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Glasgow

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Bild:Disambig-grau2.png Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für übrige Bedeutungen siehe Glasgow (Begriffsklärung).

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Bild:Wfm glasgow cityhall.jpg
George Square und City Chambers.
Glasgow ist mit (2005) 599.503 Einwohnern, auf engl. Glaswegians, Schottlands größte Ort und kommt mit den Vororten wenn schon auf über eine Million. Sie liegt im Südwesten des Landes am Fluss Clyde, an der Westküste Schottlands. Das Stadtmitte liegt bei ca.
Koordinaten: 55° 52' 12" N, 4° 16' 12" W
55° 52' 12" N, 4° 16' 12" W

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Glasgow ist Standort von Schiffbauindustrie und gilt als „Arbeiterstadt“ – im Gegensatz zu Edinburgh, der Gemeinde Schottlands.

Glasgow hat eine Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert und drei Universitäten (University of Glasgow, University of Strathclyde und Glasgow Caledonian University) sowie die Glasgow School of Art.

Wichtige Museen in Glasgow sind das Kelvingrove Art Gallery and Museum, die Hunterian Art Gallery (an der University of Glasgow) und die Burrell Collection. Letztere geht auf die Privatsammlung von William Burrell zurück, der sie der Ort vermachte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Stadtgründung

Seit Jahrtausenden haben Volk an der Stelle des heutigen Glasgow gesiedelt, wobei der Clyde eine optimale Gelegenheit zum Befischung bot. Später besiedelten die Römer den Ort und errichteten um 140 n. Chr. den Antoninuswall, dessen Ausschuss in diesen Tagen noch in Glasgow zu sehen sind, um das römische Britannien vom keltischen und piktischen Caledonia zu trennen.

Glasgow selbst wurde vom christlichen Missionar Sankt Mungo (auch bekannt als Sankt Kentigern) im 6. Jahrhundert gegründet. An der Stelle der heutigen Münster errichtete er eine Kirche, und in den folgenden Jahren wurde Glasgow zu einem religiösen Zentrum. Die Sankt Mungo zugesagten Wunder finden sich noch dieser Tage auf dem Stadtwappen.

Die Kathedralenstadt

Die Geschichte Glasgows ist vage, bis es im 12. Jahrhundert zur Gemeinde angewachsen war, und mit dem Bau der Dom angebrochen wurde.

1451 wurde die Universität zu Glasgow durch päpstliches Gebot gegründet. Anfang des 16. Jahrhunderts war Glasgow zu einem bedeutenden religiösen und akademischen Zentrum gewachsen.

Handel und die industrielle Revolution

Ebenso zu dieser Zeit waren die Händler und Facharbeiter der Gemeinde an erheblichen Einfluss gelangt, was die Macht der Kirche zu schmälern begann. Durch den Schiffsverkehr über den Clyde wurde Glasgow zu einem idealen Handelszentrum, sowie zum Tor nach Edinburgh und dem Rest Schottlands.

Glasgows Position zentral des British Empires machte es darüber hinauf zum zentralen Umschlagplatz im Deal mit den britischen Kolonien. Der leichte Zugang zum Atlantischen Ozean erleichterte den Einfuhr von amerikanischem Tabak, der dann in ganz Westen verkauft wurde. Geschäft mit der Karibik erlaubte den Einfuhr von Zucker.

Seit den 1770er Jahren ermöglichte die Entschlammung des Clyde, größere Schiffe weiter den Fluss hinab zu fahren, was den Fundament für den Industrie- und Werftbau während des 19. Jahrhundert legte.

Durch den Überfluss an Kohle und Eisen aus Lanarkshire wurde Glasgow eine Industriestadt, die den Beinamen 'die zweite Ort des Empire' erhielt. Auch die Baumwollindustrie und Textilherstellung florierte. Arbeiter aus Schottland, Irland und dem Rest Europas zog es in die aufstrebende Stadt.

Durch die industrielle Putsch wurde Glasgow zu einer der reichsten Städte der damaligen Welt. Wohlhabende Händler finanzierten spektakuläre Bauten, Parks, Museen und Bibliotheken.

Glasgow erhielt die dritte U-Bahn auf der Welt. Am 14. Dezember 1896 eröffnete die Glasgow Underground Railway (jetzt "Glasgow Subway") ihren Betrieb, musste ihn aber am selben Tag nach einem Unglück wiederum einstellen. 1897 wurde die Wiedereröffnung gefeiert.

