Dänische Sprache
Aus Schlauweb
| Dänisch (Dansk) | ||
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(TID 277694)
Die dänische Sprache, kurz Dänisch (dänisch dansk [sprog]), gehört zu den germanischen Sprachen und dort zur Gruppe der skandinavischen Sprachen.
Sie ist die Amtssprache in Dänemark und zweite Amtssprache in Grönland (neben Grönländisch) und auf den Färöern (neben Färöisch, meist in der Varietät Gøtudanskt) und Verkehrssprache in Island (als ehemalige Kolonialsprache).
Weiterhin ist sie als Minderheitensprache in Schleswig-Holstein (dän. Slesvig-Holsten) durch dessen Landesverfassung besonders geschützt. Das Dänisch im ehemaligen Dänisch-Westindien ist im 20. Jahrhundert verschwunden.
In Dänemark wird das Dänische von ca. 5 Mio. Muttersprachlern gesprochen. Andere ca. 330.000 Muttersprachler verteilen sich an erster Stelle auf Deutschland (das bis 1864 dänisch verwaltete Südschleswig (dän. Sydslesvig), Zentrum ist hier Flensburg (dän. Flensborg) mit ca. 20.000 Sprechern), Grönland und die Färöer (beide politisch zu Dänemark gehörend), aber auch in Kanada, Norwegen, Schweden und die USA.
Ungeachtet es vom Vokabular her stark vom Niederdeutschen geprägt ist, ist die Sprachgrenze zu den deutschen Dialekten in linguistischer Hinsicht keine fließende, für eine harte. Diese verlief geschichtlich an der Eider. Seit dem hohen MA setzte sich jedoch auch nördlich der Eider die deutsche Sprache immer stärker durch. In diesen Tagen ist die deutsch-dänische Grenze zugleich Sprachgrenze.
Der Language Code ist da beziehungsweise dan (nach ISO 639).
Inhaltsverzeichnis |
Interskandinavisch und Dialekte
Die Bokmål-Variante des Norwegischen ist linguistisch gesehen auch ein dänischer Dialekt. Kulturhistorisch wird es aber als eigene Sprache gezählt und auch von seinen Sprechern deutlich so empfunden. Zusammen mit Schwedisch bilden Dänisch und Norwegisch die virtuelle „interskandinavische Sprache“, was nichts anderes bedeutet, als dass es diese Sprache nirgendwo in Schriftform gibt, und alle drei sprachwissenschaftlich gesehen Dialekte, also gegenseitig verständlich, sind, wobei aber Schwedisch kein Regionale Sprachvariantedes Dänischen ist, anstatt alle beide Dialekte des „Interskandinavischen“ (Kontinentalskandinavisch im Gegensatz zum Inselskandinavisch auf den Färöern und in Island). Ein Beispiel hierfür ist, dass man auf den Färöern von Muttersprachlern allerdings gefragt wird, ob man Skandinavisch (nicht Dänisch) spräche. In dem Fall würden sie dann aber Dänisch sprechen.
Dänisch selber zerfällt in diverse teils gegenseitig nur schwer verständliche Dialekte. Gelehrte Standardsprache ist das so genannte Radio Københavnsk (wörtlich: Radio-Kopenhagisch, also durch Radio und Television vollkommen Land verständlich), welches sich z. B. deutlich von den in Jütland (und dort besonders im Süden) gesprochenen Dialekten unterscheidet.
Die Bedeutung von Dialekten nahm jedoch in den letzten Jahrzehnten sehr ab, der Grund ist die Verbreitung der Standardsprache, welche die Dialekte verdrängt.
„Verwandt“ mit dem Dänischen ist das Petuh in Flensburg. Es beruht partiell auf dänischer Satzbau (Satzbau), einer Reihe Danismen, ist aber vom Vokabular her dem Plattdeutschen sehr ähnlich, so dass es dort eingeordnet und auch als Petuh-Tanten-Deutsch bekannt ist. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert und kann vielleicht als der Versuch von Dänen verstanden werden, Teutonisch zu sprechen. Vergleiche zu diesem Punkt auch: Missingsch
Weiter gab es bis ins 20. Jahrhundert das Kreoldänische in Dänisch-Westindien, das aber mit seinem letzten Sprecher ausgestorben und auch nicht schriftlich überliefert ist.
