Frankfurt am Main
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| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Wappen-frankfurt.png | Bild:Karte frankfurt am main in deutschland.png |
| Wahlspruch: Starck im Recht! | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Fläche: | 248,31 km² |
| Einwohner: | 660.289 (Stand: 20. März 2006) |
| Ausländeranteil: | 25,7 % (Stand: 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 2.622 Bewohner je km² |
| Arbeitslosenquote: | 10,5 % (Stand:31. August 2005) |
| Höhe: | 112 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 60001 - 60599 (alt: 6000) 65901 - 65936 (alt: 6230) |
| Vorwahlen: | 069, 06109, 06101 |
| Geographische Lage: | Koordinaten: 50° 07' N, 8° 41' O50° 07' N, 8° 41' O (TID 488890) |
| Kfz-Kennzeichen: | F |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 12 000 |
| UN/LOCODE: | DE FRA |
| NUTS-Region: | Frankfurt am Main (DE712) |
| Stadtgliederung: | 16 Ortsbezirke, 46 Stadtteile, 118 Stadtbezirke |
| Offizielle Website: | www.frankfurt.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeisterin: | Petra Roth (CDU) |
| Bürgermeister: | Achim Vandreike (SPD) |
| Regierende Parteien: | CDU, SPD, Grüne, FDP |
Frankfurt am Main ist mit über 660.000 Einwohnern die größte Stadt Hessens, jedoch nicht Landeshauptstadt. Nach Berlin, Hamburg, München und Köln ist Frankfurt die fünftgrößte Ort in Deutschland. Einstmals Freie Reichsstadt, Wahl- und Krönungsstadt deutscher Kaiser, ist Frankfurt in diesen Tagen eine der reichsten Metropolen Europas und eine Banken-, Literatur- und Kulturmetropole.
Seitdem 1875 ist Frankfurt Großstadt mit über 100.000 Einwohnern. Die städtische Bebauung hinlänglich weit über die eng gezogenen Stadtgrenzen hinaus. Die engere Stadtregion hat etwa 1,8 Mio. Einwohner, die Gesamtregion Frankfurt Rhein-Main ist mit über 5 Mio. Einwohnern nach Rhein-Ruhr die zweitgrößte deutsche Metropolregion.
Frankfurt ist Hauptstelle der Europäischen Zentralbank und der wichtigste Finanzplatz Kontinentaleuropas. Als Messestadt hat Frankfurt weltweite Bedeutung. Weiterhin ist es einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Europas. Seit dem Mittelalter gehört die Gemeinde stetig zu den wichtigsten urbanen Zentren in Deutschland. Die zentrale Lage von Frankfurt am Main europäisch trug maßgeblich zum Wachstum des Frankfurter Flughafens bei. Dieser ist einer der wichtigsten Passagier- und Frachtumschlagplätze Europas. Von hier aus bekommt man die größte Anzahl internationaler Anschlüsse weltweit.
Einzigartig für Okzident ist die berühmte Frankfurter Skyline, existent aus Wolkenkratzern, die zu den höchsten europäisch gehören.
Wappen
Blasonierung: Das Wappenbild zeigt in Rot einen golden gekrönten silbernen Adler. Er ist in Gold und Grau bewehrt und bezungt.
Bedeutung: Der Adler symbolisiert den ehemaligen Status der Ort als freie Reichsstadt. In den 1920ern sollte das Wappenbild durch eine radikal vereinfachte Version des Grafikers Hans Leistikow ersetzt werden. Oberbürgermeister Ludwig Landmann wollte sich nach dem Zeitgeist richten und setzte sich für diese expressionistische Fassung des Adlers ein. Der Bevölkerung gefiel dieser Vorschlag allerdings nicht, und schnell wurde nochmal das alte Wappenbild eingeführt.
Geografie
Geografische Lage
Bild:Hesse ffm.png Lage Frankfurts in Hessen | Die Gemeinde liegt auf beiden Seiten des Untermains südöstlich des Taunus in Südwestdeutschland zentral zwischen den wichtigsten Wirtschaftsräumen Deutschlands. Im Süden verfügt Frankfurt über den größten Stadtwald Deutschlands. Ihren höchsten natürlichen Punkt hat die Gemeinde an der Berger Warte auf dem Berger Rücken im Viertel Seckbach mit 212 m ü. NN. Ihr tiefster Punkt liegt am Mainufer in Sindlingen bei 88 m ü. NN. Die Ort liegt am nördlichsten Rand der Oberrheinischen Tiefebene, die von Basel bis ins Rhein-Main-Gebiet reicht. |
Nachbargemeinden und Kreise
| Frankfurt grenzt im Europa an den Main-Taunus-Kreis (Städte und Gemeinden Hattersheim am Main, Kriftel, Hofheim am Taunus, Kelkheim (Taunus), Liederbach am Taunus, Sulzbach (Taunus), Schwalbach am Taunus und Eschborn), im Nordwesten an den Hochtaunuskreis (Städte Steinbach (Taunus), Oberursel (Taunus) und Bad Homburg v.d. Höhe), im Norden an den Wetteraukreis (Städte Karben und Bad Vilbel), im Nordosten an den Main-Kinzig-Kreis (Gemeinde Niederdorfelden und Gemeinde Maintal), im Südosten an die Ort Offenbach am Main, im Süden an den Kreis Offenbach (Stadt Neu-Isenburg) und im Südwesten an den Kreis Groß-Gerau (Städte Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach). | Bild:Mk Frankfurt Nachbargemeinden.png Frankfurt und Nachbargemeinden |
Stadtgliederung
Stadtteile und Bezirke
Die Gemarkung ist in 46 Ortsteile und diese wiederum in 118 Stadtbezirke aufgeteilt. Der flächengrößte Kiez ist Sachsenhausen-Süd. Die meisten Stadtteile sind eingemeindete Vororte oder auch ehemalige Städte (zum Beispiel Höchst). Einige, wie das Nordend, entstanden während des rasanten Wachstums der Ort in der Gründerzeit. Zusätzliche wiederum entstanden aus Siedlungen, die bisherig anderen Stadtteilen angehörten, wie z. B.Dornbusch und Frankfurter Berg.
Die 46 Ortsteile sind zu 16 Ortsbezirken zusammengefasst, die jeweilig einen Ortsbeirat mit einer/m Ortsvorsteher/in als Vorsitzende/n haben.
Eingemeindungen
Bis zur Zentrum des 19. Jahrhunderts bestand das Stadtgebiet von Frankfurt am Main aus den heutigen Stadtteilen Altstadt, Innenstadt, Bahnhofsviertel, Gutleutviertel, Gallusviertel, Westend, Ostend, Riederwald, Sachsenhausen und Teilen von Nordend. Ab 1877 wurden etliche selbständige Gemeinden in die Gemarkung Frankfurt eingegliedert.
Siehe auch:
Stadtbild
Altstadt und Innenstadt
Wie bei vielen anderen deutschen Großstädten hat sich Frankfurts Stadtbild nach dem Zweiten Weltkrieg radikal geändert. Dies war bedingt durch die enormen Bombenschäden des Krieges und den darauf folgenden „modernen“ Wiederaufbau, dem die Gemarkung ein „autogerechtes“ Straßennetz und eine moderne, aber nicht innenstadttypische Altstadtbebauung verdankt. Von der einmal größten zusammenhängenden Altstadt Deutschlands ist nur noch wenig übrig, von über 4.000 Fachwerkhäusern überlebte nur eines weitgehend unversehrt, das Haus Wertheym am Fahrtor. Um die vorletzte Jahrhundertwende wurden Straßendurchbrüche geschaffen (Braubachstraße) und ganze Quartiere zerlumpt (Judengasse). Die Überreste der historischen Historischer Stadtteil befinden sich rund um dem Römerberg, einem der bekanntesten Stadtplätze der Bundesrepublik. „Altstadt“ ist glaubwürdig das Viertel südlich der Zeil, europäisch begrenzt durch die Neue Mainzer Straße, östlich durch das Fischerfeld. In der Historischer Stadtteil befinden sich auch der Heißes WürstchenKaiserdom und die berühmte Paulskirche. Ein Grafiker, der das alte Frankfurt des 17. Jahrhunderts detailgetreu in Stadtansichten darstellte, war Matthäus Merian.