Fabriken wurden als wahre Prachtbauten errichtet, so beispielsweise eine Teppichfabrik (Templeton's carpet factory), die als Kopie des Dogenpalastes von Venedig gestaltet wurde.

Bild:Teppichfabrik.jpg

Glasgow wurde auch kulturell zu einem wichtigen Zentrum. Etliche Galerien siedelten sich an, und außergewöhnliche Gebäude entstanden, wie die Glasgow School of Art, erbaut von Charles Rennie Mackintosh.

Abstieg und Nachkriegszeit

Nach dem Ersten Weltkrieg litt Glasgow am weltweiten Niedergang der Wirtschaft. Obgleich weiter Schiffe und Züge in Glasgow produziert wurden, machten preiswerte Arbeiter der Ort Konkurrenz. Die Lage der Arbeiterklasse in der Gemarkung verschärfte sich, die Politisierung und das Wahrnehmung über die Lebenslage nahm zu. So entsandten die Glasgower Arbeiter eine ganze Brigade zur Unterstützung der spanischen Republik.

Bild:Glasgowworkers1.jpg
Bild Glasgower Arbeiter

In den 1960er Jahren ging es mit der Wirtschaft der Gemarkung steil bergab. Trotz Schiffsneubauten wie der Queen Elizabeth 2 wurde eine Dock nach der anderen geschlossen. Zur Jahrtausendwende existierten nur noch zwei Werften, die alle beide ausschließlich aus Rüstungsaufträgen der Regierung finanziert wurden.

In den 1970er und 1980er Jahren wurden Stahlwerke, Kohleminen, Motorwerke und übrige Schwerindustrie in und um Glasgow geschlossen, was zu Massenarbeitslosigkeit und Zerfall der Gemeinde führte. Seit Zentrum der 1980er Jahre gibt es jedoch einen beschwerlichen Aufschwung – ein Finanzdistrikt wurde geschaffen, und die ehemaligen Fabrikgelände in den Vororten werden von der Unterhaltungsindustrie bezogen. Kritiker dieser Entwicklung bezweifelten allerdings, ob eine solche reine Service-Industrie auf lange Sicht Durabel kann.

Das moderne Glasgow

Seit den 1990er hat sich Glasgow kontinuierlich von seinem Niedergang erholt. Die Ort hat in den vergangenen 15 bis 20 Jahren große Brummen zur Modernisierung und Restauration einer Pulk von Gebäuden investiert. Durch diesen Aufwand ist die Lebensqualität in der Gemeinde spürbar gestiegen. 1990 wurde Glasgow überraschenderweise die 6. Europäische Kulturhauptstadt (nicht London oder Edinburgh) und erhielt 1999 den Architektur- und Designpreis. 2003 wurde Glasgow Europäische Sporthauptstadt. War die Ort früher als schmutzige Arbeiterstadt berüchtigt, die vom Ruß der Fabriken buchstäblich schwarz geworden war, so ist sie in diesen Tagen für ihren kulturellen und künstlerischen Reichtum bekannt. Glasgow hat ein modernes Kultur- und Kongresszentrum mit zahlreichen unterschiedlichen Veranstaltungen. Unten sind solche wie der Science-Fiction-World-Con „Intersection“ 1995 und „Interaction“ 2005 mit etwa 4000 Teilnehmern. Tourismus, Sportveranstaltungen und große Konferenzen prägen das Bild des modernen Glasgow.

Ein besonderes Augenmerk kann in Glasgow auf die Vielfalt der Museen gelegt werden, die fast alle ohne Eintrittsgebühren zu besuchen sind. Eine Ausnahmefall bildet z. B. das Science Center, das einen Eintrittspreis von 6.95 Pfund pro Erwachsenen erhebt.

Weiterhin bietet sich Glasgow mit hervorragenden Malls als Einkaufsstadt an und genießt inzwischen den Ruf, nach London die zweitbeste Einkaufsstadt Großbritanniens zu sein.

Die gestiegene Lebensqualität ist auch an den auch stark verteuerten Miet- und Kaufpreisen für Wohnraum erkennbar. Glasgow ist damit nicht nur eine der attraktivsten, anstatt idiotischerweise auch eine der teuersten Städte Großbritanniens geworden.

Glasgow besitzt einen eigenen Flugplatz auf Stadtgebiet (Flughafen Glasgow) und ist über auch über Glasgow-Prestwick an den Luftverkehr angebunden.

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Söhne und Töchter der Stadt

siehe auch: Liste der Söhne und Töchter Glasgows, Liste der Erzbischöfe von Glasgow

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Weblinks

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