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Berlin-Adlershof

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Bild:Map de-be adlershof.png
Lage des Ortsteiles Adlershof im Bezirk Treptow-Köpenick
Basisdaten
Bundesland: Berlin
Stadtbezirk: Bezirk Treptow-Köpenick
Geografische Lage:
Koordinaten: 52° 26′ n. Br., 13° 32′ ö. L.
52° 26′ n. Br., 13° 32′ ö. L.

(TID 488890)

Höhe: 34 m ü. NN
Einwohner: 15.251
(Quelle: StaLa Stand 31. Dez. 2004)
Postleitzahlen: 12489
Website: BA Treptow-Köpenick
Adlershof [a:dlɐs'ho:f

(TID 438491)

(TID 222876)

] ist ein Ortsteil im Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin. Bis zur Verwaltungsreform 2001 war es ein Viertel des ehemaligen Stadtbezirks Treptow.

Bild:Berlin Adlershof Wista Bessy.jpg

Adlershof steht im Sprachgebrauch oft synonym für den WISTA-Standort, einer in der Entwicklung befindlichen neuen Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien im Bereich der traditionellen Betriebsgelände auf der südwestlichen Seite.

Die alten Wohngegend und Siedlungen liegen auf der nordöstlichen Seite, zukünftig sollen neue Wohngebiet auf dem nordwestlich angrenzenden ehemaligen Flugplatz Johannisthal entstehen und den WISTA-Standort zur Wissenschaftsstadt komplettieren.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bild:Berlin Adlershof Marktplatz.jpg
Adlershof Markt

Im Zuge der „Peuplierung“ Preußens, mit der Friedrich II. neue Bewohner nach Preußen holte, wurden 1753 Johannisthal, 1754 Adlershof und Altglienicke gegründet. Der Name der Büdnerkolonie am ursprünglich "Sueszen (Grundt)" geheißenen Markt leitet sich vom Zinsgut "Adlershoff" ab. - Dessen Gründungsdatum durch Zinsvertrag vom 14. April 1754 gilt dieser Tage als Gründungsjahr der Gemeinde Adlershof.

Lange blieben die drei Dörfer Erholungsgebiete vor den Toren Berlins. Der Bau der Berlin-Görlitzer Eisenbahn 1866/67 führte zu einem Aufschwung, in dem gerade Adlershof zum Industriestandort heranwuchs. 1879 wurde das Landgut aufgelöst, und Adlershof zur Gemeinde. Die Einwohnerzahl wuchs rasch, von 344 im Jahre 1880 auf 8.006 im Jahre 1900. Der Teltowkanal wurde 1906 errichtet, und markiert in diesen Tagen das Südende der Gemeinde.

Mit der zunehmenden Industrialisierung verlor der Ort natürlich seinen Charakter als Erholungsort. 1909 eröffnete dann der erste deutsche Motorflugplatz in Johannisthal-Adlershof, der schnell global bekannt wurde. Um den Flugplatz Johannisthal bildete sich ein Zentrum mit Unterkünften, Produktionshallen, Fliegerschulen, und vielen namhaften Konstrukteuren und bekannten Fliegern. 1912 wurde die Deutsche Versuchsanstalt für Flugsport (DVL), der Vorgänger des heutigen DLR, in Adlershof gegründet. In Berlin-Adlershof befand sich auch die zentrale Polizeifunkstelle des deutschen Reiches mit zwei 120 M hohen selbststrahlenden Sendemasten.

Nach 1945 wird in Adlershof die Akademie der Wissenschaften der DDR angesiedelt, die speziell jede Menge Institute der angewandten Lehre beherbergte. Am 21. Dezember 1952 ging dann in den neuen Studios in Berlin-Adlershof erstmalig der Deutsche Fernsehfunk (DFF) auf Sendung. In der DDR-Zeit war hier auch das Wachregiment "Feliks Dzierzynski" (Gesamtstärke 12.000 Mann) mit Teilen stationiert, das Regiment nutzte den ehemaligen Airport als Schießplatz. Auch das Akademie- und das Fernsehgelände waren in dieser Zeit eingezäunt, so dass diese Gelände in Wahrheit losgelöst von den Wohngebieten auf der nordöstlichen Seite des Bahndamms existierten. In Berlin-Adlershof wurde auch ein Radioteleskop mit 36 M Diameter errichtet und einige Forschungsinstitute angesiedelt. Das Radioteleskop dürfte dieser Tage demontiert sein.

Mit dem Untergang der DDR wurden die Betriebe fast vollständig abgewickelt, und die Betriebsgelände waren plötzlich weithin ungenutzt. So entstand der Plan, die bestehenden Einrichtungen und verbliebenen Institute zu nehmen, und in eine neue "integrierte Landschaft aus Forschung und Wirtschaft" einzubinden. Ein markantes Symbol dieser neuen Landschaft ist dieser Tage das BESSY-II Elektronensynchrotron, errichtet 19931997.

