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Mata Hari

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Karte von Mata Hari

Mata Hari war das Pseudonym der niederländischen Tänzerin Margaretha Geertruida Zelle (* 7. August 1876 in Leeuwarden; † 15. Oktober 1917 in Vincennes). Bei ihrem Künstlernamen verwendete sie zeitweise die Namen Marguerite Campbell und Lady Gretha MacLeod.

Mata Hari war in der Zeit vor und während des ersten Weltkrieges als exotische Nackt-Tänzerin bekannt. Nach einem umstrittenen Prozess vor einem französischen Militärgericht wurde sie 1917 als vermeintliche Spionin für das Deutsche Reich hingerichtet.

Inhaltsverzeichnis

Lebensgeschichte

Die Berichte über das Leben und den Berufsweg Mata Haris sind so viel wie widersprüchlich. Zahlreiche Finessen aus ihrem Lebenslauf sind anfechtbar und werden von Kompromiss finden Biographen angezweifelt. Der Grund für die vielen Versionen ihres Lebenslaufes sind die zahlreichen Geschichten, die Mata Hari zu ihren Lebzeiten selbst „erfand“ und veränderte. Darüber auf sind die Umstände einer eventuellen Spionagetätigkeit nur durch manche Zeugnisse belegt.

Ihre Vita wurde in weit über 200 Büchern beschrieben. Nur ein Bruchrechnung dieser Bücher basiert jedoch auf Originalquellen. Die tatsächlichen Lebensdaten wurden übermäßig oft mit willkürlich erfundenen Geschichten, umstrittenen Anekdoten und einseitigen Darstellungen der Spionagevorwürfe vermengt. So schrieb Friedrich Wencker-Wildberg in den Quellennachweisen seiner 1936 erstmalig erschienenen Biographie:

Über Mata Hari hat sich im Laufe der letzten zwanzig Jahre eine ziemlich umfangreiche Literatur angesammelt. Unterzieht man die einzelnen Schriften einer kritischen Untersuchung, so bleibt sehr viel Spreu und herzlich wenig Weizen übrig, ja man wundert sich geradezu, daß über eine Frau die immerhin eine Zeitlang im hellen Rampenlicht der Öffentlichkeit gestanden und Behörden, Presse und Literatur beschäftigt hat, die widerspruchvollsten und unwahrscheinlichsten Geschichten verbreitet wurden ...

Auch ihr Biograph Sam Waagenaar macht in den Beschreibungen ihres Lebens eine „wahre Flut von Märchen“, Erfindungen und schlicht voneinander abgeschriebenen Unwahrheiten aus.

Kindheit und Jugend

Margaretha Geertruida Zelle wurde 1876 als einzige Verwandter des Hutmachers Adam Zelle und seiner Frau Antje van der Meulen in der niederländischen Gemarkung Leeuwarden geboren. Einen Teil ihrer Kindheit verlebte sie in einem alten Patrizierhaus in der Grote Kerkstraat 28, welches die Familie 1883 bedeckt hatte. Sie hatte drei Brüder, Johannes Henderikus sowie die Zwillinge Ari Anne und Cornelis Coenrad.

Ihr Verwandter Adam Zelle, der ein Mützengeschäft in Leeuwarden betrieb, ging etwa 1891 infolge seiner Einschluss an spekulativen Geschäften bankrott. Im selben Jahr starb ihre Mutter. Die Familie zog nach Amsterdam. Hier heiratete Adam Zelle recht schnell nochmal und eröffnete vom Geld seiner zweiten Frau einen wenig ertragreichen Kleinhandel mit Petroleum.

Die Mutter von Antje van der Meulen nahm sich der Bälger ihrer Tochter an und zahlte auch für deren Erziehung. Grietje, wie Mata Hari einmal in der Familie genannt wurde, kam in das Haus ihres Onkels Visser in Sneek, der mit einer Schwester von Adam Zelle verheiratet war. Die Familie ihres Onkels schickte sie auf ein Pensionat nach Leiden, um sie zu einer Kindergärtnerin ausbilden zu lassen. Sie brach ihre Ausbildung ab und zog dann zu ihrem Onkel Taconis nach Den Haag.

Durch eine Zeitungsannonce in Nieuws van den Dag lernte Grietje ihren zukünftigen Gatte im Jahre 1895 kennen. John McLeod war etwa 20 Jahre älter und hatte sich schon mit seinem Dasein als Alleinstehender abgefunden. Einer seiner Freunde setzte jedoch trotz der Vorbehalte McLeods einen Text auf, laut dem ein Offizier, der just „von den Westindischen Inseln zurückgekehrt sei“, die Bekanntschaft einer heiratswilligen jungen Dame suchte. Trotz des Altersunterschiedes war Grietje von McLeods Auftreten sowie seinen zahlreichen Orden und der Offiziersuniform angetan.

Ehe und Aufenthalt in Niederländisch-Indien

Am 11. Julei 1895 heiratete sie im Alter von neunzehn Jahren den niederländischen Kolonialoffizier Campbell Rudolph (John) MacLeod. Die Familie von John MacLeod stammt vom Clan der MacLeods aus Schottland. Der erste aktenmäßig erwähnte Leod war der Sohn Olafs des Schwarzen, der als König der Insel Man gegen Ende des 12. Jahrhunderts lebte. Dunvegan Castle war und ist bis auf den heutigen Tag der Stammsitz des schottischen Zweigs der Familie.

Die Flitterwochen verbrachten Grietje und ihr Mann in Wiesbaden. Am 30. Jan. 1896, knappe sieben Monate nach der Hochzeit, kam ihr Sohn Norman John zur Welt.

Am 1. Mai 1897 begab sich die Familie MacLeod, an Bord des Dampfers „Prinses Amalie“, nach Batavia – dem heutigen Jakarta – auf Java. Ihr Mann erhielt dort die Direktive nach Ambarawa, einem kleinen Ort mitten auf der Eiland Java, umzusiedeln. Am 2. Mai 1898 wurde die Familienmitglied Luisa Johanna, genannt Non, geboren.

Zur Thronbesteigung von Königin Wilhelmina wurde in Malang, dem damaligen Wohnsitz der Familie MacLeod, eine Operette aufgeführt, in der Gretha, wie sie sich zu dieser Zeit nannte, die Hauptrolle spielen sollte. Dies war zugleich ihr erster öffentlicher Auftritt. Im März 1899 wurde John MacLeod, inzwischen Major, nach Medan auf Sumatra versetzt.

Durch den Festspiel war das Paar etwa zwei Monate getrennt. In dieser Zeit kam es überwiegend im Brief- und Telegrammkontakt zu ersten Schwierigkeiten in ihrer Beziehung. John MacLeod ermahnte seine junge Frau aber und abermal zu mehr Sparsamkeit und der Alters- und Persönlichkeitsunterschied beider führte immer häufiger zu Problemen. Das Paar entfremdete sich zusehends. Am 28. Jun. 1899 starb Norman – der einzige Sohn der Familie – an den Folgen einer Vergiftung. Einige Wochen nach dem Vorfall enthüllte eine an der Cholera erkrankte Hausdienerin der Familie auf ihrem Sterbebett, dass sie Normans Essen vergiftet hatte, um sich für die Sanktionierung ihres Liebhabers durch McLeod zu rächen. Die kleine Non entging diesem Schicksal – je nach Version – nur durch die schnelle Hilfe eines Arztes bzw. wegen der Tatsache, dass sie von der Mutter noch gestillt wurde. Mit Normans Tod war der Bruch zwischen den Eheleuten endgültig nicht länger aufzuhalten.

