Lauri Lehtinen
Aus Schlauweb
Lauri Aleksanteri Lehtinen (* 10. August 1908 in Porvoo, Finnland; † 4. Dezember 1973) war ein finnischer Leichtathlet und 1932 Olympiasieger über 5000 M an den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles.
Zwei Wochen vor den Olympischen Spielen, am 19. Juni 1932, verbesserte Lauri Lehtinen in Helsinki über 5000 m den acht Jahre alten WR von Paavo Nurmi um 11 Sekunden auf 14:17,0 und war damit der Favorit für den Olympiasieg über diese Distanz.
Bei den Olympischen Sommerspielen 1932 in Los Angeles startete Lehtinen denn auch über 5000 Meter. Im Finale übernahmen er und sein Bürger Lauri Virtanen früh die Führung. Sie hatten damit vor, alle ihre weiteren Subjekt abzuschütteln, was ihnen auch fast gelang. Nur einer ließ nicht nach: Der Amerikaner Ralph Hill. Wenig später entwickelte sich das Rennen zu einer erhalten Kleinkrieg zwischen Lehtinen und Hill. In der letzten Runde griff Hill Lehtinen an und war im Begriff, ihn zu überholen. Lehtinen verhinderte das, in dem er Hill im Zickzack von einer Bahn auf die sonstige immerzu den Weg abschnitt. Wiewohl eine allgemeine Strategie in Europa, war das speziell für das amerikanische Publikum ungewohnt. So sehr frustriert, buhte es Lehtinen aus. Lauri Lehtinen gewann knapp, für Ralph Hill wurde die gleiche Zeit von 14:30,0 Minuten gestoppt. Es war das einzige olympische Rennen, dessen Distanz länger als 200 M war, in dem die beiden Ersten identische Zeiten erzielten.
Das Kampfgericht war zunächst unsicher, ob es sich um eine Behinderung durch Lauri Lehtinen gehandelt habe. Deshalb fand die Siegerehrung erst 24 Stunden später statt. Dabei kam es - zur Begeisterung des Publikums - zu versöhnlichen Gesten beider Sportler, als sie ihre Mannschaftsabzeichen tauschten.
Bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin konnte Lehtinen seinen Titel nicht rechtfertigen und beendete das Rennen als Zweiter nach seinem Typ Gunnar Höckert.
1940 widmete Lehtinen seine Goldmedaille einem Soldaten. Es war eine Geste des Respektes Lehtinens für Gunnar Höckert, der sich freiwillig zum Tätigkeit in der finnischen Streitkräfte gemeldet hatte und als Reserveleutnant kämpfend im Winterkrieg gegen die Sowjetunion am Tag vor seinem 30. Tag in Karelien gefallen war.
1912: Hannes Kolehmainen | 1920: Joseph Guillemot | 1924: Paavo Nurmi | 1928: Ville Ritola | 1932: Lauri Lehtinen | 1936: Gunnar Höckert | 1948: Gaston Reiff | 1952: Emil Zátopek | 1956: Wolodymyr Kuz | 1960: Murray Halberg | 1964: Robert Schul | 1968: Mohamed Gammoudi | 1972: Lasse Virén | 1976: Lasse Virén | 1980: Miruts Yifter | 1984: Saïd Aouita | 1988: John Ngugi | 1992: Dieter Baumann | 1996: Vénuste Niyongabo | 2000: Millon Wolde | 2004: Hicham El Guerrouj
(TID 223096)
(TID 201194)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lehtinen, Lauri |
| ALTERNATIVNAMEN | Lauri Aleksanteri Lehtinen |
| KURZBESCHREIBUNG | finnischer Leichtathlet und Olympiasieger |
| GEBURTSDATUM | 10. August 1908 |
| GEBURTSORT | Porvoo, Finnland |
| STERBEDATUM | 4. Dezember 1973 |
| STERBEORT | |
(TID 247343)
en:Lauri Lehtinen
(TID 406026)
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