Eishockey
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Bestimmung und dem Begriff Eishockey. Aktuelle Eishockey-Ereignisse, Termine, Wettbewerbe, Eishockeyspieler und -vereine, siehe Portal:Eishockey |
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Eishockey ist eine mit Schlittschuhen auf Eisflächen betriebene Sportart, die zwischen 1840 und 1875 in Kanada aus verschiedenen Mannschaftssportarten entwickelt wurde.
Dabei spielten die stationierten britischen Truppen eine wichtige Rolle, die das schottische Spiel Shinty 1840 als Shinney in Kanada auf Schnee oder Eis spielten.
Ab 1855 wurde mit (Feld-)Hockeyschlägern gespielt.
Zusätzliche Vorläufer europäisch hat das Eishockey im Bandy, das auch in diesen Tagen noch in Kompromiss finden (vor allem nord- und osteuropäischen) Ländern gespielt wird. Das Wort Hockey kommt aus dem Französischen und bedeutet soviel wie krummer Stock.
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines
Beim Eishockey muss ein Puck, eine flache Hartgummischeibe, mit Schlägern in das gegnerische Tor geschoben werden. Das Spiel ist generell sehr körperbetont: Per so genannter „Bodychecks“ ist es möglich, den Gegenspieler seitlich zu verdrängen, um den Puck zu erobern.
Aus dem Eishockeysport haben sich eine Reihe, dieser Tage eigenständiger, Sportarten entwickelt: Auf der einen Seite das Sledge-Eishockey (oder auch Schlitteneishockey genannt), das den Eishockeysport für Leute mit einer Körperbehinderung ermöglicht und in diesen Tagen als Sport im festen Programm der Winter-Paralympics steht. Zum Anderen bestehen gleich diverse „Sommer-Eishockey“-Sportarten, wie Inlinehockey (und Inline-Skaterhockey) o. Streethockey, von welchen Inlinehockey und Streethockey über eigene Weltmeisterschaften verfügen, die auch von der Internationalen Eishockey-Föderation durchgeführt oder unterstützt werden.
Verbreitung
Eishockey ist vorerst dort sehr verbreitet, wo auch vor Erfindung der Kältemaschine - und der damit verbundenen Möglichkeit, Kunsteisbahnen zu schaffen - genügend Eisflächen für eine regelmäßige Ausübung dieser Sport vorhanden waren und sind.
Berühmt sind zuerst die Mannschaften des Rekordweltmeisters Kanada, von Russland (bzw. der ehemaligen Sowjetunion) und den USA, von Tschechien und der Slowakei, sowie den nordischen Ländern (vor allem Schweden und Finnland).
Einen sehr hohen Stellenwert hat Eishockey auch in der Schweiz und Lettland und gehört dort zu den beliebtesten Sportarten. Die Gesamtsumme der Eishockey-Zuschauer in einer Saison liegt in diesen Ländern weit über derjenigen der Fußball-Zuschauer. Ein traditionsreiches internationales Spitzenleistung für Clubmannschaften stellt auch der seither 1923 ausgetragene Spengler Cup dar, der in Davos, im Kanton Graubünden, stattfindet und eine wesentlich längere Geschichte als der Europapokal der Landesmeister aufweisen kann.
Geschichte
Auch wenn das erste echte Eishockey-Spiel erst am 3. März 1875 in Montréal zwischen Dozenten und Studenten der McGill-Universität stattfand, besitzt der Sportart mit seinen direkten Vorläufern eine längere Geschichte.
Die älteste Erwähnung stammt aus Dänemark aus dem Jahre 1134. Die Schlittschuhe waren wahrscheinlich aus Knochen. Im 16. Jahrhundert wurde in den Niederlanden ein Spiel entwickelt, welches dem heutigen Eishockey sehr ähnelt und bis auf den heutigen Tag unter dem Namen Bandy bekannt ist.
Geschichtliche Bedeutung erlangten häufig die Spiele zwischen der damaligen Sowjetunion und den USA oder Kanada an erster Stelle in der Phase des Kalten Krieges als Ausdruck des Kampfes der Systeme. So wurde auch das Spiel der USA gegen die UdSSR beim Olympischen Eishockeyturnier 1980 zu einer Art „Show-down“ der beiden Weltmächte. Die USA konnte die anno dazumal übermächtige SU bezwingen, und das Spiel ging als „Miracle on Ice“ in die Geschichte ein.
Nachdem in der UdSSR bis in die 1950er Jahre auf dem Eis in erster Linie Bandy gespielt wurde, entwickelte sich das sowjetische Eishockey mit einem enormen Tempo.
