Brandenburg
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem deutschen Land Brandenburg, übrige Bedeutungen unter Brandenburg (Begriffsklärung). |
(TID 537469)
| Landesflagge | Landeswappen |
|---|---|
| Bild:Flag de-brandenburg.png | Bild:Coat of arms de-brandenburg.png |
| Basisdaten | |
| Hauptstadt: | Potsdam |
| Fläche: | 29.477,16 km² (5.) |
| Einwohner: | 2.561.357 (10.) (31. August 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 87 Bewohner je km² (15.) |
| Inoffizielle Landeshymne: | Märkische Heide |
| Staatsform | Gliedstaat der BR Deutschland |
| Schulden je Einwohner: | 6.640 € (Ende 2005) |
| Schulden gesamt: | 16,4 Mrd. € (2004) |
| Arbeitslosenquote: | 16,5 % (November 2005) |
| ISO 3166-2: | DE-BR |
| Offizielle Website: | www.brandenburg.de |
| Politik | |
| Ministerpräsident: | Matthias Platzeck (SPD) (seit 27. Juni 2002) |
| Regierende Parteien: | Vereinigung aus SPD und CDU |
| Sitzverteilung im Landtag seit Okt. 2004 (88 Sitze): | SPD 33 Die Linke 29 CDU 20 DVU 6 |
| letzte Wahl: | 19. September 2004 |
| nächste Wahl: | Saison 2009 |
| Parlamentarische Vertretung | |
| Stimmen im Bundesrat: | 4 |
| Karte | |
| Bild:Germany Laender Brandenburg.png | |
Brandenburg (Obersorbisch: Braniborska, Niedersorbisch: Bramborska) ist ein Land im Nordosten Deutschlands. Die Landeshauptstadt ist Potsdam. Brandenburg grenzt an Polen im Osten, Sachsen im Süden, Sachsen-Anhalt im Westen, Niedersachsen im äußersten Europa auf einem kurzem Stück an der Elbe, Mecklenburg-Vorpommern im Norden und umschließt das zentral gelegene Berlin vollständig.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie und Klima
Typisch für Brandenburg ist die Anpassung sämtlicher Infrastruktur auf das inselförmig im Land gelegene Berlin. Bundeshauptstadt und Brandenburg bilden gemeinsam die Metropolregion Berlin/Brandenburg. Rund um Spreeathen befinden sich die wohlhabendsten Städte und Dörfer („Speckgürtel“ Berlins). Hier wohnen auch zahlreiche Berliner, die es ins Grüne zog. In der Peripherie des Bundeslandes liegen dünn besiedelte und ackerbautreibend geprägte Landstriche wie die Prignitz, der Fläming, der Spreewald, das Oderbruch oder die Uckermark. Rund um Cottbus im Südosten des Landes befinden sich etliche Braunkohleabbaugebiete (Tagebau).
- Entfernung Nord-Süd 291 km
- Entfernung West-Ost 244 km
Landschaft
Die Oberflächengestaltung von Brandenburg wird durch zwei Höhenzüge und zwei Bodensenkungen bestimmt. Die Senkungen werden von Flussniederungen eingenommen, an deren Rändern sich – dieser Tage größtenteils trockengelegte – Moor- und Sumpfböden befinden, die mittlerweile auch dem Torfabbau dienten. Die Flussniederungen werden hier Bruch oder Luch genannt.
Der nördliche oder baltische Höhenzug der mecklenburgischen Seenplatte sendet nur unbedeutende Zweige nach Brandenburg aus. Der etwa 230 km lange Höhenzug im Süden des Bundeslandes beginnt mit den Lausitzer Höhen (genauer: den Sorauer Sandbergen) und zieht sich vorwärts der Grenze westwärts über Triebel und Spremberg, dann nach Nordwesten über Calau und geht auf den kahlen und dürren Fläming zu. Die südliche Bodensenkung befindet sich ziemlich am nördlichen Rand dieses Höhenzuges und tritt am markantesten im Spreewald heraus (zwischen Baruth (Mark) und Plaue). Die nördliche Bodensenkung, fast unmittelbar am Südfuß der baltischen Landhöhe gelegen, wird bestimmt durch die Niederungen des Netze- und Warthebruchs, des Oderbruchs, die Linie des Finowtals, das Havelländische Luch und die Furche des Elbestroms.