Im September 1900 wurde Major MacLeod sein erst einmal erbetener Abschied aus der Streitkräfte bewilligt. Im Oktober übersiedelte die Familie nach Sindanglaja. Die Eheprobleme wurden stärker und John unterbreitete seiner Frau den Vorschlag, sich polarisieren zu lassen. Darauf ging sie nicht ein, da ihr Mann das Sorgerecht für die gemeinsame Angehöriger forderte. Im März 1902 reiste das Paar zurück nach Niederlande und bezog dort getrennte Wohnungen. Es kam oft zu Versöhnungen, die nach wenigen Wochen aber wiederholt in Streit und Trennung ausarteten. Im Oktober 1903 fuhr Gretha zum ersten Mal nach Paris, um eine Karriere als Schauspielerin zu planen. Ihre Hoffnungen wurden jedoch enttäuscht und um ihre knappen finanziellen Mittel aufzubessern, musste sie letztlich Modell für verschiedene Maler stehen. Der Maler Octave Guillonnet lehnt sie zunächst als ungeeignet ab, portraitiert sie dann aber nach einem Ohnmachtsanfall aus Mitleid für ein Bekanntmachung des Gaité-Theaters. Auch sein Kollege Gustave Assire engagierte sie einzig als Modell. Andere Arbeiten blieben allerdings aus und Gretha kehrte im Folgenden desillusioniert nach Königreich der Niederlande zurück.

Legendenbildung

In den Jahren 1903 und 1905 entstand die Geschichte der indischen Tempeltänzerin Mata Hari. Der Name bedeutet auf malaiisch Auge der Morgenröte oder auchAuge des Morgens respektive Auge des Tages und wird als Synonym für die Sonne benutzt. Zwischen 1903 und 1905 entwarf sie ihren Tanz, ihr Kostüm und ihre Legende, die einmal auf fruchtbaren Boden fielen. Exotische und frivole Tänzerinnen war Paris zwar gewohnt, eine indische Bajadere, die mit einer geheimnisvollen Geschichte und Herkunft versorgen konnte, war jedoch etwas Neues. Die "bessere Gesellschaft" von Paris war immer auf der Recherche nach neuen Sensationen und Unterhaltung. Die Geschichte und der Tanz von Mata Hari faszinierten das reiche und gelangweilte Publikum. Da es kaum Fachleute über indische oder javanesische Tänze und Kultur gab, musste Mata Hari keine Aufdeckung befürchten und veränderte auch ihre Behaupten über ihre Herkunft, je nachdem, welcher Periodikum sie ein Interview gab oder mit wem sie sprach.

In einem zeitgenössischen Zeitungsbericht berichtete Mata Hari selbst von ihrer Jugend auf Java:

„In Malabar, an der Küste Südindiens, kam ich als Tochter einer Brahmanenfamilie zur Welt. Meine Mutter war eine berühmte und gefeierte Bayadere im Tempel Kanda Swany; mit vierzehn Jahren, als sie mich gebar, starb sie. Als ihre Leiche auf dem Scheiterhaufen verbrannt war, zogen mich die Priester auf und gaben mir den Namen Mata Hari. Schon als kleines Kind wurde ich in der unterirdischen Grotte der Pagode Schiwas in die heiligen Tänze des Gottes eingeweiht, da ich die Nachfolgerin meiner Mutter werden sollte. [...] So reifte ich allmählich zur Jungfrau heran, und in einer warmen Frühlingsnacht, als die silberne Mondscheibe am Himmel hing, wurde ich in die Geheimnisse der heiligen Liebe der Göttin Sakryjuda eingeweiht [...] Als Bayadere durfte ich nie irdische Liebe empfinden. Mein Leben war dem Gott geweiht. Da lernte ich einen britischen Kolonialoffizier kennen, der entführte mich aus dem Heiligtum Schiwas und macht mich zu seiner Gattin. So bin ich Lady Gretha MacLeod geworden“

Diese und zusätzliche Legenden wurden von Mata Hari selbst „erfunden“, um sie in eine Orientalin zu verwandeln und um ihrem Phantasietanz eine uralte Geschichte und Authentizität zu geben. Häufig siedelte sie ihre Kindheit auch auf Java an. Oft behauptete sie auch die Enkelin eines indonesischen Königs zu sein, dessen Tochter einen niederländischen Soldat heiratete, mit zwei Jahren nach Deutschland auf ein Pensionat gekommen zu sein und dort, mit 16 Jahren, den englischen Soldat Mac Leod geheiratet zu haben. Über gut ein Zwölf Stück dieser Versionen ihrer selbst erfundenen Legende berichtete Sam Waagenaar in seinem Ersten bewahren Bericht über die legendäre Spionin. Ihre exotische Herkunft galt noch bis zum Ende der 1920er Jahre als Tatsache. Obgleich schon früh Zweifel an ihrer Geschichte aufkamen, u.a. durch die französische Schriftstellerin Colette, wurde die Legende Mata Haris erst 1930 durch den Journalisten Charles S. Heymans vollends enthüllt.

Mata Hari war zwar in Indonesien, hatte jedoch tatsächlich nie „indische“ Tänze gelernt oder sich mit ihnen beschäftigt. Was sie in den Pariser Salons vortrug, waren persönliche Schöpfungen, genau wie das Märchen ihrer indischen Abstammung. Aber gerade diese exotische Note wirkte auf ihr Publikum und bahnte ihren Weg zum Erfolg. Ihr Siegeszug als gefeierte Tänzerin begann.

Mata Hari

Ab 1905 fing sie unter dem Namen Lady MacLeod und mit dem Nickname Mata Hari in Paris ihre Karriere als Tänzerin an, ohne je Tanzunterricht erhalten zu haben. Ihr erster Auftritt fand Ende Jan. 1905 qualifiziert einer Wohltätigkeitsveranstaltung von Baronin Kiréevsky in Paris statt. Durch Pressemitteilungen, die sich auf "eine Frau aus dem Fernen Osten" bezogen, "die mit Parfüm und Juwelen beladen nach Europa kam, um sich mit Schleiern zu verhüllen und enthüllen", wurden sonstige Mäzene auf Lady MacLeod aufmerksam.

Die französische Blatt „Le Courrier francais“ berichtete am 16. Febr. 1905 über Mata Hari folgendes:

Lady Mac Leod, deren Namen man bald in ganz Paris kennen wird, hat aus Indien, wo sie mit einem hohen Offizier verheiratet war, auf recht eigenwilligen Legenden basierende Tempeltänze mitgebracht. Beim Diner de faveur bei Julien unter dem Vorsitz von Marthe Régnier aus dem Vaudeville sowie von Monsieur Tauride, dem Direktor des Odéon, verlas unser Kollege Georges Visinet mit seiner kraftvollen Stimme die Anrufung des Gottes Shiwa. (...) Mit bemerkenswerter Geschmeidigkeit bietet Lady Mac Leod diese wirklich sehenswerten Tänze dar, die in Klubs und Salons begeistert aufgenommen werden. Die getanzte Legende von der Prinzessin und der bezaubernden Blume fand großen Beifall.

