Krokodile
Aus Schlauweb
| Krokodile | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bild:China-Alligator.jpg China-Alligator (Alligator sinensis) | ||||||
| Systematik (TID 100226) | ||||||
| ||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||
| Crocodilia | ||||||
| Owen, 1842 | ||||||
| Familie (TID 99968) n | ||||||
|
Die Ordnung der Krokodile (Crocodilia) umfasst zusammen mit den Vögeln die letzten Überlebenden der Archosaurier, zu denen außer diesen noch die ausgestorbenen Pterosaurier und Dinosaurier gehörten. Von den in diesen Tagen noch existierenden Tiergruppen stellen die Krokodile also die Schwestergruppe der Vögel dar. Diese Verwandtschaft lässt sich ob einer ganzen Reihe von Merkmalen, in erster Linie der Ausbildung des Herz-Kreislauf-Systems begründen. Zwecks eines Knochenpanzers unter der Haut werden sie auch als Panzerechsen bezeichnet.
Alle in diesen Tagen lebenden Krokodile leben in Flüssen und Seen der Tropen und Subtropen, nur das Salzwasserkrokodil kann auch im Meer leben und kommt häufig an den Küsten verschiedener Inseln vor. Als Anpassung an ihren Lebensraum können die Tiere sehr gut baden und verbergen sich im Wasser, indem sie vollständig bis auf Augen und Nasenlöcher untertauchen.
Inhaltsverzeichnis |
Merkmale
Der Körperbau der heutigen Krokodile sowie ihre Physiologie sind mörderisch durch die Lebensweise im Wasser geprägt. Zu diesen Merkmalen gehören der flache Körperbau mit der meist breiten und flachen Schnauze sowie der zu einem Ruder ausgebildete und seitlich abgeflachte Schwanz. Krokodile erreichen abhängig von der Art Körperlängen von 1,20 M bis über sieben Meter, fossile Arten erreichten selbst Körperlängen bis zwölf Meter. Krokodile heranwachsen ein Leben lang.
Schädelmerkmale
Der Schädel der Krokodile ist lang gestreckt. Die Augen sind im Laufe der Entwicklung am Schädel weit herauf gewandert. Die weit vorn auf der Schnauze liegenden Nasenöffnungen sind durch ein langes Kanalsystem (Choane mit sekundärem Munddach) mit dem Rachen verbunden, so dass die Tiere auch mit gefülltem Maul und unter Wasser reibungslos atmen können. Die knöchernen Nasenöffnungen sind dabei zu einer einzigen ovalen Öffnung verschmolzen. Je nach Ernährungsweise unterscheiden sich die Schnauzen in der Länge und Breite. So haben die meisten Arten eine relativ breite Schnauze, die ihnen eine eher unspezifische Ernährung gestattet. Arten wie der Gangesgavial (Gavialis gangeticus) und der Sundagavial (Tomistoma schlegelii), die auf Fischerei spezialisiert sind, haben dagegen eine sehr schmale, lang gezogene Schnauze.
Wie bei den anderen Vertretern der Archosaurier besitzt der Schädel bilateral zwei Schläfenfenster (Diapsider Schädel), eines durch die Abflachung des hinteren Schädelbereiches auf der Oberseite, das zusätzliche seitlich nach dem Auge. Generell stellt der Schädel eine kompakte Struktur dar, mit Ausnahmefall des Unterkiefers können keine Teile des Schädels bewegt werden (akinetischer Schädel). Auf der Oberseite der Schnauze und auf dem Hinterhaupt ist der Schädelknochen direkt mit der darüber liegenden Haut verwachsen, zwischen Haut und Organ bildet sich eine Kalkschicht, die "Crusta calcarea".
Die kegelförmigen, einspitzigen Zähne sind thecodont, sitzen also in Vertiefungen des Ober- und Unterkiefers. Je nach Art können die Zähne fit und Länge sowie in der Anzahl variieren. Innerhalb einer Art gibt es nur einen Unterschied in der Größe, wobei die größeren Zähne häufig als "Reiß-" oder "Fangzähne" bezeichnet werden. Bei den Alligatoren (Alligatoridae) liegen alle Unterkieferzähne bei geschlossenem Maul innerhalb der Oberkieferzahnreihe, bei den Echten Krokodilen (Crocodylidae) ist der vierte Unterkieferzahn auch von außen sichtbar und greift in eine Lücke oder ein Loch des Oberkiefers. Beim Gangesgavial und dem Sundagavial stillstehen die sehr langen und dünnen Zähne reusenartig im Kiefer und die vorderen Zähne stillstehen schräg nach außen vor, sind also auch bei geschlossenem Maul sichtbar. Krokodile haben einen regelmäßigen Zahnwechsel, wobei sich die Ersatzzähne in den Zahnhöhlen der "aktiven" Zähne entwickeln. Jedweder Zahn wird etwa alle zwei Jahre ersetzt, die vorderen Zähne jedoch häufiger als die hinteren.
Knochenpanzer
Den Namen Panzerechsen schulden die Krokodile ihrem harten Schuppenpanzer, der besonders auf dem Rücken durch Knochenplatten verstärkt wird. Dabei besteht die oberste Hautschicht der Tiere, die Hornhaut (Stratum corneum) aus einer wechselnden Anzahl von Anhäufen aus Kollagenfasern. Bei embryonalen Tieren handelt es sich dabei um zwei bis drei dieser Schichten, im Laufe des Alters lagern sich andere Anhäufen darunter, so dass bei einem ausgewachsenen Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis) so weit wie 24 Anhäufen übereinander liegen können. Häutungen gibt es bei den Krokodilen nicht, die oberste Schicht wird durch einfachen Abrieb erneuert.
Die hornigen Rückenschuppen bestehen aus gekielten Hornplatten, die als Rückenschilde bezeichnet werden. Unter dieser Schilde liegen verknöcherte Platten (Osteodermen). Dabei handelt es sich artabhängig um vier bis 10 nebeneinander liegende Platten, die in mehreren Längsreihen angeordnet sind, jede Längsreihe entspricht einem Wirbel der Wirbelsäule. Auch die Schilde im Nacken der Tiere, die Nuchalplatten, sind mit Osteodermen unterlegt und bilden arttypische Muster. Die Bauchschilde der meisten Arten sind flach und rechteckig und bei fast allen Arten geben hier keine knöchernen Platten. Am Schwanz bilden die Bauchschilde und die Rückenschilde Ringe, die im vorderen Bereich zweiseitig einen Schuppenkamm tragen, der zur Schwanzspitze hin in einen einzelnen Schuppenkamm übergeht. Auch alle anderen Körperteile tragen Hornschilde, bei verständigen auf Arten können sich dabei auch an den Extremitäten, am Hals und selbst an den Augenlidern Knochenverstärkungen bilden. Besonders die mörderisch verknöcherten Arten sind meist eher klein und verhältnismäßig unbeweglich, dazu gehören etwa die Glattstirnkaimane (Gattung Paleosuchus), das Stumpfkrokodil (Ostaeolaemus tetraspis) und der Mohrenkaiman (Melanosuchus niger). Größere Arten wie das Leistenkrokodil (Crocodylus porosus) schützen sich zuvor durch ihre Größe und haben entsprechend weniger stark ausgebildete Knochenpanzer.
