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Galicien

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Bild:Disambig-grau2.png Dieser Artikel befasst sich mit der Region Galicien in Spanien. Für die historische Landschaft der Ukraine siehe Galizien.

(TID 537469)


Bild:Flag of Galicia.svg
Galicien</br>Galicia
Karte
Bild:Locator map of Galicia.png
Basisdaten
Hauptstadt Santiago de Compostela
Amtssprachen Spanisch und Galicisch
Bevölkerung 2.760.179 (2005)
 - Anteil an Spanien 6,6 %
 - Rang in Spanien Rang 5 von 17
 - Dichte 93,8 Einw. / km²
Fläche 29.574 km²
 - Anteil an Spanien 5,8 %
 - Rang in Spanien Rang 7 von 17
Ausdehnung Nord-Süd: bis 208 km
West-Ost: bis 192 km
Autonomiestatut vom 28. April 1981
Präsident der
Xunta de Galicia
Emilio Pérez Touriño (PSdeG)
Parlamentarische Vertretung
 - im span. Meeting 25 Sitze
 - im span. Senat 3 Sitze
Gliederung 4 Provinzen
ISO 3166-2 ES-GA
Xunta de Galicia

Galicien (auch Galizien; span. Galicia, galic. Galicia oder Galiza), glaubwürdig Comunidade Autónoma de Galicia, ist eine Autonome Gemeinschaft im Nordwesten Spaniens. Sie gliedert sich in die vier Provinzen A Coruña, Lugo, Ourense und Pontevedra.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Galicien liegt in Nordwest-Spanien und erstreckt sich etwa zwischen dem 9°W 42°N und dem 7°W 44°N. Im Norden grenzt Galicien an das kantabrische Meer, im Europa an den Atlantischen Ozean. Im Süden grenzt es an Portugal und im Orient an die spanischen automomen Gemeinschaften Kastilien-León und Asturien.

Prägend für die Region sind hohe Bergketten, die Galicien vom Rest Spaniens abschotten. Über die Hälfte des Gebietes liegt über 400 m hoch. Die höchste Erhebung ist mit 2100 m die Pena Trevinca. Interessant ist zusätzlich der ausgeprägte Küstenverlauf Galiciens: mit einer Gesamtlänge von rund 1659 km, von denen über 800 km aus Steilküste und rund 300 km aus Strandabschnitten bestehen, umfasst dieser rund ein Drittel der spanischen Küste. Charakteristisch für Galiciens Küste sind die so genannten Rías, schlauch- und trichterförmige, fjordähnliche Flussmündungen, in die das Meer eingedrungen ist.

Bild:Coruna1.JPG
Küstenabschnitt bei A Coruña

Im Gegensatz zu Fjorden weisen die Rías allerdings nur eine geringe Tiefe auf. Unterschieden werden die Rías Baixas (span. Rías Bajas) und die Rías Altas. Die Rías Altas im Norden reichen von Ribadeo bis A Coruña. Die Rías Baixas reichen vom Kap Finisterre (galic. Cabo Fisterra) bis zur portugiesischen Grenze. Hauptunterscheidungsmerkmal der beiden Küstenabschnitte ist die jeweilig sehr spezifische Küstencharakteristik. Während die Rías Baixas sanft ins Meer laufen, ist der Verlauf der die Rías Altas wesentlich steiler. So finden sich an den Rías Altas auch die höchsten Kliffs des europäischen Kontinents. Diese liegen in San Andrés de Teixido (Cedeira), bei Ferrol, und erreichen eine Höhe von 620 m. Die größte Ría ist die zu den Rías Baixas gehörende Ría de Arousa. Diese hat eine Länge von 37 km und eine Tiefe von maximal 69 m.

Charakteristisch für Galicien sind überdies die weitläufigen Wälder. Das Waldgebiet in der Autonomen Gemeinschaft entspricht etwa 30 Prozent des Gesamtwaldbestandes in Spanien.

Durch Galicien führt der sowohl .... als auch kulturell plus touristisch äußerst interessante Jakobsweg, der Pilger und Interessierte zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto bis nach Santiago de Compostela führt.

