Warning: Invalid argument supplied for foreach() in /home/schlauweb_de/schlauweb.de/rssfetch/xmlparser.php on line 42
Geschichte Japans - Schlauweb
Schlauweb.de
Das Lexikon im Internet
Suche:   

Geschichte Japans

Aus Schlauweb

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Disambig-grau2.png Dieser Artikel beschreibt die Geschichte Japans. Für das gleichnamige Werk von Kiyoshi Inoue siehe Geschichte Japans (Inoue).

(TID 537469)


Bild:CaronMap.jpg
Karte Japans von Francois Caron (17. Jhd.)

Die Geschichte Japans ist geprägt durch ein Wechselspiel von Isolation und äußeren Einflüssen. Auf der einen Seite führten wie auch die geographische Isolation wie auch eine gewollte Abschließung gegen die Außenwelt zu einer räumlich begrenzten, in sich geschlossenen Entwicklung auf den japanischen Inseln. So ist die Geschichte Japans nach Auffassung vieler Geschichtswissenschaftler (z. B. der John W. Halls) annähernd ein Modell für die Entwicklung von der Stammes- über die Adels- und Feudalgesellschaft hin zur Moderne. Dieser Isolation gegenüber steht der Einfluss Chinas. Der große Anwohner beeinflusste Japans Schrift und Sprache; der Konfuzianismus und die chinesischen Staatstheorien prägten seine politische Kultur maßgeblich mit. Aber auch der Okzident nahm Einfluss auf Japans Geschichte: Gewalttätig erzwang er die Öffnung und Aufarbeitung des Landes. Nippon wurde nicht nur modern, anstatt strebte sofort eine Ausdehnung seiner Einflusssphäre an. Die Extension endete mit der Niederlage im Zweiten Weltkrieg und mit der Besetzung durch die Vereinigten Staaten. Dieser Tage ist Land der aufgehenden Sonne ein moderner Industriestaat, aber die traditionsreiche, vielfältige Geschichte des Inselreichs ist in vielerlei Hinsicht noch immer lebendig.

Für eine schematische Darstellung zur Aufteilung der Geschichte Japans in Perioden, siehe Artikel Periodisierung der japanischen Geschichte.

Inhaltsverzeichnis

Frühe Geschichte

Besiedlung

Über den Zeitpunkt der ersten Landnahme der japanischen Inseln liegen noch keine exakten Erkenntnisse vor, sie liegt vermutlich aber 100.000 bis 200.000 Jahre zurück. Vermutlich kamen Volk aus drei Regionen nach Japan:

  • Eine Gruppe wanderte aus der Gegend des heutigen Sibirien über eine Landbrücke vom asiatischen Gegend nach Hokkaido ein. Die Migration dieser so genannten Nordgruppe ist dieser Tage archäologisch und sprachwissenschaftlich (Elemente aus der Gruppe der altaischen Sprachen finden sich wie auch in der finno-ugrischen Sprachfamilie wie auch im Japanischen) recht gut belegt.
  • Eine zweite Einwanderung erfolgte ebenfalls über eine Landbrücke von der koreanischen Halbinsel nach Zentraljapan.
  • Der Süden Japans wurde von Menschen aus Südostasien auf dem Seeweg erschlossen. Bei diesen Siedlern handelte es sich möglicherweise um Angehörige der prähistorischen Sundaland-Kultur.

Jōmon-Zeit

siehe auch Hauptartikel: Jōmon-Zeit

Das Dämmerung der japanischen Ur- und Frühgeschichte wird erst mit dem Auftreten der Jōmon-Kultur erhellt. Die Jōmon-Zeit umfasst etwa den Zeit von 10.000 bis 300 ante Christum Ihr Name leitet sich von den mit Schnüren und Kordeln erzeugten Beaugapfeln in der damaligen Keramik ab. Die Leute jener Zeit waren Jäger und Kollektor und lebten in lockeren Verbänden zusammen. Um diese Zeit eroberte das Kaiserreich China der Han-Zeit die Halbinsel Korea. Der chinesische Kulturkreis war dicht an Land der aufgehenden Sonne herangerückt, die Grundlagen eines auch in den folgenden Jahrhunderten bedeutenden Kulturaustauschs waren gelegt.

Yayoi-Zeit

siehe auch Hauptartikel: Yayoi-Zeit

Der technologische Fortschritt führte zum Übergang in eine neue Epoche, die Yayoi-Zeit, welche sich etwa von 300 v.Chr. bis 300 n. Chr. erstreckte. In der Yayoi-Zeit kamen Naßreisanbau und Metallverarbeitung nach Japan. Benannt ist diese Zeit nach dem Tokioter Vorstadt Yayoi, in dem Keramik entdeckt wurde, die zum einen deutlich schlichter war als die der Jomon-Zeit, die andererseits aber von höherer Qualität war und die Zunahme handwerklichen Geschicks illustrierte. Aus der Kulturstufe der Yayoi-Zeit mit ihren Dorfgemeinschaften trat die Zeit der ersten USA in Nippon hervor. Der Schritt zur Staatsbildung leitet das japanische Prähistorie ein.

Safari 4.0.5 - mehr Stabilität, mehr Sicherheit: Apple bietet seinen Safari-Browser für Mac OS X und Windows nun in der Version 4.0.5 zum Download an. Damit werden Leistung, Stabilität und - vor allen unter Windows - auch die Sicherheit verbessert. (Webkit, Safari)... Weiterlesen!

Nachgiebige Systeme: Greifen ohne Gelenke: Einfachere, leichtere und günstigere Bauteile verspricht der Schweizer Materialwissenschaftler Flavio Campanile. Er konstruiert die Teile aus elastischen Materialien, so dass sie sich ohne mechanische Teile wie Gelenke verformen können. (Technologie)... Weiterlesen!