Achsenskelett und Extremitäten
Die Wirbelsäule aller Krokodile besteht aus neun Hals- und 17 Rumpfwirbeln, an die sich der Schwanz mit 35 bis 37 einzelnen Strudeln anschließt. Die Rumpfwirbel können wiederum in acht Brust-, sieben Lenden- und zwei Sakralwirbel unterteilt werden. Bei allen Strudeln handelt es sich um so genannte "procoele Wirbel", also Wirbelkörper, die am Vorderende eine Aushöhlung haben, in die der nächstvordere Wasserstrudel greift. Eine Ausnahmefall bilden dabei der Atlas, der Epistropheus sowie der zentrale Sakralwirbel und der erste Schwanzwirbel. Krokodile bieten Rippen vorwärts der gesamten Rumpfwirbelsäule so weit wie den ersten Schwanzwirbeln, außerdem findet man bei ihnen Bauchrippen (Gastralia) ohne Herangehensweise an der Wirbelsäule. Das Brustbein (Sternum) ist knorpelig ausgebildet
Der Schultergürtel ist einfach aufgebaut und entspricht abstrahierend dargestellt dem Grundbauplan der Tetrapoden. Die Schlüsselbeine (Claviculae) fehlen, womit eine größere Bewegungsfreiheit feststehend ist. Interessant ist das Becken, das ähnlich wie das der Säugetiere aufgebaut ist und auf Grund der Justierung von Scham- und Sitzbein Hinweise auf eine ursprünglich zweibeinige Fortbewegungsweise gibt. Die Vordergliedmaße endet in einer fünffingrigen Hand, von der nur die medialen drei Finger Krallen tragen. Zwischen den vier Zehen der Hintergliedmaße sind Schwimmhäute ausgebildet. Der äußersten, lateralen Zehe fehlt gleichermaßen die Kralle.
Atmung und Kreislauf
Verschiedene Organsysteme, namentlich das Atmungs- und das Kreislaufsystem, sind in besonderer Weise an die amphibische Lebensweise angepasst. Dies beginnt mit der schon beschriebenen Choane und den weit vorn auf der Schnauze liegenden Nasenlöchern, wobei die Krokodile auf der einen Seite fast vollständig untergetaucht nur die Schnauzenspitze aus dem Wasser zu halten brauchen, zum anderen auch beim Fressen noch atmen können. Die Lungen sind sehr voluminös, in zahlreiche taschenartige Einzelkammern aufgeteilt und werden durch Muskelbewegung des Brustraums und durch ein dem Zwerchfell ähnliches Septum ventiliert.
Wie die Säugetiere haben Krokodile ein vierkammeriges Herz mit zwei Haupt- und zwei Vorkammern, welches sich bei ihnen jedoch konvergent entwickelt hat. Eine Herzscheidewand (Ventrikelseptum) trennt die beiden Kammern fast vollständig, nur im obersten Bereich bleibt ein kleines Bildschirmfenster geöffnet. Dies wird als Foramen Panizzae bezeichnet und liegt direkt unter der Aortenwurzel, also dem Ursprung der Körperschlagadern. Dabei entspringt die linke Hauptschlagader an der rechten Ventrikel und die rechte an der linken. Durch das Bildschirmfenster gemischt sich das sauerstoffreiche Blut der rechten Stube mit dem Sauerstoffarmen der linken Raum im Bereich der rechten Aorta, so dass Mischblut in den Körperkreislauf geführt wird und dabei erstens in die peripheren Bereiche des Körpers gelangt. Zugleich fördert die linke Aorta sauerstoffreiches Blut in den Körper und zuerst in den Kopf des Tieres. Beim Tauchvorgang schließt sich das Foramen Panizzae vollständig, so dass die rechte Hauptschlagader nur noch mit sauerstoffarmem Blut versorgt wird, der Kopf jedoch weiterhin sauerstoffreiches Blut bekommt.
Lebensweise
Lebensräume
Alle dieser Tage lebenden Krokodile sind in ihrem Körperbau und in ihrer Lebensweise an eine amphibische Lebensweise angepasst, wobei sie den Großteil der Zeit im Wasser verbringen. Bis auf eine Ausnahme, das Leistenkrokodil, leben sie alle überwiegend im Süßwasser, können jedoch auch im Brackwasser oder im küstennahen Salzwasser angetroffen werden. Dabei gibt es als auch Arten, die offene Gewässer wie Seen und größere Flüsse bevorzugen, wie auch Arten, die in Bachläufen und im Dickicht leben. Ihr Verbreitungsgebiet ist auf die tropischen Bereiche eingegrenzt, nur die beiden Alligatorarten leben in ihrem nördlichen Verbreitungsgebiet in Bereichen mit leichten Wintern. Nahe diesen Eigenschaften ist das Vorkommen auch abhängig von dem Nahrungsangebot, dem Angebot an Brutplätzen, der Konkurrenzsituation sowie der Bejagung durch die ansässige Bevölkerung.
Jagdverhalten
Alle Krokodile sind Fleischfresser. Dabei jagen die meisten Arten sehr unspezifisch jede Art von Beute, die sie mit ihrer Größe überwältigen können. Nur einige Arten sind spezialisierter. Dies sind namentlich die sehr schmalschnäuzigen Arten mit reusenartigen Zähnen (Gangesgavial, Sundagavial, Australienkrokodil), die zuallererst Fische erbeuten. Jungtiere und kleinere Arten jagen überwiegend Insekten, Frösche und Kleinsäuger, die ausgewachsenen Vertreter der großen Arten überfallen dagegen alles, was sie erreichen können. Auch Kannibalismus, zuallererst an Jungtieren, ist keine Seltenheit. Trotz ihres trägen Aussehens Stellung nehmen Krokodile extrem schnell und sind auch an Land sehr geschickt.
Krokodile sind effektive Jäger, die die meiste Zeit der häufig nächtlichen Jagd weitgehend untergetaucht im Wasser liegen. Sie sind in der Lage, sich geräuschlos dem Ufer zu nähern und aus dem Wasser zu schnellen. Dabei nutzen sie ihren extrem kräftigen Schwanz zum Vortrieb. Beim Festhalten der Opfer bohren sich die konischen Zähne in das Opfer, beim Zubeißen entwickelt sich durch die extrem kräftige Kiefermuskulatur eine enorme Beißkraft, die ein Entkommen in der Regel unmöglich macht. Haben sie ein Opfer erbeutet, ziehen sie es unter Wasser, um es zu ertränken. Ein erwachsenes Nilkrokodil nimmt nach Hochrechnungen aus umfangreichen Magenanalysen wahrscheinlich nur 50 volle Mahlzeiten im Jahr zu sich, erbeutet also pro Woche nur etwa ein Beutetier. Mississippialligatoren jagen dagegen häufiger, erbeuten jedoch meist nur kleinere Beutetiere.
Um Fleischstücke abzureißen, packen sie das Opfer mit den Zähnen und drehen sich selbst mehrfach um die eigene Achse. Dabei zerreißen sie ihre Opfer an den Stellen, an denen sie mit ihren Zähnen eine Perforation vermachen haben. Um das Zerstückeln der Opfer zu erleichtern, tarnen sie den Aas oft ein paar Tage, damit er weicher wird. Krokodile sind nicht in der Lage, Nahrung zu kauen, deshalb verschlucken sie abgerissene Fleischstücke vollständig. Sie bieten häufig Gastrolithen, deren Funktion allerdings noch nicht restlos geklärt ist. Nach den beiden bekanntesten Theorien dienen diese Steine im Bauch entweder zur Zerkleinerung der Nahrung oder als Ballast zur Verringerung des Auftriebes im Wasser.
