Meteor
Aus Schlauweb
| Bild:Disambig-grau2.png | Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für übrige Bedeutungen siehe Meteor (Begriffsklärung). |
(TID 537110)
Meteor (griech. metéoros, bedeutet: „in der Luft schwebend“) nennt man die Leuchterscheinung am Himmel, welche durch Staub oder einen Gesteinsbrocken, den so genannten Meteoroid, hervorgerufen werden, wenn dieser vom Kosmos aus in die Atmosphäre der Erde eindringt.
Im Alltagssprache werden kleine Meteore auch Sternschnuppe genannt. Große dagegen heißen Boliden oder Feuerkugeln.
Die meisten Meteore andauern nur etwa eine Sekunde und werden von Elementarteilchen erzeugt, die nur einige Millimeter groß sind und zusammenfassend mit 30-70 Kilometern pro Sekunde auf die Erdatmosphäre auftreffen. Sie verglühen dabei vollständig. Viel seltener sind dagegen größere Objekte von mindestens übereinkommen Kilogramm Masse, die nicht vollständig verglühen und als Meteorit auf der Erdoberfläche auftreffen.
Der auftretende Leuchteffekt entsteht dabei nicht durch Verglühen des Teilchens, denn Meteore bilden sich in über 100 Kilometern Höhe, wo die Luft dafür noch zu dünn ist. Vielmehr werden durch die Bewegungsenergie Elektronen der Luftmoleküle auf ein höheres Energieniveau ermutigt und strahlen diese Energie kurz darauf als sichtbares Beleuchtung ab. Bei anderen Molekülen werden Elektronen mitgerissen (Ionisierung), die sich anschließend wiederholt mit den Ionen vereinigen und dabei im gleichen Sinne sichtbares Beleuchtung abstrahlen.
Außer dem sichtbaren Beleuchtung sind unregelmäßig auch gleichzeitig Geräusche zu hören. Dieses Phänomen wurde oft für eine Einbildung gehalten, weil durch die begrenzte Tempo des Schalls Geräusche erst viel später hörbar sein dürften. Dieser Tage geht man davon aus, dass die Geräusche durch niederfrequente Radiowellen, die durch Verwirbelungen im Plasma um den Asteroid entstehen, erzeugt werden (siehe Magnetohydrodynamik).
Daneben einzeln auftretenden Meteoren (so genannte sporadische Meteore) gibt es so genannte Meteorströme. Diese entstehen, wenn die Erde die Flugbahn eines Kometen kreuzt. Bekanntschaften Meteorströme sind die Quadrantiden im Januar, die Perseiden im Juli und August, die Leoniden im Nov. sowie die Geminiden im Dezember. In die deutsche astronomische Geschichte ging 1916 der Meteor von Treysa ein.
Im volkstümlichen Aberglauben vieler Länder hat jemand, der zufällig eine Sternschnuppe am nächtlichen Himmel sieht, einen Wunsch frei, der angeblich in Erfüllung geht. Sowie man die Sternschnuppe gesehen hat, solle man die Augen schließen und sich etwas wünschen. Wichtig sei, dass man keine Sau anderem von dem Wunsch erzählt, andernfalls gehe er nicht in Erfüllung.
Siehe auch
Literatur
- Hoffmeister, C.: Meteore, ihre kosmischen und irdischen Beziehungen. Akademische Verlagsgesellschaft m.b.H., Leipzig (1937)
- Hoffmeister, C.: Meteorströme, J. A. Barth Verlag, Leipzig (1948)
Weblinks
| (TID 646251) | Wiktionary: Sternschnuppe – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
(TID 222120)
| (TID 646251) | Commons: Meteor – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
- Sternschnuppe beziehungsweise Meteor im Astrolexikon
- Sternschnuppen - Highlights, Der Meteorschauer-Kalender
- Feuerkugel über Berlin
- Arbeitskreis Meteore e. V.
- Filmaufnahme Feuerball Peekskillbg:Метеор
bs:Meteor ca:Meteor (astronomia) cs:Meteor da:Meteor en:Meteor es:Meteoro (astronomía) et:Meteoor fi:Meteori fr:Étoile filante he:מטאור hr:Meteor hu:Meteor (fényjelenség) id:Meteor it:Meteora ja:流星 ko:유성 lv:Meteors nl:Meteoor no:Meteor pl:Meteor pt:Estrela cadente ro:Meteori ru:Метеор sh:Meteor simple:Meteor sk:Meteor sl:Meteor sr:Метеор sv:Meteor th:ดาวตก tr:GöktaşÄ uk:Метеор vi:Sao bÄng
zh:流星(TID 11001)
538/27