Danistik und Dänischunterricht
Danistik ist die dänische Philologie. Sie gehört zur Skandinavistik und wird beispielsweise an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gelehrt.
In Südschleswig gibt es eine Reihe dänischer Schulen, die in erster Linie für die dänische Minorität gedacht sind, aber auch von Kindern deutscher Muttersprachler besucht werden können, wenn sich die Erziehungsberechtigte im gleichen Sinne Dänisch aneignen (Elternabende finden in der Regel auf Dänisch statt).
Bekannteste und traditionsreichste dänische Schule in Deutschland ist die Duborg Skolen in Flensburg. Sie ist vor ... das einzige dänische Oberschule in Deutschland. Ein zweites ist in Schleswig in Planung.
In Das nördlichste Bundesland gibt es darüber hinauf eine Reihe von deutschen Schulen, an denen Dänischunterricht als zweite oder dritte Fremdsprache angeboten wird.
Danismen
Aus dem Dänischen stammende bzw. entlehnte Wörter heißen Danismen. Der global bekannteste Danismus ist der Name des Spielzeugs Lego (aus dänisch: leg godt! - spiel gut!). Weitere bekannte Danismen sind: hyggelig (gemütlich, malerisch, nett, …) und Pølser (Würstchen).
Verschiedene Orts- und Familiennamen in Südschleswig sind auch dänischer (altskandinavischer) Herkunft. So z. B. alle Orte mit -by (wie in Husby), -rup (Sörup) und -wig (Schleswig dän.: Slesvig).
Wie man am Fernsprechbuch von Flensburg leicht erkennen kann, sind dort Familiennamen mit -sen am Ende üblich. Bis zum 19. Jahrhundert hatte es einen dänischen Bevölkerungsanteil von über 80 %, der sich nur partiell eingedeutscht hat. Namen wie Petersen, Hansen, Jacobsen usw. künden noch von dieser Zeit.
Eine erwähnenswert von Danismen beeinflusste Sprache ist das Färöische. Es sind sozusagen die einzigen Fremd- und Lehnwörter, die diese Sprache „zulässt“ (wobei es schwierig ist, sie als reine Danismen zu identifizieren, da sie auch als „Interskandinavismen“ empfunden werden können). Aus dem Dänischen kommende Anglizismen werden hier in der gehobenen Sprache aber nicht entlehnt.
Norwegisch (Bokmål) ist auch stark von Danismen beeinflusst. Dies hängt mit der über 400-jährigen Union Norwegens mit Dänemark zusammen. In der norwegischen Geschichte wird diese Ära an erster Stelle als Fremdherrschaft empfunden und auch als 400-Jahre-Nacht (so Henrik Ibsen) bezeichnet.
Fremdsprachliche Einflüsse auf das Dänische
Besonders bedeutend ist der Einfluss des Deutschen, speziell (und über Vermittlung durch die geographische Nähe) des Niederdeutschen zu allen Zeiten. So besteht ein großer Teil des dänischen Vokabulars aus niederdeutschen Lehnwörtern und Lehnübersetzungen. Das macht für Deutsche das Studieren und Sprechen des Dänischen einfacher. Jede Menge Begriffe kann man durch Rat geben selbst finden, wenn man weiß, auf welche Art ins Dänische lehnübersetzt wurde.
Germanisch war bis ins 19. Jahrhundert gleichzeitig Sprache am dänischen Hof. Es galt also als vornehm, ähnlich wie Französisch am preußischen Hof. Das beförderte die Übernahme deutscher Begriffe nicht unwesentlich.
Im heutigen Dänisch gibt es – wie im Deutschen auch – eine große Anzahl von Internationalismen (in den letzten Jahrzehnten verstärkt Anglizismen). Das geht so weit, dass Dänen sich auf Angloamerikanisch grüßen: Hej! wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den US-Amerikanern übernommen (aus amerik.: Hi!). Jedenfalls erleichtert dieser Umstand auch das Lernen, Lesen und Sprechen des Dänischen, da ganz zahlreiche Fremd- und Lehnwörter vertraut sind.
Aber: Dänisch ist dennoch eine skandinavische Sprache, also existiert – wie oben schon erwähnt – eine harte Sprachgrenze. Diese Grenze unterscheidet es im eigentlichen Kern der Sprache mehr vom Deutschen, als es das Englische tut, was ja trotz seiner westgermanischen Herkunft nicht unbedingt durch alle uns bekannten Anglizismen plötzlich „verständlich“ ist.
