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Offenbach am Main

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Wappen Karte
Bild:WappenOffenbach.jpg Bild:Karte Offenbach am Main in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Kreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 44,90 km²
Einwohner: 119.233 (31. März 2005)
Ausländeranteil: 31,1 % (Stand: 31.12.2005)
Bevölkerungsdichte: 2.669 Bevölkerung je km²
Höhe: 97 m - 166 m ü. NN
Postleitzahlen: 63001 - 63075 (alt: 6050)
Vorwahl: 069
Geografische Lage:
Koordinaten: 50° 06' N, 08° 46' O
50° 06' N, 08° 46' O

(TID 488890)

Kfz-Kennzeichen: OF
Gemeindeschlüssel: 06 4 13 000
UN/LOCODE: DE OFF
NUTS-Region: DE713
Stadtgliederung: 9 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Berliner Straße 100
63065 Offenbach am Main
Offizielle Webseite: www.offenbach.de
E-Mail-Adresse: info@offenbach.de
Politik
Oberbürgermeister: Horst Schneider (SPD)
Regierende Parteien: FWG, SPD, Grüne

Offenbach am Main ist mit 119.233 Einwohnern (Stand: 31.03.2006) eine der größten Städte im Rhein-Main-Gebiet. Dabei ist sie die fünftgrößte Stadt. Die Ort ist ein wichtiger Industrie-, Dienstleistungs- und Messestandort. Hier findet ein paarmal im Jahr die Internationale Lederwarenmesse statt.
Die nächste größere Gemarkung ist das unmittelbar europäisch angrenzende Frankfurt am Main. Offenbach am Main bildet eines der neun Oberzentren des Landes Hessen. Die Einwohnerzahl der Ort Offenbach am Main überschritt 1954 die Grenze von 100.000, womit sie zur Großstadt wurde.

Artikel mit Verbindung zu Offenbach sammelt das Portal:Frankfurt Rhein-Main.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Offenbach liegt am südlichen Ufer des Mains gegenüber den Warme Würstchen Stadtteilen Ostend und Fechenheim und östlich der Heißes Würstchen Stadtteile Oberrad und Sachsenhausen-Süd im Rhein-Main-Gebiet in Hessen. Diese Lage bedeutet, dass die beiden Großstädte mittlerweile ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet bilden. Die Bäche Bieber und Hainbach durchfließen das Stadtgebiet. Offenbach liegt an der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute.


Nachbargemeinden und -kreise

Offenbach grenzt im Okzident und Norden an die kreisfreie Gemarkung Frankfurt am Main, im Nordosten an die Gemarkung Maintal (Main-Kinzig-Kreis), im Morgenland an die Städte Mühlheim am Main und Obertshausen (beide Kreis Offenbach), sowie im Süden an die Städte Heusenstamm und Neu-Isenburg (beide Kreis Offenbach).

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Offenbach am Main gliedert sich in die Stadtteile Bieber, Bürgel, Innenstadt, Kaiserlei, Lauterborn, Lohwald, Rosenhöhe, Rumpenheim und Tempelsee. Die Stadtteile sind teils in andere statistische Bezirke mit eigenem Namen unterteilt.

Die statistischen Bezirke mit ihrer amtlichen Nummer:

  • 11 Hochschule für Gestaltung
  • 12 Wilhelmschule
  • 13 Messehalle
  • 14 Kaiserlei
  • 15 Ledermuseum
  • 16 Mathildenschule
  • 21 Städtische Kliniken
  • 22 Lauterborn
  • 23 Friedrichsweiher
  • 24 Bachschule
  • 25 Lichtenplatte
  • 26 Bieberer Berg
  • 31 Vorderwald-Rosenhöhe
  • 32 Tempelsee
  • 33 Bieber
  • 41 Mühlheimer Straße
  • 42 Waldheim
  • 43 Bürgel
  • 44 Rumpenheim

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Geschichte

Frühgeschichte

Offenbach ist eine Gründung aus der Zeit nach der fränkischen Reichsteilung von 561. Der Ortsname hat eine für diese Zeit typische Kasusendung auf -bach und steht in Verbindung mit dem Personennamen Ovo. Aus dem 6. oder 7. Jahrhundert ist südlich des ältesten Ortskernes an der Waldstraße ein fränkischer Reihenfriedhof erhalten.