Paarungsverhalten und Sozialverhalten
Krokodile legen ihre Eier in Nester. Es bewilligen sich zwei grundsätzliche Typen unterscheiden:
- Hügelnester werden aus Pflanzenmaterial aufgeschichtet, die notwendige Brutwärme entsteht durch Gärungsprozesse des Pflanzenmaterials.
- Grubennester stellen selbst gegrabene Gruben im Boden dar, in die die Eier gelegt werden, auch diese werden häufig mit Pflanzen bedeckt. In ein solches Nest legt das Krokodilweibchen je nach Art und Nestgröße zwischen 20 und 80 Eier ab.
Die Entwicklung der Krokodile hängt von der Kälte im Nest ab (Temperaturabhängige Geschlechtsbestimmung). Sie aufweisen keine Geschlechtschromosomen, aus diesem Grunde können sich aus den Eiern etwaig immer alle beide Geschlechter entwickeln. Anfang die Eier unter etwa 30° C ausgebrütet, schlüpfen aus ihnen Weibchen, bei einer Wärme um etwa 34° C ausschließlich Männchen. Anfang die Eier in verschiedenen Tiefen vergraben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass alle beide Geschlechter entstehen.
Krokodile selbst haben als erwachsene Tiere keine natürlichen Feinde, ihren Jungen wird allerdings von Vögeln, Waranen oder selbst Angehörigen der eigenen Art nachgestellt. So nimmt man an, dass etwa 90 Prozent der Krokodile als Embryo oder als Jungtier von Nesträubern oder Raubtieren erbeutet werden. Zu den Nesträubern zählen dabei etwa Warane, Säugetiere wie der Waschbär und Schweine sowie Vögel wie der afrikanische Marabu. Außerdem können Embryonen durch klimatische Verhältnisse wie Kälte oder durch Verpilzung der Eier absterben. Um den Jungtieren Schutz vor Nesträubern zu bieten werden die Eier und die Jungen bei vielen Arten vom Muttertier bewacht. Dieses bewacht die Nester und hilft den Jungtieren beim Schlupf, sowie sich diese akustisch merklich machen. Danach trägt sie die Jungtiere häufig wenn schon ins Wasser und beschützt sie vor Artgenossen. Als zusätzliche Feinde der Jungtiere kommen Adler, Schlangen und Reiher in Frage.
Stammesgeschichte der Krokodile
Die modernen Krokodile entstammen einer Entwicklungslinie, die sich schon vor 250 Mio. Jahren von der Entwicklungslinie der Flugsaurier und Dinosaurier sowie der Vögel getrennt hat. Alle beide Linien entstammen einem Pool von frühen Archosauriern, die auf Basis von ihrer Zahnmerkmale als "Thecodontier" zusammengefasst werden, jedoch keine natürliche Gruppe darstellten. Der wichtigste anatomische Unterschied der beiden Linien findet sich im Aufbau des Fußgelenks. Während die Krokodile und ihre Altvorderen als Crocodylotarsi das Gelenk zwischen zwei Fußwurzelknochen, dem Calcaneus und dem Astralagus, besitzen, liegt es bei den als Ornithodira zusammengefassten Gruppen, plus schon bei den gemeinsamen Väter beider Taxa und allen in diesen Tagen lebenden Reptilien unten dieser beiden Knochen. Das Gelenk ermöglicht den Krokodilen eine Verwindung des Fußes und somit die Möglichkeit, die Beine wie ein Säugetier unter den Körper zu stellen.
|-- Außengruppe (Schildkröten, Plesiosaurier, Ichthyosaurier u.a.)
|-- Archosaurier (Archosauria)
|-- Crocodylotarsi (u.a. Krokodile)
|-- Ornithodira (u.a. Flugsaurier, Dinosaurier, Vögel)
Frühe Vorfahren und erste Krokodile
In der Entwicklungslinie zu den Krokodilen zweigte eine Reihe von Archosauriergruppen ab, die dieser Tage ausgestorben sind. Zu diesen "primitiven" Archosauriern aus der späten Trias zählen unter anderen die Phytosauria, die Aetosauria, die Rauisuchia sowie die Sphenosuchia, die vor 197 Mio. Jahren im Unterjura ausstarben. Die Unterscheidung, ab wann man von echten Krokodilen sprechen kann, ist bis zum heutigen Tag unter Paläontologen umstritten. Die Wurzel wird dabei in den als Pseudosuchia bezeichneten Formen eingeordnet. Diese waren langbeinige Tiere von etwa einem M Länge und waren höchstwahrscheinlich landlebende Räuber.
Die ersten Vertreter der Krokodile tauchten demnach in der oberen Trias, also vor etwa 230 Mio. Jahren auf und waren freigestellt biped, das heißt, sie liefen mindestens hilfsweise auf zwei Beinen. Einer der ältesten bekannten vierbeinigen Vertreter war Protosuchus, der sich durch lange Beine auszeichnete und wahrscheinlich ein ziemlich schneller Jäger war. Nach ihm wurde die gesamte Gruppe der frühesten Krokodile benannt, die Protosuchia. Ähnlich sah auch Orthosuchus aus. Diese Tiere waren noch auf eine Lebensweise auf dem Land eingestellt, während fast alle folgenden Gruppen zu einem amphibischen Leben im Wasser übergingen. Der Rücken war von einem zweireihigen Knochenpanzer geschützt, auch der Bauch war verknöchert. Die Protosuchia waren bis ins frühe Jura auf dem damaligen Superkontinent Pangäa, in dem alle Festlandsmassen gemeinsam waren, weit verbreitet, heutige Funde entspringen entsprechend aus Ostasien, Europa, Nord- und Südamerika sowie aus Südafrika
Die Mesosuchia
Kurz nach dem Beginn des Jura und dem damit verbundenen Zerbersten des Urkontinents Pangäa entwickelte sich aus den Protosuchia eine neue Entwicklungsstufe der Krokodile, die als Mesosuchia bekannt sind. Diese stellen allerdings keine geschlossene Gruppe (Taxon) dar, statt eine Zusammenfassung mehrerer Entwicklungslinien zu den modernen Krokodilen. Die ältesten Funde dieser Tiere sind etwa 190 Mio. Jahre alt und wurden zuerst europäisch gefunden. Diese ältesten Formen waren offensichtlich Meeresbewohner, da man sie in marinen Ablagerungen fand. Es handelte sich dabei um Angehörige der Familie der Teleosauridae. Diese Tiere bildlich darstellen sich besonders durch die spezialisierten, lang gezogenen Kiefer mit den langen und spitzen Zähnen aus, die zum Fischereiwesen als Fischrechen eingesetzt werden konnten. Die Vorderbeine waren verkürzt, konnten jedoch auch an Land eingesetzt werden. Wie die Protosuchia hatten sie außerdem einen Plattenpanzer. Unter ihnen entwickelten sich Formen mit so weit wie 10 Metern Länge wie Machimosaurus.
Noch stärker an die Lebensweise im Meer angepasst waren die Metriorhynchidae. Bei ihnen entwickelten sich die Gliedmaßen zu Flossen um, und der Schwanz wurde zu einer starken Schwanzflosse, die den Tieren einen noch besseren Vortrieb verlieh. Hinsichtlich der besonderen Anpassungen werden diese Arten gemeinsam mit anderen marinen Krokodiltaxa als Meereskrokodile bezeichnet. Sie starben in der Frühen Kreide aus bis dato noch nicht bekannten Gründen aus.