Altertum

Kofun-Zeit

siehe auch Hauptartikel: Kofun-Zeit

Die Kofun-Zeit (etwa 300–710 n. Chr.) ist benannt nach den schlüssellochförmigen Hügelgräbern jener Zeit, den Kofun. Zu jener Zeit ist in chinesischen Chroniken schon die Rede von einem Königreich Yamato auf den japanischen Inseln. Dieses mischte sich im 4. Jhd. auch in Konflikte auf der koreanischen Halbinsel ein, wo nach dem Abzug der Chinesen während der Wei-Zeit drei Reiche (Koguryo, Paekche, Silla) um die Herrschaft kämpften. In der Kofun-Zeit entstanden rege Beziehungen nach Reich der Mitte und Korea, Kulturtechniken wurden importiert. Wesentlich war der Buddhismus, der im 6. Jhdt. nach Nippon kam. Er wurde nach heftigen Konflikten Staatsreligion (in diesem Schlacht gelangte die Familie Soga zu erheblichem Einfluss). Die nun folgende Phase der japanischen Geschichte heißt nach der damaligen Gemarkung Asuka-Zeit, sie beginnt etwa 590 und dauert bis 710 n. Chr. an.

Asuka-Zeit

siehe auch Hauptartikel: Asuka-Zeit

Während die Asuka-Zeit chronometrisch mit der Kofun-Zeit überlappt, wird sie speziell betrachtet, da in diesem Intervall Weichenstellungen für Japans Geschichte stattfanden. Die Soga errichteten eine Herrschaft, die weit vom buddhistischen Ideal fern war. Dennoch leitete die Thronbesteigung Suikos (einer Nichte des Soga-Familienvorstandes) einen großen Wandel in Japans Geschichte ein. Suikos Prinzregent Shōtoku Taishi war gläubiger Buddhist. Er schuf 604 mit den „17 Artikeln“ eine Schrift zur ethischen Ausübung der Herrschaft. Weiterhin übernahm er das chinesische System der Hofränge, schuf ein erstes Wegenetz und befahl die Erstellung von Chroniken. Nichtsdestotrotz die folgenden Jahre für Nippon ungünstig verliefen, zum Beispiel geriet es in Korea militärisch unter Druck durch ein erstarktes China, folgten zusätzliche Reformen von großer Tragweite. 645 erließen die Typ eine Reihe von Gesetzen, die als Taika-Reform (Taika, jap. Große Wende) in die Geschichte eingehen sollten. Die Taika-Edikte unterstellten was auch immer Land dem Kaiser, ordneten den Bau einer Gemarkung an, verfügten Landvermessungen, Volkszählungen und Steuererhebungen. Mit den Taiho-Erlässen des Jahres 701 wurde die Neugestaltung des japanischen Kaiserreichs abgeschlossen. Es war nun ein Zentralstaat mit einer gesetzlichen Ordnung, die um den Kaiser herum aufgebaut war. Zufolge des japanischen Glaubens, dass jeglicher Tod den Ort des Versterbens verschmutzt, musste die Gemeinde im Verlauf der Asuka-Zeit einige Male gewechselt werden.

Nara-Zeit

siehe auch Hauptartikel: Nara-Zeit

Erst im Jahr 710 wird Nara für längere Zeit Hauptstadt. Das japanische Vorzeit (auch japanische Klassik genannt) beginnt. Summa summarum war die Nara-Zeit geprägt von Friede und kultureller Blüte. Bedrohung drohte zwar fit einer Eindringen aus Reich der Mitte oder Korea, aber ein Wehrpflichtsystem garantierte bemannte Verteidigungswälle. Ansonsten sicherten die Errungenschaften der Asuka-Zeit den kaiserlichen Hof ab, der aus einem weitgehend befriedeten und geordneten Land Steuereinkünfte erhielt. Allerdings entstanden fast verborgen von den Herrschenden neue Probleme, weil Land in den Eigentum von Klöstern und Großfamilien geriet und so der Hof geschwächt wurde.

Diese Entwicklungen und die ungünstige geographische Lage Naras erzwangen eine Verlegung der Ort nach Heiankyo.

Bild:Scheinwelt.jpg
am kaiserlichen Hof

Heian-Zeit

siehe auch Hauptartikel: Heian-Zeit

Nach dieser Gemeinde ist auch die Heian-Zeit (7941185) benannt. Zu Beginn der Heian-Zeit gelang es Kammu-Tenno noch einmal die kaiserliche Herrschaft zu stabilisieren. Aber nach und nach gelang es der Familie Fujiwara die Herrschaft auszuüben. Durch geschickte Heiratspolitik sicherte der Clan seinen Einfluss. Erst Kaiser Go-Sanjo (Thronbesteigung 1068) brach die Herrschaft der Fujiwara, aber zu einem hohen Preis. Er ging ins Kloster und regierte daher indirekt, eine Praxis die das Kaiserhaus dann eine Weile beibehielt. Aber dieses Vorgehen hatte die kaiserliche Macht stark eingeschränkt und dem Ansehen des Kaiserhauses nachhaltig geschadet. Literatur und Dichtung gelangten trotz oder gerade wegen der widrigen Zustände zu hoher Blüte, so wurde das Genji Monogatari in der Heian-Zeit verfasst. Aber die kulturelle Blüte konnte den Verfall der Ordnung nicht aufhalten. Der Kaiser war keine mächtige Ordnungskraft mehr, sonstige nahmen den Kleinkrieg um die Herrschaft auf.

