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Gitarre

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Klampfe
griech.: κιθάρα, (Kithara)
Bild:Classical Guitar two views.jpg
Klassische Musikinstrument
Klassifikation
Chordophon
Zupfinstrument
Tonumfang:
Bild:Range guitar.png
In Standardstimmung
verwandte Instrumente:
Hawaiigitarre, Ukulele
Laute, Banjo, Mandoline
Klangbeispiel:
Tonleiter auf einer Konzertgitarre
Musiker
Liste von Gitarristen
Kategorie:Gitarrist

Die Gitarre (griechisch κιθάρα, ursprünglich die Kithara, ein leierartiges Instrument) ist ein Musikinstrument, hinsichtlich der Tonerzeugung ein Saiteninstrument, von der Spieltechnik her ein Zupfinstrument.

Es kann grundsätzlich zwischen akustischen und elektrischen Gitarren unterschieden werden.

Inhaltsverzeichnis

Stimmung und Tonumfang

Die sechs verschieden dicken Saiten der traditionellen Klampfe sind in der Regel auf E - A - d - g - h - e’ gestimmt (Standardstimmung). Jede Saite klingt somit eine Quarte, das heißt fünf Halbtöne, höher als die unten liegende. Eine Ausnahmefall ist nur die h-Saite, die eine große Terz und damit vier Halbtöne höher als die unten liegende g-Saite klingt. Es gibt verschiedene Merksprüche für die Standardstimmung, wobei die bekanntesten lauten:

  • Ein Anfänger Der Gitarre Hat Eifer
  • Eine Alte Dame Ging Heringe Essen
  • Eine Alte Dumme Gans Hat Eier
  • Eine Alte Dame Geht Heute Essen
  • Eine Alte Deutsche Gitarre Hält Ewig

Diese Stimmung ist erst seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebräuchlich. Gelegentlich werden auch eine oder diverse Saiten der Klampfe auf zusätzliche Töne gestimmt. Eine solche veränderte Stimmung nennt man Skordatur. Häufige Skordaturen in der klassischen Gitarrenmusik sind D - A - d - g - h - e’ oder seltener D - G - d - g - h - e’. Um Renaissancelautenmusik auf der Musikinstrument zu spielen wird oft die Skordatur E - A - d - fis - h - e’ verwendet, da so die Intervalle zwischen den Saiten dieselben sind wie zwischen den ersten sechs Chören der Renaissancelaute.

Nahe werden in der nichtklassischen Klänge Skordaturen verwendet, bei denen die leeren Saiten einen einfachen Stückakkord ergeben. Solche Skordaturen werden offene Stimmungen (open tunings) genannt. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Stück Das Loch in der Banane von Klaus Weiland. Durch das Mitschwingen der leeren Saiten erhält die Instrument einen volleren Klang. Wichtige offene Stimmungen sind:

Die Stimmung D - A - d - g - h - e’ wird als Dropped D-Stimmung fallweise auch zu den offenen Stimmungen gezählt, ungeachtet die leeren Saiten keinen einfachen Akkordarbeit ergeben.

Weit seltener als sechssaitige sind Gitarren mit 7, 8 oder 10 Saiten. Die recht häufige 12-saitige Klampfe besitzt zum herkömmlichen EADGHE-Saitensatz sechs Saitenpaare. Die vier tiefen Saiten (E, A, d und g) werden um höhergestimmte Oktavsaiten und die zwei hohen Saiten (h und e’) um gleich gestimmte Saiten ergänzt. Die so entstehenden, jedes Mal eng nebeneinander liegenden Saitenpaare werden zusammen gegriffen bzw. angeschlagen. So wird ein volleres Klangbild als bei der 6-saitigen Musikinstrument erzielt, durch minimale Verstimmungen der Doppelsaiten gegeneinander und der daraus resultierenden Phasenschwingungen ergibt sich ein sphärisch klingender Chorus-Effekt.


S
a
i
t
e
n
Grifftabelle
Bünde 1 2 3 4 5
e’ f’ fis’ g’ gis’ a’
h c’ cis’ d’ dis’ e’
g gis a b h c’
d dis e f fis g
A B H c cis d
E F Fis G Gis A

Grifftabelle für einfache Akkorde: Siehe Gitarrenakkord

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Notation

Noten für Musikinstrument werden im oktavierten Violinschlüssel notiert, ertönen also eine Oktave tiefer. Um Musikstücke schriftlich festzuhalten und zu lesen, wird auch dieser Tage noch bei der Notendarstellung die Darstellung in Tabulatur benutzt – jedoch grundsätzlich für Tonkunst aus den Bereichen Rock, Pop und Folk.

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Geschichte

Bild:Gitarre mkn1.jpg
Musikinstrument von 1804

Instrumente wie die Instrument waren schon vor 5.000 Jahren in Gebrauch. Ägyptische Zeichnungen zeigen Frauen, die Instrumente wie eine Instrument aus der Zeit der Pharaonen spielen. Der Name Gitarre allerdings geht auf die Kithara, ein leierähnliches Instrument der griechischen Antike zurück. Davon leitete sich später das arabische Wort qitara ab, welches ein Instrument bezeichnete, das im 10. Jahrhundert von den Mauren nach Spanien gebracht wurde.

Die spanische Vihuela aus der Renaissance ist die Vorform der heutigen Gitarre. Sie hat einen schmalen Korpus und eine Wirbelplatte.

Frühgeschichte

Wann und wo zum ersten Mal auf einer Vorgängerin der Musikinstrument gespielt wurde, ist ungewiss. Abbildungen aus Zweistromland und Ägypten von Saiteninstrumenten mit einem Hals sowie einem Resonanzkörper, weisen jedoch auf einen Ursprung in den frühen Hochkulturen hin.