Weniger spezialisiert waren die in Flüssen und Seen lebenden Goniopholidae im späten Jura. Sie lebten nach bisherigen Fossilfunden in Nordamerika, Okzident und Thailand ausschließlich auf dem damaligen Nordkontinent Laurasia. Es handelte sich dabei um große Krokodile mit stumpfer Schnauze während die simultan lebenden Pholidosauridae sehr schmale Zetern hatten. Letztere fand man auch in Afrika, unter Sarcosuchus imperator mit einem Schädel von zwei Metern Länge und einer Gesamtlänge von etwa 11 Metern. In der späten Kreide entwickelten sich besonders langschnäuzige Arten wie Teleorhinus, die wiederum ins Meer gingen. Die Atoposauridae des oberen Jura und der unteren Kreide stellten eher kleine Verwandte dar, deren Leben wahrscheinlich eher landbezogen war, auch diese ausschließlich in Lausasia. Aus einer der Arten dieser halb im Wasser, halb an Land lebenden Tiere gingen später die modernen Krokodile, die Eusuchia, hervor.
Auf den Südkontinenten lebten in der frühen Kreide die Vertreter der Uruguaysuchidae wie etwa die kleinen Arten der Gattung Araripesuchus. Sie waren in Südamerika und Afrika weit gängig und stellten wahrscheinlich in Südamerika die Urformen der großen landlebenden Notosuchidae und in Afrika die der Libycosuchidae der späten Kreide dar. Zur gleichen Zeit wie die Uruguaysuchidae lebten die größeren Trematochampsidae, die mehr amphibisch waren und die Flüsse besiedelten. Aus ihnen entwickelten sich wahrscheinlich später die landlebenden "dinosaurierbezahnten" (ziphodonten) Krokodile der Südkontinente.
Zu Beginn des Tertiär lebten sie auf dem Südamerikanischen Kontinent als riesige Räuber mit einem speziell zum Einritzen von Steak konstruiertem Gebiss, ähnlich dem Stück Fleisch fressender Dinosaurier. Wichtige Gruppen stellten dabei die als Sebecidae und Baurusuchidae bezeichneten Gruppen dar. Die Sebicidae lebten auch in Afrika und Europa, starben hier jedoch im Eozän, der frühesten Periode des Tertiärs, wiederum aus. In Südamerika waren sie dagegen die herrschenden Raubtiere bis an das Ende des Tertiärs. Der Grund war die Isolation des Südamerikanischen Kontinents vom Rest der Welt zu dieser Zeit, so dass Stück Fleisch fressende Säugetiere keine Konkurrenz für sie darstellten.
Parallel lebten an den Küsten des Tethysmeeres Afrikas und Südamerikas Mesosuchia-Formen, die sich wiederholt dem Leben und Jagen im Meer angepasst hatten. Diese Dyrosaurus-Arten (häufig als eigene Familie Dyrosauridae dargestellt, wahrscheinlich jedoch Vertreter der oben genannten Pholidosauridae) waren abermals langschnäuzig und so auf den Fischereiwirtschaft spezialisiert. Wie mehrere ihrer Verwandten überlebten sie das Massenaussterben an der Kreide-Tertiärgrenze, starben jedoch zum Ende des Eozän wahrscheinlich wegen der Konkurrenz mit meereslebenden Gavialen und frühen Walen aus.
Die "modernen" Krokodile
Noch während der frühen Kreide traten die ersten modernen Krokodile auf, die als Eusuchia bezeichnet werden. Ihr Ursprung liegt in einer Gruppe der Atoposuchidae, und die erste bekannte Art stellte Theriosuchus pusillus aus dem heutigen Großbritannien dar. Das Erkennungsmerkmal sind die Wirbel, die hier erstmalig als procoele Wirbelkörper mit einer vorderen Einbuchtung auftraten, während alle davor existierenden Arten amphicoele bzw. bikonkave Wirbelkörper hatten, also Wasserstrudel mit einer vorderen und einer hinteren Vertiefung. Dennoch der Fossilbefund der nachfolgenden Zeit relativ spärlich ist, lässt sich vermuten, dass sich die Eusuchia recht schnell ausbreiteten. So gab es gleichermaßen aus der frühen Kreide einen Fund im heutigen Ägypten von einer Art, die als Stomatosuchus bezeichnet wurde und die eine fast entenschnabelartige Schnauze hatte.
In der späten Kreide stellen die Eusuchia schon die dominierende Gruppe der Krokodile dar. Schon vor 80 Mio. Jahren existierten Vertreter der beiden dieser Tage noch lebenden Familien der Echten Krokodile (Crocodylidae) und der Alligatoren (Alligatoridae), zu Beginn im heutigen Nordamerika. Über die direkte Ahnenlinie dieser beiden Taxa ist allerdings wenig bekannt, als einzige bekannte fossile Art, die Besondere Eigenschaften beider Gruppen aufweist, gilt Mekosuchus inexpectatus. Es handelte sich dabei um eine landlebende Art, die in Neukaledonien bis in die historische Zeit vor etwa 3.500 bis 3.900 Jahren gelebt hat. Fast während des gesamten Tertiär waren plus Krokodile sowohl .... als auch Alligatoren über alle nördlichen Kontinente weit verbreitet, auch europäisch gab es mindestens drei Krokodil- und zwei bis drei Alligatorarten. Bekanntschaften Formen sind etwa Diplocynodon oder das Landkrokodil Quinkana fortirostrum, das zu einer Gruppe von Krokodilen mit hufähnlichen Zehen gehörte, den Pristichampsinae.
Weitgehend ungeklärt ist der Ursprung der Gaviale (Gavialidae). Diese stellen nach Ansicht einiger Mensch vielleicht selbst Abkömmlinge der Mesosuchier dar, die bis in die heutige Zeit mit dem Gangesgavial überlebt haben. Weiter üblich ist allerdings die Ansicht, dass es sich bei ihnen um eine Schwestergruppe der beiden anderen modernen Krokodiltaxa handelt, die von langschnäuzigen Formen der Küstengewässer Nordafrikas abstammen. Daher breiteten sich die frühen Gaviale nach Europa, Asien und Staaten aus und erfuhren in Südamerika eine Radiation, ehe sie, bis auf die einzige in diesen Tagen noch lebende Art in Indien, international aus bisher ungeklärten Gründen ausstarben. Wahrscheinlich infolge der Klimaverschlechterung und Abkühlung zum Ende des Tertiärs verschwanden auch zahlreiche andere Artengruppen aus den nördlichen Verbreitungsgebieten in Nordamerika, Asien und Europa.
Vertreter der heutigen Gattungen und Arten traten seit dem frühen Tertiär (Eozän oder aberOligozän) zum ersten Mal auf. So fand man Fossilien des Nilkrokodils (Crocodylus niloticus) und des Panzerkrokodils (Crocodylus cataphractus) zum Ende des Tertiärs und im Pleistozän, mit Crocodylus lloidi wurde allerdings ein früherer Vertreter und möglicher Vorfahr der afrikanischen und asiatischen Crocodylus-Arten gefunden. Aus Asien ist außerdem Crocodylus sivalensis bekannt. Von der Entstehung der weiteren Arten der Gattung in der ozeanischen Inselwelt und Südamerika sowie vom ersten Auftreten des Stumpfkrokodils (Osteolaemus tetraspis) und des Sundagavial (Tomistoma schlegelii) ist wenig bis überhaupt nichts bekannt. Auch die Entwicklung der heutigen Alligatoren und Kaimane ist nur sehr lückenhaft bekannt. Als Ahne des Mississippi-Alligators (Alligator mississippiensis) ist der Alligator olseni aus dem Miozän bekannt, erste China-Alligatoren (Alligator sinensis) ergeben aus dem Pleistozän. Als Vorfahr der Kaimane (wahrscheinlich mit Ausnahmefall der Glattstirnkaimane (Gattung Paleosuchus) gilt Eocaiman cavernensis, aus dem Miozän ist außerdem Caiman nivensis bekannt.
