. Februar Die Oper Persönlichkeit von Paul Dessau wird an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt.
28. Februar Im New Yorker Museum of Modern Art wird Pablo Picassos berühmtes Werk „Guernica“ mit einem Text besprüht.
4. März Das Römisch-Germanische Museum in Köln wird eröffnet.

Die TV-Oper La Cubana oder Ein Leben für die Kunstgriff von Hans Werner Henze wird in New York uraufgeführt.

5. März Der Film „Angst essen Seele auf“ von Rainer Werner Fassbinder hat Premiere. Er handelt von der Liebe zwischen einer 60jährigen Raumpflegerin und einem jungen Marokkaner, die am gesellschaftlichen Umfeld scheitert.
6. April ABBA gewinnen mit dem Titel Waterloo den Grand Prix d'Eurovision de la Chanson.
10. Oktober Das erste Volkskonzert von Mikis Theodorakis findet nach dem Sturz der griechisches Militärjunta vor mehreren 10000 begeisterten Volk im Karaiskakis-Stadion in Athen statt.
29. November Die Band Yes veröffentlicht das Album Relayer.
Academy Awards
Subjekt Film Der Clou von George Roy Hill
Person Hauptdarsteller Jack Lemmon in Save the Tiger
Beste Hauptdarstellerin Glenda Jackson in A Touch of Class
Typ Regisseur George Roy Hill für Der Clou

Musik

1974 war der Glam Rock auf dem Höhepunkt. Künstler wie Gary Glitter und die Rubettes mit Sugar Baby Love hatten Nummer-1-Hits. Zur Glam-Rock-Geschichte gehörte auch einer der größten Flops der Musikgeschichte. Das zweite Album des amerikanischen Sängers Jobriath, Creatures of The Street, wurde trotz Riesenwerbung nur wenig verkauft. Der Künstler geriet in Vergessenheit und starb 1983 vernachlässigt an AIDS.

Die Gegenbewegung zum Glam Rock war der Progressive Rock oder Art Rock. Die zu dieser Tendenz gezählte Band Genesis veröffentlichte das Album The Lamb Lies Down On Broadway, im VorhineinPeter Gabriel noch im selben Jahr die Band verließ.

Der Disco-Sound bildete 1974 den Mainstream. Die ersten Hits waren Rock Your Baby von George McCrae, 1974 die meist verkaufte Single in Deutschland, Kung Fu Fighting von Carl Douglas, und Waterloo von ABBA, mit dem die schwedische Gruppe den Grand Prix d'Eurovision de la Chanson gewann und ihren Siegeszug um die Welt begann.

Seasons in the Sun von Terry Jacks wurde indessen zum Abgesang auf die Flower-Power-Ära. Die Hippie-Zeit ging zu Ende.

Eine weitere Jugendbewegung, der Punk, war dagegen gerade im Entstehen. Im Jan. 1974 gründeten sich in New York die Ramones, und Patti Smith veröffentlichte ihre erste Single, Hey Joe, die als erste Punk-Rock-Single überhaupt geschätzt wird.

Auch der deutsche Schlager war noch „in“, Michael Holm landete mit Tränen lügen nicht einen Hit, der sich vier Wochen lang an der Spitze der deutschen Hitparade hielt. Zum „Sommerhit“ des Jahres 1974 erklärte die westdeutsche Musikindustrie Vicky Leandros' Werk Theo, wir fahr'n nach Lodz, der in gewissem Sinne den Kommentar des deutschen Schlagers zu Willy Brandts Ostpolitik darstellt.