Zwischen diesen beiden Senkungen liegt eine Bodenerhebung (Platte), die sich aus der Gegend von Posen westwärts nach Brandenburg rein erstreckt, mit dem Sternberger Land, der Spreeplatte und der Mittelmark. Die Platte wird von Südosten nach Nordwesten hin durchschnitten von der Aue der Verwesen Obra und der Oder bis zur Mündung der Neiße, die untere Spree und das Haveltal. Von Süden nach Norden strömt die Oder von der Neißemündung bis zur Warthemündung, dem Bober, die obere Spree, die Dahme, Ruthe und Plaue. Zwischen diesen Furchen erheben sich eine ganze Reihe einzelner Höhen und Höhenzüge, der Semmelberg bei Bad Freienwalde (157 m), die Müggelberge in Berlin-Köpenick (120 m), die Havelberge (97 m) und die Rauenschen Berge bei Fürstenwalde (112 bis 152 m). Die höchste Erhebung in Brandenburg ist die in geringer Entfernung der Grenze zu Sachsen liegende Heidehöhe 201,4 m.
Zusammenfassend ist auf dieser Platte Sandboden vorherrschend, der auf weiten Strecken mit Kiefern und Heidekraut bewachsen und ein dürres Ansehen hat. Doch selbst auf den Höhen ist er lehmig und kann durch geeignete Anbaumethoden zum Ackerbau der meisten landwirtschaftlichen Erzeugnisse genutzt werden.
Landschaften
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Gewässer
In Brandenburg gibt es über 3.000 Seen, zusammen mit seinen über 33.000 km langen Fließgewässern ist Brandenburg das wasserreichste Land Deutschlands.
(Siehe auch: Liste der Flüsse in Brandenburg und Liste der Seen in Brandenburg).
Klima
Das Land Brandenburg befindet sich im Bereich des gemäßigten, kontinentalen Klimas. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen 7°C und 10°C. Der kälteste Monat ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 53 % in den letzten 100 Jahren der Januar, welcher im östlichen Teil des Bundeslandes im Mittel eine Kälte von -1 °C hat. Die Schwankungsbreite liegt zwischen 15 °C und -30 °C. Im Schnitt fallen in dem Monat 34 mm Niederschlag. Mit einer Jahresniederschlagssumme von rund 600 mm gehört das Land zu den trockensten Regionen Deutschlands und Europas. Daher wächst im Warme Jahreszeit die Waldbrandgefahr stark an. Die Sonne scheint im Jahr durchschnittlich ca. 1600 Stunden.
Politik
Im Brandenburgischen Landtag, welcher für fünf Jahre gewählt wird, sind aktuell vier Parteien vertreten. Nach den Wahlen vom 19. Sept. 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:
- SPD: 33
- Die Linkspartei.: 29
- CDU: 20
- DVU: 6
Die Ergebnisse der Wahl zum Landtag 2004 sahen folgendermaßen aus:
- SPD: 31,9 %
- Die Linkspartei.: 28,0 %
- CDU: 19,4 %
- DVU: 6,1 %
- Bündnis 90/Die Grünen: 3,6 %
- FDP: 3,3 %
- sonstige: 7,7 %
(Siehe auch: Wahlen zum Brandenburger Landtag, Brandenburger Landtag)
Ministerpräsidenten
Die Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg:
- 1945 - 1949: Karl Steinhoff (SPD), ab 1946 (SED)
- 1949 - 1952: Rudolf Jahn (SED)
- Zwischen 1952 und 1990 war das Land Brandenburg aufgelöst
- 1990 - 2002: Manfred Stolpe (SPD)
- 2002 - heute: Matthias Platzeck (SPD)
Ministerien
- Ministerium des Innern: Jörg Schönbohm (CDU), Stellvertretender Ministerpräsident
- Ministerium der Justiz: Beate Blechinger (CDU)
- Ministerium der Finanzen: Rainer Waffe (SPD)
- Ministerium für Wirtschaft: Ulrich Junghanns (CDU)
- Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie: Dagmar Ziegler (SPD)
- Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz: Dietmar Woidke (SPD)
- Ministerium für Bildung, Jugend und Sport: Holger Rupprecht (SPD)
- Ministerium für Wissenschaft, Wissenschaft und Kultur: Johanna Wanka (CDU)
- Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung: Frank Szymanski (SPD)
Verfassung
Die Brandenburgische Verfassung, wurde am 14. Apr. 1992 vom Abgeordnetenhaus als Entwurf verabschiedet. Per Volksentscheid wurde der Entwurf von der Brandenburgischen Bevölkerung am 14. Juni 1992 angenommen. Die Verfassung ist damit verkündet.