Systematik der Krokodile
Die dieser Tage lebenden Krokodile werden in drei Gruppen mit Familienstatus aufgeteilt (alternativ werden sie häufig auch als eine Familie Crocodylidae und die drei Gruppen als Unterfamilien gelistet). Dabei besteht die Familie der Gaviale aus nur einer rezenten Art, dem Ganges-Gavial, nach neuesten Erkenntnissen könnte jedoch auch der Sunda-Gavial zu den echten Gavialen gezählt werden. Alle beide fallen durch ihre extrem lange und dünne Schnauze auf. Die Crocodylidae oder Echten Krokodile sind direkt erkennbar angesichts der Kiefergruben im Oberkiefer, in der der größte Zahn des Unterkiefers gelagert und sichtbar ist. Außerdem ist die Schnauze der Alligatoridae breiter als die der Crocodylidae.
- Gaviale (Gavialidae)
- Gavialis gangeticus - Gangesgavial
- Echte Krokodile Crocodylidae
- Crocodylus porosus - Salzwasserkrokodil oder Leistenkrokodil
- Crocodylus niloticus - Nilkrokodil
- Crocodylus rhombifer - Kuba- oder Rautenkrokodil
- Crocodylus acutus - Spitzkrokodil
- Crocodylus intermedius - Orinoko-Krokodil
- Crocodylus palustris - Sumpfkrokodil
- Crocodylus siamensis - Siam-Krokodil
- Crocodylus mindorensis - Philippinen-Krokodil
- Crocodylus moreletti - Beulenkrokodil
- Crocodylus novaeguinea - Neuguinea-Krokodil
- Crocodylus johnsonii - Australien-Krokodil
- Crocodylus cataphractus - Panzerkrokodil
- Ostaeolaemus tetraspis - Stumpfkrokodil
- Tomistoma schlegelii - Sunda-Gavial oder Falscher Gavial
- Alligatoren (Alligatoridae)
- Alligator mississippiensis - Mississippi-Alligator
- Alligator sinensis - China-Alligator
- Caiman crocodilus - Krokodilkaiman
- Caiman latirostris - Breitschnauzenkaiman
- Caiman yacare - Brillenkaiman (Status umstritten)
- Melanosuchus niger - Mohrenkaiman
- Paleosuchus trigonatus - Keilkopf-Glattstirnkaiman
- Paleosuchus palpebrosus - Brauen-Glattstirnkaiman
Die genauen Verwandtschaftsverhältnisse der Krokodile untereinander und zu anderen Gruppen innerhalb der Krokodile sind bis jetzt weitgehend ungeklärt, eine weitgehend akzeptierte Spekulation ist hier wiedergegeben.
Krokodile (Crocodilia) |-- Gaviale (Gavialidae) |-- Brevirostres |-- Echte Krokodile (Crocodylidae) | |-- Sundagavial (Tomistoma schlegeli) | |-- Crocodylinae | |-- Stumpfkrokodil (Osteolaemus tetraspis) | |-- Crocodylus |-- Alligatoren (Alligatoridae) |-- Echte Alligatoren (Alligatorinae) |-- Kaimane (Caimaninae) |--Glattstirnkaimane (Palaeosuchus) '--N. N. |-- Echte Kaimane (Caiman) '-- Mohrenkaiman (Melanosuchus niger)
Krokodile in der menschlichen Geschichte
Krokodile spielen in der Kulturgeschichte einer Unzahl von Völkern eine große Rolle, die an erster Stelle von Angst, Respekt und Ehrerbietung geprägt ist. In allen Erdteilen, in denen Krokodile leben, haben sie Einzug in die Mythologie der dort lebenden Völker gefunden. Die Faszination für diese Tiere genügend bis in die Neuzeit, wo Krokodile als Motive in der Literatur und in Verfilmen bis zum heutigen Tag regelmäßig eingesetzt werden.
Krokodile im alten Ägypten
Die Ägypter kannten ausschließlich das bei ihnen heimische Nilkrokodil. Im alten Ägypten wurden diese Krokodile als heilige Tiere verehrt und in der Gestalt des krokodilköpfigen Gottes Sobek (auch Souchos) vergöttert. Dabei ist unbekannt, ob die Tiere aus Besorgnis ausgesondert wurden oder ob dies erst nach der Entstehung der Olympische Gottheit Sobek geschah um den Gott zu besänftigen.
Sobek galt den Ägyptern als ein Gott des ewigen Fortbestandes. Als Sohn der Göttin Neith konnte sich Sobek um etwa 2400 vor unserer Zeitrechnung als einer der wichtigsten Götter im ägyptischen Pantheon bewähren. In den Darstellungen taucht Sobek als Gott mit menschlichem Körper und dem Kopf eines Krokodils auf. In der linken Hand hält er einen Stab und in der rechten Hand den Anch, das Lebenssymbol der Ägypter. In Darstellungen des Neuen Reiches (um 1.400 v.u.Z.) trägt er außerdem einen Kopfschmuck mit eingearbeiteter Sonnenscheibe, da er zu dieser Zeit als eine Offenbarung des Sonnengottes Ra galt und als Sobek-Ra bekannt war. Die Bedeutung der Olympische Gottheit zeigt sich u.a. in der Verwendung des Namens in dem verschiedener Person dieser Zeit, etwa Nofrusobek und Sobekhotep I.. Der Zusammenhang mit den Krokodilen wird auch durch die Hieroglyphenschreibweise deutlich. So schreibt man den Namen Sobek (sbk) als <hiero><-S29-D58-V31-></hiero> Meint man dagegen die Olympische Gottheit Sobek, so wird dies durch ein Krokodil und eine sitzende Gestalt symbolisiert: <hiero><-I3-A40-></hiero>
Diverse Tempel mit Teichanlagen für die verehren Tiere waren Sobek geweiht, die wichtigsten unten fanden sich bei Kom-Ombo in Oberägypten, bei Tebtunis sowie in Krokodilopolis in Fajum. Krokodile, die in diesen anbeten Tempeln verstarben, wurden wie Leute einbalsamiert und als Mumien begraben. So fand man bei Kom-Ombo sowie in den Höhlen von Maabdah tausende dieser Krokodilmumien, an erster Stelle Jungtiere. Die größten Exemplare wiesen eine Länge von über fünf Metern auf.
Weitere afrikanische Länder
Ähnlich wie in Ägypten wurden auch in anderen Teilen Afrikas Krokodile verehrt, erstens vorwärts des Nil und seiner Quellflüsse, des Volta sowie in der Umgebung der großen Seen. So wurden im Bereich der Bwa in Burkina Faso Krokodile in Teichen gehalten und mit Speiseopfern bedacht. Dem Glauben nach handelte es sich um Ahnengeister, die die Dörfer vor Desaster beschützten. Die Akan und Twi in Ghana glaubten daran, dass Krokodile sowohl .... als auch Tse-Tse-Fliegen oder etwaSchlangen von Hexen für bösartige Botengänge genutzt werden konnten.
