Deutsche Fußballnationalmannschaft
Aus Schlauweb
| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel befasst sich mit der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Damen, siehe Deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen und für die DDR-Nationalmannschaft Fußballnationalmannschaft der DDR. |
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Die Deutsche Fußballnationalmannschaft ist eine vom Bundestrainer getroffene Auswahl deutscher Spitzenspieler. Sie repräsentiert den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf internationaler Ebene, beispielsweise in Freundschaftsspielen gegen die Auswahlmannschaften anderer nationaler Verbände, aber auch bei der Europameisterschaft des europäischen Kontinentalverbandes UEFA oder der Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA.
Die DFB-Auswahl ist die erfolgreichste Nationalmannschaft Europas und nach Brasilien die erfolgreichste Fußballnationalmannschaft der Welt. Schon siebenmal stand sie im Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft. Dreimal (1954, 1974 und 1990) konnte die deutsche Mannschaft den Weltmeistertitel gewinnen, viermal (1966, 1982, 1986, 2002) ging sie als Vizeweltmeister vom Platz. Hinzu kommen zwei dritte Plätze bei den WM-Endrunden 1934 und 1970. Mit Ausnahmefall der Turniere 1930 und 1950 hat das DFB-Team an allen Weltmeisterschaften teilgenommen, wobei sie sich 1950 zwecks des 2.Weltkrieges nicht weiterbilden durfte. Bei der WM 1974 war der deutsche Fußball selbst mit zwei Mannschaften vertreten, da sich auch die Auswahl des DDR-Verbandes DFV für das Wettkampf in der Teutonia weiterbilden konnte.
Auch bei Europameisterschaften war die DFB-Auswahl mit drei Titeln (1972, 1980, 1996) aus fünf Endspielteilnahmen äußerst erfolgreich. Die Mannschaft qualifizierte sich seit 1972 für jedes EM-Turnier.
Differenzierend als übrige Mannschaften zeigte die DFB-Auswahl besonders bei Turnieren häufig enorme Leistungssteigerungen, was ihr den Ruf einbrachte, eine sogenannte Turniermannschaft zu sein.
Die Nationalmannschaft wurde noch sieben Mal und damit so oft wie keine sonstige zu Deutschlands Mannschaft des Jahres gewählt (1966, 1970, 1974, 1980, 1990, 1996, 2002). 1972, im Jahr des ersten Europameistertitels, musste sie wohl nur deshalb dem Hockey-Team den Vortritt lassen, weil diese überraschend Olympiasieger geworden waren. 1954 gab es diese Wahl noch nicht.
Geschichte
| Logo | |||||||||||||||||||
Heimtrikot
(TID 146285) | Auswärtstrikot
(TID 146285) | ||||||||||||||||||
| Verband | |||||||||||||||||||
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| Deutscher Fußball-Bund | |||||||||||||||||||
| Trainer | |||||||||||||||||||
| Jürgen Klinsmann, seitdem 2004 | |||||||||||||||||||
| Bilanz | |||||||||||||||||||
| 769 Spiele 438 Siege, 153 Unentschieden, 178 Niederlagen (Stand: 21. März 2006) | |||||||||||||||||||
| Rekordspieler | |||||||||||||||||||
| Lothar Matthäus (150) | |||||||||||||||||||
| Rekordtorschütze | |||||||||||||||||||
| Gerd Müller (68) | |||||||||||||||||||
| Erstes Länderspiel | |||||||||||||||||||
| Schweiz 5:3 Deutschland (Basel, Schweiz; 5. April 1908) | |||||||||||||||||||
| Höchster Sieg | |||||||||||||||||||
| Deutschland 16:0 Russland (Stockholm, Schweden; 1. Juli 1912) | |||||||||||||||||||
| Höchste Niederlage | |||||||||||||||||||
| England 9:0 Deutschland (Oxford, Großbritannien; 16. März 1909) | |||||||||||||||||||
| Weltmeisterschaft | |||||||||||||||||||
| Endrundenteilnahmen: 15 (Erste: 1934) Beste Ergebnisse: Weltmeister 1954, 1974, 1990 | |||||||||||||||||||
| Europameisterschaft | |||||||||||||||||||
| Endrundenteilnahmen: 9 (Erste: 1972) Beste Ergebnisse: Europameister 1972, 1980, 1996 | |||||||||||||||||||
Schon 1899 und 1901 wurden fünf inoffizielle Länderspiele zwischen verschiedenen deutschen und englischen Auswahlmannschaften ausgetragen, die allesamt mit hohen Niederlagen für die deutschen Teams endeten. Sie werden vom DFB nicht als Länderspiele renommiert und sind in diesen Tagen unter dem Namen Ur-Länderspiele bekannt.
Acht Jahre nach der Gründung des Deutschen Fußball-Bundes wurde am 5. April 1908 das erste offizielle Länderspiel in der Geschichte des deutschen Fußballs ausgetragen. Die Bezeichnung für das Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz war "freundschaftlicher Länderkampf". Einmal gewannen in Basel die Eidgenosse mit 5:3 gegen die Nationalauswahl des Deutschen Reiches. Die deutsche Auswahl wurde vom DFB-Spielausschuss eingeladen, denn einen Trainer gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Die Eidgenossenschaft ist mittlerweile der traditionelle erste Gegner der deutschen Nationalmannschaft: Jedes Mal nach dem ersten Weltkrieg, nach dem zweiten Weltkrieg und nach der Auflösung des DFV der DDR wegen der Wende spielte Deutschland ein Testspiel gegen die Schweiz.
Während der Olympischen Spiele 1912 in Stockholm erzielte die deutsche Auswahl ihren bis auf den heutigen Tag höchsten Sieg: ein 16:0 gegen Rußland - Gottfried Fuchs schoss dabei 10 Tore, auch dies ist bis auf den heutigen Tag deutscher Rekord.
Die übliche Farbkombination, schwarz-weiß, geht auf die Farben Preussens zurück und hat sich bis auf den heutigen Tag nicht geändert.
