Hamburg
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel befasst sich mit der Ort Hamburg in Deutschland. Für sonstige Bedeutungen, siehe Hamburg (Begriffsklärung). |
(TID 537469)
| Flagge | |
|---|---|
| Bild:Flag of Hamburg.svg | |
| Wahlspruch | |
| Bild:Hamburger Leitsatz (Rathausinschrift).jpg | |
| Basisdaten | |
| Fläche: | 755,16 km² (15. als dt. Bundesland) |
| Einwohner: | 1.744.215 (November 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 2.310 Bewohner pro km² (2. als Bundesland) |
| Arbeitslosenquote: | 11,7% (Januar 2006) |
| Schulden: | 17.114 € pro Bewohner (März 2006) |
| Schulden gesamt: | 29,7 Mrd. € (März 2006) |
| Postleitzahlen: | 20001–21149, 22001–22769 (alt: 2000, 2050, 2100–2104) 27499 (alt: 2191) |
| Telefonvorwahlen: | 040 |
| Geografische Lage: | Koordinaten: 53° 33' N, 10° 0' O53° 33' N, 10° 0' O (TID 488890) |
| Höhe: | 3 m ü. NN |
| Kfz-Kennzeichen: | HH |
| Gemeindeschlüssel: | 02 0 00 000 |
| Stadtgliederung: | 7 Bezirke mit 104 Stadtteilen |
| ISO 3166-2: | DE-HH
|
| UN/LOCODE: | DE HAM
|
| Offizielle Website: | hamburg.de |
| Politik | |
| Erster Bürgermeister: | Ole von Beust (CDU) |
| Regierende Partei: | CDU |
| Sitzverteilung in der Bürgerschaft (121 Sitze): | CDU 63 SPD 41 GRÜNE/GAL 17 (Amtliches Endergebnis) |
| letzte Wahl: | 29. Februar 2004 |
| nächste Wahl: | 2008 |
| Parlamentarische Vertretung | |
| Stimmen im Bundesrat: | 3 |
| Hamburg in Deutschland | |
| Bild:Germany Laender Hamburg.png | |
| Bezirke in Hamburg | |
Bild:Hamburg-Stadtteilkarte.jpg | |
Die Freie und Hansestadt Hamburg (niederdeutsch und dänisch Hamborg, lateinisch Hammonia) ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland und zweitgrößte Stadt Deutschlands sowie sechstgrößte der Europäischen Union.
Hamburg ist Mittelpunkt der Europäischen Metropolregion Hamburg, einer der in der Gesamtheit elf Europäischen Metropolregionen in Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Hamburg liegt in Norddeutschland an der Mündung von Alster und Bille in die Elbe, die 110 km weiter nordwestlich in die Nordsee fließt. Der natürliche Tidehafen erstreckt sich über die ganze Dicke der Elbe, hauptsächlich auf das Südufer der Norderelbe gegenüber den Stadtteilen St. Pauli und Altona. Die beiden Ufer sind durch Brücken im Morgenland sowie durch den Alten und Neuen Elbtunnel verbunden. Das Land südlich und nördlich des Flusses ist Geest, höher gelegene Flächen, die durch die Sand- und Geröllablagerungen der Gletscher während der Eiszeiten entstanden sind. Die unmittelbar am Fluss liegenden Marschen wurden auf beiden Seiten der Elbe über Jahrhunderte vom Flutwasser der Nordsee überschwemmt und dabei wurden Sand und Schlick abgeladen. Inzwischen ist die Elbe aber zweiseitig eingedeicht. Alte Deichanlagen erinnern in den Außenorten noch an die Zeit, als bei Flut ganze Viertel unter Wasser standen. Die Alsterwasser ist ein Fluss, der in der Zentrum aufgestaut wird, wobei eine Art See in der Innenstadt entsteht. Dieser „See“ ist zweigeteilt, in die größere Außenalster und die kleinere, vom historischen Kern der Gemeinde umschlossene Binnenalster. Die Zuflüsse zur Trank wie die Radler selbst sind im engeren Stadtgebiet teils kanalisiert. Sie sind in der Regel von ausgedehnten öffentlichen Parkanlagen gesäumt. Die unzähligen Fleete, Flüsschen und Kanäle werden von gut 2500 Brücken überspannt. Hamburg ist damit die brückenreichste Gemarkung Europas und hat mehr Brücken als Venedig (400), Amsterdam (1.200) und London zusammen. Deswegen wird Hamburg auch Venedig des Nordens genannt.
Die heutigen Grenzen der Gemarkung Hamburg bestehen erst seit dem Groß-Hamburg-Gesetz, das mit Wirkung vom 1. April 1937 in Kraft trat. Die Ort ist nach Spreeathen sowohl .... als auch von der Fläche wie auch von der Einwohnerzahl die zweitgrößte Gemeinde Deutschlands.
Hamburg grenzt nördlich der Elbe an Schleswig-Holstein und südlich der Elbe an Niedersachsen. Die in der Elbemündung in der Nordsee gelegenen Inseln Neuwerk, Scharhörn und Nigehörn sowie der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer gehören auch zum Hamburger Stadtgebiet, zum Bezirk Mitte.
Flüsse
- Alster, Nebenflüsse: Wandse, Eilbek, Osterbek, Goldbek, Tarpenbek, Isebek
- Elbe, Unterelbe (Norder-, Süderelbe, Köhlbrand, Reiherstieg, Rethe), Dove Elbe, Gose Elbe
- Bille
- Este
- Flottbek
- Seeve
Erhebungen
Höchste Erhebung ist mit 116,2 m ü. NN der Hasselbrack in einem Nordausläufer der Harburger Berge.