Die Entwicklungspläne sehen vor, die neue "Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien" weiter auszubauen. Der direkte Autobahnanschluss (A113) wird bis Ende 2005 (Richtung Berliner Innenstadt) bzw. 2007 (Richtung Schönefeld) fertiggestellt, bis 2015 eine lockere Wohnbebauung angefügt, und die damit wieder stark wachsende Gemeinde soll auch mit einem neuen überregionalen Bahnhofskomplex ausrüsten werden. Mit Stand Ende 2002 lebten in Adlershof 14.432 Einwohner, etwa 8000 neue Bürger werden erwartet.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1772 81
1801 65
1817 56
1840 86
1858 107
1871 198
Jahr Einwohner
1875 322
1880 344
1885 743
1890 3.346
1895 5.591
1900 8.006
Jahr Einwohner
1905 9.114
1910 10.645
1919 12.655
2004 15.251

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Lage und Bebauung

Bild:Berlin Adlershof Map Guidod.png
Adlershof Karte

Der Ortbereich Adlershof ist relativ scharf abgegrenzt von umliegenden Ortsteilen, es gibt nur sieben Zufahrten. Der Stadtteil wird einzeln durch einen breiten hochliegenden Bahndamm, der viele Eisenbahnen und die S-Bahn führt (Trasse nach Schönefeld; S-Bahnlinien S8, S9, S45, S46, S85). Es da sein nur zwei Brücken unter diesem Bahndamm, sodass der Ort scharf getrennt wird, noch verschärft durch die sechsspurige Fernstraße Adlergestell direkt nahe dem Bahndamm. Die beiden Ortsbereiche müssen jeweilig getrennt betrachtet werden, und haben sich in der Bebauung völlig unabhängig voneinander entwickelt.

Bild:Luftbild Kapitale Adlershof.jpg

Der südwestliche Bereich wird durch die WISTA Drittweltland verwaltet. Zu DDR-Zeiten befanden sich dort nur große eingezäunte Betriebsgelände, auf denen sich eigenständige Straßenetze befanden. Mittendrin fanden sich nur die Rudower Chaussee und die Agastraße als öffentlich befahrbare Wege, diese sind auch jetzt die großen Straßen in diesem Gebiet. Das Ernst-Ruska-Ufer (so heißt die Uferstraße am Teltowkanal) ist ein Neubau, dort befanden sich ursprünglich Bahngleise am Ufer. Die Bahngleise waren über den dieser Tage noch existierenden Kohlebahnhof am Glienicker Weg verbunden mit der Bahnstrecke, die nach Norden in einen Rangierbahnhof mündet.

Das ehemalige Akademiegelände ist in diesen Tagen schon weitgehend ausgebaut. Am Südende findet sich das BESSY-Elektronensynchrotron, sonstige alte Gebäude sind erneuert, oder zerlumpt und neugebaut. Der Bereich nördlich der Rudower Chaussee befindet sich in der Entwicklung. In einem breiten Streifen sind dort schon Neubauten der Humboldt Universität zu Berlin zu finden. Der ehemalige Sonderlandeplatz soll zum großen Teil Erholungsgebiet werden. Außerdem sollen neue Wohngebiete entstehen, angebunden an die Wohngebiete in Johannisthal.

Die Wohngebiete im nordöstlichen Bereich werden durch die Dörpfeldstraße geteilt. In deren Zentrum befindet sich der vergleichsweise kleine Marktplatz. Durch ungesteuerte Entwicklung hat dieser den ursprünglichen Piazza-Charakter verloren, und ist in diesen Tagen kein natürlicher Treffpunkt mehr. Da Adlershof auf Feuchtwiesen errichtet wurde, herrschte sehr stark eine Traufhöhe von 12 Metern (in vielen anderen alten Stadtteilen Berlins 22 Meter), sodass die Bebauung geprägt ist von zwei- bis vierstöckigen Gebäuden. Erst in jüngerer Zeit wurden Gebäude um ein bis zwei Stockwerke erhöht. Die einzigen alten, hohen Gebäude sind die beiden Kirchen südöstlich des Marktplatzes.

Der Gottesacker findet sich südlich der Köllnischen Heide, einem Waldstück zwischen Adlershof und Oberspree. Dies ist das eigentliche Naherholungsgebiet des Ortes. Der neue Landschaftspark auf der Westseite wird weniger genutzt. Beliebt sind dort die Skaterbahnen und die für Rollerblades geeigneten, gepflasterten, langen Wege.

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Weblinks

Bild:Commons-logo.svg

(TID 646251)

Commons: Adlershof – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

(TID 269231)

Bild:Wiktionary-ico-de.png

(TID 646251)

Wiktionary: Adlershof – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

(TID 222120)

[B] BerlinWiki: Adlershof – Daten, Listen und Aktuelles

(TID 649952)


(TID 223096)

(TID 334248)

en:Adlershof

(TID 37355)

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