Kurz: Die fremdsprachlichen Einflüsse des Deutschen und Englischen (als Mittler von weiteren Internationalismen) erleichtern das Bimsen des dänischen Wortschatzes, sie erschließen aber nicht die Sprache an sich.
Das dänische Alphabet
Das dänische Abece enthält u. a. alle im Deutschen auch bekannten 26 Buchstaben von A–Z in der gleichen Reihenfolge. Der Unterschied liegt darin, dass das Dänische keinen der deutschen Umlaute (ä, ö, ü) und auch nicht das ß verwendet. Dafür gibt es drei typische Sonderzeichen:
Æ, æ: Typographisch gesehen ist das Æ eine Ligatur aus A und E. Es entspricht dem deutschen Ä.
Ø, ø: Das Ø ist drucktechnisch gesehen immer ein O mit einem nach rechts geneigten Schrägstrich, der an beiden Enden über das O herausragt. Es entspricht dem deutschen Ö.
Å, å: Das Å ist mit der dänischen Rechtschreibreform von 1948 eingeführt worden. Es ersetzt das ältere Aa, aa, das nur noch für Eigennamen und auf „antiken“ Beschriftungen, aber nimmer in der sonstigen Schriftsprache verwendet wird. Seither 1984 ist bei Ortsnamen jedoch wiederum die Schreibung mit Aa zulässig, und einige Orte wünschen diese alte Schreibweise. Siehe hierzu Aabenraa. Der Alphazeichen Å hat im Deutschen keine graphische Entsprechung. Der Windung auf dem Å wird als ein kleines O verstanden, wodurch angedeutet wird, dass es sich hier ursprünglich um einen A-Laut gehandelt hat, der, wenn kurz ausgesprochen, gewaltig zum O tendiert. Die Ort Ålborg wird z. B. wie „Ollborg“ ausgesprochen. Handelt es sich aber um ein langes Å, wird es wie U in „und“ ausgesprochen, d. h. Ångstrøm wird als „Ungström“ ausgesprochen. Niederdeutschen Sprechern ist dieser Laut allerdings bekannt, z. B. in maken (hochdt.: machen). Auch ansonsten kennt das Dänische keine Vokalverdopplungen in der Schrift, wohl aber bei Konsonanten.
Diese drei Sonderbuchstaben werden zwei Paar Schuhe als die Umlaute im Deutschen (Wörterbuch) nicht unter A und O einsortiert, an Stelle stillstehen immer am Ende des Alphabets, also so:
A, B, C, [...] X, Y, Z, Æ, Ø, Å
Im deutschen Schriftsatz gilt, dass diese drei Buchstaben in dänischen Namen, Stichwörtern und Zitaten oder gar im Verwendung des Dänischen selbst zu keiner Zeit mit Ä, Ö, und Aa umschrieben werden sollen (obwohl Dänen das dennoch dekodieren könnten). Dies gilt korrespondierend für das Internet, mit Ausnahmefall von Domains, wobei im letzteren Fall die Transkription nicht immer eindeutig ist: z. B. ist der Sänger Stig Møller unter stigmoeller.dk im WWW vertreten, während die Sängerin Lis Sørensen unter der Adresse lissorensen.dk zu finden ist. Sonstige Ausnahmen außerhalb des Internets bilden nur Personennamen wie Kierkegaard.
Tipp für Computerbenutzer: Stattdessen sich die Zahlencodes für diese Zeichen zu merken (oder um sie zu erlernen), gibt es (zumindest bei Windows) das Programm charmap (Character Map) das über Start > Ausführen > „charmap“ zu erreichen ist.