Film

Besorgnis essen Gemüt auf

Angst essen Seele auf ist ein Melodrama von Rainer Werner Fassbinder und gilt als einer der wichtigsten und besten Filme im umfangreichen Werk des Regisseurs. Im Film lernt Emmi Kurowski, eine verwitwete Raumpflegerin jenseits der 60, Ali, einen etwa zwanzig Jahre jüngeren Marokkaner mit mäßig guten Deutschkenntnissen kennen. Die beiden werden ein Paar und haben mit der Ablehnung und den Vorurteilen ihrer Mitmenschen zu kämpfen. Angst essen Seele auf führt in Fassbinders Werk seine Adaptionen von den Douglas-Sirk-Filmen weiter, wie sie zwei Jahre an erster Stelle schon von dem Film Händler der vier Jahreszeiten eingeleitet wurden. Der Film gewann u. a. Kritikerpreise auf dem Filmfestival von Cannes sowie den Deutschen Filmpreis in Gold für Brigitte Mira als beste Hauptdarstellerin.

Mord im Orient-Express

Sidney Lumet drehte die Verfilmung des Agatha-Christie-Romans Mord im Orient-Express (im englischen Original: Murder on the Orient Express) um den Meisterdetektiv Hercule Poirot mit einem beeindruckenden Gesuch an Stars. Selbst in kleineren Rollen traten Darsteller aus Hollywoods erster Garde auf, unter Ingrid Bergman, Lauren Bacall, Sean Connery und zig andere. Lumets Werk wurde daraufhin Jahr für sechs Oscars nominiert und gilt bis zum heutigen Tag als eine der gelungensten filmischen Umsetzungen eines Christie-Stoffes.

Fernsehen

In Paris begannen ORTF und ARD mit der Anfertigung des Sprachkurses Les Gammas! Les Gammas!, der als Beitrag des Fernsehens zum zwanzig Jahre im Vorhinein abgeschlossenen deutsch-französischen Kulturabkommen konzipiert war. Vermöge ihrer unkonventionellen Machart wurde die Folge ein Überraschungserfolg und später in vielen Ländern Europas, Afrikas und Amerikas ausgestrahlt.

Das ZDF strahlte zwischen dem 31. Jänner und dem 8. Aug. zum ersten Mal die Animeserie Wickie und die starken Männer aus.

Mode

In der Schickeria trug man 1974 die Modelle von Christian Dior, Ted Lapidus, Nina Ricci, Yves St. Laurent und dem Modehaus Chanel in beige, caramel und lavendel. Erstens Dior spielte dabei auch mit farbigen Pelzen in Pastell. Der jugendliche Stil wurde abgelöst durch einen damenhaften. Selbst junge Frauen wollten reifer wirken und drückten dies in ondulierten Frisuren, zartem Schminke und entsprechenden Assecoires aus. Kombiniert wurden zuerst Mäntel mit Kleidern und Klamotte und unterschiedlichste Stoffarten - z. T. zur so genannten „Zwiebelmode“ kombiniert, bei der Schicht auf Schicht aus zweiter Hand wurde.

Auf der Straße war dagegen der Minirock weiterhin sehr beliebt, hinzu kam der Neigung zum Minikleid und den Overalls in verschiedensten Formen. Allerdings setzte sich auch der längere Rock, dessen Saum darunter der Kniekehlen lag, in weiten Teilen der Damenwelt abermals durch. Auch Strickmode war nochmal sehr im Kommen. In der Popkultur und im Farbfernsehen erreichten die „Schockfarben“ der Damenmode fast die Schmerzgrenze der Augen. Schlagersänger wie Rex Gildo und Jürgen Marcus machten es jedoch auch den Herren vor: Der Schlag der Hose wurde weiter, die Kragen der Hemden wuchsen zu erhalten Segeln. Und die Krawatten der Herren erinnerten mehr und mehr an das Kinderlätzchen. Fast obligatorisch wurde die gefönte Dauerwelle. Sehr in Mode waren auch bis in die Backen reichende Koteletten.