Die Eiland Damba im Viktoriasee war den Krokodilen geweiht, denen gelegentlich Leichenteile der Feinde der hier ansässigen Bagandas als Opfer zum Fraß vorgeworfen wurden. In dem Tempel, der auf der Eiland stand, nahm nach Berichten von Missionaren ein Medium Umgang mit den Krokodilgeistern auf und sprach zum Volk, indem es den Mund wie ein Krokodil öffnete und schloss. Die Nuer am Nil respektierten die Krokodile als Totem, jagten sie jedoch zugleich als Nahrungsquelle. Wenn sie ein Krokodil verletzt oder getötet hatten, brachten sie den Geistern Opfer dar.
Auf Madagaskar herrschte der Glaube, dass Krokodile nur dann Volk töten, wenn diese an erster Stelle ein Krokodil getötet hatten. Ebenso galt die Regel, dass ein Mensch ein Krokodil töten durfte, wenn dies zuerst einen Unschuldigen getötet hatte. Wenn jemand im Verdacht stand, ein Krokodil getötet zu haben, wurde er an einen Fluss mit Krokodilen gebracht und musste diesen unversehrt durchqueren, um seine Unschuld zu beweisen.
Der Chinesische Drache
Die Alligatoren und Krokodile, die in den Flüssen und an den Küsten Chinas leben, waren wahrscheinlich auch das Vorbild für den doppelschwänzigen Drachen Long der chinesischen Mythologie. Er galt als der "Herr aller beschuppten Reptilien" und seine Geschichte entstand etwa 2200 v. Chr. in den Regionen am Jangtsekiang, dem "Langen Fluss". Während der nachfolgenden Generationen wurde dieser Lindwurm immer weiter ausgeschmückt und mit Merkmalen und Eigenschaften weiterer Tierarten ausgestattet.
Während der Tang-Dynastie (etwa 618 bis 906) tauchten Krokodile und Alligatoren erstmalig getrennt in Beschreibungen verschiedener Bücher auf. So sollten die "südlichen Barbaren" vermöge des Rufes der Alligatoren Regen vorhersagen und sein Viktualien auf Hochzeiten verteilen. Zufolge der gepanzerten Haut galt der Alligator außerdem als Vorbote des Krieges.
Südostasien
In Südostasien geht die mythologische Bedeutung meist einher mit dem Glauben an verstorbene Gebieter oder Ahnen, die als Krokodile nochmals auf die Welt gekommen sind. Dabei handelt es sich meist um die gefürchteten Leistenkrokodile, die in den Glauben eingingen.
Bei übereinkommen traditionellen Völkern der Philippinen, so etwa bei den Panay, galt das Krokodil als göttlich und durfte nicht getötet werden. Ein britischer Major namens G.B. Bowers berichtete Anfang des 20. Jahrhunderts von einem Krokodil an der Küste von Luzon, das von den Anwohnern als Reinkarnation eines alten Berghäuptling geachtet wurde. Aus West-Timor (Indonesien) wurde 1884 von Opferungen junger Mädchen an Krokodile durch die Prinzen von Kupang berichtet. Als Begründung galten den Prinzen die Krokodile als die Altvorderen der Häuptlingslinie, und die Mädchen sandte man ihnen als Ehefrauen.
Die Kayan auf Borneo sahen in den Krokodilen Schutzengel, die als Blutsbrüder böse Geister vertreiben konnten. Die Tötung von Krokodilen war auf ganz Borneo verboten, auch bei den ansonsten sehr kriegerischen Dayak. Diese erzählten ein Märchen, nach dem ein Dayak-Krieger namens Bantangnorang verkleidet mit einem Tigerfell und den Federn des Nashornvogels auf der Nachforschung nach Gold die Höhle eines Krokodils betrat. Das Krokodil bot ihm als Test Menschenfleisch an und Bantangnorang aß dieses auch, tötete jedoch später das Krokodil und nahm ihm seine Schätze.
Australien
Krokodile spielen eine große Rolle in der Mythologie der Aborigines Nordaustraliens. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Bedeutungen der Tiere. So gilt ein Krokodilvorfahr den Gunwinggu im Arnhem Land als Begründer des heutigen Liverpool River, indem er bei der Durchquerung des Landes den Boden durchkaute. Die Rillen füllten sich mit Wasser und bildeten den Fluss. Bei den Murinbata existiert eine Geschichte um den Betrug von Essen und die Tötung eines Totemwesens. Dabei stellt das Krokodil als Totemwesen Yagpa die Figur dar, die den Mörder und Betrüger holen würde. In weniger konkreten Geschichten kommt es vor, dass Leute auf der Jagd oder auf dem Weg zu von Krokodilen umwindend werden.
Aus Australien führen zu auch die ältesten bekannten Darstellungen von Krokodilen. So fand man in Panaramittee in Südaustralien Ritzzeichnungen mit Krokodilen, die auf ein Alter von 30.000 Jahren geschätzt werden. Diese Funde werfen im Übrigen die Anfrage auf, ob die Krokodile zu der Zeit auch im Süden lebten oder nur durch Erzählungen bekannt wurden. Bei den Manggalilis in Nordaustralien, sowie im Bereich von Oenpelli, sind kunstvolle Rindenmalereien mit Krokodilmotiven bis zum heutigen Tag verbreitet. Auch bei den europäischen Einwanderern wurden Krokodile zu einem Antrieb in der Kunst, etwa bei einem Gemälde von Thomas Baines aus dem Im Jahre1856. Zu den modernsten Darstellungen der australischen Krokodile in der Kultur gehört die Kinofilmreihe "Crocodile Dundee" mit Paul Hogan in der Hauptrolle, der als Krokodiljäger und Waldläufer Australiens dargestellt und den Stadtbewohnern New Yorks gegenüber gestellt wird.
Melanesische Inselwelt
Zuerst aus der Region am Sepik und dessen Zuflüssen in Neu-Guinea sind viele Skulpturen und Holzschnitzereien bekannt, die Krokodile darstellen. So finden sich am Karawari schlanke und beinlose Krokodilschnitzereien, die mit Tätowierungen bestückt sind. Die Schwänze dieser Körper gehen dabei in Schlangenköpfe über. Auch krokodilförmige Mundstücke für Blasinstrumente sind recht häufig, und als Beigabe bei Begräbnissen dienen in dieser Region Figuren, die teils Volk und partiell Krokodile darstellen.
Bei den Iatmul am mittleren Sepik gilt das Leistenkrokodil als Schöpfergottheit. Dies erschuf die Welt aus dem Wasser, indem es Land Karriere ließ. Weiterhin erschuf es einen Spalt in der Erde, mit dem es sich paarte und so die Geschöpf schuf. Aus dem Oberkiefer des Krokodils wurde der Himmel, während der Unterkiefer die Berge der Erde formte. Beim gleichen Volk geben auch Geschichten von uralten Krokodilen, die das Land besiedelten und Siedlungen gründeten. Bei den Initiationsriten der Männer der Iatmul spielt der Ammenmärchen eine Rolle, nach dem der Bube von einem Krokodil verschluckt und als Mann wiederum ausgewürgt wird. Um dies zu demonstrieren werden den Initiierten beim Mannbarkeitsritual Wunden in den Körper und überwiegend in die Schultern geschnitten, deren Narben später die Beißnarben des Krokodils darstellen sollen.
Eine sehr bekannte Gestalt in Neu-Guinea ist Yali aus Sor, der Gründer des Mandang-Kultes. Sein Kamerad tötete in einem Gefecht dessen Totemtier, das Krokodil, wonach sich Yali im Dschungel verlief und nimmer gesehen wurde. Nach Ansicht der Elema am Golf von Papua konnten sich Zauberer in Gestalt des Krokodils ins Wasser begeben und so ihre Feinde überraschend angreifen, an Land sollten sie die Gestalt von Kasuaren annehmen und so ins Landesinnere eindringen.
