Budapest
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| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Hungary pest budapest-l.gif | Bild:BudapestMap23.gif
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| Basisdaten | |
| Staat: | Ungarn |
| Geografische Lage: | Koordinaten: 47° 30' N; 19° 3' O47° 30' N; 19° 3' O (TID 488890) |
| Höhe: | 102 m ü. NN |
| Fläche: | 525 km² |
| Einwohner: | 1,695 Mio. (2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 3.229 Bürger je km² |
| Postleitzahl: | H-1xxy, wobei xx je die Nummer eines Bezirks darstellt |
| Vorwahl: | 1 |
| Stadtgliederung: | 23 Stadtbezirke |
| Website: | www.budapest.hu |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Gábor Demszky |
(TID 438491)
(TID 222876)
] ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt der Republik Ungarn. Mit etwa 1,7 Mio. Einwohnern (Stand 2005) ist Budapest die siebtgrößte Stadt der Europäischen Union. Die Einheitsgemeinde Budapest entstand 1873 durch die Unternehmenszusammenschluss der zuerst selbständigen Städte Buda, Pest und Óbuda. Der Name Budapest selbst tauchte erstens nicht auf, üblich im Sprachgebrauch war Pest-Buda.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Geografische Lage
Budapest liegt an der Donau, die an dieser Stelle das ungarische Mittelgebirge verlässt und in das ungarische Tiefland fließt. Die höchste Erhebung in Budapest ist der 527 M hohe János-Berg. Geotektonisch gesehen liegt die Ort auf einer Bruchstelle, deshalb ist besonders Buda so reich an Thermalquellen.
Klima
Wegen der Binnenlage und der abschirmenden Wirkung der Bergkette hat Budapest ein relativ trockenes Kontinentalklima mit mildem Jahreszeit und warmem Sommer. Die mittleren Temperaturen liegen im Jan. bei -1 °C sowie im Juli bei 21 °C. Im Frühsommer sind die ergiebigsten Niederschläge zu verzeichnen. Die mittlere Niederschlagsmenge beträgt im Jahr rund 600 Millimeter.
Geschichte
Budapests Geschichte beginnt um 89 mit der Gründung einer Niederlassung mit Festung namens Aquincum durch die Römer und einer Bürgerstadt im nördlichen Bereich des heutigen Óbuda. Die damaligen Bewohner dieser Gegend waren Eravisken keltischen Ursprungs. Aquincum war zwischen 106 und dem Ende des 4. Jahrhunderts Gemeinde der Provinz Pannonia, denn sie lag an der natürlichen Grenze (Limes) Pannoniens, der Donau. Hier bekam der Ort mit der Festung eine führende Rolle, und wurde zum Sitz des römischen Statthalters. 107 begann der Bau eines Statthalterpalastes durch Kaiser Hadrian.
Nach dem Untergang des Römischen Reiches begann die Migration der Hirtenvölker (wie der Hunnen) aus dem Osten. Diese Welle erreichte gegen Ende des 4. Jahrhunderts Pannonien. Die Stürme dieser kriegerischen Stämme verwüsteten die Landschaft und zerstörten partiell die römischen Städte. Relative Ruhe kehrte erst durch die Landnahme der Magyaren um 896 ein. Es kam zur Besiedlung des gesamten pannonischen Beckens und auch der Gegend um Óbuda. Durch die Christianisierung sesshaft gewordene Ungarn wohnten in von ihnen gebauten Dörfern mit Kirchen und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Zentral der Verkehrswege gewann Pest immer mehr an Bedeutung. Über die Donau (etwa bei der heutigen Elisabethbrücke) entstand ein reger Fährverkehr mit dem gegenüberliegenden Buda. Mit der Krönung Stephans I. 1000/1001 zum ersten König von Ungarn bauten die Ungarn ihre Beherrschung aus und 1361 wurde die Stadt, trotz der fast völligen Zerstörung durch den Einfall der Mongolen (Mongolensturm) 1241 und der Verschiebung der königlichen Wohnsitz nach Visegrád 1308, Gemarkung des Königreiches. 1514 fand ein Bauernaufstand statt.
Ab 1446 griffen die Osmanen oft Ungarn an, was in der Besetzung des größten Partiell des Landes gipfelte. So fielen Pest 1526 und Buda (lateinisch für „Ofen“ wegen der warmen Quelle), durch die Burg etwas geschützt, erst 15 Jahre später; die neue Kapitale des noch unbesetzten Ungarns, das fast nur noch aus der heutigen Slowakei bestand, wurde von 1536 - 1784 Preßburg (das heutige Bratislava, ungarisch Pozsony). Während Buda zum Sitz des türkischen Gouverneurs wurde, fand Pest allerdings kaum eine Beachtung und verlor einen großen Teil seiner Einwohner.