Auch die Griechen spielten auf Saiten-Instrumenten, jedoch eines anderen Typs, den so genannten Jochlauten. Diese bestanden aus einem Schallkörper, der herauf in zwei seitliche Arme auslief, welche mit einem Querholz verbunden waren. In den so gebildeten Rahmen wurden die Saiten gespannt. Eines dieser Jochlauten-Instrumente wurde seinerzeit als „Kithara“ (κιθάρα) bezeichnet; die etymologische Herkunft ist bis zum heutigen Tag dummerweise ungewiss.

Das Leierinstrument erfreute sich, nach der Eroberung Griechenlands daher importiert, im römischen Reich großer Beliebtheit. Aber auch Saiteninstrumente mit Resonanzkasten und Hals waren in Benutzung und machten selbst einen wichtigen Schritt in ihrer Entwicklung. Der ursprünglich längs über den gesamten Resonanzkörper hinweg gehende Hals wurde nämlich zugunsten an den Körper angesetzt, wie es bei heutigen Gitarren auch noch der Fall ist. Diese Instrumente wurden hauptsächlich von der Unterschicht gespielt, also auch den Soldaten, welche das Instrument während der Punischen Kriege (264-146 vor Christus) nach Spanien brachten. Hier grenzt sich der Begriff „Kithara“ jedoch von seiner griechischen Bedeutung ab und bezieht sich von nun an nicht länger auf die ursprüngliche Jochlaute.

Mittelalter

Durch den Einfluss des Christentums änderten sich auch die Anforderungen an die Instrumente. Besonders die Entstehung der Mehrstimmigkeit forderte eine Verbessertes Modell der Bauform. Der Resonanzkörper wurde nun meist aus Brettchen zusammengeleimt und die Seitenteile nach außen gebogen, um dem Druck, der durch den angesetzten Hals ausgeübt wurde, ausstehen zu können. Außerdem hatten die Instrumente keinen bauchigen Körper mehr, zugunsten einen steigernd flachen, wie wir es von den heutigen Gitarren her kennen.

Zwar waren diese Instrumente auch im übrigen Westen bekannt, doch hauptsächlich wurden sie in Spanien verwendet. Seit dem Jahr 711 herrschten dort die Mauren, welche aus ihrer Geburtsland ein schon voll ausgereiftes Instrument, die Laute, mitbrachten. Von dieser übernahmen die Gitarrenbauer einige wenige, aber dennoch bedeutsame Details, wie etwa die Bünde am Hals, welche maßgebend für die Stimmung waren.

Nahe der Instrument gab es dort ein verwandtes Instrument, die Vihuela. Sie wurde als edlere Modifikation der vierchörigen, meist von der Unterschicht gespielten Instrument angesehen. Den einzigen wesentlichen Unterschied stellte die Besaitung dar: Eine Vihuela hatte meist sechs oder mehr Chöre und war dadurch schwerer zu spielen.

Renaissance, Barock und Romantik

Die Töne des 17. Jahrhunderts ist zum großen Teil gut in Form von Tabulaturen überliefert, nach denen, angrenzend sich verständigen auf einst sehr berühmten Berufsmusikern, auch zahlreiche Laien spielen konnten. Als jedoch in der Barockzeit die Tonkunst akkordlastiger wurde, schaffte nur die „Guitarra“ die nötigen baulichen Anpassungen; die Vihuela starb aus. Auch diese Entwicklung vollzog sich auf spanischem Boden, mit geprägt durch Gaspar Sanz und seine Gitarrenschule („Instrucción de música sobre la guitarra española“), und so wurde die Klampfe mit der Zeit als „Guitarra española“ – nun fünfchörig – bezeichnet.

Mit dem Weiter kommen des Barock tendierte die Spielweise nochmal vom „rasgueando“, dem Schlagen von Akkorden, zum kontrapunktischem Spiel, dem „punteando“, bis ein endgültiger Bruch schließlich in die Frühklassik mündete. Während dieser Zeit änderte sich die Besaitung der Klampfe ständig, da nun die Melodie, als tragendes Element, in den Vordergrund trat und viel experimentiert wurde, um neue Erfahrungen zu gewinnen.

Auf diese Weise wandelte sich die fünfchörige Barockgitarre zum Schluss zur sechssaitigen Klampfe des 19. Jahrhunderts, mit einer robusteren und im Vergleich zu den vielen Tand der Barockgitarre funktionaleren Bauweise. Für den Schall bedeutsam war der Zusammensetzen von Resonanzleisten, welche die Schwingungen auf den gesamten Körper übertrugen, so dass die Töne lauter wurden.

Spätgeschichte

Ihre klassische Ära durchlebte die Instrument hauptsächlich im deutschsprachigen (Wien) und französischsprachigen (Paris) Raum. Die Hauptkomponisten für das Instrument waren daneben anderen in Paris Fernando Sor (1778–1839), Dionisio Aguado (1784–1849) und Napoléon Coste (1805–1883) sowie in Wien Mauro Giuliani(1781–1828) und Johann Kaspar Mertz (1806–1856). Schon in der Schwärmerei führen jedoch einige Entwicklungen wiederum nach Spanien. Der Gitarrist Francisco Tárrega (1852–1909) beschritt dort mit seinen bis auf den heutigen Tag üblichen Griff- und Anschlagtechniken neue Wege. Zur gleichen Zeit vervollkommnete der Saiteninstrumentebauer Antonio de Torres (1817–1892) die Instrument wohlbehalten und Abmessungen, Anordnung der Resonanzleisten und mechanischen Details.

Zwar gab es im 20. Jahrhundert – auch bedingt durch elektronische Technologien – diverse Neuerungen, doch deren Auswirkungen werden sich erst zu einem späteren Zeitpunkt abschließend beurteilen lassen. Die Torres-Gitarre ist bis zum heutigen Tag die Grundlage einer jeden klassischen Konzertgitarre geblieben.

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Aufbau

Bild:Classical Guitar labelled german.jpg
Klassische Musikinstrument in Front- und Seitenansicht, wichtige Teile beschriftet

Grundform

In der Regel besteht eine Musikinstrument abstrahierend dargestellt aus einem Korpus, der als Resonanzkörper dient und einem damit verbundenen Hals, über den die Saiten laufen und der üblicherweise in einem Kopf endet.

