Gambia
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel befasst sich mit dem Staat Gambia, für den Fluss siehe Gambia (Fluss) |
(TID 537469)
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| Wahlspruch: „Progress, Peace, Prosperity“ (eng., „Fortschritt, Frieden, Wohlstand“) | |||||
| Amtssprache | Englisch | ||||
| Hauptstadt | Banjul | ||||
| Staatsform | Präsidiale Republik | ||||
| Staatsoberhaupt | Präsident Yahya Jammeh | ||||
| Fläche | 11.295 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 1.641.564 (Schätzung Juli 2006) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 145 Bevölkerung pro km² | ||||
| BIP/Einwohner | 247 US-$ (2005) | ||||
| Unabhängigkeit | 18. Februar 1965 von Großbritannien | ||||
| Währung | Dalasi | ||||
| Zeitzone | UTC | ||||
| Nationalhymne | For The Gambia Our Homeland | ||||
| Kfz-Kennzeichen | WAG | ||||
| Internet-TLD | .gm | ||||
| Vorwahl | +220 | ||||
| Bild:Gambia-Pos.png | |||||
| Bild:Ga-map.png | |||||
(TID 438491)
(TID 222876)
] (engl.: The Gambia [ðəˈgæmbɪə(TID 438491)
(TID 222876)
]) ist ein Staat in Westafrika, an den Ufern des Gambia-Flusses gelegen. Mit Ausnahmefall eines schmalen Küstenabschnittes an der Mündung des Gambia-Flusses in den Atlantischen Ozean, wird Gambia vollständig vom Staat Senegal umschlossen.
Der etymologische Ursprung des Namens Gambia kommt aus dem Portugiesischen. Der westafrikanische Staat ist nach dem Gambia-Fluss benannt, der sich vom portugiesischen Wort câmbio („Austausch“ oder „Handel“) ableitet. Câmbio ist vielleicht die Übersetzung der Bezeichnung für den Fluss der damaligen Bevölkerung im 15. Jahrhundert. Das Wort ba dimma (nach anderer Position fura), wird dabei als Quelle<ref>Meyers Konversations-Lexikon</ref> genannt. ba dimma kommt aus der Mandinka-Sprache wobei ba übersetzt Fluss heißt. Oder – câmbio beschreibt einfach nur die Stelle, an der die Portugiesen die Region erkundeten und einfachen Deal mit der Bevölkerung betrieben hatten.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Hauptartikel: Geographie Gambias
Gambia liegt an der Westküste des afrikanischen Kontinents und ist mit 11.295 km² dessen kleinster Flächenstaat. Die ungefähr 740 Kilometer lange Grenze, in einer Vereinbarung zwischen Französische Republik und England im Jahre 1888 festgelegt, folgt auf einer Länge von etwa 480 km sowie einer Dicke von 10 bis 50 km dem Verlauf des Gambia-Flusses. Es sei denn vom Küstenabschnitt ist Gambia eine Enklave im zwanzig mal größeren Senegal.
Die geologischen Ursprünge von Gambia liegen im tertiären und quartären Erdzeitalter; der Boden ist also relativ jung. Gambia ist Teil der tertiären kontinentalen Hochebene, die 53 Prozent der Landfläche mit angeschwemmten quartären Ablagerungen vorwärts dem gleichnamigen Fluss Gambia umfasst. Gelegentliches Eindringen des Meeres und terrestrischer Sedimentablagerungen von Sand und die Bildung von Sandstein kennzeichnen die Geologie des Landes. Eisenablagerungen entstanden mit den Regen- und Trockenzeiten während des Pleistozäns.
Klima
Das Klima ist tropisch mit einer ausgeprägten Regenzeit und Trockenzeit. Die Trockenzeit dauert von den Monaten Nebelmonat November bis Mai an, sie ist geprägt von den trockenem nordöstlichen Wind aus der Sahara, genannt Harmattan. Die Temperaturen steigen dabei auf Werte zwischen 21 ° und 27 °Celsius an, die relative Luftfeuchtigkeit bleibt im Bereich zwischen 30 und 60 Prozent.
Gambia hat eine Küstenlinie von ungefähr 80 Kilometern Länge. Etwa 1300 km², also 11,5 Prozent der Landesfläche, sind Wasserflächen. Davon trägt der Gambia-Fluss – einer der Hauptströme Afrikas – mit seinen Seitenarmen den Hauptanteil.
Flora und Fauna
Die geographische Position des Landes, kombiniert mit den umfangreichen Feuchtgebieten, sorgt für eine große Anzahl der verschiedensten Pflanzenarten im Lebensraum. Ungefähr 530 verschiedene Pflanzenarten sind in Gambia bekannt. Der nördliche Teil von Senegal liegt in der Sahelzone, weiter im Süden Westafrikas schließt sich der tropische Regenwald (Guineazone) an. Die Übergangszone, in der auch Gambia liegt, nennt man auch Sudanzone. Feuchtsavanne ist der vorherrschende Vegetationstyp, wobei nördlich des Gambias die Pflanzenwelt spärlicher ist.
Soweit der Einfluss des Salzwassers, der so genannten Brackwasserzone reicht, finden sich am Ufer des Gambia dicht verschlungene Mangroven und etwas weiter weit davon riesige Baobabs (Affenbrotbäume) sowie Akazien, Mahagonibäume, Ölpalmen, Afzelien, Pterokarpen, Papayen (Carica Papaya), Kalebassenbäume, Pandanen, Kassien (Cassia), Tamarinden, Drachenblut-, Ebenholz-, Gurunuss- und Wollbäume (Eriodendron anfractuosum).
Gambia bietet mit seinen umfangreichen Feuchtgebieten einer großen Anzahl der verschiedensten Tierarten Lebensraum. Ungefähr 108 Säugetierarten und über 540 Vogelarten sind in Gambia bekannt. Für die große Vielfalt der bunten Vogelwelt ist das Land bekannt - ein Drittel dieser Vögel sind Zugvögel. Für diverse Fische ist die geschützte Küstenlinie ein beliebtes Laich- und Aufwuchsgebiet.
