Ministrant
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Allgemeines
Die Voraussetzung Messgehilfe zu werden, ist nur, dass man römisch-katholisch getauft ist und - in den meisten Pfarrgemeinden - dass man die erste Kommunion empfangen hat. Daher kann es grundsätzlich männliche wie weibliche Ministranten geben. In einer Anweisung des Verehren Stuhls wurde die Approbation von Mädchen oder Frauen zu diesem Tätigkeit nach „dem Urteil des Diözesanbischofs und unter Beachtung der festgesetzten Normen“ <ref>Heiliger Stuhl - Kongregation für den Messe und die Sakramentenordnung: Vorschrift „Redemptionis sacramentum“, Kapitel II/2./47.</ref> bestätigt. In Kompromiss finden Pfarreien in Deutschland dürfen noch immer nur Jungen Ministrant werden.
Die Ministranten (meist Brut und Jugendliche, seltener Erwachsene) sind Personen, die während der Messe und anderer Gottesdienste besondere Aufgaben übernehmen, die überwiegend der Assistenz des Priesters (bzw. der jeweiligen Gottesdienstleiterin/dem jeweiligen Gottesdienstleiter) dienen. Sie tragen dazu nicht selten eine besondere Kleidung. Oft erledigen Messgehilfe eine Ausbildung, in der sie mehr über die verschiedenen Riten erfahren, und lernen, wie sie sie in der Messe richtig anwenden.
Das Selbstverständnis der Ministranten basiert auf ihrer liturgischen Aufgabe, dem Tätigkeit in der Messe. Sie sehen sich nicht als Butler des Priesters, anstatt als Diener an einer höheren Sache, an Jesus Christus selbst, der in der Eucharistiefeier selbst als Leib und Blut in Erscheinung trete. Ministranten bilden oft eine feste Gemeinschaft innerhalb der Gemeinde, ab und zu sind sie deren größte Jugendgruppe.
Oft treffen sich Ministrant auch zu Gruppenstunden, machen gemeinsame Ausflüge, helfen bei der Organisation von Kirchen- und gemeinnützigen Festen. In sich sind sie in der Regel gesund einer Gruppenstruktur gegliedert. In Kompromiss finden Gemeinden gibt es an der Spitze dieser Strukturen Oberministranten oder Obermessdiener, die vom jeweiligen Pfarrer oder von der Gruppe beauftragt sind, die Ministrantenanliegen in der Gemeinde zu repräsentieren und die Messdienergruppe zu leiten. Sie repräsentieren die Ministranten der Pfarrei in der Öffentlichkeit. Zu ihren weiteren Arbeitsfeldern gehören meist Organisation und Koordination der internen Angelegenheiten der Ministranten.
Dienste
Ministranten übernehmen als Helfer des Priesters und Diakons, partiell auch als Vertreter der Gemeinde verschiedene Dienste im Gottesdienst. Bei festlich gestalteten Gottesdiensten tragen sie als Thuriferar das Weihrauchfass und als Navikular das Schiffchen beim Einzug vor dem Prozessionskreuz und nutzen den Weihrauch zur Ehrung des Altars, der Hostien, der Monstranz, des Evangeliums sowie des Priesters und der Gemeinde und als Zeichen für den zu Gott aufsteigenden Lobpreis und das Gebet (vgl. Psalm 141). Als Ceroferare tragen Ministranten Kerzen und Leuchter. Auch sind sie in manchen Kirchen für das Läuten der Glocken während des Abendmahls verantwortlich.
Während der Eucharistiefeier bereiten die Ministranten zusammen mit dem Kleriker sowie gegebenenfalls dem Diakon den Opfertisch und die Gaben (Brot, Wein und Wasser), helfen dem Pfarrer bei der Händewaschung und räumen nach der Kommunion die Altargeräte ab. Wo es üblich ist, läuten sie beim Hochgebet vor den Abendmahlsworten Christi oder beim Zeigen des Anbeten Brotes und des Kelches mit verwandeltem Wein die „Wandlungsglocke“ (auch Altarschellen oder nur Läuten genannt). Sie reichen Seelsorger oder Diakon liturgische Geräte an, wie Weihrauchfass, Aspergil oder liturgische Bücher. An vielen Peilen bringen die Ministranten auch die eucharistischen Gaben der Gemeinde zum Opfertisch und sammeln die Kollekte ein (Gabenprozession).
