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Geschichte Chinas - Schlauweb
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Geschichte Chinas

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Historische Karte Chinas aus dem Jahr 1402

China gehört zu den ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Menschheit. Als Träger dieser Kultur und dominierende Volksgruppe haben sich in der Geschichte Chinas die Han-Chinesen etabliert. Schriftliche Aufzeichnungen über die chinesische Kultur reichen über 3.500 Jahre zurück. Im Ammenmärchen geht sie ursprünglich auf die drei Urkaiser zurück: Fu-Xi, Shen-Nong und schließlich der Gelbe Kaiser Huang-Di als eigentlicher Kulturschöpfer – ihnen voran gingen 16 irdische und eine Reihe himmlischer Kaiser. Historische Belege für die Existenz dieser Persönlichkeiten gibt es allerdings keine, sie sollen laut Überlieferung vor 5.000 bis 6.000 Jahren gelebt haben.

Für eine schematische zeitliche Übersicht siehe: Zeittafel der chinesischen Geschichte.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Die frühesten menschlichen Funde auf dem Gebiet des heutigen Reich der Mitte sind zwei Zähne und Steinwerkzeuge, die in der Provinz Yunnan entdeckt wurden (Yuanmou-Menschen); sie werden auf 1,7 Millionen Jahre vor unserer Zeit datiert. Diese frühen Volk waren Angehörige der Hominiden-Gattung Homo erectus. Auch die späteren Peking-Menschen, von denen zwei gut erhaltene Schädel entdeckt wurden und die vor etwa 400.000 Jahren in der Nähe des heutigen Peking lebten, werden den Homo erectus Hominiden zugerechnet. Die zwei Schädel gingen jedoch in den Wirren des Zweiten Weltkrieges verloren.

Der Homo sapiens, der anatomisch dem modernen Volk entspricht, gelangte nach der Out-of-Africa-Theorie etwa vor 65.000 Jahren ins heutige Gebiet Chinas. Etliche chinesische Wissenschafter bevorzugen aber die These, worauf sich der moderne Mensch weltumspannend gleichzeitig entwickelt habe.

Auffälligerweise wurden bei allen vorgeschichtlichen Funden relativ einige Steinwerkzeuge gefunden. Es wird deshalb allgemein angenommen, dass in Asien das leichter zu bearbeitende, jedoch weniger haltbare Substanz Bambus für den Werkzeugbau verwendet wurde. Archäologische Funde erst einmal im Mittellauf des Gelben Flusses und des Yangtse zeigen, dass die Leute vor etwa 8.000 Jahren Landbau betrieben, u. a. schon Reis und Hirse anbauten und Keramik herstellten. Die unlängst noch in der Fachwelt vorherrschende Ansicht, dass der mittlere Lauf des Gelben Flusses (Hoang-ho) das Kerngebiet der chinesischen Kultur sei, gerät angesichts der Ergebnisse neuer Ausgrabungen am mittleren und unteren Lauf des Yangtse zusehends unter Druck. Mittlerweile geht die Majorität der Fachwelt eher von einer multizentralen Entstehungsgeschichte aus.

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Frühe Dynastien

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Ausdehnung der Xia-Dynastie

Vor etwa 4000 Jahren existierte die Xia-Dynastie, die angeblich auf den Kaiser Yu zurückgeht. Da es aus dieser Zeit kein direktes, schriftliches Zeugnis gibt und die späteren Berichte nicht besonders zuverlässig sind, wurden die Existenz dieser Dynastie und die der überlieferten Kaiser für nachhaltig von Kompromiss finden Gelehrten bezweifelt. Die archäologischen Funde scheinen jedoch ihre Existenz zu bestätigen. Es handelte sich bei dieser Dynastie wahrscheinlich um eine Art Stammeszusammenschluss.

Noch zur Zeit der Xia-Dynastie (ab 1766 v. Chr.) soll das Volk der späteren Hunnen entstanden sein: Kia, das 17. Subjekt dieses Herrscherhauses, wurde durch eine blutige Revolte entthront und zog sich mit einer kleinen Schar in die nördlichen Gebiete zurück.

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Ausdehnung der Shang-Dynastie

Abgelöst wurde die Xia-Dynastie von der Shang-Dynastie (ca. 1570 - 1066 v. Chr., auch Yin genannt). Aus dieser Zeit abstammen die ersten Funde von Schriftzeugnissen; es wurde schon Bronze verarbeitet, Wälle gebaut und es gab Pferde-Streitwagen. Die Shang-Dynastie verfügte über eine gut ausgebaute Bürokratie. Zu ihrer stärksten Zeit reichte ihr Einfluss schon über das gesamte Gebiet des mittleren und unteren Laufs des Gelben Flusses, bis in das Gebiet der heutigen Provinz Liaoning in und bis zum Lauf des Yangtse.

Funde legen nahe, dass es parallel andere eigenständige Kulturen gab. Am bekanntesten sind die aus Gold, Bronze und Jade gefertigten Objekte, die bei Sanxingdui (Chengdu) entdeckt wurden.

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Ausdehnung der Zhou-Dynastie

Die Zhou-Dynastie (1045 - 221 v. Chr.) wird in die beiden Perioden Westliche Zhou-Dynastie und Östliche Zhou-Dynastie aufgeteilt. Letztere wiederum in die Zeit der Frühlings- und Herbstannalen und die Zeit der Streitenden Reiche. Während aus der ersten Periode nur späte Überlieferungen vorhanden sind, gibt es aus der Östlichen Zhou-Zeit etliche zeitgenössische Dokumente. Die Zhou-Dynastie war wahrscheinlich ein Zusammenschluss verschiedener weniger bedeutend Stämme, die Kleinstaaten bildeten und deren Oberhaupt Zhou war. In der Östlichen Zhou-Zeit nannten sich nur die Zhou-Herrscher König (Wang 王), während sich die anderen Monarch Gong (公, gewöhnlich als Herzog übersetzt) nannten. Erst in der Periode des Frühlings und des Herbstes begannen die übrigen Regent sich gleichermaßen König zu nennen, was einen eindeutigen Hinweis auf den Autoritätsverlust der Zhou-Herrscher darstellt.

Ab der Zhou-Zeit ist es auch möglich, historischen Ereignissen eindeutige Jahreszahlen zuzuordnen. Durch den Machtverlust der Zhou-Herrscher fand gleichzeitig eine zunehmende Zusammenballung statt. Eingangs gab es etwa 170 kleine Königreiche, bei denen es zwar nur einen lockeren Zusammenhalt gab, die sich allerdings schon als ein Volk betrachteten - erstmal in Begrenzung zu den 'Barbaren' der umliegenden Nomadenstämme.