Krokodile in Nord- und Südamerika
Über die Rolle der Krokodile und Alligatoren in der Mythologie und dem Volksglauben Amerikas ist nur karg überliefert. Bei den Maya des 10. Jahrhunderts und den Azteken des 14. Jahrhundert existierte etwa der Glaube, dass die Welt auf dem Rücken eines großen krokodilähnlichen Reptils in einem Seerosenteich ruht. Auch der Gott Ah ouh puc war krokodilähnlich und wurde mit dem Rücken eines Krokodils dargestellt.
Die einzigen Hinweise auf einen Umgang der nordamerikanischen Indianer mit den Alligatoren zeigt eine Radierung von Theodore de Bryce Le Moin aus dem Jahre 1565, auf dem Indianer aus dem heutigen Florida Alligatoren mit langen Spießen jagen. Der Anthropologe William Holmes konnte im 19. Jahrhundert den Relation der Chiriqui-Indianer Panamas zu den Krokodilen ihrer Heimatland aufzeigen. Hierfür suchte er die Wurzeln von stilisierten Zeichnungen auf den Tongefäßen des Volkes und fand heraus, dass sie von gut erkennbaren Abbildern von Krokodilen stammen.
Krokodile in der westlichen Kultur und der Neuzeit
Anno 58 v. Chr. wurden in Rom zum ersten Mal fünf Krokodile gezeigt. Augustus ließ 36 Krokodile im Circus Flaminius töten. Elagabal hielt sich ein Krokodil als Haustier. Die Griechen kannten und beschrieben Krokodile im Nil, deren Länge mit so weit wie 8 (11 m) angegeben wurde. Krokodile wurden mit Angeln, Netzen und Harpunen gejagt.
In der westlichen Kunstgriff und Literatur waren Krokodile sehr lange fast unbekannt, so fehlten sie wenn schon in den Dschungelbeschreibungen von Henri Rousseau. Man findet Erwähnungen von Krokodilen etwa im Werk "Antonius und Kleopatra" von William Shakespeare, und der zur selben Zeit lebende Edmund Spenser prägte in seinem Werk "Die Elfenkönigin" den Begriff der Krokodilsträne.
- Doth meet a cruell craftie Crocodile, Which in false griefe hyding his harmefull guile, Doth weepe full sore, and sheddeth tender teares
- (ein brutales, listig Krokodil birgt in falscher Trauer seine schädliche Tücke, weint voller Not und sondert zärtliche Zähren.)
Aufgegriffen wurde der Begriff später von Robert Burton und Francis Bacon, die es auf die Tücke und Kriegslist des Volk übertrugen, der vor dem Rückschlag im Bewaffnete Auseinandersetzung weint. Das Krokodil selbst wurde zu dieser Zeit zu einem Symbol für Brutalität, Tücke und Gerissenheit. Auch der Roman "Peter Pan", in dem James M. Barrie das Krokodil mit dem verschluckten Wecker nutzte, um den noch böseren Captain Hook zu töten, änderte daran nichts. In den Darstellungen der Tiere sieht man sie haarscharf immer mit Leute kämpfen. Um 1830 stellte der französische Künstler Antoine-Louis Barye Krokodile dar, die mit anderen Tieren kämpften.
Der Symbolcharakter steigerte sich durch die neuen Medien Film und Fernsehen im 20. Jahrhundert, in denen Krokodile (neben Haien) zu brutalen und berechnenden Monstern wurden wie etwa in dem 1977 erschienenen und später verfilmten "Alligator" von Shelley Katz. Das heutige Bild ist geprägt von diesen Darstellungen sowie kursierenden Geschichten, nach denen Krokodile in den Abwassersystemen größerer Städte leben (siehe Krokodil im Kanal). Neben existiert allerdings eine weitere, häufig verniedlichende Sichtweise auf die Tiere, die in der Verwendung derselben als Warenzeichen (etwa bei der Bekleidungsfirma Lacoste) und Konsumprodukten (etwa Schnappi, das kleine Krokodil) deutlich wird.
Gefährdung und Schutz der Krokodile
Wirtschaftliche Nutzung
Die Gebrauch der Krokodile lässt sich bis in die Anfänge der Zeiten verfolgen, in denen Volk und Krokodile in den gleichen Gegenden lebten. Krokodile wurden zu Beginn zufolge des Fleisches gejagt. In Südostasien und Reich der Mitte nutzte man außerdem die Innereien, die Rückenschilder und alternative Teile für medizinische Zwecke (siehe Traditionelle Chinesische Medizin). Auch die pulverisierten Zähne und Stibitzen wurden Teil von Tränken, die überwiegend in Indonesien als Zaubertränke genutzt wurden. Schädel und Zahnketten wurden als Zierelemente oder als religiöse Symbole genutzt.
Erst in den letzten Jahrhunderten wurden die Krokodile ihrer Häute und ihres Fleisches wegen intensiv bejagt. Die ersten Erwähnungen zur Verwendung von Krokodilhäuten entspringen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Nach den Überlieferungen von John James Audubon konnte man die Häute des Mississippi-Alligators zur Anfertigung von Stiefeln, Satteltaschen, und Schuhen nutzen. Die Jagd war allerdings noch keine wirtschaftliche Nutzung, die Tiere wurden zu der Zeit als Schädlinge betrachtet und immer getötet, wenn man ihnen begegnete. Das änderte sich bis zum Amerikanischen Bürgerkrieg 1861 bis 1865. Die Nachfrage nach Produkten aus Krokodilleder, besonders nach Schuhen, Gürteln und Taschen stieg enorm an. Aus dem Jahr 1888 liegen Abdrücken einer einzelnen Jagdgruppe von zehn Jägern vor, die in einem Jahr über 5.000 Alligatoren getötet hatten, in Kompromiss finden Teilen Floridas waren Tagesquoten von über 200 Tieren normal. Auch der Fang von Jungalligatoren und deren Absatz lebendig oder präpariert war sehr lukrativ. Um etwa 1900 brachen die Bestände des Mississippi-Alligators zusammen, und man begann, in Mexiko und anderen Teilen Mittel- und Südamerikas Alternativen zu suchen. Diese fand man erst einmal in den Spitzkrokodilen, während der Krokodilkaiman als minderwertig eingestuft wurde. Als um 1930 auch die anderen amerikanischen Arten seltener wurden, fand man Alternativen im Nilkrokodil in Afrika sowie in den asiatischen Arten.
Die Bestände des Mississippi-Alligators gingen indes weiter zurück. Betrug die Anzahl der umgesetzten Häute in Florida 1929 noch 190.000, so sank sie bis in das Jahr 1943 auf nur noch 6.800 Häute. 1944 wurde der Alligator während der Fortpflanzungszeit und so weit wie einer Körpergröße von 1,20 Metern unter Schutz gestellt, damit sich die Bestände abermals erholen konnten. 1947 stieg durch diese Maßnahme das Handelsvolumen abermals auf 25.000 Häute.