| (TID 646251) | Wikisource: Verfassung des Landes Brandenburg – Quellentexte |
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Wappen und Flagge
Den märkischen Adler und das Wappenbild aber gibt es schon lange. Schon 1157 soll es das Wappenbild des Markgrafen von Brandenburg: Otto I., der Sohn Albrechts des Bären. gewesen sein.
Nach der Wende entfernte man ihm seine früheren Beigaben (Schwert, Brustschild usw.), die noch bis zum Ende des Zweiten Weltkrieg Teil des Wappens waren.
Geschichte
Geschichtlich bildete Brandenburg (zusammen mit Berlin, das Teil Brandenburgs war) das Kernland Brandenburg-Preußens. Siehe zu diesem Punkt auch Albrecht der Bär (Gründer der Mark Brandenburg 1157), Mark Brandenburg und Provinz Brandenburg. Hauptstadt schied mit dem Groß-Berlin-Gesetz von 1920 aus der damaligen Provinz Brandenburg aus.
1945 wird die Provinz Mark Brandenburg gebildet. Diese besteht aus den Regierungsbezirken Potsdam und Frankfurt (Oder) der ehemaligen preußischen Provinz Brandenburg, allerdings ohne die gesamte Neumark östlich der Oder. 1947 erfolgt nach der Auflösung von Preußen die Umbenennung in Land Brandenburg mit einer Größe von 27.612 km². 1952 wird entsprechend der Verwaltungsreform in der DDR das Land aufgelöst und aufgeteilt in die drei Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Der Landkreis Perleberg fiel an den Bezirk Schwerin, die Landkreise Prenzlau und Templin an den Bezirk Neubrandenburg.
Am 14. Oktober 1990 wurde das Land Brandenburg neu gegründet durch Fusion der Bezirke Cottbus (ohne die Kreise Hoyerswerda, Jessen und Weißwasser), Frankfurt (Oder) und Potsdam zuzüglich der Kreise Perleberg, Prenzlau und Templin.
Durch einen Runderlass werden 1993 die "Brandschutzeinheiten" geschaffen, um künftige Großwaldbrände im Land besser zu bekämpfen.
Anno 1996 entscheiden sich die Brandenburger bei einer Volksabstimmung mit Majorität gegen eine Vereinigung der Länder Berlin und Brandenburg.
Verwaltungsgliederung
Seit der Neubildung der Landkreise 1993 unterteilt sich Brandenburg in 14 Landkreise und 4 kreisfreie Städte.
