Hauskloster
Aus Schlauweb
Hauskloster, bezeichnet die Beziehung eines Klosters zu einer Adelsfamilie.
Oft, aber nicht immer wurde das spätere Hauskloster von der entsprechenden adligen Familie gegründet. In jedem Fall ließ diese Familie dem Kloster zu seiner Ausstattung Grundbesitz, finanzielle Hilfen oder übrige Stiftungen zukommen. Dadurch sicherte sie sich die Möglichkeit der Grablege sowie die Memoria für die dort bestatteten Familienmitglieder. Häufig wurden in Chroniken solcher Klöster die Verdienste, aber auch im Großen und Ganzen die Geschichte der Stifterfamilien festgehalten.
Einige Beispiele für Hausklöster:
- Liudolfinger: die Stifte Gandersheim, Quedlinburg und Essen
- Ezzonen: die Nonnenkloster Brauweiler,
- Herzöge von Zähringen: Kloster St. Peter auf dem Schwarzwald (ab 1093)
- Haus Württemberg: Stiftskirche Stuttgart (seit 1321)
- Haus Baden:
- Kloster Lichtenthal in Baden-Baden (1288-1372),
- Stiftskirche in Baden-Baden (Linie Baden-Baden),
- Stiftskirche St. Michael in Pforzheim (Linie Baden-Durlach, ab 1535),
- ev. Stadtkirche in Karlsruhe (Grossherzöge, ab 1807)
- Stiftskirche in Neustadt an der Weinstraße (14. Jh),
- Heidelberger Heiliggeistkirche (15.-17. Jh)
- Kloster Scheyern
- Theatinerkirche in München (ab 1663)
(TID 160610)
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