So gelang es dem sowjetischen Team, schon bei der ersten Weltmeisterschaftsteilnahme 1954 plus bei der ersten Teilnahme am Olympischen Eishockey-Turnier die Goldmedaille zu gewinnen. Die Sowjetunion schaffte es, mit ihrem Team eine außergewöhnliche Ideal zu erreichen und machte auch den „Erfindern“ des Eishockeys, den Kanadiern, oft das Leben schwer. Weiterhin gab es zwischen der SU und der ÄSSR großartige Spiele, in denen die sowjetische Mannschaft mit herausragenden tschechoslowakischen Spielern konkurrierte. Auch hier wurde - namentlich nach dem Prager Frühling 1968 - die unterschiedliche politische Couleur und die politischen Befindlichkeiten in den Sportart getragen. Außergewöhnliche sowjetische Person den damaligen Zeit waren u.a.: Boris Michailow, Wladimir Petrow, Harlamow, Wladislaw Tretjak, Wladimir Krutow, Igor Larionow, Sergei Makarow (Letztere drei bildeten zusammen die berühmte KLM-Reihe) sowie Wjatscheslaw Fetisow oder Alexei Kasatonow.
Nach dem Zusammenbruch der SSSR gingen einige der besten Zocker in die National Hockey League (NHL), in der Mannschaften der USA und Kanadas spielen. Die NHL stellt dieser Tage die bedeutendste Liga der Welt dar, mit vielen der besten Person aus Europa und anderen Teilen der Welt. Bei den alljährlich stattfindenden NHL-Allstar-Spielen zeigt sich, dass zig europäische Persönlichkeit dieser Tage zu den wichtigsten Leistungsträgern der Liga gehören.
Nach Nordamerika zieht es die Gamer nicht zuletzt, weil dort auch am meisten Geld zu einbringen ist.
Siehe auch: Geschichte des Eishockeys
Fraueneishockey
Das Eishockey für Frauen entwickelte sich aus dem Herreneishockey und unterscheidet sich von diesem in verschiedenen Regelanpassungen. Die wichtigste davon ist, dass bei den Frauen das Drücken gegen die Bande sowie Body-Checks grundsätzlich verboten ist. Diese Regelung wurde nach der ersten Titelkampf von 1990 eingeführt, da es dort zu schweren Verletzungen auf Basis von des Aufeinandertreffens von unterschiedlich robust gebauten Frauen gekommen war. Darüber aufwärts sind die Frauen - ident wie die männlichen Nachwuchsspieler - verpflichtet, mit Helmen mit Gesichtsschutz zu spielen.
Das erste olympische Eishockeyturnier für Frauen fand 1998 in Nagano statt. Genau wie die Weltmeisterschaften werden diese Wettbewerbe vorerst durch die Mannschaften aus Nordamerika dominiert. Dort gibt es auch ein ausgeprägtes Ligasystem, das dem der Männer gleicht. Populär ist Fraueneishockey auch im nördlichen Okzident und in Russland.
Bei den Winterspielen von 2006 in Turin konnte mit Schweden zum ersten Mal eine nichtamerikanische Mannschaft die Silbermedaille in einem internationalen Wettkampf gewinnen.
Spielregeln
Das offizielle Regelbuch wird von der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) herausgegeben, die auch die internationalen Turniere ausrichtet. Die aktuelle Version ist bis 2006 gültig. In diesem Regelbuch gibt es alles in allem sechs Abschnitte, die die Themen Spielfeld, Teams, Spieler und ihre Ausrüstung, Offizielle und ihre Pflichten, Spielregeln, Strafen und Besondere Regeln beschreiben.
In der NHL wird teils von den Vorschriften des IIHF abgewichen. Hier gibt es ein eigenes Regelbuch, das zwar gleichermaßen sechs Abschnitte aufweist, die jedoch teilweise weitere Inhalte haben.
Nachkommend sei ein geringer Überblick über die internationalen Regeln nach der IIHF gegeben:
Spielfeld
Das Platz ist eine rechteckige Eisfläche mit einer Länge von 56 bis 61 m und einer Weite von 26 bis 30 m, die Ecken sind mit einem Einflussbereich von 7,00 bis 8,50 m abgestimmt (Regel 101). Bei offiziellen IIHF-Meisterschaften muss die Länge zwischen 60 und 61 m und die Dicke zwischen 29 und 30 m betragen. Umgeben ist das Platz von einer ca. 1,20 m hohen Bande, auf die zum Schutz der Betrachter eine Schutzglasscheibe aufgesetzt und nach den Toren zusätzlich ein Fangnetz angebracht ist. Die Tore sind 122 cm hoch und 183 cm breit, die Torstangen sind rot gefärbt. Um das Tor ist ein halbkreisförmiger Torraum markiert.