Bedeutende Städte sind A Coruña, Ferrol, Lugo, Ourense, Pontevedra, Santiago de Compostela und Vigo.

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Klima

Das Klima der Region wird vom Atlantischer Ozean geprägt und ist ausgesprochen mild, dabei jedoch sehr feucht. Augenfällig für Galicien sind milde Winter mit heftigen Niederschlägen und nicht maßlos heiße Sommermonate. Die mittleren Sonnenstunden liegen bei 1.989,4 h im Jahr. Die mittleren Temperaturen an der Küste liegen im Jahresdurchschnitt in A Coruña bei 13,8° und in Vigo bei 14,7°. Im Binnenland erreicht Ourense 14°. In den Retten liegen die Durchschnittstemperaturen deutlich darunter, so etwa bei 9,7 im "Alto de Rodicio" oder 8° in "Pedrafita do Cebreiro". Der Nordwesten Galiciens weist rund 150 Regentage im Jahr auf und ist die regenreichste Region Spaniens. Diese Zahl komprimiert sich kumulativ in Entwicklung Südosten. Hier werden rund 100 Regentage und weniger im Jahr registriert. Am regenintensivsten sind in abnehmender Serie der Winter, der Herbst und der Frühling. Die mittlere Niederschlagsmenge liegt bei 1.404,8 l/m².

Das feuchte Klima, häufige Nebel und Winde sowie die grüne bergige Landschaft namentlich im Herbst und im Winterzeit gestatten Assoziationen mit Irland oder der Bretagne aufkommen.

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Bevölkerung

Die Einwohnerzahl Galiciens liegt bei 2.751.094 Bürger (Stand: Jänner 2003), von denen 48,1 Prozent Männer und 51,9 Prozent Frauen sind.

In Galicien wird benachbart Spanisch das mit dem Portugiesischen eng verwandte Galicische (galic. Galego, span. Gallego) gesprochen. Das Galicische ist seit 1981 in dieser Region - aber nicht in Gesamt-Spanien - Amtssprache angrenzend dem Spanischen. Im Nov. 2005 wurde Galicisch als "offizielle Sprache", nicht jedoch als eine der Amtssprachen der Europäischen Union anerkannt. Die deutsche Bezeichnung für die heimische Bevölkerung lautet Galicier (span. gallegos, gal. galegos).

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Geschichte

In Galicien wurden vereinzelt Spuren gefunden, die auf die Zeit zwischen 25.000 und 16.000 a. Chr. n. bestimmt wurden. Die älteste Funde menschlicher Aktivität wurden in Budiño, Porriño, entdeckt und entspringen aus der Zeit um 25.000 a. Chr. n. Nach 8.000 ante Christum sind die Funde von Steinwerkzeugen recht häufig. An der Küste entsteht im Mesolithikum die Fischerei. Diese Periode wird auch als asturianische Periode bezeichnet und bringt vorwärts der Küste von Vigo bis nach Asturien eine eigene, entwickelte Kultur hervor. Es eintauchen erste Keramiken auf. Umfangreiche Spuren der galicischen Urgeschichte sind dann aus der Zeit der Megalithkultur (um 4.000 Jahre v. Chr.) bekannt. Etwa 5000 Hügel von Megalithanlagen - die hier Mámoa genannt bewerden und die meist zentral liegende Dolmen bedecken - sind hier zu finden. Diese ungewöhnliche Dichtheit war mit Eingriffen in die galicische Landschaft verbunden, aber auch mit Raubgrabungen, die bis auf den heutigen Tag fortdauern. Bekannt sind die Betriebsanlagen von Dombate, Axeitos, Pedra da Arca bei Baiñas oder Maus de Salas sind Beispiele dieser Zeit.