Großwild wie Elefanten, Löwen und Giraffen wurde im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den Kolonialherren ausgerottet.
Alternative Beispiele:
- Flusspferde, Krokodile, Husarenaffen, Situnga-Antilopen, Schirrantilopen, Schimpansen
- Aufzählung der Vögel Gambias (englisch)
- Siehe auch: Gambo „die Große Seeschlange von Gambia“
Städte
Weil die Gemeinde Banjul auf einer Eiland liegt, kann sie nicht weiter expandieren. Dadurch ist Serekunda in der Kombo-St. Mary Area mit Abstand die größte Gemeinde und mit 335.733 Einwohnern das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes.
- Siehe auch: Liste der Städte in Gambia
Bevölkerung
Ethnien
| Anteil | Ethnie |
|---|---|
| 42,3 % | Mandinka |
| 18,2 % | Fulbe |
| 15,7 % | Wolof |
| 9,5 % | Diola |
| 8,7 % | Serahuli |
| 2,1 % | Serer |
| 1,3 % | Manjago |
| 1,0 % | Aku |
| 0,4 % | Bambara |
| 0,9 % | Weitere Ethnien |
| Die Zahlen stammen aus 1973 | |
Die größte Bevölkerungsgruppe ist die der Mandinka mit einem Anteil von ungefähr vier Zentel, gefolgt von den Fulbe und den Wolof. Einen Anteil von ein Viertel verteilen sich auf die restlichen ethnischen Gruppen.
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Sprachen
Die englische Sprache wurde mit der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1965 als offizielle Amtssprache eingeführt bzw. weiter geführt. Sämtlicher Korrespondenz wird in Engl. abgewickelt. In der Küstenregion kann man davon aus gehen, dass man sich immer gut in Engl. verständigen kann. Im dörflichen Hinterland wird man immer jemanden finden, der englische Sprachkenntnisse hat.
Da in Gambia zig verschiedene Ethnien leben, die sich hauptsächlich durch ihre eigene Sprache definieren, sind die Gambier recht sprachbegabt. Häufig sprechen sie etliche Sprachen fließend oder können sich wenigstens darin verständigen. Neun Sprachen sind hauptsächlich verbreitet, aber so weit wie zwanzig verschiedene Sprachen<ref> „Lernt man da Afrikanisch?“ Interview mit einem Afrikanistik-Studenten</ref> werden in diesem kleinen Land gesprochen. Am meisten üblich ist mit etwa 454.000 Sprechern das Mandinka aus der Gruppe der Mande-Sprachen. Topographische Bezeichnungen sind häufig in Mandinka. Das Wolof mit etwa 165.000 Sprechern, dass die größte Verbreitung in Senegal hat, wird in erster Linie in der Küstenregion um Banjul und in der Kombo-St. Mary Area gesprochen. Wolof wird oft als Handels- und Geschäftssprache benutzt und diente auch in der Zeit der Konföderation Senegambia als Parlamentsprache. Das Ful (oder Fulani) wird von etwa 263.000 Gambiern gesprochen.
Die arabische Sprache ist eine alte Schriftsprache im Gambia-Tal, denn im Zuge des Transsaharahandels kamen schon seit dem 10. Jahrhundert v. Chr. arabische Händler zu den westafrikanischen Herrscherhäusern. Durch die Annahme des Islam wurde die arabische Sprache, die dieser Tage als Bildungssprache und Sprache der Theismus gilt, weiter verbreitet. Durch die grenznahen Kontakte mit Senegal haben etliche Gambier auch fundierte Französisch-Kenntnisse. Durch die hohe Sprachbegabung haben Gambier, die Umgang mit dem Tourismus haben, oft zusätzlich Sprachkenntnisse in deutsch, niederländisch, schwedisch oder finnisch.
Religion
Gambias Bevölkerung ist zu 90 Prozent moslemisch, neun Prozent christlich und etwa ein Prozent glaubt an traditionelle afrikanische Religionen. Im Gegensatz zu dem Voodoo-Kult in Haiti versteht sich der Zauberei in Westafrika in der Regel als eine weiße, heilende und gute Magie. Jedoch werden gelegentlich Geschichten verbreitet, in denen auch Leute mit böswilligen Absichten Voodoo-Zauber wirken.
Wiewohl Moslems (Sunniten) den Majorität der Bevölkerung bilden, genießen alle Religionen eine ruhige und friedliche Koexistenz. Gambia ist ein weltlicher Staat, der den Respekt für alle kulturellen und traditionellen Werte fördert. Dieser Zustand garantiert Ungezwungenheit für alle, um die Theismus ihrer Wahl auszuüben. Mit diesem Fond ist es in Gambia gebräuchlich üblich, dass alle offiziellen Veranstaltungen mit Gebeten durch einen christlichen Priester und einen moslemischen Imam eröffnet werden.
Ein Tier mit mythologischer Bedeutung ist das Krokodil. Es dient als heiliges Tier und Fruchtbarkeitssymbol - so sehen die Westafrikaner z. B. bei Vollmond nicht den Mann im Mond, sondern, in der Mandinka-Sprache Bambo genannt - ein Krokodil. Auch gibt es ein Sprichwort, in dem es heißt:
- Erblickst du im Fluss ein weißes Krokodil, kriegst du Kinder viel.
Es gibt auch mindestens drei heilige Krokodilbecken, die u. a. auch für den Fremdenverkehr betrieben werden. Das bekannteste ist das Krokodilbecken bei Bakau. Neben gibt Betriebsanlagen es bei Barra und Allahein.
Als Baum mit mystischer Bedeutung gilt der Baobab (Affenbrotbaum).