Das Platz wird in der Länge durch 5 Linien unterteilt (Regel 110): durch zwei 30 cm breite Blaue Linien in 3 gleich große Zonen: die Angriffs-, die Neutrale und die Verteidigungszone (Regel 112). Die Neutrale Zone wird durch die im gleichen Sinne 30 cm breite rote Mittellinie halbiert; zentral auf ihr befindet sich – zentral auf dem Sportplatz – der Anspielpunkt innerhalb des Anspielkreises (auch Bullykreis genannt). In der Gesamtheit gibt es fünf Anspielkreise alle mit einem Einflussbereich von 4,5 m, eben jener in der Zentrum des Feldes und jedes Mal zwei in den Verteidigungszonen. Als 4. und 5. Querlinie sind die Torlinien über das gesamte Feld durchgezogen (rot, Breite: 5 cm). Außerhalb der längsseitigen Banden der neutralen Zone befinden sich auf einer Seite die Spielerbänke, gegenüber die Zeitnehmung und die Strafbänke. Im Gegensatz zu vielen anderen Feldsportarten ausreichend das Sportplatz um die Tore herum. Das Spielfeld ist in der Regel mit Holzwänden umgeben. In der nordamerikanischen NHL weicht das Platz von den internationalen Vorgaben ab. Es ist hier meist nur ca. 26 m breit und 56 m lang und verfügt über eine übrige Verteilung der Spielfeldzonen. Somit ist das Spiel in Nordamerika in der Regel etwas schneller und aggressiver als in Europa.
Teams, Spieler, Ausrüstung
Eine Mannschaft besteht aus maximal 22 Spielern, davon 20 Feldspielern und 2 Torhütern. Während eines Spiels dürfen sich höchstens 6 Charakter gleichzeitig auf dem Eis befinden. (Regel 201a) In der Regel bestehen diese aus 5 Feld-Spielern und einem Torwart, in besonderen Situationen wird der Kicker aber auch durch einen sechsten Feldspieler ersetzt.
Speziell in Unter- bzw. Überzahlsituationen kann von diesem Schema aber auch abgewichen werden.
In der Regel wird in Reihen genauer Blöcken gespielt - das bedeutet, dass Stürmer und Verteidiger möglichst immer mit den gleichen Partnern spielen. Eine bestmöglich besetzte Mannschaft hat vier Verteidigungsreihen (4 x 2+2 Glücksspieler = 10 Spieler) und vier Sturmreihen (4 x 3 Subjekt = 12 Spieler). Dies ergibt dann: 1 Torhüter + 10 Verteidiger + 12 Stürmer + 2 Ersatztorhüter = 25 Spieler. Im jeweiligen Spiel/Turnier darf die Anzahl der gemeldeten Subjekt jedoch nur 22 betragen.
Ein Team muss einen Kapitän und zwei Assistenten bestimmen. Zur Erkennung tragen sie ein „C“ (Captain) bzw. „A“ (Assistant) auf der Brust. Bis in die 1990er Jahre trugen die Glücksspieler der russischen/sowjetischen Mannschaften alternativ ein kyrillisches „К“ für den Captain. Dieser Tage wäre dies zwar noch zulässig, wird jedoch nur noch selten genutzt.
Der Kapitän darf bei Unklarheiten oder Fehlentscheidungen des Schiedsrichters als Einziger den Referee nach der Regelauslegung fragen.
Das Tauschen von Feldspielern ist nicht nur während Spielunterbrechungen möglich, anstatt kann auch „fliegend“ erfolgen. In der Regel wechseln die Teams alle 40 bis 100 Sekunden.
Bis ca. 1930 gab es noch einen sechsten Feldspieler auf der „Rover“-Position.
Um Verletzungen vorzubeugen, ist eine umfassende Schutzausrüstung vorgeschrieben. Anliegend einem speziellen Eishockey-Schlittschuh (221) und dem Schläger (Stock; 222) gehören dazu ein Helm (223) mit Helmvisier (224), Handschuhe, Nacken- und Kehlkopfschutz sowie Mund- und Zahnschutz. Benachbart gibt es noch einen Schulter- und Brustkorbschutz. Da die Torhüter durch auf sie abgefeuerte Schüsse einer erhöhten Bedrohung ausgesetzt sind, haben sie eine besondere Ausrüstung: bei besonderen Torhüter-Schlittschuhen (231) und einem besonderen Stock (232) tragen sie einen Helm mit Gesichtsmaske (234), Beinschoner (235) sowie einen Blockerhandschuh mit Schutzplatte (Stockhandschuh; 233a) und einen Fanghandschuh (233b).