Frühphase während der Weimarer Zeit und dem Dritten Reich
Der erste Berufstätiger der Nationalmannschaft wurde Prof. Otto Nerz, ein Volksschullehrer aus Mannheim, der als konsequent und zielstrebig galt. Er arbeitete in dieser Funktion von 1923 bis 1936. Die von ihm betreute Mannschaft belegte bei der Weltmeisterschaft 1934 in Italien überraschend den dritten Platz. Sein Rücktritt zwei Jahre später hatte seine Veranlassung im unglücklichen Auftritt der Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin, wo man durch ein 0:2 gegen Norwegen schon in der Vorrunde ausschied. Ihm folgte Sepp Herberger. Die von ihm neu aufgebaute Mannschaft zählte spätestens ab dem mit 8:0 gegen Dänemark gewonnenen Testspiel im Mai 1937 (nach dem Austragungsort wurde diese Mannschaft dann "Breslau-Elf" genannt) zu den Favoriten für die Fußball-Weltmeisterschaft 1938. In Folge des kurz vor dem Wettkampf erfolgten Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich wurde von politischer Seite für die WM aber eine Aufstellung zu gleichen Teilen aus Reichsdeutschen und deutschen Österreichern gefordert. Die so unter äußerem Zwang zusammengestellte, nicht aufeinander eingespielte Mannschaft schied schon in der ersten Runde gegen die Helvetien aus.
WM 1954 und der Neubeginn
Nachdem die Nationalmannschaft der neuen Germania 1950 noch von der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien nicht machbar gewesen war, folgte der erste große Höhepunkt 1954. Es war das sogenannte Wunder von Bern, der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1954 in der Eidgenossenschaft durch einen 3:2-Sieg im Finale gegen die favorisierten Ungarn. Die Nationalmannschaft bekam dadurch auch gesellschaftlich einen hohen Stellenwert in „Westdeutschland”, da das Land, welches noch unter den Folgen des Zweiten Weltkrieges litt, neues Lebens- und Selbstwertgefühl bekam. In Deutschland wurden die Helden von Bern zu Legenden: Gamer wie Toni Turek (Tor), Fritz Walter oder auchHelmut Rahn sind dieser Tage noch in guter Erinnerung.Bei der WM 1954 in der Eidgenossenschaft wurde die bundesdeutsche Mannschaft mit den Spielern Toni Turek, Jupp Posipal, Werner Kohlmeyer, Horst Eckel, Werner Liebrich, Karl Mai, Helmut Rahn, Max Morlock, Ottmar Walter, Fritz Walter, Hans Schäfer Fußball-Weltmeister.
WM 1966 und das Wembley-Tor
Bei der Fußball-WM 1966 in England gelang der Mannschaft der Deutschland wiederum der Einzug ins Finale. Jedoch verlor man gegen England durch das legendäre Wembley-Tor mit 4:2 nach Verlängerung.
Der deutschen Mannschaft gelang zunächst durch einen 5:0-Sieg gegen die Helvetien ein idealer Start in das Turnier. Dabei brillierte zuerst das 20-jährige Mittelfeld-Talent Franz Beckenbauer, der sich ebenso wie Italien-Legionär Helmut Haller mit zwei Toren anliegend Held in die Torschützenliste eintragen konnte.
Das zweite Gruppenspiel des DFB-Teams gegen Argentinien endete 0:0. Dieses Spiel war durch manche Torchancen, dafür aber durch eine Meute von Fouls gekennzeichnet. Beim 2:1-Sieg gegen Spanien im letzten Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft gelang Lothar Emmerich ein schier unmögliches Tor. Der Linksaußen vollbrachte das Kunststück, fast von der Torauslinie den Ball am spanischen Torhüter Iribar pass unters Lattenkreuz ins lange Eck zu schießen.
Durch einen 4:0-Viertelfinalsieg gegen Uruguay und ein 2:1 im Halbfinale gegen die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken gelang der bundesdeutschen Mannschaft zum zweiten Mal nach 1954 der Einzug in ein Endspiel der Fußballweltmeisterschaft.
WM 1970 und das "Spiel des Jahrhunderts"
Schon das Viertelfinalspiel gegen England wurde zu einem ganz außergewöhnlichen Spiel. In der Neuauflage des Endspiels von 1966 führten die Engländer bis zur 69. Minute 2:0 und es sah was auch immer danach aus, als wäre nun für die deutsche Mannschaft Endhaltestelle bei dieser WM. Aber die deutsche Elf gab nicht auf und erreichte in der regulären Spielzeit den 2:2-Ausgleich, wobei Uwe Seeler ein kurioses Tor mit dem Hinterkopf gelang. In der Verlängerung erzielte dann Gerd Müller das entscheidende Tor und die Engländer wurden doch noch mit 3:2 bezwungen. Im Halbfinale gab es eine 3:4-Niederlage in einem an Handelnde Dichtung kaum zu überbietenden Spiel gegen Italien, dem sogenannten Jahrhundertspiel. Die Itaker gingen 1:0 in Führung und es sah lange danach aus, als würden sie diesen Vorsprung über die Zeit retten können. In der Schlussminute erzielte jedoch Karl-Heinz Schnellinger mit seinem einzigen Länderspieltor für Deutschland das 1:1 und erzwang damit die Verlängerung. In dieser fielen dann noch fünf Tore. Nach dieser Niederlage erreichte die Mannschaft von Bundestrainer Helmut Schön durch einen 1:0-Sieg gegen Uruguay den dritten Platz. Torschützenkönig des Turnieres wurde mit 10 Treffern Gerd Müller.
WM 1974 und die Begegnung mit der DDR-Auswahl
Die Nationalmannschaft gewann 1974 in Deutschland zum zweiten Mal die Weltmeisterschaft. In der Vorrunde des Turniers gelang der DDR-Auswahl durch ein Tor von Jürgen Sparwasser, das in die deutsche Fußballgeschichte zusammengeschrumpft ist, der 1:0-Sieg gegen den späteren Weltmeister Bundesrepublik Deutschland. Dieses Spiel am 22. Juni 1974 war das einzige Aufeinandertreffen der beiden deutschen Mannschaften. Nach dem 2:1-Sieg im Endspiel gegen die brillanten Niederländer, bedankten sich die Westdeutschen bei der DDR-Auswahl für die Niederlage, da diese der Auslöser für eine mannschaftsinterne Revolte gegen den unentschlossenen und zögerlichen Bundestrainer Helmut Schön war, bei der die Mannschaft unter Führung von Kapitän Franz Beckenbauer ihre taktischen Vorstellungen durchsetzen konnte. Bis auf den heutigen Tag wird von den Akteuren behauptet, dass der Titelgewinn ohne diese Niederlage wohl unmöglich gewesen wäre. Ein wichtiger Faktor war auch, dass die DFB-Mannschaft als Gruppenzweiter in die mit Polen, Schweden und Jugoslawien irrtümlich einfachere Zwischenrundengruppe einberufen konnte - die DDR als Gruppenerster hatte es wohingegen mit den Niederlanden, Brasilien und Argentinien zu tun.