Sputnik: Operas Javascript-Engine macht die wenigsten Fehler: Google hat mit Sputnik einen Javascript-Test veröffentlicht, der die Qualität der Javascript-Unterstützung eines Browsers vergleichbar macht. Derzeitiger Spitzenreiter ist Opera 10.50, gefolgt von Safari 4, Chrome 4 und Firefox 3.6. Abgeschlagen landet der Internet Explorer 8 auf dem letzten Platz. (Chrome, Internet Explorer)... Weiterlesen!

Neue Akkutechnik aus Italien: Wissenschaftler in aller Welt arbeiten derzeit an Techniken für leistungsfähige, leichte und langlebige Akkus. Zwei Forscher aus Rom haben zwei Akkutechnologien zu einem Zinn-Schwefel-Lithium-Ionen-Akku gekreuzt. Durch hohe Energiedichte soll er sich auch für Elektroautos eignen. (Elektroauto, Technologie)... Weiterlesen!

Das japanische Mittelalter

Mit dem Zerfall der zentralstaatlichen Ordnung begann das japanische Mittelalter, das sich von 1185 bis etwa 1600 erstreckt.

Kamakura-Zeit

siehe auch Hauptartikel: Kamakura-Zeit

Die erste Phase des Mittelalters ist die Kamakura-Zeit von 1185 bis 1333. Ihr zentrales Antrieb ist der Konflikt zwischen den Familien Taira und Minamoto. Diese Kriegerfamilien hatten für den Hof in Heiankyō Polizeiaufgaben erledigt und Feldzüge durchgeführt. Mit dem Zerfall der Ordnung spitzte sich die Umstand zu einem Gefecht um die Herrschaft zwischen den beiden Familien zu. Nachdem die Taira die Minamoto vernichtend geschlagen hatten, ließ Taira no Kiyomori aber die Führer der Minamoto am Leben. Ein folgenschwerer Fehler, denn unter der Führung der Brüder Yoritomo und Yoshitsune schlugen die Streitkräfte der Minamoto die Taira vernichtend. Dieser als Gempei-Krieg bekannt gewordene Konflikt ist ein beliebtes Antrieb in Japans Literatur, Dichtung und Film.

Yoritomo zwang seinen Bruder nach Differenzen zum Harakiri und errichtete dann in Kamakura das erste Shogunat. Er errichtete parallel zur alten kaiserlichen Herrschaftsstruktur eine straffe, militärisch organisierte Verwaltung. Folgerichtig hieß seine Regierung auch Bakufu, d. h. unscharf Zeltregierung und deutet den militärischen Charakter der Führung an. Nach Yoritomo (der, so will es die Legende, nach einem Sturz vom Pferd verstarb, den der Geist seines Bruders Yoshitsune ausgelöst haben soll) regierten noch zwei seiner Söhne, doch dann verlagerte sich die Macht auf die Familie Hōjō.

Die Herrschaft der Hōjō

Unter ihrer Anführerin Masako (11561225) wurde noch einmal ein relativ friedlicher Zustand erreicht. Doch von außen drohte Gefahr: 1274 und 1279 kam es zu versuchten Mongoleninvasionen in Japan. Die Regierung wusste um diese Bedrohung und errichtete auf Kyūshū eine Wallanlage, um der Okkupation zu begegnen. Dennoch hätten Japans Streitkräfte die Mongolen vermutlich nicht aufhalten können. Aber alle beide Male kamen heftige Stürme den Verteidigern des Inselreichs zu Hilfe und zerstreuten die Invasionsflotten. Dies war der Ursprung des Begriffs „Götterwind“ beziehungsweise Kamikaze.

Die Defensive der Angriffe der Mongolen destabilisierte die Herrschaft des Shōgunats erheblich. Zwar war die unmittelbare Bedrohung vorüber, doch es gab keine Möglichkeit, diejenigen Vasallen zu entlohnen, die Truppen gestellt und die Festungsanlagen belegt hatten. Üblicherweise erhielten bei innerjapanischen Erlangen die Bester die Ländereien der besiegten Familien als Entlohnung. Bei den mongolischen Angreifern gab es aber nichts zu erobern, so dass sich Unmut besoffen machte.

Im Jahr 1333 endete das Kamakura-Bakufu mit der Auslöschung der Hōjō durch Truppen der Familien Ashikaga und Nitta. Diese waren auf Ausüben Kaiser Go-Daigos gegen das Shōgunat zu Felde gezogen, das die Kaiser vollends entmachtet und ins Exil geschickt hatte. Go-Daigo hoffte, mit Hilfe der Ashikaga nochmals an die Macht zu kommen.

Muromachi-Zeit

siehe auch Hauptartikel: Muromachi-Zeit

Differenzierend als geplant errichteten aber die Ashikaga ein neues Shōgunat und leiteten die Muromachi-Zeit (1333–1568) ein. Muromachi war ein Ortsteil von Heiankyo, dort, in der alten Hauptstadt, hatten die Ashikaga auch einen ihnen genehmen Kaiser eingesetzt. Dies führte zu einem zeitweiligen Kirchenspaltung der kaiserlichen Linie, da Go-Daigo an seinem Anspruch festhielt. 1392 gab Go-Daigos Nachfolger dieses Unternehmen allerdings auf.

Die Herrschaft der Ashikaga nahm ein jähes Ende. Nach einer kurzen Hochphase unter Ashikaga Yoshimitsu (den selbst Ming-China als Souverän Japans anerkannte) zerfiel das Shōgunat im Ōnin-Krieg (14671477). Dieser Konflikt tobte in der Gemeinde und führte zu deren beinahe vollständiger Zerstörung. Mit der Ort war auch die Zentralgewalt endgültig zerschlagen.

