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Hutt River Province - Schlauweb
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Hutt River Province

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Die Hutt River Province (HRP), Eigenbezeichnung Hutt River Province Principality (HRPP), ist ein etwa 75 km² großes Gebiet auf dem australischen Kontinent, das am 21. Apr. 1970 von Leonard George Casley auf dem Gebiet des australischen Bundesstaates Western Australia als ein eigener Staat proklamiert wurde. Hutt River wird von Australien und der UNO nicht als souveräner Staat renommiert und daher häufig als Mikronation bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das etwa 75 km² große Gebiet liegt nördlich von Perth (517 km), Geraldton (95 km) und Northampton (42 km) und südlich von Kalbarri (66 km). Die Entfernung zum Meer beträgt nur einige Kilometer, einen eigenen Zugang zu diesem Punkt besitzt Hutt River jedoch nicht. Das Klima entspricht dem von Western Australia.

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Bevölkerung

Die Bevölkerung setzt sich aus etwa 20 permanenten Einwohnern der Herrscherfamilie zusammen. Darüber hinauf aufweisen diverse hundert nomadisch lebende Aborigines vom Stamm der Nanda eine Bürgerschaft, hinzu kommen 18.000 Personen mit einer Auslands-Bürgerschaft (Overseas Citizenship). Die ausländischen Bürger dürfen sich ohne Genehmigung nicht in Hutt River ansiedeln.

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Geschichte

1969 protestierte der Ackerbauer Leonard George Casley aus Westaustralien gegen die von der australischen Zentralregierung auferlegten Produktionsquoten für Weizen.

Am 21. Apr. 1970 übersandte Casley den Sezessionsakt, basierend auf dem legalen Dokument „Fait Accompli“ an den amtierenden Regierungschef von Westaustralien, Sir David Brand, nachdem alle vorherigen Abhilfe erschöpft waren. Diese Sezessionserklärung besagte, dass der „Fait Accompli“ es der damit betrauten Stelle erlaube, Grenzen einzurichten, ohne dass die Interessen der Regierung Westaustraliens verletzt würden. Somit wurde Casleys ursprünglicher Großgrundbesitz mit der 15fachen Größe Monacos ein nicht länger zum „Commonwealth of Australia“ gehörendes Territorium, welches keinerlei Steuern mehr an die Zentralregierung abgeben muss.

Der Medienrummel, welcher die Schöpfung eines neuen Fürstentums umgab, war beträchtlich und entmutigte die Regierung Westaustraliens, andere größere juristische Schlachten zu schlagen. Die Regierung Westaustraliens reagierte nicht weiter und die Handlung und alle australischen Ansprüche verjährten. Zwei von der Bundesregierung stammende offizielle Anmelden bestätigen Sir Leonard Casleys rechtliche Position als Charakter des Territoriums. Zufolge rechtlicher Überlegungen wählte die Bevölkerung (Weiße und Aborigines) Charakter Leonard Casley später zu ihrem Fürsten („Prince“) bzw. „Defender of the Legends“ und machten es so den australischen Behörden gemäß alter Commonwealth-Gesetze (Imperial Treasons Act) unmöglich, gegen Fürst Leonard wegen Hochverrats in Folge des Verstoßes gegen die territoriale Integrität Australiens vorgehen zu können.

Das staatliche australische Nationalmuseum in Canberra zeigt eine ständige Schau zur siegreich verlaufenen Sezession der Hutt River Provinz vor über 35 Jahren.

Auf Basis von der Unabhängigkeitserklärung des Fürstentums Hutt River sind besonders in Australien manche dem Beispiel gefolgt und betrachten sich in diesen Tagen ebenso als eigener Staat. Jedoch waren diese wohl kleiner, da sich das Fürstentum nach wie vor als „zweitgrößtes souveränes Land des australischen Kontinents“ zu betrachten pflegt.

Australien leugnet zwar auf der einen Seite die Unabhängigkeit besser gesagtSouveränität des Fürstentums, andererseits aber existiert es mittlerweile seit über 35 Jahren trotz weitgehend fruchtlos gebliebener australischer Gegenmaßnahmen. Australien musste selbst vor australischen Gerichten Niederlagen hinnehmen (z. B. zur Postbeförderung). Selbst eine offizielle (wenngleich nur symbolische) Kriegserklärung stimmig der präventiven Landesverteidigung Fürst Leonards an Australien, nachdem dort eine neue friedensgefährende Regierung an die Macht gekommen war, ließ sich Australien bieten, ohne wie ursprünglich vorgesehen tatsächlich einzumarschieren, da die Medien überwiegend zum Fürstentum hielten.

Realistisch betrachtet erscheint das Fürstentum als eine Art Kondominium, wobei die Ausübung der Verwaltung zwischen der Staatsführung Australiens (deren Vorsitzender die Queen ist) und dem Fürsten von Hutt River Province (Staatsoberhaupt hiervon ist Fürst Leonard) einzeln ist. Das Fürstentum betrachtet sich zwar nicht der Souverän als Königin von Australien verpflichtet (aufgrund der Souveränität des Fürstentums), jedoch wird die Regent als Oberhaupt des Commonwealth of Nations akzeptiert und ihr in dieser Funktion Loyalität gezollt. Dies erinnert etwas an Niue, das zum einen ein weitgehend anerkannter souveräner Staat mit eigener Autonomie ist, wo aber andererseits die Monarch (faktisch nur symbolisch) das Politiker darstellt (aber nicht als Königin von Niue, statt in ihrer Funktion als Königin von Neuseeland).

