Irland
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel behandelt den Staat Irland, die geographische Eiland wird unter Irland (Insel) beschrieben. |
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| Amtssprachen | Irisch, Englisch | ||||
| Hauptstadt | Dublin (ir. Baile Átha Cliath) | ||||
| Präsidentin | Mary McAleese | ||||
| Ministerpräsident | Bertie Ahern | ||||
| Fläche | 70.280 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 4.130.000 (Schätzung August 2005) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 57 Bevölkerung pro km² | ||||
| BIP/Einwohner | 50.303 US-$ (2005) | ||||
| Währung | Euro | ||||
| Zeitzone | UTC +0 | ||||
| Nationalhymne | Amhrán na bhFiann | ||||
| Nationalfeiertag | 17. März (St. Patrick's Day) | ||||
| Kfz-Kennzeichen | IRL | ||||
| Internet-TLD | .ie | ||||
| Vorwahl | +353 | ||||
| Bild:LocationIrelandInEurope.png
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| Karte der Eiland Irland Bild:Irland karte.png
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Irland (amtlicher deutscher Name, irisch Éire [ˈeːrʲə], engl. Ireland), häufig auch Republik Irland (irisch Poblacht na hÉireann, englisch Republic of Ireland) ist ein Inselstaat auf der gleichnamigen Insel Irland. Er grenzt an das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland und ist Angehöriger der Europäischen Union. Der Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum Römisch-Katholischen Glauben.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Im Landesinneren der Eiland finden sich überwiegend Ebenen, die nach außen von hügeligem Gebiet mitgemeint sind. Der Fluss Shannon, welcher von Nord nach Süd verläuft, ist der längste Fluss der Insel. In den Ebenen liegen eine große Zahl von Seen, die die Landschaft maßgeblich geprägt haben. Lough Neagh ist der bekannteste der irischen Seen, auch wenn dieser im eigentlichen Sinne zu Nordirland gehört.
Über das Land auseinander getrieben gibt es eine Reihe von Nationalparks.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Irlands
Die Geschichte Irlands beginnt mit der Landnahme in der Steinzeit. Keltischsprachige Familien brachten etwa um 300 v. Chr., dem Übergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit, nach und nach die keltische Sprache. Schon im Römischen Reich war die Eiland Irland unter dem Namen Hibernia bekannt. Im Laufe der Geschichte gab es eine Reihe von Königreichen und Fürstentümern in Irland.
Der Christianisierung Anfang des 5. Jahrhunderts durch britische Sklaven, unter ihnen auch der heutige Nationalheilige Patrick von Irland, folgte die erste irische Blütezeit, die jäh durch die Beutezüge der Wikinger diskontinuierlich wurde. Es folgte im Jahre 1169 die Eroberung durch die Normannen, die eine fortgesetzte Übermacht Englands über Irland einläutete. Englische Soldat konfiszierten den Grundbesitz der Iren und vertrieben sie in den unfruchtbaren Okzident der Insel.
Die Politik der großen englischen Grundbesitzer in Irland verursachte die Hungersnot von 1845-1847. 1,5 Mio. Iren verhungerten und mehrere wanderten nach USA aus. Britische Behörden verschleppten bewusst Massnahmen zur Eindämmung der Hungersnot. <ref>Gunnar Heinsohn : Lexikon der Völkermorde, rororo 1999</ref>
Ein erster Schritt in Trend politische Unabhängigkeit war der Dominion-Status am 6. Dez. 1921, der eine größere innenpolitische Eigenständigkeit garantierte und erst nach blutigen Ausschreitungen gewährt wurde. Sechs Grafschaften in der Provinz Ulster blieben allerdings nach dem Abkommen Komponente Großbritanniens. Die Nordirlandfrage hat darin ihren Ursprung und überschattet die irisch-britische und innerirische Politik bis heute. Auch als Irland am 18. April 1949 nach über drei Jahrhunderten britischer Herrschaft aus dem Commonwealth ausschied, verblieben die sechs nordirischen Grafschaften im Vereinigten Königreich. Jedoch zeichnet sich seit dem Karfreitagsabkommen und dem Übertragung auf Nordirland durch die Republik Irland eine deutliche Lockerung ab.