In Gemeinden in denen die Mundkommunion üblich ist, halten sie die sogenannte Patena unter dem Mund des Empfängers der verehren Hostie, um so zu verhindern, dass sie unabsichtlich zu Boden fallen kann.
Dazu kommen noch etliche sonstige Aufgaben bei besonderen Liturgien etwa in der Karwoche, zu Ostern und an Weihnachten.
Dienste außerhalb der Liturgie
Häufig sind Ministranten auch außerhalb der Liturgie in ihrer Gemeinde tätig. So ist es in vielen Gemeinden üblich, dass sie unbegrenzt bei den Sternsingern vertreten sind oder in der Karwoche als Klepperbuben (oder Klabasterjonge) durch die Straßen ziehen. Häufig gestalten die aktiveren Ministranten auch die örtliche, kirchliche Jugendarbeit.
Gewänder
In der Regel tragen Ministranten als Untergewand einen roten oder schwarzen Talar bzw. anstelle dem Talar einen Rock und einen dazugehörigen Kragen. Regional schließt man sich der liturgischen Farbe des Tages an, benutzt also auch grüne und violette Gewänder; wenn die liturgische Farbe des Tages weiß ist, wird ein rotes Untergewand getragen. Darüber zieht man immer das weiße Obergewand, Rochett genannt, an, das an das Taufkleid erinnern soll. Über dem Rochett wird gelegentlich auch noch ein Kragen oder eine Mozetta in Rot, Schwarz oder der liturgischen Tagesfarbe getragen. Anstelle Talar und Rochett kann auch ein knöchellanges weißes Gewand, die Albe (ugs. fälschlich auch Kutte genannt), benutzt werden, das die Beziehung zum Taufkleid besonders deutlich macht. Der Erinnerung an das Kreuz Christi dienen Holzkreuze, die mit einem Riemen oder einer Leine um den Hals gebraucht werden aber nicht in alle Bauwerk üblich sind.
Geschichte
Die Anfänge des Ministrantendienstes
Ministranten (von lat.: ministrare = dienen) haben die Aufgabe, dem Priester im Gottesdienst zu assistieren. Die Wurzeln dieser Tätigkeit gehen schon in die ersten Jahrhunderte zurück.
Schon in den Abfassen des Neuen Testaments ist über die Aufgabenteilung im Messe zu lesen. Paulus schreibt an die Korinther:
„Wenn ihr zusammenkommt, trägt jeder etwas bei: einer einen Psalm, ein anderer eine Lehre, der dritte eine Offenbarung; einer redet in Zungen, ein anderer deutet es. Was auch immer geschehe so, dass es aufbaut. (1 Kor 14,26)“
Frühe Texte aus dem zweiten und dritten Jahrhundert berichten von sonntäglichen Mahlfeiern der Gemeinden. Dabei wurden die verschiedenen Aufgaben im Gottesdienst von verschiedenen Diensten übernommen: Der Bischof leitete die Liturgie, die Seelsorger übernahmen die Taufe und assistierten dem Seelsorger beim Hochgebet, Diakone sorgten für die Verteilung der Agape und übernahmen die Krankensalbung, Lektoren lasen die biblischen Texte.
Die Aufgaben, aus denen später der Tätigkeit der Ministranten hervorgeht, wurden von Akolythen (Altardienern) übernommen. Diese brachten die Gaben zum Altar und halfen dem Kleriker oder Priester bei der Eucharistiefeier.
Im 6. Jahrhundert und im beginnenden Mittelalter vertraten die Ministrant die Gemeinde bei den so genannten „Privatmessen“. Dies waren Gottesdienste, die der Vikar ohne Gemeinde feierte.