Landkreise
| Die brandenburgischen Landkreise und ihre Kreisstädte |
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Kreisfreie Städte
- Bild:Wappen Brandenburg an der Havel.png Brandenburg an der Havel (BRB)
- Bild:Wappen Cottbus.png Cottbus (CB)
- Bild:Wappen Frankfurt an der Oder.jpg Frankfurt (Oder) (FF)
- Bild:Potsdam Wappen.png Potsdam (P)
Regionen
Brandenburg wird ab 2007 in zwei NUTS-2-Regionen sowie weiterhin in fünf Planungsregionen (Regionale Planungsgemeinschaften) gegliedert, die räumlich Bundesraumordnungsregionen nachkommen und die sich aus den kreisfreien Städten und Landkreisen zusammensetzen, wie in der nachstehenden Übersicht angegeben (diese Regionen sind keine Verwaltungseinheiten):
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Städte und Gemeinden
Das Land Brandenburg gliedert sich in in der Gesamtheit 420 Gemeinden, unter 112 Städte, von denen 4 Städte kreisfrei sind. (Stand: 1. Januar 2006).
Größte Städte und Gemeinden
| Stadt/ Gemeinde | Landkreis | Bürger 30. Juni 2003¹ | Bürger 30. Juni 2005 |
|---|---|---|---|
| Potsdam | kreisfreie Stadt | 143.985 | 146.635 |
| Cottbus | kreisfreie Stadt | 108.503 | 105.960 |
| Brandenburg an der Havel | kreisfreie Stadt | 75.824 | 74.662 |
| Frankfurt (Oder) | kreisfreie Stadt | 67.759 | 64.429 |
| Eberswalde | Barnim | 42.688 | 41.916 |
| Oranienburg | Oberhavel | 40.313 | 41.030 |
| Falkensee | Havelland | 36.351 | 37.879 |
| Schwedt/Oder | Uckermark | 39.097 | 37.719 |
| Eisenhüttenstadt | Oder-Spree | 37.837 | 35.388 |
| Bernau bei Berlin | Barnim | 34.138 | 35.047 |
| Fürstenwalde | Oder-Spree | 33.659 | 33.343 |
| Königs Wusterhausen | Dahme-Spreewald | 31.885 | 32.983 |
| Neuruppin | Ostprignitz-Ruppin | 32.277 | 32.120 |
| Senftenberg | Oberspreewald-Lausitz | 29.716 | 28.983 |
| Rathenow | Havelland | 27.850 | 27.087 |
| Strausberg | Märkisch-Oderland | 26.688 | 26.554 |
| Spremberg | Spree-Neiße | 26.655 | 26.146 |
| Hennigsdorf | Oberhavel | 26.331 | 26.092 |
| Ludwigsfelde | Teltow-Fläming | 24.189 | 24.370 |
| Blankenfelde-Mahlow | Teltow-Fläming | 22.764 | 23.776 |
| Forst (Lausitz) | Spree-Neiße | 23.228 | 22.694 |
| Werder (Havel) | Potsdam-Mittelmark | 22.315 | 22.665 |
| Hohen Neuendorf | Oberhavel | 20.710 | 22.154 |
| Guben | Spree-Neiße | 22.897 | 21.623 |
| Luckenwalde | Teltow-Fläming | 21.718 | 21.463 |
| Prenzlau | Uckermark | 21.692 | 20.951 |
| Wittenberge | Prignitz | 20.876 | 20.035 |
¹ zum Gebietsstand der Kommunalreform vom 26. Oktober 2003
(Siehe auch: Liste der Städte und Gemeinden in Brandenburg)
Länderfusion
1996 fand eine Volksentscheid über einen Staatsvertrag zur Zusammenlegung von Brandenburg mit Berlin statt. In Brandenburg wurde jedoch nicht einmal die Mindestzustimmung ("Quorum") von 25 % der Wahlberechtigten erreicht. Damit wäre der Vertrag auch ohne eine einzige Brandenburger Nein-Stimme nicht in Kraft getreten; dass es zusätzlich eine Majorität von Nein-Stimmen gab, unterstreicht die fehlende Überzeugungskraft der Idee zum damaligen Zeitpunkt.
Hauptargumente gegen die Zustimmung in Brandenburg war die zahlenmäßige Inferiorität der ländlichen (Brandenburger) gegenüber den städtischen (Berlin & "Speckgürtel") Interessen bei 2,5 Mio. Brandenburgern gegenüber 3,5 Mio. Berlinern. Außerdem hätte der gestaffelte Abbau des Stadtstaatenprivilegs für Hauptstadt längerfristig jährliche Verluste von 2 Mrd. € beim Länderfinanzausgleich ergeben.
