Boxen
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Boxen ist ein Kampfsport, bei dem sich zwei Personen derselben Gewichtsklasse unter festgelegten Regeln nur mit den Fäusten bekämpfen.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die nachweislichen ersten Faustkämpfe zum Zwecke der Unterhaltung von Leute fanden schon 2000 a. Chr. n. in Ägypten statt. In den darauffolgenden zwei Jahrtausenden breitete sich das Boxen im ägäischen Raum aus.
Der Faustkampf wurde erstmalig im Jahre 688 vor Christi in Griechenland bei den 23. olympischen Spielen des Altertums ausgetragen. Im antiken Rom wurde der Boxkampf zuerst bei Gladiatorenkämpfen (Lederriemen mit Metalldornen), der Caestus vorgeführt. Es lässt sich jedoch nicht genau festlegen, wie alt der Faustkampf wirklich ist, da aus 7000 Jahre alten Darstellungen hervorgeht, dass auch ähnliche Kämpfe zu jener Zeit ausgetragen wurden. Die hellenistische Bronzestatue vom Faustkämpfer vom Quirinal ist hiervon ein eindrucksvolles archäologisches Zeugnis. Belege zeigen, dass auch im alten Indien, China, Korea und Russland sowie unter den Ureinwohnern Amerikas und Afrikas der Boxen Komponente von Kulten und Zeremonien war. Mit Boxen im modernen Sinne hatten diese Formen des Faustkampfes nichts zu tun.
Die Ursprünge des modernen Boxens liegen in England des 18. Jahrhunderts, wo die ersten Regeln durch den Fechtmeister James Figg aufgestellt wurden. 1719 gewann Figg das erste offizielle Boxturnier seit der Antike und wurde Meister von England. 1743 wurde das erste Regelwerk (London Prize Rules) veröffentlicht. Wichtigste Neuerung: das Umwickeln der Hände, um Verletzungen zu vermindern.
Der erste offizielle Boxweltmeister nach den Regeln des Marques of Queensberry wurde am 7. September 1882 John L. Sullivan. Etwa 100 Jahre nach Einführung der ersten Regeln, im Jahre 1867, wurden die London Prize Rules vom Marquess of Queensberry soweit verändert, dass daraus die ersten Boxregeln für das Boxen mit Handschuhen, die sog. Queensberry-Regeln, hervorgingen. Bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis feierte der Boxsport seine Premiere als olympische Sportart. 1906 wurde in Köln der SC Colonia gegründet und ist damit der älteste aktive Amateur-Boxclub Deutschlands. Am 5. Dezember 1920 schlossen sich in Kapitale unter dem Namen „Deutscher Reichsverband für Amateurboxen“ die deutschen Amateurboxer zusammen. Am 6. Dez. 1920 wurden die ersten Deutschen Meisterschaften durchgeführt. Die Champion wurden ab diesem Zeitpunkt in einer Bestenliste registriert..
Boxring
Der Boxring ist quadratisch und hat eine Kantenlänge zwischen 16 und 24 Fuß (488 bis 732 cm).
Der Standard-Boxring hat eine Kantenlänge von 20 Fuß (610 cm).
Regeln
Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen dem Amateur- und Profiboxsport. Die Regeln für den Amateurboxsport, bei dem im Gegensatz zum Profiboxen der sportliche Vergleich eher im Vordergrund steht, werden von der AIBA, dem Weltverband des Amateurboxsports festgelegt. Diese Regeln sind zugleich die Grundlage für das Boxen als olympische Disziplin. Somit ist die Teilnahme an olympischen Spielen nur Amateurboxern, die dem Weltverband AIBA angehören, gestattet. Alle beide Richtungen, der Amateur- und der Profiboxsport, haben eigene Regeln und sind von Ingenieurwissenschaften und Strategie her nur begrenzt vergleichbar. Darüberhinaus gibt es im Profibereich kleinere Unterschiede zwischen den einzelnen Verbänden.
- Amateure
- Der Scharmützel wird - normal - in vier Runden von zwei Minuten Länge ausgetragen. Es entscheidet die Anzahl der Treffer. Ein Tor wird anerkannt, wenn mindestens drei der fünf Referee einen Schlag innerhalb einer Sekunde als Tor anerkennen. Dies geschieht durch Eingabe in einen Computer. Dieser wertet die Eingaben aus und zeigt die Tor an. Dieses System soll die Urteile nachvollziehbarer machen und Manipulationen einschränken. Das Tragen eines Kopfschutzes und eines ärmellosen T-Shirts sind bei Amateurboxkämpfen Pflicht. Das T-Shirt muss sich von der Hose farblich deutlich unterscheiden, damit die Gürtellinie klar erkennbar ist. Bei Boxhandschuhen im Amateursport ist die erlaubte Trefferfläche weiß markiert, um den Referee und die Referee bei der Erkennung regelwidriger Tor zu unterstützen.