Die letzten der Hippiebewegung experimentierte mit ethnischen Stilen, wie Kaftans mit afrikanischen Motiven, Maohemden oder Zottelmänteln und -jacken im Schafdesign. Es zeigten sich aber auch schon die Richtungen auf, in denen sich die Mode den kommenden Musikstilen anzupassen suchte. Auf der einen Seite der Glam Rock mit seinem Glitter und die Discobewegung mit Hotpants, Plateauschuhen, knappen und immer durchsichtigeren Blusen, hautengen Einteilern (als Vorläufer der späteren Leggins) und dem gewagten Afrolook (zum Beispiel Paul Breitner). Auf der anderen Seite standen die dem Hardrock Zugeneigten, mit langen Haaren, Cowboystiefeln, Jeans, T-Shirt und Lederjacken.

Auch die alternative Szene prägte langsam ihren eigenen Stil mit Latzhose und Rollkragenpullover, aber auch dem Truppeparka. Als Accessoires wurden Halstücher in allen Farben und Stilrichtungen getragen, seien es indische Halstücher oder das Palästinensertuch.

Literatur

Unter dem Titel Carrie erschien der erste Roman von Stephen King.

Die Journalisten Carl Bernstein und Bob Woodward veröffentlichten All the President's Men, ihr Buch über die Watergate-Affäre.

Neue Akkutechnik aus Italien: Wissenschaftler in aller Welt arbeiten derzeit an Techniken für leistungsfähige, leichte und langlebige Akkus. Zwei Forscher aus Rom haben zwei Akkutechnologien zu einem Zinn-Schwefel-Lithium-Ionen-Akku gekreuzt. Durch hohe Energiedichte soll er sich auch für Elektroautos eignen. (Elektroauto, Technologie)... Weiterlesen!

Übergriffe bei Jesuiten - Auch in Hamburg Schüler missbraucht : Auch an einer Hamburger Jesuiten-Schule hat es offenbar Missbrauchsfälle gegeben. Nach den in Berlin bekannt gewordenen Fällen haben sich auch dort mehrere frühere Schüler gemeldet. ... Weiterlesen!

Wissenschaft, Technik und Raumfahrt

Wissenschaft
Mit Hilfe der Positronen-Emissions-Tomographie können erstmalig Stoffwechselvorgänge im Graue Zellen gezeigt werden.
Kodak führt den Super-8-Film mit Audiospur ein.
General Motors entwickelt Autokatalysatoren für Benzinmotoren.
Hewlett-Packard stellt mit dem HP-65 den ersten programmierbaren Rechner vor.
Die Prozessoren Motorola 6800 und Intel 8080 werden entwickelt.
Der Sendemastes von Radio Warschau, des bis zum heutigen Tag höchsten Gebäudes, wird errichtet.
Der Sears Tower in Chicago wird eröffnet.
8. Februar Die Skylab-4-Besatzung kehrt zur Erde zurück.
29. März Die Serienfertigung des VW Golf I beginnt.
9. Mai Inbetriebnahme der Metro Prag.
3. Juli Start der Sojus 14.
11. September Charles T. Kowal gefunden den Jupitermond Leda (Jupiter XIII).
26. August Start der Sojus 15
16. November Die Arecibo-Botschaft wird in das All gesendet.
24. November „Lucy“, das bis dato besterhaltene Knochengerüst eines Australopithecus afarensis, wird gefunden.
1. Dezember Gründung der Fernuniversität Hagen
2. Dezember Die Raumsonde Pioneer 11 fliegt an Jupiter vorbei.

Start der Sojus 16

Nobelpreise
Physik Martin Ryle und Antony Hewish
Chemie Paul J. Flory
Medizin Albert Claude, Christian de Duve und George E. Palade
Literatur Eyvind Johnson und Harry Martinson und Alexander Issajewitsch Solschenizyn
Frieden Seán MacBride und Eisaku Sato
Ökonomie Gunnar Myrdal und Friedrich Hayek
Zusätzliche Preise
Fields-Medaille Enrico Bombieri und David Bryant Mumford
Turing-Preis Donald Knuth
Bild:HP-65.jpg
Bild:Intel C8080A 9064 33001 N8384 top.jpg
Bild:Vw golf 1 v sst.jpg
VW Golf I
Bild:Skylab and Earth Limb.jpg
Skylab, aufgenommen von Skylab 4
Bild:Sears-tower.jpg