Durch Kriege, Hochzeit und Diplomatie schlossen sich die Königreiche immer weiter zusammen. Zur Zeit der Periode der kämpfenden Staaten existierten nur noch sieben Königreiche. In jener Zeit wuchsen die Bevölkerungszahlen durch verbesserte landwirtschaftliche Anbaumethoden stark an. Es wurden Waffen aus Eisen benutzt. Die Zhou-Zeit war die Blütezeit der großen Philosophen Chinas.

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Kaiserzeit

In den über 2000 Jahren des chinesischen Kaiserreichs wechselten sich Zeiten relativer Stabilität mit Einfällen nomadischer Völker (vor allem aus den nördlichen Regionen) und heftigen Verwerfungen zwischen den Dynastien ab, durch die es zu partiell langandauernden Teilungen kam.

Die traditionelle chinesische Geschichtsschreibung legt großen Wert auf die Erklärung der jeweiligen Hauptdynastien, während die Zeiten der Spaltung eher vernachlässigt werden. Anknüpfend findet sich eine Hintereinanderstellung aller Epochen mit jeweilig einer kurzen Beschreibung. Die detaillierten Beschreibungen der jeweiligen Dynastien, Perioden oder Neue Welt finden sich im ausführlichen Artikel.

Qin-Dynastie (221–207 v. Chr.)

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Ausdehnung Chinas während der Qin-Dynastie

Das Reich Qin war eines der sieben Königreiche am Ende der Zhou-Dynastie. Es verfügte über eine effektive Verwaltung und eine äußerst restriktive Gesetzgebung, die das Leben der Bauern regelte. Durch Intrigen erreichte der Handelsvertreter Lü Buwei, dass der Infant Zhuangxiang die Thronfolge erlangte. Dieser ernannte Lü Buwei zum Kanzler.

Nach dem Tod des Prinzen wurde dessen Sohn Zhao Zheng neuer König. Er zeichnete sich durch eine besondere Brutalität aus. Es gab zig Attentate, die jedoch scheiterten. In mehreren Feldzügen unterwarf Zheng die anderen Reiche und führte dadurch 221 v. Chr. die Reichseinigung herbei. Er ließ sich als erster Kaiser krönen und nannte gegenseitig Qin Shihuangdi („Erster Gottkaiser von Qin“). In der Folge wurde eine Reihe von Reformen durchgeführt. Ganz Reich der Mitte erhielt das effektive Verwaltungssystem des Reiches Qin. Außerdem wurden Maße und Gewichte standardisiert. Minister Li Si vereinheitlichte die Schrift.

Gegen die Nomadenstämme im Norden und Abendland (Hsiung-nu u. a.) ließ er in Zwangsarbeit die große chinesische Mauer durch die Verbindung schon bestehender Mauern der sieben Reiche errichten. Auch erste Kanäle für den Transport von Güter wurden gebaut.

210 v. Chr. starb Kaiser Qin Shihuangdi. Er wurde in einer großen Anlage beigesetzt, die berühmte Terrakottaarmee ist eine seiner Grabbeigaben (und eine so unbedeutende, dass sie in der Geschichtsschreibung nicht einmal Erwähnung fand). Sein Grab ist bisherig ungeöffnet; die bisherigen Erkundungen ergaben, dass es angeblich nicht von Grabräubern angetastet worden sein soll. Kurz nach seinem Tod kam es unter seinem Sohn zu Aufständen der Bauern, die in einem Bürgerkrieg zur Gründung der Han-Dynastie führten.

Han-Dynastie (206 v. Chr.–220 n. Chr.)

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Gebiet der Han-Dynastie
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Pferdeskulptur der Han-Zeit

Angesichts der desolaten Zustände im Land versuchten die ersten Han-Kaiser, die Lage durch niedrige Steuern und großzügige Landverteilung zu konsolidieren. Die erfolgreichen Maßnahmen machten die Han-Zeit zu einer Blütezeit der Kaiserperiode. In der Tat war die Han-Dynastie militärisch und wirtschaftlich so erfolgreich, dass man von nun an das chinesische Volk auch als Han-Chinesen bezeichnete.

So fällt in ihre Regierungszeit die Angliederung der Volksgruppen im heutigen Südchina (111 v. Chr. Eroberung von Kanton). Mit der Unterdrückung der Kleinstaaten weiter der Seidenstraße entstand eine indirekte Handelsbeziehung mit dem Römischen Reich. Gleichzeitig erreichte der Buddhismus auf diesem Weg China.

Zur Staatsphilosophie erhoben die Han-Kaiser jedoch den Konfuzianismus. Er sollte in dieser Funktion in den nächsten zwei Jahrtausenden Gültigkeit behalten.

Die Usurpation des Kaiserthrons durch Wang Mang (8 n. Chr. bis 25 n. Chr) beendete die sogenannte Westliche Han-Dynastie. Ihr folgte die Östliche Han-Dynastie. Die Herrschaft des letzten Han-Kaisers schließlich wurde überwiegend durch innerer Machtkämpfe im Kaiserhaus und das Erstarken regionaler Militärmachthaber geschwächt. Der Aufstand der Gelben Turbane, angeführt von einer Sekte des Taoismus, stürzte das Land vollends ins Chaos.

Zeit der Drei Reiche (220–280)

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Die Drei Reiche

Längst vorweg der letzte Han-Kaiser abgesetzt wurde, war er zu einem Machtinstrument ambitionierter Warlords verkommen, die ihn verhaftet hielten. Der Staat war in Teile zerbrochen, mit regionalen Kriegsfürsten, die kurzzeitig Bündnisse untereinander eingingen, nur um kurze Zeit später erneut gegeneinander zu kämpfen.

Anno 220, als der letzte Han-Kaiser abtreten musste, hatten sich drei regionale Mächte aus diesen Kämpfen herauskristallisiert: Cao Caos Wei kontrollierten das chinesische Kernland am mittleren und unteren Lauf des Gelben Flusses. Shu (Kanzler Zhuge Liang) hatte sich in der schwer zugänglichen Kesselprovinz Sichuan eingeigelt. Die Wu-Dynastie unter Sun Quan schließlich kontrollierte das fruchtbare Land südlich des Yangtse und konnte den Strom als natürliche Grenze gegen die starken Wei behaupten.

Durch den sehr populären Roman Die Geschichte der Drei Reiche sowie unzählige Theaterstücke sind jede Menge Geschichten und Helden aus dieser Ära unter den Chinesen so bekannt wie Adam und Eva in der westlichen Welt. Einige der Helden wurden wenn schon als Götter verehrt oder von späteren Kaisern zu Gottkaisern erhoben.