- Profis
- Im Profiboxen kann die Zahl der Runden (à drei Minuten) frei festgelegt werden, bewegt sich aber üblicherweise zwischen sechs und zwölf Runden. Drei Schiri bewerten unabhängig voneinander nach alle einzelnen Runde, welcher Faustkämpfer in der Runde stärker gekämpft hat. Dauert der Gefecht über die volle Rundenzahl, wird durch Addition der Rundenbewertungen der Typ bestimmt. Wenn ein Schiri den einen Athlet höher bewertet und zwei den anderen, ist das eine "Split Decision", also eine aufgeteilte Entscheidung. Wenn je ein Unparteiischer einen anderen Faustkämpfer höher bewertet und der dritte Kampfrichter für jeden Athlet die gleiche Spielstand auf dem Kette hat, ist es ein Unentschieden. Es ist im gleichen Sinne ein Unentschieden, wenn zwei Unparteiischer für jeden Sportler die gleichen Punkte haben, unabhängig davon, wie der dritte Schiedsrichter bewertet.
Kampfentscheidung - Amateure
Bei Amateurboxern gibt es elf verschiedene Möglichkeiten, wie eine Kleinkrieg gewertet werden kann:
| Punktentscheidung | Nach Beendigung der vier Runden siegt der Boxer, der mehr zählende Tor herabfliegen konnte. Sofern alle beide Faustkämpfer sich gleichzeitig verletzen oder sich gegenseitig zu Boden schlagen und ausgezählt werden, wird abgebrochen und auch nach erzielten Punkte sammlen entschieden. |
|---|---|
| Aufgabe | Ein Faustkämpfer siegt, wenn sein Mensch während einer Runde oder in einer Rundenpause den Gefecht aufgibt. |
| Disqualifikation | Ein Sportler siegt, wenn sein Widersacher wegen einer schwerwiegenden Regelverletzung vom Schiri disqualifiziert wird. |
| Knockout | Ein Athlet siegt, wenn er den Mensch zu Boden schlägt und dieser nicht innerhalb von 10 Sekunden wiederholt kampfbereit ist. |
| RSC-O | ("Referee stopped contest - Outclassed") - Der Opponent wird nach Einschätzung des Ringrichters deklassiert. |
| RSC-OS | ("Referee stopped contest - Outscored") - Der Person liegt mit 20 (Senioren und Junioren) bzw. 15 (Frauen und Kadetten) Auftrumpfen zurück und wird aus dem Gefecht genommen. Diese Regel gilt in der letzten Runde nicht. |
| RSC-I | ("Referee stopped contest - Injury") - Der Konkurrent ist nach Einschätzung des Ringrichters ob einer durch regulären Kampfverlauf erlittenen Verletzung nicht in der Lage, den Scharmützel fortzusetzen. |
| RSC-H | ("Referee stopped contest - Headblows") - Der Widersacher ist nach Ansicht des Ringrichters nach mehreren Kopftreffern nicht geeignet, den Scharmützel fortzusetzen. Das ist im gleichen Sinne das Ergebnis, sofern ein Sportler dreimal innerhalb einer Runde oder viermal innerhalb des gesamten Kampfes angezählt werden muss. Für Frauen Gültigkeit besitzen zwei bzw. drei Anzählungen. |
| Keine Wertung | Der Kleinkrieg wird vom Unparteiischer durch nicht beeinflussbarer Umstände, die eine Kampffortsetzung behindern, abgebrochen. Dazu gehören z.B. ein beschädigter Ring, ungeeignete Wetterbedingungen, ungenügende Lichtverhältnisse und ähnliches. |
| Walkover | Der Faustkämpfer tritt kampfbereit an und gewinnt automatisch, wenn sein Charakter nach dem Ausruf seines Namens nicht innerhalb von drei Minuten im Ring erscheint. |
| Unentschieden | Alle beide Faustkämpfer wurden von der Majorität der Punktrichter mit der gleichen Punktestand bewertet. Ein Unentschieden ist nur in Länder- oder Vereinsvergleichen mit zwei Parteien möglich, nicht jedoch in internationalen Turnieren. |
Ein RSC-Kampfabbruch kann dem Schiri während des Kampfes auch durch den Ringarzt durch Zeichen empfohlen werden. Der Ringarzt hat darüber hinauf das Recht, den Kleinkrieg unterbrechen zu lassen, um einen Beteiligter hinsichtlich seiner Kampffähigkeit zu untersuchen. Der Schiri ist nach dem Ende der Untersuchung an die Entscheidung des Ringarztes gebunden.