Siehe auch: Liste der Erhebungen in Hamburg
Angrenzende Städte und Gemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Ort Hamburg; sie werden im Uhrzeigersinn einsetzend im Nordwesten genannt:
- in Schleswig-Holstein:
- im Kreis Pinneberg: Wedel, Appen, Pinneberg, Schenefeld, Halstenbek, Rellingen sowie Ellerbek und Bönningstedt (beide Amt Bönningstedt)
- im Kreis Segeberg: Norderstedt
- im Kreis Stormarn: Tangstedt, Jersbek (Amt Bargteheide-Land), Ammersbek, Ahrensburg, Stapelfeld (Amt Siek), Barsbüttel, Oststeinbek und Reinbek
- im Kreis Herzogtum Lauenburg: Wentorf bei Hamburg, Börnsen und Escheburg (beide Amt Hohe Elbgeest) und Geesthacht
- in Niedersachsen:
Verwaltungsgliederung
Hauptartikel: Liste der Bezirke in Hamburg
Hamburg besteht in diesen Tagen aus sieben Bezirken:
Die Bezirke verfügen jedes Mal über ein eigenes Bezirksparlament, die Bezirksversammlungen. Diese Bezirksversammlungen haben jur. allerdings die Stellung von Verwaltungsausschüssen, mit sehr eingeschränkten Kompetenzen. Sämtliche Bezirk gliedert sich in zahlreiche Stadtteile, von denen es in ganz Hamburg alles in allem 104 gibt. Einige Stadtteile im so genannten Kernbereich des Bezirks werden direkt vom betreffenden Bezirksamt verwaltet, für die anderen Stadtteile des Bezirks gibt es jedes Mal ein eigenes Ortsamt. Alles in allem wurden 15 Ortsämter eingerichtet.
Klima
Vermöge der maritimen Einflüsse ist das Klima milder als im östlichen Hinterland. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 17,0°C, der kälteste der Jan. mit 0,0°C. Temperaturen über 25°C sind im Hochsommer keine Seltenheit. Seit den 1990er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurden – möglicherweise im Zuge der globalen Erwärmung – auch Spitzentemperaturen von so weit wie 37,3 °C (9. August 1992) gemessen. Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich 714mm Niederschlag und an 52 Tagen im Jahr senken sich Nebelbänke über die Stadt; im Winterhalbjahr kann es sehr stürmisch werden. Das Klima ist ganzjährig feucht. Frühjahr und Frühsommer sind die beste Reisezeit für einen Visite Hamburgs, jedoch gehört regenfeste Kleidung ins Gepäck.
Bevölkerung
Einwohnerentwicklung
Hauptartikel: Demographie Hamburgs
Hamburg war im 17. Jahrhundert die größte Gemarkung Deutschlands, da sie vom Dreißigjährigen Krieg verschont geblieben war.
Seinen bisher höchsten Einwohnerstand mit 1,9 Mio. erreichte Hamburg im Jahre 1964. Stadtflucht und Suburbanisierung führten anschließend zu einem Bevölkerungsrückgang bis 1986 auf rund 1,6 Mio. Einwohner. Seither ist die Bevölkerungszahl auf 1.738.846 (Stand 1. August 2005) angestiegen. Für die kommenden 20 Jahre wird für Hamburg ein weiterer Bevölkerungsanstieg vorausgesagt. In der mittleren Version der Prognose wird von einer Einwohnerzahl von rund zwei Mio. ausgegangen. Hamburg wäre damit die am stärksten wachsende deutsche Metropole.
Die Bevölkerungsstruktur Hamburgs ist die einer multikulturellen Gesellschaft: Im Dez. 2004 besaßen rund 255.070 Bevölkerung einen ausländischen Pass, das sind 14,9% der gesamten Bevölkerung. mehr...
Religionen
Hauptartikel: Religion und Weltanschauung in Hamburg
Hamburg ist seit der Umorientierung eine evangelisch-lutherisch geprägte Ort (37% der Bevölkerung (2002)). Durch seine Stellung als wichtige Hafenstadt war es aber seit langem offen für zusätzliche Konfessionen. So entstand hier z. B. 1834 die erste deutsche Baptistengemeinde. Auch für die Apostolischen Gemeinschaften ist die Hansestadt ein wichtiger Ort. Von hier aus erfolgte die Trennung der Allgemeinen Christlichen Apostolischen Mission von den Katholisch-Apostolischen Gemeinden und die Entwicklung zur Neuapostolischen Kirche. Hamburg ist außerdem seit 1995 Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Hamburg mit seinem Zentrum in der Domkirche St. Marien. 2003 lag der Anteil der römisch-katholischen Bürger bei 10,3%. Darüber auf gibt es seit den 1960er-Jahren einen bedeutenden Anteil an muslimischer Bevölkerung, sowie eine aufblühende jüdische Gemeinde. Am 22. Juni 1957 wurde in Stellingen die erste Moschee Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg von der Ahmadiyya Subjekt Gemeinde eröffnet. Hamburg ist auch der Geburtsort der Jesus Freaks.
Sprache / Mundarten
Bis weit ins 19. Jahrhundert war Niederdeutsch die allgemeine Umgangssprache in der Stadt. Dann wurde es vom Hochdeutschen, das schon seit dem 16. Jahrhundert kumulativ als Schriftsprache Verwendung fand, immer stärker zurückgedrängt und verschwand um die Mittelpunkt des 20. Jahrhunderts schließlich weitgehend aus dem öffentlichen Gebrauch.
Das Hamburger Platt wird aber noch von vielen Hamburgern verstanden und gesprochen sowie wie in ganz Norddeutschland in Literatur, Zeitungskolumnen usw. rein (siehe z. B. Hamburgisches Wörterbuch).
Allerdings unterscheidet sich der Hamburger Dialekt z. B. vom Bremer Dialekt oder von dem Plattdeutsch anderer norddeutscher Regionen. Der niederdeutsche Einfluss bleibt im Hochdeutschen allgegenwärtig und manifestiert sich besonders im „Missingsch“. Der bekannteste Ort der Mundartpflege in Hamburg ist das Ohnsorg-Theater, das Aufführungen in niederdeutscher Sprache anbietet. Siehe auch: Hamburger Dialekt.