Bild:Schlacht.jpg
Gefecht von Nagashino

Die Zeit der streitenden Reiche

siehe auch Hauptartikel: Sengoku-Zeit

Nippon war ein Flickenteppich aus Herrschaftsgebieten einzelner Fürsten und Familien. In die folgenden blutigen und ereignisreichen Zeiten fällt die Erscheinen der Portugiesen in Japan, die auch die ersten Feuerwaffen mitbrachten. Ansonsten begann die christliche Missionierung Japans. Trotz aller Unruhe und Gewalt jener als Sengoku-jidai (Zeit der streitenden Reiche) bekannten Zeit, kam es auch zur Formation eines Handels zwischen den einzelnen Regionen, zum ersten Europakontakt und zum prägenden Umgang mit dem Christentum (vgl. Christentum in Japan). Selbst die Feuerwaffe, die keine technische Verbessertes Modell erfuhr, sollte manche Jahrzehnte später in der Schlacht von Nagashino sehr bedeutsam werden.

Ein von grausamem Bürgerkrieg geschütteltes Land der aufgehenden Sonne erhielt erst in der Azuchi-Momoyama-Zeit (1568–1600) neue Hoffnung. Es war die Zeit der drei Reichseiniger, Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu. Oda Nobunaga, ein weniger Daimyō aus Owari gelangte durch geschicktes Taktieren, militärische Talent und brutalen Durchsetzungswillen zu Einfluss über ganz Japan.

Toyotomi Hideyoshi, der als einfacher Soldat in Nobunagas Heer begann, setzte dessen Einigungswerk fort, wobei sein Invasionsversuch in Korea 1592 über 200.000 Mann das Leben kostete. Fraglich ist, ob er nicht vorrangig potentielle Provokateur in dieses militärische Erlebnis entsandte. Er trieb Japans Einigung zu Beginn mit diplomatischem Geschicklichkeit voran.

Nach Toyotomi Hideyoshis Tod 1598, trat aus den Großen des Landes Tokugawa Ieyasu hervor. In der Schlacht von Sekigahara im Jahr 1600 unterwarf er, nicht zuletzt dank der Feuerwaffen, seine Typ und wurde unumschränkter Souverän Japans. Mit der Tokugawa-Herrschaft beginnt Japans frühe Neuzeit, die etwa von 1600 bis 1868 andauert und auch als Edo-Zeit (nach der Kapitale Edo) bekannt ist.

Internetzensur: Türkei und Russland auf der Liste: Reporter ohne Grenzen (ROG) hat anlässlich des Tages gegen Internetzensur den Bericht "Feinde des Internets" veröffentlicht. Erstmals wurden Russland und die Türkei wegen Verletzung der Meinungsfreiheit unter Beobachtung gestellt. Deutschland ist nicht auf der Liste. (Vorratsdatenspeicherung, Internetsperren)... Weiterlesen!

Nvidias GTX 480 soll kurz vor der Auslieferung stehen: Keine Woche ohne eine gezielte Indiskretion zu Nvidias kommendem Grafikflaggschiff Geforce GTX 480: Diesmal gibt es Fotos. Aber nicht von der Karte selbst, die Nvidia mehrfach zeigte, sondern von ihrer Verpackung. Der Nvidia-Partner Inno3D hat sie kommentarlos in sein Facebook-Album gestellt. (Grafik-Hardware, Twitter)... Weiterlesen!

Edo-Zeit

siehe auch Hauptartikel: Edo-Zeit

Die Tokugawa errichteten ein politisches System, das gewisse Kreditbeanspruchung beim Kamakura-Bakufu machte. Land der aufgehenden Sonne wurde in Provinzen (han) eingeteilt die von Fürsten (Daimyō) regiert wurden. Die Daimyō waren dem Shōgun (der Titel war den Tokugawa-Herrschern vorbehalten) lehnspflichtig. Ähnlich wie im europäischen Feudalismus ging es dabei um Militärdienst und die Verpflichtung Gebühren an die Zentralregierung abzuführen.

Ständesystem

Der kaiserliche Hof wurde von der Machtausübung völlig unmöglich und isoliert. Da die Tokugawa dieses Herrschaftssystem durch strikt Gesetze und Kontrollmechanismen stützten, konnte es fast 200 Jahre lang bestehen. Die Bevölkerung wurde in ein konfuzianisch inspiriertes Ständesystem eingeteilt, das vier Stände kannte, Krieger, Bauern, Berufstätiger und Kaufleute (shi-no-ko-sho). Ein Wechsel des Standes war fast unmöglich. An oberster Stelle standen die Samurai, nunmehr weniger Krieger- als Verwaltungselite des Landes. Aus Muffe vor Aufständen erlegten die Tokugawa dem Kriegeradel aber strenge Verhaltensregeln auf. Krieger lebten nicht länger auf dem Land bei den ihnen unterstellten Bauern, stattdessen in den Burgstädten ihrer Herrn. Sie durften nur manche Tätigkeiten ausführen und waren zum Broterwerb fast gänzlich auf die Erträge der Lehensgut angewiesen. Die Bauern waren zwar nominell der zweite Stand im Staat, doch war ihr Leben genau kontrolliert. Im Land der aufgehenden Sonne der Tokugawa war die Gesellschaft von ihrer kleinsten Einheit, der Familie (ie) über Gruppen von Familien bis zur Dorfebene genau erfasst. Jede dieser Einheiten hatte einen Verantwortlichen, der seinem Vorgesetzten gegenüber Verantwortung abzulegen hatte. Verfehlungen eines Gemeinschaftsmitgliedes zogen oft die Strafmaßnahme der Gruppe nach sich. Die Handarbeiter waren hinsichtlich ihrer Fähigkeiten unentbehrlich, doch um ihre Produkte an die Bevölkerung der entstehenden Städte zu verkaufen, brauchten sie die Kaufleute, den vierten und amtlich niedrigsten Stand der Gesellschaft.