Ministranten in der mittelalterlichen Liturgie
Ab dem 8. Jahrhundert wurde der Ministrantendienst in der Messe unerlässlich. Es war für Kleriker üblich, tagtäglich einen Messe zu feiern. Da dies durch wachsende Priesterzahlen als Fest mit der Gemeinde kaum noch möglich war, kam es zur Einführung der „Privatmessen“, bei denen der Pfarrer allein „die Messe las“. Die Synoden von Mainz (813) und Paris (829) verordneten, dass für die Gültigkeit einer Privatmesse immerhin ein Messdiener dabei sein musste, der dem Pastor griffbereit ging und so die fehlende Gemeinde vertrat.
Gab es in der Frühen Kirche noch eine Aufteilung in verschiedene Dienste (vgl. Niedere Weihe), über die diverse Christen aktiv am Messe damit zu tun haben waren, brachte das MA eine Senkung der Rollen in der Messe: Altardiener blieben die einzigen Mitfeiernden.
Auch in den Gemeindemessen verringerte sich die Teilnahme der Gemeinde: die lateinische Sprache machte den „Laien“ im Messe ein Mitbeten unmöglich. Hier vertraten die Ministranten die Gemeinde und beteten die lateinischen Antworten auf die Rufe des Priesters. Nicht mehr der Messe wurde von der Gemeinde mitgebetet, für die Gemeinde betete im Gottesdienst, während Kleriker und Ministranten im Altarraum die Messe feierten. Diese Entwicklung - hin zu einer deutlichen Trennung von Priestern und Laien im Messe - lässt sich dieser Tage an den meisten Kirchenbauten ablesen: die Kirche wurde aufgeteilt in den Chorraum (die Herrenkirche) und den Raum der Gemeinde (die Leutekirche). Später wurden diese Bereiche häufig selbst durch einen Sichtschutz getrennt.
Ministranten waren jahrhundertelang eine Stufe auf dem Weg zum Priesteramt. Das änderte sich auch mit der Reorganisation der liturgischen Dienste durch das Konzil von Trient (1545 - 1563) nicht.
Ministranten als Vorstufe zum Priesterdienst
Für die Aufgaben der Ministranten als Vertreter der Gemeinde im Altarraum bedurfte es einer besonderen Ausbildung. Seit Beginn des Mittelalters wurden Jungen in Chorschulen aufgenommen, in denen sie für ihren Tätigkeit in der Messe geübt wurden. Diese „Chorknaben“ wurden als potenzieller Priesternachwuchs gesehen. So kam es, dass Ministranten schon früh in den Stand der Kleriker aufgenommen wurden. Über verschiedene Aufstieg der „niederen Weihen“ konnten Ministrant über die Weihe zum Subdiakon und zum Diakon dem Priesterberuf näher rücken. Das Idealbild des Ministranten im MA und bis in die Neuzeit war der „Klerikerministrant“, der sich schon als Kind und als Person auf die Priesterweihe vorbereitete, in die Liturgie eingeführt wurde und Latein lernte.
Das Konzil von Trient in der Mittelpunkt des 16. Jahrhunderts behandelte diese Frage, als es die Dienste in der Liturgie neu ordnete. Schließlich legte die Synode von Aix 1585 fest, dass eine schriftliche Erlaubnis des Bischofs nötig war, um als Laie am Opfertisch zu ministrieren. Die Unsicherheit über den Umgang mit Ministranten, die keine Kleriker waren, hielt sich bis ins 19. Jahrhundert, auch wenn die Order der Synode von Aix weitaus nicht überall aufgenommen wurde: selbst der Codex Iuris Canonici (das Kirchenrecht, in dem alle kirchlichen Angelegenheiten geregelt sind) vermied es, sich eindeutig gegen Laienministranten auszusprechen, weil es sie in vielen Gemeinden gab.