Beendet wurde diese Hiatus von Sima Yan, einem Minster der Wei. Er setzte den letzten Wei-Kaiser ab, nahm selbst seinen Platz ein und begründete so die Dynastie der Jin. Die Schwäche der anderen beiden Reiche erlaubte es ihm, das Land nach 60-jähriger Trennung und einer noch längeren Zeit der Unruhe abermals zu einen.

Jin-Dynastie (265–420)

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Bereich der Jin-Dynastie

Die Jin-Dynastie wurde nach kurzer Zeit von inneren Machtkämpfen erschüttert, als unter den Brüdern des Kaisers bewaffnete Auseinandersetzungen ausbrachen. Diese Schwäche konnten die Nomaden aus dem Norden (Hsiung-nu) ausnutzen. Mit der Inhaftierung und Exekution des Jin-Kaisers endete die Westliche Jin-Dynastie. Ein Mitglied des Kaisers flüchtete ins heutige Nanjing und gründete die östliche Jin-Dynastie, während das alte chinesische Kernland ins Chaos abdriftete. Die eingefallenen Nomaden konnten keine stabile Regierung errichten, und die sechs Königreiche lösten sich in schneller Folge ab.

Die südlichen und nördlichen Dynastien (420–589)

Am Ende der Jin-Dynastie hatten sich zwei Machtblöcke etabliert. Am Lauf des Gelben Flusses die fremde nördliche Dynastie und vorwärts des Yangtse eine nationalchinesische südliche Dynastie. Alle beide Machtblöcke kämpften mit wechselnder Intensität um das ganze Land, keiner der beiden Blöcke konnte es jedoch einen.

Als Ergebnis dieser Kämpfe stieg die Macht der Militärbefehlshaber beständig. Im Süden lösten gegenseitig innerhalb von knapp 150 Jahren vier Dynastien ab. Alle Wechsel folgten demselben Muster: Der Militärbefehlshaber setzte den jedes Mal herrschenden Kaiser ab und sich selbst an seiner Stelle ein. Im Norden konnten sich dagegen die Nördlichen Wei über längere Zeit behaupten, ihr Reich zerfiel aber schließlich in zwei Teile.

In dieser Periode der Unruhe erlebte eine fremde Religion ihre erste Blütezeit: Der Buddhismus verbreitete sich in China. Im Norden waren einige Königreiche selbst dazu übergegangen, ihn als Staatsreligion zu installieren. Auch entspringen verschiedene Klöster aus dieser Zeit.

Sui-Dynastie (589–618)

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Die Sui-Dynastie

Die kurzlebige Sui-Dynastie stellte eine Vereinigung des Landes nach einer fast 300-jährigen Spaltung dar. Allerdings führten hohe Steuern und schwere Fronarbeiten, die der Sui-Kaiser den Bauern auferlegte, schnell zu Aufständen, die den Weg für die Tang-Dynastie ebneten. Diese profitierte von Reformen und Bauvorhaben der Sui. Das beste Beispiel hierfür ist der Kaiserkanal, der unter dem Sui-Kaiser Sui Wendi (581–604) angefangen wurde und bis auf den heutigen Tag das Yangtse-Delta mit Nordchina verbindet.

Tang-Dynastie (618–907)

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Das Tang-Reich unter Kaiser Xuanzong
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Malerei der Tang-Zeit

Wie die Han-Dynastie stellt die Tang-Dynastie einen Höhepunkt der chinesischen Kaiserzeit dar. Die Chinatowns in amerikanischen Städten heißen auf Chinesisch Tang-Ren-Jie (Straßen der Tang-Menschen). Auch wenn die Glorifizierung durch die spätere Geschichtsschreibung nicht immer zutrifft – so stellte beispielsweise die Trauung der Tang-Prinzessin Wen Cheng mit dem Monarch von Tibet mitnichten einen Akt der Souveränität, an Stelle eher eine Beschwichtigungspolitik dar – so blieben die ersten 150 Jahre der Tang-Periode eine friedliche und prosperierende Zeit. Die klassischen fünfsilbigen und siebensilbigen Gedichte erreichten ihre Blütezeit (Dichter Li Bai), auch der Geschäft mit dem Europa über die Seidenstraße florierte. Das Christentum erreichte zum ersten Mal China. Auch nach Nippon und Korea pflegte man intensive Beziehungen. Über den Seeweg erreichte der Zen-Buddhismus Japan.

Eine Schwäche der Tang-Dynastie waren ihre inneren Machtkämpfe. So konnte die einzige Kaiserin in der chinesischen Geschichte, Kaiserin Wu Zetian (Regierungszeit 690–705) mit Intrigen und sehr brutalen Methoden an die Macht kommen. Die Aufstand von An Lushan (756–763) stürzte Tang-China ins Kuddelmuddel und schwächte die Dynastie auf Dauer.

Die fünf Dynastien und zehn Königreiche (907–960)

Der 907 an die Macht geputschte Kaiser der späten Liang-Dynastie konnte die Lage im Reich nicht kontrollieren. Sein ihm nachfolgender Sohn wurde von einem neuen Wende gestürzt, außerdem hatten sich überall in den fernen Provinzen regionale Militärführer eigenständig gemacht. Innerhalb von knapp 50 Jahren wechselten sich in rascher Folge fünf Dynastien in der Gemeinde ab. Im Süden des Landes entstanden zehn unabhängige Staaten.

Song-Dynastie (960–1279)

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Nördliche Song
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Kaiser Huizong

Der Song-Dynastie (960–1279) gelang zunächst die weitgehende Wende Chinas nach einer 53-jährigen Periode inwendig Kämpfe (Fünf Dynastien). Als Lehre aus dem Untergang der Tang-Dynastie wurde die Armee unter ein ziviles Oberkommando gestellt. Gesamteindruck Reich, das die chinesischen Kernprovinzen umfasste, war mit Polizeistationen und Ämtern überzogen, die die Zentralmacht des Kaisers gewährleisteten. Es wurde Papiergeld ausgegeben und der Seehandel gewann an Bedeutung. Die Song-Dynastie war eine Zeit der kulturellen Blüte und Erfindungen (um 1100 gab es große Eisengießereien, die etwa 150.000 t Eisen und Stahl erzeugten). In der Song-Zeit war die Stahlindustrie sehr wichtig für die Wirtschaft und Gesellschaft. Man produzierte um 1078 schon soviel Legierung wie England zu Beginn der Industrialisierung im 18. Jahrhundert. Gefördert wurde dies durch die Entgelt der Erfinder durch den Staat.