Bildung
Der Alphabetisierungsgrad - nach einer Erklärung der OECD ist das der Anteil der Bevölkerung, der lesen und schreiben kann und dabei älter als 15 Jahre ist - liegt nach einer Schätzung von 2003 bei 40,1 Prozent. Nach Geschlechtern aufgeteilt sind das 47,8 Prozent der Männer und 32,8 Prozent der Frauen. Die Staatsausgaben, gemessen am Anteil des Bruttoinlandsprodukt, für das Bildungswesen lagen 2002 bei 2,8 Prozent.
Das Schulsystem ist an dem britischen System angelehnt, eine Schulpflicht besteht in der Greater Banjul Area. Das Einschulungsalter liegt bei sieben Jahren in der Primiary School, die sechs Schuljahre umfasst. Nach einem gutem Abschluss folgt die fünfjährige Secondary High School. Danach ist der Weg offen für die zweijährige High School in Banjul, diesen Abschluss berechtigt den Visite einer Universität.
In Serekunda gibt es die im Jahr 1998 gegründete Universität von Gambia, die 1999 ihren Lehrbetrieb aufnahm. Zuerst mussten die Studenten ins Ausland gehen wenn sie ein Medizin- oder Agrarstudium loslegen wollten.
Demographie
Der Staat Gambia hat nach einer Schätzung eine Einwohnerzahl von knapp 1,6 Mio. Bürger (Schätzung Juli 2006)<ref name="CIA">Gambia im „CIA – The World Factbook“ wenn nicht zwei Paar Schuhe angegeben; Daten vom März 2006</ref> und wächst mit einer Bevölkerungswachstumsrate von 2,84 Prozent. Dieser Wert ist im Laufe der Zeit angestiegen und hatte im Jahr 1993 den Scheitelpunkt mit 3,88 Prozent erreicht. Seit sinkt die Wachstumsrate stetig. Bei einer Fläche von 11.295 km² macht das eine Bevölkerungsdichte von 146 Einwohner pro km² aus. International liegt Gambia damit auf Rang 51.
Die Altersstruktur zeigt den Aufbau eines typischen Entwicklungslandes, was man in der leichten Pagodenform in der Alterspyramide erkennen kann. So macht beispielsweise die Altersgruppe der bis 14-jährigen einen Anteil von 44,3 Prozent aus. Die Gruppe der Alten hat nur einen Anteil von 2,7 Prozent. Die restlichen 53,0 Prozent sind die Bewohner zwischen 15 und 64 Jahre.
Die Verteilung über alle beideGeschlechter ist annähernd gleich. In der Alterspyramide ist kein Ausschlag zu erkennen, der auf gesellschaftliche Veränderungen wie z. B. Kriege, Katastrophen oder einen Pillenknick hindeutet. Bei der Gruppe der bis 14-Jährigen überwiegt leicht mit einem Verhältnis 1,01 der männliche Anteil und auch bei der Gruppe der Alten liegt das Verhältnis zu Gunsten des männlichen Anteils bei 1,05. In der restlichen Bevölkerungsgruppe liegt das Verhältnis des männlichen Anteils bei 0,99.
In Gambia liegt das mittlere Alter (Median) bei 17,7 Jahren (♂ 17,6 Jahre/ ♀ 17,8 Jahre). Man kann für die im Jahr 2006 Geborenen von einer Lebenserwartung von 54,1 Jahren ausgehen (♂ 52,3 Jahre/ ♀ 56,0 Jahre). Die Todesrate beträgt 12,3 Sterbefälle jedes Jahr und 1000 Einwohner. Die Geburtenrate beträgt 39,4 Geburten annual und 1000 Einwohner. Dabei liegt die durchschnittliche Kinderzahl bei 5,3 Geburten pro Frau. Dabei kommen auf 1000 Geburten 71,6 Todesfälle (♂ 78,1 Jahre/ ♀ 64,9 Jahre).
Die Verbesserungen in der klinischen Zufuhr zeigt sich darin, dass im Jahr 2003 zum ersten Mal in der gambischen Geschichte eine junge Frau aus Brikama Fünflinge hatte. Sie brachte die Blagen unter weltweitem Medieninteresse gesund in einer Klinik zur Welt.
Das Land verzeichnet eine positive Einwanderungrate, die bei 1,29 Einwanderern pro 1000 Einwohnern liegt. Die Gründe liegen wohl bei den besseren wirtschaftlichen Verhältnissen als in Guinea und Guinea-Bissau und auch aus Ghana gibt es zahlreiche Emigranten.
Gesundheit
Die Staatsausgaben für das Gesundheitswesen, gemessen an dem Anteil am Bruttoinlandsprodukt, betrugen 1990 2,2 Prozent und stiegen 2001 auf 3,2 Prozent. Auch die Zahl der Ärtze und des Angestellte im Gesundheitswesen erhöhte sich im gleichem Zeitraum. Durch die neue Universität ist es auch nun möglich, Ärzte im eigenen Land auszubilden.
Erfolgreiche Programme zur Aidsbekämpfung sorgten dafür, dass die Aids-Rate in Gambia rückläufig ist. Sie liegt momentan (2003) bei 1,2 Prozent, was im Vergleich mit dem schwarzafrikanischen Mittelwert von neun Prozent besonders tief ist. Auch das Malaria-Kontroll-Programm Gambias gilt als vorbildlich für ganz Westafrika.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Gambias
Die fruchtbaren Ufer des Gambia-Flusses sind seit Jahrtausenden besiedelt. Ein schriftliches Zeugnis gab der Karthager Hanno der Seefahrer um 470 v. Chr. im Bericht seiner Reise nach Westafrika. Die Verbindung zum Mittelmeerraum riss erst mit dem Fall des Römischen Reiches und der Ausbreitung des Islam nach Süden ab. Im 14. Jahrhundert erstreckte sich das riesige Reich der Malinké von der Sahara so weit wie den Wäldern im Süden des Gebietes, auf dem in diesen TagenLiberia und Sierra Leone liegen.