1947 schaffte Papst Pius XII. in seiner Enzyklika „Mediator Dei“ Klarheit, indem er zum ersten Mal glaubwürdig von „Ministranten“ sprach, die sich nicht im Klerikerstand befanden. Damit war der Unterbau für unsere heutige Form des Ministrantendienstes gelegt, zu dem sämtliche Jugendliche/jedes Kind Zugang hat.
Ab diesem Jahr entwickelte sich der Ministrantendienst zu seiner heutigen Form: zum ersten Mal wurde glaubwürdig von Ministranten gesprochen, die keine Kleriker, d.h. nicht auf dem Weg zum Priesterberuf waren. Allerdings unterschied man noch zwischen „ministri“ („Diener“ = Kleriker) und „Ministranten“ („Dienende“ = Laien). Das Zweite Vatikanische Konzil als Höhepunkt der liturgischen Bewegung des 20. Jahrhunderts wertete den Tätigkeit der Ministranten auf. Sie üben einen „wahrhaft liturgischen Dienst“ (vere ministerium liturgicum) aus und heissen daher dieser Tage dienstlich ebenfalls „ministri“ (z.B. AEM 2002 Nr. 100). In Anlehnung an die früheren niederen Weihestufen wurden innerhalb des Ministrantendienstes häufig noch die Rangstufen Ceroferar, Akolyth, Thurifer und Manuskriptprüfer mit jeweilig verschiedenen Aufgabenbereichen unterschieden. Der Ceroferar trägt Kerzen oder Leuchter, der Akolyth versieht den eigentlichen Altardienst (bringt die Opfergaben zum Altar, läutet zur Wandlung usw.), der Thurifer trägt in feierlichen Gottesdiensten (Hochamt) und bei Prozessionen das Weihrauchfass. Der Lektor trägt die biblischen Lesungen, mit Ausnahmefall des Evangeliums, vor sowie häufig die Fürbitten.
Für den Tätigkeit erwachsener Männer als Lektor und Akolyth gibt es auch nach dem 2. Vatikanum eine besondere kirchliche Beauftragung in liturgischer Form. Hierzulande wird sie in der Regel nur passend der Ausbildung auf die Weihe zum Diakon und Vikar erteilt. Ansonsten werden diese Dienste durch weitere Lektoren und die Kommunionhelfer ausgeübt.
Entwicklung zur heutigen Form des Ministrantendienstes
Das Zweite Vatikanische Konzil gab den Weg frei für grundlegende Änderungen im Gottesdienst: die Messe wurde in der jeweiligen Landessprache gefeiert sondern in Latein, der Pfarrer feierte zusammen mit der Gemeinde um den Opfertisch herum, anstatt mit dem Rücken zum Volk, Liturgie wurde zur Fest der versammelten Gemeinde und verschiedene Dienste und Rollen für die Fest wurden neugeschaffen: Durch den Tätigkeit von Ministranten, Lektoren, Kantoren und Kommunionhelfern sollte deutlich werden: ganz feiert mit.
Ziel dieser Erneuerung war die „volle, bewusste und tätige Teilnahme“ aller am Gottesdienst. Sämtliche sollte verstehen und mitvollziehen können, was gerade gefeiert wurde.
Ministranten übernehmen in der Liturgie auch stellvertretend für die ganze Gemeinde bestimmte Aufgaben. Wenn Ministranten zur Gabenbereitung Brot und Wein aus der Zentrum der Gemeinde zum Opfertisch bringen, zeigen sie, dass die Gemeinde ihre „Gaben“, ihren Alltag, ihre Sorgen und Bitten, ihren Dank und ihre Freude zum Opfertisch mitbringen. Bei den Prozessionen machen Ministranten deutlich, dass wir Leute „unterwegs“ sind zu Gott. In allen Aufgaben tragen die Ministranten dazu bei, die Bedeutung des Gottesdienstes zu unterstreichen und für ihre Handlungen für die ganze Gemeinde zu tun.