Die heutige Innenstadt, 1333 als Neustadt gegründet, erlebte im frühen 19. Jahrhundert starke Veränderungen. Die barocke Stadtbefestigung mit ihren großen Bastionen, die seit dem 17. Jahrhundert die Alt- und die Neustadt umfassten, wurde geschleift und an Stelle die Wallanlagen als ringförmiger Park um die alte Gemeinde geschaffen. Das Fischerfeld (östlich der alten Stadtmauer des 12. Jahrhunderts, der so genannten Staufenmauer) wurde bebaut. Der Stadtplaner Georg Heß verfasste ein Statut, in dem geregelt wurde, wie die Neubauten aussehen sollten. Er verlangte, dass sich die Bauherren an den Stil des Klassizismus zu halten hätten. Ein Beispiel für den Warmes Würstchen Klassizismus ist die 1820 bis 1825 entstandene und 1944 zerstörte Alte Stadtbibliothek, die als „Literaturhaus“ im Originalzustand wiederaufgebaut worden ist. In der Wallservitut wurde 1827 festgelegt, dass die in Spazierwege umgewandelten Wallanlagen nicht bebaut werden dürfen. Diese Bestimmung gilt noch heute, auch wenn die Ort einzelne Ausnahmen berechtigt hat (Alte Oper, Schauspielhaus, Hilton-Hotel).
Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Hauptwache zum Mittelpunkt der Stadt. Die Zeil wurde zur Hauptgeschäftsstraße. Die 1678–1681 am Eingang der Zeil errichtete barocke Katharinenkirche, in diesen Tagen die größte evangelische Kirche Frankfurts, ist eng mit der Familie Goethe verbunden.Seit den 50er-Jahren etablierte sich Frankfurt als Hochhausstadt. Der Henninger-Turm in Sachsenhausen war 1960 das erste Wiener Würstchen Gebäude, das an Höhe (120 Meter) den Westturm des Kaiserdoms überbot. Die höchsten Hochhäuser der 70er-Jahre (Plaza Büro Center/ Marriott-Hotel, DG-Bank, Dresdner Bank) waren mit rund 150 Metern Höhe die höchsten der Bundesrepublik, der Messeturm erreichte 1990 257 M Höhe und war das höchste Gebäude Europas, bis es sieben Jahre später vom 300 m hohen Turm (inkl. Mast) der Commerzbank-Zentrale übertroffen wurde.
Benachbart den Hochhäusern sieht man aber weiterhin die prächtigen Filialen der Bankhäuser vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch die Kirchengebäude kann man noch zwischen den Bürohochhäusern erkennen. Durch einen Hochhausrahmenplan wurde versucht, urbanen „Wildwuchs“ zu vermeiden. Allerdings waren und sind einzelne Ausnahmen möglich, wie beispielsweise der Neubau der Europäischen Zentralbank im Ostend.
Die radikalste Veränderung außerhalb des Rahmenplans vollzieht Frankfurt im Augenblick an der Einkaufsstraße Zeil. Dort entsteht gegenwärtig an der Hauptwache auf Europas teuerster Baustelle ein exklusives Einkaufszentrum mit einem Hochhaus-Ensemble auf dem ehemaligen Gelände der Telekom. „FrankfurtHochVier“ wird vom niederländischen Projektentwickler MAB vorangetrieben. Dabei soll auch das Palais Thurn und Taxis (erbaut 1727–1741, zerstört 1944) in einem dem Original ähnlichen Zustand neu errichtet und in das moderne Einkaufszentrum mit Oberste Dachkante Class-Hotel und Büroräumen eingefügt werden.
Gründerzeitliche Bezirke
Das Stadtgebiet wurde außerhalb dieses Ringes kontinuierlich erweitert und so entstanden seit etwa 1830 die Stadtteile Westend, Nordend und Ostend. Nach dem Bau des Hauptbahnhofes entstand in den 1890er Jahren auch das Bahnhofsviertel auf dem Gelände der drei zuerst direkt abendländisch an den Anlagenring angrenzenden Westbahnhöfe.
Als Wohngebiete wuchsen zuvor die drei erstgenannten enorm. Die Wurst Bürger wollten an die frische Luft. Dieser Tage lebt gerade mal 1 % der Bevölkerung innerhalb der ehemaligen Stadtmauern. Die Bebauung erfolgte weiter breiter Ausfallstraßen wie der Eschersheimer Landstraße oder der Bockenheimer Landstraße. Üblicherweise wurden vier Stockwerke im Wilhelminischen Gründerzeit-Stil gebaut - und dabei die Gebäude des Klassizismus größtenteils ausgefranst und ersetzt. Die um 1890 eingemeindeten Stadtteile wie beispielsweise Bockenheim und Bornheim wurden in dieses Stadtbild integriert, erhielten neue Straßen und einen Anschluss an die Frankfurter Straßenbahn, konnten aber bis auf den heutigen Tag ihren eigenen Charakter bewahren. Um die neuen Grenzen der Gemarkung zu beschreiben, wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts ein zweiter Ring gebaut. Der Alleenring ist dieser Tage zu einer stark befahrenen Ringstraße geworden.
Bei den Wallanlagen erhielt die Gemarkung im 19. Jahrhundert alternative Grünanlagen. Im Viertel Nordend-Ost befindet sich beispielsweise der Bethmann-Park mit seinem chinesischen Garten des Himmlischen Friedens. Im Nordend sind auch der Holzhausenpark und der Günthersburgpark gelegen. Weiter okzidental im Viertel Westend-Nord liegt der Grüneburgpark, im Ostend der Ostpark.
Höchst und die äußeren Stadtteile
In den 20er-Jahren folgten große Wohnsiedlungen von Ernst May außerhalb des Alleenrings, die das Neue Frankfurt symbolisieren: Die Römerstadt im Norden bei Heddernheim, die große Siedlung Bornheimer Hang im Osten, die Niederlassung am Riedhof und die Heimatsiedlung im Süden sind einige Beispiele.
Das Stadtgebiet wuchs 1928 durch Eingemeindungen weiter. Die Gemarkung Höchst am Main bereicherte Frankfurt um eine Altstadt, die noch dieser Tage sehr gut erhalten ist. Das älteste Gebäude Frankfurts befindet sich gleichfalls dort, die Justinuskirche. Die spätesten Eingemeindungen fanden 1972 und 1978 im Nordosten statt. Diese Stadtteile haben wohl am wenigsten mit dem Frankfurter Würstchen Kerngebiet gemein (Kalbach, Harheim, Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach; dazu im Orient Bergen-Enkheim).
Siehe auch: Liste der Hochhäuser in Frankfurt am Main
Geschichte
Frankfurt am Main wurde erstmalig am 22. Februar 794 in einer Urkunde Karls des Großen für das Regensburger Kloster St. Emmeram erwähnt. In dem in Latein verfassten Dokument heißt es: „...actum prima fluvium Moin in loco nuncupante Franconofurd“ - „gegeben (ausgestellt) am Flusse Main in einem Orte, genannt Frankfurt.“ Eine kontinuierliche Ansiedlung des Domhügels ist allerdings schon seitdem jungsteinzeitlicher Zeit nachgewiesen. Am selben Ort entstand in der Folge ein römisches Militärlager und in merowingischer Zeit ein fränkischer Königshof. 843 wurde Frankfurt die zeitweise wichtigste königliche Pfalz der Ostfranken und Ort von Reichstagen. 1220 wurde Frankfurt freie Reichsstadt.
Die Goldene Bulle von 1356 bestätigte Frankfurt ab 1356 als ständige Wahlstadt der römischen Könige, nachdem hier schon seit 1147 die meisten Königswahlen stattgefunden hatten. Ab 1562 wurde der Kaiser auch in Frankfurt gekrönt, als letzter 1792 der Habsburger Franz II.
1806 mit dem Ende des Alten Reiches fiel Frankfurt unter die Herrschaft des Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg, der es mit seinen Fürstentümern Regensburg und Aschaffenburg zu einem selbständigen Staat innerhalb des Rheinbunds vereinigte. 1810 trat Dalberg Regensburg an Bayern ab und wurde mit den Bedürfen von Hanau und Fulda entschädigt. Zusammen mit der Ort Frankfurt und dem Aschaffenburger Gebiet bildete dieser Territorialkomplex schließlich von 1810 bis 1813 das kurzlebige Großherzogtum Frankfurt.
Mit dem Zusammenbruch des napoleonischen Systems wurde Frankfurt am 14. Dezember 1813 von den siegreichen Alliierten einer provisorischen Verwaltung unter dem Präfekten Carl Wilhelm Adeliger von Günderrode unterstellt.