1618 vergab König James I. einer britischen Gesellschaft ein Privileg zum Deal mit Gambia und der Goldküste (heute Ghana). Im späten 17. Jh. bis Ende 18. Jh. stritten einander England und Frankreich um die politische und wirtschaftliche Herrschaft über die Flüsse in Senegal und Gambia. Der Pariser Frieden von 1763 übertrug Großbritannien die Herrschaft über Gambia, die Franzosen bekamen bloß eine kleine Enklave um Albreda nördlich des Flusses. Diese wurde 1857 an Großbritannien abgetreten.
In der Zeit des transatlantischen Sklavenhandels wurden über drei Mio. Sklaven nach USA verschleppt. Erst 1807 hörte Großbritannien dienstlich mit dem Sklavenhandel auf, was dem Deal in Gambia erst einmal keinen Abbruch tat. Im Im Jahre1816 bauten die Engländer in Bathurst (heute Banjul) einen Militärstützpunkt. Die folgenden Jahre unterstand Banjul zeitweise dem britischen General-Gouverneur in Sierra Leone. Erst 1888 wurde Gambia eine eigenständige Kolonie.
Am 18. Februar 1965 wurde Gambia als konstitutionelle Königtum ins Commonwealth aufgenommen. Am 24. April 1970 wurde Gambia eine Republik innerhalb des Commmonwealth umgewandelt. Der erste Präsident der Republik war Sir David Dawda Kairaba Jawara, der bis 1994 fünfmal wiedergewählt werden sollte. 1981 erschütterte ein gewaltsamer Staatsstreich das Land. Im Nachspiel zum Umsturz unterzeichneten am 12. Dez. 1981 Gambia und Senegal einen Vertrag, der die Vereinigung der Streitkräfte, der Währung und des Wirtschaftsraumes in der Konföderation Senegambia vorsah. Diese Konföderation bestand vom 1. Feber 1982 bis zum 30. September 1989, als Gambia aus dem Bund austrat.
Vor der gambischen Küste ereignete gegenseitig 2002 eine der größten Katastrophen der Seefahrt der Nachkriegszeit. Die senegalesischen Fähre Joola, der einmal einzigen Fähre zwischen Ziguinchor (Region Casamance) und Dakar, sank in einem Sturm und forderte dabei über 1800 Todesopfer.
- Siehe auch: Liste der Gouverneure von Gambia
Politik
Gambia ist eine Republik mit einer demokratisch gewählten Mehrparteienregierung unter dem Präsidenten Yahya Jammeh. Der junge Leutnant Jammeh kam 1994 durch einen militärischen, aber weitgehend unblutigen Staatsstreich an die Macht, der aus einem Demo der Soldaten über verspätete Soldauszahlungen entstand. Er kündigte früher an, er wolle mindestens bis zum Anno 1998 allein regieren. Dennoch wurden – vielleicht um den Tourismus, von dem Gambia wirtschaftlich stark abhängig ist, nicht zu gefährden – schon 1996 abermals Wahlen abgehalten, aus der Jammeh klar als Bester hervorging. Eine neue Verfassung wurde eingeführt.
Tatsächlich sind die Jahre von 1996 bis 2000 von einer gewissen Stabilität und wirtschaftlichem Aufschwung geprägt: der internationale Verkehrslandeplatz in Banjul sowie diverse Straßen werden modernisiert, ein neues Krankenhaus, neue Schulen, eine Fernsehstation und ein riesiges Revolutionsdenkmal entstehen, der Reisebranche ist abermals eine gute Einnahmequelle.
2000 werden (laut Amnesty International) mindestens 14 Personen bei einer Straßenschlacht zwischen studentischen Demonstranten und der Bullerei getötet. Schulen sind aushilfsweise geschlossen, Patrouillen prägen das nächtliche Stadtbild.
2001 wird Jammeh nochmals wiedergewählt. 2002 gewinnt die Alliance for Patriotic Reorientation and Construction (APRC) die Wahl zur Nationalversammlung, allerdings boykottiert die Oppositionspartei UDP die Wahl.
Seitdem Dezember 2004 beteiligt sich Gambia an einer Friedensmission im Sudan unter Führung der Afrikanischen Union (AU).
Am 16. Dezember 2004 wird der regierungskritische Berufstätiger Deyda Hydara ermordet. Zunächst hatte er das neue Mediengesetz angeprangert, nach dem Journalisten für das Schreiben eines „verleumderischen Artikels“ (zum Beispiel: üble Nachrede, Veröffentlichung aufrührerischer Artikel) zu einer Haftstrafe von mindestens sechs Monaten verurteilt werden können. Vier Tage nach Deyda Hydaras Ermordung protestierten Hunderte von Journalisten gegen die Ermordung und und für den Bewahrung der Pressefreiheit.
Parteien
Hauptartikel: Liste der politischen Parteien in Gambia
Gambia ist ein von einer regierenden Partei dominiertes Land; an der Macht ist die Alliance for Patriotic Reorientation and Construction. Oppositionelle Parteien sind erlaubt, erlangten in der Vergangenheit aber zu keinem großen Einfluss. Im Im Jahre2005 bilden fünf oppositionelle Parteien, also praktisch die gesamte Gegenseite des Landes, eine Koalition mit dem Namen National Alliance for Democracy and Development.
Liste der Präsidenten
Hauptartikel: Liste der Staatsoberhäupter von Gambia
Gambia hat Dieser Tage nur ein Staatsoberhaupt, dieser wird alle fünf Jahre vom Volk gewählt. Er gemeinsam mit diesem Amt, die Funktion des Regierungschefs. Ein Premierminister bzw. Ministerpräsidenten gibt es seit 1970 nicht mehr. Das zweithöchte Amt als Vizepräsidentin hält Isatou Njie Saidy inne.
- Siehe auch: Liste der Premierminister von Gambia, Kabinett von Gambia
Militär
Der Anteil der Staatsausgaben für Verteidigung liegt gerade bei vier Von Tausend vom BIP (Schätzung 2005), damit gehört Gambia zu den Staaten mit den geringsten Militärausgaben weltweit. Eine Wehrpflicht, zu der knapp 2000 Mann starken Armee, existent aus der Gambian National Army (GNA), Gambian Navy (GN), Presidential Guard und der National Guard besteht nicht.