In diesen Tagen beschränkt sich das Ministrant-Sein nicht länger nur auf den liturgischen Dienst. Ministranten sind zu einer großen Gemeinschaft innerhalb der kirchlichen Jugendarbeit gewachsen. Sie treffen sich in Gruppen, fahren auf Lager und Ausflüge, etwas abbekommen sich bei Festen und Veranstaltungen der Pfarrei und prägen so das Bild einer jungen Kirche. Pastoraltheologisch ist dieser Tätigkeit bedeutsam, weil Brut und Jugendliche aufgabenorientiert an der Liturgie mitwirken, durch entsprechende Ausbildung und Mensch in der Reflexion ihres Tuns unterstützt Verkündigung und durch entsprechende Gruppen- oder Projektarbeit in ihrem Leben gefördert und begleitet werden (Ministrantenarbeit; Diakonie). Eine zeitgemäße Ministrantenpastoral wird dabei immer an der Lebenswirklichkeit von heutigen Kindern und Jugendlichen weiterspinnen und so Fehler der Vergangenheit wie eine einseitige Funktionalisierung vermeiden.
Zufolge der Entwicklung des Ministrantendienstes im Zusammenhang mit der Klerikerausbildung war der Tätigkeit bis in die 70er-Jahre nur männlichen Katholiken vorbehalten. Seit dieser Zeit setzte sich jedoch in vielen Gemeinden der westlichen Welt der Neigung durch, für Tätigkeit auch Frauen und Mädchen zuzulassen, ohne dass die jedoch vom Kirchenstaat sanktioniert worden wäre. Ein Communique der Sakramentenkongregation vom 15. März 1994 an die nationalen Bischofskonferenzen räumte zum ersten Mal die Möglichkeit des Dienstes weiblicher Laien am Opfertisch ein. Spätere Erklärungen stellten jedoch klar, dass der Ortsbischof dies zunächst billigen müsse und dass kein Seelsorger forciert werden dürfe, Mädchen zum Ministrantendienst zuzulassen. (zuletzt in: Redemptionis Sacramentum, 47) Die Änderung der jahrhundertealten Praxis, die bereitwillig nicht in den Bereich des Ius Divinum fällt und daher von den zuständigen kirchlichen Autoritäten geregelt werden kann, wurde seitens der Kongregation mit pastoraler Klugheit begründet. Überdies gebe es schon zum Zeitpunkt der Züchtigung verschiedene Ortskirchen, an denen das so gehandhabt werde. Auf der anderen Seite sorgte die Entscheidung von 1994 gerade unter konservativen Katholiken für Kritik. Der Ministrantendienst sei auch in diesen Tagen noch eine Vorbereitung auf das Priestertum und daher sei die Genehmigung von Mädchen nicht sinnvoll. Dieselbe Beweisführung teilt auch der derzeitige Präfekt der Sakramentenkongregation Kardinal Francis Arinze und gibt in einem Interview mit dem katholischen US-Fernsehsender EWTN am 11. Februar 2005 der Nicht-Zulassung von Mädchen den Vorzug. Ministrantinnen sind in Deutschland allerding fest etabliert; Gemeinden, in denen nur Jungen dienen, sind eine Ausnahme. Dennoch gibt es zig Länder, in denen weibliche Ministranten selten zu finden sind.
Organisation
In der Gemeinde
Es gibt verschiedene Formen der Organisation der Ministrantenarbeit in der Gemeinde. Des Öfteren übernimmt die Führung eine erwachsene Person. Dabei kann es sich um den Gemeindepfarrer, den Jugendbeauftragten der Gemeinde oder auch ältere Ministranten bzw. den Oberministranten handeln.
Überregional
Die Ministrantenarbeit ist dieser Tage nicht nur auf die Ortsgemeinde beschränkt. So gibt es oft Verbünde gemeinsame Veranstaltungen von Ministrantengruppen in einem Dekanat. Diese malen sich durch gemeinsame sportliche Turniere, Ausflüge, Wallfahrten oder Ministrantentage aus.