Wirtschaft
Allgemeines
Irland, einstiges "Armenhaus" der damaligen EG, ist im Jahr 2005 nach mehrjährigem starkem Wachstum einer der reichsten Amerika der EU und weltweit. Das inflationsbereinigte Pro-Kopf-Einkommen in Irland liegt innerhalb der EU nach Luxemburg auf Rang 2 und ist etwa 30 % höher als in Deutschland. Irland wird wegen seiner guten wirtschaftlichen Entwicklung oft Keltischer Tiger genannt. Durch den gesetzlichen Mindestlohn liegt das monatliche Einkommen bei Vollzeitangestellten nicht unter 1.183 Euro.
Basisdaten
Stand 2005:
- Bruttoinlandsprodukt (BIP): 148,556 Miliarden Euro
- BIP pro Kopf: 35.634 Euro
Staatsausgaben
2002 lag der Anteil der Staatsausgaben in Prozent der Gesamtausgaben des Staates für
- das Gesundheitswesen bei 19,1% (vgl. Eurozone 13,6%) / Soziale Sicherung insg. 28,1% (vgl. 40,3%)
- das Bildungswesen bei 13% (vgl. 10,3%)
- das Militär bei 0,7% (vgl. 1,5%)
(Quelle: EUROSTAT/Lenka Pulpanova: Ausgaben des Staates, in: Statistik kurz gefasst 43/2004 (PDF))
Religion
In der irischen Republik gibt es zwei Religionsgruppen, Katholiken und Protestanten. Oft gab es wegen der Konfession Konflikte, die in Ausschreitungen und Krawalle mündeten.
Politik
Hauptartikel: Politik (Irland)
Der Premierminister (ir. Taoiseach, gesprochen "Tíschach") wird vom Volksvertretung nominiert und vom Präsidenten ernannt. Üblicherweise ist er der Parteichef der stärksten Parlamentspartei oder der größten Koalitionspartei.
Das Parlament (Oireachtas) besteht aus zwei Kammern und dem Präsidenten: Dabei bildet der Senat (Seanad Éireann) das Oberhaus und das Repräsentantenhaus (Dáil Éireann) das Unterhaus. Der Senat besteht aus 60 Mitgliedern, von denen 11 durch den Premier ernannt und 49 von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen gewählt werden (Landwirtschaft und Arbeiterschaft je 11, Gewerbe und Deal 9, Öffentliche Verwaltung 7, Universitäten 6 und Kultur und Ausbildung 5). Diese Wahlen finden innerhalb von 90 Tagen nach der Auflösung des Repräsentantenhauses statt.
Das Unterhaus besteht aus 166 Mitgliedern, wobei die Zahl der Mitglieder von der Einwohnerzahl Irlands abhängt. Auf je 20.000 bis 30.000 Bevölkerung kommt ein Abgeordneter. Die Mitglieder des Unterhauses werden nach der übertragbaren Einzelstimmgebung (engl. Single Transferable Vote) in 42 Wahlkreisen, in denen je zwischen drei und fünf Mandate zu vergeben sind, gewählt. Wahlen müssen innerhalb von 30 Tagen nach der Auflösung des Repräsentantenhauses stattfinden. Das Unterhaus wird nun für höchstens fünf Jahre gewählt, eine frühere Auflösung ist aber möglich.
Die Regierung (An Rialtas) besteht aus höchstens 15 Mitgliedern. Dabei dürfen nicht länger als zwei Minister aus dem Senat kommen, der Premier, der Stellvertreter des Premier und der Finanzminister müssen dem Repräsentantenhaus angehören.
Eine Auswahl irischer Parteien:
- Fianna Fáil und Fine Gael (die größten Parteien Irlands)
- Sinn Féin (die älteste Politische Kraft Irlands)
- Green Party
- Labour Party
- Progressive Democrats
Irland stellte von 2002 bis 2004 den Präsidenten des Europaparlaments Pat Cox, der irische EU-Kommissar für die Zeit von 2004 bis 2009 ist Charlie McCreevy (Binnenmarkt und Dienstleistungen), sein Vorgänger war David Byrne (Gesundheit und Verbraucherschutz).
Aktuelle Politik
Am 29. März 2004 führte Irland als erstes EU-Land ein totales Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen ein. Nach einer Nachforschung im vergangenen Nov. hatten sich rund 80 Prozent der Bürger, unten auch über 60 Prozent Raucher, für ein Rauchverbot ausgesprochen. Das Gesetz trat um 0:00 Uhr in Kraft. Ein Teil der 10.000 Pubbesitzer befürchtet, nicht nur mit Einkommensverlusten, sondern, bei Missachtung des Gesetzes, auch mit einer Sanktionierung von so weit wie 3.000 € rechnen zu müssen. Laut Kommissar Byrne entstehen jedoch völlig neue Umsatzchancen, so werden zukünftig auch Personengruppen ein Pub besuchen, die dies im Voraus nie getan hätten. Um die Einhaltung zu überwachen, wurden rund 400 amtliche Kontrolleure eingestellt. Das Verbot gilt nicht für Hotelzimmer, Gefängnisse und psychiatrische Anstalten. Mit dieser Entscheidung will Irland eine Vorreiterrolle europäisch einnehmen und hofft auf ähnliche Reaktionen anderer Staaten.