Phonologie
Vokale
Das Dänische besitzt 15 kurze und 12 lange Monophthonge.
| vorne | zentral | hinten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ungerundet | gerundet | |||||||
| lang | kurz | lang | kurz | lang | kurz | lang | kurz | |
| geschlossen | iː (TID 438491) (TID 222876) | i (TID 438491) (TID 222876) | yː (TID 438491) (TID 222876) | y (TID 438491) (TID 222876) | uː (TID 438491) (TID 222876) | u (TID 438491) (TID 222876) | ||
| halbgeschlossen | eː (TID 438491) (TID 222876) | e (TID 438491) (TID 222876) | øː (TID 438491) (TID 222876) | ø (TID 438491) (TID 222876) | oː (TID 438491) (TID 222876) | o (TID 438491) (TID 222876) | ||
| mittel | ə (TID 438491) (TID 222876) 1 | |||||||
| halboffen | ɛː (TID 438491) (TID 222876) | ɛ (TID 438491) (TID 222876) | œː (TID 438491) (TID 222876) | œ (TID 438491) (TID 222876) | ʌ (TID 438491) (TID 222876) | ɔː (TID 438491) (TID 222876) | ɔ (TID 438491) (TID 222876) | |
| offen | æː (TID 438491) (TID 222876) 2 | a (TID 438491) (TID 222876) | ɶ (TID 438491) (TID 222876) | ɑː (TID 438491) (TID 222876) | ɑ (TID 438491) (TID 222876) | ɒː (TID 438491) (TID 222876) | ɒ (TID 438491) (TID 222876) | |
- Das Schwa [ə]
(TID 438491)
(TID 222876)
(TID 438491)
(TID 222876)
.
- Der fast offene Vokal /æː/
(TID 438491)
(TID 222876)
(TID 438491)
(TID 222876)
.
Das Dänische besitzt 25 Diphthonge:
- [e:ɪ > e:]
(TID 438491)
(TID 222876)
(TID 438491)
(TID 222876)
(læge), [æ:ɪ > æ:](TID 438491)
(TID 222876)
(bag, hage), [ɑ(:)ɪ](TID 438491)
(TID 222876)
(leg, maj),[u(:)ɪ](TID 438491)
(TID 222876)
(huje), [ʌ(:)ɪ](TID 438491)
(TID 222876)
(løg, øje)
- [i(:)ʊ]
(TID 438491)
(TID 222876)
(TID 438491)
(TID 222876)
(blev, leve), [ɛ(:)ʊ](TID 438491)
(TID 222876)
(bæve, hævne), [æ(:)ʊ](TID 438491)
(TID 222876)
(lav), [a(:)ʊ](TID 438491)
(TID 222876)
(hav, brage), [y(:)ʊ](TID 438491)
(TID 222876)
(lyve), [ø(:)ʊ](TID 438491)
(TID 222876)
(løve), [œʊ](TID 438491)
(TID 222876)
(neutrum), [ɔ(:)ʊ](TID 438491)
(TID 222876)
(lov, sove), [ʌ(:)ʊ](TID 438491)
(TID 222876)
(låge, love)
- [i(:)ʌ]
(TID 438491)
(TID 222876)
(TID 438491)
(TID 222876)
(flertal, mere), [ɛ(:)ʌ](TID 438491)
(TID 222876)
(lærte, lære), [æ(:)ʌ](TID 438491)
(TID 222876)
(verden, værre), [y(:)ʌ](TID 438491)
(TID 222876)
(hyrde, hyre), [ø(:)ʌ](TID 438491)
(TID 222876)
(hørte, høre), [œ(:)ʌ](TID 438491)
(TID 222876)
(gørtler, gøre), [u(:)ʌ](TID 438491)
(TID 222876)
(urmager, ure), [o(:)ʌ](TID 438491)
(TID 222876)
(spurgte, bore)Alternativ können sie analysiert werden als existent aus Selbstlaut und /j ʋ r/
(TID 438491)
(TID 222876)
.
Konsonanten
Das Dänische hat 17 Konsonanten.
| bilabial | labio- dental | dental | alveolar | palatal | velar | uvular | glottal | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Plosive | pʰ (TID 438491) (TID 222876) b̥(TID 438491) (TID 222876) | tˢ (TID 438491) (TID 222876) d̥(TID 438491) (TID 222876) | kʰ (TID 438491) (TID 222876) g̊(TID 438491) (TID 222876) | |||||
| Nasale | m (TID 438491) (TID 222876) | n (TID 438491) (TID 222876) | ŋ (TID 438491) (TID 222876) | |||||
| Frikative | f (TID 438491) (TID 222876) | s (TID 438491) (TID 222876) | h (TID 438491) (TID 222876) | |||||
| Approximanten | ʋ (TID 438491) (TID 222876) | ð̪ (TID 438491) (TID 222876) | j (TID 438491) (TID 222876) | ʁ (TID 438491) (TID 222876) | ||||
| Laterale | l (TID 438491) (TID 222876) |
Quelle:
Hans Basbøll, The phonology of Danish, Oxford 2005.