Seit den starken Einwanderungswellen in den 1960er Jahren haben sich in vielen Quartieren Hamburgs besondere Bevölkerungsgruppen niedergelassen, so dass verschiedene Migrations- und Sprachinseln bei der deutschen Sprache präsent sind (portugiesische Sprache im Hafenviertel („Portugiesenviertel“), türkisch und kurdisch in Altona, St Georg, Veddel und Wilhelmsburg).
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Hamburgs
Auf das 4. Jahrhundert v. Chr. datieren die ältesten festen Behausungen. Vom 4. bis ins 6. Jahrhundert erfolgte ein Andrang von Sachsen in den nordelbischen Raum.
Jahr 810 ließ Karl der Große eine Taufkirche errichten, um den heidnischen Norden zu missionieren. Zu ihrer Sicherung wurde das Kastell Hammaburg gebaut. 831 begründete Ludwig der Fromme hier ein Bistum, das kurze Zeit später zum Erzbistum wurde. Doch schon kurz nach der Reichsteilung von Verdun überfielen Wikinger die Region, später die slawischen Obodriten, der Erzbischof verlegte seinen Amtssitz nach Bremen. Maßgeblich durch das von Kaiser Friedrich I. Barbarossa 1189 verliehene Hafenrecht und die Handelsprivilegien für die ganze Unterelbe entwickelte sich die Gemeinde im MA zu einem florierenden Handelsplatz und galt mit seinen provisorisch 600 Brauereien als Brauhaus der Hanse. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Hamburg als eines der ersten Mitglieder des Kaufmannsbundes Hanse zum wichtigsten deutschen Umschlag- und Stapelplatz zwischen Nord- und Ostsee. Ab 1510 galt Hamburg endgültig als Reichsstadt. 1558 wurde dort die erste Börse Deutschlands eröffnet, im Jahre 1678 die erste deutsche Oper. Zur Reformationszeit wurde der Stadtstaat ohne Blutvergießen evangelisch, 1619 war Hamburg die größte Ort Deutschlands. Ihre kulturelle Blüte erlebte die Gemeinde erstens im 17. und 18. Jahrhundert unter anderem mit der Gründung des Hamburgischen Nationaltheaters (1767).
Auch nach dem Niedergang der Hanse und während der Aufklärung und der Industrialisierung blieb die Ort das bedeutendste Wirtschaftszentrum Norddeutschlands (neben Berlin). In seiner wechselvollen Geschichte unterstand die Gemeinde plus der dänischen Königskrone, war Teil des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, sowohl .... als auch Ort des Departments Elbmündung (Department Bouche de l´Elbe) im französischen Kaiserreich (Hamburger Franzosenzeit). 1813-14 wurde Hamburg vom russischen General Bennigsen belagert. Als Freie Gemarkung trat es 1815 nach dem Wiener Kongress dem Deutschen Bund bei. 1867 wurde es Angehöriger des von Otto von Bismarck initiierten Norddeutschen Bundes. 1871 trat Hamburg dem Deutschen Reich bei. Besondere Ereignisse der Neuzeit waren der große Hamburger Brand 1842, eine verheerende Choleraepidemie 1892, die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg und die Sturmflut 1962. Im Nationalsozialismus wurde die jüdische Gemeinde zerstört, jüdische Hamburgerinnen und Hamburg verfolgt, deportiert und ermordet. Auch Roma und Sinti, Oppositionelle, Homosexuelle und zusätzliche wurden verfolgt und ermordet. Auf Hamburger Stadtgebiet befand sich das KZ Neuengamme, ursprünglich ein Außenlager des KZ Sachsenhausen, ab 1940 ein selbständiges Konzentrationslager.
Hamburgs Politik war immer auf größtmögliche Ungezwungenheit ihres Handels und politische Unabhängigkeit in Linie gebracht gewesen. Auch in diesen Tagen noch ist Hamburg als Stadtstaat weitgehend selbstständig und bietet dem Geschäft mit seinem Freihafen gute Voraussetzungen.
Politik
Hauptartikel: Politik in Hamburg
Die Neuwahlen am 29. Februar 2004 zur Hamburgischen Bürgerschaft endeten zum ersten Mal mit einer absoluten Majorität für die CDU, die seit 2001 mit Ole von Beust den Ersten Bürgermeister stellt. Die SPD, die vor 2001 44 Jahre lang regiert hatte, musste deutliche Verluste hinnehmen und erreichte ihr schlechtestes Wahlresultat nach dem 2. Weltkrieg. Die Grün-Alternative Liste konnte dagegen knapp 4 Prozentpunkte zulegen. Die FDP, deren glückloser Schulsenator Rudolf Lange kurz vor den Neuwahlen zurückgetreten war, scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Partei Rechtsstaatlicher Offensive verlor nach dem Ausschluss ihrer polarisierenden Galionsfigur Ronald Schill 98 % ihrer Stimmen und kam nur noch auf 0,4 % (2001: 19,4 %). Auch dessen neue Bündelung ProDM/Schill schaffte mit nur 3,1 % den Sprung in die Hamburgische Bürgerschaft nicht.
Siehe auch: Liste der Hamburger Bürgermeister
Ausländische Vertretungen in Hamburg
Die wirtschaftliche Bedeutung Hamburgs für den Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland („Hamburg, das Tor zur Welt“) hat dazu geführt, dass sich mehrere konsularische Vertretungen in der Hansestadt niedergelassen haben. Hamburg ist deshalb mit 99 Konsulaten (Oktober 2005) nach Hongkong die Ort mit den meisten Konsulaten der Welt. Zu diesem Punkt zählen gerade die skandinavischen Länder sowie die Länder, zu denen schon seit frühester Zeit Handelsbeziehungen über den Hafen bestanden.