Auf Vorladung des Industriellen Emile Guimet tanzte sie am 13. März 1905 in seinem Museum vor einem ausgesuchten Publikum und präsentierte dort Nachempfindungen indischer Tempeltänze. Ungeachtet sie noch im Februar als Lady Mac Load in den Zeitungen angekündigt wurde, hatte sie am 13. März ihren endgültigen Künstlernamen entdeckt und ausgedacht - Mata Hari.

Die Szene, in der sie zuletzt auf Kante genäht nackt tanzte, war Knüller und Skandal zugleich. Es folgten Auftritte in den Salons unter anderem von Bankbediensteter Adliger Henri de Rothschild, Cécile Sorel, Gaston Menier und Natalie Clifford Barney. Der legendäre Charakter der Ballets Russes, Gabriel Astruc, wurde ihr Manager.

1905 war auch das erfolgreichste Jahr für Mata Hari. Sie gab 35 Vorstellungen, residierte in den teuersten Hotels und bezog eine eigene Wohnung in der vornehmen Rue Balzac Nummer 3. Ende des Jahres kündigte sie einem holländischen Journalisten an, dass sie den Tanz aufgeben und einen osteuropäischen Fürsten ehelichen würde. Kurz danach tauchten Gerüchte auf, sie würde sich zur Geistliche Übung in ein Lama-Kloster nach Tibet zurückziehen. Diese augenscheinlich von Mata Hari gezielt platzierten Falschmeldungen sorgten dafür, dass ein Interesse der Öffentlichkeit an der geheimnisvollen Tänzerin nie wirklich nachließ. Dessen ungeachtet hatte sie schon nach kurzer Zeit mit Kopien ihrer Idee zu kämpfen. Die Tänzerin Suzy Deguez kopierte in den Folies Bergère ihre Tempeltänze. Trotz heftiger Proteste von Mata Hari in Zeitungen gegen diese "seelenlosen Kopien ohne Tiefgang und langjähriges Studium" blieb das Interesse an ihr, zuerst als Werbesymbol, ungebrochen. Ihr Bild erschien auf Postkarten, Zigarettenschachteln und Keksdosen.

Ihr erstes Auslandsengagement führte sie 1906 nach Spanien in den Zentralen Kursaal in Madrid. Hier lernte sie auch den französischen Botschafter Jules Cambon kennen. Diese Bekanntschaft rettete ihr zwar nicht das Leben, aber Cambon war 1917 der einzige, der in ihrem Prozess zu ihren Gunsten aussagte und sich nicht versteckte. Im Gummi Theater Olympische Spiele erschien sie 1906 vor großem Publikum angebracht eines Variéteprogramms. In Monte Carlo sah man sie im dritten Akt von Jules Massenets Singspiel Le Roi de Lahore daneben der Ballerina Carlotta Zambelli.

Am 26. Apr. 1906 erging das Scheidungsurteil für ihre Ehe. Mata Hari wurde zwecks von Nacktaufnahmen, die sie für einen Künstler produzieren ließ und die aus ungeklärten Gründen an Liebhaber verkauft wurden und so in der Öffentlichkeit kursierten, schuldig geschieden. Die Familienmitglied wurde im Weiteren dem Paps zugesprochen. Die Öffentlichkeit erfuhr nichts von diesem Vorgang. Für die europäische Gesellschaft gab es nur Mata Hari, die geheimnisumwitterte indische Tempelbajadere, über deren romantische Herkunft sich die Zeitungen mit fantastischen Geschichten gegenseitig übertrumpften.

Nach ihrem triumphalen Auftritt in Monte Carlo reiste Mata Hari nach Berlin. Sie soll in der deutschen Kapitale jede Menge Monate mit dem Husarenhauptmann Alfred Kiepert zusammengelebt haben. Laut ihrem Biografen Fred Kupfermann soll sie sich dort in einer Wohnung in der Nachodstrasse 18 zurückgezogen haben, bis ihr Entscheider Astruc ihr ein Engagement in Wien verschaffte.

Sie feierte Ende 1906 große Erfolge in Wien. Nach Mata Haris ersten Auftritt in der Gemeinde schrieb das Neue Wiener Zeitung am 15. Dezember 1906 eine begeisterte Kritik:

Isadora Duncan ist tot, es lebe Mata Hari! Die Barfußtänzerin ist vieux jeu, die Künstlerin up to date zeigt mehr... (...) Mata Haris Tänze seien ein Gebet...der Inder tanzt, wenn er die Götter ehrt. Mata Hari selbst tritt gemessenen Schrittes ein. Eine junonische Erscheinung. Große, feurige Augen verleihen ihrem edel geschnittenen Gesicht besonderen Ausdruck. Der dunkle Hautfarbe – wohl Erbstück von Großpapa Persönlichkeit – kleidet sie prächtig, eine exotische Schönheit ersten Ranges. Ein weißes faltiges Tuch hüllt sie ein, eine rote Rose schmückt das tiefschwarze Haar. Und Mata Hari tanzt....Das heißt: sie tanzt nicht. Sie verrichtet ein Gebet vor dem Götzenbild, wie ein Geistlicher den Gottesdienst. (...) Unter dem Schleier trägt die schöne Tänzerin auf dem Oberkörper einen Brustschmuck und einen Goldgürtel...sonst nichts. Die Kühnheit des Kostüms bildet eine kleine Sensation. Doch nicht der leiseste Schein der Indezenz...Das, was die Künstlerin im Tanze verrät, ist reinste Kunst. Der Tanz schließt mit dem Sieg der Liebe über die Zurückhaltung... der Schleier fällt. Mächtiger Ovation ertönt. Schon aber ist Mata Hari verschwunden.

Es tauchten Gerüchte auf über ihre wahre Identität auf. Mata Hari wehrte sich in der Presse mit einer neuen Lebensgeschichte:

Er (der Vater von Mata Hari) war Berufsoffizier. Er hat mich auf Java aufwachsen lassen und dann in ein aristrokratisches Internat nach Wiesbaden geschickt.

Ein weiteres Gerücht berichtete von einem Verhältnis der Tänzerin mit dem Sohn des deutschen Kaisers Wilhelm II.. Dieses wurde von ihr nicht dementiert, was ihr in ihrem späteren Prozess negativ ausgelegt werden sollte.

In Berlin gab sie eine Vorstellung für den deutschen Kaiser und dessen Familie. Sie kehrte 1907 nach Paris zurück. Im selben Jahr erschien die von ihrem Familienmitglied Adam verfasste Lebensbeschreibung "De Roman van Mata Hari, de levensgeschiedenis mijner dochter en mijne grieven tegen haar vroegeren echtgenoot". Diese "Lebensgeschichte" enthielt bei gefälschten Dokumenten, mit denen der Vati eine adelige Abstammung seiner Familienangehöriger belegen wollte, zu Beginn Anschuldigen gegen ihren Ex-Mann.

Im Jahreszeit 1907 begab sie sich auf eine Reise nach Ägypten und blieb für ihre europäische Anhängerschaft verschwunden. Gerüchteweise verlautete, sie halte sich im "Nillande auf, um die alten Mysterien zu studieren". Am 30. März 1907 befand sich Mata Hari in Rom und telegrafierte ihrem Leiter eine Anfrage, ob inzwischen neue Engagements für sie eingetroffen seien. Sie schrieb auch an Richard Strauss, um sich für seine neue Inszenierung als Salome vorzuschlagen: "Nur ich kann die Salome tanzen". Sie erhielt jedoch keine Antwort und reiste nach Paris ab.