Aussprache
Der Stoßlaut (Stød)
Der Stød ['sd̥øð](TID 438491)
(TID 222876)
ist eine Laryngalisierung, die lange Vokale und gewisse Konsonanten begleitet. Es gibt keine einheitlichen Regeln dafür, wo und wann der Stød Anwendung findet. Dies ist nicht nur eine Anfrage des Dialekts, statt auch des Soziolekts, wobei gilt, dass gehobenere Anhäufen den Stød öfters handhaben und dass er im Süden Jütlands weniger vorkommt. Ansonsten gibt es einige Fälle, in denen gleichgeschriebene Wörter durch den Stød einen Bedeutungsunterschied erfahren, beispielsweise ['ænən](TID 438491)
(TID 222876)
'anderer' ~ ['ænˀən](TID 438491)
(TID 222876)
'die Ente', ['ånən](TID 438491)
(TID 222876)
'das Atmen' ~ ['ånˀən](TID 438491)
(TID 222876)
'der Geist', ['hεnɐ] 'geschieht' ~ ['hɛnˀɐ] 'Hände'.
Der dänische Stød hat in seinen skandinavischen Verwandten, dem Schwedischen und dem Norwegischen, seine Entsprechung im musikalischen Akzent.
Vokalqualitäten
Die dänischen Vokale ähneln den deutschen, doch sind manche nicht identisch. Grundsätzlich sind alle Vokale vor oder nach dem /r/ (welches nie gerollt wird) offener. Das /a/ wird heller ausgesprochen (ähnlich dem Englischen). Das Å wird kurz und in der Stellung nach r ausgesprochen wie das deutsche o in Torte; anderweitig ungefähr wie im französischen chose.
Ausfall von Konsonanten
Wenn beklagt wird, dass das Dänische bedeutend nicht so gesprochen wie es geschrieben wird, so liegt das zum großen Teil nicht nur am weichen D (das weicher ist als das englische th in that), an Stelle auch am Verschlucken diverser geschriebener Konsonanten in der Aussprache.
Betroffen hiervon sind meist im Auslaut oder im Wortinneren befindliche /g/, /t/ und oft auch des /d/ und anderer Konsonanten. Beispielsweise wird det (deutsch: das) nicht etwa [det] ausgesprochen, statt immer [de]. Auch zum Beispiel die Fürwort mig und dig werden verschiedenartig gesprochen als geschrieben: ['mai] bzw. ['dai].
-er im Auslaut verfärbt sich wie im Deutschen zu einer Art Vokal, hammer = ['hamɐ](TID 438491)
(TID 222876)
(ähnlich dem deutschen Hammer).
Ein bekannter Liedrefrain findet zur Veranschaulichung der Diphthongbildung von [ei] Verwendung:
En snegl på vejen er tegn på regn i Spanien
[en ˈsnɑɪˀl pʰɔ ˈʋɑɪˀɪn æɐ ˈtˢɑɪˀn pʰɔ ˈʁɑɪˀn i ˈsb̥ænjən]
(TID 438491)
(TID 222876)
Eine Schnecke auf dem Weg ist ein Zeichen für Regen in Spanien
(Aus: My Fair Lady, die dänische Version von: Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen)
Lautentsprechungen
Einige Regeln kann man (bei Kompromiss finden Ausnahmen) aufstellen.