Unter vielen Einwohnern umlaufen zwei sonstige Theorien über die Herkunft des Ortsnamens. Die einen sagen, dass Offenbach seinen Namen daher hat, dass an dieser Stelle der Main früher eine Furt bildete und deswegen im Jahreszeit nicht zufror (Offener Bach --> OffenBach). Die zweite Haupttheorie besagt, dass Offenbach seinen Namen zufolge seines einmal großen Ofens in der Nähe des Baches hat (Ofen am Bach --> Of(f)enBach). Über die Jahre hätte sich also ein zusätzliches 'f' eingeschlichen.

Bei Ausgrabungen in der Stadt Offenbach wurden wenn schon Funde aus der Steinzeit gemacht. Jedoch ist nicht davon auszugehen, dass zwischen den Steinzeitmenschen und der fränkischen Ansiedlung eine Kontinuität bestand.

Mittelalter

Die erste urkundliche Erwähnung über die Gemarkung Offenbach am Main stammt aus dem Anno 977. Kaiser Otto II. graduiert eine Schenkung in Offenbach an die Salvatorkirche (der spätere Dom) in Frankfurt. Früher war Offenbach Teil des Maingaues und die umliegenden Wälder gehörten zum Wildbann Dreieich. Dieser unterhielt in Offenbach auch eine seiner 30 Wildhuben. Vom MA bis 1819 war Offenbach Teil der Biebermark.

Offenbach wechselt im Laufe der Jahrhunderte öfter den Besitzer. Einer der ersten Eigner waren die Herren von Hagen-Münzenberg, welche den Hab und Gut aus der Zeit ihres Amtes als Reichsvögte der Dreieich erbten. Nach dem Untergehen der Münzenberger 1255 erbten die Herren von Falkenstein das Dorf am Main. 1372 wurde Offenbach von Graf Philipp von Falkenstein für 1000 Gulden an den Rat der Gemarkung Frankfurt verpfändet. Werner III. von Falkenstein, Erzbischof von Trier und als Falkensteiner Landesherr in Offenbach, ließ um 1400 am Main ein Bau bauen und Münzen prägen. Die Gemarkung Frankfurt fühlte sich dadurch provoziert und protestiert dagegen.

Isenburgische Residenz

Als Werner starb waren die Falkensteiner im Mannesstamme erloschen, und ihr Hab und Gut fiel an verschiedene Adlige Familien. Erst 1486 konnte sich unter den Erben Graf Ludwig von Isenburg als alleiniger Eigentümer von Offenbach etablieren. Offenbach diente unter Graf Reinhard von Isenburg-Bierstein dem Adelsgeschlecht als Residenz. Sie ließen das Isenburger Schloss errichten. 1559 wurde in Offenbach die Reformation eingeführt. Während des dreißigjährigen Krieges wurde die bayerische Besatzung Offenbachs 1631 von den Schweden vertrieben und im Bau die Aufgabe der Reichsstadt Frankfurt von König Gustav Adolf anti genommen.

1698 nahm Graf Johann Philipp von Isenburg hugenottische Flüchtlinge im Ort auf, sie gründeten ihre eigene Gemeinde, europäisch der bestehenden. Somit wuchs das Dorf Offenbach zu einem sog. "Flecken" an. Dieser Westteil entwickelte sich im Laufe des 18. Jahrhunderts vom sog. "Flecken" zur noblen Stadt. Die Hugenotten verstanden zur damaligen Zeit etwas von Tabakverarbeitung - eine absolute Marktlücke in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Bedingt durch die rigoros Zunftherrschaft in Frankfurt, konnten sich dort Manufakturen kaum etablieren. Die Manufakturisten wanderten über die damalige Landesgrenze nach Offenbach ab, wo sie von den gewerbefreundlichen zu Isenburgern das sog. "regalium" bewilligt bekamen.

Der Schriftsteller Goethe kam 1775 regelmäßig nach Offenbach, da hier seine Verlobte Lili Schönemann lebte. In dieser Zeit begann die Lederwarenherstellung und erste Industrien und Gewerbe siedelten sich an. 1794 wurde die Leibeigenschaft durch Fürst Wolfgang Ernst von Isenburg aufgehoben. Katholiken durften 1798 erstmalig seit über 200 Jahren Messe in Offenbach feiern.