Siehe auch: Liste der Konsulate und Handelsvertretungen in Hamburg
(TID 740702)
Wirtschaft
Hamburg hat als Handels-, Verkehrs- und Dienstleistungszentrum überregionale Bedeutung und zählt zu den wichtigsten Industriestandorten in Deutschland.
Wichtigste Wirtschaftszweige sind Konsumgüterindustrie, Luftfahrtindustrie (drittgrößter Standort weltweit), Chemie, Elektrotechnik, Maschinen- und Schiffbau, Mineralölwirtschaft, Banken, Medien.
Seither 2002 bemüht sich der Senat, mit dem Leitbild „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ den Wirtschaftsstandort auszubauen und ein langfristiges Bevölkerungswachstum zu erreichen. Als Ausgangspunkt verfolgt der Senat eine kombinierte Taktik aus Stärkung Hamburgs internationaler Ausstrahlung und der Aktivierung endogener Potenziale (FHH 2001:71).
Die 12 größten Arbeitgeber in Hamburg nach der Anzahl der Beschäftigten (Stand: 2005)
- Airbus Deutschland GmbH, 10.900 Mitarbeiter
- LBK Landesbetrieb Krankenhäuser Hamburg GmbH, 10.300 Mitarbeiter
- Deutsche Lufthansa AG, 10.090 Mitarbeiter
- Deutsche Post AG, 9.000 Mitarbeiter
- Deutsche Bahn AG, 7.650 Mitarbeiter
- Otto Group, 7.300 Mitarbeiter
- Hamburger Sparkasse AG, 5.850 Mitarbeiter
- Philips GmbH, 5.500 Mitarbeiter
- Beiersdorf AG, 4.700 Mitarbeiter
- Hamburger Hochbahn AG, 4.268 Mitarbeiter
- Axel Springer AG, 3.490 Mitarbeiter
- [[Gruner+Jahr]] AG & Co. KG, 2.500 Mitarbeiter
Medien
Hauptartikel: Medien in Hamburg
Unter anderen werden Der Spiegel, Stern und Die Zeit in Hamburg produziert. Jede Menge Verlage, unten die Großverlage Axel Springer AG (Bild) und Gruner + Jahr sowie der Heinrich Bauer Verlag, die Verlagsgruppe Milchstraße (mittlerweile Teil des Burda-Verlags) und der Jahreszeitenverlag, haben hier ihren Sitz. Zusammenfassend wird gut die Hälfte aller überregionalen Presseprodukte Deutschlands in Hamburg produziert. Drei bedeutende Tiefdruckereien befinden sich in bzw. im Großraum Hamburg. Dies sind broschek Tiefdruck, ein Unternehmen der schlott Gruppe AG, sowie Gruner Druck, Itzehoe und die Axel Docke Tiefdruckerei, Ahrensburg, die der prinovis angehören. Außerdem hat die Deutsche Presse-Agentur dpa ihren Sitz in der Hansestadt. Die Tagesschau und Tagesthemen der ARD werden aus den Hamburger Studios des NDR gesendet. Hamburg ist konventionell auch Sitz zahlreicher Firmen aus der Musikbranche, allen voran der Deutschlandzentrale von Warner Music sowie Edel Music. Dessen ungeachtet verlor die Gemarkung im Saison 2002 Universal Music und den deutschen Phonoverband an Berlin. Der ausschlaggebende Grund, die Subventionierung des Umzugs durch Berlin, zog seitens Hamburg Rezension nach sich, da Spreeathen seinen Budget mit Hilfe des Länderfinanzausgleiches stützt, in den u. a. Hamburg einzahlt - Hamburg hätte damit in gewisser Hinsicht die Auswanderung selbst bezahlt. Weiterhin ist Hamburg Hauptgeschäftsstelle des Norddeutschen Rundfunks und seiner Tochterfirma Studio Hamburg, die verschiedene Fernsehsendungen und auch Filme entweder selbst produziert oder ihre Kapazitäten zur Verfügung stellt. Außerdem ist Hamburg Sitz eines ZDF-Landesstudios. Um die Belange der örtlichen, nationalen, plus internationalen Filmwirtschaft kümmert sich von staatlicher Seite die Filmförderung Hamburg.
Die Sitze zahlreicher weltweit renomierter Werbeagenturen wie Scholz & Friends, Springer & Jacoby, Jung von Matt, TBWA, KolleRebbe, Zum Goldenen Hirschen und Designagenturen, unter Peter Schmidt Group, Landor Associates und Factor Design, machen Hamburg zu Deutschlands Werbe- und Designmetropole.
Verkehr
Straßenverkehr
Hamburg verfügt über gute Straßenverbindungen im Fernverkehr. Etliche Bundesautobahnen berühren das Stadtgebiet, die A 1 (Köln–Bremen–Hamburg–Lübeck, weiter als Vogelfluglinie Tendenz Kopenhagen/Malmö), die A 7 (Kassel–Hannover–Hamburg (Elbtunnel)–Flensburg), die A 23 (Hamburg–Heide), die A 24 (Hamburg–Berlin) und die A 25 (Hamburg–Geesthacht). Geplant ist eine weiträumige Umfahrung Hamburgs mit der A 20, die von Rostock künftig augenblicklich bei Lübeck endet. Sie soll künftig über das nördliche und westliche Umland Hamburgs und den Wesertunnel an die A 28 angeschlossen werden. Außerdem ist schon lange die A 26 (Hamburg–Stade) geplant.