Schließlich gelang es den Habsburgern, seit 1526 Könige von Ungarn, die Osmanen zu vertreiben und Ungarn erneut herzustellen. Für die Bevölkerung von Buda und Pest änderte sich allerdings nur wenig, sie wurde weiterhin unterdrückt und musste sehr hohe Steuern zahlen. Die Bevölkerung wehrten sich in einem Aufstand gegen die Unterdrücker, der aber niedergeschlagen wurde. Pest, das seit 1723 der Sitz der administrativen Verwaltung des Königreiches war, wurde trotz der widrigen Verhältnisse und eines verheerenden Hochwassers 1838 mit 70.000 Aufopfern zu einer der am schnellsten wachsenden Städte des 18. und 19. Jahrhunderts. 1780 wurde Germanisch von den Habsburgern als Amtssprache eingeführt, auch um die aber und abermal aufflammenden revolutionären Bewegungen besser kontrollieren zu können. Die Kroaten, die jahrhundertelang eine Personalunion mit Ungarn bildeten und auch Budapest unterstellt waren, bezeichnen die Gemarkung auch dieser Tage noch als Budimpešta (kroat. Budim für den Kiez Buda und Pešta für Pest).
Während der ungarischen Revolution 1848 war Budapest einer der Hauptplätze der Unruhen, mit denen die Ungarn gegen die seit gut 150 Jahren andauernde Unterdrückung der Habsburger ankämpften. Zwar wurde der Aufstand mit Hilfe Russlands blutig niedergeschlagen, aber die Ereignisse von 1849 führten 1867 mehrstufig in den Ausgleich zwischen Österreich und Ungarn, in dem Ungarn weitgehend unabhängig wurde. Symbol des Ausgleichs war der jährliche mehrwöchige Aufenthaltsort Kaiser Franz Josephs in Budapest. Als König von Ungarn residierte er auf der Budaer Burg und nahm in dieser Zeit - in ungarischer Sprache und in eine ungarische Uniform gekleidet - mit den Ministern k. Ungarns und dem k. ungarischen Reichstag seine ungarischen Ämter wahr.
Die Verschmelzung von Buda, Óbuda und Pest war schon 1849 unter der revolutionären Regierung Ungarns verordnet worden, als aber die Habsburger ihre Macht wiederherstellten, widerriefen sie diesen Beschluss. Erst 1872, fünf Jahre nach dem Österreichisch-Ungarischem Ausgleich von 1867 kam es endgültig zur Vereinigung der beiden Stadthälften. Vorausgegangen war schon 1870 die Gründung eines "Hauptstädtischen Rates für öffentliche Arbeiten", der die bauliche und infrastrukturelle Entwicklung der Gesamtstadt koordnieren sollte.
Zur Millenniumsfeier der Landnahme der Ungarn (dem sogenannten Millennium) 1896 wurden mehrere Großprojekte, wie z. B. der Heldenplatz und die erste U-Bahn auf dem europäischen Gegend fertiggestellt. Die Einwohnerzahl im gesamten Stadtgebiet versiebenfachte sich dadurch zwischen 1840 und 1900 und stieg auf ca. 730.000.
Der verlorene Erste Weltkrieg, die daraus resultierenden Opfer und der Entlassung Ungarns aus der Donaumonarchie 1918, aber auch die riesigen Gebietsabtretungen Ungarns (Ungarn verlor durch den Vertrag von Trianon fast ¾ seines Reichsgebiets) versetzten Budapest nur einen kurzzeitigen Schlag.
Nach der Etablierung einer kommunistischen Räteregierung unter Béla Kun 1919 nahm Miklós Horthy als Kriegsminister der in Szeged gebildeten konservativ-reaktionären Gegenregierung den Gefecht gegen das Herrschaftsform von Béla Kun auf. Nach dem Sieg zog er an der Spitze der konservativen Truppen am 16. Nebelmonat November 1919 in Budapest ein. Miklós Horthy wurde Reichsverweser (Verwalter; ungarisch: kormányzó) Ungarns, das nach wie vor Königreich war.