Die vom heutigen Ministerpräsidenten Platzeck lange befürwortete Alternative eines Nord-Ost-Landes inklusive Mecklenburg-Vorpommern und der Sachsen-Anhaltischen Altmark und damit einer ländlichen Majorität wurde nie ernsthaft verfolgt. Auch den Vorschlag eines Länderrates, einer Art Mini-Bundesrat, ausverkauft nach einem Flächenschlüssel, hat die Brandenburger Landesregierung nie in die Verhandlungen mit Spreeathen eingeführt.
Befürworter einer Länderfusion streben wieder und wieder mal eine erneute Referendum an.
Jedoch gibt es schon jetzt eine Menge von Bestrebungen, die also doch auf eine Unternehmenszusammenschluss der beiden Länder abzielen, wie etwa die Zusammenlegung des SFB mit dem ORB zum RBB oder die Verschmelzung der Deutschen Rentenversicherung Spreeathen mit der Deutschen Rentenversicherung Brandenburg zum 1. Jänner 2006 zur Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg. Auch die Regierungschefs beider Bundesländer haben sich zum grundsätzlichen Ziel der Länderfusion bekannt.
(Siehe auch: Berlin-Brandenburg)
Wirtschaft
Brandenburgs Industriezweig und Dienstleistungen haben ihren Kern weiter der A 10 rund um die Ort Berlin sowie in den gesicherten industriellen Kernen. Bei Eisenhüttenstadt an der Oder und in Brandenburg an der Havel befinden sich Stahlwerke. Außerdem gibt es in Brandenburg an der Havel ein Druckmaschinenwerk der Heidelberger Druckmaschinen AG und ein Getriebewerk der ZF Friedrichshafen. In Schwedt/Oder im Nordosten Brandenburgs befindet sich ein industrieller Fokus mit einer Erdölraffinerie (PCK Raffinerie GmbH) und zwei Papierfabriken. Jenseits der gesicherten industriellen Kerne sind die berlin-fernen Teilräume des Landes von der Ernährungsindustrie, dem Holzgewerbe sowie der Landwirtschaft geprägt. Im Süden Brandenburgs befinden gegenseitig Braunkohleabbaustätten. Künftig wird ein Fokus der Landesentwicklung verstärkt auf den Fremdenverkehr gelegt. Das BIP sank 2005 im Vergleich zum Vergangenes Jahr um 1,1%. Die Entwicklung war damit die schlechteste aller Bundesländer.
Landwirtschaft
Einige Leistungen der Landbau Brandenburgs im Jahr 2004:
- Erntemenge Getreide 3,265 Mio t
- Anzahl Rinder 586100
- davon Milchkühe 174.000
- Milchleistung je Kuh und Tag März/05 22,34 kg
- Anzahl Schweine 788.200
- davon Ferkel 248.900
- Anzahl Schafe 144.489
- Eier pro Henne und Jahr 295
Verkehr
Brandenburgs Verkehrswege laufen sternförmig auf Hauptstadt zu. Dies gilt als auch für Eisenbahnstrecken, und für Straßen und Wasserstraßen. Die Eisenbahnstrecken werden durch den Berliner Außenring verbunden, der sich zum größten Teil in Brandenburg befindet. Weiterhin verläuft der „Berliner Ring“ genannte Autobahnring der A 10 fast ausschließlich durch Brandenburg.
Der wichtigste Flughafen des Bundeslandes befindet sich in Schönefeld; angrenzend gibt es unter anderem den Flughafen Cottbus-Drewitz.
Die Verkehrsunternehmen in Brandenburg und Spreeathen haben sich zum Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zusammengeschlossen, um eine einheitliche Verkehrsstruktur im öffentlichen Personennahverkehr und einheitliche Tarife in der Region zu gewährleisten.
