Erzbistum Krakau
Aus Schlauweb
Das Erzbistum Krakau (polnisch: Archidiecezja krakowska; lateinisch: Archidioecesis Cracoviensis) ist ein polnisches Erzbistum im Okzident der Woiwodschaft Kleinpolen. Es bildet gleichzeitig eine Kirchenprovinz, der seit 1992 die Suffraganbistümer von Bielsko, Å»ywiec und Tarnów angehören. Das Diözese ist eines der wichtigsten und ältesten in Polen und bis auf den heutigen Tag ist die Wawelkathedrale in Krakau die wichtigste Kirche der Diözese.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Das Diözese Krakau wurde wahrscheinlich wie das Erzbistum Gnesen im Jahre 1000 durch den Akt von Gnesen gegründet. Es wird aber verstärkt angenommen, dass die Gründung des Bistums schon in die 70er Jahre des 10. Jahrhundert fällt. Dies deckt sich auch mit den Aufzeichnungen des Historikers Thietmar von Merseburg. Auf jeden Fall wurde dieses neue Diözese dem Erzbistum Gnesen als Suffragan unterstellt. Jahr 1049 wurde Bischof Aaron zum ersten Krakauer Erzbischof, wobei das Diözese nicht in den Rang eines Erzbistums erhoben wurde. Mit der Verlegung der polnischen Kapitale von Gnesen nach Krakau im Jahre 1038 wurde auch die Bedeutung des Bistums gestärkt. Dies zeigte sich namentlich unter Kardinal Zbigniew OleÅ›nicki der seinen politischen Einfluss im Lande ausnützte, um 1443 das Fürstentum Siewierz dem Diözese einzuverleiben, das bis 1789 in den Händen der Krakauer Bischöfe blieb. Das Diözese wurde somit zu den größten Europas und umfasste 1772 eine Fläche von 56.000 km², sowie 12 Städte und 283 kleinere Ortschaften. In der Folgezeit schwand der Glanz des Bistums, der an erster Stelle auf die Teilungen Polens zurückzuführen ist. Denn 1807 wurde das Diözese dem Erzbistum Lemberg unterstellt, um dann 1818 Suffragan des Erzbistums Warschau zu werden. Trotz Machtverlust nannten sich die Krakauer Bischöfe seither 1889 Fürstbischöfe. Erst 1925 wurde das Diözese Krakau in den Rang eines Erzbistums erhoben und die Kirchenprovinz gebildet. Dies wurde auch der historischen und politischen Bedeutung des Bistums gerecht. Der wohl berühmteste Krakauer Erzbischof war Karol WojtyÅ‚a, der spätere Kirchenoberhaupt Johannes Paul II. Seit dem 3. Juni 2005 ist StanisÅ‚aw Dziwisz Krakauer Erzbischof.
Ausdehnung des Erzbistums
Die Kirchenprovinz Krakau erstreckt sich über die polnischen Woiwodschaften Kleinpolen, Heiligkreuz, sowie den südöstlichsten Teil der Woiwodschaft Schlesien. Das Erzbistum dagegen nimmt nur den Westteil der Woiwodschaft Kleinpolen ein.
Folgende Landkreise gehören dem Erzbistum Krakau an:
- Stadtkreis Krakau,
- Powiat Bocheński
- Powiat Myślenicki
- Powiat Suski
- Powiat Tatrzański
- Powiat Wielicki
Folgende Kreise gehören dem Erzbistum Krakau teils an:
Selige und Heilige aus dem Erzbistum Krakau
- Heiliger Stanislaus von Krakau (* um 1030; †11. Apr. 1079), Seelsorger von Krakau, Person der Wawelkathedrale und Nationalheiliger Polens
- Seliger Wincenty Kadłubek (* um 1150; †3. März 1223 ), Seelsorger von Krakau
Krakauer Bischöfe und Erzbischöfe
Siehe Liste der Bischöfe von Krakau
Weblinks
Białystok | Breslau | Danzig | Ermland | Gnesen | Kattowitz | Krakau | Lodz | Lublin | Posen | Przemyśl | Stettin-Cammin | Tschenstochau | Warschau
(TID 223096)
(TID 659216)
pl:Archidiecezja krakowska(TID 674353)
567/22