Kampfentscheidung - Profis
Wenn einer der beiden Faustkämpfer nach einem Niederschlag nicht länger in einem vorbestimmten Phase (10 Sekunden) aufzustehen vermag, ist der Schlacht durch Knockout (KO) entschieden. Wenn der Scharmützel abgebrochen wird oder einer der Kampfteilnehmer aufgibt, ist der Gefecht durch technischen Knock-out (TKO) entschieden. Wird der Kleinkrieg nicht zu früh entschieden, wird nach Ende des Kampfes die Punktwertung der drei Schiedsrichter ausgewertet.
- Siehe auch: Queensberry-Regeln
Kampfstile
1. Defensiv: Man nennt diese Vorgehensweise kontern, ein Boxer, der in der Regel so kämpft ist ein Konterboxer.
Es gibt dabei die Arten:
a. stick and move : Der Konterboxer weicht vor dem angreifenden Sportler zurück, eher tänzelnd ( Muhammad Ali, Larry Holmes ) oder eher flach auf dem Boden stehend wie Henry Aussehen (was den Schlägen etwas mehr Kraft verleiht). Dabei ist der Jab der entscheidende Schlag, mit ihm wird der Rivale hauptsächlich weggehalten, wird die Schlaghand nachgezogen, nennt man das Eins-Zwei-Kombination. Im englischen Sprachgebiet nennt man solche Kämpfer missverständlicherweise oft einfach "boxer", im deutschen Sprachgebiet , auch missverständlich "Stilist". Die Entfernung zum Persönlichkeit nennt man "Distanz".
b. Paroli bieten aus Oberkörperbewegung/rollen (und ähnliches; in den USA nennt man soche Kampfweise to give angles, wörtlich:Winkel geben) : Vor dem Kontrahent verharren und nur den Oberkörper bewegen, im besten Fall mal einen Sidestep einstreuen. Das ergibt ein ganz anderes Kampfbild als Stick and move, hat für den konternden Sportler den großen Vorteil, dass er selbst aus der Halbdistanz Schlagwirkung erzielen kann.
Dies ist besonders die Kampfweise von James Toney.
c. Rein und raus (Englisch in and out). In Deutschland an erster Stelle von Sven Ottke bekannt, aber auch Evander Holyfield, erstens im zweiten Gefecht gegen Bowe und Roy Jones Jr. kämpften oft so. Der Faustkämpfer vertraut auf bewegliche Beine, jabbt aber nicht groß, für wartet auf eine Gelegenheit zum Gegenangriff, bei dem überfallartig in der Halbdistanz eine Verknüpfung angesetzt wird, im Vorfeld er nochmals das Weite sucht.
2. Angriffsboxen: Wenn ein Sportler angreift, dann liegt das an unterschiedlichen Gründen. In der Regel muss der kleinere Mann den Kleinkrieg machen, Ausnahmen sind die oben angesprochenen Rein-und-raus Boxer. Ein kleinerer Mann kann aber fast nie einen größeren ausjabben (mangels Reichweite). Ein anderer Grund, den Schlacht zu machen kann aber daran liegen, dass man seine eigenen körperlichen Möglichkeiten (Schlagkraft, eigenes Kinn, etc.) im Vergleich zum Charakter so einschätzt, dass man sich von einem Abtausch Siegchancen verspricht. Angriffsboxer sind oft gute Nehmer (Tyson, R.Duran, M.Hagler, J.LaMotta, Chavez, Griffith), haben sie ein schlechtes Kinn werden sie zu oft durch KO verlieren , wie Clifford Etienne. Wenn ein Sportler ungewöhnlich viel schlägt, nennt man das "Pressure Fighter" (wörtlich "Druckkämpfer"), das sind wie Henry Armstrong, Emile Griffith, Julio César Chávez, Roberto Duran, am Anfang seiner Karriere Evander Holyfield, Ricky Hatton,Harry Greb, Mickey Walker, Joe Frazier, Leon Spinks.
Im Vergleich zu reinen (offensiven) Punchern haben Pressure Fighter den Vorteil Konterboxer auspunkten zu können, so gewann Frazier gegen Ali nach Punkten, während bessere Puncher wie Ron Lyle und George Foreman auf den KO angewiesen waren.
Wie Dariusz Michalczewski zeigte, kann auch ein Jab eine effektive Offensivwaffe sein, mit Jab in den Opponent zu gehen ist aber eher unüblich, klassisches Angriffsboxen baut auf Oberkörperbewegung (pendeln, abducken) wie bei Frazier, Tyson und Duran auf.