Anliegend dem Mississippi-Alligator war es zuallererst das Nilkrokodil, das für die Lederindustrie bejagt wurde. Dabei sind die Ausgeben der in Afrika erlegten Krokodile sehr lückenhaft. Die frühesten Berichte über Krokodiljagden in Afrika entspringen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dabei war die Jagd um 1850 alleinig auf manche Tiere zur Fleisch- und Fettgewinnung beschränkt. Am 2. Juli 1869 erschien in einer lokalen Zeitung, dem "Natal Herald", ein Artikel, in dem es hieß, dass Krokodilsleder für die Fertigung von Lederwaren heiß begehrt war. Dieser Bericht veranlasste die ersten Jäger, ihren Lebensunterhalt mit dem Töten von Krokodilen zu verdienen. Um 1913 wurde der Ansporn noch erhöht, da in verständigen auf Bedingen Afrikas Abschussquoten für die als Schädlinge betrachteten Tiere bezahlt wurden. Bis in die 1950er Jahre stiegen die Abschussquoten an, einzelne Jäger erlegten Hunderte der Tiere in jedem Jahr. Die Verkaufszahlen betrugen einige 100.000 Tiere, genaue Geld in die Hand nehmen sind nicht bekannt. Erst um 1970 wurden die Nilkrokodile in den meisten afrikanischen Ländern unter Schutz gestellt.
Auch wenn die Mississippi-Alligatoren und die Nilkrokodile vom Raubbau durch die Jagd am meisten betroffen waren, betraf die Kesseltreiben und Bejagung alle Krokodilarten der Welt. Dabei ging es nicht immer nur um die Haut, in Indien wurden die Ganges-Gaviale von den Einheimischen (trotz religiöser Verbote) erstmal als Fischfänger und von den Briten sportlich angefeuert erlegt. In Asien, Südamerika und Ozeanien setzte die kommerzielle Jagd zu Beginn in den 1960er Jahren ein, wobei sich die kommerziellen Jäger häufig einheimische Jäger suchten, die ihnen bei der Ermittlung und Jagd nach den Krokodilen halfen. Auf diese Weise wurden etliche Arten knapp vollständig ausgerottet, unter ihnen die endemischen Krokodile der Philippinen und der australischen Inselwelt sowie der Mohrenkaiman in Südamerika. Seit auch diese Bestände zurückgingen, wurden alle Krokodile unter internationalen Schutz gestellt und der Deal mit Krokodilprodukten massiv eingeschränkt. Dieser Tage ergeben die meisten Produkte aus Krokodilfarmen oder vom Krokodilkaiman, der eingeschränkt bejagt werden darf, jedoch "minderwertiges" Fußball liefert.
Krokodilfarmen
Krokodilfarmen wurden zuallererst auf Bestrebung der Pille verarbeitenden Gewerbe eingerichtet, nachdem die Bestände vieler privatwirtschaftlich nutzbarer Krokodilarten zusammen zu brechen drohten. Diese unterscheiden sich von reinen Schauanlagen dadurch, dass die Tiere dort nicht nur gehalten werden, zugunsten auch genutzt werden können. In diesen Tagen gibt es für verschiedene Arten Zuchtanlagen, die anliegend der Gebrauch überwiegend der Arterhaltung sowie der Aufstockung der Wildbestände dienen. Die Haupteinnahmequellen für diese Farmen ist dieser Tage allerdings nimmer die Lederindustrie zugunsten der Tourismus, da die Farmen als touristische Attraktionen dienen.
Zuerst in den südlichen USA hat sich anliegend den Krokodilfarmen die Krokodilranch etabliert, die Eier und Jungtiere aus der Ökosystem entnimmt und kaufmännisch nutzt. Dies ist möglich, da sich der Bestand der Mississippi-Alligatoren weitgehend stabilisiert hat. Auf diese Weise können kommerzielle Krokodilranches und das Fußball und das Esswaren vermarkten, Gatorburger und Schmalz aus Alligatorenfett gehören dabei zu den Hauptprodukten. Krokodilfarmen und -ranches den Kürzeren ziehen ständigen Kontrollen und Handelseinschränkungen durch die Convention on International Trade in Endangered Species of the Wild Fauna and Flora (CITES). Um Krokodile Handels... nutzen zu können müssen die Betriebe immer nachweisen können, dass sie eine überlebensfähige Generation in der Aufzucht behalten.
Terrarienhaltung
Die Haltung von Krokodilen als Terrarientiere spielt nur eine sehr geringe Rolle, erfreut sich allerdings seit verständigen auf Jahren wachsender Beliebtheit. Dabei sind es zunächst die kleineren Arten, die als Heimtiere gehalten werden, unter etwa das Stumpfkrokodil oder die kleineren Kaimanarten. Wie beim Geschäft mit Krokodilprodukten verlieren natürlich auch die lebenden Krokodile strengen Handelseinschränkungen und dürfen nur mit vorhandenen Genehmigungspapieren der CITES weitergegeben werden. Hinzu kommen Haltungsvorschriften, die zuerst die Größe und Ausstattung des Terrariums betreffen, sowie regional Auflagen zur Haltung "gefährlicher Tiere".
Angebracht dieses Artikels soll keine Haltungsanleitung oder -empfehlung erfolgen. Die Haltung der Tiere ist aus den genannten Gründen nur Terrarienexperten zuzutrauen, als Anfängertiere oder bei beengten Raumbedingungen fungieren sich Krokodile nicht. Bei der Ausstattung des Terrariums muss vorerst auf die besonderen Ansprüche der Tiere Rücksicht genommen werden.
Aus den genannten Gründen ist eine Beratung durch Fachleute und die Weiterbildung durch geeignete Literatur vor der Anschaffung dieser Tiere unbedingt notwendig.
Literatur
- Charles A. Ross (Hrsg., 2002): Krokodile und Alligatoren - Entwicklung, Biologie und Verbreitung, Orbis Unternehmen Niedernhausen
- Wolfgang Böhme, Martin Sander (2004): Crocodylia, Krokodile; in: Westheide, Rieger (Hrsg.): Spezielle Zoologie, Teil 2: Wirbel- und Schädeltiere, Spektrum Akademischer Firma Heidelberg, Berlin
- Joachim Brock (1998): Krokodile - Ein Leben mit Panzerechsen, Natur und Tier Firma Münster
- Albert Reese (1915): "Alligator and Its Allies", The Kniebundhose Press (G. P. Putnam's Sons) of New York. PDF-Download
- Reinhard Radke (2002): Krokodile - Expeditionen zu den Erben der Saurier, Lübbe Bergisch-Gladbach (erzählender Bildband)
Ausführliche Bibliographien finden sich unter The Bibliography of Crocodilian Biology (englisch) und Crocodile Library (englisch)
Weblinks
| (TID 646251) | Commons: Crocodilia – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
| (TID 646251) | Wiktionary: Krokodil – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
(TID 222120)
- The Crocodile Specialist Group (englisch)
- Crocodilians Natural History & Conservation (englisch)
- Crocodilian, Tuatara, and Turtles Species of the World (englisch)
- Crocodylomorpha: Overview (palaeos.com) (englisch)
- Weitere auf der Linkliste der Crocodile Specialist Group (englisch)
- Springende Krokodile in Australien (deutsch)
- [1] Unvorsichtiges Verhalten von Badenden und deren tödliche Konsequenzen (englisch)
| (TID 646251) | Dieser Artikel wurde in die Liste exzellenter Artikel aufgenommen. |
(TID 107786)
en:Crocodiliaeo:Krokodilulo fi:Krokotiilieläimet fr:Crocodilia he:תנינאים it:Crocodylia ja:ワニ ko:악어 la:Crocodilia li:Krokodille nl:Krokodilachtigen no:Krokodiller pl:Krokodylowe pt:Crocodylia ru:Крокодилы
sv:Krokodildjur(TID 62980)
7763/357