Mit dabei in dieser Weltmeister-Mannschaft waren angrenzend Anderen: Franz Beckenbauer, der von 1984 - 1990 als Teamchef verantwortlicher Betreuer der Nationalmannschaft wurde, und Berti Vogts (Bundestrainer 1990-1998).
Bundestrainer Helmut Schön setzte während des Turniers 18 Gamer ein:
Sepp Maier im Tor, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Horst-Dieter Höttges, Georg Schwarzenbeck und Berti Vogts in der Abwehr; Rainer Bonhof, Bernhard Cullmann, Heinz Flohe, Ulrich Hoeneß, Günter Netzer, Wolfgang Overath sowie Herbert Wimmer im Mittelfeld und Jürgen Grabowski, Dieter Herzog, Jupp Heynckes, Bernd Hölzenbein und Gerd Müller im Sturm.
WM 1978 und das Ausscheiden gegen Österreich
Gleichfalls zur Geschichte der Nationalmannschaft gehört die sogenannte Schmach von Córdoba. Sie bezeichnet ein Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien gegen Österreich. Der amtierende Fußballweltmeister Deutschland unterlag in Córdoba völlig überraschend der österreichischen Nationalmannschaft mit 2:3 und schied zu früh aus.
Die bundesdeutsche Mannschaft stand nach zwei Unentschieden gegen Italien und die Holland vor dem Österreich-Spiel mit 2:2 Sich beliebt machen auf Platz 3 in der Vierergruppe. Der Gruppensieger würde in das WM-Finale einziehen, der Gruppenzweite um den dritten Platz der WM spielen. Italien und die Königreich der Niederlande (je 3:1 Punkte) mussten unentschieden spielen, damit Bundesdeutschland mit einem (deutlichen) Sieg gegen Österreich überhaupt noch eine Option auf den Gruppensieg gehabt hätte. Da die Niederländer aber Italien mit 2:1 schlugen, hatte die DFB-Elf keine Option mehr auf das WM-Finale. Es wurde im Österreich-Spiel somit nicht der Weltmeistertitel, an Stelle die Aussicht auf Platz 3 verspielt. Helmut Schön trat nach der WM wie lange vorerst angekündigt von seinem Posten als Bundestrainer zurück.
WM 1982 und der Nichtangriffspakt von Gijón
Deutschland galt zu Beginn des Turnieres als amtierender Europameister gemeinsam mit Titelverteidiger Argentinien und mit Rekordweltmeister Brasilien als Favorit der Titelkampf 1982. Die Mannschaft blieb seit dem Amtsantritt von Jupp Derwall nach der WM 1978 23 Spiele in Folge ungeschlagen und unterlag danach vor der WM in Spanien nur gegen Argentinien und Brasilien. Das Team konnte dieser Favoritenrolle aber zunächst nicht fair werden und verlor sein Auftaktmatch gegen Algerien sensationell mit 1:2. Der Sieg der spielstarken Algerier war dabei auf keinen Fall unverdient, wenn ihnen auch entgegenkam, dass die Deutschen sie stark unterschätzt hatten. Zuerst hatte es erst einen Sieg eines afrikanischen Teams bei Fußballweltmeisterschaften feststehend (1978 Tunesien gegen Mexiko).
Im zweiten Vorrundenspiel konnte sich das Adler-Team jedoch steigern und gewann durch drei Tor von Karl-Heinz Rummenigge und ein Tor von Uwe Reinders in dessen 2. Länderspiel mit 4:1 gegen Chile.
Ein fester Begriff in der Fußballgeschichte der Nationalmannschaft ist der Nichtangriffspakt von Gijón. Er benennt das Gerücht eines abgekarteten Spiels zwischen den Fußballnationalmannschaften aus der Germania und Österreich im abschließenden Gruppenspiel der Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 1982.
Dieses Spiel wurde zum Skandal, weil beiden Mannschaften ein knapper Sieg Deutschlands genügte, um in die Zwischenrunde zu kommen. Nachdem das Ergebnis zwischen Chile und Algerien schon vor dem Spiel feststand, war ein solches Ergebnis praktisch programmiert. Dementsprechend lief das Spiel in Gijón dann auch ab. Nach dem 1:0 für Deutschland durch Horst Hrubesch in der 11. Minute begnügten sich alle beide Mannschaften damit, den Ball im Mittelfeld hin und her zu spielen, ohne dem Opponent dabei gefährlich nahe zu kommen.
Die algerische Mannschaft, welche noch gute Entwicklungsmöglichkeiten auf ein Weiterkommen hatte, fühlte sich um ihren Einzug in die nächste Runde betrogen. Das spanische Publikum auf den Rängen wedelte mit weißen Tüchern, was dortzulande als Zeichen der Schande wertgeschätzt wird.
Bundestrainer Jupp Derwall und seine Mannschaft waren danach harscher Rezension der Medien und Fans nicht nur in Deutschland ausgesetzt. Der Einzug beider Mannschaften in die nächste Runde bekam dadurch einen faden Beigeschmack. Als Konsequenz aus diesem Spiel finden die letzten Gruppenspiele bei jedem internationalen Spiel seit der Europameisterschaft 1984 immer gleichzeitig statt.
In Deutschland wurde die Leistung der deutschen Mannschaft in der Vorrunde von Fans und Medien mit großer Enttäuschung zur Sachkenntnis genommen. Vorerst Paul Breitner, der ein Jahr überwiegend nach sieben Jahren Auszeit sein Comeback in der Nationalmannschaft gefeiert hatte, wurde stark kritisiert, weil er in der Nationalmannschaft nicht so in der Spielmacherrolle überzeugte wie bei den Bayern.
