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Judentum - Schlauweb
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Judentum

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Der Davidstern (hebräisch magen david = Schild Davids) gilt als das neuzeitliche Symbol des Judentums und des jüdischen Volkes

Unter Judentum versteht man die Vielfalt aus Kultur, Geschichte, Religion und Tradition des sich selbst als Volk Israel (he. am jisrael, bnei jisrael) bezeichnenden jüdischen Volkes. Mit dem Begriff können auch gezielt die jüdische Religion oder, als Gruppe, die sowohl .... als auch ein Volk und eine Glaubensgemeinschaft darstellenden Juden (he. jehudim) angesprochen werden.

Das Jüdische Religion zählt zu den Weltreligionen; Christentum und Islam haben etliche ihrer Überlieferungen aus ihm übernommen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des jüdischen Volkes

Bild:Judäa.JPG
Judäa

Nach der Tora, (den fünf Bücher Mose), beginnt die Geschichte des jüdischen Volkes mit dem Bund, den Gott mit Abraham schließt (1. Mose 12). Die jüdische Brauch sieht Abraham als den Begründer des monotheistischen Glaubens an einen einzigen, unsichtbaren Gott. Diesen Bund setzt Gott mit Abrahams Familienangehöriger Isaak und dessen Angehöriger Jakob fort, der seit dem Ringkampf am östlichen Ufer des Flusses Jabbok (1. Mose 32) Jisrael genannt wurde. Jakob hatte zwölf Söhne, die zu den Stammvätern der Zwölf Stämme Israels (Israeliten) wurden: Ruben, Simeon, (Levi), Juda, Issaschar, Sebulon, Benjamin, Dan, Naphtali, Gad, Ascher und Joseph (mit seinen Söhnen Ephraim und Manasse). Diese ziehen von Kanaan, dem heutigen Palästina vielmehr Israel nach Ägypten, wo ihre Nachfahren (die Hebräer) vom Pharao versklavt werden. Aus dieser Knechtschaft werden die von Mosche (Moses) angeführten Hebräer durch Gott befreit, der ihnen am Berg Sinai die (schriftliche und mündliche) Tora offenbart. Trotz das jüdische Volk an dieser Aufgabe häufig scheitert, was die späteren Propheten aber und abermal beklagen, bleibt der Bund mit Gott ungebrochen.

Die Bezeichnung „Juden“ bedeutete ursprünglich „Judäer“ und geht auf das Königreich Juda zurück, das seinen Namen wiederum von den darin lebenden Angehörigen des Stammes Juda hatte. Der Name „Judentum“ bezieht sich ursprünglich nur auf diesen einen von den Stämmen Gesamtisraels.

Nach der so genannten babylonischen Gefangenschaft wurden alle Bewohner der Region von den umliegenden Völkern als „Judäer“ bezeichnet und damit der Name „Juden“ auf alle Israeliten ausgedehnt. In der Diaspora wurde der Name „Juden“ dann zu ihrer Selbstbezeichnung.

Schon in hellenistischer Zeit fanden Auswanderungsbewegungen aus Palästina statt: Das so genannte Hellenistische Judentum entstand. Spätestens seit der Zerstörung des jüdischen Staates im 1. Jahrhundert nach Christus und der Zerstörung Jerusalems unter Hadrian (der Jerusalem in Aelia Capitolina umbenannte) zerstreuten sich die Juden als regional greifbares und geschlossenes Volk endgültig, wobei jedoch die große Majorität innerhalb des Römischen Reiches siedelte. In der Spätantike und dem frühen Mittelalter verschob sich der Kern nach Babylonien, älter Teil des Reiches der Sassaniden.

Die übrigen Anhänger des Judentums verteilten sich im Hochmittelalter auch in sonstige Teile Europas, im Spätmittelalter, im Zuge der Pestpogrome und der Ausweisung z. B. aus Frankreich, besonders nach Osteuropa, ebenso in die islamische Welt und im Anschluss (Vertreibung aus Spanien 1492) nochmal ins heutige Palästina sowie auch in die Neue Welt. Juden wurden oft verfolgt und ghettoisiert, konnten sich unvollendet aber auch unter Einbehaltung von Glaube und Tradition als integraler Teil der lokalen Gesellschaften etablieren.