Hals

Während spezielle Formen der Musikinstrument (besonders spezielle E-Gitarren) gleichsam keinen Korpus und/oder keinen Kopf besitzen, ist allen Gitarren der Hals gemeinsam. Eine minimale Klampfe hat ausschließlich einen Hals, über dem zwischen Sattel (am Kopf) und Steg (auf dem Korpus) Saiten der Dicke nach geordnet aufgespannt sind.

Der Sattel einer Musikinstrument kann aus verschiendenen Materialien bestehen. Am verbreitetsten unter den Gitarren ohne „Floyd Rose“ - Tremolo sind Kunststoff und Knochen. Alle beide werden entweder in einer Nut vor dem „nullten“ Bund fixiert (Fender-style) oder einfach an das Ende des Griffbretts geleimt (Gibson-style). Kunststoff zeichnet sich dadurch aus, dass er billig und leicht zu bearbeiten ist. Bein dennoch hat die besseren Klangeigenschaften. Bei Knochensätteln wird zwischen zwei verschiedenen Materialien unterschieden: der ausgekochte und kaum weiße, gebleichte Gebein und sogenannte „Vintage Bone“-Sättel, die aus nichtausgekochtem, umgebleichtem Rinderknochen bestehen. Diese werden auch „Fettsättel“ genannt, da sie dank des im Organ verbliebenen Fettanteils für eine Schmierung in den Einkerben sorgen. „Vintage Bone“ - Sättel haben eine leicht gelbliche Färbung. Aufgrund ihrer guten Verarbeitbarkeit und der Schmiereigenschaften sind auch verschiedene Kunststoff/Graphit – Mischungen im Einsatz.

Bei heutigen Gitarren besteht der Hals meist nicht aus einem Stück, zugunsten hat ein aufgeleimtes Griffbrett, über das die Saiten laufen. Diese Errichtung hat einerseits Vorteile für die Stabilität des Halses, zum anderen hat die Wahl der Hölzer für Hals und Griffbrett einen erheblichen Einfluss auf den Schall und die Bespielbarkeit der Gitarre.

Bei klassischen Gitarren mit Darm- oder Kunststoffseiten besitzt ein einfacher massiver Holzhals ausreichend Stabilität, um dem Zug der Saiten ohne störende Umformung standzuhalten. Etliche Instrumente mit Stahlseiten, zunächst E-Gitarren und ganz besonders E-Bässe, verfügen jedoch noch einen in den Hals eingelassenen Halsspannstab (auch truss rod oder auchTrussrod). Dieser liegt etwa in der Zentrum des Halses in einem gebogenen Kanal und bewirkt eine Vorspannung des Halses anti der Saitenzugspannung.

Typische Gitarren haben auf dem Hals Bünde. Diese helfen, die Saite beim Greifen zu verkürzen, um einen bestimmten Ton beim Anschlagen zu erzeugen. Jedes Bundstäbchen entspricht dabei einem Halbtonschritt. Inzwischen sind die meist aus Metall (z. B. Nickel) bestehenden Bünde unverrückbar in das Griffbrett eingelassen. Diese Architektonischer Stil legal es eigentlich nicht, Zwischentöne zu erzeugen. Mit geeigneten Spieltechniken (z. B. Ziehen, Bottleneck bzw. Slide) ist aber auch das möglich.

Der Hals ist je nach Art der Instrument am Griffbrett flach oder gewölbt, stockbesoffen oder schmal. In diesem Zusammenhang haben klassische Gitarren eher einen breiten und flachen Hals, Stahlsaitengitarren eher schmale und gewölbte Hälse.

Kopf

Am Ende des Halses befindet sich der Kopf/die Kopfplatte, an der das eine Ende der Saiten an den Strudeln befestigt ist. Mithilfe der Wirbel werden die Saiten gespannt und durch Regulierung der Spannung gestimmt. Der notwendige Druck auf den Sattel entsteht dabei durch die Abwinkelung der Saiten gegenüber dem Hals. Je nach Bauform wird diese Abwinkelung entweder durch die Abwinkelung der Kopfplatte oder durch alternative geeignete Maßnahmen wie z. B. Seitenniederhalter oder abergetstaggerte Mechaniken (zum Ende der Kopfplatte niedriger werdende Wirbel) erzielt.

Spezielle Bauformen von Kopfplatten gibt es zuerst bei manchen neueren E-Gitarren. So gibt es z. B. Klemmsattel, bei denen die Saiten am Sattel arretiert werden, um besonderes in Verbindung mit Vibratosystemen eine bessere Stimmstabilität zu erzielen. Noch extremer ist der komplette Preisgabe auf eine Kopfplatte. In beiden Fällen werden die Strudel durch Stimmmechaniken am Steg ergänzt oder gar ersetzt. Das heißt die eigentliche Stimmfunktion wandert an das übrige Saitenende auf dem Korpus.

Korpus

Der Korpus ist je nach Bauform der Musikinstrument stark unterschiedlich ausgeprägt. Bei akustischen Instrumenten (im Gegensatz zu elektrischen) besteht er meist aus einem leichten hölzernen Resonanzkörper, existent aus Boden, Zargen und Decke. Die Decke besitzt dabei ein meist kreisrundes Schalloch. Es gibt jedoch, erstens im Bereich der E-Gitarren, noch jede Menge zusätzliche Bauformen wie z. B. Halbresonanz-Gitarren oder Solidbody-Gitarren (ohne Hohlkörper).

Auf dem Korpus befindet sich der Steg. An diesem ist das sonstige Ende der Saiten befestigt, oder – nicht selten bei elektrischen Gitarren – unten davon an einem Saitenhalter. Auch für den Steg gibt es verschiedene unterschiedliche Bauformen mit unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten für Saitenlage, exakte Mensur einzelner Seiten oder auch mit Sonderfunktionen (z. B. Tremolo-Hebel).