Isolation

Sonstige Elemente der Tokugawa-Herrschaft waren die Verfolgungsjagd des als revolutionär geltenden Christentums und die Abschließung nach Außen (sakoku). Während dieser Phase der Isolation waren das Kaiserreich China und die Holland Japans einzige Handelspartner. Die Niederländische Ostindien Kompanie unterhielt eine Handelsstation auf der künstlichen Eiland Deshima. Westliche Ideen und Konzepte kamen so gesund der Rangaku (Hollandstudien) nach Japan.

Gesellschaft und Kultur

Alle Versuche des Shōgunats, eine statische Gesellschaftsordnung zu erhalten, scheiterten aber letzten Endes. Die Kaufleute (chōnin) standen zwar in der gedachten Gesellschaftsordnung an letzter Stelle, doch ihr realer Einfluss war erheblich. Im Verlauf der Edo-Zeit wuchsen Japans Städte, die Zusammenballung des Kriegeradels an diesen Peilen schuf neue Absatzmärkte. Als Bindeglied zwischen den produzierenden Ständen der Bauern und Handarbeiter und den Konsumenten in den Städten fungierten die chōnin. Lehensmann gerieten in Abhängigkeit von Kaufleuten, häufig waren sie hochverschuldet. Selbst die Daimyō waren oft gezwungen, Kredite aufzunehmen, um das teure Leben in Edo finanzieren zu können. Der Aufstieg des Kaufmannsstandes destabilisierte auf der einen Seite das Ständesystem, führte aber andererseits zu neuen Impulsen auf dem kulturellen Gebiet. Die japanische Kultur und das ästhetische Fühlen waren seit dem Ende der Heian-Zeit immer durch den Kriegerstand geprägt worden. Konservative Stile in Baukunst und Literatur, das ästhetische Verspüren des Zen, das klassische Nō-Theater und verschiedene ritualisierte Handlungen (zum Beispiel die berühmte Teezeremonie) bestimmten das Bild. Den Kaufleuten war diese Welt verschlossen, und so entwickelten sie mit zunehmendem Wohlstand und zunehmender Bildung eine eigene Kultur. In Grenzlinie zur aristokratischen widmete sich diese der ukiyo, der vergänglichen Welt. Hervorzuheben sind die bekannten Malereien des Ukiyo-e sowie das Kabuki als neue Form des Theaters.

Das Ende der Ära Tokugawa

Bild:Satsuma-samurai-during-boshin-war-period.jpg
Samurai des Satsuma-Clans, ca. 1868-1869, Aufnahme von Felice Beato

Die Entwicklung großer Städte, die Entstehung von Großhandel und Geldwirtschaft und die Auflösung der Ordnung der Stände läuteten das Ende der Tokugawa-Herrschaft ein, diese Endphase der Edo-Zeit wird auch als Bakumatsu-Zeit bezeichnet. Mittelpunkt des 19. Jahrhunderts kam es zu Bauernaufständen, verschiedene Streiter waren hoch verschuldet, die aufstrebenden Händler gewannen dagegen weiter an Einfluss. Dem Shōgunat entglitt steigernd die Kontrolle. Auch das Ausland übte massiv Druck aus, um eine Öffnung Japans zu erreichen, allen voran Russland, England und die USA. 1853 landeten amerikanische Panzerschiffe unter Commodore Matthew Perry in der Bucht von Edo, um beim Shogunat Konzessionen und die Öffnung von Vertragshäfen zu erreichen. Nach vier Jahren zähen Ringens gab Shōgun Tokugawa Iesada schließlich nach, und es kommt zum ersten Mal zu Handelsbeziehungen zwischen den USA und Land der aufgehenden Sonne im Vertrag von Kanagawa.

1868 führte diese Entwicklung zur Meiji-Restauration, einer Putsch von oben, die den Tennō symbolisch abermals an die Spitze des Staates stellte.

US-Patentamt will Amazons Ein-Klick-Patent bestätigen: Amazon bekommt vom US-Patentamt eine Bestätigung für sein Ein-Klick-Patent. Das Patentamt hält die Erfindung nach umfangreichen Änderungen am Patentantrag nun für patentwürdig. (Softwarepatent, Amazon)... Weiterlesen!

Simon Phipps in den OSI-Verwaltungsrat gewählt: Simon Phipps übernimmt ab dem 1. April 2010 als Direktor einen Platz im Verwaltungsrat der Open Source Initiative. In der OSI will für sich freie Software in der Bildung einsetzen und die Entwicklung von Strategien in Open-Source-Projekten fördern. (Oracle, Sun)... Weiterlesen!

Moderne

Die Meiji-Zeit

siehe auch Hauptartikel: Meiji-Zeit

In der Meiji-Zeit unter Kaiser Mutsuhito wurden umfassende Reformen eingeleitet. Das Ständesystem wurde abgeschafft, Geld- anstatt Naturalssteuern eingeführt und eine Wehrpflichtarmee aufgestellt. Zwar unternahmen mit dem Satsuma-Aufstand von 1877 feudalistische Kräfte eine Rebellion, die aber scheiterte.

Bild:Japanese Empire.png
Japanisches Reich von 1870 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Angeregt durch die Iwakura-Mission, einer Studienaufenthalt hochrangiger Charakter nach Nordamerika und Europa, erhielt das Land eine Verfassung. Nippon übernahm das deutsche Bürgerliche Gesetzbuch in annähernd unveränderter Form. Es sollte eine moderne Konstitutionelle Monarchie werden und durch rasche technologische Entwicklung dem Abendland auf Augenhöhe begegnen können. Und dies gelang sehr schnell. Explosionsartiges Wirtschaftswachstum und effiziente Rüstungspolitik machten aus dem unterlegenen Inselreich einen Machtfaktor in Asien. 1895 gelang Land der aufgehenden Sonne ein Sieg über Reich der Mitte im Scharmützel um die Herrschaft in Korea (Chinesisch-Japanischer-Krieg) und 1905 schlug Japans Marine die russischen Streitkräfte in der Seeschlacht bei Tsushima vernichtend (Russisch-Japanischer Krieg).