Eine übrige wichtige Neuerungen in der Song-Dynastie war die Einführung des Reisanbaus. Der Süden wurde nun zur Getreidespeicher Chinas, da dort die klimatischen Bedingungen perfekt sind. Damit verbunden war auch eine Verlagerung der Wirtschaftszentren nach Süden. Der Fluss als Handelsweg wurde noch intensiver genutzt und es entstanden dadurch große Handelsstädte an den Ufern. Sie bildeten auch die Grundlage für den florierenden Ausfuhr von Seide und Porzellan. Aus dem enormen Wirtschaftswachstum dieser Zeit, um 1100, resultierte eine Verdoppelung der Bevölkerungszahl von 50 auf ca. 100 Mio. und auch der Lebensstandard hatte sich enorm verbessert.

Die in der Song-Zeit zu ihrer Blüte entwickelte Gedichtform Ci durchbrach die einheitliche Silbenzahl der Tang-Gedichte, führte Rhythmik in den Vortrag ein und wirkte viel lebhafter und intensiver.

Ein radikalprogressiver Reformversuch des Wang An-schi, um die ungerechte Landverteilung und das korrupte Beamtensystem zu mildern, scheiterte am Widerstand der lokalen Beamten, die sich benachteiligt sahen (1069–1085).

Die Song-Dynastie wurde ständig von außen bedroht, wobei das Song-Reich ein militärisch hochgerüsteter Staat war, der sich ständig in Grenzkonflikte verwickelte. Den Selbstständigkeitsbestrebungen an ihren Grenzen (Tangutenreich, Nanchao) standen die Song eher abwehrend gegenüber. Bedingt durch das zivile Oberkommando konnte die Nördliche Song-Dynastie auch nur z. T. Erfolge gegen die Liao- und später die Jin-Dynastie in Nordchina verzeichnen, so dass im Anno 1126 die Kapitale Kaifeng fiel und der Kaiser Huizong inhaftiert genommen wurde. Die von Gaozong, einem Sohn des Kaisers Huizong, gegründete südliche Song-Dynastie konnte sich durch den Yangtse als natürliche Grenze und durch eine Beschwichtigungspolitik annähernd alternative 150 Jahre halten.

Nichtsdestotrotz Reich der Mitte schon früher öfter von nördlichen Völkern regiert wurde, bildete sich in der Song-Zeit erstmalig ein Nationalbewusstsein heraus. Der Grund dafür lag wahrscheinlich in der Diskriminierungspolitik der Liao- und der Jin-Herrscher, die die Han-Chinesen im eroberten Nordchina zu Leute zweiter Klasse degradierten. An dieser Stelle tauchte zum ersten Mal in der chinesischen Geschichte der Begriff Nationalheld (zum Beispiel Yo-Fei) auf.

Yuan-Dynastie (1261 - 1368)

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Gebiet der Yuan-Dynastie

Dem mongolischen Heer, das den eurasischen Erdteil überrollte, fiel zuerst die Jin-Dynastie zum Opfer, wenig später die Westliche Xia-Dynastie und demnach die Südlichen Song. Kublai Khan errichtete in Reich der Mitte die Yuan-Dynastie. Die Yuan-Herrscher setzten die Politik der Rassentrennung fort, was dazu führte, dass sie in Reich der Mitte nie richtig akzeptiert wurden. Von der traditionellen Geschichtsschreibung wurden die Yuan-Dynastie und ihre Typ allgemein sehr abschätzig beurteilt. Dessen ungeachtet erlebte der Deal mit Zentralasien und darüber auf eine Zeit der Blüte. Marco Polo gelangte über die Seidenstraße nach China. Den Plan einer Eroberung Japans machte ein Taifun zunichte.

Ming-Dynastie (1368 - 1644)

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Das Ming-Reich unter Kaiser Yongle
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Kandidaten warten auf die Ergebnisse der kaiserlichen Beamtenprüfung

Das chinesische Volk war mit der Fremdherrschaft unzufrieden. Dies führte schließlich zu einer Bauernrevolte (Rote Turbane), durch die die Mongolen zurückgedrängt wurden. Die Ming-Dynastie übernahm 1368 die Herrschaft. Reich der Mitte blühte erneut auf. Kniff und Kunsthandwerk, namentlich die Porzellan-Herstellung (Ming-Vasen), erreichten neue Höhen.

Gründer der Dynastie war Zhu Yuanzhang (Hongwu). Er legte - nicht zuletzt wohl wegen seiner bäuerlichen Abstammung - besonderen Wert auf die Landwirtschaft. Große Latifundien wurden vom Staat konfisziert, aufgeteilt und an Kleinbauern verpachtet. Private Sklaverei wurde verboten. Die Rolle des Kaisers wurde noch autokratischer und die Zentrierung der Reichsbürokratie vorangetrieben, weswegen man in der Ming-Zeit den Anfang für den sogenannten chinesischen Absolutismus sieht. Fremde Kaufleute unterlagen den gleichen Restriktionen wie einheimische.

Während der Mongolenherrschaft hatte die Bevölkerung um 40 Prozent auf etwa 60 Mio. abgenommen. Zwei Jahrhunderte später hatte sie sich unter den Ming-Kaisern durch die wirtschaftliche Blüte verdoppelt. Die Verstädterung nahm zu. Große Städte wie Nanking und Peking trugen zum Wachstum des Handwerks bei.

Die Anfangszeit der Ming-Dynastie war eine Periode besonderer seefahrerischer Leistungen unter Kaiser Yongle und seinem Admiral Zheng He, die Reich der Mitte zur technologisch und nautisch führenden Seenation der damaligen Welt machten. Außerdem war die frühe Ming-Zeit von einer stark expansiven Außenpolitik geprägt.

Die späteren Ming-Kaiser nahmen durch der Mongoleneinfälle eine eher defensive Taktik ein. Um sich gegen die Mongolen zu schützen, ließen sie die Große Mauer neu erstellen und auf den heutigen Stand bringen. Gegen das aufkommende Piratentum der Wokou an der Küste verfügte Kaiser Jiajing 1551 ein Seeverbot (Hai jin), Schiffe durften nur noch einen Mast haben. Nur legten die Sich auf den Weg machen Zheng Hes den Grundlage für die folgende Landnahme Südostasiens durch Chinesen und für weiteren Deal über See. 1567 wurde das Seefahrtsverbot nochmals aufgehoben, da seine Umsetzung erfolglos blieb.

Während der Ming-Zeit wurde der erste westliche Handelsposten von den Portugiesen in Macao eröffnet.