Die Truppe wurde zunächst, durch des Putsches von 1981, als eine kleine 200 Mann starke Einheit 1983 gegründet. Vorweg gab es seit der Unabhängigkeit keine bewaffneten Streitkräfte im Land, allein eine 750 Mann starke Bullerei und ein halb so großer Verband mit dem Namen Field-Force. Man hatte so weit wie dem Umwälzung ein Verteidigungsabkommen mit dem Senegal abgeschlossen.
Nichtsdestotrotz das Land nur eine kleine Truppe besitzt, am Hut haben sich das Land intensiv an Friedensmissionen der UN und AU, so z. B. an der United Nations Mission in Liberia (UNMIL).
Mitgliedschaft in int. Organisationen
Hauptartikel: Mitgliedschaft Gambias in internationalen Organisationen
Gambia ist Angehöriger in verschiedenen internationalen Organisationen und Gruppierungen. Zu den wichtigsten zählen die Vereinten Nationen und ihre Unter- und Sonderorganisationen, der Internationalen Währungsfonds und die Weltbank. Auf regionaler Ebene sind die Afrikanische Union und die Economic Community of West African States (ECOWAS), eine westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft am Wichtigsten.
Wahlen
Die nächsten Präsidentschaftswahlen werden im October 2006 und die nächsten Nationalversammlungswahlen im Jänner 2007 an Stelle finden. Verschiedene Oppositionsparteien ein Bündnis geschlossen um als einzelne Kraft besser gegen die regierenden Politische Kraft APRC wettstreiten zu können.
Verwaltungsgliederung
Hauptartikel: Verwaltungsgliederung Gambias
Bild:Gambia map division 0.png
Der Staat Gambia ist in sechs Divisionen unterteilt.
| Division | Abkürzung | Code | Hauptstadt | Fläche | Bevölkerung |
|---|---|---|---|---|---|
| Greater Banjul Area | B | Banjul | 88 km² | 391.231 Einwohner | |
| Lower River Division | LRD | L | Mansa Konko | 1618 km² | 73.890 Einwohner |
| Central River Division | CRD | M | Janjanbureh | 2895 km² | 192.916 Einwohner |
| North Bank Division | NBD | N | Kerewan | 2256 km² | 176.793 Einwohner |
| Upper River Division | URD | U | Basse Santa Su | 2070 km² | 190.353 Einwohner |
| Western Division | WD | W | Brikama | 1764 km² | 446.680 Einwohner |
| 10.691 km² | 1.471.863 Einwohner |
Bevölkerung (Schätzung Jan. 2006)<ref>http://bevoelkerungsstatistik.de/ Bevölkerungszahlen weltweit</ref>
Infrastruktur
Seit der Eintreffen der Portugiesen im 14. Jahrhundert war der Fluss ein Haupthandels- und Transportweg zum afrikanischem Hinterland. Von Elfenbein, Eisen, Gold, Sklaven bis hin zu Erdnüssen wurde auf dem Fluss was auch immer transportiert. In den Achtziger Jahren wird der Flusstransport nur noch durch den Passagierverkehr beherrscht.
Obgleich der Gambia weitestgehend schiffbar ist, wird er In diesen Tagen für Transportzwecke in das gambische Hinterland grundsätzlich genommen überhaupt nicht länger genutzt. Auch der öffentliche Personenverkehr in West/Ost-Richtung hat sich nun ganz auf die Straße verlagert.
Straßenverkehr
Ein Jahr nach der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1965 hat Gambia den Linksverkehr auf den Straßen abgeschafft. Seit wird auf den Straßen, wie in den anderen westafrikanischen Staaten, rechts gefahren. Fahrzeuge, die rechts gesteuert werden, sind nimmer zugelassen.
Das Straßennetz hat eine Größe von ungefähr 3.742 Kilometer Länge (2003). Davon sind 723 Kilometer asphaltiert. Die übrigen 3.019 Kilometer sind nicht asphaltiert und deshalb teils in schlechtem Zustand.
Nördlich des Gambia-Flusses befindet sich eine wichtige Straße (Norduferstraße), die das Land durchquert. Bedeutender für den Fernverkehr ist jedoch die Süduferstraße, die von Banjul über Brikama bis nach Basse Santa Su durch das ganze Land verläuft.
Den Personenverkehr führt hauptsächlich die Gambia Public Transport Corporation (GPTC) durch, sie betreibt mit ihrer Kriegsflotte ein gut ausgebautes Busnetz. Den öffentlichen Personalnahverkehr übernehmen Buschtaxen, die Minibusse fahren die Hauptverkehrsstaßen ab und gewähren einfach durch Handzeichen anhalten. Konventionelle Taxen sind auch reichhaltig, in gelber Farbe mit einen grünem Querstich, vorhanden. In den Touristenzentren fahren aber auch noch grünlackierte Taxen, sie haben spezielle staatliche Lizenzen die sie auch als Touristenführer auszeichnen.
Schienenverkehr
Gambia besitzt in der heutigen Zeit kein aktiv betriebenes Streckennetz mehr. In den 1930er Jahren gab es bei Brikama eine kurze Strecke von zwölf Kilometer Länge für den Gütertransport.
Luftverkehr
Etwas außerhalb von Banjul befindet sich Gambias einziger Flughafen. Das Flugfeld des Banjul International Airport wurde 1987 von der NASA als transatlantische Notlandestelle für Space Shuttles ausgewählt und in den folgenden Jahren für diese Aufgabe angepasst. Neu misst das Flugfeld 3600 m.
Wasserverkehr
Der Tiefwasserhafen von Banjul, spielt für den internationalen Warenverkehr eine große Rolle, betrieben wird er von der staatlichen Gambia Ports Authority.
Der Gambia-Fluss ist bis 390 Kilometer ins Landesinnere mit Schiffen befahrbar. Hochseeschiffe können, bedingt durch den Tiefgang, den Gambia nur bis etwa 190 Kilometer befahren.