Siehe auch: Geschichte des jüdischen Volkes

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Jüdische Religion

Die jüdische Religion basiert auf den religiösen Überlieferungen des jüdischen Volkes. Diese Überlieferungen teilen sich auf in eine schriftliche Lehre, die in der Tora niedergelegt ist (schriftliche Tora) und eine mündliche Lehre (auch: mündliche Tora) die in Mischna und Talmud diskutiert wird. Auf beiden beruht die Halacha, das jüdische Gesetz. Die Halachah beruht aber auch auf rabbinischen Gesetzgebungen und Verfügungen die im Laufe der Zeit gefällt wurden. Eines der bekanntesten halachischen Werke ist der Schulchan Aruch.

Siehe auch: Jüdische Religion, Jüdischer Glaube

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Aktueller Kontext

Der Begriff Jude bezeichnet nach dem jüdischen Recht des rabbinischen Judentums seit der modernen Zeitrechnung einen Leute mit einer jüdischen Mutter und jene, die rechtmäßig zum jüdischen Glauben übergetreten sind (siehe Gijur).

Das Judaismus ist seit Jahrtausenden häufig religiösen, ideologischen und politischen Anfeindungen und dabei Pogromen und Verfolgungen ausgesetzt. Einzig in der Geschichte ist dagegen der Versuch der planmäßigen und quasi-industriellen Völkermord des jüdischen Volkes durch das nationalsozialistische Deutschland.

Jahr 1934 wurden 17 Mio. jüdische Volk auf der Welt gezählt. Sechs Mio. davon, gut ein Drittel, fielen dem Holocaust zum Opfer. Dies beschleunigte nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs die Umsetzung der zionistischen Bestrebungen und führte 1948 zur internationalen Anerkennung des Staates Israel als jüdische Heimstätte.

Der heutige Staat Israel, eine Demokratie nach westlichem Vorbild, begründet seine territoriale Außen- und Innenpolitik staatlich-souverän, seine Innenpolitik ist jedoch in sich verständigen auf Feldern auch stark religiös geprägt. So ist eine bürgerliche Trauung in Israel nach wie vor nicht möglich, da das Familienrecht den jeweiligen Religionsgruppen unterstellt ist. Dies kann z. B. bei Scheidung zu Problemen für Frauen führen, wenn sich der Gatte weigert, der Frau den Scheidungsbrief (Get) zu überreichen. Solche Scheidungsverweigerer können zwar vom Rabbinatsgericht in Erzwingungshaft gesteckt werden, doch ohne einen Get bleibt nach traditionellem jüdischen Recht die von ihrem Mann getrennte Frau „gebunden“ und kann nicht erneut heiraten.

Bild:190448 siddur.jpg

Dank der besonderen Geschichte und Tradition des Judentums ist das Verständnis einer jüdischen Identität ausgeprägt, die sich auf ein gemeinsames Schicksal bezieht und nicht unbedingt religiös begründet wird. Zig Juden betrachten sich gleichzeitig z. B. als Briten oder US-Amerikaner, bis 1933 auch als patriotische Deutsche, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben für ihre europäische Vaterland riskierten oder opferten.

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Jüdische Gemeinden in der Welt

Dieser Tage gibt es etwa 14 Mio. Juden in der Welt, von denen die meisten in den Vereinigten Vereinigte Staaten und in Israel leben. Durch verschiedene Emigrations- und Immigrationswellen hat sich die Verteilung der Juden in der Welt in den letzten Jahren sehr verändert. Vor 15 Jahren lebte noch ein Großteil der Juden in der ehemaligen Sowjetunion. Nach ihrer Auflösung wanderten verschiedene Leute nach Israel, in die Vereinigten Amerika und nach Deutschland aus (siehe auch: Alija (Zionismus)).

Dieser Tage leben die meisten Juden in:

Neue Welt 6.000.000
Israel 5.000.000
Russische Förderation vermutlich 750.000
Französische Republik 600.000
Ukraine 500.000
Kanada 350.000
Vereinigtes Königreich 250.000
Argentinien 250.000
Deutschland 220.000
Brasilien 120.000
Australien 110.000
Ungarn 100.000
Südafrika 95.000
Italien 29.000
Türkei 23.000
Iran 20.000

In der Deutschland wurden Ende 1989 27.771 jüdische Gemeindemitglieder gezählt. Bis Ende 2003 stieg diese Zahl - zunächst durch Einwanderung aus den Ländern der ehemaligen Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken - auf 102.472 an.