Nach drin errichteten die Ming-Kaiser ein in der chinesischen Geschichte beispielloses Netz von Geheimdiensten, bald angeführt von mächtigen Eunuchen. Als der letzte Ming-Kaiser Chongzhen an die Macht kam, versuchte er, die Macht der Eunuchen zu beschneiden und durch eine Landreform die Not der Landbevölkerung zu lindern. Dennoch kamen die Maßnahmen zu spät. Als in der Provinz Shaanxi die Bauern rebellierten, war die Status nimmer unter Kontrolle zu bringen. Der Kaiser erhängte sich, als die Aufständischen in Peking einmaschierten.

Der General Wu Sangui, der die Chinesische Wall nordöstlich von Peking bewachen sollte, rief die Mandschu zu Hilfe und öffnete die Tore der Wall für die Qing-Armeen.

Qing-Dynastie (1644 - 1911)

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Zuwachs Chinas unter der Qing-Dynastie 1643-1760
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Kaiser Qianlong

Die Mandschu gründeten nach dem Sturz der Ming-Dynastie 1644 die letzte chinesische Dynastie. Bis Ende des Jahrhunderts hatten sie ihre Macht vollkommen Territorium, das die Ming gelassen hatten, konsolidiert und mit erheblichem Aufwand um Xinjiang, Tibet und die Mongolei erweitert. Der Schlüssel zum Fortuna war die Zusammenstellung aus kriegerischer Gabe der Mandschu und chinesischer Verwaltung.

Unter den Qing wurden einige herausragende kulturelle Leistungen vollbracht. Unter Kaiser Kangxi wurde das größte Wörterbuch zusammengestellt, und unter Kaiser Qianlong wurde ein Lexikon aller wichtigen kulturellen Arbeiten geschrieben. Das berühmte Buch "Der Traum der roten Kammer" stammt gleichermaßen aus dieser Periode. Die Fortschritte in der Agrar und ein enomer Höhepunkt in der Wirtschaft ermöglichten zwischen 1700 und 1800 eine Verdoppelung der Bevölkerung von 160 Mio. auf 300 Millionen. Reich der Mitte stellte als wichtigste politische und ökonomische Macht Asiens etwa 50% der Weltproduktion. 1759 erreichte das Chinesische Reich mit 11,5 Mio. km2 die maximale Ausdehnung in seiner gesamten Geschichte und war somit deutlich größer als heute.

Dessen ungeachtet sich die Dynastie der Qing als letzte erwies, gilt sie dennoch als eine der erfolgreichsten, in der Reich der Mitte einen beeindruckenden kulturellen und politischen Höhepunkt erreichte. Um ihre Herrschaft zu festigen, warben die frühen Qing-Kaiser gezielt um Intellektuelle und suchten deren Hilfe im Staat. Aber auch grausame Strafen wie z. B. die Destruktion des gesamten Hauses wurden schon wegen Verwendung bestimmter, mandschufeindlicher Wörter verhängt.

Im 19. Jahrhundert erlebte Reich der Mitte massive soziale Spannungen. Eine Folge von Naturkatastrophen in Verbindung mit vermehrtem Druck der Europäer (vor allem Englands), die Wirtschaft in den entstehenden Weltmarkt zu integrieren. Namentlich Großbritannien hatte ein massives Handelsdefizit mit China, infolge zu hohen Teeimports, mit 20 Mio. Pfd. Verlust jährlich.

Der Versuch, sich gegen das (durch die westliche Industrialisierung) kumulativ übermächtige Ausland und seine Freihandelspolitik zu wehren, schlug fehl. Großbritannien setzte im Ersten Opiumkrieg und im Zweiten Opiumkrieg das Recht durch, mit Opium handeln zu dürfen und konnte so sein Defizit ausgleíchen. Reich der Mitte musste seinen Wirtschaftsprotektionismus aufgegeben und übrige "Konzessionen" an ausländische Mächte abgeben und im Vertrag von Nanking 1842 Hongkong sowie andere Vertragshäfen an Großbritannien abtreten. Der Schaden an der chinesischen Wirtschaft war irreversibel. Große Teile der Ökonomie brachen zusammen, Massenarmut war die unmittelbare Folge.

Der Taiping-Aufstand und Nian-Aufstand sowie von Russland unterstützte islamische und separatistische Bestrebungen in der Mongolei und Xinjiang brachten die Qing-Dynastie in Bedrängnis und konnten teils nur mit ausländischer militärischer Hilfe niedergeschlagen werden. Damit geriet Reich der Mitte mehr und mehr auf das Level einer Kolonie. Das über zwei Jahrtausende andauernde Kaisertum war in einer schweren Krise: Die konfuzianische Herrschaft stützt sich überwiegend auf das Ansehen des Kaisers - die letzten Kaiser der Qing-Dynastie mussten zu jede Menge Gesichtsverluste hinnehmen und büßten erheblich an Ansehen ein.

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Erste chinesische Nationalflagge, spätes 19. Jahrhundert
Erst einmal in den letzten Jahren des ausgehenden 19. Jahrhundert kam es zu einer Demütigung Chinas nach der anderen: 1895 die Niederlage gegen Japan, der außer Kontrolle geratene Boxeraufstand 1900 und das mit ihm verbundene Boxerprotokoll von 1901. Die Qing-Dynastie war Anfang des 20. Jahrhunderts am Ende und musste dem Ruf nach Reformen nachgeben.

Zwar versuchten die Qing-Kaiser zunächst noch mit Modernisierungsbestrebungen gegenzusteuern, beispielsweise mit der so genannten Initiative zur Selbststärkung. Konservative Kräfte, allen voran Kaiserinwitwe Cixi vereitelten das, indem sie 1898 einen Militärputsch anzettelten und die Reformer ihrer Ämter enthoben (beispielsweise den Kaiser Guangxu, siehe auch: Hundert-Tage-Reform). Bestechung lähmte die Armee; so wurden die modernisierten Truppen in mehreren Empfangen vernichtend geschlagen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag die Qing-Dynastie in Trümmern. Im Land hatten sich zwei Oppositionsbewegungen gegründet: einerseits die Gemäßigten, die eine Reorganisation des Kaisertums hin zu einer konstitutionellen Königreich im Sinn hatten, zum anderen die Revolutionäre, die das Kaisertum endgültig beseitigen und Reich der Mitte zu einer Republik machen wollten.

Google TV kommt zusammen mit Intel, Sony und Logitech: Google, Intel, Sony und Logitech arbeiten gemeinsam an Technik für Fernseher mit Internetanbindung. Basis ist Googles Betriebssystem Android, Intel steuert den Atom-Prozessor bei. (Microblogging, Google)... Weiterlesen!