In der Zwischenrunde qualifizierten sich die Deutschen durch einen mehr kämpferisch als spielerisch überzeugenden 2:1-Sieg über Spanien und ein 0:0 gegen England für das Halbfinale gegen Frankreich.
Zum Skandal kam es in diesem Spiel, als Balltreter Harald Schumacher sich übertrieben hart gegen Frankreichs Stürmer Patrick Battiston einsetzte und diesen schwer verletzte. Das Foul Schumachers, das nach heutiger Regelauslegung als Notbremse klar eine rote Karte zur Folge hätte und bei dem Batiston zahlreiche Zähne verlor, blieb durch den Schiri allerdings ungeahndet. Nach dem Spiel lies sich Schumacher vor Journalisten auf Battistons Verletzungen angesprochen unglücklicherweise zu dem Anführung "Sagt ihm, ich bezahl' ihm die Jacketkronen" hinreißen. Hierfür sah sich Schumacher von den Medien im In- und Ausland starker Beurteilung ausgesetzt. In der internationalen Sensationspresse wurden Anführung und Foul zum Bild des "hässlichen Deutschen" hochstilisiert, was dem Ansehen der Nationalmannschaft noch einige Zeit danach erheblichen Schaden zufügte. Schumacher sprach sich allerdings nach diesem Vorfall mit Battiston aus und dieser nahm die Entschuldigung Schumachers an.
Das sportlich gesehen hochdramatische Halbfinalspiel gegen Grande Nation gewann Deutschland mit 5:4 (3:3 n. V.) nach Elfmeterschießen. Die Franzosen hatten in der Verlängerung schon mit 3:1 geführt, als der während des gesamten Turnieres durch eine Verletzung gehandicapte deutsche Kapitän Karl-Heinz Rummenigge eingewechselt wurde. Durch einen Tor von Rummenigge und ein Fallrückzieher-Traumtor durch Klaus Fischer (später Tor des Jahres 1982) schaffte das deutsche Team aber noch den 3:3-Ausgleich. Im Elfmeterschießen triumphierte die deutsche Elf, nachdem Hrubesch den 6. deutschen Strafstoß verwandelt hatte. Überwiegend hatten Kaltz, Breitner, Rummenigge und Littbarski vom Punkt getroffen, Stielike war gescheitert und Schumacher hatte zwei französische Elfmeter von Six und Bossis gehalten.
Das Finale verlor Deutschland mit 1:3 gegen Italien, wobei das DFB-Team seinem Opponent nicht viel entgegenzusetzen hatte. Paul Breitner gelang es durch seinen Ehrentreffer kurz vor Ende des Spieles als bis dato einzigem Deutschen, in zwei WM-Endspielen ein Tor zu erzielen.
WM 1986
Bei der WM 1986 in Mexiko wurde die Mannschaft der Teutonia unter der Führung von Teamchef Franz Beckenbauer wiederum Vizeweltmeister und das Argentinische Team durch einen 3:2-Sieg gegen die deutsche Elf zum zweiten Mal Weltmeister.
WM 1990 und der Triumph des "Kaisers"
Vier Jahre später bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien stand die deutsche Elf zum dritten Male nacheinander im WM-Finale. Wiederholt hieß der Endspielgegner Argentinien. Mit einem knappen, aber hochverdienten 1:0-Sieg (Tor Brehme durch Foulelfmeter) war der dritte und zunächst letzte WM-Titel perfekt. Franz Beckenbauer ragt in der Geschichte des DFB und der Nationalmannschaft seit besonders heraus, weil es dem "Kaiser" gelang, in Doppelfunktion Weltmeister zu werden: als Kapitän 1974 und als Berufstätiger 1990. Der Teamchef ließ im Finale Bodo Illgner, Klaus Augenthaler, Thomas Berthold, Stefan Reuter, Jürgen Kohler, Guido Buchwald, Andreas Brehme, Thomas Häßler, Lothar Matthäus, Pierre Littbarski, den heutigen Bundestrainer Jürgen Klinsmann und dessen Trainer-Vorgänger Rudi Völler antreten.
Deutsche Fußballnationalmannschaft bei der EM
Die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft konnte sich seit 1972 für alle Europameisterschaftsendrunden qualifizieren. Bei den vorherig Turnieren war man an einer Teilnahme entweder nicht schaulustig (1960, 1964) oder man scheiterte in der Qualifikation (1968). Die bundesdeutsche Mannschaft ist bis zum heutigen Tag die einzige, der es gelang, nach einem Europameisterschaftstitel auch die darauffolgende Weltmeisterschaft zu gewinnen (umgekehrt gelang es Grande Nation 1998 und 2000). In der Gesamtheit konnte man dreimal den EM-Titel erringen, wobei man alleiniger Rekordhalter ist. Der erste EM-Titel wurde 1972 gegen die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken errungen, acht Jahre später bei der EM 1980 besiegte man im Finale in Rom Belgien.
Bei der Fußball-Europameisterschaft 1992 trat zum ersten Mal eine gesamtdeutsche Mannschaft an. Vier Jahre später gewann die Mannschaft unter Nationaltrainer Berti Vogts dank des ersten Golden Goals der EM-Geschichte durch Oliver Bierhoff zum dritten und bis dato letzten mal eine Europameisterschaft. Zweimal verlor man das Finale, 1976 in Belgrad gegen die Tschechoslowakei, 1992 gegen Dänemark. Seit dem EM-Sieg 1996 gelang es allerdings der deutschen Nationalmannschaft nicht mehr, die Gruppenphase zu überstehen.
Bei den Weltmeisterschaften nach dem dritten Titel musste sich die deutsche Nationalmannschaft in den USA 1994 und in Grande Nation 1998 mit dem Viertelfinale bescheiden.
Nach dem Scheitern in der Vorrunde bei der EM 2000 gelang bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Asien mit der Vizeweltmeisterschaft unter Coach Rudi Völler ein vorzeigbares Ergebnis.