In der Bronzezeit (1800 Jahre v. Chr.) gibt es Hinweise auf eine entwickelte Metallverarbeitung. Aus dieser Periode herkommen auch diverse in Baustein gravierte Figuren (Petroglyphen) mit religiösem oder kosmischem Symbolen. Ausgehend von abstrakten Irrgartenthemen werden auch Tiere und Volk dargestellt. Die wichtigsten Fundorte dieser Figuren liegen in der Provinz Pontevedra (Mogor, Castrove, Campolameiro). Angesichts zahlreicher Metallvorkommen wird Galicien bald als Land der unzähligen Rohstoffe bekannt. Der Schutz der einheimischen Bevölkerung vor Eindringlingen wird somit zu einem gesellschaftsprägenden Merkmal. In dieser Zeit (etwa ab 1000 ante Christum natum bis 400 v. Chr.) entstanden wehrhafte Großdörfer (gal. u span. castros), überwiegend an geschützten Hanglagen oder Hügeln. Die Befestigungen und die Grundrisse der meist ovalen Häuser sind noch bis zum heutigen Tag an manchen Peilen zu sehen. Gute Beispiele für die Castros dieser Zeit sind Santa Tegra bei A Guarda, Troña, Castromao, Borneiro, S. Cibrao de Lás, Viladonga. Aus der Castro-Zeit entspringen auch die meisten gefundenen Ausgrabungen. Vermutlich ab dem 7. Jahrhundert ante Christum fallen die Kelten in verschiedenen Wellen in Galicien ein und vermischen sich mit der einheimischen Bevölkerung.

Der Name Galicien leitet sich dann auch von den keltischen Galläkern (Kallaiker, lateinisch Callaici) ab, die in diesem Gebiet siedelten, ehe die Römer zum ersten Mal 135 vor Christus erste Expeditionen nach Galicien durchführten. Die Festigung der römischen Macht erfolgte erst durch Julius Cäsar im Jahre 60 v. Chr. - Galicien wurde zur römischen Provinz Gallaecia. Gallaecia umfasste jedoch - über das heutige Galicien aufwärts - Gebiete im westlichen Teil des heutigen Kastilien und im nördlichen Teil Portugals. Die Befriedung Gallaecias erfolgte durch die Kriegszüge Kaiser Augustus. In der Folge entwickelten die Römer eine umfassende Infrastruktur, speziell jedoch den Straßenbau, weiter. Die Straßen der Römer blieben daneben den Pilgerwegen nach Santiago de Compostela bis ins MA in die einzigen guten Verbindungen nach Galicien.

In der Zeit der Völkerwanderung ließen sich in Galicien im Anno 409 die germanischen Sueben abwärts und gründeten 411 unter König Hermerich, der bis 438 regierte, ein Königreich, das 585 von den Westgoten unterworfen wurde.

Die im Anno 711 beginnende Besetzung der iberischen Halbinsel durch die Mauren hatte auf Galicien nur geringen Einfluss. Das erste Eindringen der Mauren in Galicien wird auf das Im Jahre716 datiert. Für eine dauerhafte Ansiedlung der Mauren im galicischen Kerngebiet gibt es keine Hinweise. Allein in den Randzonen des Landes wurden wohl einige kleinere Gruppen von Berbern sesshaft. Eine Integration Galiciens in das Herrschaftsgebiet von Al-Andalus ist nicht erfolgt. Etwa um 740 zogen sich die Mauren aus Galicien endgültig zurück. Aus den folgenden Jahrzehnten sind jedoch wieder und wieder maurische Expeditionen auf galicisches Gebiet bekannt.

Im Anno 813 wurden in einem Grab an einer Stelle der heutigen Gemeinde Santiago de Compostela die vermeintlichen Gerippe des Apostel Jakobus (spanisch Santiago), einem der zwölf Apostel Jesu, gefunden. Der Ort des Fundes wurde etwa um 830 - zur Zeit des Bischofs Theodemir von Iria Flavia - zum Wallfahrtsort. In der Folgezeit begannen gläubige Christen aus ganz Okzident auf dem Jakobsweg nach Galicien zu pilgern. Zweck der Pilgerreise war ein Visite am Grab von Jakobus. Nicht zuletzt für die vermeintlichen Knochengerüst des Jakobus wurde im Anno 1075 der Unterbau für die Kathedrale von Santiago de Compostela gelegt, die schließlich im Im Jahre1211 geweiht wurde.