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Republik China (1912 - 1949)

Die Monarchie geht zu Ende

1911 kam es zum Ende der Qing-Dynastie und des letzten Kaisers, Pu Yi. Der General Yuan Shikai verhandelte zum einen mit den Revolutionären unter Sun Yatsen, der am 1. Januar 1912 die Republik China ausrief, andererseits setzte er das Kaiserhaus unter Druck. Um einen Bürgerkrieg und unnötiges Blutvergießen zu verhindern, verzichtete Sun auf das Präsidentenamt für Yuans, sofern dieser die Dynastie kampflos zum Aufgabe bewegen konnte.

Yuan Shikai war ein Mann der Tradition. Als bekannt wurde, dass er 1915 selbst den Kaiserthron besteigen wollte, rebellierten nicht nur die Provinzen, selbst seine eigenen Generäle versagten ihm die Unterstützung. Zutiefst enttäuscht und gekränkt starb Yuan kurz darauf am 6. Juni 1916. Für zwei Wochen wurde 1917 wiederum Pu Yi restauriert.

In der Folgezeit kam es zu diversen Aufständen. Die mächtige Beiyang-Armee (Beiyang=Peking) von Yuan Shikai zerfiel in zig Fraktionen, die sich bekämpften (Nördliche Militaristen). Mehrere Südprovinzen erklärten sich für unabhängig. Sun Yatsen († 12. März 1925) versuchte, in Kanton eine eigene Machtbasis aufzubauen, um seine Ideale einer Republik erneut herzustellen (ab 1921).

Dies endete im chinesischen Bürgerkrieg.

Der erste Weltkrieg

1917 wurde Reich der Mitte nach der Erklärung des U-Boot-Kriegs durch das Deutsche Reich in den Ersten Weltkrieg einbezogen, indem es den Mittelmächten Deutschland und Österreich-Ungarn den Bewaffnete Auseinandersetzung erklärte. Reich der Mitte sandte jedoch keine Truppen auf den europäischen, kleinasiatischen oder afrikanischen Kriegsschauplatz. Die inneren Wirren hielten es davon ab und außerdem war Chinas einziges Motiv, überhaupt in den Bewaffnete Auseinandersetzung einzutreten, die Muffe vor Japans harter imperialistischer Interessenspolitik. Im Nov. 1914 hatten die Japaner kurz nach ihrem Eintritt in den Weltkrieg die deutsche Kolonie Kiautschou/Tsingtau an Chinas Küste eingenommen. Land der aufgehenden Sonne hatte nun Appetit auf neue Eroberungen bekommen. Reich der Mitte wollte den Betreuung der europäischen und amerikanischen Alliierten des Weltkriegs, um sein Gegend gegen Nippon zu sichern - und diesen Betreuung wollte es bekommen, indem es den Feinden der Alliierten den Bewaffnete Auseinandersetzung erklärte.

Japanische Expansion und Zweiter Weltkrieg

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Japanische Eroberungen bis 1940

Nippon eroberte 1931 die Mandschurei und errichtete da 1932 den Marionettenstaat Mandschuko mit Pu Yi als Kaiser. 1937 setzten die Japaner die Eroberungen fort und es kam zum zweiten sino-japanischen Krieg. Der Bewaffnete Auseinandersetzung endete erst 1945 mit dem Ende des zweiten Weltkriegs. Im zweiten Weltkrieg hatte Reich der Mitte die zweitgrößte Opferzahl von allen beteiligten Nationen (größte Opferzahl hatte Russland) (siehe auch: Massaker von Nanking, Einheit 731). Der im Kleinkrieg gegen Nippon ruhende Konflikt zwischen Kommunistische Partei Deutschlands und Nationalisten flammte danach wiederum auf. 1949 besiegten die Mannschaften Mao Zedongs endgültig die Kuomintang unter Chiang Kai-shek. Die Nationalisten flohen auf das erst kürzlich von Land der aufgehenden Sonne zurückgewonnene Taiwan, wo die Republik bis zum heutigen Tag fortbesteht. Auf dem Gegend wurde die Volksrepublik China gegründet.

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Volksrepublik und Taiwan

Gründungszeit der Volksrepublik China (1949 - 1958)

Nach dem Sieg der Kommunistischen Partei über die Kuomintang im chinesischen Bürgerkrieg wurde am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik Reich der Mitte ausgerufen. Die neue Regierung übernahm schnell die Kontrolle über das jahrzehntelang von Beziehen heimgesuchte Land und formte einen Staat nach dem Vorbild der Sowjetunion.

Erfolge bei der Bekämpfung der Inflation und dem Rekonstruktion der Infrastruktur bescherten der kommunistischen Führung eine gewisse Popularität. Die darniederliegende Agrar wurde nochmal so weit aufgebaut, dass Reich der Mitte sich selbst versorgen konnte. Maschinen, ja partiell selbst einfachste Werkzeuge fehlten, der Rekonstruktion erfolgte mit bloßen Händen. Es war eine Zeit der großen Entbehrungen.

Unter dem Schlagwort "Lasst hundert Blumen blühen" wurden 1957 Vorschläge und Beurteilung von der Bevölkerung gefördert (siehe Hundert-Blumen-Bewegung). Die chinesischen Intellektuellen nutzten die Gelegenheit und ließen die Gepflogenheit der chinesischen Beamten, den Staat frei zu kritisieren, nochmals aufleben. Das wurde der kommunistischen Politische Kraft schnell zu viel und die gebildete Schicht wurde aufs Land umgesiedelt oder interniert.

Außenpolitisch kam es 1965 zum Bruch mit dem Verbündeten Moskau. Ohne den Ostblock war Reich der Mitte nun plötzlich weltweit isoliert.

Industrialisierung (ab 1958) und Kulturrevolution (1966 - 1976)

Im Versuch, schnell die Industrie- und Landwirtschaftsproduktion zu verbessern, wurde von Mao Zedong 1958 ein neues Wirtschaftsprogramm, der sogenannte Große Sprung Nach Vorn verkündet. Diese Politik der Bildung landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften, der Volkskommunen, und der Errichtung tausender industrieller Produktionsbetriebe auf dem Lande scheiterte. Der erzeugte Legierung war nur minderer Qualität und das Unordnung der Umstrukturierung endete in einer Hungersnot, die Schätzung der Totenzahlen geht in die Millionen.