Schiedsrichter
Die Schiedsrichter zählen zu den Offiziellen. Diese sind unterteilt in Spiel-Offizielle und Off-Ice-Offizielle.
Die Spiel-Offiziellen bestehen aus einem Berufstätiger (Referee) und zwei Linienrichtern (Linesmen). Sie tragen eine schwarze Hose und schwarz-weiß gestreifte Trikots. Der (Haupt-) Unparteiischer trägt zur Unterscheidung zusätzlich an beiden Oberarmen eine rote Armbinde. Der Referee hat die allgemeine Aufsicht über das Spiel sowie die Kontrolle über Glücksspieler und Offizielle (312). Die Unparteiischer haben die Kontrolle über Linienverstöße (Abseits und Icing; siehe Regeln), übernehmen die Anspiele / Einwürfe und unterstützen den Unparteiischer (313). Schieds- und Referee haben beim Eishockey einen erheblich größeren Einfluss als zum Beispiel beim Fußball. Sie können durch das Plädieren von Bankstrafen unmittelbar auf das Spielgeschehen einwirken.
Zu den Off-Ice-Offiziellen zählen angrenzend dem Stadionsprecher und dem Spielzeitnehmer ein Referee (u.U. mit Assistenten), ein Video-Torrichter, der bei strittigen Entscheidungen zu Rate gezogen werden kann, zwei Strafbankbetreuer sowie zwei Torrichter, die unmittelbar dahinter dem Tor absitzen und ein erzieltes Goal durch Betätigung einer Leuchte anzeigen. Torrichter wurden in der DEL nur in Play-Off-Spielen eingesetzt; seit der Saison 05/06 gibt es auch in den Play-Offs keine Torrichter mehr und die Tätikeit des Video-Torrichters wird vom Stand-By-Schiedsrichter übernommen.
Spielregeln
Ein Eishockeyspiel dauert netto (effektive Spielzeit) 60 Minuten (3 Drittel mit je 20 Minuten). Da bei jedweder Spielunterbrechung die Uhr angehalten wird, dauert ein Eishockeyspiel jedoch brutto meist erheblich länger. Die durchschnittliche Bruttospielzeit eines Drittels variiert jedes Mal zwischen ca. 30 und 40 Minuten. Zwischen den Dritteln finden 15-minütige Pausen statt. Ab Saison 06/07 in der DEL 18 Minuten. Bei Live-TV Übertragungen weiterhin 15 Minuten. Daher dauert ein normales Eishockeyspiel zwischen zwei und zweieinhalb Stunden.
Es ist zulässig, den Puck mit Hilfe des Schlittschuhs fortzubewegen, sofern nicht durch direktes Kicken ein Tor erzielt wird. Den Puck mit dem hohen Stock (Stock über „normaler“ Hüfthöhe) zu spielen ist unzulässig – es ist aber erlaubt, den Puck mit der Hand zu stoppen. Handpässe und durch Handpässe erzielte Tore sind verboten. Ausnahme ist der Handpass im eigenen Verteidigungsdrittel. Hier darf auch mit der Hand ein Pass vorgegeben werden, unterdessen der Puck auch im Verteidigungsdrittel ausgedacht wird.
Begriffe
- Bully (Face-Off): Wird das Spiel am Beginn eines Drittels oder nach einer Unterbrechung erneut angepfiffen, gibt es ein Bully. Dazu stillstehen sich zwei gegnerische Gamer an einem Bully-Punkt gegenüber, und der Puck wird von einem Linienrichter (Linesman) eingeworfen. Alle beide Mensch versuchen, den Puck in ihren Hab und Gut zu bekommen.
- Abseits (Offside): Beim Spiel aufs gegnerische Tor muss der Puck als erstes oder gleichzeitig mit dem ersten angreifenden Spieler, die blaue Linie zwischen neutraler Zone und Angriffszone überschreiten, das bedeutet zwischen puckführendem Glücksspieler und gegnerischem Tor darf sich kein weiterer angreifender Glücksspieler befinden. Das Abseits wird aufgehoben, wenn alle angreifenden Glücksspieler das Angriffsdrittel verlassen, ohne den Puck berührt zu haben. Abseits wird von den Linienrichtern durch das Heben eines Armes angezeigt.
- Torraumabseits: Der Torraum ist halbkreisförmig um das Tor markiert. Erzielt ein Charakter ein Tor, während er oder ein anderer, angreifender Typ sich im Torraum aufhält, so ist das Tor ungültig, außer er wurde durch einen Person in den Torraum gedrängt oder am Verlassen gehindert.