Computertechnik

Während die großen Mainframes die Informationstechnologie weiter dominierten, zeigten sich die Anfänge einer Verkleinerung und Personalisierung. 1974 stellte Intel den 8080 vor, eine Verbessertes Modell des 8008 und der erste „vollwertige“ 8-Bit-Mikroprozessor. Gleichzeitig stellte der Konkurrent Motorola den 6800 vor. Auf dem Intel-Chip basierte der Altair 8800, der erste privatwirtschaftlich erfolgreiche Heimcomputer. Gary Kildall begann mit der Entwicklung von CP/M, dem ersten plattformunabhängigen Programm für den Einsatz auf Heimcomputern.

Auch die Rechner wurden mit der Marktreife des ersten programmierbaren Modells, des HP-65 von Hewlett-Packard, zu kleinen Computern.

Automobil

Volkswagen brachte im Jahr 1974 den VW Golf auf den Markt, den Nachfolger des legendären VW Käfer. Der VW Golf, im eckigen Gestaltung von Giorgetto Giugiaro, wurde zum Symbol für die neue Kompaktklasse, die den Nerv der Zeit (Ölkrise) traf.

Raumfahrt

Das Raumfahrtjahr 1974 begann am 8. Februar mit der Rückkehr der Besatzung der amerikanischen Raumsonde Skylab 4. Das Team aus Gerald Carr, William Pogue und Edward Gibson stellte zugleich die letzte Besatzung des Skylab dar, die erst 1978/1979 durch ihre Außerbetriebnahme durch die NASA nochmals in das öffentliche Interesse rückte.

Die Sowjetunion startete in diesem Jahr gleich drei Missionen. Die Sojus 14 wurde am 3. Juli gestartet. Sie koppelte an die Saljut 3-Raumstation an, wo die Kosmonaten zwei Wochen blieben, vorweg sie zur Erde zurückkehrten. Die Sojus 15 folgte am 26. August. Nach zwei Tagen wurde die Mission abgebrochen. Sojus 16, gestartet am 2. Dezember, diente der Vorbereitung des ersten gemeinsamen sowjetisch-amerikanischen Raumfahrtprogramms, des Apollo-Sojus-Projektes (17. Juli 1975).

Für die Europäer startete am 19. Dez. erstmals eine Rakete ins All, die den ersten deutsch-französischen Nachrichtensatelliten Symphonie an Bord hatte. Der Start erfolgte von der amerikanischen Cape Canaveral Air Force Station. Der Satellit wurde in einer Höhe von 36.000 Kilometern in seine Orbit gebracht. Er sollte zwei Farbfernseh- und zwei Rundfunkprogramme sowie 600 Telefongespräche gleichzeitig übermitteln. Dabei durfte er allerdings dem amerikanischen Satelliten Intelsat keine Konkurrenz machen.

Architektur

Der 1974 fertig gestellte Sears Tower in Chicago wurde der höchste Wolkenkratzer der Welt und hielt diesen Titel so weit wie Errichtung der Petronas Towers 1997.

Sicherheitsloch im Internet Explorer wird aktiv ausgenutzt: Das in dieser Woche bekanntgewordene Sicherheitsloch im Internet Explorer 6 und 7 wird bereits aktiv ausgenutzt. Auf einem angegriffenen System wird eine Hintertür installiert, über die Angreifer vollen Zugriff auf das fremde System erhalten. (Internet Explorer, Microsoft)... Weiterlesen!

Drohender Staatsbankrott - EU stellt Griechenland unter Aufsicht : Die Europäische Union stellt Griechenland bei seiner Haushaltssanierung unter Aufsicht. Die Regierung in Athen plant massive Sparschritte. Im ganzen Land wächst deshalb der Unmut. Streiks drohen. ... Weiterlesen!

