Großer Komet
Aus Schlauweb
Als Großer Komet bezeichnet man einen Kometen, der außerordentlich hell und spektakulär erscheint.
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Definition
Es gibt amtlich keine anerkannte Definition, was einen Kometen zu einem „Großen Kometen“ macht. Als Faustregel gilt aber, dass ein Großer Komet eine Erscheinung ist, die auch einem zufälligen Betrachter des Nachthimmels auffällt. Dazu muss der Asteroid eine scheinbare Helligkeit erreichen, die den hellsten Sternen gleichkommt.
Während die meisten Kometen nur mit Hilfe von Teleskopen beobachtet werden können, entwickeln manche eine Helligkeit, die sie auch freiäugig zu auffälligen Erscheinungen werden lassen. Die Gründe dafür sind eine große Annäherung des Kometen an die Sonne oder an die Erde, und meist auch ein ungewöhnlich großer oder aktiver Kometenkern. Bei den meisten großen Kometen handelt es sich daher um langperiodische Kometen, oder um Kometen, die überhaupt das erste Mal in das inwendig Sonnensystem vordringen. Kurzperiodische Kometen, die bei ganz Annäherung an die Sonne Stoff verlieren, entwickeln sich nur selten zu auffälligen Erscheinungen. Eine Ausnahmefall bildet ausschließlich der Komet Halley, dessen vielmals spektakuläre Erscheinungen mehrfach als „Großer Komet“ verzeichnet wurden.
Auswahl großer Kometen
Große Kometen des 20. Jahrhunderts
- Komet Hale-Bopp (C/1995 O1):
- Komet Hyakutake (C/1996 B2):
- Komet West (C/1975 V1):
- Der Meteor West näherte sich am 25. Februar 1976 auf 0,196 AE (29 Mio. Kilometer) an die Sonne. Der Kometenkern zerbrach dabei in vier Teile. Der Asteroid erreichte eine Beleuchtung von -1mag und eine Schweiflänge von so weit wie 30°.
- Komet Ikeya-Seki (C/1965 S1):
- Dieser Meteor der Kreutz-Gruppe näherte sich am 21. Oktober 1965 auf nur 0,0078 AE (1,16 Mio. Kilometer) an die Sonne. Der Kometenkern zerbrach dabei in drei Teile, und der Meteor erreichte eine scheinbare Licht von -17mag. Nach dem Vorbeiflug an der Sonne konnte der Meteor in der Morgendämmerung mit einem Rute von so weit wie 25° Länge gesehen werden.
- Komet Arend-Roland (C/1956 R1):
- Der Asteroid erreichte im April 1956 eine maximale Licht von etwa 0mag. Der der Sonne abgewandte Rute erreichte eine Länge von 25°. Zusätzlich zeigte der Meteor einen auf die Sonne zeigenden Gegenschweif mit 15° Länge.
- Komet Skjellerup-Maristany (C/1927 X1):
- Komet Halley (1P/Halley):
- Johannesburger Komet (C/1910 A1):
- Nur einige Wochen vor der Iteration des Kometen Halley konnte dieser Meteor am 17. Januar 1910 nur 4° anliegend der Sonne am Taghimmel gesehen werden.
Weitere Große Kometen
- Großer Septemberkomet (C/1882 R1):
- Der „Großer Septemberkomet“, ein Sonnenkratzer der Kreutz-Gruppe, näherte sich am 17. September 1882 bis auf 0,008 AE (1,2 Mio. Kilometer) an die Sonne, und zerbrach dabei in mindestens sechs Teile. Der Meteor war hell reicht um auch tagsüber anliegend der Sonne sichtbar zu sein.
- Komet Tebbutt (C/1861 J1):
- Der Meteor Tebbutt kam am 30. Juni 1861 bis auf 0,13 AE (19 Mio. Kilometer) an die Erde heran; sie könnte durch die Spitze seines Schweifes geglitten sein. Der „Große Meteor des Südens“ war so hell, dass Gegenstände nächtens in seinem Helligkeit Schlagschatten warfen, und der Asteroid auch am Taghimmel sichtbar blieb.
- Komet Donati (C/1858 L1):
- Der Asteroid Donati soll einer der schönsten Kometen gewesen sein, die je mit freiem Auge zu sehen waren. Er erreichte im Oktober 1858 eine scheinbare Licht von 0mag und ein Schweiflänge von 60°. Er war auch der erste Komet, der fotografiert werden konnte.
- Tageslichtkomet (C/1843 D1):
- Im Perihel, das der Meteor am 27. Februar 1843 durchlaufen hat, konnte der Asteroid nur 1° nahe der Sonne am Taghimmel gesehen werden. Sein Schwanz erreichte eine Länge von 330 Mio. km - über die Distanz zwischen Sonne und Mars. Auch dieser Asteroid wird der Kreutz-Gruppe zugerechnet.
- Komet Flaugergues (C/1811 F1):
- Komet Klinkenberg (C/1743 X1):
- Am 27. Februar 1743 konnte der Meteor selbst bei Tag, nur 12° bei der Sonne, gesehen werden. Seine Beleuchtung dürfte dabei etwa -6mag betragen haben. In weiterer Folge entwickelte der Asteroid so weit wie elf Schweifstrahlen, die eine Länge von so weit wie 90° erreichten.
Weblinks
- Great Comets in History (Englisch)
- The bright Comet Chronicles (Englisch)
Literatur
- H. Mucke: Helle Kometen von -86 bis +1950 (Astronomisches Büro, Wien, 1976)en:Great comet
(TID 498025)
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