Im 10. und 11. Jahrhundert war Galicien jedes Mal kurzzeitig ein selbstständiges Königreich. Im Jahr 1065 wurde Don García zum König von Galicien ausgerufen. Galicien war ansonsten Teil des Königreiches León. Im 13. Jahrhundert fiel Galicien zusammen mit León an die kastilische Krone.

Anno 1833 wurde das Königreich Galicien formell aufgelöst und in vier Provinzen aufgeteilt, die direkt der spanischen Zentralregierung unterstanden.

Die sich u. a. aus der Isolation der Region ergebende wirtschaftliche Rückständigkeit Galiciens führte im 19. Jahrhundert zu dem Beginn einer Massenauswanderung. In der Zeit zwischen 1836 und 1980 wanderten in der Gesamtheit rund 2,5 Mio. Volk aus Galicien aus. Das beliebteste Ziel war dabei Lateinamerika (u.a. Argentinien, Brasilien). Als Resultat dieser seinerzeit beginnenden Auswanderungswelle leben noch gegenwärtig rund 1,4 Mio. Galicier (2003) in der Emigration, wobei mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Spanien etwa seitdem 1980 eine Rückkehrbewegung eingesetzt hat.

Im Zuge der Demokratisierung Spaniens in den 1970er Jahren wurde Galicien bei Katalonien und dem Baskenland als eine der historischen Nationalitäten Spaniens renommiert und erhielt deshalb 1980/1981 als eine der ersten Regionen Spaniens ein Autonomiestatut. Seit ist es eine der Autonomen Gemeinschaften Spaniens.

Die Jahre zwischen 1989 und 2005 waren dabei auf Ebene der Autonomen Gemeinschaft von einer klaren absoluten Majorität des konservativen Partido Popular unter dem Politiker Manuel Fraga Iribarne geprägt.

In den letzten Jahren gab es vor der Küste von Galicien jede MengeÖltanker-Havarien. In das Horizont der internationalen Öffentlichkeit gelangte gerade die schwere Tankerhavarie Prestige im Anno 2002 (siehe auch Ölpest). Diese war Ausgangspunkt für die umfassende Bürger- und Sozialbewegung "Nie wieder!" (Nunca Mais).

Nach den Regionalwahlen von 2005 wurde die Regierung des Partido Popular durch eine Koalitionsregierung aus Partido Socialista de Galicia und Bloque Nacionalista Galego unter dem neuen Politiker Emilio Pérez Touriño abgelöst.

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Politik

Galicien hat den Status einer Autonomen Gemeinschaft innerhalb des Königreichs Spanien und verfügt über ein eigenes regionales Parlament. Die Regionalregierung heißt Xunta de Galicia.

Die politische Landschaft Galiciens wird durch die regionalen Ableger der großen spanischen Volksparteien Partido Popular (hier: Partido Popular de Galicia - PPG) und Partido Socialista Obrero Español (hier: Partido Socialista de Galicia - PSdeG) sowie der linksnationalistischen Regionalpartei Bloque Nacionalista Galego (BNG) bestimmt.

Bei den Regionalwahlen am 19. Juni 2005 erzielte der Partido Popular, mit dem für eine fünfte Amtszeit kandidierenden Manuel Fraga Iribarne an der Spitze, 44,9 % der Stimmen (37 Sitze) und verpasste damit knapp die erneute absolute Mehrheit. Die Sozialisten, die 32,5 % (25 Sitze) der Stimmen auf sich vereinigten sowie der BNG mit 19,6 % (13 Sitze) verfügten damit über eine knappe Majorität im Regionalparlament. Die Vereinigte Linke erzielte bei den Wahlen am 19. Juni 2005 (Izquierda Unida) 0,8 % (0 Sitze) der Stimmen.

Nach der Bildung einer Koalitionsregierung aus PSdeG und BNG wurde Emilio Pérez Touriño vom PSdeG am 29. Juli 2005 vom galicischen Volksvertretung zum Nachfolger von Manuel Fraga Iribarne als Regierungschef gewählt und trat am 2. Aug. 2005 sein Amt an.