Auf dem Fluss gibt es einige Fähren, die für den Personen- und Kraftfahrzeugverkehr eine wichtige Nord-Süd-Verbindung darstellen. Eine wichtige Fährverbindung befindet sich zwischen Banjul und Barra am nördlichen Ufer der Gambia-Mündung, auf der wichtigen Verkehrsstrecke nach Dakar. Für den Fährverkehr wurde am 25. Juli 2005 die in der Ukraine gebaute neue Fähre mit dem Namen Kanilai Ferry, vom Präsidenten Jammeh in Dienst gestellt. Die Fähre mit 50 M Länge, 12,5 M Dicke und einem Tiefgang von 1,7 M kann maximal 250 Tonnen Frachtgut sowie 1200 Personen befördern. Die maximale Zahl wurde aber auf 600 Passagiere begrenzt.
Telekommunikation
Die staatliche Gambia Telecommunications Company Ltd., kurz Gamtel, ist Gambias wichtigstes Telekommunikationsunternehmen. Angrenzend den rund 50.000 (Stand 2004) Festnetz-Anschlüssen ausüben sie ein Mobilfunknetz. In der Banjul Greater Area und der Abendland der Streifen Abteilung ist flächendeckend, in den anderen Landesteilen besteht Netzversorgung mit Mobilfunk nur in den Ballungsräumen.
Ein weiteres Unternehmen, dass in Gambia ein Mobilfunknetz betreibt, ist die afrikaregionale Africell. Zusammen haben die beiden Provider über 220.000 Mobilfunkteilnehmer (Stand September 2005), das sind 25 Prozent der 15 bis 64jährigen der Landesbevölkerung oder 1,9 Handys pro Haushalt. Die Anzahl der Mensch stieg innerhalb von fünf Jahren um das Vierzigfache, damit hat Gambia eine der höchsten Mobilfunkquoten von ganz Afrika.
Nach einer Schätzung von 2005 gibt es im Land 49.000 private Internetnutzer, das sind knapp sechs Prozent der 15 bis 64jährigen. Diese Zahl hat sich innerhalb von vier Jahren verzehnfacht. Es gibt aber eine Heer von Telecentern, die verschiedene Kommunikationsdienste wie ein Internet-Terminal, ein Fax-Gerät oder ein Festnetztelefon gegen Bezahlung zur Verfügung stellen.
Wirtschaft
Gambia besitzt keine Bodenschätze, die sich wirtschaftlich erschließen ließen - Landwirtschaft, Tourismus und die Fischerei sind die Haupterwerbszweige des Landes.
Nach einer Schätzung aus dem Anno 2005 liegt das Bruttoinlandsprodukt kaufkraftbereinigt bei 2,39 Mrd. Euro, das entspricht 1460 Euro pro Einwohner. Dennoch zählt Gambia nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt: bis dato2003 belief sich der Anteil der Bevölkerung mit weniger als einem US-Dollar pro Tag (nicht kaufkraftbereinigt) auf 59 Prozent.
- Siehe auch: Tabelle: Die höchste Armut weltweit
Landwirtschaft
Zwei Drittel der Erwerbstätigen arbeiten im Bereich der Landwirtschaft, die ein Viertel des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet. Der Gambia-Fluss mit seinen Nebenflüssen ist Gambias Lebensader. Das Flusswasser lässt sich am effizientesten in der Bewässerung ackerbautreibend genutzter Flächen verwenden. Der Europa von Gambia, im besonderen in den dicht besiedelten Gebieten, hängt völlig von der Gebrauch des Grundwassers für den industriellen und den häuslichen Benutzung ab.
Die mit Abstand wichtigste Kulturpflanze ist die Erdnuss, die leicht sandige Böden bevorzugt. Jedes zweite ackerbautreibend genutzte Feld ist ein Erdnussfeld. Sie bringt mit ihren Nebenprodukten 78 Prozent der Exporterlöse ein. Die exportorientierte, auf die Erdnuss ausgerichtete Agrar macht es aber notwendig, dass ein Fünftel der benötigten Esswaren eingeführt werden muss.
Neben wird Hirse und Sorghum, Cassave (Maniok) und Mais kultivert. Reis, das Grundnahrungsmittel Nummer eins, wird unzulänglich im Land produziert und muss zusätzlich importiert werden.
Eine untergeordnete Rolle für den Ausfuhr spielt Baumwolle, die in den östlichen Landesteilen angebaut wird und Palmkernöl. Die Ölpalme wird in erster Linie an der Küste angebaut.
Tourismus
Der Reisebranche in Gambia leistet, nach der Landwirtschaft, den zweitwichtigsten Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt. Die meisten Touristen besuchen das Land wegen der Strände, neben sind Fischfang- und Wirbeltierexkursionen besonders wichtig. Durch die Zunahme des Reisebranche in den letzten 30 Jahren wurde nach und nach reichlich die Hälfte der erschlossenen Küstenlinie bebaut.
Industrie
Die industrielle Erzeugung in Gambia schließt den Straßenbau, die Bierbrauerei Banjul Breweries, einen Fahrradhersteller, den Hausbau und eine Gießerei mit ein. Es gibt auch etliche Kleinbetriebe, die Möbel herstellen, Material verarbeiten, Holzschnitzereien anfertigen oder Vertebrat verarbeiten.
Kultur
Medien
Zeitungen haben in den letzten Jahren mit dem Sinken der Analphabetenquote an Bedeutung gewonnen. Mit fünf Auflageziffern in der Woche ist The Daily Observer die bedeutendste. Die Regierung Jammeh, ansonsten recht demokratisch, ist aber bestrebt die Rechte der Presse einzuschränken oder gar sie zu verbieten. U. a. wurde das Arbeiten der Tagesblatt The Point untersagt.