Durch Hamburg führen die Bundesstraßen B 4, B 5, B 73, B 75, B 431, B 434 und B 447, die größtenteils radial auf den Innenstadtbereich zuführen; damit wird der Straßenverkehr dort konzentriert, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führt. Tangentialverbindungen zur Umlenkung des Durchgangsverkehrs und zur großräumigen Erschließung des Stadtgebietes kamen bislang über Planungen nicht hinaus; es bestehen jedoch drei Ringstraßen, die halbkreisförmig um die inwendig (Ring 1) und äußere Zentrum (Ring 2) herum und als Viertelkreis durch die nordwestlichen Außenbezirke (Ring 3) verlaufen.
Bahnverkehr
Hamburg ist der größte Eisenbahnknotenpunkt in Nordeuropa. Fernstrecken führen u.a nach Paris, Zürich, Amsterdam, Prag, Westerland, Flensburg, Kiel, Lübeck – Kopenhagen - Malmö, Schwerin - Rostock – Rügen, Berlin, Hannover, Bremen und in das Ruhrgebiet. Außer dem Hamburger Hauptbahnhof gibt es Fernbahnhöfe in Altona, Bergedorf, Harburg und am Dammtor.
Siehe auch: Schienenverkehr in Hamburg
Bedeutung im Güterverkehr auf der Schienenstrang haben die Hamburger Hafenbahn, die AKN sowie der südlich der Stadtgrenze in Maschen gelegene größte Rangierbahnhof Europas.
ÖPNV
Mit S-Bahn, U-Bahn und der AKN verfügt Hamburg über ein Schnellbahnnetz, welches wichtige Bereiche der Gemeinde sowie des meist nördlichen Umlands weiträumig erschließt. Bei besteht ein gut ausgebautes Stadtbusnetz (auch Metrobusse, Schnellbusse, Eilbusse). Der Port wird von Hafenfähren erschlossen. In den Nächten vor Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen fahren jede Menge Tageslinien durchgehend (Nachtverkehrsnetz). Für die übrigen Nächte gibt es ein Nachtbusnetz mit 19 Linien. Alle örtlichen Verkehrsunternehmen haben sich im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) zusammengeschlossen.
Luftverkehr
Mit dem internationalen Verkehrslandeplatz Hamburg Airport befindet sich der älteste, noch angeschaltet befindliche Sonderlandeplatz Deutschlands und einer der wenigen innerstädtischen Flughäfen Europas in Hamburg, dessen Nachteil allerdings die dichte Ansiedlung in seinen Einflugbereichen ist.
Der etwas kleinere Flugplatz befindet sich in Hamburg-Finkenwerder. Dies ist der Stützpunkt von Airbus Deutschland GmbH. Allerdings einschweben hier nur Flugzeuge vom Typ Airbus sowie von der British Aerospace. Ab 2007 wird in Hamburg Finkenwerder der A380 serienmäßig zur Innnenendmontage landen. Der Flugplatz befindet sich ca. 10km südwestlich des Hamburger Stadtzentrums.
Wasserstraßen
Der Port wird durch sechs Fährlinien der HADAG erschlossen (fünf hiervon fahren zum Satz des HVV).
Mit dem Hinterland und der Ostsee ist Hamburg durch Binnenwasserstraßen verbunden (Unterelbe, Oberelbe, Elbe-Lübeck-Kanal, Elbe-Seitenkanal, Nord-Ostsee-Kanal).
Handel
Hafen
Der Hamburger Hafen, auch „Hamburgs Tor zur Welt“ genannt, ist der größte Seehafen in Deutschland und, gemessen am Containerumschlag 2005, der das Rekordergebnis von 8,1 Mio. Gefäß (TEU) erreichte, der zweitgrößte europäisch und achtgrößte weltweit. Für einige Spezialgüter, beispielsweise Rohkaffee oder Teppiche ist er der größte Umschlaghafen weltweit.
Das Hafengebiet umfasst etwa 7.399 ha (nutzbar 6.480 ha), von denen 4.331 ha (nutzbar 3.412 ha) Landflächen sind. Dazu kommen 919 ha, die partiell seit Jahrzehnten stadtplanerisch für die Hafenerweiterung vorgesehen sind.
Angesichts von Konstruktionsüberlegungen für Containerschiffsgrößen mit einem maximalen Tiefgang von gut 16 m hat Hamburg eine Anpassung des Fahrwassers der Unterelbe beim Bund beantragt. Die Gemeinde Hamburg fordert eine Vertiefung der Unterelbe um 1,50 m. Dieses Vorhaben befindet sich in der Prüfung. Aus der Zusammenarbeit mit Niedersachsen und Bremen zum Bau des neuen Containerhafens JadeWeserPort hat sich die Gemeinde Hamburg nach dem Regierungswechsel 2001 zurückgezogen, weil die im Hamburger Port anstehenden Investitionsvorhaben von vordringlicher Bedeutung sind.
In direkter Anbindung an die Speicherstadt und den Innenstadtbereich entsteht derzeitig der neue Viertel "HafenCity". Das Unterfangen HafenCity soll auf einer Fläche von 155 Hektar Wohnen und Arbeiten ermöglichen.
Banken
Hamburg ist der bedeutendste Bankenplatz im norddeutschen Raum. Jede Menge Institute haben hier ihre Regionaldirektion für den Norden. Zusätzlich haben einige bedeutende Privatbanken ihren Sitz in Hamburg, z. B. M. M. Warburg & CO oder die Berenberg Bank.
Die Hamburger Börse wurde 1558 als erste Börse in Deutschland und vierte europäisch gegründet, hat aber in diesen Tagen keine nennenswerte Bedeutung mehr.
Messen und Kongresse
Hamburg wird zu den führenden 20 Kongressorten weltumspannend gezählt. Das Congress Centrum Hamburg (CCH) wurde 1973 als erstes Kongresszentrum Deutschlands eröffnet und bringt einen von der Wirtschaftsbehörde auf 1 Tausend Millionen Euro jährlich geschätzten Umsatzvolumen in die Hansestadt. Mit dem 2008 beendeten Ausdehnung auf 16.000 Plätze in 23 Sälen hofft die Ort unter die ersten zehn Kongressorte vorzurücken.