Spezielle Bauformen

Gitarren gibt es in unterschiedlicher Größe und Mensur. So gibt es u. a. Kindergitarren und auch speziell für kleinere Leute angefertigte Instrumente wie beispielsweise so genannte Frauengitarren, die u. a. von Künstlern wie Prince gespielt werden.

Beim Bau der Instrument werden ordinär Hölzer für den Korpus und den Hals verwendet. Jedoch kommen auch hier vereinzelt übrige Materialien, wie beispielsweise Metall, Verbundwerkstoffe oder Carbon zum Einsatz. Bei den Hölzern werden in der Regel spezielle Klanghölzer verwendet, die je nach Gitarrenart und Eigenschaft in unterschiedlichen Kombinationen beim Gitarrenbau verwendet werden.

Speziell Flamenco-Gitarren sind mit einem Golpeador bestückt, einer dünnen Kunststoffschicht, die das Schallloch von drei Seiten umgibt und die Gitarrendecke vor Beschädigungen schützen soll, z. B. bei Verwendung der perkussiven Ingenieurwissenschaften Golpe. Ein Golpeador kann auch nachträglich an einer Musikinstrument angebracht werden.

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Gitarren für Linkshänder

Es hinlänglich nicht, bei einer normalen Musikinstrument die Saiten „verkehrt“ aufzuziehen, also die tiefe E-Saite nach unten usw. (Jimi Hendrix trat in Woodstock so auf). Einige wenige, meist spezialisierte Firmen, die meist Einzelstücke fertigen, bauen spiegelbildlich gestaltete Modelle, bei denen die Cutaways stimmen, die der Körperteil den Zugang zu den höchsten Bünden erleichtern sollen.

Eine gute Musikinstrument ist aber nicht symmetrisch, weil die Stegeinlage schräg angeordnet ist. Um das Spielen auf den hohen Bünden oktavrein zu halten, wird eine schräge Stegeinlage eingebaut, damit die tiefen Saiten eine längere Schwingungslänge haben als die hohen Saiten. Würde man auf einer Rechtshändergitarre die Saitenlage einfach umdrehen, würde durch den schrägen Steg aber die Oktavunreinheit verschlimmert.

Nun bieten die meisten großen Produzent von elektrischen Gitarren und Stahlsaitengitarren auch spezielle Linkshänder-Gitarren an. Infolge der geringeren Nachfrage und des gesteigerten Produktionsaufwandes sind sie allerdings 10 bis 30 % teurer als Rechtshänder-Gitarren des gleichen Modelles. Es werden außerdem nur einige manche Modelle aus der Modellpallette auch als Linkshand-Version angeboten. In den meisten Musikläden finden sie sich deshalb auch nur in weniger Stückzahl oder überhaupt nicht. Die Tatsache, dass es überhaupt Linkshänder-Gitarren gibt, stellt eine Ausprägung Ihrer Instrumentengattung dar. In der E-Musik findet man gelegentlich keine Streicher, die ihren Kurve mit der linken Hand halten und entsprechende Instrumente spielen. Darüber aufwärts gibt es verschiedene Linkshänder, populäre Beispiele sind in der Unterhaltungsmusik z.B. Dire-Staits Gitarrist Mark Knopfler oder Blueslegende Gary Moore, die ganz normale Rechtshänder-Gitarren spielen und sie auch wie Rechtshänder bedienen (die Anschlaghand ist die rechte, die Pfote die linke).

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Kindergitarre

Der oberflächliche Beobachter von spanischen, portugiesischen, süd- und mittelamerikanischen Kleingitarren kommt schnell zu dem Schluss, dass es Kindergitarren sind. Gerade das sind sie nicht, weil sie folgende Voraussetzungen nicht erfüllen.

  • Eine Kindergitarre hat keine exotische Saitenbelegung. Sie ist eine normale akustische Gitarre die für die unterschiedlichen Körpergrößen der Heranwachsenden maßstabsgetreu verkleinert in 3 bis 4 verschiedenen Größen gefertigt werden. Die Gitarrengröße richtet sich also nach der Körpergröße und der Armlänge.
  • Der Hals mit dem Griffbrett ist etwas schmaler und dünner, damit eine Kinderhand den Hals umfassen und die Saiten ohne Behinderungen greifen kann.
  • Keine Stahlsaiten, weil diese zum Greifen zu stark niedergedrückt werden müssen.
  • Eine tiefe Saitenlage um den Fingerdruck zu entlasten.

siehe auch Michael Koch: Kindergitarren, Schülergitarren. Mainz unter EGTA im Internet zu finden.

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Akustische Gitarre

Eine akustische Gitarre ist eine Gitarre, bei der die Tonerzeugung und Tonverstärkung ohne Elektronik, rein mechanisch erfolgt. Den Ton der schwingenden Saite überträgt der Steg auf die Resonanzdecke. Die Decke überträgt die Tonschwingung auf die Luft. Der Resonanzkörper verstärkt die Schallwellen. Der Ton verlässt den Resonanzkörper durch das Schallloch.

Außerdem gibt es elektroakustische Gitarren. Dabei handelt es sich um akustische Gitarren mit eingebautem Tonabnehmer. Dadurch kann der Ton wie bei der elektrischen Klampfe über einen Verstärker ausgegeben werden.

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Elektrische Gitarren

Die elektrische Musikinstrument (E-Gitarre) ist eine Gitarre, bei der die Saitenschwingungen über elektrische Tonabnehmer abgenommen und elektronisch verstärkt werden. Dies geschieht üblicherweise mit zur Verstärkung der E-Gitarre angepassten Gitarrenverstärkern. Der Korpus ist meist massiv.

Bild:Lautsprecher.png Für dieses Instrument existiert passend des Wikiprojekts Klangbeispiele auch eine Audiodatei. Hören Sie sich das Instrument an.