Partei Prozent Sitze 2005 Sitze 2001
PP 44,9% 37 41
PSdeG 32,5% 25 17
BNG 19,6% 13 17
EU-IU 0,8% 0 0

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Politische Gliederung

Die Autonome Gemeinschaft Galicien gliedert sich in die vier Provinzen A Coruña, Lugo, Ourense und Pontevedra. Die Provinzen umfassen ihrerseits 53 Landkreise mit 315 Gemeinden und 3.781 so genannten Parroquias.

Bemerkenswert ist, dass Galicien mit einem Anteil von ausschließlich 5,8 Prozent an der Gesamtfläche Spaniens über die Hälfte der Ortschaften Spaniens umfasst. Anno 1996 waren es 20.947, von denen einige jedoch nur ein einziges Haus zählten.

Provinz Einwohner Hauptstadt Gemeinden
A Coruña (La Coruña) 1.120.814 A Coruña (La Coruña) Liste
Lugo 360.512 Lugo Liste
Ourense (Orense) 342.213 Ourense (Orense) Liste
Pontevedra 927.555 Pontevedra Liste

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Wirtschaft und Infrastruktur

Galicien ist eine der ärmeren Regionen Spaniens. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2002 bei 36,8 Mrd. €. Das Pro-Kopf-BIP lag bei 13.391 € und damit auf einem Niveau, dass einzig bei 79 Prozent des spanischen Pro-Kopf-BIP auslief. Die Wirtschaftsstruktur des Landes wird von klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) dominiert. Generell gab es im Im Jahre2003 174.083 Unternehmen in Galicien, von denen 173.935 (99,9 Prozent) den klein- und mittelständischen Unternehmen (zwischen 0 und 249 Beschäftigte) zuzurechnen waren. Rund 94,9 Prozent der Unternehmen in Galicien gehörten zu der Gruppe der Kleinstunternehen (0 bis 9 Beschäftigte). Die Anzahl von Großunternehmen in Galicien ist im Vergleich mit dem spanischen Gesamtstaat unterentwickelt.

Von besonderer Bedeutung in Galicien sind die Landwirtschaft und der Fischfang. Dabei überwiegt die Bedeutung der Ackerbau im Orient des Landes und die Industrie sowie die Großhäfen im Westen.

Die Beschäftigung der galicischen Wirtschaft verteilte einander 2003 prozentual folgendermaßen auf die wirtschaftlichen Sektoren:

  • Agrarsektor 12,8 Prozent (Spanien gesamt: 5,6 Prozent)
  • Industriesektor 20,3 Prozent (18,2 Prozent)
  • Bau-/Konstruktionssektor 12,1 Prozent (11,8 Prozent)
  • Dienstleistungssektor 54,8 Prozent (64,3 Prozent)

Die Arbeitslosenquote lag im Juni 2004 bei 11,1 Prozent, wobei sie in der ackerbautreibend geprägten Provinz Ourense mit 12,3 Prozent am höchsten und in der Provinz Lugo mit 9,4 Prozent am niedrigsten war. In der Provinz Pontevedra lag die Arbeitslosenquote bei 11,7 Prozent und in A Coruña bei 10,9 Prozent.

Importe: 9,4 Mrd. €: 32 Prozent Autos, 14 Prozent Fisch/Meeresfrüchte, 13 Prozent Mineralien hauptsächlich aus Frankreich und Portugal, aber auch aus anderen EU-Staaten. Exporte: 9,3 Mrd. €: 50 Prozent Autos, 8 Prozent Fisch/Meeresfrüchte, 5 Prozent Kleidung hauptsächlich nach Französische Republik und Portugal, aber auch in sonstige EU-Staaten.

Bild:Fisterra.JPG
Leuchtturm am Cabo Fisterra

Babys mit Rhythmusgefühl: Schon kleine Kinder mögen klare Rhythmen: Hören sie Musik oder auch nur einen regelmäßigen Trommelschlag, bewegen sie sich spontan im Takt mit. Das hat jetzt ein Forscherduo in einer Studie mit insgesamt 120 Kindern im Alter zwischen fünf und 24 Monaten beobachtet. Die Kleinen können sich dem Tempo der Musik sogar schon ziemlich gut anpassen, auch wenn es relativ schnell wechselt. Spaß macht das rhythmische Bewegen dabei offenbar auch die Kinder, die am intensivsten mitwippten, lächelten auch mehr als die anderen, schreiben Marcel Zentner von der University of York und Tuomas Eerola von der Universität im finnischen Jyväskylä. ...... Weiterlesen!

