Gallien
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel behandelt die geographische Region. Für den Asteroiden Gallia siehe Gallia (Asteroid). |
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Als Gallia (Gallien) bezeichneten die Römer den geographischen Raum, der überwiegend von Kelten (lat. Galli) besiedelt war.
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Geographische Lage
In modernen geographischen Begriffen gesprochen entspricht dies abstrahierend dargestellt dem heutigen Frankreich, Belgien und Norditalien, also dem Gebiet zwischen dem Rhein im Osten, den Alpen und dem Mittelmeer im Süden, den Pyrenäen und dem Atlantik im Europa und Norden. Die Poebene gehörte nach antiker Auffassung nicht zu Italien, statt zu Gallien (lat. Gallia cisalpina, Gallien dieseits der Alpen). Zur Unterscheidung bezeichnete man das Gebiet jenseits der Alpen, das man in diesen Tagen Gallien nennen würde, als Gallia transalpina.
Geschichte
Kelten
Vor der keltischen Ansiedlung sind etliche Kulturen archäologisch belegt. Seit etwa 700 v. Chr. oder aber600 v. Chr. wurde Gallien von keltischen Volksgruppen besiedelt, die das Gallische, eine keltische Sprache, in diesem Gebiet einführten. Die nichtkeltischen Stämme der Iberer nördlich der Pyrenäen und der Ligurer am Mittelländisches Meer blieben dabei zu Beginn eigenständig.
Etwa im Jahre 600 ante Christum gründeten ionische Griechen an der Mündung der Rhône die Ort Massilia (heute Marseille). Massilia entwickelte sich zu einer bestimmenden Gemarkung in der Region.
Das Gebiet in der Poebene, das von den keltischen Stämmen der Cenomanen, Insubrer und Boier besiedelt wurde, kam etwa 200 v. Chr. unter römische Herrschaft. Das Gebiet wurde zur römischen Provinz Gallia cisalpina.
Römische Eroberung
Ab 125 v. Chr. begannen die Römer mit der Eroberung der Mittelmeerküste sowie des Rhônetals. 122 v. Chr. gründeten die Römer die Gemarkung Aquae Sextiae (Aix-en-Provence). 121 v. Chr. errichteten die Römer die Provinz Gallia Narbonensis (die heutige Provence) mit dem wenig später (118 v. Chr.) gegründeten Verwaltungszentrum Narbo.
113 v. Chr. begann der Einfall der germanischen Kimbern und Teutonen in das heutige Südfrankreich und Oberitalien. Im Anno 105 v. Chr. wurden diese Stämme jedoch durch zwei römische Heere an der Rhône zurückgeschlagen. Im Im Jahre102 v. Chr. besiegte der römische Persönlichkeit Gaius Gaius Marius die Teutonen bei Aquae Sextiae. 101 v. Chr. siegte Marius in Oberitalien nahe dem Ort Vercellae (Vercelli) auch über die Kimbern.
In den Jahren 58 - 51 v. Chr. wurde Gallien von Julius Cäsar erobert. Cäsar berichtete über diesen Bewaffnete Auseinandersetzung in seinem Titel De bello gallico - Der Gallische Krieg.
Romanisierung
Im Zug der folgenden Romanisierung wurde eine römische Zivilverwaltung eingesetzt. Als Amtssprache wird das Lateinische verwendet. Dieses entwickelt sich, parallel zu den anderen nicht-italienischen Provinzen unter Einfluss der einheimischen Sprache (hier also des Gallischen) zum Vulgärlatein, das die hauptsächliche Sprachgrundlage des späteren Französischen bildet. Es entsteht eine gallo-römische Mischkultur. Namentlich in Nîmes und Arles finden sich noch dieser Tage römische Bauten der Periode.
Den in diesen Provinzen lebenden keltischen Stämmen wurde unter Julius Cäsar etwa 50 v. Chr. die römische Staatsbürgerschaft gewährt. Zusätzliche Quellen datieren die Gewährung auf 69 n. Chr.
In der Amtszeit von Kaiser Augustus (30 v. Chr.–14 n. Chr.) wurde Gallien in die Provinzen Narbonensis, Aquitania, Lugdunensis und Belgica unterteilt. Unter Domitian entstanden aus dem germanischen Militärsprengel Germania Superior und Germania Inferior.
Spätantike
Ende des 2. Jahrhunderts setzte in Gallien die Christianisierung ein. Um 300 wurden viele Festungsanlagen modernisiert. In Lutetia (Paris) residierten aushilfsweise einige der römischen Kaiser. Seit der Reichsreform unter Kaiser Diokletian war das römische Reich in vier Präfekturen (Gallia, Illyricum, Italia et Africa, Oriens) und 15 Diözesen eingeteilt. Die Präfektur Gallia bestand aus den Diözesen Hispaniae (XV), Septem Provinciarum (ehemals Viennensis) (XIV), Galliae (XIII) und Britanniae (XII), wobei letztere schon um 400 von den Römern geräumt wurde.
Die Völkerwanderung, die am Ende des 4. Jahrhunderts einsetzte, beendete für Gallien eine stark des Wohlstandes und Friedens als Teil des römischen Reiches. Im Verlauf der Völkerwanderung drangen Germanische Stämme (Vandalen, Alamannen, Westgoten, Burgunder, Franken) nach Gallien ein. Im 5. Jahrhundert etablierten die Franken, Burgunder und Westgoten ihre Herrschaft in Gallien, zuerst als Föderaten, dann als souveräne Reiche.
Während einer längeren Übergangszeit wurde die römische Kultur noch vom gallo-römischen Adel sauber und namentlich von der römisch-katholischen Kirche tradiert. Bekanntschaften Persönlichkeiten dieser Ära waren Gregor von Tours und Sidonius Apollinaris. Auch das westgotische und fränkische Königtum knüpfte an die spätrömische Überlieferung an. Die Gallo-römische Kultur ging in der Spätantike jedoch langsam zugrunde, und spätestens um die Zentrum des 6. Jahrhunderts begann in der Region das Frühmittelalter.
Siehe auch
Weblinks
- http://www.areion.org/areiononline/frankreichc.html Chronik von Frankreichaf:Gallië
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