Durch die deutsche Besatzung während des Zweiten Weltkriegs in Ungarn starb rund ein Drittel der jüdischen Bevölkerung von 500.000 Ungarn, trotz die deutsche Besatzung erst nach dem Versuch der Lösung von Deutschland 1944 zustande kam und somit nur ein Jahr andauerte. 1944 wurde die Gemeinde durch anglo-amerikanische Bombenangriffe partiell beschädigt. Die stärksten Zerstörungen erfolgten jedoch durch die von Ende Dez. 1944 bis Anfang Febr. 1945, 102 Tage andauernde Belagerung durch sowjetische Streitkräfte sowie durch die eingeschlossenen deutschen und ungarischen Truppen, die bei ihrem Rückzug auf die Budaer Seite des Kessels, auch sämtliche Brücken über die Donau sprengten. 38.000 Budapester Zivilisten starben während der Belagerung.
Nach dem Ende des Krieges folgte 1946 die Ausrufung der Republik und 1949 die Ausrufung der Volksrepublik Ungarn. 1956 war Budapest der Ausgangspunkt des Ungarischen Volksaufstandes, nach dessen blutiger Niederschlagung es zu Säuberungswellen vollkommen Land kam.
Am 23. Oktober 1989 wurde in Budapest die Republik Ungarn ausgerufen, was wegbereitend für den Zerfall des ganzen Ostblocks werden sollte. Jahr 2000 fanden ungarnweit Feierlichkeiten zum tausendjährigen Jubiläum der Staatsgründung statt. Aus diesem Anlass wurde auch die Gemarkung verschönert: die Parkanlage und das Kulturzentrum Millenáris-Park und der Milleniumsstadtteil mit dem Nationaltheater wurden errichtet, die Budaer Donauseite mit dem Unigelände der Technischen Universität modernisiert. Schließlich folgte am 1. Mai 2004 die Mitgliedschaft Ungarns in der EU, was mit großen Auf den Putz hauen vollkommen Land, aber besonders in der Gemeinde Budapest gefeiert wurde.
Einwohnerentwicklung
Budapest scheint als Gemeinde für das ungarische 10-Millionen-Volk überdimensioniert, denn als die heutigen Konturen das Stadtbild schon prägten, war Ungarn wesentlich größer. Das Land hatte durch den Friedensvertrag von Trianon 1920 auch drei Fünftel seiner Bevölkerung verloren. Von dem historischen Groß-Ungarn ist nur noch Groß-Budapest geblieben.
- 1800: 54.200
- 1830: 102.700
- 1850: 178.000
- 1880: 370.800
- 1890: 491.900
- 1900: 733.400
- 1925: 957.800
- 1980: 2.004.900
- 1990: 2.016.700
- 2005: 1.695.000
Verwaltung
Stadtteile
Die Gemeinde besteht aus drei einmal selbständigen Städten, die erst 1873 zur Gemeinde Budapest gemeinsam wurden. Auf der östlichen, flachen Seite der Donau liegt Pest, das zwei Drittel der Stadtfläche einnimmt, auf der westlichen, bergigen Seite Buda (dt. Ofen) und Óbuda (dt. Alt-Ofen) das restliche Drittel der Stadt.
Bezirke
Budapest ist verwaltungsrechtlich in 23 Bezirke eingeteilt. Am 1. Januar 1950 wurde die Gemarkung in 22 Bezirke geteilt, der 23. (XXXIII.) wurde später aus dem 20. (XX.) abgeteilt. Ausgehend vom ersten Bezirk um das Burgviertel (Vár) werden die Bezirke im Uhrzeigersinn mit römischen Hinblättern durchnummeriert und dabei verschiedene Mal die Donau übersprungen.