Direkt bei dem CCH befindet sich das Hamburger Messegelände, welches bis 2008 auf 84.000 m² Hallenfläche zzgl. 15.000 m² Freiflächen erweitert wird. Dort finden zur Zeit ca. 40 Messen jährlich statt, die über eine Million Charakter anziehen. Weltweit bekannt sind die Hanseboot und die traditionsreiche Internorga (Hotelerie- und Gastronomie-Fachmesse), regional beliebt ist auch die Verbrauchermesse Du und Deine Welt.
Städtepartnerschaften
| Bild:Flag of Russia.svg
(TID 604558) | St. Petersburg, Russland, seit 1957 |
| Bild:Flag of France.svg
(TID 604558) | Marseille, Frankreich, seit 1958 |
| Bild:Flag of the People's Republic of China.svg
(TID 604558) | Shanghai, Volksrepublik China, seit 1986 |
| Bild:Flag of Saxony.svg
(TID 604558) | Dresden, Sachsen, seit 1987 |
| Bild:Flag of Japan.svg
(TID 604558) | Osaka, Japan, seit 1989 |
| Bild:Flag of Nicaragua.svg
(TID 604558) | León, Nicaragua, seit 1989 |
| Bild:Flag of the Czech Republic.svg
(TID 604558) | Prag, Tschechien, seit 1990 |
| Bild:Flag of the United States.svg
(TID 604558) | Chicago, USA, seit 1994 |
Der Hamburger Port nimmt in Beziehung auf Partnerschaften eine Sonderstellung ein: es besteht eine Hafenpartnerschaft zwischen Hamburg und Kaohsiung in Taiwan.
Institutionen und Einrichtungen
Hamburg ist u. a. Sitz des Internationalen Seegerichtshofs, der Bundesforschungsanstalt für Fischerei, der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, der Biologischen Anstalt Helgoland, des Deutschen Wetterdienstes (Seewetteramt), des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin, des Heinrich-Pette-Instituts für Experimentelle Virologie und Immunologie, des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY), der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sowie einer Handwerkskammer und einer Handelskammer. Zudem befinden sich in Hamburg ein Bundespolizeiamt, drei Hauptzollämter (Hamburg-Hafen, Hamburg-Jonas und Hamburg-Stadt), ein Kreiswehrersatzamt, eine Oberfinanzdirektion, ein Prüfungsamt des Bundes, ein Wasser- und Schifffahrtsamt und ein Zollfahndungsamt.
Weiterhin ist Hamburg Sitz des deutschen Büros von Greenpeace.
Bildung und Forschung
Hauptartikel Hamburg/Bildung und Forschung
Hamburg bietet unter seinen allgemein bildenden und beruflichen Schulen so renommierte wie die Gelehrtenschule des Johanneums, das als "Neue Gelehrtenschule" gegründete Wilhelm-Gymnasium Hamburg, das Friedrich-Ebert-Gymnasium Harburg und das Christianeum Hamburg sowie jede Menge Hochschulen – so die Universität Hamburg, die Technische Universität Hamburg-Harburg, die Hochschule für bildende Künste Hamburg, die Hochschule für angewandte Wissenschaften, die Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr, sowie die erste private Universität für Jura in Deutschland, die Bucerius Law School - und Forschungseinrichtungen wie das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
| Bild:Hamburg Speicherstadt2.jpg Speicherstadt in Hamburg | ||
| Bild:Hamburg Planetarium.jpg | Bild:Hamburg St. Michaelis 01 KMJ.jpg Hauptkirche St.-Michaelis (‚Michel‘) | |
| Bild:Hamburg Chilehaus 01 KMJ.jpg | Bild:Hamburg Heinrich-Hertz-Turm 01 KMJ.jpg | |
| Bild:Alsterschwimmhalle2.jpg Alsterschwimmhalle in Hamburg | Bild:Hamburg Nikolaifleet 01 KMJ.jpg Nikolaifleet | |
Hauptartikel: Kultur in Hamburg u. a. mit Theatern, Museen und Galerien.
Hamburg hat über zehn Theater, diverse Kinos und Programmkinos, diverse Musikclubs und über 50 Museen.
Bauwerke und Parks
In Hamburg galt wie in vielen anderen Städten Norddeutschlands Backstein als Grundbausubstanz, in diesen Tagen wird jedoch überwiegend Stahl und Glas verwendet. Durch schwere Bombardierungen im zweiten Weltkrieg wurden ganze Stadtteile vollständig zerstört, städtebauliche Maßnahmen der nachfolgenden Jahrzehnte taten ihr übriges, so dass dieser Tage verhältnismäßig wenig zusammenhängende Quartiere aus alten Gebäuden in Hamburg zu finden sind.
Die Stadtansicht wird geprägt durch die Türme der fünf Hauptkirchen (mit der Altonaer Hauptkirche: sechs), unterhalb St. Michaelis („Michel“), dem Wahrzeichen der Stadt, und die als Denkmal für den zweiten Weltkrieg erhalten gebliebene Turmruine von St. Nikolai. Wenig bekannt ist, dass der Turm das höchste konventionelle Gebäude der Gemeinde ist und bis 1876 das höchste weltumspannend war.
Sechster Turm und weltliches Gegenstück zu den Kirchen ist der Rathausturm. Das 1897 fertiggestellte Rathaus hat mit seinen 647, zum Teil erhaben ausgestalteten Sälen und Zimmern schlossartige Dimensionen. An seiner Rückseite befindet sich die Hamburger Börse.