Ein besonderes Schicksal hat das Judentum in China erfahren, wo es in ungewöhnlich hohem Maße zu einer ethnischen Streuung der zugewanderten Juden mit der Urbevölkerung sowie zu einer Eingliederung an die chinesische Kultur kam.

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Die religiösen Strömungen des Judentums der Gegenwart

In der Gegenwart können verschiedene kategorisierende Gruppierungen der Strömungen des religiösen Judentums vorgenommen werden. Dabei betreffen die Unterschiede nicht primär, aber auch die Gottesvorstellungen und den Glauben. Es werden orthodoxe und nicht-orthodoxe jüdische Strömungen unterschieden. Dabei ist wichtig, dass für das Wiewort nicht-orthodox synonym auch progressiv, reformiert o. liberal (wobei hier liberal nicht vom politischen Liberalismus logisch ist) in einem weiteren Sinne genommen wird. Konservativ ist konträr dazu mit dem Begriff konservatives Judentum belegt, einer seit dem 19. Jahrhundert sich entwickelnden Strömung des Judentums, die eine Stellung zwischen Rechtgläubigkeit und dem liberalen Judentum einnimmt.

Einer der grundlegenden Unterschiede zwischen orthodoxem Jüdische Religion und den nicht-orthodoxen Strömungen ist das Verständnis der Offenbarung am Höhe Sinai, wobei die Rechtgläubigkeit davon ausgeht, Mosche empfing die gesamte Tora wörtlich. Das nicht-orthodoxe Judaismus versteht diese Offenbarung nicht als absolut, anstelle als einen progressiven (= fortschreitenden) Prozess des Dialoges Gottes mit seinem Volk, in der Zeit und in den Kulturen. Im Kontext dieser historisch-kritischen Perspektive der Offenbarung entstanden alle nicht-orthodoxen Strömungen des Judentums. Da sie alle die Entwicklung betonen, gehören diese alle zum progressiven Judentum im weitesten Sinne. Im engeren Sinne bestimmt der Begriff progressives Judentum jedoch alle Gruppen des Reform-Judentums, die sich im Verband Weltunion für progressives Judentum zusammengeschlossen haben.

Zwei Drittel des religiös geprägten Judentums sind nicht zur Rechtgläubigkeit gehörend, ein Drittel zählt sich zum orthodoxen Judaismus mit seinen verschiedenen Unterströmungen.

Alle religiösen jüdischen Strömungen der Gegenwart haben ihren Ausgang in den Impulsen der Geistesgeschichte erst einmal Deutschlands und Europas ab Ende des 18. Jahrhunderts. - Der Fokus der Entwicklung des Judentums liegt seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in den USA. - Aus Deutschland sind die Beiträge zur Entwicklung jüdischen Denkens und Kultur nach der Shoa unbedeutend. Langsam entwickelt sich dieses aber kumulativ unter der Immigration jüdischer Volk aus der ehemaligen UdSSR, aus der Diaspora Osteuropas und Asiens.

Hauptströmungen des Judentums der Gegenwart:

Andere, kleinere religiöse Strömungen des Judentums der Gegenwart:

Zusätzliche laizistische Strömungen des Judentums der Gegenwart:

Unter Einfluß einiger Freikirchen entstand in den USA die Gruppe der so genannten messianischen Juden (Eigenbezeichnung) oder modernen Judenchristen, die sich zum Christentum bekennt. Meist sind dies konvertierte Juden evangelikaler Prägung, die an ihrer jüdischen Identität festhalten sowie ein paar jüdische Traditionen pflegen und hauptsächlich in den USA zu finden sind. "Messianische" Juden sind nach dem Verständnis aller anderen Strömungen des Judentums (orthodox, konservativ, liberal, reformiert) im religiösen Sinn keine Juden, da ihre Position der Überlieferung christlich ist. Hier unterscheiden sich Selbstbewusstsein und Außenwahrnehmung.