| Bezirk | Stadtteil |
| Bezirk I | Tabán, Vár (Burgviertel), Krisztinaváros (Christinenstadt), Süd-Víziváros |
| Bezirk II | Rózsadomb (Rosenhügel), Pasarét, Hegyvidék, Hűvösvölgy, Pesthidegkút, Nord-Víziváros, Országút, Törökvész |
| Bezirk III | Óbuda (Alt-Buda bzw. Alt-Ofen), Újlak, Békásmegyer, Óbudai-sziget (Insel) |
| Bezirk IV | Újpest, Káposztásmegyer |
| Bezirk V | Belváros (Innere Stadt), Lipótváros |
| Bezirk VI | Terézváros (Theresienstadt) |
| Bezirk VII | Erzsébetváros (Elisabethstadt) |
| Bezirk VIII | Józsefváros (Josefstadt) |
| Bezirk IX | Ferencváros(Franzstadt) |
| Bezirk X | Kőbánya (Steinbruch) |
| Bezirk XI | Újbuda (Kelenvölgy, Kelenföld, Lágymányos, Albertfalva, Gellérthegy, Sashegy, Gazdagrét, Őrmező) |
| Bezirk XII | Hegyvidék |
| Bezirk XIII | Újlipótváros (Neu-Leopoldstadt), Angyalföld, Margitsziget (Margaretheninsel) |
| Bezirk XIV | Zugló (Alsórákos, Herminamező, Istvánmező, Kiszugló, Nagyzugló, Rákosfalva, Törökőr, Városliget) |
| Bezirk XV | Rákospalota, Pestújhely, Újpalota |
| Bezirk XVI | Mátyásföld, Sashalom, Cinkota, Rákosszentmihály |
| Bezirk XVII | Rákosmente (Rákoskeresztúr, Rákoscsaba, Rákosliget, Rákoshegy, Rákoskert) |
| Bezirk XVIII | Pestszentlőrinc, Pestszentimre |
| Bezirk XIX | Kispest |
| Bezirk XX | Pesterzsébet |
| Bezirk XXI | Csepel |
| Bezirk XXII | Budatétény, Nagytétény, Budafok |
| Bezirk XXIII | Soroksár |
| Anmerkung: Bezirke in blau liegen in Pest, Bezirke in rot in Buda, die in gelb auf einer Insel. |
Städtepartnerschaften
Budapest unterhält momentan (2005) Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:
- New York (USA), seither 1991
- Fort Worth (USA), seitdem 1990
- Wien (Österreich), seitdem 1990
- Berlin (Deutschland), seither 1992
- Frankfurt am Main (Deutschland), seither 1990
- Tel Aviv (Israel), seitdem 1989
- Sarajewo (Bosnien-Herzegowina), seither 1995
- Lissabon (Portugal), seither 1992
- Zagreb (Kroatien), seither 1994
- Der achte Bezirk unterhält eine Partnerschaft mit dem gleichnamigen Bezirk Josefstadt in Wien und mit Josephstadt in Timişoara im „Bund der Josefstädte“.
Sehenswürdigkeiten und Kultur
Sehenswürdigkeiten
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Ort liegen am Ufer der Donau. Auf der westlichen, Budaer Seite erhebt sich der felsige Gellértberg mit der Freiheitsstatue und der Zitadelle. Am Fuße des Berges liegt das Gellért-Hotel mit Thermalbad sowie weiter flussabwärts der Hauptbau der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität. Nördlich des Gellértberges liegt der Burgberg mit der ehemaligen Königlichen Burg. Sie beherbergt in diesen Tagen die Nationalbibliothek, die Nationalgalerie sowie das Stadtmuseum. Bei der Burg befindet sich im klassizistischen Sándor-Palais der Sitz des ungarischen Staatspräsidenten.
Im nördlichen Teil des Burgbergs erhebt sich die Matthiaskirche und, ihr zur Donau hin vorgelagert, die Fischerbastei. Das Budaer Burgviertel und das Donaupanorama stillstehen seit 1987 auf der Aufzählung des UNESCO-Weltkulturerbes. Unter dem Burgviertel verläuft ein z. T. öffentlich zugängliches Labyrinthsystem.
Am östlichen Donauufer, auf der flachen Pester Seite, erheben sich das Parlamentsgebäude, die Akademie der Wissenschaften, eine Reihe großer Hotels am sogenannten Donaukorso, die Pester Redoute (Ballsaal), die Corvinus-Universität (Wirtschaftsuniversität) Budapest und weiter südlich das Nationaltheater und der Villa der Künste.
Die Donau ist die eigentliche Hauptattraktion Budapests und wird im Stadtgebiet von neun stadtbildprägenden Brücken überspannt. Die bedeutendste, weil älteste und zugleich Emblem der Stadt, ist die Kettenbrücke.
Von hier aus führt auf Pester Seite der kleine Ring zur Freiheitsbrücke, vergangen an der Großen Synagoge, dem Nationalmuseum und der Großen Markthalle. Die Große Synagoge in der Dohány-utca markiert den Zugang zum historischen jüdischen Viertel Budapests, befindlich zwischen kleinem und großem Ring. Der kleine Ring folgt unübersichtlich dem Verlauf der früheren Pester Stadtmauer, deren letzten Stadttore Ende des 18. Jahrhunderts abgebrochen wurden. Ausschuss der Stadtmauer stillstehen allerdings noch. Zwischen kleinem Ring und Donau liegt die eigentliche Stadtzentrum Budapests. Parallel zum Fluss verläuft mit der Váci utca die älteste Handelsstraße und in diesen Tagen bekannteste Flaniermeile der Stadt.