Diese architektonische Silhouette wird gewart, wie kommt es, dass... sich nur einige weitere hohe Gebäude in der weiteren Stadtmitte befinden. Herausragend sind hier nur das dreiflügelige Unilever-Hochhaus von 1964, der Komplex am Berliner Tor von 1962 bzw. 2004 und die drei Mundsburg-Türme. Die höchsten Bauwerke stadtweit sind der 276 M hohe Fernsehanstalt Heinrich-Hertz-Turm („Tele-Michel“) und ein Sendemast des Rundfunksenders Billwerder-Moorfleet mit 304 Metern.
Das älteste Gebäude Hamburgs befindet sich weit außerhalb der eigentlichen Stadtgrenzen auf der Eiland Neuwerk in der Elbmündung. Der dortige Leuchtturm wurde 1310 errichtet.
Andere architektonische Besondere Eigenschaften in Hamburgs Centrum sind das Chilehaus, der Hauptbahnhof und der Bahnhof Hamburg-Dammtor. Der Bereich wird auch geprägt durch diverse Einkaufspassagen, unterhalb mit dem Hanse-Viertel die erste Deutschlands. Der Jungfernstieg gilt als Hamburgs Flaniermeile.
Die nordöstliche Zentrum wird von Fleeten und Kanälen durchzogen, die über die Binnenalster das Centrum mit dem Port verbinden und früher als Transportwege elementarer Komponente der Hamburger Wirtschaft waren. Dort befinden sich mit der Speicherstadt, den Landungsbrücken, dem Alten Elbtunnel, dem Hamburger Fischmarkt mit der Fischauktionshalle bis runter zum Blankeneser Treppenviertel verschiedene Sehenswürdigkeiten weiter der Elbe. Markantestes Gebäude im Port ist die Köhlbrandbrücke. Der gesamte Port ist ein Besuchermagnet, der jährlich über 8 Mio. Gäste anzieht und damit zu den meistbesuchten Attraktionen Deutschlands zählt. In Hafennähe befindet sich die Reeperbahn.
Über das gesamte Stadtgebiet sind kleinere Parks und Grünanlagen verteilt, die Hamburg zu einer überaus grünen Gemarkung machen. Zu den größten Betriebsanlagen zählen der Stadtpark, der Friedhof Ohlsdorf als Landschaftspark sowie Planten un Blomen. Bekannt sind weiterhin der Altonaer Volkspark und der Jenischpark. Südwestlich befinden sich die weitläufigen Obstanbaugebiete der Vier- und Marschlande.
Siehe auch: Bauwerke in Hamburg
Regelmäßige Veranstaltungen
Hauptartikel: Hamburg/Regelmäßige Veranstaltungen
Hamburg bietet zu alle Saison Veranstaltungen für die verschiedensten Geschmäcker, wie den Hamburger Fischmarkt und den Hamburger Dom. Der Hafengeburtstag, der im Mai gefeiert wird, ist die größte Veranstaltung, mit über 1 Million Besuchern. Einige bedeutende Filmfestivals (Filmfest Hamburg, Lesbisch-schwule Filmtage Hamburg, Fantasy Filmfest); CSD (Christopher Street Day)
Oper, Ballett, Theater, Musical
Die Hamburgische Staatsoper, gegründet am 2. Januar 1678, zählt zu den führenden Opernhäusern Europas.
Das „Hamburg Ballett“ erlangte unter der Leitung von John Neumeier Weltruf.
Das Deutsche Schauspielhaus, das 1900 eröffnet wurde, sorgte wieder und wieder für Aufregung, u.a. durch Inszenierungen von Gustaf Gründgens und Peter Zadek und wurde schon mehrfach als bestes deutsches Theater ausgezeichnet.
Das Thalia-Theater, gegründet 1843, gilt als eine der führenden Schauspielbühnen Deutschlands.
Die Schmidt Theater, gegründet 1988, sind bekannt für ausgefallenen Musikrevuen und erst einmal die „Schmidt Mitternachtshows“, die eine Zeit lang in den dritten Fernsehprogrammen übertragen wurden.
Das Ohnsorg-Theater ist eines der bekanntesten Volkstheater in Deutschland. Seither 1954 hat der NDR in unregelmäßigen Abständen oft Vorstellungen im TV übertragen. Eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen, Heidi Kabel, trat hier zu ihrer aktiven Zeit auf. Geboren wurde sie im Haus auf der anderen Straßenseite.
Siehe auch: Ernst Deutsch Theater
Seit 1985 ist die ehemalige Maschinenfabrik Kampnagel ein wichtiger Theaterort für internationale Gastspiele und die Performance-Szene.
Hamburg gilt als die Musical-Hauptstadt Deutschlands. Hier wurde Andrew Lloyd Webbers Cats zum ersten Mal in Deutschland gespielt. Zu den aktuellen Produktionen gehören Der König der Löwen und Mamma Mia!.
Museen und Ausstellungen
In Hamburg bestehen sieben staatliche und reichlich 20 private Museen. Die wichtigsten Kunstmuseen sind die Kunsthalle und das Museum für Kunst und Gewerbe. Nahe gibt es Museen zur Regionalgeschichte und zu Industriezweig und Arbeit, ein modernes Planetarium, eine KZ-Gedenkstätte sowie etliche übrige Ausstellungen zu einzelnen Themenbereichen.
Weitere Details siehe Unterartikel Kultur in Hamburg.
Sport
Seit 1963 spielt der 1887 gegründete Hamburger SV in der 1. Fußball-Bundesliga und ist das letzte Gründungsmitglied der Bundesliga, das bis auf den heutigen Tag nie abgestiegen ist. Mit dem FC St. Pauli kommt ein weiterer ehemaliger Verein der 1. Fußball-Bundesliga aus Hamburg. Seit 1999 sind die Handballer des HSV Hamburg (1. Bundesliga) in der Color Line Wettkampfstätte zu Hause. Der prominenteste Vertreter des Eishockey in Hamburg sind seit der Gründung 2002 die Hamburg Freezers. Hamburg ist eine Stützpunkt im American Football; daneben den Hamburg Blue Devils aus der GFL und den 2005 neu gegründeten Hamburg Sea Devils aus der NFLE, haben sich diverse andere Teams etabliert. Im Hockey sind Hamburger Vereine sowie bei den Herren und den Damen deutschlandweit dominierend.