Mit dem Tod Kaiser Mutsuhitos im Jahre 1912 endete die Meiji-Zeit. Die Restaurierung der Kaiserherrschaft und die wirtschaftliche, gesellschaftliche und militärische Neuorganisation des Landes in dieser Phase markieren Japans Eintritt in die Moderne. Die Nippon 1855 aufgezwungenen „Ungleichen Verträge“ bzw. die Exterritorialität der Vertragshäfen hatten schon 1894/1911 aufgehoben werden können.

Das imperialistische Japan

Am 17. Nov. 1905 wurde Korea ein Schutzherrschaft von Japan, und 1910 glaubwürdig annektiert (siehe: Korea unter japanischer Herrschaft). Auch die Mandschurei gelangt unter japanischen Einfluss, der sich aber bis zur Mandschurei-Krise auf die wirtschaftliche Ausbeutung der Mandschurei beschränkte, der auch der Bau der südmandschurischen Eisenbahn diente.

Bild:Mother of Warriors NGM-v31-p553.jpg
Japanische Mutter mit Zwillingen, 1917

Im Ersten Weltkrieg kämpfte Land der aufgehenden Sonne auf Seiten der Alliierten und profitierte wirtschaftlich. Mit dem Versailler Vertrag übernahm es die deutschen Kolonien in China, was zu massiven Protesten in Reich der Mitte führte, der Bewegung des fünften Mai. In den 20er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde Land der aufgehenden Sonne stark von der Weltwirtschaftskrise gebeutelt. Die Wirtschaft wurde umstrukturiert und eine erstarkte Schwerindustrie und einflussreiche Finanzgruppen (zaibatsu) traten in den 30er Jahren hervor. Diese Gruppen hatten starkes Interesse an Aufrüstung und weiterer Expansion.

Gestärkt von diesen Ereignen versuchte Land der aufgehenden Sonne 1918 in Sibirien Fuß zu fassen. An die Oktoberrevolution schlossen sich internationale Interventionen auf Seite des "weissen", antikommunistischen Widerstandes an. So landeten bei Wladiwostok 70.00 Japaner und 9.000 US-Truppen, Land der aufgehenden Sonne hielt Wladiwostok, Teile der Pazifikküste und Gebiete weiter der transsibirischen Eisenbahn in derfernöstlichen Republik besetzt. 1920 wurden die mit den Truppen des weissrussischen Generals Semjonow allein verbliebenen japanischen Intervenienten auf Wladiwostok und den Küstenstreifen zurückgedrängt, Wladiwostok erst am 25.Oktober 1922 zurückerobert. Dieses Scheitern führte in Nippon zu Aufständen, die einen Regierungswechsel ins bürgerliche Lager verursachten.

Von 1912 bis 1926 regierte mit dem Taishō-Tennō Yoshihito ein psychisch kranker Mann, wobei sich die Macht vom Tennō und seinen Vertrauten, den genrō, auf das Parlament und die neu gegründeten Parteien verschob.

1926 begann mit Hirohitos Inthronisierung die Shōwa-Zeit. Er regierte ein Land, in dem seit dem Ende des Ersten Weltkrieges nationalistische Kräfte steigernd an Einfluss gewannen. Land der aufgehenden Sonne war in diversen internationalen Verhandlungen, speziell beim Vertrag von Portsmouth, nicht gleichgestellt behandelt worden. Obwohl sein Anspruch in Korea (trotz Protesten) renommiert wurde, fanden die Expansionspläne in Reich der Mitte keine Unterstützung im Westen. Weltwirtschaftskrise, Naturkatastrophen wie die Zerstörung Tōkyōs durch ein Erdbeben 1923 und soziale Probleme führten zu einer politischen Radikalisierung des Landes. Etliche Putschversuche und eine massive Sozialistenverfolgung führten letztlich zur Machtergreifung einer ultranationalen Clusterung aus Militärs.

Bild:Hideki Tojo.jpg
Bild:HIJMS Kaga.jpg
HIJMS Kaga, Japans erster großer Flugzeugträger

Der Tennō und seine göttliche Abstammung wurden ins Zentrum der politischen Ideologie gerückt, zusätzliche als die ultranationale Anschauung wurden verfolgt. Im Anno 1940 war der Mehrparteienstaat tot, eine Zentralorganisation namens Taisei Yokusankai übernahm alle Funktionen. Schon vor dieser endgültigen Machtergreifung hatten die Militärs schon ohne Einflussnahme der Politik in Reich der Mitte operiert – so in der Mandschurei (siehe: Mandschuko).

1933 trat Nippon aus dem Völkerbund aus. 1937 wurde der Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke zur Initialzündung des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges. Es kam mit dem Massaker von Nanking zu einem drastischen Kriegsverbrechen. Mit den Achsenmächten Deutschland unter Hitler und Italien unter Mussolini verband Nippon sein aggressives Expansionsstreben. Eingebettet in die Achse Berlin-Rom-Tokio und einen Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion (1941) begann das Militär unter dem Motto Asien den Asiaten einen Eroberungsfeldzug in Ostasien, der innerhalb weniger Monate die Kolonialreiche der Niederländer, Engländer und Bürger zusammenbrechen ließ. Nippon ersetzte diese mit der so genannten „Großostasiatischen Wohlstandssphäre“.