Siehe auch: Strömungen des Judentums, Säkularismus

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Aufteilung in ethnische Gruppen

In der Geschichte wurden Juden in vier größere Gruppen eingeteilt:

  • Aschkenasim, deren Altvorderen in Deutschland oder aberFrankreich lebten, im Vorhinein sie nach Osteuropa und zum Teil später in die USA auswanderten.
  • Sephardim, deren Altvorderen auf der iberischen Halbinsel (Spanien, Portugal) lebten. Die sephardischen Juden flohen 1492 vor der spanischen Inquisition, und siedelten sich überwiegend im Mittelmeerraum, teils aber auch in Mittel- und Westeuropa an (z. B. in Hamburg und Altona). Ihre gemeinsame Sprache ist das Ladino, das unterschiedliche regionale Ausprägungen hat.
  • Orientalische Juden (Misrachim), die im Nahen Osten und in Nordafrika lebten, aber auch nach Mittel- und Südasien wanderten (orientalische Juden werden oft auch als sephardisch bezeichnet, da ihre Traditionen weitgehend übereinstimmen).
  • jemenitische Juden (Teimanim), die lange von den übrigen Juden isoliert waren und dadurch eigene Riten entwickelten, aber auch alte Traditionen länger bewahrten (Hebräische Sprache, Kabbalah).

Kleinere Gruppen sind

Anfechtbar ist die Stellung

  • einer afghanischen Gruppe, die auf den antiken Stamm Ephraim zurückgehen soll,
  • der Lemba in Simbabwe

Die Samaritaner sind eine frühzeitige Trennung von den Juden im engeren Sinne, die dennoch gewollt oder aus Versehen lange deren Schicksal teilten: Aufstände der Juden zogen oft auch die Samaritaner in das Geschehen ein, da die Römer Probleme hatten, diese zu unterscheiden. Wie es in Rom jüdische Synagogen gab, so gab es auch samaritanische. In diesen Tagen gibt es nur noch sehr einige Samaritaner.

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Religiöse Führung

Jüdische Gemeinden werden kirchlich und juristisch von einem Rabbiner geleitet. Sephardische Juden sowie die Karäer bezeichnen ihren geistlichen Leiter auch als Chacham (Weiser). Im Jemen bei den Teimanin ist der Begriff Mori (mein Lehrer) gebräuchlich. Die Gottesdienste werden im Großen und Ganzen von einem Kantor, Chazzan, oder allgemeiner gesagt von einem Geistlicher geleitet; zu ihrer Durchführung wird ein Quorum bzw. (hebräisch) Minjan, d. h. die Treffen zehn religiös volljährige jüdische Personen (in der Rechtgläubigkeit nur Männer), benötigt. Die allgemeine, weltliche Leitung einer jüdischen Gemeinde wohingegen liegt bei einem von den Gemeindemitgliedern zu wählenden Gemeindevorstand.

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Historische jüdische Sekten

Fast alle Juden der Neuzeit folgen dem in Mischna und Talmud enthaltenen mündlich überlieferten Gesetz; sie werden als Rabbinisches Judentum bezeichnet. Innerhalb des rabbinischen Judentums gibt es verschiedene Richtungen, wie etwa das Orthodoxe oder das Reformjudentum.

  • Die kleine Gruppe der Karäer stellt eine Trennung von der Majorität der Juden dar. Sie lehnt die in Mischna und Talmud enthaltenen Unterrichten ab.
  • Die Samariter haben als heilige Schriften eine Version der Torah, die Memar Markah sowie eine eigene Liturgie, Gesetze und Auslegungsschriften. Ein Großteil des Tanach (jüdische Bibel) gilt ihnen nicht als inspiriert. Im Gegensatz zum Judaismus hat der Psalter der Samariter 155 Psalmen; Judaismus und Christenheit überblicken nur 150. Die Autorität von Mischna und Talmud lehnen sie ebenso ab. Es gibt nur noch einige Anhänger der samaritischen Religion.

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Jüdische Kultur

Die jüdische Kultur steht in starker Wechselwirkung zu den Kulturen, in denen die jeweilige jüdische Gemeinschaft ihr kulturelles Leben entfaltet, so dass sie kaum isoliert betrachtet werden kann. Dabei spielt die Gottesglauben eine unterschiedlich große Rolle.

Durch die Aufsplittung des Europäischen Judentums in die Aschkenasim und Sephardim haben sich hier zwei auch durch die Sprache unterschiedene Kulturräume entwickelt.