Katastrophen

Naturkatastrophen
3. April Der Super Outbreak, die längste Tornado-Serie der amerikanischen Geschichte, verwüstet 13 US-Staaten und eine kanadische Provinz. Bilanz der 148 Wirbelstürme: 315 Tote und über 5.000 Verletzte.
11. Mai Erdbeben in Sichuan u. Yünnan/Volksrepublik China, etwa 20.000 Tote.
8. September Wirbelsturm Carmen trifft auf die Südküste der USA.
18. September Der Tropischer Sturm „Fifi“ zieht über Honduras, ca. 10.000 Tote.
3. Oktober Erdbeben in Peru, 83 Tote, 60.000 Obdachlose.
28. Dezember Erdbeben der Stärke 6,2 in Pakistan, ca. 5.300 Tote.
Unfälle
30. Januar Absturz einer Boeing 707 der PanAm.
3. März Paris, Frankreich kurz nach dem Start von dem Verkehrslandeplatz Orly verunglückt eine McDonnell Douglas DC-10 der Turkish Airlines. 346 Tote.
22. April Tinga-Tinga, Bali, Indonesien. Eine Boeing 707 der PanAm prallte beim Landeanflug ca. 60 km nordwestlich vor dem Flugplatz gegen einen Berg. Alle Personen starben.
20. November Nairobi, Kenia, ein Jumbo-Jet der Lufthansa verunglückt beim Start. 59 Tote, davon 30 Deutsche.
1. Dezember Absturz einer Boeing 727 der Northwest Orient Airlines.
4. Dezember Colombo, Sri Lanka. Absturz einer niederländischen Douglas DC-8. An Bord waren indonesische Moslems auf der Pilgerfahrt nach Mekka. Alle 191 Volk an Bord starben.


Qt Creator 2.0 Alpha mit Qt Quick: Mit der Vorabversion der Entwicklungsumgebung Qt Creator 2.0 Alpha können Programmierer ihre Applikationen ab sofort auch für die Plattformen Symbian und Maemo erstellen. Das in Qt Creator integrierte Qt Quick dient auch zur Entwicklung von QML-basierten Oberflächen. (Symbian, Maemo)... Weiterlesen!

Drohender Staatsbankrott - EU stellt Griechenland unter Aufsicht : Die Europäische Union stellt Griechenland bei seiner Haushaltssanierung unter Aufsicht. Die Regierung in Athen plant massive Sparschritte. Im ganzen Land wächst deshalb der Unmut. Streiks drohen. ... Weiterlesen!

Sport

Sport
Weltsportler des Jahres Eddie Merckx
Ballon d'Or Johan Cruyff
Großveranstaltungen
Alpine Skiweltmeisterschaft 1974
Alpiner Skiweltcup 1974
Eishockey-Weltmeisterschaft 1974
Formel-1-Saison 1974
Fußball-Afrikameisterschaft 1974
Fußball-Weltmeisterschaft 1974
Leichtathletik-Europameisterschaft 1974
Nordische Skiweltmeisterschaft 1974
Tour de France 1974

Fußball

Sportlicher Höhepunkt des Jahres aus deutscher Sicht war die Fußball-Weltmeisterschaft, in der die Bundesrepublik nicht nur als Typ fungierte, statt auch den Weltmeistertitel errang. Denkwürdige Spiele waren dabei das Finale gegen die Niederlande (2:1), in dem zig umstrittene Schiedsrichterentscheidungen fielen, weiterhin das Zwischenrundenspiel Bundesrepublik Deutschland Deutschland–Polen (1:0), das als „Regenschlacht von Frankfurt“ in die Geschichte einging sowie die klaren Siege der Niederländer über die Mannschaften aus Argentinien und Brasilien. In der Vorrunde trafen zum einzigen Mal die Nationalmannschaften der DDR und der Germania aufeinander. Durch ein Tor von Jürgen Sparwasser gewann die DDR das Spiel 1:0.