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Sehenswürdigkeiten

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Digg: NoSQL statt MySQL: Der Internetdienst Digg wechselt von der gegenwärtig verwendeten Datenbankinfrastruktur MySQL zu der NoSQL-Datenbank Apache Cassandra, um Leistung und Geschwindigkeit zu optimieren. Das für die Datenmigration verwendete Werkzeug Transcribe will Digg unter einer freien Lizenz veröffentlichen. (Server-Applikationen, Apache)... Weiterlesen!

Kultur

Literatur

Die Wurzeln der galicischen Literatur reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Der älteste bekannte und noch erhaltene literarische Text in galicischer Sprache ist ein 1196 komponierter Lobgesang von Xoán Soares de Pavia. Alles in allem sind 170 Autoren mittelalterlicher Lobgesänge bekannt. Obgleich die galicische Sprache auch während des 16. bis 18. Jahrhunderts die verbreitetste Sprache in Galicien war, gibt es für diesen Zeitabstand kaum literarische Zeugnisse; dieser Zeitabstand wird in Galicien als die "dunklen Jahrhunderte" (galicisch: Os Séculos Escuros) bezeichnet. Erst das Jahr 1863 kennzeichnet den Beginn des so genannten Rexurdimento, der sprachlich-literarischen Wiedergeburt. In diesem Jahr wird das Werk 'Cantares gallegos' (Lieder aus Galicien) von Rosalía de Castro veröffentlicht. Das Werk dieser Lyrikerin, zusammen mit den Arbeiten Curros Enríquez (Aires da miña terra, 1880) sowie Eduardo Pondal (Queixumes dos pinos, 1886), stellt die Wiedergeburt des Galicischen in der spanischen Literatur dar. In den Schaffen dieser Autoren und namentlich bei Pondal drücken sich deutliche Bestrebungen galicischer Literaten aus, die galicische Literatur weiterzuentwickeln.

Zu den in Spanien bekanntesten galicischen Schriftstellern, die jedoch überwiegend in spanischer Sprache schrieben, gehören auch Ramón María del Valle-Inclán, Camilo José Cela (Nobelpreisträger für Literatur) sowie Torrente Ballester.

Nach dem Ende des Franco-Regimes, das die Veröffentlichungen in galicischer Sprache untersagte, erlebte die galicische Literatur eine erneute Phase des Aufschwunges. Anno 1998 wurden im Allgemeinen 1.106 Bücher auf Galicisch veröffentlicht. Die Gesamtauflage dieser Bücher lag bei knapp zwei Mio. Exemplaren. Die in der Gegenwart populärsten galicischen Autoren sind Xosé Neira Vilas, Manuel Rivas, Suso de Toro und X. L. Méndez Ferrín.

Musik

Traditionelle galicische Töne wird geprägt vom Einsatz von Dudelsack (galicisch Gaita), Leier und Harfe. Die Musik erinnert an die Töne aus keltischen Erfordern wie Irland oder die Bretagne und erfreut sich auch in diesen Tagen noch großer Beliebheit in Galicien. Der 'gaiteiro' (deutsch 'Dudelsackspieler') Johan Gonçalves, der 1374 in Monfero lebte, ist der erste besonders überlieferte Dudelsackspieler Galiciens. Wichtige Vertreter der traditionellen galicischen Musik, die z. T. auch weltweit Beachtung entdeckt haben, sind etwa die Gruppen Milladoiro oder Fuxan os Ventos. Gerade Milladoiro erlangte dabei schon vor Jahren einen sehr guten internationalen Ruf auf dem Gebiet keltischer Folkmusik. Musiker, die zwar fest in der traditionellen galicischen Tonkunst verwurzelt sind, aber auch neue Wege suchen sind unter anderem Berrogüetto, Carlos Núñez, Luar na Lubre, Pancho Alvarez, Susana Seivane und Xosé Manuel Budiño. Auch diese Musikschaffender konnten in der internationalen Folkszene einige Popularität erlangen.