(TID 241457)


Jazzgitarre

(auch Plektrum- oder Schlag-Gitarre) Als Urform der Jazzgitarre wird das 1923 hergestellte Modell „L-5“ der Gibson Mandolin-Guitar Manufacturing Company in Kalamazoo/USA angesehen. Für damalige Verhältnisse wartete die Musikinstrument mit Merkmale auf, die den Richtlinie für alle danach gefertigten Instrumente dieses Genres bestimmen sollte. Dies war ein nach Vorbild des Geigenbaus hergestellter Korpus mit gewölbtem Boden und gewölbter Decke. Statt der anderweitig runden oder fallweise ovalen Schallöcher waren zwei F-Löcher in die Decke eingearbeitet. Die Stahlsaiten waren in einem trapezförmigen Saitenhalter aus Material am unteren Korpusende verankert, welche über einen zweiteiligen und damit höhenverstellbaren Steg führten. Der Hals – bis nachher in Höhe des 12. Bundes mit dem Korpus verbunden – gab bei der L-5 volle 14 Bünde frei. Um dem Saitenzug des nun längeren Halses entgegenzuwirken, zog Gibson in einer Nut längs des Halses einen Stahlstab ein, der an seinem Austritt, unter dem Sattel auf der Kopfplatte, über eine Gewindemutter noch zusätzlich verstellbar war. Die Betrieb hatte stark ein Patent auf diese Konstruktion.

In der musikalischen Entwicklung verdrängte die Jazzgitarre das bis nachher verbreitete Banjo. Es wurde zwar im traditionellen Jazz weiterhin eingesetzt, musste aber mit Anbruch der Swing-Ära das Feld der „edler“ klingenden Klampfe überlassen, die von da an in keiner Big Band und keinem Tanzorchester fehlen durfte. Schwierig für den Gitarristen jener Tage war jedoch die Situation, sein Instrument gegen die vorherrschenden Lautstärken in mittleren und großen Orchestern hörbar in Szene zu setzen. Der Instrumentenbau reagierte, indem die Resonanzkörper der Jazzgitarren steigernd vergrößert wurden. Von den einmal 16" (untere Korpusbreite) der ersten L-5 betrugen die Maße gegen Ende der 30er-Jahre 18" bei Gibsons „Super 400“ und bei Kompromiss finden Modellen von Epiphone und Stromberg wenn schon 19". Wirkliche Rechtsmittel schafften hier die ebenso in den 30er-Jahren begonnenen Versuche, die Schwingungen der Stahlsaiten durch elektromagnetische Tonabnehmer zu erfassen und diese von Verstärkern aus der frühen Radiotechnik übertragen zu lassen. Diese ersten Tonabnehmer wurden entweder freischwebend qua entsprechender Halterungen zwischen Decke und Saiten platziert oder direkt auf die Decke montiert. Damit war es Jazzgitarristen möglich, bei den Aufgaben in der Rhythmus-Sektion nun auch als Solist aufzutreten. Der Gitarrist Charlie Christian machte sehr früh die elektrisch verstärkte Jazzgitarre zu seinem Markenzeichen, die er sehr siegreich in den großen Bands von Benny Goodman und Count Basie einsetzte.

Nach Ende des 2. Weltkriegs ergaben sich sonstige Veränderungen im Bau der Jazzgitarre. Zum Spiel in den oberen Lagen, also aufwärts des 14. Bundes, musste die angrenzende Korpusflanke laufend überwunden werden. Als Innovation wurden Instrumente mit einem „Cutaway“ ausgestattet, einer Gestaltung an der beschriebenen Stelle in den Korpus, wodurch die linke Schulter der Klampfe niedriger liegt als auf der rechten Seite. Der so gewonnene Raum gestattet der Organ auch oben des 14. Bundes noch bequemes Spiel. Die dem Geigenbau entlehnten Wölbungen des Bodens und der Decke mussten aus entsprechend massiven Holzplanken herausgearbeitet werden, was hohe Kunstfertigkeit verlangte und deshalb auch sehr zeitaufwendig war. So ging man dazu über, Böden, Decken und Zargen aus Sperrholz zu fertigen, die dann in speziellen Pressmaschinen geformt wurden. Die wenn das nicht möglich ist dazu verwendeten Hölzer (meist Ahorn und Fichte) bildeten nur noch die äußere Furnierschicht, so dass der optische Impression nach dem Schliff keinen Unterschied zur anderen Architektonischer Stil erkennen lässt. So konnten Gitarren schneller und kostengünstiger hergestellt werden. Für Spitzenmodelle kam diese Produktionsweise nicht zum Tragen, dennoch massiv hergestellte Decken auch mit Zargen und Böden aus Sperrholz kombiniert wurden. Die Sperrholzgitarren tönen in der rein akustischen Anwendung mit den aus Massivhölzern hergestellten Instrumenten nicht gleichwertig. Doch dieser Vergleich trat steigernd in den Hintergrund, da die Jazzgitarren immer häufiger nur noch elektrisch verstärkt gespielt wurden. Dazu hatten die namhaften Fabrikant eigene Tonabnehmer (Pickups) im Programm, wie Gibson seinen „P 90“ oder die „New Yorker“ Pickups bei Epiphone. Sonstige ließen sich von Firmen wie DeArmond (z. B. Gretsch) beliefern, um die Elektrik ihrer Gitarren mit diesen Produkten auszustatten.

Allerdings beginnt 1950 die Dekade, in der Gibson mit der Les Paul und der ES 335 Aufsehen machte und die radikal neukonzipierten Gitarren von Leo Fender aus Kalifornien den Markt gewaltig belebten. Diese Instrumente revolutionierten den Gitarrenbau und setzten Maßstäbe in einer Nachhaltigkeit, die bis in die heutige Zeit reichen. Die damit einsetzende Jagd nach Sustain, Effekten und Overdrive war nie das Gelände der Jazzgitarre. Dass sie trotz dieser Entwicklung von den führenden Herstellern weiterhin gefertigt wurde, hatte nicht nur traditionelle Gründe. Kein anderer Gitarrentyp bringt in der akustischen Spielweise perkussivere Anschläge und überträgt sauberer filigrane Rhythmusarbeit. Elektrisch verstärkt, mit guten Pickups, liefert sie angesichts ihrer Resonanzstruktur klare, runde Töne mit Substanz. Mit diesen Vorzügen konnte die Jazzgitarre seit ihrer Entstehung immer neue Generationen von Musikern für sich begeistern.