- Unerlaubter Weitschuss (Icing): Dies ist der Fall, wenn der Puck direkt oder mittelbar (über die Bande) die rote Spiegelachse und die gegnerische Torlinie überschreitet. Dann wird abgepfiffen und es gibt Bully in der gegenüberliegenden Endzone. Diese Regel findet keine Anwendung, wenn die Hartgummischeibe durch den Torraum geschossen wird oder bei Spiel in Unterzahl. Außerdem wird auch nicht auf Icing entschieden, wenn ein verteidigender Persönlichkeit die Möglichkeit hat, selbst den Puck zu spielen oder durch den Torhüter vor der Linie (zur Spielbeschleunigung) gestoppt wird.(Siehe auch: Icing)
- Überzahl-Spiel (Power-Play): Wird gegen eine Mannschaft eine Bankstrafe ausgesprochen, so hat die bestrafte Mannschaft für die Zeit der Züchtigung einen Zocker weniger auf dem Eis. Die nicht bestrafte Mannschaft hat demnach eine 5:4–Überzahl, die bestrafte Mannschaft eine Unterzahl. Wird eine zusätzliche Strafmaßnahme gegen das reduzierte Team ausgesprochen, dann führt dies zu einer 5:3–Überzahl. Es können jedoch nicht weniger als 3 Feldspieler pro Mannschaft auf dem Eis sein, auch wenn über 2 Strafen pro Mannschaft ausgesprochen werden.
- Überzahl-Tor (Power-Play-Tor): Erzielt eine Mannschaft in Überzahl ein Tor, so wird dieses als Überzahl-Tor bezeichnet. Die zuerst ausgesprochene kleine Züchtigung oder Bankstrafe wird aufgehoben und der Gamer darf abermals am Spiel teilnehmen.
- Unterzahl-Tor (Short-Hander): Gelingt einer Mannschaft in Unterzahl ein Tor, bezeichnet man dies als Short-Hander bzw. Shorthanded-Goal.
- Empty-Net-Goal: Schießt eine Mannschaft ein Tor, wenn die gegnerische Mannschaft ihren Torhüter gegen einen zusätzlichen Zocker ausgetauscht hat, so nennt man dies Empty-Net-Goal. Üblicherweise geschieht dies am Ende eines Spiels, wenn die zurückliegende Mannschaft den Fußballspieler zu Gunsten eines weiteren Feldspielers wechselt, um die Möglichkeit auf ein spielentscheidendes Tor zu erhöhen.
- Auszeit (Time-Out): jede Mannschaft kann pro Spiel eine Unterlass von 30 Sekunden nehmen.
- Strafschuss (Penalty Shot): In diesem Zusammenhang darf sich der ausführende Mensch von der Grundlinie aus allein auf den Torhüter zubewegen und versuchen, ein Tor zu erzielen. Er darf sich dabei nicht rückwärts bewegen. Der Strafschuss endet nach dem ersten Schuss. Ein Nachschuss ist nicht erlaubt. Das Spiel wird mit einem Bully fortgesetzt. Während des Strafschusses läuft die Spielzeit nicht weiter.
Strafen
Strafen werden vom Unparteiischer u. a. für folgendes Verhalten ausgesprochen:
Behinderung (interference); Beinstellen (tripping); Hoher Stock (high-sticking); Haken (hooking); Angriff gegen das Knie(kneeing); Spielverzögerung (delay of game, z.B. absichtliches Verschieben des Tores); unkorrekte Ausrüstung (z.B. Spielen mit gebrochenem Stock oder Spielen ohne Helm); Stockschlag (slashing); Stockstich (spearing); Stockendstoss (butending); Bandencheck (boarding); Cross-Check (auch Stock-Check); Check von hinten (checking from behind); Check gegen den Kopf (checking to the head); Ellbogencheck (elbowing); zu viele Spieler auf dem Eis (Wechselfehler / too many men on ice); Unsportliches Verhalten (z.B. bei Schwalben, unsportsmanlike conduct); Übertriebene Härte (roughing); Unerlaubter Körperangriff (charging); Schiedsrichterkritik (misconduct); Halten (Holding).
Für jede Bestrafung gibt es ein spezielles Handzeichen, mit dem der Berufstätiger die Sanktionierung anzeigt. Die Höhe der Züchtigung liegt (innerhalb gewisser Rahmen) im Gutdünken des Schiedsrichters. Sieht der Schiri ein Foul, zeigt er das durch heben des Arms an, das Spiel läuft jedoch so lange weiter, bis die Mannschaft, gegen die die Sanktionierung ausgesprochen wird, in Puck-Besitz gelangt. Erzielt die Mannschaft, gegen die das Foul begangen wurde, in dieser Phase ein Tor, ist die Sanktionierung hinfällig.
