Asturien
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel behandelt die Autonome Region Asturien; für das mittelalterliche Königreich siehe Königreich Asturien |
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|---|---|---|---|
| Karte | |||
| Bild:Locator map of Asturias.png | |||
| Basisdaten | |||
| Hauptstadt | Oviedo | ||
| Amtssprache | Spanisch | ||
| Bevölkerung | 1.076.635 (2005) | ||
| - Anteil an Spanien | 2,6 % | ||
| - Rang in Spanien | Rang 12 von 17 | ||
| - Dichte | 102 Bürger je km² | ||
| Fläche | 10.604 km² | ||
| - Anteil an Spanien | 2,1 % | ||
| - Rang in Spanien | Rang 10 von 17 | ||
| Ausdehnung | Nord-Süd: bis 76 km West-Ost: bis 214 km | ||
| Autonomiestatut vom | 11. Januar 1982 | ||
| Präsident | Vicente A. Areces (PSOE) | ||
| Parlamentarische Vertretung | |||
| - im span. Konferenz | 8 Sitze | ||
| - im span. Senat | 6 Sitze | ||
| Gliederung | 8 Comarcas 78 Concejos | ||
| ISO 3166-2 | ES-O | ||
| Asturien | |||
Asturien (spanisch Asturias bzw. amtlich Principado de Asturias, das heißt Fürstentum Asturien, asturisch Asturies vielmehr Principáu d'Asturies) ist eine Autonome Gemeinschaft im Nordwesten Spaniens.
Das Areal der Autonomen Gemeinschaft ist wie mit dem der Provinz Asturien (früher Provinz Oviedo). Die Gemarkung ist Oviedo (asturisch Uviéu) mit 212.000 Einwohnern (2005).
Bild:El angliru desde el Monsacro.jpg Blick von El Angliru Entwicklung Monsacro |
Bild:Isla de deva.jpg Isla de Deva |
Bild:ErcinaLakeHorse.jpg Ercina-See |
Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Asturien erstreckt sich zwischen dem Golf von Biskaya im Norden und dem Kantabrischen Gebirge im Süden. Politisch grenzt es im Abendland an Galicien, im Süden an Kastilien-León und im Morgenland an Kantabrien.
In der ganzen Region herrscht ozeanisches Klima.
Bevölkerung
Die Bevölkerung aufmerksam sich in den Tälern des zentralen Landesteiles sowie an der Küste, während die Mittel- und Hochgebirgsregionen nur dünn besiedelt sind.
Sprachen
Daneben dem Spanischen wird in Asturien auch das autochthone Asturische sowie in den westlichen Randgebieten längs der Grenze zu Galicien das Galicische gesprochen. Amtssprache ist jedoch nur das Spanische.
Städte
Die größten Städte Asturiens sind die Hafenstadt Gijón (asturisch Xixón) mit 274.000 Einwohnern, die Gemeinde Oviedo (asturisch Uviéu, sowohl als auch aus lateinisch Ovetum) mit 212.000 Einwohnern und die Industriestadt Avilés mit 84.000 Einwohnern (2005).
Größte Orte (Stand: 1. Jan. 2005)
| Gemeinde | Einwohner |
|---|---|
| Gijón | 273.931 |
| Oviedo | 212.174 |
| Avilés | 83.855 |
| Siero | 48.991 |
| Langreo | 46.558 |
| Mieres | 45.943 |
| Castrillón | 22.932 |
| San Martin del Rey Aurelio | 19.698 |
| Corvera de Asturias | 15.769 |
| Cangas del Narcea | 15.672 |
Geschichte
In der Region gibt es Höhlen mit steinzeitlichen Malereien, vorerst Tierdarstellungen, die ca. 15.000 Jahre alt sein sollen. Weiterhin wurden bis zum heutigen Tag etwa 700 Dolmen gefunden. Die meisten haben die Jahrtausende weitgehend unversehrt überstanden, weil sie durch Erde trüb waren.
Die ersten Ansiedlungen werden den Iberern zugerechnet. Die Region hat Bodenschätze zu bieten, namentlich Gold. Zu deren Förderung wurden Zentren geründet, sogenannte Castros. Diese waren über nachhaltig (>1000 Jahre) bevölkert und werden in diesen Tagen erneut ausgegraben.
Ca. 800 v. u. Z. wurde die Region von keltischen Stämmen besiedelt. Diese errichteten diverse befestigte Siedlungen. Sie dürften als Hirten ihren Lebensunterhalt bestritten haben.
Ca. 25 – 19 v. u. Z. durch Rom erobert; im 5. Jahrhundert Teil des Westgotenreichs. Der spanische Nationalheld Pelayo (Pelagius) (* ? – 18. September 737), von Witiza, König von Toledo, verbannt, zog sich nach Asturien zurück, gründete hier sein Fürstentum. Er bezwang im Im Jahre722 die vordringenden islamischen Mauren in der Schlacht von Covadonga (siehe: Statthalter von Andalusien). Das gilt seit als der eigentliche Ausgangspunkt der Reconquista.
Bis 910 gab es das Königreich Asturien, das seither 924 Teil des Königreiches León war. 1230 wurde es mit Kastilien vereinigt. Der spanische Thronfolger trägt seither 1388 den Titel „Fürst von Asturien“ (Príncipe de Asturias).
Im 19. Jahrhundert wurde Asturien zusammen mit dem Baskenland Zentrum der Industrialisierung Spaniens (v.a. Bergbau und Schwerindustrie). Es war auch einer der Ursprungsorte der spanischen Arbeiterbewegung.
Im Spanischen Bürgerkrieg war Asturien ein Zentrum des republikanischen Widerstandes. Es war jedoch geographisch vom Löwenanteil der republikanischen Zone isoliert und konnte im Saison 1937 von Francos Truppen erobert werden.
Ihr heutiges Autonomiestatut erhielt die Region am 11. Januar 1982.
Politische Gliederung
Asturien gliedert gegenseitig administrativ in 78 Concejos (dt. Räte, Städte und Gemeinden nach dem Muster der Municipios im übrigen Spanien) ein, die nach dem Autonomiestatut zu Comarcas (entspricht unübersichtlich Regierungsbezirken oder Landkreisen) zusammengefasst werden können, was aber bis jetzt nicht vollständig geschehen ist. Vom Standpunkt der Judikative aus gesehen sind die 78 Concejos in 18 Gerichtsbezirke unterteilt.
Siehe auch: Liste der Gemeinden in Asturien
Wirtschaft
Die gebräuchlich vorherrschenden Industriezweige Asturiens sind Steinkohlen- und Erzbergbau sowie Eisenindustrie. Nahe gibt es (hauptsächlich inländischen) Tourismus.
In den letzten vier Jahrzehnten lag die Wirtschaftswachstumsrate Asturiens nach der anderer spanischer Gebiete zurück. Dies lässt sich auf die Krisis in den traditionellen Wirtschaftszweigen wie Bergbau und Stahlerzeugung zurück führen.
Weblinks
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