Halbresonanzgitarre

Bild:Guitard Epiphone 03.jpg
Semiakustikgitarre der Betrieb Epiphone

Die Halbresonanzgitarre (auch Semiakustik-Gitarre bzw. Halbakustikgitarre genannt) ist eine Mutation der elektrisch verstärkten Vollresonanz-Gitarre und unterscheidet sich zu dieser durch die regelmäßig geringere Korpustiefe. Gelegentlich sind auch die übrigen Korpusmaße reduzierter ausgelegt als bei der Vollresonanz-Gitarre. Anliegend der reinen Halbakustik-Bauweise (engl. „Hollow Body“) ist die Weiterverarbeitung eines massiven Mittelbalkens (Center-Block / Sustain-Block) anzutreffen, welcher in der Verlängerung des Halses bis an das untere Korpusende genügend und diesen in zwei Kammern teilt. Diese Instrumente werden häufig unter der Bezeichnung „Semi-Solids“ geführt, da das Klangverhalten der massiv gebauten E-Gitarre („Solid-Body“) näher kommt als der rein akustischen Version. Die Bezeichnung „Semi-Solids“ wird auch für massiv gebaute E-Gitarren verwendet, die im Korpusinneren mit größeren Resonanzkammern ausgestattet sind. Die typische Halbresonanzgitarre ist eine F-Loch-Gitarre in Single- oder Double-Cutaway-Bauweise (siehe Bild). Ebenso sind auch Modelle ohne F-Löcher erhältlich, um den unerwünschten Rückkopplungseffekt im Verstärkerbetrieb zu minimieren. Die elektrische Regelausstattung umfasst zwei Tonabnehmer, die samt Volumen- und Klangregelung auf der Decke angebracht sind.

E-Bass

Ein E-Bass ist eine Mischung aus akustischer Bassgitarre und Kontrabass, aber elektrisch verstärkt. Er hat in der Regel vier Saiten (es gibt aber auch Modelle mit 5, 6 und mehr Saiten), die den vier tiefen Saiten der Instrument entsprechen, nur um eine Oktave tiefer liegend gestimmt. Damit ist der E-Bass wie ein Kontrabass gestimmt.

Silent/Traveller Guitar

Silent Guitar und Traveller Guitar sind die Markennamen von korpuslosen Gitarren, die sich wie eine Konzert- oder eine Folk-/Westerngitarre spielen. Durch den fehlenden Resonanzkörper sind sie wesentlich leiser, aber auch kompakter als alternative Gitarren. Der Ton kann darüber aufwärts auch elektrisch abgenommen und verstärkt werden.

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Simulation/Synthesizer

Die Unternehmen Roland schaffte es als erste, mit einem speziellen Tonabnehmer für Stahlsaiten und geeigneter Software verschiedenste Gitarrentypen, Formen, Bauarten, Stimmungen usw. zu simulieren. Auch konnten die Saitenschwingungen zur Klangsynthese weiterverwendet werden. Line 6 entwickelt mit der „Variax“ als erste Unternehmen eine Gitarre, die per Knopfdruck unterschiedliche Gitarrenmodelle simuliert.

Spieletest: Sonic & Sega All-Stars Racing - Igel am Steuer: Sonic musste sich schon in unterschiedlichsten Situationen bewähren - nur hinterm Lenkrad hat er bislang nicht Platz genommen. Das Spiel orientiert sich ungeniert am Funracer-Platzhirsch Mario Kart - allerdings erscheint Sonic Racing für viel mehr Plattformen. (Spieletest, Sega)... Weiterlesen!

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Varianten

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Bei Apple herrscht Kriegsstimmung gegen Google: Auf den Sitzungen des Apple-Managements ist der einstige Verbündete Google derzeit der Hauptfeind. Steve Jobs könnte aus Feindschaft zu den Google-Chefs Schmidt, Brin und Page sogar ein Bündnis mit Microsoft eingehen. (Sergey Brin, iPhone)... Weiterlesen!

Spieltechniken

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Spieltechniken, die mit der Pranke oder der Anschlagshand ausgeführt werden. Einige Techniken werden in der Praxis auch mit beiden Händen angewendet, z. B. Tapping.

Haltung

Klassische Haltung

Die Klampfe wird bei der klassischen Haltung auf dem Glied der Greifhandseite abgestützt. Der Hals zeigt dann zur Greifhandseite hin. Es ist möglich, mit einem Gitarrenkasten oder mit einer Fußbank das Bein der Greifhandseite um einige Cm zu erhöhen, damit eine optimale Sitzhaltung erreicht werden kann. Alternativ kann der Fuß der Greifhandseite auf dem Boden bleiben, wenn zwischen dem Auflagepunkt des Gitarrenkorpus und dem Bein der Greifhandseite eine Stütze angebracht wird, die somit gleichermaßen die Position des Halses erhöht.

Der Ellenbogen der Greifhandseite sollte unbesorgt und um etwa 90 Grad abgewinkelt sein. Die Schlaghand sollte locker über den Bauch der Instrument hängen. Die Hand sollte so positioniert werden, dass noch mehr Platz (etwa von der Größe eines Tennisballs) zwischen dem Griffbrett und dem Handgelenk ist. Der Daumen sollte auf der Rückseite des Griffbretts etwa in der Zentrum aufgesetzt werden. Beim Greifen der Saiten ist in der Regel zu vermeiden, dass die Fingergelenke der Pranke durchgedrückt, also versus ihrer natürlichen Abknickrichtung gedehnt werden; diese für den Anfänger möglicherweise anstrengende Handhaltung kann durch etwas Übung leicht aufrecht erhalten werden, sie ist für ein präzises Spiel und zig Techniken der Körperteil von großem Vorteil. Beim Greifen eines „Barrégriffes“, also beim Greifen mehrerer Saiten mit nur einem Finger, sollte der durchgestreckte Finger nahe am Bundstäbchen angesetzt werden.