Sie verbindet die Große Markthalle mit dem Vörösmarty tér. Nördlich der Innenstadt, aber noch im zentralen V. Bezirk gelegen, erhebt sich der höchste Kirchenbau Budapests, die Basilika.
Der große Ring wurde zwischen 1872 und 1906 errichtet. Er führt von der Petőfibrücke zur Margaretenbrücke und ist eines der bedeutendsten Architekturensembles seiner Zeit in Europa. Der hier gelegene Westbahnhof ist gemeinsam mit dem Ostbahnhof Zeugnis der großer Bahnhofsarchitektur.
Am großen Ring, dessen Abschnitte die Namen des Heiligen Stefan sowie der angrenzenden Bezirke Teréz, Erzsébet, József und Ferenc tragen, stillstehen viele Theaterbauten (bis zu seiner Sprengung 1965 stand hier, am Blaha-Lujza-Platz auch das Nationaltheater) und mehrere Filmtheater, von denen einige Ende der 1990er Jahre schließen mussten, da am Westbahnhof und anderen Stellen der Gemeinde die Multiplexkinos mehr Publikum ködern konnten. Der Ring wird beim achteckigen Platz Oktagon von der Andrássy-Straße gekreuzt, die den Stadtkern mit dem Stadtwäldchen verbindet.
Die Andrássy-Straße ist bis zum heutigen Tag das herausragendste städtebauliche Vorhaben der ungarischen Hauptstadt. In nur vierzehn Jahren, von 1871 bis 1885, wurde eine 2,4 Kilometer lange Allee errichtet, die gesäumt wird von sogenannten Wohnpalästen im Historismus, der Ungarischen Staatsoper, dem Museum Haus des Terrors, mehreren Plätzen und auf den Heldenplatz hinführt, der seinerseits von der Kunsthalle und dem Museum der Schönen Künste eingefasst wird. In der Zentrum des Platzes gruppieren sich um das Millenniumsdenkmal die Statuen von vierzehn ungarischen Königen.
Seitdem 2002 gehört auch die Andrássy-Straße zum Weltkulturerbe. Unter ihr unrichtig die erste Budapester U-Bahn, sie ist nach der London Underground die zweitälteste Europas.
Weiter östlich stadtauswärts, direkt nach dem Heldenplatz, liegen im Stadtwäldchen die Vajdahunyad-Burg, die zur Budapester Millenniumsausstellung 1896 errichtet wurde, der Zoo, der Zirkus, die Eiskunstlaufbahn sowie das Széchenyi-Bad. Angrenzend dem Gellért-Bad ist es das wohl bekannteste der Budapester Thermalbäder.
Außerhalb des Stadtzentrums befinden sich die römische Niederlassung Aquincum sowie, aus jüngerer Zeit, der Skulpturenpark mit Standbilder sozialistischer Zeit.
Kultur und Freizeit
Budapest besitzt 86 Theater, zwei Opernhäuser, Konzertsäle, Musikclubs und diverse große und kleine Kinos. Benachbart den 32 Museen verfügt das kulturelle Zentrum Ungarns über etliche kleine Galerien. Das Budapester Ludwig-Museum ist seit 2005 im Gebäude der Künste beheimatet. Alljährlich im Frühjahr und Saison finden große Kulturfestivals statt, im Frühling das Budapester Frühlingsfestival, im Jahreszeit das Budapester Herbstfestival, im Febr. die Ungarische Filmschau, im April das Internationale Filmfestival Titanic, jährlich ein internationales Theaterfestival und im Aug. das Inselfestival. Ein neues Kulturzentrum auf der Budaer Seite ist der Millenáris Park, der im Jahre 2000, anlässlich der Milleniumsfeierlichkeiten zur Staatsgründung auf einem alten Fabrikgelände errichtet wurde. Hier finden im Warme Jahreszeit Konzerte, Ausstellungen und sonstige kulturelle Ereignisse statt, der Kinderspielplatz mit hat handgeschnitzte, einem Volksmärchen entnommene Figuren. Seit Oktober 2005 hat auch das ungarische Kindermuseum Csodák palotája (Palast der Wunder) hier ein neues Zuhause.
