Julius Meinl
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Julius Meinl AG, zusätzliche Bedeutungen von Meinl unter Meinl (Begriffsklärung) |
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Die österreichische Betrieb Julius Meinl AG entstand aus dem im Jahre 1862 von Julius Meinl I. in Wien (1. Bezirk - Am Fleischmarkt) gegründeten Geschäft, in dem zuerst nur grüne Kaffeebohnen, später auch frisch gerösteter Kaffee angeboten wurde. Ihr Markenzeichen ist der von Joseph Binder entworfene Meinl Mohr, ein dunkelhäutiger Kinderkopf mit hohem rotem Fes auf gelbem Grund.
Das Geschäft mit frisch geröstetem Trank blühte, sodass Julius Meinl II. 1939 europaweit gut 1.000 Filialen hatte, in denen auch übrige Essen von überdurchschnittlicher Qualität verkauft wurden. Durch den zweiten Weltkrieg blieben davon praktisch nur die österreichischen Geschäfte und Röstereien übrig.
2000 stieg Meinl wegen der finanziellen Schlimmer Zustand aus dem Detailhandel mit Lebensmitteln in Österreich aus und verkaufte, mit Ausnahmefall des Spezialitätengeschäftes am Graben, alle Filialen. Diese wurden an erster Stelle vom REWE- und vom SPAR-Konzern übernommen. Die Betrieb aufmerksam sich dieser Tage wiederholt auf das ursprüngliche Kaffeegeschäft und betreibt in Ottakring eine Rösterei. Die bekannte Wiener Geschäftsstelle am Graben wurde jedoch 2000 renoviert und vergrößert und wird als Delikatessengeschäft Meinl am Graben weitergeführt. In Osteuropa wurde das bestehende Filialennetz nach und nach verkauft: 1999 Ungarn (an AD Delhaize/Belgien) und 2005 Tschechien (an Ahold). Einzig in Polen werden noch einige Filialen betrieben. Es gibt Überlegungen, auch am Roten Platz in Moskau ein ähnliches Delikatessengeschäft wie am Graben in Wien zu eröffnen.
Das im Geschäft betriebene Wirtschaft wurde 2004 vom Gault-Millau mit drei Hauben ausgezeichnet.
Ein weiterer Geschäftszweig, der besonders stark unter der Herrschaft von Julius Meinl III. wuchs, ist die Meinl Bank.
Zum Julius Meinl-Imperium gehörte bis 1999 auch die Hypermarktkette Pam Pam. Sie wurde von Jenö Eisenberger, dem Begründer der LÖWA-Kette, ins Leben gerufen und dann an Meinl verkauft. Der erste PAM PAM-Markt war jener am Kreilplatz im 19. Bezirk. Die nächsten Märkten entstanden in der Siebenbrunnengasse und in der Sandleitengasse. Bis 1998 zählte Pam Pam 41 Standorte, worüber rund 20 in Wien waren. Der Rest verteilte sich über die Bundesländer. Im Frühjahr 1999 wurden zunächst die mittel- und westösterreichischen Standorte an REWE verkauft; im Mai gingen die Märkte in Wien, Niederösterreich und Burgenland an die SPAR.
Weblinks
- Webseite von Meinl am Graben
- Eintrag über „Julius Meinl“ im Österreich-Lexikon von AEIOU
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