Als Mao Zedong nach diesem Fehlschlag in die Verteidigung gegenüber pragmatischeren Parteigenossen geriet, inszenierte er 1966 die Kulturrevolution (auch"Große Proletarische Kulturrevolution" genannt), die das Land in ein Dekade von Gesetzlosigkeit und Mischmasch stürzte. Junge Rote Garden zerschlugen, was Bürgerkrieg und Japaner vom reichen chinesischen Erbe übrig gelassen hatten. Besonders hatte Tibet zu leiden, wo ein Großteil der Klöster und historischen Stätten blind zerstört wurde. Die gesamte Kultur, die nicht in das proletarische Schema paßte, Literatur, Musik, Malerei, wurde unterdrückt, verboten, zerstört.

Die Außenpolitik jener Zeit war von Isolation, besonders dem Chinesisch-Sowjetischen Zerwürfnis gekennzeichnet. In den Vereinten Nationen war nach 1945 die ROC (also Taiwan) als Nachfolger der chinesischen Republik vertreten. Seit 1960 gab es von verschiedenen Neue Welt des Ostblocks, u. a. Albanien, den Versuch, Taiwan den Status als einziger legitimer chinesischer Staat abzuerkennen und anstatt dessen die Volksrepublik anzuerkennen und als Person in die UNO aufzunehmen. Dies hatte allerdings erst am 25. Oktober 1971 Fortuna (UN-Resolution 2758). Durch die Aufnahme vieler neu gegründeter afrikanischer Neue Welt war das Gewicht in der Volksversammlung zu Gunsten von Peking verschoben worden.

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Mao Zedong und Richard Nixon

Die USA entdeckten im isolierten Reich der Mitte einen potentiellen Verbündeten gegen Moskau. Die Annäherung an die USA stand in völligem Gegensatz zum erklärten Ziel Chinas, durch eine "beständige Kulturrevolution" die Welt bolschewistisch zu machen. Darüber hinauf waren die Vereinigten Neue WeltSchutzmacht des Erzfeindes Taiwan. Das Zerwürfnis mit Moskau wog jedoch schwer genug, den Schritt zu gehen und Kontakte in Entwicklung USA zu knüpfen. 1972 reiste US-Präsident Richard Nixon mit der amerikanischen Tischtennis-Nationalmannschaft nach China, daher die Bezeichnung Ping-Pong-Diplomatie.

Die Wirtschaftliche Modernisierung (seit 1976)

Mao Zedong starb 1976. Für kurze Zeit kam die sogenannte Viererbande unter der Führung von Maos Witwe Jiang Qing an die Macht und versuchte, an die Kulturrevolution anzuknüpfen. Nach der Zerschlagung der Viererbande übernahmen übrige Mensch die Regierung, allen voran Deng Xiaoping. In dieser Phase wurden die Beziehungen zum Abendland weiter verbessert, die VR Reich der Mitte wurde weltumspannend anerkannt.

Das Land wurde auf den Weg zur "sozialistischen Marktwirtschaft" gebracht, Reichtum galt nun als schick. Sonderwirtschaftszonen wurden probeweise an der Küste eingerichtet, um in eng begrenzten Räumen zu experimentieren. Die Volkskommunen wurden aufgelöst, und Bauern war es erlaubt, auf eigene Rechnung zu wirtschaften. Chinas Wirtschaft gehört seither zu den am schnellsten wachsenden der Welt. Die Schattenseite ist eine verstärkte Umweltzerstörung, eine wachsende Schere zwischen arm und reich, immernoch mangelnde Rechte der arbeitenden Bevölkerung, und grassierende Bestechung innerhalb der neuen Generation in KP und Militär.

Der Wandel der Konzepte und der wirtschaftliche Aufschwung sorgte auch für zahlreiche innerchinesische Diskussionen um den richtigen Weg. Die Demokratisierungsbewegung endete jedoch abrupt, als einander 1989 demonstrierende Studenten und die Volksbefreiungsarmee eine Scharmützel auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen-Platz) lieferten, die blutig endete (Tian'anmen-Massaker). Die Übertragung des Ereignisses im internationalen TV hat Reich der Mitte weltweite negative Aufmerksamkeit beschert.

Nach dem Tod Deng Xiaopings 1997 hat eine jüngere Führungsgeneration die Aufgabe, den Balanceakt zwischen Kapitalismus und kommunistischer Staatsform zu schaffen. Diese "dritte Generation" trat 2003 "hinter den Bambusvorhang", also sozusagen in den Hintergrund, zurück und machte einer neuen, immerhin vorläufigen "vierten Generation" Platz. Ministerpräsident Wen Jiabao hielt als Vertreter dieser Generation auf dem Volkskongress 2004 eine erstaunliche Rede, die, auf die neuen sozialen Spannungen im Land eingehend, eine Trendwende einläuten könnte. In der Futur könnte das reine Mengenwachstum der Ökonomie durch eine Berücksichtigung auch ökologischer Aspekte abgelöst werden.

Hong Kong und Macao

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Hongkong und Macao
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Republik Reich der Mitte auf Taiwan

Am 1. Juli 1997 wurde Hongkong chinesische Sonderverwaltungszone. Am 1. Dezember 1999 folgte das bis nachher portugiesische Macao als zweite Sonderverwaltungszone.

Taiwan (seit 1949)

Nach ihrer Niederlage im chinesischen Bürgerkrieg zog sich die Kuomintang auf die Eiland Taiwan zurück und rief da 1950 nochmals die Republik China aus. Im UN-Sicherheitsrat nahm den chinesischen Sitz zuerst die Republik Reich der Mitte auf Taiwan ein. 1971 wurde Taiwan jedoch sondern der Volksrepublik Reich der Mitte aus der UNO ausgeschlossen, die VRC übernahm als Atommacht auch den Platz im Sicherheitsrat.

Aus Rücksicht auf Pekings Ein-China-Politik brachen die USA 1978 ihre offiziellen diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab, mehrere zusätzliche Staaten taten das gleiche. Jede Menge Länder sind nun über "Kulturinstitute" auf Taiwan vertreten.

1987 hob die Kuomintang das Kriegsrecht auf, seither findet eine Demokratisierung statt. 1992 wurden erstmalig freie Parlamentswahlen und 1996 direkte Präsidentschaftswahlen durchgeführt.

Im März 2000 gewann Chen Shui-bian die Präsidentschaftswahlen; er ist der erste Präsident, der nicht von der Kuomintang gestellt wird. Die Kuomintag verlor die Parlamentswahlen im Jahr 2001 und ging in die Opposition. Die Fortschrittspartei (DPP) von Präsident Chen Shui-bian wurde stärkste Partei, es wurde eine Koalitionsregierung gebildet.