Angriff Kämpfer, die in der Halbdistanz den Streitigkeit suchen, werden im englischen Sprachgebiet oft auch einfach fighter genannt, im Gegensatz zum konternden "boxer".
Früher wurden offensive Faustkämpfer auch missverständlicherweise als "Puncher" bezeichnet, sogar wenn sie weniger hart schlagen als ihr Typ ("Leonard turned puncher against Hearns" heißt "Leonard, ansonsten eher Konterboxer, machte den Scharmützel gegen Hearns"). Diese Verwendungsweise stirbt aber aus, so dass der Begriff "Puncher" sich mittlerweile fast immer auf die Schlaghärte bezieht.
Siehe auch Auslage (Boxen)
Verbände
Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten gibt es beim Profiboxen keine zentrale Organisation, die international alle wichtigen Verbände umfasst und somit auch das alleinige Recht hat, den Titel "Weltmeister" zu vergeben. Anstelle gibt es eine große Anzahl von Verbänden, die etwas missverständlich "Weltboxverbände" (englisch:"sanctioning bodies" ) genannt werden. Es handelt sich dabei allerdings eher um gewinnorientierte Unternehmen, so dass ein Vergleich mit anderen Sportverbänden nur schwer gezogen werden kann. Vielmehr geht es im Boxen gewaltig um das Geld, das bei der Event eines Boxkampfes fließt. Man versucht, zwei vermarktbare Kontrahenten für einen Scharmützel zu engagieren, zum einen um die sportliche Qualität hoch zu halten, andererseits aber auch um die Einnahmen so weit wie möglich zu erhöhen.
Vier Verbände sind besonders einflussreich:
- WBA: 1920 in den USA als National Boxing Association gegründet, 1962 in den aktuellen Namen umbenannt
- WBC: internationaler Verband, 1963 als Konkurrenz zur WBA gegründet
- IBF: 1983 wegen Meinungsverschiedenheiten mit der WBA gegründet
- WBO: 1988 gegründeter Verband mit Sitz in Puerto Rico
Ihr Einfluss liegt darin, dass sie Starboxer und Promoter davon überzeugen können, um ihre Titel zu boxen und einen Anteil ihrer Kampfbörse für ihren "Titel" zu überlassen. Um große Gelder geht es nur bei diesen Vieren, weil Titelhalter bei den auflagenstarken Fachzeitschriften wie dem Ring Magazine (oder in Deutschland z.B. dem "Deutschen Boxsport") hoch eingestuft werden. Es lohnt sich für einen guten Sportler nicht, um Titel abseits dieser Verbände zu boxen.
Die dabei vergebenen Weltmeister-Titel sind allerdings immer mit einem Hinweis versehen, bei welchem Verband dieser erworben wurde. In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es also immer vier Weltmeister-Titel. Allerdings gibt es für die Faustkämpfer die Möglichkeit, viele der Titel zu vereinigen. Im Schwergewicht kommt dies recht häufig vor, weil die Fans hier intoleranter mit gesplitteten Titeln sind. Allerdings hängt es von der Zustimmung des Verbandes ab - dass diese verweigert wird, ist in der Vergangenheit schon oft passiert. So ist es in der Regel nicht möglich, die Titel von WBC und WBO vereint zu vereinigen.
Das Leumund der einzelnen Verbände unterscheidet sich leicht. Allerdings ist es schwer, einen zu benennen, der unstrittig ist. Ganz der Verbände hatte in seiner Geschichte zweifelhafte Ereignisse. So gab es häufig Diskussionen über fragwürdige Kampfentscheidungen. Aber auch geldlich gab es schon Turbulenzen. So stand der WBC schon einmal kurz vor der Pleite.
Zwei übrige Verbände sind noch am Rande erwähnenswert:
- IBO (International Boxing Organization) ist deswegen relativ bekannt, weil sie die unabhängige Computerrangliste IWBR gekauft hat, es allerdings nie geschafft hat, daraus Kapital zu schlagen.
Wenigstens hatte sie schon diverse Faustkämpfer als Titelhalter, die in den unabhängigen Ranglisten der Boxzeitschriften a la Ring Magazine die Nummer 1 waren oder sind, so Naseem Hamed und jetzt Antonio Tarver. Die werden aber nur respektiert weil sie lineare Weltmeisterschaft sind, Tarver hat Roy Jones geschlagen und wird daher als "echter Weltmeister" bei HBO respektiert, mit der IBO hat das nichts zu tun.