Die Finger der Schlaghand sollten sich beim Zupfen aus den oberen Gelenken hervor bewegen, aus welchem Grund auch hier auf genügend Abstand zu den Saiten zu achten ist. Für das Akkordspiel ohne Plektrum ist es zweckmäßig, Daumen und Zeigefinger zusammen zu verwenden, wobei sich diese beiden Finger berühren und die drei restlichen Finger etwas abgespreizt werden, um das Spiel nicht zu behindern.

Techniken der Anschlagshand

Die Anschlagshand, bei Rechtshändern ist es die rechte, ist die „führende“ Hand. Sie gibt vielmals Rhythmus und Tempo vor und produziert die Töne durch Anschlagen der Saiten.

Die Finger der Anschlagshand werden mit p-pulgar (Daumen), i-index (Zeigefinger), m-medias (Mittelfinger) und a-anular (Ringfinger) bezeichnet.

In der Gesamtheit lizenzieren sich für die Anschlagshand die Spieltechniken

  • Zupfen (engl. picking),
  • Schlagen (engl. strumming),
  • Dämpfen (engl. muting) und
  • perkussive Effekte

unterscheiden, die sich jeweilig wiederholt in verschiedene Techniken aufteilen lassen:

Beim Zupfen werden einzelne Saiten mit den Fingern oder einem Plektrum angeschlagen. Auf diese Weise können nicht nur einstimmige Tonfolgen, stattdessen auch mehrstimmige Sätze gespielt werden. Um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen und das Spiel flüssiger tönen zu lassen, wird dabei meist eine Form des Wechselschlags eingesetzt: zwei oder mehr Finger schlagen die Saiten abwechselnd an. Eine besondere Form des Wechselschlags ist das Tremolo, bei dem drei oder mehr Finger in schneller Folge aufeinander folgend dieselbe Saite zupfen. Diese Ingenieurwissenschaften ist besonders von der Mandoline her bekannt und häufig in spanischer und lateinamerikanischer Gitarrenmusik zu hören. Man unterscheidet darüber aufwärts die Anschlagsarten tirando (span. „schießend, ziehend“) und apoyando (span. „aufstützend“), die die Klangeigenschaften des produzierten Tones verändern. Beim tirando-Zupfen wird nur die Saite berührt, die gerade angeschlagen wird, beim apoyando-Zupfen kommt der Finger nach dem Anschlag auf der nächst unteren Saite liegen. Eine sonstige Form des Zupfens ist der einhändige Flageolett-Anschlag, bei dem ein Finger der Anschlagshand die Saite an einem bestimmten Punkt berührt, während ein anderer Finger die Saite anschlägt - die genaue Prinzip des Flageoletts wird weiter unten ausführlicher erklärt.

  • Zupfen: einzelne Saiten werden mit den Fingern gezupft bzw. mit dem Plektrum angeschlagen. Dies kann auch in Zusammensetzung von Plektrum und Fingern erfolgen. Auf diese Weise ist auch ein mehrstimmiges Melodiespiel möglich. Man unterscheidet gerade die folgenden Zupftechniken:
    • Apoyando, span. aufstützend, anlehnend: angelegter Anschlag oder etwaStützschlag, bei dem der Finger nach dem Anschlagen einer Saite auf die nächste fällt. Diese Ingenieurwissenschaften erzeugt einen kräftigen, voluminösen Ton. Das Umkehrung von Tirando.
    • Tirando, span. werfend, schießend, ziehend: freier Anschlag, bei dem der Finger nach dem Anschlagen einer Saite die nächste nicht berührt. Das Antonym von Apoyando.
  • Schlagen (auch Strumming): diverse Saiten werden gleichzeitig angeschlagen. Dies kann mit einem einzigen oder mehreren Fingern und/oder mit einem Plektrum erfolgen. So ermöglichen sich auch Akkorde spielen. Besonders bedeutend ist die folgende Schlagtechnik:
    • Rasgueado, span. „geschrammelt“: eine aus der spanischen Flamenco-Musik stammende Technik, bei der in der Regel drei oder vier Finger (außer dem Daumen) in schneller Folge so sehr über die Saiten schlagen, dass die Anschläge in hoher Tempo aufeinander folgen und einen typisch rasselnden Effekt produzieren.
  • Wechselschlag: Bezeichnung für unterschiedliche Techniken, mit denen Melodien und Läufe auf Tempo gebracht werden können:
    • In der Regel den abwechselnden Auf- und Abschlag (siehe oben Schlagen).
    • Bei der klassischen Spieltechnik das abwechselnde Benutzen verschiedener Finger – meist Zeige- und Mittelfinger – beim Spielen von Melodien.
    • Beim Spiel einzelner Saiten mit dem Plektrum das abwechselnde Anschlagen der Saite nach unten und oben mit dem Plektrum (diese Technik wird auch alternate picking genannt).
  • Two-Hand-Tapping Auch right hand tapping genannt: ein erweitertes normales Tapping, bei dem die rechte Hand zusätzlich zum Einsatz kommt.
  • Pizzicato/Palm-Muted: man dämpft mit dem Handballen die Saiten unmittelbar angrenzend dem Steg ab, um beim Anschlagen einen dumpfen Ton zu erzeugen. Pizzicato/Palm-muting wird häufig in Metal- und Rocksongs verwendet, ist aber auch bei der klassischen Klampfe ein gern verwendeter Effekt.
  • Golpe, span. Schlag (perkussiver Effekt): Schlagen mit den Fingern auf die Decke der Gitarre, bzw. den Golpeador.
  • Sweep Picking (auch „sweeping“): zig Saiten werden mit einem Plektrumanschlag gespielt. Im Gegensatz zum Akkordarbeit tönen die Saiten aber alle einzeln, was durch Dämpfen mit der Körperteil erreicht wird. Mit Hilfe des sweep pickings kann man schneller spielen und erreicht etwas flüssigere Übergänge zwischen den einzelnen Noten.
  • Tremolo: sehr schnelle Iteration eines Tones (häufig: p-a-m-i-Anschlag), durch die der Impression eines durchgehenden Tones vermittelt wird. Die Ingenieurwissenschaften ist besonders von der Mandoline her bekannt und häufig in spanischer und lateinamerikanischer Gitarrenliteratur zu hören.