Mögliche Strafen und Strafzeiten :
- kleine Strafe (2 min)
- kleine Bankstrafe (2 min gegen die Mannschaft)
- große Strafe (5 min + automatisch Spieldauer-Disziplinarstrafe)
- Disziplinarstrafe (10 min)
- Spieldauer-Disziplinarstrafe (Restausschluss, Eintrag im Spielbericht: 20 min)
- Matchstrafe (5 min + Restausschluss + evtl. Spielsperren, Eintrag im Spielbericht: 25 min)
- Strafschuss (Penalty)
Die kleine, große und Disziplinarstrafe wird von dem Zocker auf der Strafbank abgesessen, gegen den die Züchtigung ausgesprochen wurde. Somit entsteht meist einen 5 gegen 4 Spielsituation (Power-Play). Disziplinar- und Matchstrafen werden meist in Komposition mit einer kleinen oder großen Sanktionierung (z.B. 2 min + 10 Disziplinarstrafe) ausgesprochen. In diesem Fall muss ein zweiter Subjekt benannt werden, der die kleine oder große Züchtigung parallel absitzt. Ist diese Züchtigung abgelaufen, darf die Mannschaft am Eis wiederholt vollzählig spielen, muss aber auf den bestraften Typ bis zum Ablauf der Disziplinarstrafe verzichten.
Gelingt der in Überzahl spielenden Mannschaft ein Tor, darf der Gamer (sofern er eine kleine Züchtigung verbüßt) sofort wiederholt auf das Eis. Auf große Strafen oder Disziplinarstrafen hat ein Tor keinen Einfluss. Abbrummen zwei Mensch auf der Strafbank, darf derjenige dessen Sanktionierung die geringere Restzeit aufweist wiederholt auf das Eis.
Die Strafen werden auf der Strafbank abgesessen (außer Penalty). Eine Ausnahmefall bildet der Torhüter: Er geht nie auf die Strafbank, statt wird bei kleinen Strafen oder der ersten Disziplinarstrafe durch einen vom Kapitän beziehungsweise Trainer oder Coach zu bezeichnenden Zocker vertreten, der zur Zeit des Vergehens auf dem Eis war. Bei einer großen Züchtigung oder der zweiten Disziplinarstrafe wird der Torhüter gleich vom Rest des Spiels ausgeschlossen.
Ein Spieler, der in einer laufenden Herrschaft oder einem Wettkampf die zweite Spieldauer-Disziplinarstrafe bekommt, kann je nach Vorschrift für das nächste Meisterschafts- oder Turnierspiel gesperrt werden. Eine Matchstrafe kann eine Sperre für das nächste Spiel nach sich ziehen, je nach Verfügung und je nach Bewertung des Vergehens durch die zuständige Instanz kann die Sperre auch auf zahlreiche Spiele ausgedehnt werden.
Wird gegen alle beide Mannschaften gleichzeitig eine gleiche Anzahl von Strafen ausgesprochen, so müssen die betreffenden Subjekt zwar die Bestrafung auf der Strafbank absitzen, die beiden Mannschaften bleiben aber am Feld in der gleichen Spielstärke wie vor den Vergehen. Einzige Ausnahme: Alle beide Mannschaften spielen in voll von Stärke und alle beide Mannschaften erhalten genau je eine kleine Strafmaßnahme - in diesem Fall wird mit vier gegen vier Feldspielern weitergespielt. Eine Mannschaft kann durch Strafen nie auf weniger als drei Feldspieler zusammengeschrumpft werden. Im Fallgrube der dritten Strafe, die zu einem Mann weniger am Eis führen würde, muss der betreffende Glücksspieler zwar auf die Strafbank, die Strafzeit beginnt jedoch erst zu laufen, nachdem eine Strafzeit eines im Vorhinein bestraften Spielers abgelaufen ist (aufgeschobene Strafe).
Besonderheiten in Mitteleuropa
Die höchste Liga in Deutschland ist seit 1994/95 die Deutsche Eishockey-Liga (DEL), die den Beinamen „1. Bundesliga“ trägt, in Österreich ist es die Österreichische Eishockey-Liga, in der Helvetia die Nationalliga A, in Tschechien die Extraliga.
Im Gegensatz zu anderen Sportarten gibt es in der deutschen Eishockeyliga kein Unentschieden, um rein taktische Spiele zu vermeiden. Steht ein Spiel nach regulärer Zeit unentschieden, so wird in der Vorrunde direkt durch Penaltyschießen entschieden. In den Play-Offs wird eine Verlängerung gespielt, die sofort endet, wenn eine der beiden Mannschaften ein Tor erzielt. Fällt kein Tor, so entscheidet ein Penaltyschießen.
