Gesang
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel erläutert den Gesang und den Sänger, für alternative Bedeutungen von Sänger siehe Sänger (Begriffsklärung). |
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Singen oder aberGesang ist im Gegensatz zu Sprechen der größtenteils auf Klang- und Melodieerzeugung ausgerichtete Anwendung der menschlichen Stimme. Das Singen zählt zur Kunst der Musik. Ein Sänger ist ein Musiker, der seine Stimmlippen und sein Ansatzrohr als Musikinstrument benutzt.
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Funktionsweise der Singstimme
Die menschliche Singstimme gehört zu den Zungenpfeifen (vgl. Blasinstrumente und Schall); die Stelle der Zungen, von denen es wie bei der Oboe zwei gibt) vertreten die Stimmlippen, welche zwischen den beweglichen zwei Schildplatten und zwei Gießbeckenknorpeln, die zusammen den Kehlkopf bilden, sich gegenüberstehend, leicht himmelwärts gerichtet gegeneinander geneigt ausgespannt sind.
Zig Muskeln bewirken als auch eine straffere Spannung als ein Nachlassen der Spannung der Stimmlippen, sei es in der ganzen Ausdehnung oder nur teilweise; auch eine Ausgebeulte Stelle der Stimmlippen wie anderseits eine Verdünnung besonders der Ränder ist möglich, da die Knorpelpaare sich aufeinander zu und voneinander weg bewegen können, womit entweder die Tiefe oder die Weite des Kehlkopfes verändert wird.
Ein bewusstes Infunktionsetzen dieser oder jener Muskeln ist nicht möglich; die physiologischen Experimente zur Erforschung der Bedingungen, unter denen diese oder jene Modifikation des Klanges der Menschenstimme entsteht, sind daher für die Praxis des Singens unfruchtbar und nur für die Lehre von Interesse. Bemerkenswert ist allerdings, dass manche Frauen in den Adern liegen sind, deutlich höher zu singen als selbst manche Koloratur-Sopranstimme. Bei besonders hoher Anspannung der Stimmlippen kommt es nämlich beim Singen zur Bildung einer kleinen kreisrunden Öffnung mitten unter der ansonsten aneinander anliegenden Stimmlippen. Die dadurch ermöglichte Hochtonsingfähigkeit nennt man auch Pfeifstimme. Sie wird oft als eine alternative Art zu Quietschen präsentiert. Womöglich beruht aber auch das Gabe von Sängerinnen wie Yma Sumac auf einer perfekten Beherrschung dieser Art zu singen.
Kulturelle Aspekte
Gesang gehört zur Kultur sämtlicher Zeiten und Völker und kann alle Lebenssituationen begleiten. Rituelle Gesänge, Kinderlied, Arbeitslied und Gesang als Vortragskunst sind nur einige Beispiele.
In der westlich-abendländischen Tonkunst werden Sängerinnen und Sänger nach ihrer Stimmlage eingeteilt in Sopran, Mezzosopran und Alt (Frauenstimmen), sowie Altus, Tenor, Bariton und Bass (Männerstimmen). Gesang kann solistisch oder im Chor ausgeführt werden.
Noch bis ins 18. Jahrhundert, vereinzelt wenn schon bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, gab es Kastraten, die durch eine Operation oder Verstümmelung ihre infantil hohe Stimme behielten, dies jedoch mit dem Verlust ihrer Zeugungsfähigkeit berappen mussten. In diesen Tagen singen mit einer speziellen Technik, dem Falsettieren, Männer in vergleichbarer Stimmlage als Countertenor, Altus oder gar Sopran.
Einzelne Sängerinnen und Sänger sind zu allen Zeiten besonders beachtete Personen des öffentlichen Lebens gewesen. Beispiele aus dem klassischen Gesang und dem Jazzgesang finden sich auf der Liste berühmter Sängerinnen und Sänger klassischer Musik bzw. auf der Aufzählung von Jazzsängerinnen und -sängern.
Sonstige Kulturen überblicken mehrere sonstige Formen und Techniken des Gesangs. Beispiele hierfür sind der mongolische Kehlkopfgesang und der Obertongesang.
Literatur
- Merkel: Anthropophonik. Leipzig 1857
Siehe auch
- Gesangspädagogik
- Stimmlage
- Vokalmusik
- Chormusik
- A cappella
- Blattsingen
- Vokalise
- Oper
- Scat-Gesang
- Background Vocals
- Beatboxing
- Belting
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