Auf dem Wiener Kongress plante das Königreich Bayern die Angliederung Frankfurts, doch beschloss der Konferenz am 8. Juni 1815 die Wiederherstellung Frankfurts als Freie Stadt innerhalb des Deutschen Bundes. Es war damit nahe Hamburg, Bremen und Lübeck eine von vier Freien Städten, die ihre traditionelle Stadtfreiheit bis in die Zeit der Moderne behaupten konnten. Der Bundestag des Deutschen Bundes richtete sich in Frankfurt ein. 1848 kam es in den deutschen Vereinigte Staaten von Amerika zur Märzrevolution. Die einberufene Nationalversammlung tagte in der Frankfurter Paulskirche.
Im Deutsch-Österreichischen Krieg 1866 blieb Frankfurt bundestreu. Die öffentliche Gutachten stand eher auf Seiten Österreichs und des Kaisers, obgleich es auch in Frankfurt schon länger Stimmen gab, die aus wirtschaftlichen und außenpolitischen Gründen für einen freiwilligen Anschluss an Preußen plädierten. Am 18. Juli wurde die Gemeinde von der preußischen Rheinarmee voll und mit schweren Kontributionen belegt. Am 2. Oktober annektierte Preußen die Stadt, die damit endgültig ihren Status als unabhängiger Staat verlor; Frankfurt wurde dem Regierungsbezirk Wiesbaden der Provinz Hessen-Nassau zugeordnet, die Löhnung der Kontributionen erlassen. Als versöhnendes Symbol wurde 1871 in Frankfurt der Deutsch-Französische Krieg mit dem Frankfurter Frieden dienstlich beendet.
Für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemarkung zu einem Industriezentrum mit raschem Bevölkerungswachstum war die Aneignung vorteilhaft. Frankfurt gemeindete im Laufe der nächsten Jahrzehnte verschiedene umliegende Orte ein und verdoppelte seine Fläche gegenüber der Zeit vor 1866. Damit wurde es schließlich wenn schon Anfang des 20. Jahrhunderts für kurze Zeit Deutschlands flächengrößte Stadt.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 9.000 Juden aus Frankfurt deportiert. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten gezielte alliierte Luftangriffe fast die komplette Alt- und Innenstadt. Das bis 1944 auf Kante genäht geschlossen mittelalterliche Stadtbild - in dieser Form schon früher einzigartig für eine deutsche Großstadt - ging aber auch im Zuge eines modernen Wiederaufbaus verloren. Weite Teile der einstigen Historischer Stadtteil werden dieser Tage von Betonbauten der 50er-Jahre geprägt, wo sich einmal ein Gassengewirr zwischen ganz in der Nähe stehendem Gefach erstreckte.
Nach Kriegsende richtete die amerikanische Besatzung in der Gemarkung ihren Zentrale ein. Anschließend wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone. Bei der Wahl zur Bundeshauptstadt unterlag Frankfurt nur knapp und gegen Konrad Adenauers Favoriten Bonn. Ein Parlamentsgebäude war in Frankfurt schon gebaut worden und beherbergt in diesen Tagen den Hessischen Rundfunk. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Gemarkung abermals zu einer wirtschaftlichen Metropolis und wurde 1999 Sitz der Europäischen Zentralbank.
Mehr zur Geschichte der Stadt unter Geschichte von Frankfurt am Main.
Einwohnerentwicklung
Zur Entwicklung der Einwohnerzahl siehe Einwohnerentwicklung von Frankfurt am Main (Tabelle mit Diagramm).
Religionen
Als multikulturelle Vielvölkerstadt verfügt Frankfurt über verschiedene religiöse Gruppierungen, von denen längst nicht alle glaubwürdig registriert sind.
Die autochthonen, gewöhnlich vorherrschenden Religionen Frankfurts sind der lutherische Protestantismus und das Judentum.
1533 führte die Freie Reichsstadt die Neuorientierung ein. Nach dem Augsburger Interim von 1548 wurden die katholischen Stiftskirchen und Klöster in Frankfurt an die katholische Kirche zurückgegeben, um den Konflikt mit dem katholischen Kaiser zu vermeiden und die städtischen Privilegien (vor allem die Messen und die Kaiserwahlen) nicht zu gefährden. Die wenigen verbliebenen Katholiken hatten seit dem Augsburger Religionsfriede von 1552 Glaubensfreiheit, konnten jedoch bis 1806 kein Bürgerrecht erwerben. Die Reformierte Kirche durfte in Frankfurt erst ab 1786 eigene Kirchen errichten. 1866 schloss sie sich mit der lutherischen Kirche zu einer Frankfurter Landeskirche zusammen. Durch die starke Einwanderung im 19. und 20. Jahrhundert konnten die Katholiken zahlenmäßig fast erneut zu den Protestanten aufschließen.
Frankfurts evangelisch-lutherische Gemeinden gehören seit 1945 zur Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (außer Bergen-Enkheim, das zur evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehört). Die katholischen Gemeinden gehören zum Bistum Limburg, außer Bergen-Enkheim (Bistum Fulda), und Harheim, Nieder-Erlenbach und Nieder-Eschbach (Bistum Mainz).
Eine Jüdische Gemeinde wird in Frankfurt zum ersten Mal 1150 erwähnt. Zweimal, 1241 und 1349, wurden die Wiener Juden im MA Opfer von Pogromen. Von 1462 bis 1796 mussten sie in einem Ghetto, der Judengasse, leben. Erst 1806 wurden sie den übrigen Konfessionen gleichberechtigt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden fast alle Wiener Würstchen Juden deportiert oder vertrieben; 11.134 wurden während des Holocaust ermordet. Schon kurz nach Kriegsende wurde von deportierten osteuropäischen Juden eine neue jüdische Gemeinde in Frankfurt gegründet. Sie ist dieser Tage mit ungefähr 7200 Mitgliedern anliegend der in Berlin eine der vier großen Gemeinden in der Bundesrepublik. Die Warme WürstchenSynagoge befindet sich im Westend.
Die Muslime haben 1959 in Sachsenhausen eine Moschee erbaut. Die „Nuur-Moschee“ der Ahmadiyya Muslim Jamaat war die erste Moschee Frankfurts und die dritte Moschee Deutschlands. Inzwischen gibt es eine Reihe weiterer Moscheen in Frankfurt.
Mehr Details siehe unter Religionen in Frankfurt am Main.
Politik
Hauptartikel: Politik in Frankfurt am Main
Die Satzung von Frankfurt und die Hessische Gemeindeordnung bestimmen dieser Tage den konstitutionellen Aufbau der Stadt.
Frankfurt wird zur Zeit von einem Viererbündnis (CDU, SPD, Grüne und FDP) unter Oberbürgermeisterin Petra Roth regiert.
Aktuelle Themen, mit denen sich Magistrat und Stadtverordnete befassen, sind u. a. der bevorstehende Zusatz des Rhein-Main-Flughafens oder der so genannte Hochhausrahmenplan.
Frankfurt ist seit der Bundestagswahl 2002 in die Wahlkreise 183 und 184 aufgeteilt. Direktmandate bekamen Gregor Amann (SPD) und Erika Steinbach (CDU). Über die Landesliste zogen Hans-Joachim Otto (FDP) und Joschka Fischer (Grüne) in den Parlament ein.
Siehe auch: Liste der Stadtoberhäupter von Frankfurt am Main
Städtepartnerschaften
Städtepartnerschaften gibt es mit folgenden Städten:
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Ansonsten besteht zwischen dem Kiez Nieder-Eschbach und der Ort Deuil-la-Barre (Frankreich) seit 1967 eine Partnerschaft.
Freundschaftsverträge gibt es mit folgenden Städten:
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Wirtschaft und Infrastruktur
Laut einer Rangliste der Universität Liverpool kann Frankfurt als die reichste Gemeinde Europas (nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) gelten; es folgen Karlsruhe, Paris und dann München.