Zu den großen jährlichen Sportereignissen in Hamburg gehören in der zweiten Aprilhälfte der Hamburg-Marathon sowie im Saison das Radrennen HEW-Cyclassics (ab 2006 Vattenfall Cyclassics). Alle beide Ereignisse ziehen an den Strecken durch die Gemarkung ein Massenpublikum an. Ein gesellschaftliches Geschehen sind die Hamburger Derbys im Pferderennen (Juli) sowie im Springreiten (Mai) und seither 1892 die German Open im Herrentennis.
Hamburg gehört zu den offiziellen Ausrichtungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, der Handball-Weltmeisterschaft 2007 sowie der ITU-Triathlon-Weltmeisterschaft 2007.
Hamburg ist Sitz eines Olympiastützpunktes für die Sportarten Rudern, Schwimmen und Segeln. Zusätzlich werden Kanurennsport, Volleyball, Hockey und Leichtathletik gefördert.
Durch Hamburg führen die europäischen Fernwanderwege E1 und E9.
Persönlichkeiten
Siehe Liste der Ehrenbürger von Hamburg und Hamburger Persönlichkeiten.
Sonstiges
Größte Grünanlage ist mit 400 Hektar der Friedhof Ohlsdorf, der größte Parkfriedhof der Welt. Infolge vieler weiterer Parks und Grünflächen gilt Hamburg als besonders grüne Stadt.
Hamburg ist die Ort mit den meisten Millionären Deutschlands. Aus alter Hamburger Überlieferung geben die reichen Bürger ihrer Gemarkung etwas von ihrem Reichtum zurück, so dass es in Hamburg über 1.000 Stiftungen gibt, die das Leben in allen Lebensbereichen der Gemeinde unterstützen – auch dies ist ein Rekord in Deutschland.
Weithin fremd ist dagegen, dass sich auf dem Hamburger Stadtgebiet die größte Flussinsel – der Ortsteil Wilhelmsburg - sowie einer der letzten Tideauenwälder Europas befindet.
Die Schutzpatronin von Hamburg ist Maria. Die beiden Sterne im Hamburgerwappen machen davon. Es sind die Mariensterne. Die alten Hamburger Stadttore hatten immer eine Marienstatue.
Kulinarische Spezialitäten
Hauptartikel: Hamburger Küche
Zu den bekannten Hamburger Gerichten gehören unter anderen Birnen, Bohnen und Speck, Finkenwerder Scholle, Stint, Grünkohl, Hamburger Aalsuppe, Labskaus, Snuten un Poten, Rote Grütze, Schwarzsauer und Franzbrötchen.
Hamburger Liedgut
Wie die meisten Bundesländer besitzt Hamburg eine eigene Hymne, die Hamburg-Hymne (Stadt Hamburg an der Elbe Auen). Nahe gibt es jede Menge Lieder mit Verhältnis zu Hamburg, die z. T. den Status einer „inoffiziellen“ Lobgesang haben, wie beispielsweise Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (unter anderem gesungen von Hans Albers) o. In Hamburg sagt man tschüs (unter anderem gesungen von Heidi Kabel). Vor dem Zweiten Weltkrieg war An de Eck steiht′n Jung mit′n Tüdelband der Gebrüder Wolf wohl das beliebteste Lied. Mit den Bands Blumfeld, Die Sterne und Tocotronic ging ab ca. 1990 der Begriff der Hamburger Schule als eigenständiges Spezies deutschsprachiger Töne in die Popkultur ein. Auch neuere Lieder wie Hamburg, meine Perle von Lotto King Karl drücken die Verbundenheit der Bewohner zu ihrer Gemarkung aus. Aus jüngerer Zeit ist auch ein Song der bekannten deutschsprachigen Hip-Hop Band Absolute Beginner, die in „City Blues“ (LP: „Blast Action Heros“, 2003) ihr Lebensgefühl zu ihrer Gemeinde Hamburg beschreiben, oder der Song „Hamburg Anthem“ vom ebenso bekannten deutschsprachigem Rapper Samy Deluxe. Als Urgesteine Gültigkeit besitzen mittlerweile auch die Hip-Hopper von Fettes Brot, die sich selbst als "Hamburgs Hip-Hop-Dinosaurier" bezeichnen und schon 1995 mit der Nicht LiierterNordish by Nature ein Loblied über den Norden Deutschlands und die Hansestadt schrieben.
„Hanseatischer Gruß“
Der Hanseatische Gruß ist „Hummel, Hummel – Mors, Mors“.
Hamburger Witze
Es gibt eine Reihe traditioneller Witzgestalten, die in Hamburger Witzen vorkommen, besonders die Hafenarbeiter Hein und Fiete sowie die literarisch von Vera Möller geschaffene Göre Klein Erna mit ihrer Verwandtschaft. Die Witze um diese Gestalten neigen dazu, lakonische Pointen zu haben.
Literatur
- Redaktion HASPA-Stadtteilbuch: Hamburg, Von Altona bis Zollenspieker. Verlagshaus Hoffmann und Campe, Hamburg 2002. ISBN 3-455-11333-8
- Eckart Kleßmann: Geschichte der Stadt Hamburg. Die Hanse/Sabine Groenewold Verlage/Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2002. 680 S. ISBN 3-434-52596-3
- Freie und Hansestadt Hamburg: Hamburg-Handbuch 2004/2005 (Verwaltungsführer, kostenloser Download als pdf-Datei)
Weblinks
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