2005 fanden über Chinesisch-Neujahr das erste mal erneut Direktflüge von der Volksrepublik nach Taiwan statt. Der chinesische Volkskongress verabschiedete ein Gesetz, das Reich der Mitte das Recht einräumt, gegen Taiwan militärisch vorzugehen, sollte es die Unabhängigkeit erklären. (In Taiwan existiert gleichzeitig ein Gesetz, das der Eiland das Recht einräumt, die Unabhängigkeit zu erklären, sollte es je von der Volksrepublik militärisch bedroht werden.) Im Mai besuchte Oppositionsführer Lien Chan die Volksrepublik. Das Bombe wurde von der Propaganda der Volksrepublik groß gefeiert. Es ist möglicherweise ein weiterer Schritt der Annäherung.

Orkan auf einem fernen Planeten: Einem internationalen Forscherteam ist es erstmals gelungen, eine Wetterkarte des größten auf Jupiter tobenden Sturms zu erstellen. Der als Großer Roter Fleck bezeichnete Orkan ist auch der größte unseres Sonnensystems und existiert schon seit Hunderten von Jahren. Dabei ist er jedoch sowohl in seiner räumlichen Ausdehnung als auch über die Zeit gesehen überraschend stabil, wie die Wissenschaftler um Glenn Orten vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena nun herausfanden. Ermöglicht wurden die neuen Erkenntnisse durch Wärmebilder, die mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) und anderen auf der Erde stationierten Großteleskopen aufgenommen wurden, berichtet das Max-Planck-Institut für Astronomie. ...... Weiterlesen!

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Siehe auch

Navibot SR-8855 - Samsungs Staubsaugerroboter kommt: Samsung will iRobot nun auch auf dem deutschen Markt Konkurrenz machen und einen eigenen Roboter als Haushaltshilfe anbieten. Der Staubsaugerroboter Navibot SR-8855 nutzt eine Kamera und verschiedene Sensoren, um automatisch die Wohnung zu reinigen. (iRobot, Samsung)... Weiterlesen!

Open Source - Univention lobt Absolventenpreis 2010 aus: Mit dem Absolventenpreis 2010 will die Firma Univention Studenten auszeichnen, die mit ihren Fachhoch- oder Hochschul-Abschlussarbeiten einen Beitrag zum Thema Linux oder Open Source leisten. Der mit 3.500 Euro ausgelobte Preis wird auf dem diesjährigen Linuxtag verliehen. (LinuxTag)... Weiterlesen!

Literatur

  • The Cambridge History of China. Hrsg. von Denis Twitchett, John Fairbank und anderen. 15 Bde. (zum Teil in Doppelbänden). Cambridge 1978-1999.
    (Grundlegendes Werk, welches eine umfangreiche und detaillierte Darstellung der chinesischen Geschichte vom Beginn bis zur Gegenwart bietet.)
  • Das alte China. GEO-Epoche. GEO, Hamburg 2002. ISBN 3-570-19352-7
    (Bebilderte, populärwissenschaftliche Darstellung.)
  • Charles Hucker: Official Titles in Imperial China. Stanford 1985.
  • John Fairbank: Geschichte des modernen China. München 1989.
  • C.P. Fitzgerald: China. Von der Urgeschichte bis zum 19. Jahrhundert. Zürich 1967.
  • Herbert Franke, Rolf Trauzettel (Hrsg.): Das Chinesische Kaiserreich. Angler Weltgeschichte Bd. 19. Frankfurt a.M. 1999 (12. Aufl.). ISBN 3-596-60019-7
    (Teilweise veraltete, aber gut lesbare Einführung.)
  • Jacques Gernet: Die chinesische Welt. Die Geschichte Chinas von den Anfängen bis zur Jetztzeit. Suhrkamp Taschenbuch Bd. 1505. Suhrkamp, Frankfurt 1997. ISBN 3-518-38005-2.
  • Charles Reeve, Xi-Xuanwou: Die Hölle auf Erden. Bürokratie, Zwangsarbeit und Business in China. Hamburg 2001. ISBN 3-89401-368-0.
  • Jonathan D. Spence: Chinas Weg in die Moderne. Frankfurt M 1995. ISBN 3763245626.
  • Helwig Schmidt-Glintzer: Geschichte Chinas bis zur Mogolischen Eroberung. München 1999.
    (Knappe Darstellung mit Forschungsteil und umfassender Bibliographie.)
  • Konrad Seitz: China eine Weltmacht kehrt zurück. Berliner Taschenbuch-Verl. Kapitale 2004. ISBN 3-8333-0165-1

Datenschützer: Elena soll auf den Prüfstand: Die Datenschutzbeauftragten von Bund und Länder fordern, den elektronischen Einkommensnachweis Elena auf den Prüfstand zu stellen. Das Verbot der Totalerfassung gehöre zur verfassungsrechtlichen Identität Deutschlands, so ihre Position. (Vorratsdatenspeicherung)... Weiterlesen!

Aldi und Lidl wegen MPEG2-Patentverletzung verklagt: Einige Inhaber von MPEG2-Lizenzen haben die deutschen Discounter Aldi-Nord und -Süd sowie Lidl verklagt. Die Unternehmen sollen Patente verletzen, die für die Nutzung der MPEG2-Kompression notwendig sind. (Rechtsstreitigkeiten)... Weiterlesen!

Weblinks

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(TID 646251)

Commons: Geschichte Chinas – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

(TID 269231)


(TID 223074)

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en:History of China fi:Kiinan Kansantasavallan Historia fr:Histoire de la Chine ja:ä国の歴史 ko:중국의 역사 pl:Historia Chin ru:История Китая th:ประวัติศาสตร์จีน

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(TID 27460)

US-Strafverfolger tummeln sich in sozialen Netzen: Die US-Bürgerrechtsorganisation EFF hat zwei Dokumente veröffentlicht, die zeigen, wie US-Strafverfolger in sozialen Netzen ermitteln. Das Justizministerium etwa ermutigt Beamte, in Angeboten wie Facebook nach Verdächtigen zu suchen, ihre Kontakte zu überprüfen und ihren Aufenthaltsort herauszufinden. (EFF, Datenschutz)... Weiterlesen!

Telekom legt Glasfaseranschlüsse bis zum Endkunden: Die Telekom setzt auf Netzausbau und eigene Webangebote. In Deutschland soll der Aufbau eines Glasfasernetzes bis in die Gebäude in diesem Jahr anlaufen und bis 2012 zehn Prozent der Haushalte erreichen. (Telekom, Cloud-Computing)... Weiterlesen!


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