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Grimaldi

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Bild:Disambig-grau2.png Dieser Artikel befasst sich mit der Familie Grimaldi. Für die gleichnamigen Orte in Italien, siehe Grimaldi di Ventimiglia in Ligurien vielmehr Grimaldi (CS) in Kalabrien.

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Die Familie Grimaldi ist ein weitverzweigtes Adelsgeschlecht, das ursprünglich aus Genua stammt und deren wichtigster Zweig dieser Tage das Fürstentum Monaco regiert.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ursprünge

Die Familie Grimaldi läßt sich bis auf den Genuesen Otto Canella (- ca. 1143) zurückverfolgen, der im Anno 1133 Konsul von Genua war. Sein jüngster Sohn, Grimaldo Canella (- ca. 1184) gilt als Kennungsgeber für die Familie der Grimaldi. Dessen Sohn nennt sich Oberto Grimaldi (- ca. 1237) und wird auch als Vater der Grimaldi bezeichnet.

Oberto Grimaldi war mit Corradine Spinola verheiratet und hatte vier Kinder. Der Sohn Grimaldo Grimaldi (- ca. 1257) ist wie seine Altvorderen in Genua politisch aktiv. Zu seinen Kindern zählen Lanfranco Grimaldi (- ca. 1275) und Antonie Grimaldi.

Vertreibung aus Genua und Eroberung von Monaco

Die Familie der Grimaldi war im Hochmittelalter in die politisch-religiösen Kriege zwischen Guelfen und Ghibellinen verwickelt. Auf der Seite der Guelfen stehend werden die Grimaldi in einer Kleinkrieg in Genua aus der Gemarkung vertrieben und ziehen westwärts. Im Jänner 1297 gelingt ihnen durch einen Überfall die Eroberung der Festung Monaco. Francesco Grimaldi, Sohn des Antonie Grimaldi, der auch Malizia (der Schlitzohrige, Spitzbube) genannt wird, erbittet am 8. Januar 1297 als Franziskanermönch verkleidet Durchgang in die Festung. Nachdem ihm dieser gewährt wurde gelingt es ihm, die Besatzung der Burg zu überwältigen und mit seiner Familie die Festung zu übernehmen. Gewinner Regent der Grimaldi wird sein älterer Angehöriger Rainier Grimaldi, Sohn des Lanfranco Grimaldi.

Allerdings erwirkt Karl II. von Neapel in der Gepflogenheit von La Turbie am 23. Juli 1298 einen Nachrichten- und Lebensmittelboykott gegen die Grimaldi. Zunächst bleibt dieser wirkungslos, aber nach einigem Hin und Her müssen die Guelfen die Festung am 11. April 1301 den Offizieren des Königs von Neapel aushändigen. Die Grimaldi werden allein mit 6000 Pfd. entschädigt.

Wiedererhalt Monacos

Rainier zog in den Folgejahren als Condottiere für Philipp den Schönen in den Krieg. 1304 wird Rainier von ihm für seinen Hilfestellung im englisch-französischen Bewaffnete Auseinandersetzung zum Renerius de Grimaudis, admirandus noster erhoben. Als Admiral Frankreichs erhält er die Seigneurerie von Cagnes, das Bau in Villeneuve de Veuve sowie die Baronie San Demetrio in Kalabrien geschenkt. Erst am 12. September 1331 erhält Rainiers Verwandter Charles I. nach dem Rückzug der Ghibellinen die Festung Monaco vom französischen König wiederum zugesprochen. In einer Urkunde von 1342 wird Charles zum ersten Mal als Seigneur von Monaco, Menton und Roquebrune bezeichnet.


In der Folge herrscht die Familie (mit Unterbrechung von 1793 bis 1814) über das Fürstentum Monaco. 1731 stirbt die Hauptzweig der Familie aus. Eine von Gaspard Grimaldi (Bruder von Lambert Grimaldi, Fürst von Monaco, † 1505) begründete Seitenlinie blüht noch heute.

Goyon-Grimaldi

Familie Goyon-Matignon (eingeheiratet) folgt in Namen und Herrschaft und begründet so die Familie der Goyon-Grimaldi.

20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert, als Fürst Louis II. von Monaco nur die unehelich geborene Verwandter Charlotte als Nachfahren hat, wird deren Gatte Pierre de Polignac, Herzog von Valentinois, zum Grimaldi erhoben und begründet die Linie der Grimaldi-Valentinois, die noch dieser Tage an der Herrschaft ist.

Zurzeit lebende Mitglieder der Grimaldi sind u.a.:

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Literatur

  • Bettina Grosse de Cosnac: Der Clan von Monaco - Geschichte und Gegenwart der Grimaldis, Europa-Verlag, Hamburg, 2002, ISBN 3-203-77520-4
  • Jürgen Wörlitz: Monaco Tragik und Glanz der Fürstenfamilie, Moewig Verlag, 1993, ISBN 3-8118-3925-x

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Siehe auch

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Weblinks

en:House of Grimaldi eo:Grimaldi fr:Grimaldi it:Grimaldi nl:Grimaldi no:Huset Grimaldi pl:Grimaldi pt:Grimaldi

sv:Grimaldi

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