Am 25./26. Juni 2004 besuchte der US-Präsident George W. Bush für 18 Stunden Irland. Er traf mit dem irischen Premierminister Bertie Ahern zusammen und besprach zusammen mit seiner Führungscrew die europäisch-amerikanischen Beziehungen. 6.000 Polizisten und die Truppe sorgten für die Sicherheit des Präsidenten, während einige tausend Demonstranten gegen die Politik von Bush am Flughafen Shannon protestierten.
Provinzen
Hauptartikel: Gliederung Irlands
Irland besteht aus 4 Provinzen (Connacht, Leinster, Munster, Ulster), die sich wiederum in Bezirke (counties) aufspalten. Diese Provinzen haben in dieser Form allerdings keine Bedeutung mehr für die Verwaltung des Staates. Sie sind geschichtlich gewachsen und spielen nur im Sport noch eine Rolle, da dieser in Irland auf kommunaler Basis organisiert ist.
Siehe auch: Liste der Städte in der Republik Irland
Infrastruktur
Irland hat Flughäfen in Dublin, Kerry, Cork, Shannon (Irland) u.a., die von Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss, Ryanair, HLX und der einheimischen Fluglinie Aer Lingus angeflogen werden.
Irland hat ein recht dünnes Eisenbahnnetz, das aber ausgebaut wird.
Bus Eireann ist die nationale Busgesellschaft, die eine große Zahl von Verbindungen anbietet. Parallel mit den amerikanischen Greyhound-Bussen, verbinden zig Überlandbusse die einzelnen Regionen. Von den zentralen Haltepunkten - die jedoch nicht immer obligat mittig der angefahrenen Städte liegen - fahren lokale Buslinien auch in entferntere Gegenden. Die Fahrpläne sind jedoch genau zu studieren, da einige Verbindungen doch recht selten fahren. Z. B. nur einmal täglich. Die Straßen in der Republik sind bedingt durch die geringe Bevölkerungsdichte meist unterlegen als auf dem europäischen Festland; es gibt im Prinzip keine Autobahnen bis auf den Ring um Dublin und einige Verlängerungen dessen. Seit Ende der 90er Jahre baut die irische Regierung das Straßennetz durch Investitionsprogramme im Umfang mehrerer Mrd. EUR aus. Anfang 2005 stellte die Republik auf das metrische System um, seither werden Geschwindigkeiten in km/h und nicht länger in mph gemessen. Entfernungen wurden davor schon hauptsächlich in km angegeben.
Kultur
Bibliothekswesen
1947 wurde mit dem Public Library Act der Bibliotheksrat An Chomhairle Leabharlanna ins Leben gerufen. Damit wurde das Bibliothekswesen revolutioniert. Dieser Tage erfüllt die Leabharlann Náisiúnta na hÉireann die Funktion einer Nationalbibliothek. An Chomhairle Leabharlanna, zunächst gegründet um die Anlieferung und Entwicklung von Bibliotheksdienstleistungen zu gewährleisten, bekam 2001 zusätzliche Aufgaben. Diese Aufgaben sind im Wesentlichen, die Hauptbibliotheken zu beraten und sie unterstützen, Empfehlungen und Gutachten für die Ministerien zu erstellen und die Zusammenwirken zwischen den öffentlichen Bibliotheken und den wissenschaftlichen Bibliotheken zu unterstützen und zu erleichtern. Außerdem ist An Chomhairle Leabharlanna in mehrere Aktivitäten und Programme, die die Bibliotheken fördern, integriert. (Zum Vergleich: in Deutschland gibt es weder ein Bibliotheksgesetz, noch - seit der Schließung des Deutschen Bibliotheksinstituts (DBI) im Jahre 2000 - eine zentrale Beratungs- und Entwicklungsagentur)
In Irland gibt es 32 Hauptbibliotheken. Davon werden 27 von den Landkreisen gebraucht und 4 von den Städten Cork, Dublin, Limerick und Waterford. Eine Bücherei liegt dabei zwischen zwei Counties und wird deshalb von beiden unterstützt. Die Strategien und Methoden der Bibliotheken variieren von Gemeinde zu Stadt, denn die Hauptbibliotheken handeln unabhängig voneinander.