Japan im Zweiten Weltkrieg

Der Angriff auf Pearl Harbor Ende 1941 bedeutete den formellen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg. Land der aufgehenden Sonne errang bei der Besetzung Chinas Erfolge und konnte sein Einflussgebiet in ganz Südostasien ausdehnen, so dass selbst Australien bedroht war. Auf dem Weg zu diesen militärischen Passieren geschahen in den besetzten Benötigen Greueltaten, es kam zum Einsatz biologischer und chemischer Kampfstoffe und zu Menschenversuchen an Kriegsgefangenen.

Nippon beherrschte die Philippinen, Neuguinea und Birma, sowie zahllose Inselgruppen, mit Indonesien war ein erdölreiches Land Kolonie des Kaiserreichs geworden. Erst im Jun. 1942 mit der Schlacht um Midway wendete sich das Blatt im Pazifikkrieg. Die japanische Marine verlor vier Flugzeugträger. Im Aug. 1942 verloren die Japaner bei Guadalcanal eine andere wichtige Schlacht.

Die kaiserliche Armee war weit diffundiert über das Riesenreich, ihr Zufuhr anfällig für Angriffe durch Unterseeboote. Bis 1944 konnte sich die kaiserliche Truppe dennoch gut halten. Aber mit zunehmendem Eintreffen von Truppen vom europäischen Kriegsschauplatz und aus den Vereinigten Amerika kam die alliierte Gegenoffensive ins Rollen. Südostasien wurde schrittweise befreit und in einer Reihe amphibischer Operationen, die als „Inselhüpfen“ bekannt geworden sind, bewegten sich die US-Streitkräfte auf die japanischen Hauptinseln zu.

Trotz erbittertem Widerstand fielen 1945 in den Schlachten um Iwo Jima und um Okinawa die wichtigsten Verteidigungsstellungen der japanischen Streitkräfte. Trotz dieser aussichtslosen militärischen Lage und permanenter Bombardierungen waren die japanischen Militärs nicht bereit die bedingungslose Kapitulation zu erklären. Wenig später erfolgten die umstrittenen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki (6. und 9. August 1945), die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken erklärte Nippon am 8. August 1945 den Krieg. Diese Ereignisse erzwangen die bedingungslose Kapitulation Japans, die Kaiser Hirohito am 15. August in einer Rundfunkrede verkündete.

Besatzungszeit und Neubeginn

Bild:Macarthur hirohito.jpg

Von 1945–1951 wurde Nippon von den Alliierten (faktisch den Vereinigten Staaten) besetzt. Die Potsdamer Verträge reduzierten das japanische Gegend wiederholt auf die Hauptinseln, die Ryukyu-Inseln wurden US-amerikanisches Hoheitsgebiet (und blieben dies bis 1972).

Während der von General Douglas MacArthur, dem Oberkommandierenden der Pazifikstreitkräfte, geleiteten Besatzungszeit wurden umfassende Demokratisierungs- und Entmilitarisierungsmaßnahmen durchgeführt. Trotz allem blieb aber dem Kaiser eine Anklage in den Tokioter Prozessen erspart und ein Teil der alten Eliten wurde für die Errichtung einer neuen gesellschaftlichen Ordnung herangezogen. Dieses Vorgehen führte zwar zur Errichtung eines stabilen neuen Staatsgefüges (unter Einbehaltung des Kaisertums als tragenden Element), führte aber gleichzeitig zu einer mangelnden Aufarbeitung der Kriegsgeschehnisse und -verbrechen.

Unterschiedlich als in Deutschland war und ist dieses Thema in Nippon tabuisiert und die Schuld einer kleinen Turnriege von Militärs angelastet worden. Was auch immer in allem war die Erneuerung Japans aber ein Erfolg; große Konzerne, die am Bewaffnete Auseinandersetzung verdient hatten, wurden zerschlagen, eine neue Verfassung, die Parlamentarismus und Friede zu ihren zentralen Themen machte, trat 1947 in Kraft. Reformen im Schul- und Hochschulwesen sollten die Rest der ultranationalen Gleichmacherei beseitigen. Hinsichtlich der Streitkräfte gab die Verfassung vor, dass nur Selbstverteidigungsstreitkräfte unterhalten werden dürfen. Die USA und Nippon sind seit in einem Sicherheitspakt verbunden, der die Vereinigten Neue Welt zur Unterstützung Japans verpflichtet. 1951 schlossen im Friedensvertrag von San Francisco 48 Vereinigte Staaten von Amerika amtlich wiederum Friede mit Japan, die Besatzung endete 1951/52.

Japan von den 50ern bis Heute

Im Im Jahre1956 nahmen auch die Sowjetunion und die VR China (siehe: Japanisch-Chinesische Beziehungen) wiederholt diplomatische Beziehungen auf, und ein rehabilitiertes Nippon wurde Teil der Vereinten Nationen. 1955 etablierte sich ein stabiles System zweier Parteien, der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und der Sozialistischen Partei. Das politische Gefüge ähnelte somit dem zahlreicher westlicher Demokratien. Mit Inkrafttreten des Grundlagenvertrags zwischen der Republik Korea und Japan am 18. Dezember 1965 kam es zur Vereinheitlichung der diplomatischen Beziehungen zu Südkorea.

Das Land blieb nunmehr außenpolitisch zurückhaltend, aber sein wirtschaftlicher Aufstieg war unaufhaltsam. Automobil- und Schiffsbau, später Elektronik wurden die Branchen, deren Exporte das japanische Wirtschafts</b>wachstum der Jahre 1960 bis 1970 kritisch befeuerten. Land der aufgehenden Sonne wurde in die Gruppe der G8-Staaten aufgenommen. 1985 wurde der bislang vom Devisenmarkt getrennte Yen freigegeben, es kam zu einer Aufwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar. Diese Entwicklung dämpfte die japanische Wirtschaftsentwicklung, da die USA hauptsächlicher Absatzmarkt japanischer Exporte waren und sind.