Seit dem 26. Juli 2004 ist Jürgen Klinsmann Bundestrainer der Herrennationalmannschaft. Sein Vertrag läuft bis zum Ende der WM 2006. Oliver Bierhoff ist seit dem 29. Juli Teammanager, Co-Trainer wurde am 30. Juli Joachim Löw. Der vorherige Teamchef Rudi Völler, der seit Juli 2000 im Amt war, trat am 24. Juni 2004 zurück, nachdem seine Mannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft 2004 schon nach der Vorrunde ausgeschieden war.
Nachwuchssorgen seit dem Bosman-Urteil
Seit dem Bosman-Urteil des Europäischen Gerichtshofes und den darauf folgenden Lockerungen der Ausländerregelungen ist es den Bundesligavereinen erlaubt, beliebig diverse Person aus dem UEFA-Verbandsgebiet einzusetzen. Aus nichteuropäischen Verbänden dürfen so weit wie vier Persönlichkeit verpflichtet werden. Ganz Bundesligaverein muss mindestens zwölf Persönlichkeit unter Vertrag haben, die für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt sind.
Da für die Förderung des (vereins)eigenen Nachwuchses meist ein größerer Aufwand betrieben werden muss und die Integration junger Persönlichkeit sich negativ auf den sportlichen Verlauf einer Saison auswirken kann, werden seitdem gerne kostengünstige, fertig ausgebildete Spieler, oft aus Osteuropa oder Afrika, verpflichtet. Als Begründung für dieses Handeln wird wirtschaftlicher Druck genannt. Dies wird mit der Begründung kritisiert, ein solches Vorgehen sei auch in ökonomischen Kategorien zu kurzfristig. Für Nachwuchstalente in Deutschland wird es hierdurch schwerer, sich zu entwickeln und zu etablieren.
Auch mit der Integration von in Deutschland geborenen oder aufgewachsenen Söhnen von Migranteneltern tat man sich seitens des DFB lange Jahre schwer. Es ist jedoch bemerkenswert, dass diese Arbeit gerade von den kleinsten Vereinen geleistet wird.
Im Gegensatz zu anderen europäischen Verbänden, wie zum Beispiel deren von Frankreich, England oder den Niederlanden, eingebaut der DFB Fußballer mit nichtdeutschem Hintergrund deutlich langsamer. Noch spielen mehrere Profis der zweiten oder gar dritten Generation ausländischer Immigranten für das Land ihrer Vorfahren.
Reichstrainer und Bundestrainer
Reichstrainer
- Otto Nerz (1923–1936) war der erste DFB-Trainer und war bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1934 in Italien für die deutsche Nationalmannschaft verantwortlich. Bei dieser WM belegte er mit einer bemerkenswert jungen Mannschaft (Durchschnittsalter 23 Jahre) den dritten Platz. Nach dem frühzeitigen Scheitern der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Kapitale löste ihn Sepp Herberger als Reichstrainer ab. Nerz gelangen in 70 Spielen 42 Siege und 10 Unentschieden bei 18 Niederlagen.
- Sepp Herberger (1936–1942) war der zweite und letzte Reichstrainer des DFB. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 musste er die deutsche Mannschaft auf Anweisung der Regierung mit Spielern aus dem mittlerweile ans Deutsche Reich angeschlossenen Österreich mischen. Die nicht eingespielte Elf scheiterte schon in der ersten Runde. Nichtsdestotrotz blieb er bis 1942, als kriegsbedingt der Länderspielbetrieb eingestellt wurde, im Amt. Als Reichstrainer betreute er 65 mal die Nationalmannschaft, es gab 40 Siege, 12 Unentschieden und 13 Niederlagen.
Bundestrainer/Teamchefs
- Sepp Herberger (1950–1964) war der Weltmeister-Trainer von 1954. 1950 wurde Herberger erster Bundestrainer des nochmals neugegründeten DFB. 1954 führte Herberger die DFB-Auswahl unter ihrem Kapitän Fritz Walter überraschend zum Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Der 3:2-Erfolg im Endspiel gegen das hoch favorisierte Ungarn wird in diesen Tagen noch als das Wunder von Bern bezeichnet. Die Spieler, die Herberger ehrerbietig als "Chef" ansprachen, und ihr Coach werden oft die Helden von Bern genannt. Bei der WM 1958 in Schweden gelang mit dem 4. Platz noch einmal der Einzug ins Halbfinale, bei der WM 1962 in Chile schied Deutschland im Viertelfinale aus. Herberger hat 97 Spiele als deutscher Bundestrainer geleitet und erreichte dabei 52 Siege und 14 Unentschieden bei 31 Niederlagen. Am 9. November 1964 wurde Herberger von Helmut Schön abgelöst. Seine Gesamtbilanz als Reichs- und Bundestrainer: 162 Länderspiele, davon 92 Siege, 26 Unentschieden, 44 Niederlagen.
- Helmut Schön (1964–1978) ist der erfolgreichste Bundestrainer. Die deutsche Fußballnationalmannschaft wurde unter Schön 1966 Vizeweltmeister bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England, 1970 Dritter bei der WM in Mexiko, 1972 Fußballeuropameister bei der EM in Belgien, 1974 Fußballweltmeister in Deutschland und 1976 Vizeeuropameister bei der EM in Jugoslawien. In 139 Spielen, gelangen ihm 87 Siege, 30 Remis, und er musste nur 22 Niederlagen hinnehmen.
- Jupp Derwall (1978–1984). Seine größten Erfolge als Bundestrainer waren der Gewinn der Fußball-Europameisterschaft 1980 in Italien und der 2. Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien. Nach dem frühen Ausscheiden in der Vorrunde gegen Spanien bei der Fußball-Europameisterschaft 1984 trat Jupp Derwall zurück. In 67 Spielen gewann seine Mannschaft 45 mal, spielte elf mal Unentschieden und kassierte elf Niederlagen. Unter seiner Ägide gab es mit 23 Spielen die längste Reihe ohne Niederlage und innerhalb dieser Reihenfolge mit 12 Spielen die längste Siegesserie.
