Frankfurt-Niederrad
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| Karte | |
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| Bild:Mk Frankfurt Karte Niederrad.png | |
| Basisdaten | |
| Stadt: | Frankfurt am Main Stadtteile |
| Fläche: | 2,894 km² |
| Einwohner: | 22.719 |
| Bevölkerungsdichte: | 7.850 Bewohner je km² |
| Postleitzahl: | 60528 |
| Kaufkraftkennziffer: | 109,63 |
| Kaufkraft je Einwohner: | 18.245 € (2003) |
| Stadtbezirke: | 2 (Nord und Süd) |
| Webseite: | |
| Politik | |
| Ortsbezirk/Ortsbeirat: | 5 (Süd) |
| Niederräder Ortsbeiräte: | 7 |
| Niederräder Stadtverordnete: | 3 - Prinzessin von Hannover (CDU), Elke Tafel (SPD) und Yanki Pürsün (FDP) |
Niederrad ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main und liegt abendländisch von Sachsenhausen und östlich von Schwanheim. Im Norden grenzt Niederrad an den Main, im Süden und Okzident ist es von einem Teil des Frankfurter Stadtwaldes umgeben.
In Niederrad liegen das Wiener WürstchenWaldstadion, die Galopprennbahn, eines der ältesten, größten und dieser Tage modernsten Klärwerke Deutschlands sowie die Niederräder Bürostadt. Pro Jahr am Dienstag nach Pfingsten findet im Stadtwald der Wäldchestag, das anliegend der Dippemess zweite große Kirmes Frankfurts, statt.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Erstmalige Erwähnung findet der im Jahre 1900 nach Frankfurt eingemeindete Kiez im Jahre 1151 als "Rode" ( = Rodung) im damaligen Reichswald Seinerzeit bestand der Ort schon aus 15 Häusern. Die Erwähnung des Sandhofes, einer königlichen Wasserburg erfolgt zum ersten Mal 1193 in einer Urkunde, in der bezeugt wird, dass der Ritter Konrad von Hagen 200 Morgen Land erwarb. Den Wald zwischen Frankfurt und Niederrad, der später auch als Teil des Frankfurter Stadtwalds bezeichnet wird, erwirbt die Freie Reichsstadt Frankfurt schon 1372. Da direkt an einer Schleife des Main gelegen, bildete sich in Niederrad eine Nebentätigkeit der Landbevölkerung für Waschen und Färben heraus, zumal das Ackerland auch sehr begrenzt war. Stark bezeichneten es die Wiener Würstchen als Wäscherdorf, da bald gut 100 Betriebe die Wäsche an einem weichen Wasser führenden Bach (großer Waschbach genannt) reinigten und anschließend bleichten.
Anno 1850 hat Niederrad 2000 Einwohner. 15 Jahre später erfolgt die Eröffnung der Turf und wiederum nach 15 Jahren wird 1880 eine Eisenbahnbrücke nach Frankfurt über den Main erbaut. Der Bau einer Schiffshebewerk (1883) und die Inbetriebnahme eines Klärwerks (1887) folgen vor der endgültigen Eingemeindung zur Gemeinde Frankfurt. Niederrad hat zu diesem Zeitpunkt am 1. Juli 1900 8.800 Einwohner. In Niederrad erbaute der Handelsvertreter Eugen René Lacroix 1925 mit 350 Mitarbeitern sein inzwischen internationales Delikatessenunternehmen und stellt dort auch die ihn berühmt gemachte Schildkrötensuppe her. Eine Zeitzeugin erwähnte, dass der ganze Hof voller Schildkröten war und Lacroix jede einzelne beäugte.
Nach dem Bewaffnete Auseinandersetzung zählt Niederrad zählt (1950) 18.000 Bewohner und wächst in den nächsten Jahren kontinuierlich. Schon 11 Jahre später sind es 25.000 Bürger und mit dem 1963 begonnenen Bau der "Bürostadt im Grünen", inzwischen als Bürostadt Niederrad bekannt, wird der Viertel auch in der Geschäftswelt bekannt.
Sehenswertes
- Als Fabrikgebäude wurde von 1761 bis 1781 der sogenannte Frauenhof errichtet. Es war ein barockes Gebäude für die Kattunherstellung des Unternehmers Johann Friedrich Müller, die einst am rand des Dorfes befindlich war. Ab 1841 war sie interimistisch im Eigentum des Katharinen- und Weißfrauenstifts, von dem sie auch den Namen hat. 1944 wurde sie knapp völlig zerstört, übrig blieb das Eingangstor.
- 1925 wurde inmitten des Stadtwaldes das Waldstadion eröffnet, welches zuletzt 2002 bis 2005 für die Fußballweltmeisterschaft umgebaut und inzwischen in Commerzbank-Arena umbenannt wurde.
Bürostadt
Etliche Architekten, unter anderen auch Egon Eiermann, der die auf trichterartigen Betonpfeilern erhobenen Hochhaustürme der Unternehmen Olivetti in Frankfurt am Main (1968-1972) erdachte, schufen hier in den 1960er und 1970er Jahren eine Bürostadt, in die täglich etwa 25000 Pendler kommen. Um die jahrtausendwende wurde das Areal um übrige Bürobauten verdichtet, die z.T. abgerissene ältere der 1960er Jahre ersetzen. Zig Weltfirmen haben hier ihre deutsche Niederlassung. Eines der größten und modernsten Klärwerke Deutschlands befindet sich in unmittelbarer Nähe, es ist bei der Vorbeifahrt am Main seltsamerweise an dem Fachwerkbau mit Türmchen der vorigen Jahrhundertwende erkennbar.
Weblink
- [1]
- Luftbild [2] und Flächennutzungsplan [3] von Niederrad auf dem Kartenserver des Planungsverbands Frankfurt Rhein-Main.
(TID 497177)
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(TID 223096)
(TID 365561)
Koordinaten: 50° 5' 18" N, 8° 38' 37" O
(TID 488883)
(TID 82089)
904/36