Ab der Saison 2006/07 wird in der DEL auch während der Vorrunde eine fünfminütige Verlängerung mit jeweilig 4 Feldspielern im Sudden-Death-Modus gespielt.
Die Punkteverteilung ist folgendermaßen:
- Sieg innerhalb der regulären Spielzeit:
- 3 Punkte für den Gewinner, 0 für den Verlierer
- Sieg durch Verlängerung oder Penalty-Schießen nach der regulären Spielzeit:
- 2 Punkte für den Gewinner, 1 Punkt für den Verlierer.
Diese Regel findet in der Schweizerische Eidgenossenschaft in dieser Saison noch keine Anwendung, hier wird bei einem Unentschieden nach torloser Verlängerung ganz Mannschaft ein Punkt zugesprochen. Bei einem Sieg werden dem Charakter 2 Punkte zugesprochen. Ab nächster Saison wird dies allerdings wie in Deutschland gewertet
Die Herrschaft wird in fast allen Ligen durch ein Play-Off ermittelt, für das sich die besten Mannschaften des Grunddurchganges qualifizieren. In der ersten Runde trifft die nach dem Grunddurchgang am günstigsten platzierte Mannschaft gegen die am schlechtesten platzierte, die zweitbeste auf die zweitschlechteste usw. - die Champion spielen dann in der nächsten Runde weiter, bis die zwei letzten Mannschaften feststehen und das Finale austragen. Die Begegnungen werden in der Regel als Reihe von Spielen ausgetragen bei denen 4 (Best-of-Seven), 3 (Best-of-Five) oder 2 (Best-of-Three) Siege zum Aufstieg in die nächste Runde vorgeschrieben sind. Steht der Aufsteiger fest, werden die verbleibenden Spiele nicht ausgetragen.
Amtierende Meister:
- Deutschland: Eisbären Berlin (Saison 2005/06)
- Österreich: EC VSV (Saison 2005/06)
- Schweiz: HC Lugano (Saison 2005/06)
- Tschechien: HC Hamé Zlín (Saison 2004/05)
- Schweden: Färjestads BK (Saison 2005/06)
Internationale Turniere
Für die Eishockeynationalmannschaften vorhanden verschiedene bedeutende internationale Turniere. Der offiziellen Rangfolge der Internationalen Eishockey-Föderation entsprechend ist in diesem Fall das Olympische Eishockey-Turnier, welches seitdem 1924 bei den Winterspielen stattfindet, das bedeutendste Spiel für Nationalmannschaften. Darüber auf finden seitdem 1920 offizielle Weltmeisterschaften der IIHF statt, welche in erster Linie für die europäischen Teams eine große Bedeutung besitzen.
Da die nordamerikanische National Hockey League für die Weltmeisterschaften der Herren ihre Saison alltäglich nicht unterbricht und auch für die Olympischen Spiele bisherig nur 1998 und 2002 eine Auszeit eingelegt hat, ist das Ansehen dieser Turniere in Kanada und den USA relativ schlecht. In erster Linie den Weltmeisterschaften wird dabei vorgehalten, dass bei ihnen nicht die besten Mensch der Welt spielen würden und sie deshalb keinen echten Weltmeister küren könnten. Hinzu kommt, dass bis 1976 nur Amateure an den Weltmeisterschaften teilnehmen durften, so dass z.B. Kanada lange ihren Amateurmeister zur Titelkampf schickte. Aus diesem Grund wurde der Meister der kanadischen bzw. nordamerikanischen Profiliga nachhaltig als „World Champion“ tituliert.
Bei dem Olympischen Eishockey-Turnier ist deshalb in diesen Tagen der World Cup of Hockey zum wichtigsten Wettkampf im Eishockey geworden. Er wird von der NHL in Zusammenarbeit mit der IIHF in Linie gebracht und fand bis dato1996 und 2004 statt. Da das Wettkampf vor Beginn der NHL-Saison stattfindet, können hier die besten Typ aller Nationen teilnehmen, wobei die Bedeutung zunächst in Nordamerika deutlich erhöht wird.
Aber es gibt auch internationale Vereinsturniere: Das wohl bekannteste und traditionsreichste Wettkampf ist der Spengler Cup, der schon seither 1923 jährlich in Davos in der Schweiz ausgetragen wird. Rekordsieger ist der Gastgeber, der HC Davos.