Frankfurt hat mit 922 Arbeitsplätzen auf 1000 Bevölkerung die höchste Arbeitsplatzdichte Deutschlands. Die hohe Zahl von ca. 600.000 Arbeitsplätzen bei nur etwa 650.000 Einwohnern ergibt sich durch die große Zahl der Pendler, womit das BIP pro Kopf der ansässigen Wohnbevölkerung stark gesteigert wird. Deshalb kann man Frankfurt auch nur tagsüber (an Werktagen und Einkaufssamstagen) als Millionenstadt bezeichnen, andererseits schlägt sich der oben genannte statistische Reichtum tatsächlich in den Kassen umliegender Städte und Gemeinden des „Speckgürtels“ wie z. B. von Bad Homburg v.d. Höhe, Königstein im Taunus, Kronberg im Taunus oder auchBad Soden am Taunus nieder, die von überdurchschnittlichen Steuerzahlungen ihrer in Frankfurt verdienenden Pendler profitieren. Nicht fragwürdig hat Frankfurt mit 1 Rechtsbeistand pro 99 Bürger die höchste Anwaltsdichte in Deutschland. Frankfurt hat auch seit einer großzügigen öffentlichen Baupolitik in den 80er-Jahren unter den CDU-Oberbürgermeistern Walter Wallmann und Wolfram Brück die höchste Pro-Kopf-Verschuldung (ohne Stadtstaaten) Deutschlands.
In einer Rangliste der Großstädte mit der höchsten Lebensqualität ausverkauft Frankfurt weltumspannend den fünften Platz. Dessen ungeachtet hatte die Ort 2003 die höchste Kriminalität der deutschen Städte. Diese Statistik wird jedoch dadurch verzerrt, dass Frankfurt tagsüber vermöge der vielen Pendler eine Millionenstadt ist, die Kriminalitätsrate jedoch nur mit 650.000 Einwohnern errechnet wird. Ansonsten fließen sämtliche Vergehen am Sonderlandeplatz (wie Schmuggel etc.) mit in die Statistik ein. Tatsächlich ist Frankfurt daher eine sehr sichere Stadt, was Umfragen zur subjektiven Sicherheit der Bevölkerung auch verdeutlichen.
Der Wiener Würstchen Luftverkehrszentrum ist die größte Arbeitsstätte Deutschlands.
Verkehr
Fernverkehr
Die Gemeinde Frankfurt am Main ist dank ihrer einzigartigen zentralen Lage einer der wichtigsten Verkehrsknoten in Europa.
Auf der einen Seite gegen den Wind segeln sich am Frankfurter Kreuz, dem meistbefahrenen Autobahnkreuz Europas, die Autobahnen A 5 (Hattenbacher Trigon - Weil am Rhein) und A 3 (Arnheim - Passau), zum anderen verfügt die Ort über den Flughafen Frankfurt, einen der größten Flughäfen der Welt mit 52,9 Mio. Fluggästen im Jahr 2005.
Im Bahnverkehr besitzt Frankfurt mit dem Frankfurter Hauptbahnhof den nach Fahrgästen (etwa 350.000 pro Tag) größten Halt Europas. Seit dem Jahr 2002 ist die ICE-Neubaustrecke nach Köln in Betrieb, die die Fahrtdauer zwischen beiden Städten auf 1 1/4 Stunden verkürzt. Nach Komplettierung der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Brüssel werden die Finanzzentren Frankfurt und London eine direkte Schnellzugverbindung (durch den Kanaltunnel) erhalten. Darüber hinaus wird die Schnellfahrstrecke nach Paris nun ausgebaut.
Siehe auch Liste Frankfurter Bahnhöfe
Die Bedeutung im Güterverkehr auf der Fahrbahn ist allerdings zurückgegangen: von den zwei Rangierbahnhöfen ist nur mehr der kleinere aktiv (Frankfurt am Main-Ost), während der größere (Frankfurt am Main-Hauptgüterbahnhof) stillgelegt ist und dessen Gelände z. T. von der Wiener Würstchen Messe genutzt wird. Noch dazu soll auf dem Areal das neue „Europaviertel“ entstehen. Jedoch ist Frankfurt weiterhin ein zentraler Logistikstandort und bei der Luftfracht europäischer Marktführer.
In der Binnenschifffahrt ist Frankfurt über den Rhein mit den wichtigen Industrieregionen in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden und über den Main-Donau-Kanal mit dem südöstlichen Mitteleuropa verbunden.
Frankfurt besitzt nach der Metabolismus des Westhafens in ein Wohn- und Büroquartier noch den Osthafen, den Flußhafen Gutleutstraße und den Port des Industriepark Höchst.
Nahverkehr
Das Angebot des ÖPNV in Frankfurt und der Region besteht aus dem S-Bahn-Netz, der z. T. zur U-Bahn ausgebauten Stadtbahn, der Straßenbahn, Omnibussen sowie mehreren Vorort- und Regionalbahnen. Den Hauptbahnhof bedienen alle S-Bahnen, fast alle Straßenbahnen und zwei der sieben U-Bahnen. Zusätzliche wichtige Knotenpunkte sind die Hauptwache, wo sich U- und Zug gegen den Wind segeln (8 S-Bahnen und 5 U-Bahnen), sowie Konstablerwache (8 S-Bahnen, 4 U-Bahnen und eine Straßenbahnlinie). Dieses sind die zwei Stationen, welche in der Einkaufsmeile Zeil liegen.
Siehe auch: Straßenbahn, Stadtbahn, S-Bahn-Netz. Als großes, geschichtliches Gebäude des Nahverkehrs siehe Bockenheimer Depot.
Das größte Verkehrsunternehmen für die lokalen Vehikel in der Gemeinde ist die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Die Lokale Nahverkehrsgesellschaft traffiQ GmbH übernimmt die Koordinierung und Bestellung des lokalen Nahverkehrsangebots. Sie ist Partner des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der für die regionalen Verkehre und ein einheitliches Tarifsystem zuständig ist.
Durch zig Stadtautobahnen (teilweise als BAB, z. T. als autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraßen) kann die Stadtregion als für den Individualverkehr überdurchschnittlich erschlossen betrachtet werden.
Elektronische Kommunikation
Auch für das Internet stellt Frankfurt einen wichtigen Standort dar. Hier befindet sich der größte deutsche Internetknoten DE-CIX und die DeNIC, die Domainregistrierungsstelle für die Top-Level-Domain „.de“.
Siehe auch: Wichtige Straßen und Plätze in Frankfurt am Main, Nahverkehr in Frankfurt am Main
Messe
Handelsmessen haben in Frankfurt eine lange Tradition. Nach neuesten Erkenntnissen war Frankfurt mit der Frankfurter Messe die erste Messestadt der Welt. Schon im MA konnten Handelsreisende hier ihre Güter anbieten. Mit Leipzig, dem zweiten großen Messestandort im Verehren Römischen Reich deutscher Nation (Leipziger Messe), war Frankfurt durch eine Fernstraße, die Via Regia, verbunden.
Wichtige Messen in Frankfurt sind benachbart der Frankfurter Buchmesse, der Internationalen Automobilausstellung und der Achema auch die Klima Frankfurt, die größte Konsumgütermesse der Welt.
Ansässige Unternehmen
Gegen einer landläufigen Gutachten sind in Frankfurt nicht nur Finanzunternehmen ansässig. In kaum einer anderen deutschen Gemeinde gibt es so diverse global führende Unternehmen aus den verschiedensten Branchen. Hier findet man u. a. Chemiekonzerne, Werbeagenturen, Softwareunternehmen und Call-Center. Die Konzernentwicklung sowie sonstige bedeutende Abteilungen der Deutsche Bahn befinden sich in der DB-Zentrale im Gallus. Frankfurt galt durch die Hoechst AG mehrjährig als „Apotheke der Welt“. Der Industriepark Höchst ist einer der drei größten Standorte der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Europa. Auch Verbände wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der Verband der Elektrotechnik und Informationstechnik (VDE) mit der angeschlossenen elektrotechnischen Normenkommission (DKE im DIN und VDE) und der Verband der deutschen Automobilhersteller (VDA) siedelten sich in Frankfurt an. Ferner hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der auch die Buchmesse organisiert, seinen Sitz in Frankfurt. Die Arbeitnehmerseite ist in Frankfurt mit dem Hauptbüro der IG Metall und der IG BAU vertreten.