- Franz Beckenbauer (1984–1990) wurde mangels Trainerlizenz zum Teamchef ernannt. Als eigentlicher Berufstätiger fungierte zunächst sein Helfer Horst Köppel, der 1987 durch Holger Osieck abgelöst wurde. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko wurde die deutsche Mannschaft unter Beckenbauers Leitung Vizeweltmeister (die DFB-Auswahl unterlag im Finale Argentinien mit 2:3). Bei der EM 1988 im eigenen Land erreichte Beckenbauer mit der Nationalmannschaft das Halbfinale. Zwei Jahre später bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien führte er das Team zum Gewinn des Weltmeistertitels. Damit gelang Franz Beckenbauer ein seltenes Kunststück: Er wurde wie auch als Mensch sowohl .... als auch als Teamchef Fußball-Weltmeister. Seine Bilanz: 66 Spiele insgesamt, 36 Siege, 17 Unentschieden und 13 Niederlagen.
- Berti Vogts (Hans-Hubert Vogts) (1990–1998) löste Franz Beckenbauer nach der WM 1990 ab. Ihm gelang der Sieg bei der Fußball-Europameisterschaft 1996. In 102 Spielen siegte seine Mannschaft 67 mal, spielte 23 mal Gleichstand und verlor nur zwölf Spiele. Mit einer Beitrag von 2,2 Auftrumpfen pro Spiel ist er in dieser Beziehung der erfolgreichste Bundestrainer.
- Erich Ribbeck (1998–2000) wurde 1998 Nachfolger von Berti Vogts als Bundestrainer, nachdem er schon 1984 in der engeren Wahl als Nachfolger von Jupp Derwall war. Nach dem schlechtesten Abschneiden einer deutschen Nationalmannschaft bei einer großen Herrschaft seit 1938 wurde Erich Ribbeck nach der Fußball-Europameisterschaft 2000 durch Rudi Völler ersetzt. Er machte die wenigsten Spiele aller Bundestrainer (24 Spiele). Aber auch seine Bilanz ist noch positiv: Zehn Siege, sechs Gleichstand und acht Niederlagen.
- Rudi Völler (2000–2004) wurde 2000 Teamchef. Als eigentlicher Bundestrainer fungierte Völlers "Assistent" Michael Skibbe. Völler sollte ursprünglich nur als Übergangslösung dienen und von Christoph Daum abgelöst werden. Da dieser jedoch wegen Drogenmissbrauchs nicht länger erträglich war, blieb Rudi Völler Teamchef. Rudi Völler wurde mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2002 in Südkorea und Nippon überraschend Vize-Weltmeister. Nachdem die Nationalmannschaft bei der EM 2004 schon in der Vorrunde ausschied, erklärte Völler am 24. Juni 2004 seinen Rücktritt vom Amt des Teamchefs der deutschen Nationalelf. In 53 Spielen gelangen ihm 29 Siege und elf Remis, auch musste er 13 Niederlagen einstecken.
- Jürgen Klinsmann ist seitdem 2004 Fußballbundestrainer der DFB-Auswahl. Zusammen mit Team-Manager Oliver Bierhoff und Co-Trainer Joachim Löw hat er sich das Ziel gesetzt, die deutsche Fußballnationalmannschaft zum Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu führen. Schon in seinem zweiten Länderspiel als Coach verbuchte Klinsmann einen Fortuna mit einer relativ jungen Mannschaft und erreichte ein 1:1 gegen den amtierenden Weltmeister Brasilien, nachdem er sein erstes Spiel gegen die Nationalmannschaft aus Österreich gewonnen hatte. Seine Bilanz ist bisherig positiv: In 24 Spielen gab es 13 Siege, sechs Gleichstand und fünf Niederlagen (Stand: 23. März 2006). Dennoch schaffte auch Klinsmann bis dato keinen Sieg gegen eine Mannschaft der "großen" Fußballnationen. So ein ein Sieg liegt mittlerweile über fünf Jahre zurück (1:0 gegen England beim Abschiedsspiel im Londoner Wembleystadion am 7. Oktober 2000). Zuletzt hatte die deutsche Elf bis zur Halbfinalniederlage gegen Brasilien im Konföderationen-Pokal 2005 auch etwa ein Jahr nicht gegen eine Weltklassemannschaft verloren. In diesem Spanne erzielte man zwei Gleichstand gegen Argentinien, eines gegen Brasilien und eins gegen die Niederlande. Der Sieg gegen Mexiko im Spiel um Platz drei wird als Gelingen gewertet. In die Rezension aus Reihen von Sport, Medien und selbst Politik geriet Jürgen Klinsmann vorher zur Fußballweltmeisterschaft 2006. Gerade nach einer 1:4-Niederlage gegen Italien am 1. März 2006 wurde die Taktik des Bundestrainers, verstärkt jüngere Zocker in eine offensive DFB-Auswahl aufzunehmen, strittig diskutiert.
Siehe auch: Fußballbundestrainer
Rekordnationalspieler
- Lothar Matthäus spielte als Mittelfeldspieler vom 14. Juni 1980 bis 20. Juni 2000 150-mal (23 Tore) für die deutsche Fußballnationalmannschaft und ist damit Rekordnationalspieler. Matthäus nahm als erster Feldspieler an fünf Weltmeisterschaften teil und wurde 1980 Fußballeuropameister, 1982 und 1986 Vizeweltmeister und 1990 als Kapitän der Nationalmannschaft Fußballweltmeister.
- Jürgen Klinsmann, heutiger Bundestrainer, absolvierte zwischen dem 12. Dezember 1987 und dem 4. Juli 1998 108 Spiele für die deutsche Fußballnationalmannschaft.
- Jürgen Kohler wurde zwischen dem 24. September 1986 und dem 4. Juli 1998 summa summarum105-mal in die DFB-Auswahl berufen.
- Franz Beckenbauer, der Weltmeister von 1974 und ehemalige Teamchef bestritt zwischen dem 26. September 1965 und dem 23. Februar 1977 in der Regel103 Länderspiele.
- Joachim Streich, 102 Spiele für die DDR zwischen dem 8. Dezember 1969 und dem 20. Oktober 1984.
- Thomas Häßler, 101 Spiele für den DFB zwischen dem 31. August 1988 und dem 20. Juni 2000.
- Hans-Jürgen Dörner, 100 Spiele für die Auswahl der DDR zwischen dem 22. Juni 1969 und dem 18. Mai 1985.