| Urgermanisch | Deutsch | Dänisch | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Konsonanten | |||
| *p | pf-, -ff- (-pf-) | p-, -b- (-pp-) | Pfeffer = peber, stopfen = stoppe |
| *b | b | b-, -v- | Biber = bæver |
| *f | v, f | f | Papi = fa(de)r |
| *t | z-, -ß- (-tz-) | t-, -d- (-tt-) | zwei = to, saß = sad, setzen = sætte |
| *d | t | d | Tot = død |
| *þ- | d | t, -d- | Ding = ting, Bruder = bro(de)r |
| *k | k-, -ch- (-ck-) | k-, -g- (-kk-) | können = kunne, Dach = tag |
| *sk | sch | sk | Schale = skål |
| *g | g | g-, -g/v/j- | gut = god, fliegen = flyve (Prät. fløj) |
| Vokale | |||
| *a | a | a, å, o | anderer = anden, Band = bånd, halten = holde |
| *a (Umlaut) | e, ä | e, æ | Männer = mænd, besser = bedre |
| *e | selbst = selv | ||
| *e (a-Umlaut) | je, jæ | Herz = hjerte | |
| *e (u-Umlaut) | jo, jø | Erde = jord, Bär = bjørn | |
| *ē1 | a | å | Maß = måde |
| *ē1 (Umlaut) | äh | æ | |
| *ō | uh | o | Kuh = ko |
| *ō (Umlaut) | üh | ø | Kühe = køer |
| *au (vor r, h) | oh | Ohr = øre | |
| *au | au | Auge = øje | |
| *ū | u | Haus = hus | |
| *u | u | Kunde = kunde | |
| *u (a-Umlaut) | o | u. o | Vertebrat = fugl, Horn = horn |
| *u (Umlaut) | ü | y | Sünde = synd |
| *ū (Umlaut) | äu, eu | äußerst = yderst | |
| *eu (Umlaut) | eu | deuten = tyde | |
| *eu | ie | fliegen = flyve | |
| ē2 | e, æ | hier = her, Knie = knæ | |
| *ai | ei | e | Baustein = sten |
| *Ä | i | Eis = is | |
| *i | i | finden = finde | |
Siehe auch
Liste dänischsprachiger Schriftsteller, Hyggelig
Literatur
Die Dänische Zentralbibliothek für Südschleswig enthält die größte Kollektion dänischer Titel in Deutschland.
Geschichte der dänischen Sprache
- Peter Skautrup: Det danske sprogs historie. Bd. 1–4, Kopenhagen 1944–1968 (unveränderter Aplomb 1968) und 1 Registerband, Kopenhagen 1970
Grammatiken
- Barbara Fischer-Hansen, Ann Kledal: Grammatikken. Håndbog i dansk grammatik for udlændinge. Special-pædagogisk forlag, 1998 (Indeholder gode forklaringer på grammatiske funktioner og regler i dansk.)
- Robin Allan, Philip Holmes, Tom Lundskær-Nielsen: Danish. A Comprehensive Grammar. London and New York 1995
nur Syntax:
- Kr. Mikkelsen: Dansk Ordföjningslære. Kopenhagen 1901 (Nachdruck Kopenhagen 1975)
Wörterbücher
Dänisch-Dänisch
- Den Danske Ordbog. 6 Bände, Gyldendal, Kopenhagen bis 2005 (das künftige Monumentalwerk, ca. 400 Euro, nur im Abo über den Buchhandel erhältlich)
- Dansk Ordbogen. Erstausgabe. Gyldendal, Kopenhagen 2004, ISBN 8712037591 (105.000 Stichwörter ca. 35 Euro)
- Politikens Store Ordbogs cd-rom. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6056-6 (Nur Datenträger! – Nudansk Ordbog mit Etymologie, Fremdwörterbuch, Abkürzungswörterbuch und 4000 Biografien, für Mac und Windows, ca. 95 Euro)
- Politikens Nudansk Ordbog. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6564-9 (100.000 Stichwörter mit CD-ROM für Windows, ca. 55 Euro, gilt als Standardwerk)
- Politikens Nudansk Ordbog med Etymologi. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6556-8 (100.000 Stichwörter mit Wortherkunft und CD-ROM für Windows, ca. 70 Euro)
- Politikens Retskrivningsordbog. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6455-3 (Rechtschreibungswörterbuch, 80.000 Stichwörter mit CD-ROM, ca. 15 Euro, preiswerte Alternative)
Aussprachewörterbücher
- Lars Brink, Jørn Lund u. a.: Den Store Danske Udtaleordbog. Kopenhagen 1991
- Peter Molbæk Hansen: Udtaleordbog. Kopenhagen 1990
Weblinks
| (TID 646251) | Wikipedia auf Dänisch |
(TID 640948)
| (TID 646251) | Wikiquote: Dänische Sprichwörter – Zitate |
(TID 223246)
- Danish 101 Learn Danish online
- STELLA Dänisch kostenfreier Verbunden Kurs – Dänisch für AnfängerInnen
- Dänisches Synonymwörterbuch
- Grundlagenwortschatz Deutsch-Dänischaf:Deens (taal)
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