Greifhandtechniken

Vibrato: der greifende Finger wird in einer mehr oder wenigen schnipsen „Zitterbewegung“ leicht hin und her bewegt. Dadurch ändert sich die Tonhöhe hinauf hin in einer leichten Schwingung. Man unterscheidet dabei das klassische Vibrato (die Vibratobewegung wird parallel zur Saite ausgeführt, es entsteht ein eher dezenter Effekt) und das meist von E-Gitarristen benutzte Vibrato, bei dem ähnlich wie beim Bending (ziehen) die Saite vorwärts des Bundstäbchens periodisch gedehnt und sorglos wird.

Flageolett: eine Technik, um das Obertonspektrum eines Tones in den Vordergrund treten zu lassen. Es wird durch eine bestimmte Dämpftechnik der Grundstimmung ausgeblendet. Dadurch hört man die Oktave, Doppeloktave und Quinte stattdessen des eigentlich angeschlagenen Tones. Bei dieser Ingenieurwissenschaften berührt ein Finger nur leicht bestimmte Punkte der Saite und verlässt ganz kurz nach dem Anschlag nochmal die Saite. Diese Dämpftechnik ist nur an bestimmten Auftrumpfen der Saite für das Flageolett sinnvoll einsetzbar. Bei ungegriffenen Saiten sind diese Punkte:

  • 12. Bund: Oktave
  • 5. Bund: Doppeloktave
  • 7. und 19. Bund: Quinte

Je nach Qualität der Klampfe sind auch noch an anderen Stellen Flageoletts möglich. Sie neigen aber nicht länger zu klaren einzelnen Tönen, stattdessen zu Multiphonics.

Man unterscheidet

  • natürliche Flageoletts (auch „natural harmonics“): bei diesen bleiben die Saiten ungegriffen und es wird an den obengenannten Stellen gedämpft/gegriffen.
  • künstliche Flageoletts (auch „artificial harmonics“): bei diesen werden die Saiten gegriffen. Die Anschlagspunkte verschieben sich um jedes Mal 12 Bünde (Oktav-Flageolett). Wenn die Saite am 3. Bund gegriffen wird, ist der Anschlagspunkt also am 15. (12+3) Bund. Die Anschlagshand muss hier doppelte Arbeit verrichten, z. B. mit dem i-Finger die Saite abdämpfen und mit dem a-Finger die Saite anschlagen. Was bei den natürlichen Flageoletts von zwei Händen verrichtet wird, muss hier also von einer geleistet werden, da die linke Hand mit Greifen beschäftigt ist.

Hammer-On (auch „Aufschlagbindung“): ein vor freier Finger schlägt eine Saite an einem bestimmten Bund schnell auf das Griffbrett. Die Tonerzeugung erfolgt also klopfend durch die linke Hand.

Pull-Off (auch „Abzugsbindung“): ein Finger, der im Voraus einen Ton gegriffen hat, lässt die Saite schnell los bzw. zupft sie leicht an. Dadurch erklingt der Ton, der an einem tieferen Bund auf dieser Saite gegriffen ist, oder aber der Ton der leeren Saite (= Zupfen mit der linken Hand).

Ziehen (auch „bending“ ): man greift eine Saite und zieht oder schiebt diese mit dem greifenden Finger weiter der Bundachse, wobei ein höherer Ton entsteht.

Gleiten (auch „sliden“ oder „Glissando“): der Finger gleitet von einem Bund zu einem anderen, wobei die Saite heruntergedrückt bleibt.

Rake: die ersten paar Saiten werden vor dem eigentlichen Ton abgedämpft, aber allerdings mit angeschlagen. Dadurch entstehen perkussive Töne.

Dead Note (auch „rake“): die/der Finger wird nur leicht auf die Saite(n) gelegt, so dass beim Anschlag der durch die Fingerberührung gedämpften Saiten nur ein perkussives Geräusch erzeugt wird. Ein Beispiel dafür ist ist in Nirvanas „Smells like teen spirit“ zu hören.

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Gitarreneffekte

Unter Gitarreneffekten versteht man in der Regel elektronische Schaltungen bzw. Effektprozessoren, die das Gitarrensignal verändern. Hauptsächlich treten sie fit so genannter Bodentreter oder Pedale auf, aber auch als 19"-Einbaugeräte („Racks“). Genutzt werden hier zu Beginn verzerrende, Hall- und Modulationseffekte.

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Hilfsmittel

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Siehe auch

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Literatur

  • Peter Kellert, Andreas Lonardoni: Taschenlexikon Akustikgitarre. Presse-Projekt-Verlag MEDIEN, Bergkirchen 2000, ISBN 3-932275-17-9
  • Jürgen Richter: Guitar Step by Step. Die moderne Gitarrenschule für Selbststudium und Unterricht. Presse-Projekt-Verlag MEDIEN, Bergkirchen 2005, ISBN 3-932275-73-X
  • Fritz Rössel: Taschenlexikon E-Gitarre. Presse-Projekt-Verlag MEDIEN, Bergkirchen 2000, ISBN 3-932275-41-1
  • Michael Schneider: Guitar Basics. Der ultimative Hardware-Guide für Gitarristen. Presse-Projekt-Verlag MEDIEN, Bergkirchen 2994, ISBN 3-937841-07-5

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Weblinks

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(TID 646251)

Wiktionary: Gitarre – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

(TID 222120)

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(TID 646251)

Wikibooks: Gitarre – Lern- und Lehrmaterialien

(TID 318133)

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Commons: Guitar – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

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