In der Bundesliga dominierte weiterhin der FC Bayern München, der zum dritten Mal in Folge Staatsbürger Meister wurde und dem damit der erste Hattrick der Bundesligageschichte gelang. Im selben Jahr gewann der FC Bayern zusätzlich den Europapokal der Landesmeister. Alles in allem sieben Persönlichkeit des FC Bayern gehörten darüber hinauf dem Weltmeister-Kader an.

In der DDR-Oberliga holte der 1. FC Magdeburg den Titel. Außerdem gewann der 1.FC Magdeburg als erste und einzige Mannschaft der DDR einen Titel im Fußball-Europapokal. Am 8. Mai besiegte der Verein im Wettkampfstätte De Kuip in Rotterdam vor 5000 Zuschauern den AC Mailand mit einem 2:0 und gewann den Europapokal der Pokalsieger.

In Österreich holte in der Nationalliga der SK VÖEST Linz den Titel. Schweizer Meister wurde der FC Zürich.

Boxen

Bild:SV400031.JPG
Muhammad Ali in Wachs bei Madame Tussaud's in London

Am 26. März gewann George Foreman seinen Scharmützel und Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Ken Norton im El Poliedro, Caracas, Venezuela, durch technischen K.O. Schon am 28. Jan. besiegte die Boxlegende Muhammad Ali Joe Frazier. Das Glanzleistung des Jahres war jedoch der „Rumble in the Jungle“, der Schwergewichtskampf Muhammad Alis gegen George Foreman, am 30. Oktober im 20th of May Stadium in Kinshasa, Zaire, in dem Muhammad Ali den Weltmeistertitel durch K.O erlangte.

Auch im Halbschwergewicht gab es einen Wechsel an der Spitze. Hier holte gegenseitig Bob Foster aus Albuquerque am 16. September 1973 den Weltmeistertitel und erkämpfte dann am 17. Juni 1974 gegen Jorge Ahumada ein Unentschieden. Durch einen Sieg über Ahumada am 1. October bekam der Engländer John Conteh den Titel. Als weiterer Boxweltmeister ging am 7. September der aus Nicaragua stammende Alexis Arguello gegen den Mexikaner Ruben Olivares im Federgewicht hervor.

Basketball

Nate Thurmond erzielte am 8. Oktober in Chicago, Illinois das erste Quadruple Double der Geschichte der National Basketball Association (USA).

Radsport

Die Radsportlegende Eddy Merckx gewann sowohl .... als auch die Tour de France plus den Giro d'Italia, alle beide Rennen zum fünften Mal, und holte zum dritten Mal Gold in der Straßen-Radweltmeisterschaft. Er wurde zum dritten Mal zum Weltsportler des Jahres gewählt.

Motorsport

Der Brasilianer Emerson Fittipaldi wurde Formel-1-Weltmeister, nachdem er drei Grand-Prix-Rennen für sich entscheiden konnte. Als zweiter folgte der Eidgenosse Clay Regazzoni mit drei Punkte sammlen Abstand. Im gleichen Jahr starben auf der Formel-1-Rennstrecke die Rennfahrer Peter Revson und Helmut Koinigg. Der Bürger Revson verunglückte am 28. März in Johannesburg (Südafrika), der Österreicher bei seinem zweiten Grand-Prix-Rennen in Watkins Glen (USA) am 6. Oktober.

Springreiten

Hartwig Steenken wurde auf der Weibliches Pferd Simona in Hickstead Weltmeister im Springreiten.

OpenGL 3.3 und 4.0 - tschüss DirectX 11?: Die Khronos Group hat die OpenGL-4.0-Spezifikation fertiggestellt. Das offene Grafik-API soll damit schneller, genauer und flexibler werden, enger mit OpenCL verzahnt sein - und aktuelle GPU-Funktionen wie Tesselation unterstützen. (OpenGL, DirectX)... Weiterlesen!