19. Jahrhundert

Bild:Meyer5 Frankfurt Offenbach.png
Offenbach und Umgebung, 1893

1800 erfand Alois Senefelder, Offenbachs berühmtestes Kind, den Steindruck. Nach dem Wiener Kongress 1815 verlor Fürst Carl von Isenburg wegen seiner Nähe zu Napoleon seine Landesherrschaft. Die Gemarkung gehörte auf kurze Sicht zu Österreich, fiel dann aber an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Nach der Auflösung der Biebermark 1819 erhielt die Gemeinde einen Anteil von 1733 Morgen Gelände zwischen Hainbach und heutiger Grenzstraße. Seit konnte sich die Gemarkung auch nach Morgenland hin ausdehnen. Im Vorfeld war Wachstum nur nach Europa in Entwicklung Frankfurt oder nach Süden möglich.

Da sich Frankfurt weigerte, dem Zollverein beizutreten, fand das Messegeschäft ab 1828 für einige Jahre in Offenbach statt. Als Gebäude hierfür wurde das heutige Gebäude des Deutschen Ledermuseums errichtet.

1832 wurde aus den ehemaligen Landgerichtsbezirken Langen, Offenbach und Seligenstadt der Kreis Offenbach gebildet. Ab jetzt war Offenbach Kreisstadt (mittlerweile ist Dietzenbach die Kreisstadt des Kreises Offenbach). Eine Lokalbahn nach Frankfurt-Sachsenhausen wurde 1848 eingerichtet. Der Halt befand sich ehemalig an der Bahnhofstraße okzidental des Stadtzentrums. Die heutige Berliner Straße nach Abendland hin war einstmals die Eisenbahnstrecke.

Erst 1873 wurde der heutige Hauptbahnhof, der vormalig weit außerhalb der Gemeinde im Süden lag, errichtet und die Fern-Bahnlinie Frankfurt-Bebra an genommen. Damit war der Weg zur Ausbildung einer Schwerindustrie und der chemischen Branche (Clariant-Werke) geebnet, womit die Gemeinde in den folgenden zwei Jahrzehnten so stark wie nie in erster Linie anwuchs. 1896 wurde die Rodgaubahn nach Dieburg eröffnet. Später kam der Seitenast nach Dietzenbach hinzu.

Eine 1888 entdeckt Kurbad wurde nach dem nur 99 Tage amtierenden Kaiser Friedrich III Kaiser-Friedrich-Quelle benannt. Das Wasser wird dieser Tage nicht länger als Trank verkauft, da es zu salzhaltig wurde.

20. Jahrhundert

1900 bis 1949

1908 wurde mit Bürgel der erste Nachbarort eingemeindet. Durch diese Eingemeindung fiel das Gebiet östlich der Grenzstraße bis hinauf zur Bieber- und Rumpenheimer Stadt der Ort zu. 1919 wurden während des Karfreitagsputsches vor der Kaserne, dem heutigen Sitz des Finanzamtes, 17 Volk erschossen. 1920 wurde die Ort für einen Monat von französischen Truppen besetzt. Im Anno 1922 begann man mit dem Bau der Niederlassung Tempelsee im Süden. In Folge der Weltwirtschaftskrise waren zeitweise über die Hälfte der Arbeiter arbeitslos. 1938 schied Offenbach aus dem Kreis Offenbach aus und wurde eine kreisfreie Stadt, blieb aber weiterhin Sitz des Kreises. Im selben Jahr verfügte am 1. April Jakob Sprengler, NS-Gauleiters und Reichsstatthalters von Hessen, die Eingemeindung von Bieber. Im Nebelmonat November wurde in der Reichskristallnacht die Synagoge, das heutige Capitol, geschändet sowie diverse Wohnungen und Geschäfte beschädigt. Noch bis 1936 wehrten sich Teile der Offenbacher Bevölkerung gegen die Machtübernahme und Gleichschaltungspolitik der Nationalsozialisten. 1942 wurde mit Rumpenheim die letzte Eingemeindung vollzogen.

Ab 1949

Nachdem Offenbach im Zweiten Weltkrieg zu 36 Prozent zerstört wurde, begann langsam der Wiederaufbau. Dabei wurde namentlich die Kernstadt und die Weststadt zerstört. Was die Bomben nicht weggefegt hatten, wurde in den darauffolgendenden Jahrzehnten der Stadterneuerung geopfert. Der einstige Character des westlichen Stadtzentrums zwischen Herrenstraße und der Schloßstraße als "Gartenstadt" verwandelte sich in eine Bürostadt (z.B. das neue Rathaus oder der Offenbach-Tower). 1953 begann der Bau der Carl-Ulrich-Siedlung zwischen Dietzenbacher- und Waldstraße. Offenbach hatte 1954 zum ersten Mal über 100.000 Bürger und wurde somit jüngste Großstadt Hessens. Die Stadtrechte sind Offenbach nie dienstlich verliehen worden. 1960 erwarb die Ort den Wildhof bei Heusenstamm und erhielt damit die Waldgemarkung Wildhof. 1971 wurde das heutige Rathaus an der Berliner Straße eröffnet und der Festspiel der Verwaltung aus dem alten Hospital, dem heutigen Justizzentrum, wurde vollzogen. Die Feierlich begehen zum 1000-jährigen Jubiläums Offenbachs wurden 1977 begangen. 1995 erhielt Offenbach Anschluss an die S-Bahn Rhein-Main.