- Neuzulassungen Kfz 2004: 86.409
- Transportierte Personen 2004 (ÖPNV): 141.697.000
Bildung
Primarstufe
Brandenburger Schüler besuchen, verschieden als in anderen Bundesländern, von der ersten bis zur sechsten Klasse die Grundschule.
Sekundarstufe I und II
Die Berechtigung zum Visite von Universitäten (Abitur), erhält man in Brandenburg an Gymnasien, Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe, aber auch an Oberstufenzentren und Abendschulen.
Veränderungen in den Schuljahren:
- 2004/2005 Einführung Zentralgestellter Abiturprüfungen
- 2005/2006 Zusammenlegung von Realschulen und Gesamtschulen ohne gymnasiale Oberstufe zu Oberschulen
- 2005/2006 Einführung eines generellen Rauchverbots für Schüler und Lehrkräfte
- 2005/2006 Qualitätskontrolle der Leistungen der Lehrer durch Visitationsteams
- 2006/2007 Einführung von Kopfnoten
Hochschulen
- Brandenburgische Technische Universität Cottbus
- Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
- Universität Potsdam
- Fachhochschule Lausitz (bestehend aus den Standorten: Cottbus und Senftenberg)
- Fachhochschule Potsdam
- Fachhochschule Brandenburg
- Fachhochschule für Finanzen (Fachbereich: Steuerverwaltung)
- Fachhochschule Eberswalde
- Technische Fachhochschule Wildau
- Fachhochschule der Polizei in Basdorf (ab Mitte 2006 in Oranienburg)
(Siehe auch: Hochschulen in Brandenburg)
Feiertage und Schulferien
Feiertage
| Jahr | Neujahr | Ostern | Tag der Arbeit | Christi Himmelfahrt | Pfingsten | Tag d. Deutschen Einheit | Reformationstag | Weihnachten |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2006 | 01.01. | 14.04. - 17.04. | 01.05. | 25.05. | 04.06. - 05.06. | 03.10. | 31.10. | 25.12. - 26.12. |
| 2007 | 01.01. | 06.04. - 08.04. | 01.05. | 17.05. | 27.05. - 28.04. | 03.10. | 31.10. | 25.12. - 26.12. |
| 2008 | 01.01. | 21.03. - 23.03. | 01.05. | 11.05. - 12.05. | 03.10. | 31.10. | 25.12. - 26.12. | |
Schulferien
| Schuljahr | Unterrichtsbeginn | Herbstferien | Weihnachtsferien | Winterferien | Osterferien | Pfingstferien | Sommerferien |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2005 / 2006 | 09.08. | 04.10. - 15.10. | 22.12. - 03.01. | 30.01. - 03.02. | 12.04. - 21.04. | 26.05. | 06.07. - 19.08. |
| 2006 / 2007 | 21.08. | 02.10. - 14.10. / 30.10. | 27.12. - 05.01. | 05.02. - 10.02. | 04.04. - 13.04. | - | 12.07. - 25.08. |
| 2007 / 2008 | 27.08. | 15.10. - 27.10. | 24.12. - 04.01. | 04.02. - 09.02. | 19.03. - 28.03. | 02.05. | 17.07. - 27.08. |
Tourismus
Siehe dazu: Tourismus in Brandenburg
Natur- und Kulturschutz
Die 15 Großschutzgebiete
Der Umweltschutz hat im Land Brandenburg eine hohe Priorität, im Jahre 2002 sind im Land 15 so genannte Großschutzgebiete ausgewiesen, unten eines als Nationalpark, drei als Biosphärenreservat und 11 als Naturpark. Im Großen und Ganzen annehmen die Großschutzgebiete rund ein Drittel der Landesfläche ein.