Die Organisation Reporter ohne Grenzen nimmt am internationalen Tag der Pressefreiheit (3. Mai 2005) Präsident Jammeh neu in die Aufzählung der „Feinde der Pressefreiheit“ auf und macht dadurch international darauf aufmerksam, dass die Bedingungen für Journalisten in Gambia nicht die besten sind.
Radio und Fernsehen
Die staatliche Rundfunkgesellschaft, die Gambia Radio & TV Services (GRTS) ist der einzige Fernsehsender. Mit der GRTS gibt es fünf Hörfunkprogramme, es wird aber auch Radio aus dem benachbartem Senegal empfangen. Nach einer Schätzung von 1997 gibt es 197.000 Radios.
Musik
Traditionelle Instrumente in Gambia sind Balafon, Kora und Djembe. Man findet vollkommen Land immer Männer, die zum Unterhaltung auf einer Djembe spielen. Dadurch ist in den Dörfern, auf dem Strand oder abends zu Geselligkeiten immer ein Rhythmus in der Luft, der in der Regel angenehm und entspannend wirkt. Für den Fremdenverkehr werden Trommelkurse angeboten, bei denen die Gäste das Trommelspielen vor Ort aneignen können.
In Westafrika gibt es eine Reihe von Musikern, die populäre Musik produzieren. So ist im Nachbarland Senegal Youssou N’Dour ein Superstar, dies ist in Gambia nicht anders. Aus Gambia ist weltweit bekannt der Musikschaffender Foday Musa Suso. Weit üblich sind anliegend der internationalen Popmusik auch afrikanischer Hip Hop, Reggae und die afrokaribische Musik.
Essen und Trinken
Die gambische Küche gehört zur westafrikanischen Küche, die durch die nordafrikanischen Länder von der arabischen Küche geprägt wurde. Durch die geringe Größe des Landes wird man keine typisch gambischen Spezialitäten finden, die Gerichte werden in Variationen oder mit anderem Namen auch in Senegal und den anderen westafrikanischen Ländern zu finden sein. Im Gegensatz zu Senegal, wo sich die französische Küche mehr durchgesetzt hatte, konnte sich die britische Küche in Gambia nicht richtig durchsetzen.
Gekocht wird viel mit frischem und getrocknetem Fisch. Folgende Fische werden zum Beispiel dabei verwendet: Ladyfisch, Barrakuda, Meeräsche, Korallenfisch und Seezunge. Als Beilage werden Reis, Süßkartoffeln, Cassava, Okra und zusätzliche Gemüsesorten verwendet. Typisch für die ambische Küche ist die Erdnusssoße.
Die Hauptgerichte sind Chicken Yassa (oder sisay yassa), ein in Zitronensaft und Zwiebeln sauer eingelegtes Hähnchen und Benachin, ein Reisgericht dass mit frischem Gemüse und getrocknetem Wirbeltier zubereitet wird. Dann gibt es das Domoda (oder Domodah), ein Eintopf mit Erdnusssoße, der mit Essen und Gemüse zubereitet wird. Als kleine Zwischenmahlzeiten Gültigkeit besitzen die Fish Cakes, mit Vertebraten und Gewürzen gefüllte frittierte Teigtaschen. Als Süßspeise gibt es das Chakery, das mit Joghurt zubereitet wird. Anliegend frischem Obst wird man immer frisch geröstete Erdnüsse bekommen.
Dank des islamischen Glaubens ist Alkohol nicht weit verbreitet. Die Volksgruppen Aku und Diola aber einen zur Brust nehmen gerne Palmwein. Dazu wird gegorener Saft aus Palmen, durch aufgehängter Flaschen, gesammelt. Das Schädelgetränk der Gambier ist aber Attaya, ein grüner Tee – der wie im arabischen Raum angebracht einer rituellen Teezeremonie getrunken wird. Ebenso werden Fruchtsäfte (Mango, Guave, Papaya, Tamarinde) und der aus getrockneten Hibiskusblüten zubereitete Bissap-Saft getrunken. Eine übrige Spezialität des Landes ist der Kinkeliba-Tee.
Kleidung
Die Westafrikaner tragen gerne bunte Kleider, die Stoffe sind dünn gewebt und in der Batik-Technik gefärbt. Im Straßenbild der Küstenregion, um Serekunda, mischt sich die europäische Kleidung gleichgestellt mit den traditionellen Gewändern. Trotz multipel staubiger und unbefestiger Straßen sind Gambier andauernd bestrebt, sauber und modern gekleidet zu sein.
Für das islamische Freitagsgebet tragen sich die meisten Männer, auch die jungen Männer in der Küstenregion, die anderweitig gerne westliche Kleidung tragen, in einem Kaftan. Die moslemischen Sitten werden aber hier freier ausgelegt, Frauen haben hier übrige Möglichkeiten, Modebewusstsein zu zeigen. So ist eine freie Schulter überhaupt nichts Verwerfliches, selbst eine entblößte Brust einer stillenden Frau wird dort eher akzeptiert als in westlichen Ländern. Einzig das Knie einer Frau sollte trüb sein, wiewohl man dieses Tabu in der Küstenregion auch lockerer sieht.
Sport
Bei den letzten Olympischen Sommerspielen 2004 nahmen zwei Mensch aus Gambia teil. Einerseits Jaysuma Saidy Ndure, der an den Leichtathletik-Wettbewerben 100-Meter und 200-Meter der Männer teilnahm sowie Adama Njie, die am Leichtathletik-Wettbewerb 800-Meter der Frauen teilnahm. In der Olympiabilanz Gambias stillstehen noch noch keine Medaillen.
Fußball
Die Nation ist stark vom Fußball begeistert, in der Nähe von Banjul gibt es ein großes Stadion, das 40.000 Publikum aufgreifen kann. Das 29 Mio. Euro teure Independence National Stadium wurde von den Chinesen adäquat eines Entwicklungshilfeprojektes gebaut. Dieses Wettkampfstätte wird auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Die Gambische Fußballnationalmannschaft (genannt The Scorpions) befindet sich zur Zeit auf der FIFA-Weltrangliste auf Platz 166 (Stand April 2006)<ref> http://www.fifa.com/ Die Gambische Fußballnationalmannschaft auf der Homepage der FIFA</ref>. Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 unterlag die Mannschaft in der ersten Qualifikationsrunde gegen die Mannschaft aus Liberia und konnte sich damit nicht weiter qualifizieren.