In Frankreich angekommen musste Mata Hari feststellen, dass man sie als Künstlerin fast schon vergessen hatte und Kopien ihrer Idee und Tänze überall auftauchten. Die Tänzerin Colette tanzte fast nackt in "Der Ägyptische Traum" im Moulin Rouge und in Kapitale zeigte die marokkanische Tänzerin Sulamith Raha in einem "Evakostüm" ihren Schwerttanz, den Schleiertanz und einen Bauchtanz. Auch Maud Allan tanzte inzwischen siegreich auf europäischen Bühnen mit ihren "Visions of Salome". Als Reaktion kündigte Mata Hari am 20. September 1908 einer Journal ihren Rücktritt von der Bühne an. In einer englischen Periodikum beklagte sie sich mit folgenden Worten über ihre Kopien:

(...) Seither nehmen einige Damen den Titel einer orientalischen Tänzerin für sich in Anspruch. Ich würde mich vielleicht durch solche Beweise der Aufmerksamkeit geschmeichelt fühlen, wenn die Darbietungen dieser Damen einen gewissen wissenschaftlichen und ästhetischen Wert besäßen, aber das ist nicht der Fall.

1908 tanzte sie immer häufiger auf Wohltätigkeitsveranstaltungen wie im Théâtre du Trocadéro, im Pont aux Dames und im Houlgate. Um ihre Tanzdarbietung aufzufrischen, begann sie für kurze Zeit mit zwei Schlangen aufzutreten, was sie aber schnell erneut aufgab. So verbrachte sie die Jahre bis 1910 recht untätig und immer auf der Ermittlung nach neuen Engagements oder Gönnern, die ihren luxuriösen Lebensstil finanzieren konnten.

1910 übernahm sie die Rolle der Kleopatra in Antar von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow in Monte Carlo. Doch Antoine, der Erfinder des realistischen Theaters und Regisseur des Stücks, war missmutig mit ihren Leistungen als Tänzerin. Als sie erwartete von Antoine auch für die Aufführung von Antar in seinem eigenen Theater am Chaussee de Strasbourg engagiert zu werden, wurde sie enttäuscht. Schnell wurden Journalisten auf den Streit zwischen dem Regisseur und der Tänzerin aufmerksam und alle beide leiteten die Postulieren des jeweilig anderen der Presse zu. Als die Aussage von Antoine, Mata Hari habe nichts erfunden und ihre orientalischen Tänzer seien abgestandenes Zeug, veröffentlicht wurden, klagte Mata Hari auf Verleumdung und forderte Schadenersatz. Antoine verklagte im Weiteren Mata Hari und versuchte damit auch ihren Legende zu zerstören. Der Prozess zog sich bis Dezember 1911 in die Länge und Mata Hari gewann. Ihre Ehre war wiederhergestellt, sonstige Engagements blieben jedoch in der Folgezeit allerdings aus.

Vom Warme Jahreszeit 1910 bis Ende 1911 hielt sie sich – von die Öffentlichkeit klammheimlich – in einem Bauwerk im französischen Dorf Esvres auf. Als Mätresse des Bankiers Xavier Rousseau lebte sie auf seinem Gebäude de la Dorée im Touraine. Nach Beendigung der Affäre schenkte ihr Xavier Rousseau ein Haus in der Rue Windsor Nummer 11 in Neuilly bei Paris. Während der Theatersaison 1911/12 präsentierte Mata Hari in der Mailänder Scala ihren Reigen, ReihenDie Prinzessin und die Zauberblume im fünften Akt von Christoph Willibald Glucks Werk Armide und verkörperte die Venus in Antonio Marcenos Ballett Bacchus und Gambrinus. In den privaten Salons der italienischen Creme de la Creme tanzte sie die Salome. Im März 1912 versuchte Mata Hari hoffnungslos ein Engagement von Sergej Djagilew zu erhalten, der mit seinem Ensemble märchenhafte Erfolge europäisch feierte, wurde jedoch brüsk abgewiesen. Hin und nochmal konnte sie ihre orientalischen Tänze noch vor einem größeren Publikum zeigen. Am 14. Dez. 1912 war sie in der Vorstellung "Indische Kunst" in der Université des Annales zu sehen. Auch ihr Leiter Astruc, der inzwischen Persönlichkeit des Théâtre des Champs Elysées geworden war, wandte sich von ihr ab.

Zu dieser Zeit versuchte Mata Hari auch, den Verhältnis zu ihrer Angehöriger Non herzustellen, doch ihr Ex-Ehemann sandte ihre Post ungeöffnet an sie zurück. Schließlich schickte Mata Hari ihre engste Vertraute, das Dienstmädchen Anna Lintjens, nach Holland. Diese sollte Non möglicherweise zu ihr nach Neuilly-sur-Seine bringen, wo Mata Hari seit Ende 1911 in ihrer kleinen Villa wohnte. Dieser Versuch eines ungestörten Treffens mit ihrer Verwandter wurde in sich verständigen auf Berichten als geplante Entführung dargestellt. Ob Anna Lintjes wirklich den Auftrag hatte, Non in eine übrige Gemeinde zu bringen, ist unklar. Sie kehrte ohne die Angehöriger nach Französische Republik zurück. Spätere Biografen von Mata Hari erwähnen die angeblich geplante Entführung der Verwandter nicht mehr. Auch ist fraglich, ob sich Mata Hari, deren Engagements zu dieser Zeit schnell abnahmen und deren finanzielle Lage sich immer mehr zuspitzte, sich der Risiko einer Ergreifung wegen Entführung oder eines Rechtsstreites zu diesem Zeitpunkt ausgesetzt hätte.

1913 reiste Mata Hari nach Berlin und sah während einer Rundfahrt durch die Gemarkung den deutschen Kronprinzen. Ihr Interesse wurde von einem Beobachter namens Guido Kreutzer als fanatische Antipathie gegenüber Deutschland fehlinterpretiert. Gegenüber einem Freund unterstellte Kreutzer ihr gar Attentatspläne gegen den Kronprinzen. Seine Verdachtsmomente dokumentierte Kreutzer 1923 in dem Buch "Der Deutsche Edelmann und die Frauen in seinem Leben". Als Mata Hari darum bat, vor dem deutschen Kronprinzen abzappeln zu dürfen, wurde ihrer Bitte nicht entsprochen. So reiste sie unverrichteter Sachen aus Kapitale ab, ohne je die Bekanntschaft des deutschen Kronprinzen gemacht zu haben.

Am 28. Juni 1913 trat sie als spanische Tänzerin in La Revue en Chemise in den Folies Bergère auf. Im Kino Gaumont zeigte sie ein letztes Mal ihren Tanz für den Gott Shiwa. Nach drei Auftritten im Musée Galliera im Jan. 1914 berichtete sie einem Journalisten der Vogue, sie bereite ein sensationelles Wiedergeburt vor. Sie reiste erneut nach Berlin, da in Paris keine Sau Interesse an ihren Tänzen zeigte. Ende Februar telegrafierte Mata Hari an Emile Guimet, ob sie ihren Heil nicht mit ägyptischen Tänzen wiederherstellen könne. Seine Antwort vom 9. März 1914 ist bezeichnend: "Chére Madame, ägyptisches Ballett zu machen ist eine ausgezeichnete Idee, vorausgesetzt, es ist wirklich ägyptisch."