Die bergige Umgebung Budapests bietet mehrere Ausflugsmöglichkeiten. Die malerische Kleinstadt Szentendre nördlich von Budapest und das Gebäude Gödöllő, der Lieblingsort von Königin und Kaiserin Elisabeth, sind interessant. Das Donauknie erstreckt sich bis Esztergom. In den Budaer Bergen, deren höchste Erhebung mit 527 Metern der János-Berg ist, verkehrt die Kindereisenbahn und erhebt sich der Sendemast Lakihegy. An der Verkehrsstation der Kindereisenbahn endet der Internationale Bergwanderweg Eisenach-Budapest. In der mit Parks unterversorgten Gemarkung nimmt die Margareteninsel als Erholungsgebiet eine zentrale Rolle ein.
Wirtschaft und Infrastruktur
Einkaufsmöglichkeiten
Die wichtigsten Einkaufsstraßen von Budapest befinden sich im 5. Bezirk (Innenstadt). Die bekannteste von ihnen ist die Váci utca, in der fast alle großen Modelabels der Welt vertreten sind. Am Vörösmarty tér wird pro Jahr ein Weihnachtsmarkt veranstaltet, der dem am Wiener Rathausplatz ähnlich ist (hier wirken die Window des Gerbeaud-Kaffeehauses als Adventkalender). Seit das Geschäftslokal Pracht am Vörösmarty tér 2005 Konkurs machte, gibt es kaum mehr traditionelle Warenhäuser. Dieses wurde zwar Ende 2005 wiedereröffnet, sein Schicksal ist jedoch ungewiss. Gegenüber des Warenhauses entsteht jetzt stattdessen eines abgerissenen Bürogebäudes eine riesige H & M-Filiale. Bekannt war auch die Warenhauskette Skála, die in den 70er Jahren als verhältnismäßig gut sortiert bezeichnet werden konnte. An der Stelle des ersten Skála-Kaufhauses im 11. Bezirk wird 2006 ein modernes Einkaufszentrum errichtet. Im größten Skála-Kaufhaus am Westbahnhof wurde 2005 ein Burger King-Restaurant eröffnet, der Rest des Gebäudes wird zu Beginn von chinesischen Händlern gemietet.
Inner- und außerhalb der Gemarkung werden große Einkaufszentren nach amerikanischem Muster (Plazas) errichtet, die den Konsumenten außer langen Öffnungszeiten eine Auswahl an Dienstleistungen aller Art und Gastronomie bieten. Weiterhin sind große Hypermärkte außerhalb der Gemeinde sehr beliebt. Südlich von Budapest (in Budaörs) gibt es seit verständigen auf Jahren nach dem Vorbild der Shopping City Süd bei Vösendorf (Österreich) eine Art Shopping City. Die Öffnungszeiten sind in den Budapester Innenbezirken und in den Einkaufszentren bewegen sich an Wochen- und Samstagen bis 21 Uhr, und an Sonntagen bis 18 Uhr geöffnet. Trotz starker Amerikanisierung gibt es dennoch bürgerliche Bewegungen, die den Kauf ungarischer Produkte propagieren und die Verbreitung der übergroßen Einkaufszentren ablehnen. Momentan gibt es in der Ort zehn Plazas. 2007 wird die Arena Plaza gegenüber dem Ostbahnhof, das größte Einkaufszentrum in Mittel- und Osteuropa, fertig sein. Hier wird es zig Geschäfte, Kinos und Restaurants geben.
Budapest - Eine Stadt der Bäder
Die Geschichte der Budapester Bäder kann auf eine Vergangenheit von 2000 Jahren zurückblicken. Schon die Römer nutzten die Quellen der Stadt. Aus dem Im Jahre1178 gibt es Hinweise auf eine Niederlassung Felhéviz auf dem Gebiet vom heutigen Óbuda - der Name bedeutet "Heilquelle". Am Gellértberg wird die Elisabeth-Quelle erwähnt (Heilige Elisabeth war die Verwandter von König Endre). Die Herrschaft der Osmanen brachte u. a. eine sonstige zusätzliche Badekultur in die Stadt, die Baudenkmäler dieser Zeit sind bis auf den heutigen Tag in Gebrauch. Im 18. Jahrhundert, nach einem Erlass von Maria Theresia begann man sich mit der Analyse der Heilquellen der Gemeinde auseinanderzusetzen. 1812 begann man auf Vorschlag von Pál Kitaibel damit, die Quellen zu systematisieren, er schrieb auch eine Hydrografie der Stadt. 1930 wurde Budapest, als Gemarkung mit den meisten heilenden Quellen, der Titel "Badestadt" verliehen.