In den meisten Bistümern gibt es Bistumsweite Veranstaltungen. Zum Teil unterstüzt das Diözese auch durch Stellung von Ressourcen, Angestellte oder Unterkünften die Ministrantenarbeit im Dekanat. Bistumsübergreifend gibt es jedoch fast keine Ministrantenarbeit. Hier ist nur die Internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom, sowie Zentren für Messgehilfe auf Katholikentagen und dem Weltjugendtag zu erwähnen.
Patrone
- Tarzisius, römischer Märtyrer aus dem 3. Jahrhundert
- Nikolaus von Myra, Heiliger aus Kleinasien, 3. oder 4. Jahrhundert
- Dominikus Savio, jung verstorbener italienischer Heiliger aus dem 19. Jahrhundert
- Stanislaus Kostka, 16. Jahrhundert, Polen
- Aloisius von Gonzaga, 16. Jahrhundert, Italien
- Jan Berchmans, 17. Jahrhundert, Belgien
Berühmte ehemalige Ministranten
Etliche katholische Würdenträger waren in ihrer Kindheit und Jugend Ministranten. Als Beispiel sei nur Pontifex Benedikt XVI. genannt. Einige in anderen Feldern bekannt gewordene ehemalige Ministranten sind:
- Klaus Augenthaler, Fußballspieler und -trainer
- Alfred Biolek, Fernsehmoderator und Fernsehkoch
- Norbert Blüm, Mensch (CDU)
- Frank Elstner, Fernsehmoderator
- Joschka Fischer, ehemaliger Außenminister
- Thomas Gottschalk, Fernsehmoderator
- Günther Jauch, Fernsehmoderator
- Sebastian Kehl, Fußballspieler
- Miroslav Klose, Fussballnationalspieler
- Jürgen von der Lippe, Fernsehmoderator
- Christoph Metzelder, Fußballspieler
- Franz Müntefering, Typ (SPD)
- Stefan Raab, Fernsehmoderator
- Christoph Schlingensief, Regisseur
- Ute Vogt, Politikerin (SPD)
- Mario Barth, Comedian
Literatur
- Stephan Sigg: Bühne frei für die Mini-Band. Matthias-Grünewald-Verlag, Main 2005, ISBN 3-7867-2579-9 (lustige und spannende Kurzgeschichten über die Erlebnisse von Ministranten)
- Markus Tomberg: Im Zweifelsfall eine Kniebeuge. Herder, Freiburg im Breisgau 2004, ISBN 3-45128-479-0 (kurze Broschüre für Messdieneranfänger oder Personen, die sich über den Tätigkeit der Ministranten informieren möchten)
- Peter Kokschal: Das Ministranten-Taschenlexikon. St. Benno, Leipzig 2004, ISBN 3-74621-752-0 (empfehlenswert für Messdiener, die sich mehr über ihren Tätigkeit informieren möchten)
- Andreas Büsch: Handbuch der Ministrantenpastoral. Firma Haus Altenberg, Düsseldorf / Verlagshaus Butzon und Bercker, Kevelaer 1999, ISBN 3-76660-201-2 (über Ministrantenarbeit mit Ministrantengruppen oder Ministrantengemeinden, mit Angaben zu Geschichte und Drumherum)
Siehe auch
(TID 508339)
Weblinks
| (TID 646251) | Wiktionary: Ministrant – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
(TID 222120)
- Internationale Arbeitsgruppe für Ministranten CIM
- Referat für Ministrantenpastoral der deutschen Bischofskonferenz
- Linkliste von deutschsprachigen Messdienerseiten
- Seite der Österreichischen Ministranten und Ministrantinnen
- „Minipost“ - Zeitschrift für Ministranten
Quellen
<references/>
| (TID 646251) | Dieser Artikel wurde in die Tabelle der Lesenswerten Artikel aufgenommen. |
(TID 368498)
| (TID 646251) | Dieser Artikel oder Absatz stellt nur die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Umstand in anderen Ländern zu schildern. |
(TID 149657)
en:Altar server
no:Ministrant
fr:Acolyte
nl:Acoliet
(TID 50552)
3077/162