- Nationalpark Unteres Odertal (106 km2)
- Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg (533 km²)
- Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (1.291 km²)
- Biosphärenreservat Spreewald (474 km²)
- Naturpark Barnim (750 km²)
- Naturpark Dahme-Heideseen (594 km²)
- Naturpark Hoher Fläming (827 km²)
- Naturpark Märkische Schweiz (204 km²)
- Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft (490 km²)
- Naturpark Niederlausitzer Landrücken (580 km²)
- Naturpark Nuthe-Nieplitz (623 km²)
- Naturpark Schlaubetal (225 km²)
- Naturpark Uckermärkische Seen (895 km²)
- Naturpark Westhavelland (1.315 km²)
- Naturpark Stechlinsee (1.080 km²)
UNESCO-Welterbe in Brandenburg
- Schlösser und Parks von Potsdam (Schloss Sanssouci) (seit 1990)
Sprache
Ausgenommen von Hochdeutsch werden größtenteils Dialekte des Mark-Brandenburgischen und des Berlin-Brandenburgischen gesprochen. Im Randgebiet zu Sachsen und Sachsen-Anhalt wird zusätzlich Anhaltisch - ein Regionale Sprachvariante des Thüringisch-Obersächsischen gesprochen, das nah mit dem Hochdeutschen verwandt ist. In der brandenburgischen Niederlausitz spricht man Lausitzische Dialekte. Dieses und das in und im Speckgürtel von Berlin gesprochene ist dem Ostmitteldeutschen zuzurechnen. Im Barnim ist die Dialekt Eberswalder Kanaldeutsch gebräuchlich.
Im östlichen Teil der Niederlausitz in der Umgebung von Cottbus wird außerdem Niedersorbisch, eine westslawische Sprache, von etwa 20.000 Volk als Muttersprache gesprochen (zweisprachiges Gebiet).
Der Sprachgut der brandenburgischen Dialekte ist erfasst und beschrieben im Brandenburg-Berlinischen Wörterbuch.
Siehe auch
- Bombodrom
- Brandenburger Küche
- Lausitzring
- Cargolifter AG
- Tropical Island
- Verdienstorden des Landes Brandenburg
Literatur
- Heinrich, G. (Hrsg.): Berlin und Brandenburg. (Handbuch der Historischen Stätten, Bd. 10), Stuttgart 1973.
Weblinks
(TID 508339)
| (TID 646251) | Commons: Brandenburg – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
| (TID 646251) | Wikinews: Brandenburg – aktuelle Nachrichten |
(TID 342006)
| (TID 646251) | Wiktionary: Brandenburg – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
(TID 222120)
- Offizielle Seite des Landes Brandenburg
- Offizielle Tourismusseite des Landes Brandenburg
- Landesvermessung
- Wahlergebnisse (Landeswahlleiter)
- Wirtschaftsportal für das Land Brandenburg
- Kulturportal für das Land Brandenburg
- Gemeinsamer Internetauftritt von Kommunen im Land Brandenburg
- Weitere Links zum Thema „Brandenburg“ im Open Directory Project
(TID 499888)
Baden-Württemberg | Bayern | Berlin | Brandenburg | Bremen | Hamburg | Hessen | Mecklenburg-Vorpommern | Niedersachsen | Nordrhein-Westfalen | Rheinland-Pfalz | Saarland | Sachsen | Sachsen-Anhalt | Schleswig-Holstein | Thüringen
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ar:براندنبورغbg:Бранденбург (провинция) ca:Brandeburg cs:Braniborsko da:Brandenburg en:Brandenburg eo:Brandenburgio es:Brandeburgo et:Brandenburg fa:براندنبورگ fi:Brandenburg fr:Brandebourg he:ברנדנבורג hr:Brandenburg hu:Brandenburg id:Brandenburg it:Brandeburgo ja:ブランデンブルク州 ka:ბრანდენბურგი (მხარე) ko:브란덴부르크 주 lb:Brandenburg lt:Brandenburgas lv:Brandenburga (zeme) nds:Brannenborg nl:Brandenburg (deelstaat) no:Brandenburg pl:Brandenburgia pt:Brandemburgo ro:Brandenburg ru:Бранденбург sh:Brandenburg simple:Brandenburg sk:Brandenbursko sr:Бранденбург sv:Brandenburg (delstat) tr:Brandenburg uk:Бранденбурґ
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