Die wichtigsten Heil- und Freibäder sind: Csepeli (Freibad) Csillaghegyi (Freibad), Dagály (Heil- und Freibad), Dandár (Heilbad), Gellért (Heil-, Frei- und Erlebnisbad), Király (Heilbad, türkisches Bad), Lukács (Heilbad, Schwimmbad, türkisches Bad), Palatinus (Heil- und Freibad, Jugendstilbau auf der Margaretheninsel), Paskál (Freibad), Pesterzsébeti (Freibad), Pünkösdfürdői (Freibad), Római (Frei- und Erlebnisbad), Rudas (Heilbad, türkisches Bad), Széchenyi (Heilbad, Schwimmbad), Újpesti (Freibad).
Einige Bäder haben eine Subkultur. Ältere Männer spielen im Széchenyi-Bad im warmen Wasser stundenlang Spiel der Könige auf schwimmenden Schachbrettern. Das Király-Bad wird getrennt für Männer und Frauen geführt und hat nach der Schließung des Rácz-Bades dessen Funktion als Treffpunkt für Männer, die ihresgleichen suchen übernommen. Das Lukács-Bad ist konventionell ein Treffpunkt von Schauspielern, Künstlern. Das gesamt renovierte, völlig modernisierte, und wiederholt an genommene Rudas-Bad war ursprünglich nur für Männer zugänglich, allerdings hatte es nie den Ruf des Király-Bad. Nach der Wiedereröffnung gab es Proteste von Frauen, denen die Gemeinde schließlich nachgab, deshalb wurden im Bad tentativ auch "Damentage" eingeführt. Es gibt außerdem nächtlich die Möglichkeit für alle beide Geschlechter, das Bad gemeinsam nur in Badebekleidung zu nutzen. An den Wochenenden steht das Bad einige Stunden wenn schon Familien zur Verfügung. Das Palatinus, "Pala" genannt, ist ein traditionelles Bad für Jugendliche.
Es gibt auch etliche Schwimmbäder in Budapest, am bekanntesten sind das Császár in Buda und das Sportschwimmbad auf der Margaretheninsel, das nach Olympiasieger Alfréd Hajós benannt ist.
Gastronomie
Ähnlich wie in Wien blühte im 19. Jahrhundert und um die Jahrhundertwende in Budapest eine betriebsam Kaffeehauskultur. Eines der literarischen Zentren war das über einhundert Jahre alte kávéház Café New York, das Jahreszeit 2006 nochmals eröffnet werden soll, eine Zeit existierte es unter dem Namen Hungária Kávéház. Ein historischer Szene der Umwälzung im Jahre 1848 war das legendäre Pilvax-Kaffeehaus, in dem sich die Anhänger von Sándor Petőfi versammelten. Die Kaffeehäuser dienten auch als Arbeitsstätte für Schriftsteller, Dichter, Journalisten - Ferenc Molnár war z. B. ein häufiger Persönlichkeit dieser Kaffeehäuser. Diese wurden in den kommunistischen Zeiten verstaatlicht und umfunktioniert, jede Menge verschwanden oder wurden vernachlässigt. Zu diesen Zeiten waren die verrauchten kleinen „Presszós“ (Espressos) die einzigen Lokale, in denen man zu zweit einen „Fekete“ (einen kleinen schwarzen, stark gekochten ungarischen Kaffee) genießen konnte. Das Café Centrál am Ferenciek tér wurde Ende der 90er Jahre wiederholt eröffnet und glänzt erneut in der alten Pracht. Das Café Museum am Múzeum körút ist eher ein Nobelrestaurant geworden. Als vornehmstes und schönstes Caf gilt das Café Gerbeaud am Vörösmarty tér. Die zwei ältesten Konditoreien in Buda sind die Konditorei Ruszwurm im Burgviertel und die Konditorei Aug. bei dem Budaer Fény utca-Markt.
Öffentlicher Nahverkehr
3,8 Mio. Fahrgäste bewegen sich täglich auf den im Großen und Ganzen über 2.000 Kilometer langen Netzstrecken des Öffentlichen Nahverkehrs in Budapest. Das Budapester Verkehrsunternehmen (BKV) unterhält Metro/U-Bahn-, Straßenbahn-, Bus-, O-Bus- und S-Bahn-Linien. Nahe der 1896 fertiggestellten U-Bahn "Földalatti Vasút" (älteste Lok auf dem europäischen Kontinent) verkehren zwei sonstige Metrolinien. Eine vierte soll 2008 übergeben werden, eine fünfte ist geplant. Zur Zeit werden 22 % aller Wege mit der Lok zurückgelegt.