Im August 1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Mata Hari befand sich zu dieser Zeit abermals in Paris. Ein Engagement am Metropol-Theater für das Stück Der Millionendieb kam nimmer zustande. Sie kehrte nach Niederlande zurück und war noch einmal im Königlichen Theater von Den Haag im Ballett Les Folies Francaises zu sehen.

Vorwurf der Spionagetätigkeit

Im Laufe der Zeit kam es zu Kontakten mit Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, was jedoch angesichts Mata Haris Popularität und ihres Erfolges nicht verwunderlich war. Diese Kontakte und Informationen, mit denen Mata Hari partiell geplant oder unwissentlich warb oder den Äußeres erweckte wesentlich mehr zu wissen oder in Erfahrung bringen zu können, wurden ihr zuletzt zum Verhängnis.

Der deutsche Abschirmdienst soll Mata Hari im Jahr 1914 ca. 20.000 bis 30.000 RM geboten haben, um ihre Leistungen als Spionin zu erkaufen. Der Spionagevorwurf wurde später mindestens durch den deutschen Generalmajor a. D. Hempp entkräftet. Hempp, der frühere Leiter der Heeres-Abwehr im Reichsministerium, wusste selbst nichts von Mata Hari als Spionin. In anderen Quellen wird jedoch gar eine von Deutschland finanzierte Ausbildung Mata Haris zur Spionin beschrieben. Angeblich aus Armut soll Mata Hari das Angebot imaginär haben und ab sofort unter dem Decknamen H21 für das deutsche Reich spioniert haben. Ob sie überhaupt Gelegenheit dazu hatte, entscheidende Angaben an die deutsche Verteidigung weiterzuleiten oder je unter diesem Decknamen tätig war, ist stark umstritten.

1914 flüchtete Mata Hari vor Gläubigern und unbezahlten Rechnungen, jedoch ab Spionen oder Beschuldigen der Entente, wie später behauptet wurde, nach Den Haag. Da Engagements ausblieben und in den Hauptstädten das Massensterben der Soldaten im Bewaffnete Auseinandersetzung das Hauptthema war, hatte kaum ein Theaterbesucher Lust, sich eine indische Nackttänzerin anzusehen. Ihren aufwändigen und luxuriösen Lebensstil konnte sie daher nicht in der gewohnten Art und Weise fortsetzen. Im Okt. 1914 mietete sie ein kleines Haus in Den Haag. Dort und in Amsterdam war sie Gast der französischen Oper und hatte etliche Tanzabende.

Zu jener Zeit soll Mata Hari den 21-jährigen russischen Offizier Wladimir Masloff verstehen gelernt haben. Die Art der Beziehung Mata Haris zu Masloff war in der Nachkriegszeit Gegenstand zahlreicher Diskussionen. So soll Mata Hari trotz der 17 Jahre Altersunterschied eine Beziehung mit dem Russen komprimiert sein. Nachdem Masloff zurück an die Front beordert worden sei, soll er dort im Kleinkrieg eines seiner Augen verloren haben. Die Kosten für die Therapie dieser Kriegsverletzung wurden später von einigen Biographen Mata Haris als mögliches Antrieb für eine Spionagetätigkeit genannt. Während diese These in erster Linie von französischen Biographen vertreten wurde, verweist der deutsche Autor Friedrich Wencker-Wildberg die Geschichte eindeutig in das Reich der Legenden. Laut seinen Unterlagen wurde Masloff erstmalig im Aug. 1917 verletzt - also zu einem Zeitpunkt, als Mata Hari schon im Gefängnis auf ihre Exekution wartete.

Im Frühjahr 1915 kehrte sie nach Paris zurück, angeblich um wichtige Erkundigungen über die französische Vorbereitungen zu einer neuen Sturm einzuziehen. Tatsächlich löste sie ihren luxuriösen Villenhaushalt in Neuilly auf, den sie sich nicht länger leisten konnte. Mata Hari war zu dieser Zeit schon knapp zahlungsunfähig. Dr. Bizard, ein Gummi Präfekturarzt, sah sie in jenen Wochen abermals in den besseren Stundenhotels der Stadt.

Schon Mittelpunkt 1915 wurde der französische Spionageabwehrdienst des zweiten Büros des Generalstabs auf Mata Hari aufmerksam. Auf der Reise von Paris nach Spanien war sie bei der Landung in Southampton den Behörden des englischen Intelligence Dienstleistung aufgefallen, die von ihren Agenten aus Madrid schon Daten über sie erhielten. Mata Hari reiste mit einem Pass der auf den Namen Gertrud Benedix lautete. Die Bullerei befand ihre Ausweis für erfunden und man nahm sie fest. Mata Hari wurde nach London gebracht und Sir Basil Tompson, dem Leiter des englischen Spionageabwehrdienstes vorgeführt und einem Verhör unterzogen. Sie konnte sich rechtfertigen und Sir Basil, der viel Erfahrung im Umgang mit Spionen hatte, glaubte ihren Aussagen. Ob ihre Behauptung, sie sei die Frau eines deutschen Militärattachés namens Benedix, der Realität entsprach, kann man nimmer feststellen. In seinen Memoiren berichtet Tompson, dass Mata Hari um ein Gespräch unter vier Augen bat. In diesem Gespräch gestand sie, tatsächlich Spionin zu sein, allerdings nicht für Deutschland, anstatt für Frankreich. Tompson entließ Mata Hari, informierte aber die französische Geheimpolizei über die verdächtige Tätigkeit der Tänzerin. Ab diesem Zeitpunkt wurde Mata Hari praktisch rund um die Uhr überwacht.

In Madrid stieg sie im Palace Motel ab, ein Gasthaus dessen Gäste vielen Nationalitäten angehörten. Unten waren Beamte der französischen Botschaft aber auch deutsche Agenten. Hier soll Mata Hari im näheren Beziehung zum deutschen Militärattaché Major Arnold von Kalle gestanden haben. Zu diesem Punkt ihr Biograf Sam Waagenaar:

Bei ihrer Ankunft in Madrid bezog Mata Hari im Palace-Hotel Zimmer. Hier traf sie nicht etwa, sondern war die unmittelbare Nachbarin einer Berufsschwester von ihr - einer richtigen Spionin. Marthe Richard (auch Richter genannt) war eine junge Französin. Nachdem sie gleich zu Beginn ihren Mann im Krieg verloren hatte, stellte Ladoux sie für diese Tätigkeit ein.

Marthe Richard war Weib des deutschen Marineattachés, Herrn von Krohn. In ihrer Autobiografie beschreibt Marthe Richard, wie sie mit Mata Hari Tür an Tür wohnte. Zu diesem Punkt S. Waagenaar:

Von Marthe Richard selbst wird deutlich beschrieben, wie wenig in Madrid über Mata Haris angebliche Spionagetätigkeit bekannt war. Und sie sollte eigentlich davon gewußt haben.

Nur in französischen Zeitungen hatte Marthe Richard davon gelesen, und bis Apr. 1917 war kein Schwein in Madrid darüber informiert, dass Mata Hari eine Spionin war. Marthe Richard hatte auch keinen Auftrag, sie zu beschatten. Als sie in einer Heft erfuhr, dass Mata Hari angeblich mit Herrn von Krohn ein Verhältnis hatte, suchte sie ihren Liebhaber auf und machte ihm eine Szene. Auch in späteren Artikeln und Berichten werden von Kalle und von Krohn häufig verwechselt.