Zu den 32 Hauptbibliotheken kommen zusätzliche 345 Zweigbibliotheken hinzu. Dazu zählen auch Bibliotheken von Krankenhäusern, Schulen, Gefängnissen und so genannte Kommunikationszentren. Auch die 29 Fahrbibliotheken sind hier mit einberechnet, welche entlegene oder bevölkerungsarme Landstriche mit Büchern und anderen Medien versorgen.
Zu den Angeboten der Bibliotheken gehören summa summarum Sachliteratur und Belletristik, Dienstleistung und Programme für Bälger und Jugendliche, Referenzmedien, Daten zur Weiterbildung und allgemeine, lokale Informationen. Außerdem wird in ganz Bücherei ein öffentlicher Zugang zum Internet angeboten. Alle Hauptbibliotheken bieten zusätzlich in der Bücherei Opacs an, welche den Nutzern zur Verfügung stehen. Das heißt, dass alle Bibliotheken ein elektronisches Verwaltungssystem besitzen. Einige Kataloge sind auch über das Internet abrufbar.
In den Öffentlichen Bibliotheken gibt es ca. 12,5 Mio. Medieneinheiten. Dazu gehören Bücher, Manuskripte, Bilder, Loseblattsammlungen, CDs, CD-Roms, DVDs, Kassetten, Videos und vieles mehr. Im Gegensatz zu Deutschland wird in irischen öffentlichen Bibliotheken pro Bewohner weniger ausgeliehen. In Deutschland sind es 4,1 Medieneinheiten pro Einwohner, in Irland 3,4. Die öffentlichen Bibliotheken werden dennoch von ca. 21% der Bevölkerung genutzt. 2002 gab es 809.158 Leseratte mit einem Bibliotheksausweis.
Mit den Sachkosten liegen die irischen Bibliotheken jedoch höher als deutsche Bibliotheken. In Irland werden 2,10 € pro Bevölkerung und in Deutschland 1,10 € pro Bürger ausgegeben.
Finanziert werden die Bibliotheken hauptsächlich über Steuern. Ca. 10 % werden über Mitgliedsbeiträge, Nutzergebühren und Bußgelder finanziert. Außerdem unterstützt das Department of the Environment and Local Government die Bibliotheken seit 1998 mit 34 Mio. €, die für den Bau und das Mieten von Gebäuden verwendet werden. Aber auch die Automation von Arbeitsabläufen und der Bestandsaufbau wird mit diesen Geldern gefördert.
Irische Renaissance
Hauptartikel: Irische Renaissance
Wahrzeichen
Bekannte Iren
Hauptartikel: Iren
Siehe auch
Anmerkungen
<references/>
Weblinks
- Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes
- Eintrag im CIA World Factbook
- Wirtschaftsprofil Irland (PDF) bei der Wirtschaftskammer Österreich
- Irisches Parlament
- Fremdenverkehrsamt Irland
- Umfangreiche Informationen zur irischen Geschichte
- Webseite über Irland aus der Sicht eines deutschen Auswanderers
- Universität Bielefeld: Die republikanische irische Nation (von Marian Richling)
- Webseite mit Fotos von Irland
- pharologie.de Irische Leuchttürme (Fotos und Unterlagen zu Leuchttürmen an der irischen Küste)
- Reiseinfos zu Irland
- Bus Eireann (Fahrpläne und Reiseplaner)
- Daten & Fakten zu Ireland
- Täglich Neues aus Irland (deutsch)
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Beitrittsverträge zum 1.1.2007 unterzeichnet mit:
Bulgarien |
Rumänien
Weitere anerkannte Beitrittskandidaten:
Kroatien |
Mazedonien |
Türkei
(TID 223096)
(TID 140838)
Australien | Belgien | Dänemark | Deutschland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Island | Italien | Japan | Kanada | Luxemburg | Mexiko | Neuseeland | Niederlande | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Schweden | Schweiz | Südkorea | Slowakei | Spanien | Tschechien | Türkei | Ungarn | Vereinigte Staaten | Vereinigtes Königreich
(TID 223096)
(TID 573546)
Koordinaten: 51°-55° N, 6°-11° W
(TID 488883)
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