Siehe auch: Jüdisches Brauchtum, Jüdische Feste, Jüdischer Kalender, Jüdische Küche, Jüdisches Leben

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Jüdischer Humanismus

Die Weiterverarbeitung von Pogromerfahrungen geben den jüdischen Einflüssen in der Kultur des Öfteren eine stark humanistische und egalitäre Prägung (bzw. wird hier der jüdische Einfluss am ehesten offensichtlich).

Jede Menge Künstler zugeben sich zum Jüdische Religion als Nation und begreifen sich gleichzeitig als Atheisten. Als ein Beispiel kann hier die Französin Leslie Kaplan angeführt werden, in deren Romanen und Erzählungen die Figuren ständig die Möglichkeit zur Entscheidung zwischen Gut und Böse haben. Das gilt in Fever (Roman) selbst für die Deportateure der Nazizeit. Der Mensch kann sich immer die Konsequenzen seines Tuns vorstellen, das bildet den Kern seines Menschseins.

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Sprache

Hebräisch ist die Sprache der ältesten jüdischen Schriften und war Umgangssprache der Juden in der antiken Periode ihrer Unabhängigkeit. Es wurde als Umgangssprache nach Jahrhunderten vom Aramäischen verdrängt, blieb aber bis in unsere Tage rein Gottesdienstsprache, teilweise auch Gelehrtensprache. Das Aramäische ist eine zum Hebräischen sehr ähnliche Sprache, die auch das schriftliche Hebräisch späterer jüdischer Schriftwerke geprägt hat. Einige Passagen in den Schriften des Tanach wurden schon auf aramäisch verfasst, so wechselt z. B. das Buch Daniel vom Hebräischen ins Aramäische. Charakter und seine jüdischen Landsleute sprachen aramäisch. In der Diaspora nahmen die Juden die Sprachen der Länder an, in denen sie lebten (siehe Jüdische Sprachen). Einige Sonderfälle sind Sprachen, die jüdische Gemeinschaften aus verschiedenen Gegenden der Welt übernommen haben und ob der historischen Umstände zu selbständigen Sprachen (wenn man will, zu Dialekten) weiterentwickelt haben. Siehe dazu: Jiddisch (die Sprache der Aschkenasim), Ladino (oder Sephardisch, die Sprache der Sephardim), Judeo-Berberisch (die Sprache jüdischer Berber in Marokko), Tat (auch: Judeo-Tat, die Sprache der Bergjuden des Kaukasus (Dagestan, Aserbaidschan)). Im Routine sprechen Juden die Sprache des Landes, in dem sie leben.

Das Iwrith, welches in diesen Tagen in Israel gesprochen wird, stellt eine gelungene Erweckung des antiken Hebräisch dar, das um einen modernen Sprachschatz erweitert wurde und auch in der Satzstruktur einige Anpassungen erfuhr. Es entwickelt sich in diesen Tagen im lebendigen Nutzung weiter wie weitere Sprachen auch.

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Siehe auch

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Literatur

Bücher

Zeitschriften

  • www.israelnachrichten.de Israel-Nachrichten - Die deutschsprachige Tagesblatt aus Tel Aviv
  • Das Internetarchiv compactmemory stellt gut 80 jüdische Periodika des 18., 19. und 20. Jahrhunderts zur Verfügung.
  • Jüdische Allgemeine, seit 1946. Die Magazin steht in der Überlieferung der 1837 gegründeten Allgemeinen Zeitung des Judenthums.
  • Der Aufbau. (Neue, europäische Ausgabe seit 1999) [1] Hg. Jüdische Medien AG, Zürich. Alle älteren Auflage sind über die Suchmaschine als Text lesbar.

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Internetzensur: Türkei und Russland auf der Liste: Reporter ohne Grenzen (ROG) hat anlässlich des Tages gegen Internetzensur den Bericht "Feinde des Internets" veröffentlicht. Erstmals wurden Russland und die Türkei wegen Verletzung der Meinungsfreiheit unter Beobachtung gestellt. Deutschland ist nicht auf der Liste. (Vorratsdatenspeicherung, Internetsperren)... Weiterlesen!

Weblinks

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Commons: Judentum – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

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Wikiquote: Judentum – Zitate

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Wiktionary: Judentum – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

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aus jüdischer Sicht

aus nichtjüdischer Sicht

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zh-min-nan:Iu-thài-kàu

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