- Ulf Kirsten, 100 Spiele für die Auswahl der DDR (51) und den DFB (49) zwischen dem 8. Mai 1985 und dem 20. Juni 2000.
siehe auch: Liste der deutschen Fußballnationalspieler
Ehrenspielführer
Fritz Walter
wurde vom DFB 1958 nach Ende seiner internationalen Karriere zum ersten Ehrenspielführer ernannt. Nach seiner aktiven Zeit engagierte sich Fritz Walter u. a. als Repräsentant der Sepp Herberger Schenkung für die Wiedereingliederung in die Gesellschaft Strafgefangener. Die größte Ehre wurde Walter am 31. Oktober 1985 zu Teil, als das Wettkampfstätte seines Heimatvereins 1. FC Kaiserslautern in "Fritz-Walter-Stadion" umbenannt wurde.Uwe Seeler
bekam den Titel vom DFB verliehen, dennoch er nie einen internationalen Titel gewann. Aber durch seine Einsatzbereitschaft deutschlandweit und seine Einstellung wurde Uns Uwe zur Fußballlegende. Er war der erste Nachkriegsspieler, der den Vorkriegsrekord von Paul Janes mit 71 Länderspielen einstellen und noch um eins überbieten konnte.Franz Beckenbauer
ist ein weiterer Ehrenspielführer des DFB. Er gilt als die Lichtgestalt des Fußballs und ist der erfolgreichste deutsche Fußballer, nicht nur als Spieler, als Teamchef und Präsident für auch als Funktionär für den deutschen Fußball bei der WM 2006. Er war der erste deutsche Spieler, der es auf 100 und mehr Länderspiele gebracht hat.Lothar Matthäus
erhielt als augenblicklich letzter Ehrenspielführer die Auszeichnung am 27. April 2001. Er ist Rekordnationalspieler des DFB und trug 150 Mal das Hemd der Nationalmannschaft. Matthäus wurde 1990 und 1991 zum "Weltfußballer des Jahres" gewählt, 1990 erhielt er die Auszeichnung "Europas Fußballer des Jahres".Rekordtorschützen
- Gerd Müller ist mit 68 Toren aus 62 Länderspielen bis auf den heutigen Tag Rekordtorschütze der deutschen Fußballnationalmannschaft. Auch in der Fußball-Bundesliga steht er mit 365 Treffern für den FC Bayern München unübertroffen an der Spitze der Torjägerliste. Seine summa summarum 14 Tore bei den Weltmeisterschaften 1970 (zehn Tore) und 1974 (vier Tore) machen ihn überdies zum erfolgreichsten WM-Torschützen der Geschichte.
- Joachim Streich war für die DDR-Fußball-Nationalmannschaft 102-mal am Ball und schoss 55 Tore.
- Rudi Völler, Weltmeister 1990 und Teamchef der Nationalmannschaft von 2000 bis 2004, schoss in 90 Spielen summa summarum47 Tore.
- Jürgen Klinsmann, seit Saison 2004 Bundestrainer, bestritt 108 Länderspiele und erzielte dabei auch 47 Treffer.
- Karl-Heinz Rummenigge bestritt generell 95 Spiele im DFB-Trikot und erzielte 45 Tore.
- Uwe Seeler, Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft, schoss in 72 Länderspielen zwischen 1954 und 1970 in der Regel43 Tore.
- Oliver Bierhoff, Europameister von 1996, traf in 70 Länderspielen zusammenfassend 37 mal ins Tor. Ansonsten erzielte er im EM-Finale 1996 mit seinem 2:1-Siegtreffer das erste "Golden Goal" bei einer EM.
- Ulf Kirsten bestritt generell 100 Länderspiele für die Nationalmannschaften des DFV (49 Spiele) und des DFB (51 Spiele). Dabei erzielte er im Allgemeinen34 Treffer (DFV:14/DFB:20).
- Fritz Walter, der Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1954, trug 61-mal das Nationaltrikot und schoss 33 Tore.
- Klaus Fischer bestritt zwischen 1977 und 1982 in der Regel 45 Länderspiele und erzielte 32 Tore.
- Ernst Lehner bestritt zwischen 1933 und 1942 summa summarum 65 Länderspiele und erzielte 31 Tore.
- Michael Ballack bestritt seit 1999 in der Regel 63 Länderspiele und erzielte 30 Tore. (Stand 23.03.2006)
Rekordtorhüter
Die längste Länderspielserie eines Torwarts ohne Gegentor stammte bis unlängst aus dem Anno 1937. Hans Jakob von Jahn Regensburg spielte gegen Frankreich, Belgien, die Schweiz, Dänemark und Finnland zu Null. Im Allgemeinen hielt er seinen Kasten 482 Spielminuten am Stück sauber.
Erst 68 Jahre später brach Jens Lehmann diese Rekordmarke. Der Fußballer des FC Arsenal spielte beim 1:1 in Bosnien-Herzegowina, beim 3:0 gegen Belgien, beim 7:0 gegen Malta, beim 3:1 gegen Österreich, beim 2:0 im Iran sowie beim 3:0 gegen Kamerun jeweilig zu Null. In Bosnien sowie gegen Österreich spielte Lehmann nur eine Halbzeit, die Gegentore fielen nicht gegen ihn. In der Regel blieb Lehmann von Aug. 2002 bis Febr. 2005 ohne Länderspiel-Gegentreffer. Erst nach 530 Spielminuten überwand ihn der Argentinier Juan Pablo Sorin.
Lehmanns Konkurrent Oliver Kahn stellte die bis dato viertlängste Folge eines Torwarts ohne Länderspiel-Gegentor bei der Titelkampf 2002 unter Wettbewerbsbedingungen auf. Der Torhüter des FC Bayern München spielte im Gruppenspiel gegen Kamerun, im Achtelfinale gegen Paraguay, im Viertelfinale gegen die USA und im Halbfinale gegen Südkorea zu Null. Im Endspiel beendete der brasilianische Stürmer Ronaldo Kahns Rangfolge nach zusammenfassend 427 Spielminuten.