41 % aller Fahrtwege sind Busfahrten, alternative 26 % Straßenbahn- (villamos) und fast 5 % O-Bus-Fahrten. Demnach werden fast drei Viertel aller Wege mit straßengebundenen Verkehrsmitteln bewältigt.
Auf die fünf Linien der HÉV, einer Art S-Bahn in die Budapester Vororte, entfallen 6 %.
Interessante Fahrzeug sind noch das "Libegő" (Seilbahn zum János-hegy), die Kindereisenbahn (ehemalige Pioniereisenbahn), die Zahnradbahn zum Svábhegy, und das "Sikló" (Standseilbahn) hinauf zum Burgberg.
Individualverkehr
Wenngleich der Anteil des Individualverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen der Gemeinde eher gering ist, kommt es täglich zu Staus in und um die ungarische Hauptstadt. Dies liegt teils am historischen Straßennetz der Stadt, in erster Linie aber an Versäumnissen der Stadt- und Landesregierung, Budapests Verkehrswege zu modernisieren. über 600.000 zugelassene PKW nutzen das Budapester Straßennetz mit einer Länge von über 4.000 Kilometern. Die Innenstadtbezirke und Teile von Buda sind Kurzparkzonen. Verschärft wird die Lebenslage durch einen eklatanten Mangel an Parkhäusern.
Das historische Straßennetz Budapests ist durch Ring- und Radialstraßen gekennzeichnet. Zwischen diesen breiten Straßen liegen eher schmale, in diesen Tagen nur noch für den Einbahnstraßenverkehr geeignete Verkehrswege.
Die meisten Autostraßen Ungarns führen über Budapest. Das Straßennetz muss somit daneben dem Stadt- auch den Durchgangsverkehr aufnehmen. Die wenigen Donaubrücken sind dem Verkehrsaufkommen nicht länger gewachsen. Zumal verfügt die Ort über nur manche und zu schmale Zubringerstraßen. Ein Autobahnring um die Gemarkung ist nur stufenweise fertiggestellt.
Eisenbahnverkehr
Keleti pályaudvar
Die meisten Züge kommen auf den drei großen Kopfbahnhöfen an: dem Keleti pályaudvar (Ostbahnhof), dem Nyugati pályaudvar (Westbahnhof) und dem Déli pályaudvar (Südbahnhof). Vom auf Pester Seite gelegenen Ost- und Westbahnhof gibt es Direktverbindungen in 25 europäische Hauptstädte, vom auf Budaer Seite gelegenen Südbahnhof wird u.a. der Plattensee angefahren. Alle drei Bahnhöfe sind mit der Metro erreichbar. Die Ort liegt auf der "Magistrale für Europa", ein wichtiges transeuropäisches Projekt, bei dem bis zum Jahr 2015 zwischen Paris und Bratislava eine Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke realisiert werden soll.
Flugverkehr
Im Südosten der Gemeinde liegt der Flughafen Budapest-Ferihegy mit dem älteren Terminal I und einem neueren Terminal II. An beiden Terminals wurden 2005 über 8 Mio. Passagiere gezählt (2004: 6,5 Millionen). Mit dem Einstieg mehrerer Billigfluggesellschaften in den ungarischen Markt steigen die Passagierzahlen seit 2004 stark an. Der Flugplatz ist mit einem Zubringerbus (reptér-busz) oder über eine Schnellstraße erreichbar. Eine Schnellbahn- oder aberMetroverbindung ins Zentrum ist geplant.
Schiffsverkehr
Der Schiffsverkehr hat kaum Bedeutung. Nahe Ausflugsfahrten gibt es Linienfahrten mit Tragflügelbooten nach Bratislava und Wien.
Söhne und Töchter der Stadt
siehe: Liste der Söhne und Töchter von Budapest
Siehe auch
- Bild:HungaryLogo.png Portal:Ungarn
- Portal:Ungarn/Review-Budapest
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(TID 223246)
Weblinks
- Offizielle Seite der Stadt in deutscher Sprache
- Budapester Tourismusamt
- Regionalkarte
- Stadtplan
- Budapester Frühlings- und Herbstfestival
- Liste der Botschaften
- U-Bahnlinien, Vorort- und Straßenbahnnetz in Budapest
- [1] - Die deutschsprachige Blatt Ungarns mit [2] Budapester Rundschau
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