Auf ihrer Weiterreise von Madrid begab sie sich 1916 nach Paris und beantragte dort einen Pass nach Vittel. Vittel liegt in den Vogesen, unmittelbar vor der damaligen deutschen Westfront und war ein Sammelbecken für Offiziere und Mannschaften der französischen Luftflotte. Die Tänzerin erhielt die Genehmigung, sich nach Vittel zu begeben. Dort unterhielt Mata Hari angeblich auch intime Beziehungen zu französischen Fliegeroffizieren. In den Berichten der französischen Geheimpolizei wurde alle Schritt von Mata Hari protokolliert. Sie ging einkaufen, trank Tee, besuchte Freunde und besuchte eine Wahrsagerin. Selbst Ladoux konnte keine verdächtigen Tätigkeiten erkennen. Die Männer, die diese Berichte verfassten, fügten in diese Bericht allerdings ihre eigenen Verdachtsmomente ein. So soll Mata Hari an zwei aufeinander folgenden Tagen ihre Fahrtbeginn gerüstet haben. Alle beide Male sagte sie die angebliche Abfahrt erneut ab. Nach Berichten der Agenten wurden die Schiffe, die sie hätte applizieren sollen, torpediert und sanken. Es kann erdacht werden, dass diese Finessen schon ehedem einen grundlosen Verdacht schufen, der ihr im späteren Prozess als Beweis präsentiert wurde und die Volljurist nachhaltig beeindruckte. Sie verließ Vittel nach kurzer Zeit und ging zurück nach Paris.

Zur dieser Zeit hatte sich das zweite Büro des französischen Kriegsministeriums schon eingehend mit Mata Haris Aktivitäten befasst. Was man bis jetzt ermittelt hatte, reichte für eine Verhaftung jedoch nicht aus. Fest stand, dass sie im neutralen Ausland mit Deutschen verkehrte und mit diesen Personen chiffrierte Briefe austauschte. Man beschloss, sie als Holländerin in ihre Geburtsland abzuschieben. Major Ladoux, der Chef des französischen Spionageabwehrdienstes, ließ sie in sein Büro kommen und informierte sie über die Ausweisung. In diesem Gespräch, so die Autobiographie von Ladoux, gestand Mata Hari die Freundin eines deutschen Spions namens Krämer zu sein. Krämer war einer der führenden Agenten in Holland.

Im Dez. 1916 stellte Major Ladoux Mata Hari, die angeblich gegen eine Million Franc im deutschen Hauptquartier für Grande Nation Spionage betreiben wollte, eine Falle. Er gab der Tänzerin die Namen sechs belgischer Agenten, welche sie aufsuchen sollte. Fünf von Ihnen standen im Verdacht irreführende Neuigkeiten zu liefern, der sechste arbeitete für Frankreich und Deutschland. Zwei Wochen nachdem Mata Hari von Paris nach Spanien abreiste, wurde letzterer von den Deutschen erschossen, während die übrigen fünf Agenten unbelästigt blieben. Dies war für Ladoux der Beweis, dass sie die Namen der Spione den deutschen Militärbehörden verraten hatte. Man wartete für ihre Festnahme ihre Rückkehr nach Französische Republik ab und überwachte gleichzeitig die Abschriften aller Berichte, die von Madrid nach Deutschland gingen.

Zehn Tage nach diesem Vorfall wurde ein Bericht der Deutschen Botschaft in Madrid abgefangen. Die Botschaft lautete: „Nr. H21 soeben hier eingetroffen. Wir haben erreicht, daß sie in französischen Dienst eingestellt wird. Verlangt Order und Geld.“ Die Antwort aus Deutschland lautete: „H21 soll nach Frankreich zurückkehren und beobachten. Sie erhielt einen Scheck über 5.000 Franc, gezogen von Krämer auf Comptoire d'Escompte.“ Am 3. Jänner 1917 traf Mata Hari in Paris ein. Trotz der angeblich vorliegenden Beweise ließ man sich viel Zeit mit einer Verhaftung. Mata Hari konnte in aller Ruhe das Geld, das Major Ladoux ihr für ihre Reise nach Spanien gezahlt hatte, abheben und ausgeben.

Verhaftung und Prozess

Am Morgen des 13. Februar 1917 wurde sie von Polizeikommissar Priolet festgenommen und dem Untersuchungsrichter des Kriegsgerichts Hauptmann Bouchardon vorgeführt. Während der Verhöre bestand sie immer auf ihrer Unschuld. Sie wurde in die Untersuchungshaft nach Saint-Lazare gebracht. Nach zwei Tagen in einer normalen Einzelzelle wurde sie dann in die berühmte Zelle 12 gebracht. Hier waren schon vor Mata Hari bekannte Tatverdächtige wie Henriette Caillaux, die Mörderin des Figaro-Chefredakteurs Gaston Calmette, oder Félix Faures Mätresse Marguerite Steinheil untergebracht.

In dieser Zelle wohnte Mata Hari mit ihrer Aufseherin, der Klosterfrau Schwester Leonide. Dieses Amt versahen in Saint-Lazare fünfzig Nonnen vom Orden Marie-Joseph du Dorat. Außer Geistlichen, Ärzten, Juristen und ihrem Jurist hatte kein Schwein Zutritt zur Zelle der Tänzerin. Nur ihre Gläubiger verfolgen sie trotz ihrer Ergreifung und entsenden ihr Rechnungen und Mahnungen ins Gefängnis. Erst am 24. Juli 1917, fünf Monate nach ihrer Verhaftung, wurde die Klageschrift fertig gestellt und das Verfahren eröffnet. Mata Hari wurde des Hochverrats und Unterstützung des Feindes beschuldigt. Auf alle beide Vergehen stand zum damaligen Zeitpunkt die Todesstrafe.

Mata Haris Volljurist war der in Künstlerkreisen angesehene Berufstätiger Eduart Clunet, der schon zahlreiche bekannte Akteur vor Gericht vertreten hatte. Zum Zeitpunkt der Anklage von Mata Hari hatte er die Siebzig schon überschritten und war bis dato noch nie vor einem Kriegsgericht aufgetreten. So stellte er in seiner Verteidigung erstens die menschlichen Aspekte von Mata Haris Leben heraus, die als schwache Frau auf Unterstützung angewiesen sei. Den vorliegenden Verdächtigungen der Anklage versuchte er mit diesen Erklärungen zu begegnen. So soll Clunet des öfteren in emotionsgeladene Reden verfallen sein und versäumte dabei die Entkräftung der Anklagepunkte durch stichhaltige Beweise oder Zeugenaussagen. Die Jurist von Mata Hari waren Offiziere und Berufsmilitärs, keine Rechtsgelehrten und es gab während des Prozesses auch keine Geschworenen als Laienrichter. Clunets Versuche, Mata Hari als Opfer der Umstände und gestrandet geratene Künstlerin darzustellen, scheiterten an der unnachgiebigen Haltung der Richter.