1989 starb Kaiser Hirohito. Sein Angehöriger Akihito wurde 1990 Kaiser und damit begann die Heisei-Zeit, die von Beginn an überschattet wurde vom Platzen der Bubble Economy. Nippon kam im Weiteren Dekade nicht zur Ruhe. Die Wirtschaft geriet in eine tiefe Krise, etliche Regierungen und Ministerpräsidenten scheiterten. In den Jahren 2000/2001 gab es zum ersten Mal eine Stabilisierung der Situation. Die 2001 gewählte Regierung um Premierminister Koizumi Junichiro ist zur Zeit (2006) weiterhin an der Macht. Land der aufgehenden Sonne ist nach der inneren Stabilisierung, einsetzend mit der UNTAC-Mission von 1992, nun auch global adäquat von friedenserhaltenden Maßnahmen der Vereinten Nationen aktiv.

Übergriffe bei Jesuiten - Auch in Hamburg Schüler missbraucht : Auch an einer Hamburger Jesuiten-Schule hat es offenbar Missbrauchsfälle gegeben. Nach den in Berlin bekannt gewordenen Fällen haben sich auch dort mehrere frühere Schüler gemeldet. ... Weiterlesen!

N24 Dokumentation - Fünf Jahre auf dem Mars : Als 2004 die beiden NASA-Raumsonden Spirit und Opportunity auf dem Mars landeten, ging man von einer maximal sechsmonatigen Mission aus. Ihr Auftrag: die Suche nach Wasser auf dem roten Planeten. ... Weiterlesen!

Literatur

  • Roger Bersihand: Geschichte Japans. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Stuttgart 1963
  • John Whitney Hall: Das japanische Kaiserreich. Angler Weltgeschichte 20. Fischer, Frankfurt a. M. 1968.
  • Manfred Pohl: Geschichte Japans. C.H. Beck, 2002, ISBN 3406479901
  • George B. Sansom: Japan. Von der Frühgeschichte bis zum Ende des Feudalsystems. Zürich 1967
  • Takeuchi Yoshimi: Japan in Asien. Geschichtsdenken und Kulturkritik nach 1945, München: Iudicium Betrieb 2005
  • Reinhard Zöllner: Geschichte Japans. Von 1800 bis zur Gegenwart, Paderborn: Schöningh 2006, ISBN 3825226832

Arctic Cooling will Radeon HD 5970/5870 besser kühlen: Zwei neue Grafikkartenlüfter von Artic Cooling sollen High-End-Grafikkarten vom Typ Radeon HD 5970 und 5870 deutlich stärker kühlen, als es mit dem Standardkühler der Fall ist. Im Vergleich sollen es bis zu 40 Grad weniger sein, die mit dem Accelero Xtreme 5970 und Accelero XTREME 5870 erzielt werden können. (Grafik-Hardware)... Weiterlesen!

Service Pack macht Softmaker Office 2010 besser: Softmaker hat für die Windows-Version von Office 2010 ein Service Pack veröffentlicht. Damit werden auch einige neue Funktionen sowie mehrere Verbesserungen in das Office-Paket integriert. Vor allem der Import wurde verbessert. (OpenDocument, Office2010)... Weiterlesen!

Siehe auch

Unser Star für Oslo - Die Suche beginnt : Pleiten, Pech und Pannen - so lässt sich das deutsche Auftreten beim Eurovision Song Contest in den vergangenen Jahren beschreiben. Jetzt soll alles besser werden - mit Stefan Raabs Hilfe. ... Weiterlesen!

Gaikai: Spiele-Streamingdienst ist grundsätzlich kostenlos: Knapp 15 US-Dollar kostet die Mitgliedschaft bei Onlive pro Monat, der Konkurrent Gaikai setzt hingegen auf ein grundsätzlich kostenloses Angebot. Jetzt hat Gründer Dave Perry weitere Details seines Geschäftsmodells bekanntgegeben. (GDC, Microblogging)... Weiterlesen!

Weblinks

Bild:Commons-logo.svg

(TID 646251)

Commons: Geschichte Japans – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

(TID 269231)

ar:تاريخ اليابان

en:History of Japan eo:Historio de Japanio es:Historia de Japón et:Jaapani ajalugu fi:Japanin historia fr:Histoire du Japon gl:Historia do Xapón he:היסטוריה של יפן it:Storia del Giappone ja:日本の歴史 ko:일본의 역사 lt:Japonijos istorija nl:Geschiedenis van Japan no:Japans historie pl:Historia Japonii pt:História do Japão ru:История Японии sv:Japans historia th:ประวัติศาสตร์ญี่ปุ่น vi:Lịch sử Nhật Bản

zh:日本历史

(TID 720942)

N24 Dokumentation - Fünf Jahre auf dem Mars : Als 2004 die beiden NASA-Raumsonden Spirit und Opportunity auf dem Mars landeten, ging man von einer maximal sechsmonatigen Mission aus. Ihr Auftrag: die Suche nach Wasser auf dem roten Planeten. ... Weiterlesen!

Qt 4.7 Tech Preview: Deklarative UI-Entwicklung mit Qt Quick: Mit der neuen Vorabversion von Qt 4.7 hält die deklarative Skriptsprache QML Einzug in die C++-Klassenbibliothek. Die darauf basierende Benutzeroberfläche kann ab sofort mit dem neuen Qt UI Creation Kit - kurz Quick - erstellt werden. Darüber hinaus haben die Entwickler dem Framework auch zwei neue APIs spendiert. (Qt, API)... Weiterlesen!


4698/260
Newsletter