Feste

In Galicien werden alljährlich über 4.000 Ortsfeste gefeiert, zu denen noch unzählige Wallfahrten, gastronomische Begehen und zusätzliche Traditionen, wie der Karneval, kommen.

Religiöse Feste

  • 25. Juli Namenstag des Vergöttern Jakobus in Santiago de Compostela. Gleichzeitig ist dieser Tag galicischer Staatsfeiertag (Día da Patria Galega).

Historische Feste

Einige jährlich begangene Bau mit historischen Fond sind:

  • 28. März: Festa da Reconquista in Vigo - Fete der "Rückeroberung" des Stadtes nach dem Einfall der napoleonischer Truppen.
  • 1. Sonntag im August: Festa Viquinga in Catoira, Pontevedra - Das von Catoira fußt auf einer historischen Begebenheit. Bei dem Fest überfallen als Wikinger verkleidete Einheimische von ihren Drachenbooten aus die friedliebenden Bewohner des Ortes Catoira. Nach Beendigung der nachgestellten Scharmützel werden Unmengen von Wein, Muscheln und Tintenfischen verzehrt. Das Wikingerfest von Catoira ist mittlerweile als Fest “von nationalem historischen Interesse” eingestuft worden. Das Fest wird musikalisch von verschiedenen traditionellen Dudelsackgruppen begleitet.

Gastronomie

In den Küstenregionen spiegelt sich die Nähe zum Atlantischen See wider. Zu den Spezialitäten der galicischen Küche gehören hier diverse Krusten- und Schalenweichtiere. Zu diesen zählen unter anderem Entenmuscheln (galicisch percebes), Austern (ostras), Langusten (lagostas) und Jakobsmuscheln (vieiras). Auch diverse Fischsorten stillstehen hier regelmäßig auf dem Speiseplan. Dazu gehören etwa der Hechtdorsch (pescada) oder der gesalzene Stockfisch (bacallau). Typisch für Galicien sind ebenso deftige Eintöpfe (z.B. caldo galego), der polbo á feira (Krake nach galicischer Art) oder die empanada. Dieses überwiegend aus Teig und einer würzigen Füllung bestehende Gericht ist eine der beliebtesten Speisen der traditionellen galicischen Küche und wurde schon im Jahr 1188 im Glorienportal der Münster zu Santiago de Compostela dargestellt.

Jetzig gibt es fünf Herkunftsbezeichnungen (Denominacións de Orixe) für Weine aus Galicien. Dies sind Ribeiro, Valdeorras, Rías Baixas, Ribeira Sacra, und Monterrey.

Siehe auch: Weinbau in Spanien

Sport

Zwei Fußballvereine der spanischen Primera División sind in Galicien beheimatet:

Verschiedenes

  • Fotografie: Manuel Ferrol, Mariano Grueiro, Xurxo Lobato
  • Film: Mariano Grueiro, Chano Piñeiro
  • Malerei: Antón Lamazares, Urbano Lugrís, Laxeiro, Castelao
  • Architektur: Cesar Portela
  • Volkskultur: Meigas

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Literatur

  • Peter Bohning: Galicien und der Jakobsweg durch den Norden Spaniens. Meyer Reiseführer. Feber 2003. ISBN 3898591344

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Weblinks

(TID 223096)

(TID 177480)

an:Galizia

ar:منطقة جليقية الذاتية الحكم ast:Galicia bg:Галисия ca:Galícia cs:Galicie cy:Galicia en:Galicia (Spain) eo:Galegio es:Galicia et:Galicia eu:Galizia fa:گالیسیا fi:Galicia fr:Galice gl:Galicia hr:Galicija, Španjolska hu:Galícia tartomány ia:Gallecia it:Galizia ja:ガリシア ko:갈리시아 지방 kw:Galisi mi:Karihia nl:Galicië (Spanje) no:Galicia (Spania) pl:Galicia pt:Galiza ro:Galicia sv:Galicien tl:Galiza

zh:加里西ä

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