Mata Hari wurde weiterhin vorgeworfen, eine Deutschland-Bewundererin zu sein, weil sie – was für eine Holländerin nicht ungewöhnlich war – Deutsch sprach und ihre Flitterwochen in Wiesbaden anstatt in Paris oder Venedig verbrachte. Erschwerend kam hinzu, dass sie vor Diplomaten und Offizieren tanzte, diese in ihre Stadtvilla in Paris einlud, Geldgeschenke gerne annahm und gute Kontakte zur Presse unterhielt. Da sie als Mata Hari ebenso ungeschickt mit ihren privaten Kapital umging wie als Gretha MacLeod, war sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Sie ließ sich daher gern beschenken, unabhängig von der Staatszugehörigkeit ihrer Mäzene. Ebenso musste sie in ihrer Rolle als Künstlerin gute Kontakte zur Presse unterhalten, um möglichst positive Berichterstattungen zu erwirken. So besaß Mata Hari viele Einklebebände mit allen über sie veröffentlichten Zeitungsartikeln und hob auch persönliche Einladungskarten auf.

Ein echter Beweis für ihre Spionagetätigkeit konnte nicht erbracht werden. Obgleich Major Ladoux wusste, dass die Spionin Marthe Richard die Angeklagte in allen Auftrumpfen hätte befreien können, wurde sie nie als Zeugin aufgerufen. Während des gesamten Prozesses wagte überhaupt nur einer von Mata Haris zahlreichen früheren Mäzenen, Bewunderern und Verehrern vor Gericht als Leumundszeuge auszusagen. Die Identität dieses Mannes, der „eine der höchsten Stellen“ in Französische Republik besetzte, musste auf seinen eigenen Wunsch geheim bleiben. In seiner Aussage bekräftigte er auch lediglich, dass seine Verbindung zu Mata Hari rein privater Natur wäre. Sein Auftritt beeindruckte die Jurist dementsprechend kaum, da er mit ganz anderen Aussage auch sich selbst der Weiterleitung möglicherweise kriegswichtiger Unterlagen bezichtigt hätte.

In der Besprechung wurden von Seiten der Anklage auch einige Schriftstücke aus dem Korrespondenz der Tänzerin mit einem französischen Politiker vorgelegt. Alle Korrespondenz trugen die Signum „My“. My – so das Gericht – bezeichnete entweder den früheren Innenminister Louis Malvy oder den gleichfalls aus dem Amt geschiedenen Kriegsminister Adolphe Pierre Messimy. Mata Hari behauptete jedoch der Korrespondenz sei rein privater Natur und daher bestünde sie aus Gründen der Diskretion darauf den Namen des Briefschreibers zu verschweigen. Ihre Standhaftigkeit, den Urheber der Korrespondenz nicht zu nennen, erhärteten jedoch nur die Verdachtsmomente der Richter. Sie verzichten darauf, alle beide Ex-Minister einer peinlichen Aussage vor Gericht zu unterziehen. Die intime Beziehung Mata Haris zu einem hochrangigen Subjekt warf jedoch a priori ein schlechtes Beleuchtung auf die Angeklagte. Der tatsächliche Urheber der Korrespondenz wurde erst 1926 nach einer hitzigen Diskussion im französischen Abgeordnetenhaus entlarvt. Kurz nachdem Louis Malvy entrüstet alle Vorwürfe zurückgewiesen hatte und schließlich ohnmächtig aus dem Saal gebraucht werden musste, gab General Messimy in einer öffentlichen Erklärung den Briefkontakt zu Mata Hari zu. Er bestand jedoch - möglicherweise aus Egoist - darauf, dass der Inhalt der Schreiben völlig harmloser Natur gewesen sei und keineswegs zu Spionagezwecken verwendet werden konnte.

Gemäß den anno dazumal herrschenden Moralische Werte war eine geschiedene Frau, die darüber auf noch vollkommen entkleidet vor Publikum tanzte, als unsittlich einzustufen. Der Urteilsverkündung durch Hauptmann Bouchardon ging dann auch ein Schlussrede voraus, der Mata Hari als äußerst zwielichtige Person darstellte. Bouchardon beschrieb sie als eine Frau,

„deren Sprachkenntnisse, zahllose Verbindungen, beachtliche Intelligenz und angeborene oder erworbene Sittenlosigkeit nur dazu beitragen, sie verdächtig zu machen. Ohne Skrupel und daran gewöhnt, sich der Männer zu bedienen, ist sie der Typ einer Frau, die zur Spionin prädestiniert ist.“

Der Hauptanklagepunkt, der als schlüssiger Beweis ihrer Doppelspionagetätigkeit von der Anklage vorgelegt wurde, war der Umstand das sich Mata Hari vom französischen Abschirmdienst anwerben ließ um die schon erwähnten sechs Agenten aufzusuchen. Im Prozess wurde sie gefragt wieso, wenn nicht sie die Namen an die Deutschen verraten hatte, einer der Agenten erschossen wurde. Ihre Antwort war zugleich ihr Todesurteil. Da sie fälschlicherweise davon ausging die Angaben wären „veraltet“ gewesen, gab sie die Weiterleitung der Namen gegen Geld zu.

Am 25. Juli wurde Mata Hari wegen Doppelspionage und Hochverrats von den Richtern des Militärgerichts zum Tode verurteilt.

Die Hinrichtung

Am 15. Oktober 1917, um 6:15 Uhr morgens, wurde Margareta Geertruida Zelle im Schloss Vincennes angrenzend Paris von einem zwölfköpfigen Exekutionskommando erschossen. Wie in Grande Nation früher üblich, wurden Delinquenten vorab nicht über den Vor-Ort-Termin ihrer Exekution informiert, um sie nicht länger als nötig zu beunruhigen. So erfuhr auch Mata Hari erst eine Stunde vor dem vereinbarten Hinrichtungstermin von ihrem Schicksal. Im Büro des Gefängnisdirektors durfte sie drei Abschiedsbriefe verfassen, die sie ihrem Rechtsbeistand aushändigte. Der erste Schrieb war an ihre Verwandter gerichtet, der zweite an Masloff und der dritte an den unbekannten Leumundszeugen. Ob diese Korrespondenz je ihre Adressaten erreichten, ist unbekannt. Der Aufenthaltsort aller drei Schriftstücke ist bis auf den heutigen Tag ungeklärt.

Die bei Erschießungen obligatorische Augenbinde verweigerte sie. Da sie sich nicht an den Pfahl festbinden lizenzieren wollte, wurde ihr alleinig ein Seil, welches mit dem Pfahl verbunden war, locker um die Taille gelegt. Von der abgefeuerten Salve traf angeblich nur ein einziger Verrückt tödlich, dieser allerdings direkt ins Herz. Ein zweiter Verrückt zerschmetterte ihr Knie. In Kompromiss finden Biografien wird berichtet dass von den zwölf abgegebenen Schüssen elf Mata Hari trafen. Ein Soldat gab ihr zuletzt aus kurzer Distanz den obligatorischen Gnadenschuss in den Kopf.

Ihre letzten Worte hatte Mata Hari vor allem an den befehlshabenden Offizier gerichtet: „Monsieur, ich danke Ihnen.“ An anderer Stelle wird berichtet, ihre letzten Worte seien „Das ist unglaublich!“ gewesen. Auch das Anführung „Der Tod ist nichts, auch das Leben nicht was das betrifft. Zu sterben, zu schlafen, ins Nichts zu verschwinden, was macht das schon? Alles nur Illusionen!“ wird ihr in diesem Zusammenhang zugeschrieben. Um ihre Exekution ranken sich mehrere sonstige Anekdoten, die aber sämtlich in den Bereich der Mythen gehören. So soll Mata Hari vor dem Erschießungskommando gelächelt, den Soldaten Küsse zugeworfen oder sich im Gesicht derselben entkleidet haben. Kurz nach ihrer Exekution verbreitete sich gar das Gerücht, Mata Hari hätte das Erschießungskommando schmieren lassen, wäre noch am Leben und mit einem jungen französischen Soldat aus dem Gefängnis geflüchtet.