Auf 433 Minuten kommt Hans Tilkowski, der 1966 gegen Rumänien, Jugoslawien, die Schweizerische Eidgenossenschaft und Argentinien zu Null spielte. Sepp Maier übertraf zwei Mal die 400-Minuten-Marke. 1966/67 blieb der Bayern-Torwart bei den ersten vier Länderspielen seiner Karriere (gegen Irland, die Türkei, Norwegen und Belgien) ohne Gegentor, in der Regel 423 Minuten lang. Zwölf Jahre später verpasste er seine Nonplusultra um 16 Minuten.
Länderspiele
Kommende Länderspiele
| Datum | Spielort | Gegner | Art des Spiels |
| 27. Mai 2006 | Freiburg | Bild:Flag of Luxembourg.svg Luxemburg | Testspiel |
| 30. Mai 2006 | Leverkusen | Bild:Flag of Japan.svg Japan | Testspiel |
| 2. Juni 2006 | Mönchengladbach | Bild:Flag of Colombia.svg Kolumbien | Testspiel |
| 9. Juni 2006 | München | Bild:Flag of Costa Rica.svg Costa Rica (Eröffnungsspiel) | Fußball-Weltmeisterschaft 2006 |
| 14. Juni 2006 | Dortmund | Bild:Flag of Poland.svg Polen - Gruppenspiel | Fußball-Weltmeisterschaft 2006 |
| 20. Juni 2006 | Berlin | Bild:Ecuador neu.png Ecuador - Gruppenspiel | Fußball-Weltmeisterschaft 2006 |
Aktueller Kader
Torhüter:
Abwehr:
- Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin)
- Jens Nowotny (Bayer Leverkusen)
- Manuel Friedrich (FSV Mainz 05)
- Robert Huth (FC Chelsea London)
- Marcell Jansen (Borussia Mönchengladbach)
- Philipp Lahm (FC Bayern München)
- Per Mertesacker (Hannover 96)
- Christoph Metzelder (Borussia Dortmund)
- Patrick Owomoyela (SV Werder Bremen)
- Lukas Sinkiewicz (1.FC Köln)
Mittelfeld:
- Michael Ballack (FC Bayern München)
- Tim Borowski (SV Werder Bremen)
- Fabian Ernst (FC Schalke 04)
- Torsten Frings (SV Werder Bremen)
- Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart)
- Sebastian Kehl (Borussia Dortmund)
- Bernd Schneider (Bayer Leverkusen)
- Bastian Schweinsteiger (FC Bayern München)
Angriff:
- Gerald Asamoah (FC Schalke 04)
- Paul Freier (Bayer Leverkusen)
- Mike Hanke (VfL Wolfsburg)
- Miroslav Klose (SV Werder Bremen)
- Kevin Kuranyi (FC Schalke 04)
- Oliver Neuville (Borussia Mönchengladbach)
- Lukas Podolski (1. FC Köln)
Vergangene Länderspiele
| Datum | Spielort | Gegner | Ergebnis | Torschützen | |
| 17. August 2005 | Rotterdam | Bild:Flag of the Netherlands.svg Niederlande | 2:2 (0:1) | Robben (3., 46.), Ballack (49.), Asamoah (81.) | |
| 3. September 2005 | Bratislava | Bild:Flag of Slovakia.svg Slowakei | 0:2 (0:2) | Karhan (20., 38.) | |
| 7. September 2005 | Bremen | Bild:Flag of South Africa.svg Südafrika | 4:2 (1:1) | Podolski (12., 48., 55.), Bartlett (26.), Borowski (47.), McCarthy (50.) | |
| 8. Oktober 2005 | Istanbul | Bild:Flag of Turkey.svg Türkei | 1:2 (0:1) | Halil Altintop (24.), Sahin (89.), Neuville (90.+4.) | |
| 12. Oktober 2005 | Hamburg | Bild:Flag of the People's Republic of China.svg China | 1:0 (0:0) | Frings (51.) | |
| 12. November 2005 | Paris | Bild:Flag of France.svg Frankreich | 0:0 | ||
| 1. März 2006 | Florenz | Bild:Flag of Italy.svg Italien | 1:4 (0:3) | Gilardino (4.), Toni (7.), De Rossi (39.), Del Piero (57.), Huth (82.) | |
| 22. März 2006 | Dortmund | Bild:Flag of the United States.svg USA | 4:1 (0:0) | Schweinsteiger (46.), Neuville (73.), Klose (75.), Ballack (79.), Cherundolo (85.) |
Literatur
- Bauer, Andreas: Das Wunder von Bern, Unternehmen Wißner, Apr. 2004 (ISBN 3896394266)
- Bender, Tom/ Ulrich, Kühne-Hellmessen: Herrlich verrückte Nationalmannschaft, Makossa Druck und Medien, Aug. 2001, 256 Seiten (ISBN 3926337400)
- Bitter, Jürgen: Deutschlands Fußball-Nationalspieler, Sportverlag, 1997 (ISBN 3328007490)
- Die deutschen Nationalspieler, Bd. 1, 1988, 96 Seiten (ISBN 3890011012)
- Fuhr, Wolfgang: Rahn schießt . . . Tor, Tor, Tor, Betrieb Agon, April 2004, 104 Seiten (ISBN 3897842548)
- Mrazek Copress, Karlheinz: Fussball. Die besten deutschen Nationalspieler. 90 Jahre Nationalmannschaft, Copress, 1997, 160 Seiten (ISBN 3767905264)
- Schulze-Marmeling, Dietrich: Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft, Verlagshaus Die Werkstatt, April 2004 (ISBN 389533443X)
Weblinks
- DFB-Infos zur Nationalmannschaft bei www.dfb.de
- Hintergrundinformationen bei www.ard.de
- Die Nationalmannschaft vor der WM 2006 bei www.zdf.de
- Alle Mannschaftsaufstellungen seit 1954 und weitere Statistiken zur deutschen Nationalmannschaft
- Alle Länderspiele der Deutschen Nationalmannschaft in der Statistik
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ar:منتخب ألمانيا لكرة القدم
bg:Национален отбор по футбол на Германия
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pt:Seleção Alemã de Futebol
sl:Nemška nogometna reprezentanca
sv:Tysklands herrlandslag i fotboll
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