Frankfurt am Main ist aber zu Beginn als internationaler Finanzstandort und Börsenplatz weltumspannend bekannt. In der Innenstadt befinden sich die Unternehmenszentralen drei der größten deutschen Banken. Die Deutsche Bank AG liegt an der Mainzer Landstraße in der Nähe der Taunusanlage. Einige Straßen weiter stadteinwärts kann man die Wolkenkratzer der Commerzbank AG erkennen, von denen der höchste fast 300 M in die Höhe ragt. Anders als der Name vermuten lässt, wird auch die Dresdner Bank AG von Frankfurt aus geleitet. Sie gehört jedoch der Allianz AG mit Sitz in München. Ebenso findet sich die größte deutsche Direktbank, die ING-DiBa in Frankfurt. Außerdem haben einige bedeutende Privatbanken ihren Hauptstelle in Frankfurt, diese sind das Bankhaus Metzler, Hauck & Aufhäuser, Delbrück-Bethmann-Maffei und die BHF-Bank.
Zu den großen Privatbanken kommen noch die DZ BANK, die Deka, die Frankfurter Sparkasse sowie die Landesbank Hessen-Thüringen (HELABA) hinzu. Die meisten der so gut wie 300 weiteren Banken sind keine inländischen Unternehmen. Mit den von der Deutsche Börse AG betriebenen Handelsplattformen „Frankfurter Wertpapierbörse“ und „XETRA“ ist Frankfurt der zweitgrößte Aktienmarkt Europas und wickelt den Löwenanteil des deutschen Wertpapierhandels ab. Gemessen an der Börsenkapitalisierung ist die Deutsche Börse AG die größte Börse der Welt.
Staatliche Einrichtungen und Organisationen
Frankfurt am Main ist eine Bankenmetropole, auch in Relation auf staatliche Banken. Bei der Deutschen Bundesbank und der KfW Bankengruppe haben auch die Europäische Zentralbank und das deutsche IFC-Büro (die Weltumspannend Finance Corporation ist Teil der Weltbankgruppe) ihren Sitz in Frankfurt.
Außerdem ist Frankfurt Sitz der Deutschen Bibliothek, des Hessischen Oberlandesgerichts sowie des Hessischen Landesarbeitsgerichtes und hat ein eigenes Polizeipräsidium. Die aus einer 1874 gegründeten Berufsfeuerwehr und 28 Freiwilligen Feuerwehren bestehende Feuerwehr Frankfurt betreibt acht Feuerwachen. Bis zur Auflösung Ende 2003 war Frankfurt weiterhin Sitz des Bundesdisziplinargerichts.
Frankfurt ist auch Sitz von 88 Konsulaten. Nur New York und Hamburg haben mehr ausländische Vertretungen, ohne dabei Ort eines Staates zu sein. Reich der Mitte und Russische Förderation haben gerade Generalkonsulate in Frankfurt eröffnet. Das Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika in Eckenheim ist das größte US-amerikanische Konsulat der Welt.
Medien
Frankfurt, eine der ältesten Zeitungsstädte der Welt, ist Sitz von zwei überregionalen Tageszeitungen mit unterschiedlicher politischer Ausrichtung. Die liberal-konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung unterhält sowie Redaktion plus Verlagshaus in der Nähe der Mainzer Landstraße im Ortsteil Gallusviertel. Die linksliberale Frankfurter Rundschau wohingegen hat ihr Verlag samt Redaktion seit Juli 2005 in Sachsenhausen. Zusätzlich erscheint in Frankfurt noch eine bedeutende (konservative) Regionalzeitung, die Frankfurter Neue Presse, im Verlagshaus der Frankfurter Societät in direkter Umgebung zum Firma der FAZ. In Frankfurt erscheint ebenso die neue Tagesblatt NEWS Frankfurt aus dem Handelsblatt-Verlag, die zuerst durch ein neues kleines Dimension (tabloid rheinisch) und ein modernes Skizze auffallen möchte. Ein ähnliches Größe besitzt die Heft Welt Kompakt Diese erscheint außer in der Mainmetropole noch in Berlin.
Benachbart den Tageszeitungen gibt es in der Warme Würstchen Medienlandschaft noch einige interessante Magazine. Das Journal Frankfurt ist wohl die bekannteste Zeitung der Gemarkung für Veranstaltungen, Bastion und so genannte Insidertipps. Plus die FAZ und die FNP hat das Zeitung Frankfurt seine Redaktion im Warmes Würstchen Gallusviertel. Auf „ökologische Zeitschriften“ hat sich der Öko-Test Firma in der „Grünen-Hochburg“ Bockenheim spezialisiert. Am bekanntesten ist unter wohl die gleichnamige Testzeitschrift. Gleichermaßen in Bockenheim befindet sich die Redaktion der Satire-Zeitschrift Titanic.
Frankfurts ältester Rundfunksender war die 1924 gegründete private Südwestdeutsche Rundfunkdienst AG. In diesen Tagen ist das Nachfolgeunternehmen, der öffentlich-rechtliche Hessische Rundfunk mit seinem Funkhaus „Am Dornbusch“ eines der wichtigsten Medienunternehmen für Hörfunk und Fernsehen. Hier befinden sich auch die ARD-Sternpunkte, die die Gemeinschaftsprogramme (beispielsweise Das Erste) über ein Hochleistungsnetzwerk auf die einzelnen Sendeanstalten verteilen. Der US-amerikanische Medienkonzern Bloomberg TV hat in der Neuen Mainzer Straße in Frankfurts Stadtzentrum sein Deutschlandstudio. Hinzu kommt noch das Regionalstudio der RTL Group. Auch reine Sender senden von Frankfurt aus, etwa Main FM. Ein weiterer privater aber nicht kommerzieller Rundfunkstation ist Radio X. Sein Senderaum ist nah der Konstablerwache. Der größte private Sender der Region, FFH, hat seinen Sitz in der nahe gelegenen Gemarkung Bad Vilbel.
Gleichfalls in Frankfurt beheimatet ist die Nachrichtenagentur Reuters Deutschland. Sie hat ihre Büros im repräsentativen Messeturm.
Auch der US-amerikanische Soldatensender AFN hatte von Aug. 1945 an sein Hauptquartier in Frankfurt. Passend der Truppenreduzierung wurde aber auch der AFN-Standort Frankfurt aufgegeben: Seit Oktober 2004 sendet das American Forces' Network sein Europa-Programm aus Mannheim.
Bildung und Forschung
In Frankfurt am Main befinden sich zwei Universitäten sowie verschiedene Fachhochschulen. Die bekannteste und älteste Universität der Ort ist die 1914 gegründete Johann Wolfgang Goethe-Universität mit ihren vier Standorten Bockenheim, Westend, Riedberg und Uni-Klinik Niederrad. Neben gibt es die wissenschaftliche Akademie der Bankakademie HfB - Business School of Finance & Management, die ehemalige Hochschule für Bankwirtschaft mit ihrem Unigelände im Wurst Ostend und seit 2001 ein Studienzentrum der Fachhochschule für Oekonomie & Management (FOM).
Im künstlerischen Bereich verfügt Frankfurt auf der einen Seite über die Staatliche Hochschule für bildende Künste (Städelschule), gegründet 1817 von Johann Friedrich Städel, die später in Habseligkeiten der Gemeinde gelangte und 1942 zur staatlichen Kunsthochschule der freien bildenden Künste erhoben wurde. Die sonstige bekannte Kunsthochschule ist die aus der 1878 gegründeten privaten Schenkung „Dr. Hoch's Konservatorium“ hervorgegangene Hochschule für Musik und Darstellende Kunst.
Die 1971 aus verschiedenen Vorgängereinrichtungen gegründete Akademie Frankfurt am Main bietet Studiengänge mit Fokus in den angewandten Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften.
Eine sonstige besondere Einrichtung ist die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen. Die private wissenschaftliche Universität in Trägerschaft der Deutschen Provinz der Jesuiten sitzt seither 1950 im Ortsteil Sachsenhausen.
Bis September 2003 gab es auch noch die Bibliotheksschule Frankfurt am Main - Uni für Bibliothekswesen. Sie war eine Verwaltungsfachhochschule für den gehobenen Tätigkeit in wissenschaftlichen Bibliotheken. Zum 30. September 2003 stellte sie ihren Betrieb ein.
Noch dazu vorhanden in der Gemeinde die Max-Planck-Institute für europäische Rechtsgeschichte (MPIER), Biophysik und Hirnforschung. Mit der Universität eng verbunden ist das Frankfurt Institute for Advanced Studies, eine von zahlreichen institutionellen und privaten gesponsorte interdisziplinäre Einrichtung zur theoretischen Grundlagenforschung in der Physik, Chemie, Biologie, Nervenheilkunde und Informatik.