- WBU (World Boxing Union) ist ein Verband, der praktisch nur in Südafrika und vor allem in England von Frank Warren gepusht wird und dessen Halbweltertitelträger Ricky Hatton den linearen Weltmeister Kostya Tszyu KO schlug und damit "echter Weltmeister" der Klasse wurde.
Weitere, praktisch einflusslose Verbände sind: IBA , IBC, IBU (nicht zu verwechseln mit dem historischen Verband IBU), NBA, UBF, WAA, WBB, WBF (praktisch nur in Thailand aktiv).
Boxen als olympische Sportart
Modus
Die Kampfzeit bei den Olympischen Spielen beträgt 4 * 2 Minuten (effektiv), mit drei Pausen zu je einer Minute. Ein Schiedsrichter leitet den Kampf, fünf Schiedsrichter bewerten ihn nach einem festgelegten Punktsystem. Seit den Spielen 1996 werden die besten Faustkämpfer nach der Weltrangliste (ähnlich wie im Tennis) gesetzt. Boxen ist noch die einzigste olympische Sportart, bei der nur Amateure berechtigt sind.
Olympische Geschichte
In das moderne olympische Programm wurde Boxen zum ersten Mal1904 in St. Louis aufgenommen. Es nahmen allerdings nur Bürger teil, in der Gesamtheit 44 in sieben Gewichtsklassen (Fliegen, Bantam, Feder, Leicht, Welter, Mittel und Schwer). Hinzu kamen bis auf den heutigen Tag Halbfliegen (1968), Halbwelter und Halbmittel (1952), Halbschwer (1920). 1984 wurde das Schwergewicht unterteilt in die Klassen bis 91 kg Körpergewicht (Schwer) und über 91 kg (Superschwer).
In London 1908 traten nur 42 Athlet aus vier Ländern (32 Engländer, sieben Franzosen, zwei Dänen und ein Australier) in nur fünf Gewichtsklassen (Bantam, Feder, Leicht, Mittel und Schwer) an, wobei als einziger Nicht-Engländer der Australier Baker einen Spitzenplatz (Zweiter im Mittelgewicht) errang.
1912 in Stockholm gab es kein olympisches Boxturnier, weil Boxen vormals in Schweden verboten war. Von 1920 bis 1948 wurde dann in acht, von 1952 bis 1964 in zehn und von 1968 bis 1984 in elf Gewichtsklassen gekämpft. Seitdem 1936 wird der technisch beste Athlet der Spiele mit dem Val Barker Pokal ausgezeichnet.
Popularität
Boxen ist eine der populärsten Sportarten weltweit. Als eine der ältesten Wettkampfarten des Leute hat diese Popularität eine lange Brauch und ist z. B. Teil der olympischen Spiele, seit diese 1896 wiederbelebt wurden. Nun sind Schwergewichtskämpfe um die Titelkampf die bestdotierten Sportwettbewerbe überhaupt. In Deutschland gilt der Athlet Max Schmeling, während seine aktive Zeit über 60 Jahren zurückliegt, als populärster Sportler. Gleiches gilt im Weltmaßstab für Muhammad Ali, der in den 1960er und 1970er Jahren weit über den Sportart auf bekannt wurde.
Allerdings ist das Boxen infolge der offen zur Vorstellung gestellten Gewaltausübung, der Bedrohung für die Gesundheit der Subjekt und seiner Anziehungskraft für das Halbweltmilieu mitnichten unumstritten.
Andererseits führt das richtige Training zu erstklassiger Fitness. Für den, der sich rechtfertigen erlernen will, ist das der ideale Einstieg. Beim Boxen lernt man durch das Vollkontakt-Sparring bestmögliche Fähigkeiten zur Selbstverteidigung.
Das kontinuerliche, wiederholte Kampftraining, wie es im Boxen mit der Faust geübt wird (Sparring), optimiert die Wirksamkeit, die in der Einfachheit der Boxtechniken liegen.
Siehe auch
- Liste der Boxer
- Liste der Boxweltmeister im Schwergewicht
- Liste der Kämpfe um Boxweltmeistertitel im Schwergewicht
- Bare-knuckle
- Boxernase
- Blumenkohlohr
- Boxerdemenz
Weblinks
- Boxing-wiki
- Zum Thema Boxen und Gehirnschädigungen [1]
- Boxen Ausführliche Boxregelnbg:Бокс
ca:Boxa da:Boksning en:Boxing eo:Bokso es:Boxeo et:Poks fr:Boxe he:אגרוף ja:ボクシング lt:Boksas nl:Boksen no:Boksing pl:Boks pt:Boxe
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