Nachgeschichte

Da keine Sau auf die Sterbliche Überreste von Mata Hari Anspruch erhob und sich keine Sau fand, der die Kosten für eine Beerdigung übernehmen wollte, wurde ihr Körper der medizinischen Fakultät der Sorbonne zur Verfügung gestellt. Der Seziertisch der Medizin wurde zugleich das Grab der berühmten Tänzerin. Angeblich wurde ihr Kopf dabei präpariert und im Präservativ Museum der Lehre vom Körper ausgestellt, aus dem er jedoch in den 1950er Jahren unter mysteriösen Umständen unauffindbar sein soll. Die Geschichte des gestohlenen Kopfes basiert weitgehend auf einer Aussage des französischen Doktors Paul de Saint-Maur, der sich erinnern will, als junger Medizinstudent das Präparat eines rothaarigen Frauenkopfes in der Fakultät gesehen zu haben, der von jedem als Mata Haris Kopf bezeichnet wurde. Der Le Figaro veröffentlichte dann auch im Jahr 2000 eine Verzeichnis aller je im Museum ausgestellten Schädel, in welchem sich Mata Haris Name findet. Jedoch ließ sich durch Dokumente aus jener Zeit einzig die Aufnahme der Leichnam belegen. Da Mata Hari schwarzhaarig war und zu keiner Zeit rote Haare hatte, hinterlässt allerdings Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser Geschichte.

Ihre Familienmitglied Non wollte im Herbst des Jahres 1919 gleichermaßen nach Indonesien reisen, um dort als Lehrerin zu arbeiten. Während erst 21 Jahre alt, verstarb sie im August des Jahres – nur manche Woche vor Antritt ihrer Reise – an einer Gehirnblutung.

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Der Mythos Mata Hari

Schon kurz nach ihrem Tod wurde Mata Haris zu einem modernen Mythos. So wird Mata Hari gemeinhin als die große Spionin bezeichnet. Ihre Person gilt geradezu als Verkörperung einer Kurtisane oder der Femme fatale. Alternative sehen in ihr die indische Tempelbajadere und schamlose Nackttänzerin. Diese Verklärung ihrer Person basiert nicht zuletzt auf den zahlreichen Versionen ihrer Vita und der Diskussion über den Wahrheitsgehalt vieler Fakten.

Rückblickend kann Mata Hari weder als Meisterspion noch als ruchlose Hure oder gar als „indische“ Bajadere bezeichnet werden.

Diese Bezeichnungen entstanden kurz nach ihrem Prozess und wurden durch spätere Veröffentlichungen weiter verbreitet. Zur ihrer Zeit war Mata Hari unzweifelhaft als exotische oder indische Tänzerin bekannt. Der Umstand, dass sie zum Ende ihrer Tänze nackt vor dem Publikum erschien, förderte nicht nur ihren Erfolg, zugunsten auch Vermutungen über eine grundsätzlich vorhandene Sittenlosigkeit. Es gab verschiedene Hinweise über Affären zu prominenten Männern. Die Bezeichnung als Prostituierte ist dennoch aus heutiger Sicht nicht unumstritten, da sich kaum Belege der zahlreichen angedichteten Liebschaften finden lassen.

Auch wenn Mata Hari sich zum Ende ihrer Tänze entkleidete, legte sie zu keiner Zeit ihr besticktes Kostüm-Oberteil ab. Auf den wenigen Nacktaufnahmen ist sie immer mit einem Oberteil zu sehen.

Seit den 1990er Jahren existiert in Leeuwarden eine Mata-Hari-Stiftung, welche sich vorerst die Wiedereingliederung der berühmten Niederländerin zum Ziel gesetzt hat. Durch den Vergleich zeitgenössischer Dokumente kommen die Mitglieder der Gabe zum Schluss, dass Mata Hari nur Spielball verschiedener Geheimdienste war und vermöge ihres Wissens um eventuell kompromittierende Finessen über hochrangige Mensch sterben musste.

„Mata Hari war keine geborene Spionin. Man hat sie für die antideutsche Kriegskampagne benutzt. Sie war lediglich eine Frau, die das Leben genießen wollte und die nicht begriffen hatte, dass mit dem Krieg nichts sein würde wie zuvor.“

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Verfilmungen

Mata Haris bewegte Vita wurde mehrfach verfilmt. Die weit bekannteste Verfilmung stammt aus dem Jahr 1931 und entstand unter der Regie von George Fitzmaurice. Die Vorlage zum Film lieferte Thomas Coulson mit seinem Buch „Mata Hari, courtesan and spy“. In den Hauptrollen waren u. a. Greta Garbo und Ramon Novarro zu sehen.

  • Mata Hari, USA 1931, verlegt von Warner Home Video, Hamburg als VHS (2001, 85 Min.) und DVD (2005, 89 Min.)

Anliegend vorhanden übrige Verfilmungen mit dem Titel Mata Hari aus den Jahren 1920, 1978, 1985 und 1996.

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"Der Tanz ist ein Werk von dem jede Bewegung ein Wort ist." (Mata Hari)

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Literatur

Quellen

  • Gerhard Feix: Das Große Ohr von Paris – Fälle der Sûreté. Verlagshaus Das Neue Berlin, Hauptstadt 1975, S. 202–212
  • Sam Waagenaar: Mata Hari, Bastei-Lübbe, Bergisch-Gladbach, 1985, ISBN 3-404-61071-7
  • Sam Waagenaar: Sie nannte sich Mata Hari. Bild eines Lebens, Dokument einer Zeit, von Schröder, Hamburg 1964
  • Friedrich Wencker-Wildberg: Mata Hari. Roman ihres Lebens. Kiepenheuer, Leipzig 1994, ISBN 3-378-00572-6

Weiterführende Literatur

  • Philippe Collas: Mata-Hari. Sa véritable histoire. Plon, Paris 2003, ISBN 2-259-19872-4
  • Thomas Coulson: Mata Hari, courtesan and spy. Hutchinson, London 1930
  • Charles S. Heymans: La vraie Mata Hari - Courtisane et Espionne. Paris 1930
  • Marijke Huismans: Hata Hari (1876–1917), de levende legende. Verloren, Hilversum 1998, ISBN 90-6550-442-7
  • Fred Kupfermann: Mata Hari Träume und Lügen. Aufbau-Taschenbuchverlag, Hauptstadt 1999, ISBN 3-7466-1575-5
  • Brygida M. Ochaim, Claudia Balk: Variéte-Tänzerinnen um 1900. Vom Sinnenrausch zur Tanzmoderne, Ausstellung des Deutschen Theatermuseums München 23.10.1998–17.1.1999. Stroemfeld, Frankfurt/M. 1998, ISBN 3-87877-745-0
  • Diane Samuels: The true life fiction of Mata Hari. Hern, London 2002, ISBN 1-85459-672-1
  • Léon Schirmann: L'affaire Mata Hari. Enquête sur une machination. Tallandier, Paris 1994, ISBN 2-235-02126-3

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