Wrestling
Volkssport mit großer Überlieferung unter den Männern, erst einmal in der Ethnische Gruppe der Diola, in Gambia ist das afrikanische Wrestling, eine Form des Ringkampfes. Dieses Wrestling hat in Gambia eine ähnliche Stellung wie das Sumo-Ringen in Japan. Unter den Herrscherfamilien im 11. Jahrhundert gab es schon Ringerwettkämpfe. Dieser Tage wird der Turnier in jedem Dorf, besonders im Süden an der Grenze zu der senegalesischen Region Casamance, ausgetragen.
Sehenswürdigkeiten
Als Hoheitszeichen des Landes und der Stadt gilt das Arch 22. Die Geschichte des Landes ist im National Museum in Banjul, in der noch einige Gebäude aus kolonialer Zeit erhalten sind, zu erkunden. Andere koloniale Ausschuss sind u. a. auf James Island, in Juffure und in Janjanbureh (früher Georgetown) zu finden. Von der Lamin Lodge lässt sich gut das Ökosystem Mangrovenwald im Tanbi Wetland Complex beobachten. Der Abuko Nature Reserve zeigt anschaulich einen Galeriewald. Schwer denkbar ist das Mungo Park-Memorial bei Karantaba Tenda.
Eines der größten westafrikanischen Rätsel scheinen aber die megalithischen Steinkreise von Wassu zu sein. Deren Herkunft und Zweck ist noch ungeklärt. Sie sind nicht nur bei Wassu zugunsten in der gesamten Region zu finden.
Feiertage
| Datum | Name | Piefke Name | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| feste Feiertage | |||
| 1. Januar | New Year's day | Neujahrstag | |
| 18. Februar | Independence Day | Tag der Unabhängigkeit | Nationalfeiertag |
| 1. Mai | Labour day | Tag der Arbeit | |
| 22. Juli | Republic Day | Tag der Revolution | Nationalfeiertag |
| 15. August | Holy Maria day | Mariä Himmelfahrt | christlicher Feiertag |
| 25. Dezember | Christmas Day | Weihnachtsfeiertag | christlicher Feiertag |
| bewegliche Feiertage | |||
| 2. Mai 2006 | Prophet's Birthday | Geburtstag des Propheten Muhammad (Mawlid an-Nabi) | moslemischer Feiertag |
| 22. Oktober 2006 | Koriteh | Ende des Ramadan ('Īd al-fitr) | moslemischer Feiertag |
| 21. Januar 2007 | Tabaski / Tobaski | Islamisches Opferfest ('Īd ul-Adha) | moslemischer Feiertag |
| 31. März 2007 | Prophet's Birthday | Geburtstag des Propheten Muhammad (Mawlid an-Nabi) | moslemischer Feiertag |
| 6. April 2007 | Good Friday | Karfreitag | christlicher Feiertag |
| 9. April 2007 | Easter Monday | Ostermontag | christlicher Feiertag |
| 13. Oktober 2007 | Koriteh | Ende des Ramadan ('Īd al-fitr) | moslemischer Feiertag |
Umwelt
Die häufigsten Naturkatastrophen, die das Land bedrohen, sind Buschfeuer, Dürren, Küstenerosion, Überschwemmungen, Staubstürme und Heuschreckenplagen.
Seit den 70ern kommt es, zusammen mit Buschbränden, zu erhöhtem Auftreten von Dürrekatastrophen. Und seit Mittelpunkt den 80ern treten Staubstürme, die über drei Tage andauern, fast jährlich auf. In den letzten 20 Jahren sind weite Abschnitte der Küstenlinie zwischen Banjul und Tanji durch Abtragung bei Sturmfluten beschädigt worden, wo bei es auch zu erheblichen Verlusten an Besitztümern gekommen ist. Seit kurzem treten Überschwemmungen des Flusses jährlich auf, die in vielen Teilen des Landes Felder und Gebäude beschädigen. Im Jahr 2004 bekämpfte die gesamte Westafrikanische Region eine riesige Fortpflanzungsgemeinschaft an Heuschrecken, die Gambische Regierung rief deshalb vorsorglich den Notstand aus.
Die Erweiterung der Ackerflächen, Überweidung durch Viehwirtschaft, Buschbrände und unerlaubter Holzeinschlag hat die Waldfläche von ungefähr 70 Prozent in den sechziger Jahren auf weniger als neun Prozent im Jahr 2000 verringert.
Schutzgebiete
Hauptartikel: Nationalparks in Gambia
Der Abuko Nature Reserve ist das bekannteste Naturschutzgebiet in Gambia. Der 1968 eingerichtete etwa hundert Hektar große Park liegt etwa zwanzig Kilometer südlich von der Kombo-St. Mary Area.
Quellen
<references/>
Literatur
- Karin Knick: Mandinka für Gambia, Wort für Wort. Kauderwelsch. Band 95 ISBN 3-89416-286-4
- Michael Franke: Wolof für den Senegal, Wort für Wort. Kauderwelsch. Band 89 ISBN 3-89416-280-5
- Rosel Jahn: Gambia : Reiseführer mit Landeskunde ; mit einem Reiseatlas Mai, Dreieich 1997, ISBN 3-87936-239-4
- Ilona Hupe: Gambia. Kleines Urlaubsparadies in Westafrika. ISBN 3-932084-19-5
Weblinks
| (TID 646251) | Wiktionary: Gambia – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
(TID 222120)
| (TID 646251) | Commons: Gambia – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
| (TID 646251) | Wikinews: 15. Internationaler Tag der Pressefreiheit – aktuelle Nachrichten |
(TID 342006)
- The Atlas of the Gambia (englisch) von Dr. Malanding S. Jaiteh
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