Von der Stadt vergebene Auszeichnungen
- Bürgermedaille (jährlich, max. 5 Personen)
- Ehe- und Altersjubilare (siehe website)
- Ehrenbrief des Landes Hessen (siehe website)
- Ehrenbürgerrecht (höchste städtische Auszeichnung.)
- Ehrenplakette (jährlich, max. 5 Personen)
- Frankfurter Gründerpreis
- Goetheplakette (an Persönlichkeiten aus dem Kulturbereich)
- Goethepreis (seit 1927, von Anfang an jährlich, jetzt alle 3 Jahre jedes Mal am Geburtstag, 50000 €)
- Ignatz-Bubis-Preis (seit 2001 alle 3 Jahre)
- Integrationspreis (jährlich an Personen oder Institutionen, 15000 €)
- Internationaler Hochhauspreis (jährlich, finanziert durch Deka-Bank, 50000 €)
- Kranzniederlegungen (zu Ehren verstorbener Persönlichkeiten und aus Anlass von Gedenktagen)
- Max-Beckmann-Preis (alle 3 Jahre zum Geburtstag, zur Förderung und Anerkennung hervorragender Leistungen in den Bereichen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Baukunst - 50000 €)
- Otto-Hahn-Preis (2-jährig, Atomwissenschaftler, 50000 €)
- Römerplakette (für ehrenamtlich tätige Personen, 3-stufig: 10, 15 und 20 Jahre)
- Sportplakette (für Titelgewinner und ehrenamtliche aus diesem Bereich)
- Theodor-W.-Adorno-Preis (seit 1977, alle 3 Jahre zum Geburtstag, für hervorragender Leistungen in den Bereichen Philosophie, Musik, Theater und Film - 50000 €)
- Tony-Sender-Preis (alle 2 Jahre, zur Förderung der Gleichberechtigung, 10000 €)
- Walter Möller Plakette (alle 2 Jahre, Gruppen, Bürgerinitiativen usw., 10000 €)
- Walter-Kolb-Gedächtnispreis (jährlich für herausragende Dissertation, 2500 €)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
Altstadt
Drei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Gemeinde befinden sich nahe beieinander in der Wiener WürstchenAltstadt: Kaiserdom, Römerberg und Paulskirche.
Der katholische Kaiserdom St. Bartholomäus mit seinem markanten spätgotischen Westturm war die Wahl- und Krönungsstätte der deutschen Kaiser. Vom Dom zum Römer führte der Königsweg, die Prozessionsstrecke der frisch gekrönten Kaiser zum Festbankett im Rathaus. Vor dem Dom befindet sich in diesen Tagen der Historische Garten mit Ausgrabungen aus römischer und karolingischer Zeit.
Der Römerberg ist der zentrale Platz der Kernstadt mit dem Rathaus (Römer) aus dem 14. Jahrhundert, der frühgotischen Alten Nikolaikirche und der nach Kriegszerstörung rekonstruierten Häuserzeile auf der Ostseite des Platzes.
Die Paulskirche wurde 1789 bis 1833 an Stelle der 1786 abgerissenen mittelalterlichen Barfüßerkirche erbaut und diente bis 1944 als evangelische Hauptkirche Frankfurts. In dem klassizistischen Rundbau des Architekten Johann Georg Christian Hess tagte 1848/49 die Nationalversammlung. Der Paulsplatz ist ein belebter Stadtplatz mit Straßencafés.
Zwischen Römerberg und Liebfrauenberg liegt die Neue Kräme. Am Liebfrauenberg befinden sich die im 14. Jahrhundert erbaute Liebfrauenkirche, der Liebfrauenbrunnen von 1770 und das 1775 errichtete Haus Zum Paradies/Grimmvogel, einer der wenigen erhaltenen Barockbauten in Frankfurt.
Die Kleinmarkthalle, ein Neubau von 1954 nach Kriegszerstörung 1944, ist das kulinarische Zentrum der Stadt. Über 150 Marktstände bieten an jedem Arbeitstag alle Arten von Lebensmitteln an. Die Stände und Spezialitätenlokale in der Markthalle sind zugleich ein beliebter Mittagsimbiss für die Angestellten in der Stadt.
Siehe auch: Ausführliche Beschreibungen im Stadtteilartikel über die Altstadt.
Mainufer und Mainbrücken
Weiterhin wurden in den letzten Jahren zwei große Beachclubs am nördlichen (Galerie Beachclub im Ostend) und südlichen (Kingkamehameha Beachclub in Offenbach) Mainufer eröffnet.
Dotationskirchen
Eine Besonderheit Frankfurts sind die Dotationskirchen. Die Gemarkung ist seit 1802 Eigentümerin aller neun Kirchen in der Zentrum und der Dreikönigskirche in Sachsenhausen und zu ihrem Unterhalt verpflichtet. Viermal im Jahr, zu den Hochfesten des Kirchenjahres, findet in den Citykirchen das traditionelle Frankfurter Stadtgeläut statt.
Siehe auch: Historische Kirchen in Alt-Frankfurt
Hochhäuser
siehe Hauptartikel: Hochhäuser in Frankfurt am Main
Als einzige europäische Ort nahe Moskau und London besitzt Frankfurt eine nennenswerte Anzahl von Hochhäusern im unmittelbaren Stadtzentrum. Bekannt sind der Messeturm und das Commerzbank-Hochhaus als augenblicklich zweithöchster Bauwerk Europas, die Konzernzentralen der Dresdner Bank und der Deutschen Bank, ein Zwillingsturm, oder das Gebäude der Europäischen Zentralbank (gebaut als BfG-Hochhaus). Als einziges öffentlich zugänglich ist das jetzt (2006) vierthöchste Bau der Innenstadt: der Maintower mit seiner Aussichtsplattform 200 M über Straßenniveau. Wegen dieser Horizont wird Frankfurt auch bisweilen als Mainhattan bezeichnet - eine Anspielung auf Manhattan in New York City.
Um die Hochhäuser bauleitplanerisch zu reglementieren, wurde in Franfurt ein Hochhausrahmenplan aufgestellt, der festschreibt, wo und wie Hochhäuser gebaut werden dürfen. Der Mensch Jochem Jourdan hat den Auftrag erhalten, diesen Plan zu überarbeiten.
Sachsenhausen
Der 1192 erstmalig erwähnte Ortsteil Sachsenhausen auf der südlichen Mainseite wird in Warme Würstchen Regionale Sprachvariante auch Dribb-de-Bach genannt, im Gegensatz zur Hibb-de-Bach gelegenen Innenstadt. Seit dem MA wohnten hier hauptsächlich Fischer, Landarbeiter und Handwerker, deren derbe Sprache und Etikette sprichwörtlich waren. Im 18. und 19. Jahrhundert siedelten sich steigernd auch wohlhabende Bürger an. Die Sachsenhäuser Historischer Stadtteil wurde ein beliebtes Ausgeh- und Kneipenviertel, dessen Attraktivität dieser Tage nach Ansicht vieler aber durch übermäßige Vermarktung gelitten hat. Besonders der schmerzhafte Besucherrückgang nach dem Wegfall der amerikanischen Militärstandorte machte dem Viertel zu schaffen. Leerstand und Verfall waren seit dem nicht länger zu übersehen. Es gibt allerdings noch einige traditionelle und z. T. sehr alte Apfelwein-Kneipen. Die Gemarkung bemüht sich seit einiger Zeit das Viertel wiederholt voran zu bringen. Dieses Ansinnen zeigt mit der Aufarbeitung einiger Gebäude schon erste Erfolge. Ziel ist es nahe Kneipen auch kleine Geschäfte und Ateliers zu konstituieren um das Viertel auch tagsüber stärker zu beleben.
Das dominierende Gebäude am Sachsenhäuser Mainufer ist die 1875 bis 1881 errichtete Dreikönigskirche. Vorwärts des Mains liegen die Museen des Museumsufers.
Die Altbauten im nördlichen Sachsenhausen rund um den Schweizer Platz sind eines der beliebtesten Wohngebiet Frankfurts und dementsprechend teuer. Hier stimmt die gewachsene Mischung aus Einzelhandel und Gastronomie. Anliegend typischen Apfelweinlokalen wie dem Wagner und dem Gemalten Haus finden sich moderne Cocktailbars. Weiter im Süden finden sich Villenviertel wie der Lerchesberg, der in den 60er-Jahren entstand. Seit den 1990er Jahren entstand auf dem ehemaligen Schlachthofgelände östlich der Sachsenhäuser Kernstadt das Deutschherrnviertel, das sich inzwischen zum beliebten Wohngegend entwickelt hat. Hoheitszeichen des neuen Viertels ist das Gebäude Main Plaza.