Krebszellen klammern sich mit Tentakeln fest: Brustkrebszellen können auch dank einer ungewöhnlichen Fähigkeit in anderen Organen Metastasen bilden: Sobald sie sich vom Haupttumor gelöst haben, lassen sie winzige Tentakel aus ihrer Hülle herauswachsen, mit denen sie sich beispielsweise an Blutgefäßwänden festhalten und so längere Zeit überleben können. Das haben US-Forscher bei Krebszellen von 102 Brustkrebspatientinnen beobachtet. Interessanterweise scheint dabei der Befehl zum Ausfahren der Mikro-Tentakel von einem bereits bekannten Eiweißmolekül zu kommen: dem Tau-Protein, das vor allem durch seine Beteiligung an der Alzheimer-Krankheit zu zweifelhafter Berühmtheit gelangt ist. Speziell diese Entdeckung lässt die Wissenschaftler nun hoffen, bald ein schlagkräftiges Mittel gegen die Metastasenbildung bei Brustkrebs zur Verfügung zu haben in ersten Tests hat eine Blockade des Tau-Proteins nämlich bereits dazu geführt, dass die Tentakel in sich zusammenfielen. ...... Weiterlesen!

Sonstiges

  • Der japanische Nachrichtenoffizier Onoda Hirō wurde am 10. März auf der philippinischen Eiland Lubang entdeckt. Er hatte sich 29 Jahre lang versteckt gehalten, weil er sich weigerte, die Kapitulation Japans anzuerkennen.
  • Die Weinernte des Jahres 1974 fiel schlecht aus. In vielen namhaften Weinbaugebieten wurden nur dünne, kurz haltbare Weine erzeugt, die mittlerweile untrinkbar sein dürften. Lediglich kalifornische Weine gelten 2006 noch als Geheimtipp.
  • Die wohl aufsehenerregendste Trennung des Jahres war die Scheidung von Sonny Bono und Cher nach zehn Ehejahren.

Spieletest: Sonic & Sega All-Stars Racing - Igel am Steuer: Sonic musste sich schon in unterschiedlichsten Situationen bewähren - nur hinterm Lenkrad hat er bislang nicht Platz genommen. Das Spiel orientiert sich ungeniert am Funracer-Platzhirsch Mario Kart - allerdings erscheint Sonic Racing für viel mehr Plattformen. (Spieletest, Sega)... Weiterlesen!

Nachgiebige Systeme: Greifen ohne Gelenke: Einfachere, leichtere und günstigere Bauteile verspricht der Schweizer Materialwissenschaftler Flavio Campanile. Er konstruiert die Teile aus elastischen Materialien, so dass sie sich ohne mechanische Teile wie Gelenke verformen können. (Technologie)... Weiterlesen!

Siehe auch

WD stellt externe Festplatten für den Videobetrieb vor: Western Digital hat eine Serie von externen Festplatten im 2,5-Zoll-Format vorgestellt, die speziell für Videoanwendungen gedacht sind. Mit dabei ist ein extra langes Kabel, um die Geräte sinnvoll in der Nähe der Unterhaltungselektronik zu platzieren, an die sie angeschlossen werden. (Western Digital, Speichermedien)... Weiterlesen!

Safari 4.0.5 - mehr Stabilität, mehr Sicherheit: Apple bietet seinen Safari-Browser für Mac OS X und Windows nun in der Version 4.0.5 zum Download an. Damit werden Leistung, Stabilität und - vor allen unter Windows - auch die Sicherheit verbessert. (Webkit, Safari)... Weiterlesen!