Gemäß der 1970 vorherrschenden Völkerrechtslehre liegt ein Staat dann vor, wenn Staatsgebiet, Staatsvolk sowie Staatsgewalt vorhanden sind (weitere Eigenschaften nicht erforderlich). Da USA üblicherweise proklamiert werden, was einen unilateralen Akt darstellt, ist eine Anerkennung durch sonstige Staaten für die Staatlichkeit hypothetisch belanglos. Es hat sich jedoch eingebürgert, dass weitere Amerika die Staatlichkeit im Laufe der Zeit auch formell anerkennen, wenn dies im Interesse deren Politik liegt. Ungeachtet nach den damaligen Kriterien das Fürstentum ein Staat ist, wird von Kritikern (insbesondere von der UNO bzw. deren Mitgliedern) mit dem Beweis der angeblich nötigen internationalen Anerkennung dies teilweise verneint.

Die (theoretische) Souveränität des Fürstentums ist hauptsächlich zurückzuführen auf die Volkssouveränität, das Selbstbestimmungsrecht der Völker sowie das Widerstandsrecht (gegen eine unzumutbare Therapie durch Australien), wobei es sich um elementare Prinzipien des Völkerrechts handelt. Wenn aber der große Rest der Welt mit Berufung auf selbe Prinzipien dem Fürstentum die Souveränität bzw. die Staatlichkeit (oder gleich alle beide Punkte) abspricht, so hat das im Innenverhältnis für das Fürstentums keinen Einfluss, allerdings wird Hutt River im Außenverhältnis dann nur schwierig als souveräner Staat wirken können.

Bei Hutt River unterliegt die hypothetisch zukommende Souveränität jedoch zufolge mangelnder weitreichender internationaler Anerkennung massiven Ausübungseinschränkungen. Wenngleich sich das Fürstentum als souverän betrachtet, so muss es in der Praxis enorme Rücksichtnahme auf Australien üben, da wenn das nicht möglich ist ob australischer Maßnahmen die Souveränität vollständig eingeschränkt werden könnte (Grenzsperrung, Einmarsch, Besetzung).

Von den UNO-Mitgliedsstaaten ist kein einziger bekannt, der jetzig formell das Fürstentum als Staat anerkennt. Die über den Globus verstreuten Diplomaten des Fürstentums unterhalten jedoch Kontakte zu zahlreichen Regierungen und werden von deren Staatsführungen zum Teil auch tatsächlich akzeptiert.

Die Königlich Hutt River Defence Forces, welche der Schweizer Garde nachempfunden ist, besteht aus Majestätisch Hutt River Army, Majestätisch Hutt River Navy und Königlich Hutt River Air Force. Während sie zur Aufrechterhaltung der Souveränität des Fürstentums beauftragt ist, so ist dies mit der derzeitigen (effektiv nicht vorhandenen) Bewehrung kaum militärisch möglich. Sie dient überwiegend protokollarischen und karitativen Zwecken. Es ist eine Freiwilligenarmee, die am günstigsten mit den Rittern des Souveränen Malteserordens verglichen werden kann. Die üblich unbewaffneten Soldaten sind über den ganzen Globus verstreut, um die Beziehungen des Fürstentums zu anderen Neue Welt durch ihre Aktivitäten zu verbessern.

Interessenten können für ca. 500 Euro die Staatsangehörigkeit des Fürstentums Hutt River bei den dortigen Behörden (oder bei diplomatischen beziehungsweise konsularischen Vertretungen vor Ort) beantragen, wobei es mit den Pässen z. T. möglich ist, internationale Grenzen von UNO-Staaten zu passieren, wiewohl diese das Fürstentum glaubwürdig nicht als vorhanden ansehen, also höchstens de facto anerkennen. Mit der Hutt-River-Staatsangehörigkeit sind wie bei anderen auch gewisse Rechte und Pflichten verbunden. Eine Steuer- oder Dienst am Vaterland existiert nun in der Hutt River Province Principality nicht.

Mit Wirkung vom 1. Oktober 2005 ist die lang diskutierte Verfassung der HRPP mit fürstlichem Gebot in Kraft getreten. Veröffentlicht wurde die Verfassung durch den Fürsten im April 2006.

Kürzlich sind der Fürst und die Fürstin zu "Kentucky Colonels" für ihre zahlreichen Errungenschaft ernannt worden. Diese Auszeichnung wird durch den Gouverneur des US-Bundesstaates Kentucky an Personen vergeben, die sich besonders verdient gemacht haben. Die Auszeichnung ist eine der höchsten zivilen Auszeichnungen Kentuckys. Das Fürstenpaar steht damit in einer Reihe mit Lyndon B. Johnson, Ronald Reagan, Whoopie Goldberg und vielen anderen wichtigen Persönlichkeiten.

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Weblinks

fr:Hutt River ja:ハット・リバー王国 ko:헛리버 nl:Hutt River pt:Hutt River Province

zh:赫特河省公国

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