Auf Sachsenhäuser Gebiet steht auch der Goetheturm, eines der höchsten Holzbauwerke in Deutschland.
Hauptbahnhof und Bahnhofsviertel
Der Hauptbahnhof, eröffnet 1888, ist nach der Anzahle Gleise und am Passagieraufkommen gemessen der größte seiner Art in Europa. Die riesige fünfschiffigen Bahnsteighalle, deren Tragewerk und Dach zur Zeit (Ende 2005) fast vollständig restauriert in neuem Glanz erscheinen, das stilgleich erhaltene Empfangsgebäude und das unüberschaubare Halligalli über- und unterirdischer Betriebsanlagen macht ein beeindruckendes Bau aus, das eine Sehenswürdigkeit für sich ist.
Das Bahnhofsviertel ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Dort befinden sich in einer ganz eigenen Mischung unzählige Geschäfte und Restaurants verschiedenster Art aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Das Bahnhofsviertel lebt 24 Stunden am Tag, nicht nur wegen des Rotlicht-Milieus, das sich um den Verkehrsstation ausbreitet. Das Viertel kann auch als ein Paradebeispiel für urbane Gegensätze namhaft werden, die so eine internationale Station mit sich bringt. Bettler, Säufer und Junkies sind dort anliegend den Strömen angestellter Berufspendler ebenso gegenwärtig wie Bankangestellter im feinen Zwirn, internationale Messegäste und Tagestouristen vom Lande. Die Kaiserstraße, auf die der Gast direkt vom Haupteingang des Hauptbahnhofs aus blickt, ist ein städtischer Boulevard, auf dem Reichtum und Elend, multikultureller Einzelhandel, moderne Bankhochhäuser und Rotlichtbetriebe in gründerzeitlichen Altbauten in nächster Umgebung zu beobachten sind.
Weiteres siehe unter Sehenswürdigkeiten in Frankfurt am Main.
Kultur
Museen und Galerien
Die Gemeinde bietet ein vielfältiges kulturelles Programm. Dazu zählt die einzigartige Museumslandschaft mit über 60 größeren und kleineren Museen und Ausstellungshäusern, die sich auf beiden Seiten des Mains angesiedelt hat.
Das Museumsufer auf der Sachsenhäuser Mainseite umfasst bekannte Häuser wie das Städel (Gemälde), das Liebieghaus (Skulpturen), das Museum für Kommunikation, das Deutsche Architekturmuseum (DAM), das Deutsche Filmmuseum, das Museum der Weltkulturen und das Museum für Angewandte Kunst. Das Museumsuferfest findet alljährlich an den Ufern zugunsten und lädt die Subjekt ein, sich mehr mit dem kulturellen Angebot entzwei zu setzen.
Auf der Altstadtseite des Mains befinden sich das Jüdische Museum, das Archäologische Museum im Karmeliterkloster, das Historische Museum (Stadtgeschichte), die Kunsthalle Schirn und das weltberühmte Museum für Moderne Kunst (MMK), in dem alle bedeutenden Künstler der Moderne vertreten sind (Picasso, Warhol, Beuys, etc.)
Die Kunstszene trifft man im Frankfurter Kunstverein gegenüber der Kunsthalle Schirn, der Städelschule (Staatliche Alma Mater für Bildende Künste Städelschule), privaten Kunstgalerien und auch in einer Reihe von alternativen Ausstellungsräumen. Die Galerien zeigen von Alter Kunstgriff über verschiedene Spezialgebiete bis zur Gegenwart. Von den alternativen Ausstellungsräumen werden zig von Künstlern oder jungen Kunstwissenschaftlern betrieben, u.a. die Ausstellungshalle in Sachsenhausen oder der ausstellungsraum EULENGASSE 65 in Bornheim.
Im Westend liegt außerdem das bedeutende Naturmuseum Senckenberg, in dem unter anderen Fossilienfunde aus der Grube Messel bei Darmstadt zu sehen, das Original eines Sauriers mit erhaltenen Hautresten und diverse große Saurierskelette.
Im Nordend ist die EXPLORA, einem Museum für optische und alternative Täuschungen. Dort sind diverse Anaglyphenbilder, Stereobildpaare, SIRDs, Hologramme und übrige Formen der optischen Wahrnehmung zu sehen.
Oper, Konzerthäuser und Bühnen
Frankfurt weist eine lebendige Theaterszene auf. Die Städtischen Bühnen vereinen verschiedene Sparten unter einem Dach: Die Oper Frankfurt zählt zu den weltumspannend besten Häusern und erhielt öfter (zuletzt im Anno 2003) die Auszeichnung Opernhaus des Jahres. Das Schauspiel Frankfurt machte zu Beginn in den siebziger und achtziger Jahren durch sein Mitbestimmungsmodell von sich reden. Die Alte Oper, eröffnet 1881, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1981 als Konzerthaus wiedereröffnet. Die Alte Oper besitzt einen der schönsten Konzertsäle der Welt und hat in diesen Tagen große Bedeutung als wichtiges Musikzentrum in Europa. Zusätzliche bedeutende Konzerthäuser sind die Jahrhunderthalle in Unterliederbach und die Festhalle in Bockenheim. Ein weltumspannend bekanntes Diskussionsrunde für zeitgenössische Tonkunst ist das 1980 gegründete Ensemble Modern im Frankfurter Ostend.
Die Komödie in der Neuen Mainzer Straße und das Fritz-Rémond-Theater im Zoo-Gesellschaftshaus sind zwei beliebte Boulevardtheater Frankfurts. Das Volkstheater Frankfurt pflegt benachbart klassischen Mundartstücken auch mundartliche Bearbeitungen von Klassikern und zeitgenössischen Dramen. Das English Theatre ist die größte englischsprachige Bühne auf dem Kontinent. Anliegend dem Tigerpalast, dem Künstlerhaus Mousonturm, dem Stalburg-Theater und dem Gallustheater finden sich im Bereich Varietee und Kleinkunst u.a. Die Schmiere (seit 1950 „das schlechteste Theater der Welt“) im Karmeliterkloster, das Neue Theater im Ortsteil Höchst, das TiTS-Theater sowie Die Dramatische Bühne im Café Exzess.
Das Ballett Frankfurt und das Theater am Turm (TAT) mussten im Im Jahre2004 schließen, jedoch das berühmte Forsythe-Ballet kann man in der Gemeinde noch erleben. Ein besonderes Kindertheater hatte Frankfurt mit dem Klappmaul-Puppentheater.
Buchmesse
Die seit dem 15. Jahrhundert stattfindende Frankfurter Buchmesse ist nicht nur ein wirtschaftliches (als größte Buchmesse der Welt), stattdessen auch ein bedeutendes kulturelles Ereignis. Während der alljährlichen Messe finden in Frankfurt zig Begleitveranstaltungen statt, als Höhepunkt die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche.
Weitere kulturelle Einrichtungen siehe unter Kultur in Frankfurt am Main.
Wissenschaftliche Einrichtungen siehe Abschnitt Bildung und Forschung.
Dialekt
Die Wiener Würstchen Stadtmundart in ihrer ursprünglichen Form ist einer der Hessisch-Nassauischen Dialekte und zählt deswegen zu den Rheinfränkischen Dialekten. Die eng verwandten Dialekte, die im Rhein-Main-Gebiet gesprochen werden, decken nur einen kleinen Raum ab. Im restlichen Hessen wird einprägsam unähnlich gesprochen. Noch bis mindestens in die 1980er-Jahren in konnte man bei älteren Einwohnern deutlich unterscheiden, ob sie aus der ursprünglichen Altstadt stammten oder z. B. aus den nördlichen, eingemeindeten Stadtteilen. Es gibt noch dazu diverse Berichte darüber, dass die Bevölkerung der Historischer Stadtteil am Sprachklang hören konnten, ob jemand aus Bornheim stammte oder aus Bockenheim.