Ein zweiter europäisch wichtiger Vereinswettbewerb ist der IIHF European Champions Cup. Die Landesmeister der nach IIHF Weltrangliste sechs besten europäischen Eishockeyverbände treffen dabei seitdem 2005 jährlich aufeinander. Der erste Cup fand im Januar 2005 im russischen St. Petersburg statt. Bester wurde der russische Meister Avangard Omsk. Der European Champions Cup ist Nachfolger der European Hockey League, des wichtigsten Vereins-Wettbewerbs Europas von 1996 bis 2000. Diese war wiederum Nachfolger des Europapokals der Landesmeister, der von 1965 bis 1996 über 30 Jahre lang jährlich stattfand. Der Eishockeysport scheint, mindestens vorläufig, nicht geeignet zu sein für ein vergleichbares Gesamteuropäisches Klubturnier wie die Champions-League im Fussball.
Berühmte Eishockey-Spieler
Verschiedene Spielerinnen und Mensch haben weltweite Beliebtheit erlangt und sind in die internationale oder eine nationale Hockey Hall of Fame aufgenommen worden. Die berühmtesten unter ihnen sind die Kanadier Wayne Gretzky („The Great One“), Mario Lemieux, Steve Yzerman, Joe Sakic und Patrick Roy sowie der Tscheche Jaromír Jágr, der Schwede Peter Forsberg, der Landsmann Mike Modano und der ehemalige sowjetische Nationaltorhüter Wladislaw Tretjak. Bei den Frauen haben zuallererst die Kanadierinnen Manon Rheaume und Hayley Wickenheiser weltweiten Ruhm erfahren. Nicht als Spieler, anstelle als Naziverbrecher, machte sich ein Staatsbürger in der Kanadischen Nationalmannschaft des Jahres 1914 einen zweifelhaften Namen: Joachim von Ribbentrop.
Siehe auch: Liste der Eishockeyspieler, Kategorie:Eishockeyspieler
Sonstiges
Eishockey ist der schnellste Mannschaftssport. Der Puck bewegt sich mit so weit wie 190 km/h. Ein Hockeyball erreicht Geschwindigkeiten von so weit wie 160 km/h.
Eishockey ist ein körperbetonter Sport, bei dem es hin und nochmal auch zu handfesten Auseinandersetzungen zwischen den Spielern kommen kann. In der Regel sind diese Auserinandersetzungen schnell unterbunden und enden ohne Verletzungen, jedoch gab und gibt es auch aber und abermal Vorfälle, die schwere Verletzungen nach sich zogen. Für eine ausführlichere Darstellung siehe: Gewalt im Eishockey.
Literatur
- Eckert, Horst : Eishockey-Guide / Copress, 2002 ISBN 3-76790-800-X
- Eckert, Horst : Eishockey Lexikon / Copress, 1993 ISBN 3-76790-407-1
- Eckert, Horst : Eishockey-Weltgeschichte / Copress, 1989 ISBN 3-76790-235-4
- Klein, Günter : Dreißig Jahre Eishockey-Bundesliga / Copress, 1988 ISBN 3-76790-289-3
- Klein, Günter : Die Droge Eishockey / Wero Press, 2002 ISBN 3-98059-918-3
- Müller, Stephan : Deutsche Eishockey Meisterschaften / BoD GmbH Norderstedt, 2000 ISBN 3-83110-997-4
- Müller, Stephan : International Ice Hockey Encyclopedia 1904-2005 / BoD GmbH Norderstedt, 2005 ISBN 3-8334-4189-5
- Reichelt, Patrick : Superliga DEL / Agon, 2004 ISBN 3-89784-247-5
Weblinks
| (TID 646251) | Wiktionary: Eishockey – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
(TID 222120)
| (TID 646251) | Commons: Eishockey – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
| (TID 646251) | Wikinews: Themenportal Eishockey – aktuelle Nachrichten |
(TID 342006)
- Internetseite der Deutschen Eishockey-Liga
- Website über die österreichische Liga und NHL
- Deutscher Eishockeybund
- Internetseite zum deutschen und internationalen Eishockey
- Deutsches Fraueneishockey
- Informationen über Vereine und Stadien
- Webseite des österreichischen Eishockeyverbandes
- Schweizer Eishockeyverband
- Schweizer Fraueneishockey
- Schweizer Eishockey-Portal mit Resultaten aus den 3 höchsten Ligen
- Informationsportal zum Schweizer Eishockey
- SPOOR.ch - internationales Eishockeyportal
- Regeln der IIHF (PDF)
- Die nordamerikanische Profiliga NHL (englisch)
- Homepage der Hockey Hall of Fame (englisch)
- Eishockeyportal Tschechien (tschechisch)
- Ice hockey news and events (englisch)
Eine Zusammenstellung von Bildern bietet die Galerie.
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