Literatur

  • The American Peoples Encyclopedia 1975 Yearbook – Events of 1974, Grolier Incorporated 1975, ISBN 0-7172-0406-5.
  • Britannica - Book of the Year 1975, Encyclopaedia Britannica Ltd. 1975
  • Weltpanorama 1974 – Eine Chronik des Zeitgeschehens, Faunus-Verlag AG, Basel.
  • Britta Kruse, Christiane Lege: Chronik 1974, Bertelsmann Lexikon Institut, Gütersloh 1991, ISBN 3577140747.
  • Archiv der Gegenwart – 1974, Siegler & Co. Unternehmen für Zeitarchive GmbH 1986, ISBN 3877480403.
  • Archiv der Gegenwart – Deutschland 1945 bis 1999, Directmedia Publishing, Bundeshauptstadt 2004, ISBN 3898531783 (CD-ROM).

Internetzensur: Türkei und Russland auf der Liste: Reporter ohne Grenzen (ROG) hat anlässlich des Tages gegen Internetzensur den Bericht "Feinde des Internets" veröffentlicht. Erstmals wurden Russland und die Türkei wegen Verletzung der Meinungsfreiheit unter Beobachtung gestellt. Deutschland ist nicht auf der Liste. (Vorratsdatenspeicherung, Internetsperren)... Weiterlesen!

Sputnik: Operas Javascript-Engine macht die wenigsten Fehler: Google hat mit Sputnik einen Javascript-Test veröffentlicht, der die Qualität der Javascript-Unterstützung eines Browsers vergleichbar macht. Derzeitiger Spitzenreiter ist Opera 10.50, gefolgt von Safari 4, Chrome 4 und Firefox 3.6. Abgeschlagen landet der Internet Explorer 8 auf dem letzten Platz. (Chrome, Internet Explorer)... Weiterlesen!

Weblinks

Bild:Commons-logo.svg

(TID 646251)

Commons: 1974 – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

(TID 269231)

Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse

Jahrestage | Jahrzehnte | Jahrhunderte | Jahrtausende | Kalender

(TID 568815)

| 19. Jahrhundert | ◄ 20. Jahrhundert ► | 21. Jahrhundert |
| 1940er | 1950er | 1960er | ◄ 1970er ► | 1980er | 1990er | 2000er | ►
◄◄ | | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | ◄ 1974 ► | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | | ►►

(TID 526004)


af:1974 als:1974 ar:1974 ast:1974 az:1974 be:1974 bg:1974 br:1974 bs:1974 ca:1974 cs:1974 csb:1974 cv:1974 cy:1974 da:1974 el:1974 en:1974 eo:1974 es:1974 et:1974 eu:1974 fi:1974 fo:1974 fr:1974 fy:1974 ga:1974 gl:1974 he:1974 hr:1974 hu:1974 ia:1974 id:1974 io:1974 is:1974 it:1974 ja:1974年 ka:1974 kn:೧೯೭೪ ko:1974년 kw:1974 la:1974 lb:1974 lt:1974 mk:1974 ms:1974 nap:1974 nds:1974 nl:1974 nn:1974 no:1974 os:1974 pl:1974 pt:1974 ro:1974 ru:1974 scn:1974 simple:1974 sk:1974 sl:1974 sq:1974 sr:1974 sv:1974 te:1974 th:พ.ศ. 2517 tl:1974 tr:1974 tt:1974 uk:1974 wa:1974

zh:1974年

(TID 5705)

Drohender Staatsbankrott - EU stellt Griechenland unter Aufsicht : Die Europäische Union stellt Griechenland bei seiner Haushaltssanierung unter Aufsicht. Die Regierung in Athen plant massive Sparschritte. Im ganzen Land wächst deshalb der Unmut. Streiks drohen. ... Weiterlesen!

Gaikai: Spiele-Streamingdienst ist grundsätzlich kostenlos: Knapp 15 US-Dollar kostet die Mitgliedschaft bei Onlive pro Monat, der Konkurrent Gaikai setzt hingegen auf ein grundsätzlich kostenloses Angebot. Jetzt hat Gründer Dave Perry weitere Details seines Geschäftsmodells bekanntgegeben. (GDC, Microblogging)... Weiterlesen!


10105/420
Navigation
Themen
Newsletter
Service