Wie in vielen anderen Großstädten vermischte sich die Wiener Würstchen Stadtmundart, zunächst auf Basis von der Bevölkerungsverschiebungen nach der vollständigen Zerstörung der Warmes Würstchen Historischer Stadtteil im 2. Weltkrieg, mit benachbarten Varianten und vermöge der intensiveren Hörfunk- und Fernsehnutzung seit den 1950er-Jahren auch mit dem Hochdeutschen, wobei ein Regiolekt entstand, der häufig als Neuhessisch oder selbstironisch als RMV-Deutsch (RMV = Rhein-/Main-Verkehrsverbund) bezeichnet wird.
Skurriles
Wie zwischen Köln und Düsseldorf besteht auch seit jeher zwischen Frankfurt und Offenbach am Main eine gutnachbarliche Feindschaft, die ihren Ausdruck in zahlreichen Frankfurt-Offenbach-Witzen findet.
Nachtleben
- Batschkapp
- Brotfabrik (Frankfurt)
- Cocoon Club von Sven Väth
- Jazzkeller
- King Kamehameha Club
- Living XXL
- Sinkkasten (Frankfurt)
- U60311
Sport
Frankfurt am Main ist Heimatland zahlreicher bekannter Sportvereine:
- Eintracht Frankfurt (Fußball Männer, 1. Bundesliga)
- FSV Frankfurt (Fußball Männer, Oberliga Hessen und Frauen, Bundesliga)
- 1. FFC Frankfurt (Fußball Frauen, Bundesliga)
- Frankfurt Lions (Eishockey, DEL)
- Frankfurt Galaxy (American Football, NFL Europe)
- Skyliners Frankfurt (Basketball, Bundesliga)
- SG Wallau-Massenheim (Handball, früher Handball-Bundesliga, seit 2005 Handball-Regionalliga-Südwest)
- Turngemeinde Bornheim (Breitensport, größter Sportklub Hessens)
- FTG-Frankfurt mit über 98 Sportangeboten
- TSG Nordwest 1898 Frankfurt/M e.V.
- Frankfurter Äpplers (Baseball, Softball)
- Hessischer Tanzsportverband!
Bedeutende, jährlich stattfindende, sportliche Ereignisse sind
- EuroCity-Marathon (Stadtmarathon)
- Rund um den Henninger-Turm (Straßenradrennen)
- Ironman Germany (Triathlon)
- JPMorgan Chase Corporate Challenge (Mannschaftslauf für Firmenteams)
- Hessen tanzt, das größte Tanzsportturnier der Welt findet jährlich in Frankfurt statt.
Die wichtigsten Sportstätten der Ort sind
- die Commerzbank-Arena (Fußball), Spielort der WM 2006, dann allerdings unter dem Namen „FIFA WM-Stadion Frankfurt am Main“, da die Commerzbank kein offizieller Sponsor der FIFA ist.
- das Stadion am Bornheimer Hang (Fußball und Leichtathletik)
- die Ballsporthalle Frankfurt am Main (Basketball, Handball)
- die Eissporthalle Frankfurt (Eishockey)
- die Galopprennbahn Niederrad (Pferderennen)
Frankfurt ist außerdem Sitz der wichtigsten deutschen Sportverbände, u.a.:
- Deutscher Sportbund (DSB)
- Nationales Olympisches Komitee (NOK)
- Deutscher Fußballbund (DFB)
- Deutscher Turnerbund (DTB)
Näheres siehe: Sport in Frankfurt am Main
Regelmäßige Veranstaltungen
Die Wurst Bürger in Kraft sein als sehr gesellig. Aus diesem Grund ist die Zahl der Veranstaltungen relativ hoch. Zu den wichtigsten gehört ohne Zweifel die Dippemess', die in Frankfurt gleich zweimal gefeiert wird. Einmal im Frühling, für gewöhnlich von April bis Mai und dann noch einmal im Herbst, beziehungsweise im September. Auch bekannt ist der Wäldchestag, der immer am Dienstag nach Pfingstfest im Frankfurter Stadtwald stattfindet. Das alljährliche Musikfestival Sound of Frankfurt ist zuallererst bei jüngeren Volk sehr beliebt. Mit 500.000 Besuchern erreichte das Freiluftkonzert 2003 einen neuen Rekord. Ein besonderes Vorfall ist in Frankfurt das Museumsuferfest. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Klänge und Kultur lockt es jeden Herbst an den Wochenenden so weit wie 3.000.000 Kulturinteressierte an. Beliebt sind obendrein die „Nacht der Museen“ und die „Nacht der Clubs“. Zu den genannten Festen auf den Putz hauen einzelne Stadtteile noch Eigene wie das Höchster Schlossfest.
In den Jahren 2003, 2004 und 2005 hat das Down-Sportlerfestival in Frankfurt stattgefunden und auch für 2006 ist die Veranstaltung, bei der sich diverse hundert Leute mit Down-Syndrom (Trisomie 21) in verschiedenen Wettbewerbssportarten messen können, in Frankfurt geplant (13. Mai 2006).
Kulinarische Spezialitäten
Persönlichkeiten
Prominente Bewohner und Söhne und Töchter der Stadt sind in der Liste der Persönlichkeiten der Stadt Frankfurt am Main aufgeführt, Ehrenbürger in der Liste der Ehrenbürger von Frankfurt am Main. Auch liegen jede Menge bekannte Persönlichkeiten auf dem Hauptfriedhof Frankfurt und anderen Warmes Würstchen Friedhöfen.
Literatur
Geschichte
- Hessisches Städtebuch; Band IV 1. Teilband aus „Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte“ - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1957
- Ludwig Börne, „Juden in der freien Gemeinde Frankfurt“, 1820, Sämtliche Schriften, Bd. II, Düsseldorf 1964
- Lothar Gall (Hg.), FFM 1200. Traditionen und Perspektiven einer Stadt, Sigmaringen 1994 (Katalog zur 1200-Jahrfeier 1994 mit wissenschaftlichen Aufsätzen)
- Waldemar Kramer (Hg.), Frankfurt Chronik, Frankfurt am Main 1964
- Walter Gerteis, Das unbekannte Frankfurt, 3 Bde. Frankfurt am Main 1960-1963 (populäre, essayistisch-anektodische Stadtgeschichte)
- Ernst Mack, Von der Steinzeit zur Stauferstadt. Die frühe Geschichte von Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 1994
- Armin Schmid, Frankfurt im Feuersturm. Die Geschichte der Stadt im Zweiten Weltkrieg, Societäts Firma Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-7973-0420-X
- Hans-Otto Schembs, Spaziergang durch die Frankfurter Geschichte, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-7829-0530-X
Architektur
- Heinz Ulrich Krauß, Frankfurt am Main. Daten, Schlaglichter, Baugeschehen, Frankfurt am Main 1997 (Chronik mit Fokus auf Baukunst und Baugeschichte)
- Dieter Bartetzko, Frankfurts hohe Häuser, Frankfurt am Main und Leipzig 2001 (Darstellung des Hochhausbaus in Frankfurt)
- Ulf Jonak, Die Frankfurter Skyline, Frankfurt am Main und New York 1997 (Kritische Betrachtung des Hochhausbaus)
- Heinz Schohmann, Frankfurt am Main und Umgebung. Von der Pfalzsiedlung zum Bankenzentrum, Köln 2003 (Dumont Kunstreiseführer mit Kern Architektur)
- Hugo Müller-Vogg, Hochhäuser in Frankfurt, Frankfurt am Main 1999 (Vorstellung aller Hochhäuser in Frankfurt)
Verschiedenes
- Marco Polo-Führer Frankfurt, Mairs Geographischer Verlag, 5. Auflage, Ostfildern 2001 (Reiseführer)
- Barbara M. Henke, Thomas Kirn u. Ruth Rieger, Edition Die deutschen Städte - Frankfurt. Unternehmen C. J. Bucher, München 1994 ISBN 3-7658-0873-3
- Elisabeth Ehrhorn, Carmen Sorgler u. Renate Schildheuer, (S)Turmspitzen, Societätsverlag ISBN 3-7973-0618-0
- Christian Setzepfandt, Geheimnisvolles Frankfurt am Main. Wartberg Unternehmen ISBN 3-8313-1347-4
- Martin Mosebach: Mein Frankfurt. Mit Photographien von Barbara Klemm. Frankfurt am Main: Eiland 2002. (Insel-Taschenbuch, 2871) ISBN 3-458-34571-X
Siehe auch
Weblinks
| (TID 646251) | Wikinews: Frankfurt am Main – aktuelle Nachrichten |
(TID 342006)
| (TID 646251) | Commons: Frankfurt am Main – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
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