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Eingemeindungen

Einmal selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Ort Offenbach am Main eingegliedert wurden.


Jahr Orte Zuwachs in ha
1. Apr. 1908 Bild:WappenBürgel.jpgBürgel 842,76
1. April 1938 Bild:BieberWappen.jpgBieber 851,33
1. April 1942 Bild:WappenRumpenheim.jpgRumpenheim 434,74

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Einwohnerentwicklung

Bild:Bevölkerungsentwicklung in Offenbach.png
Bevölkerungsentwicklung

1875 hatte Offenbach etwa 25.000 Einwohner, bis 1900 verdoppelte sich diese Zahl auf 50.000. Jahr 1954 überschritt die Einwohnerzahl der Gemarkung die Grenze von 100.000. 1972 erreichte die Bevölkerungszahl der Ort mit 121.283 ihren historischen Höchststand. Ende Sept. 2005 lebten in Offenbach nach Weiterführung des Hessischen Statistischen Landesamtes 119.833 Leute mit Hauptwohnsitz.

Der Anteil der nichtdeutschen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung betrug 2005 nach Unterlagen der Stadtverwaltung 31,1 Prozent (36.801 Personen). Die meisten Ausländer kamen aus der Türkei (7.180), Italien (4.102), Griechenland (3.867), Serbien und Montenegro (3.329), Polen (1.776), Marokko (1.664) sowie Bosnien und Herzegowina (1.347). Damit hat Offenbach die höchste Rate an Ausländern aller deutscher Städte (Quelle:Die Zeit 05/06)

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter genauer der Stadtverwaltung selbst. Die Unterlagen beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1540 480
1685 600
1718 1.500
1800 5.000
1816 6.210
1825 7.147
1828 7.466
1830 7.498
1. Dez. 1834 ¹ 9.433
1. Dez. 1840 ¹ 9.597
3. Dezember 1843 ¹ 9.883
3. Dez. 1846 ¹ 11.565
3. Dez. 1852 ¹ 11.087
3. Dez. 1855 ¹ 13.724
3. Dez. 1861 ¹ 16.708
3. Dez. 1864 ¹ 19.390
Jahr Einwohner
3. Dezember 1867 ¹ 20.322
1. Dez. 1871 ¹ 22.689
1. Dez. 1875 ¹ 26.012
1. Dez. 1880 ¹ 28.597
1. Dez. 1885 ¹ 31.704
1. Dez. 1890 ¹ 35.064
2. Dez. 1895 ¹ 39.388
1. Dez. 1900 ¹ 50.468
1. Dezember 1905 ¹ 59.765
1. Dezember 1910 ¹ 75.583
1. Dez. 1916 ¹ 67.197
5. Dez. 1917 ¹ 67.483
8. Okt. 1919 ¹ 75.380
16. Jun. 1925 ¹ 79.362
16. Juno 1933 ¹ 81.329
17. Mai 1939 ¹ 85.140
Jahr Einwohner
31. Dez. 1945 70.600
29. Okt. 1946 ¹ 75.479
13. September 1950 ¹ 89.030
25. September 1956 ¹ 104.283
6. Jun. 1961 ¹ 116.195
31. Dezember 1965 117.893
27. Mai 1970 ¹ 117.306
31. Dez. 1975 115.251
31. Dez. 1980 110.993
31. Dezember 1985 107.090
25. Mai 1987 ¹ 111.386
31. Dez. 1990 114.992
31. Dez. 1995 116.533
31. Dez. 2000 117.535
30. Sept. 2005 119.833

¹ Volkszählungsergebnis

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Religionsgemeinschaften

Offenbach gehörte vor der Reformation zum Erzbistum Mainz. Graf Reinhard von Isenburg führte nach 1542 die Neuorientierung nach lutherischem Geständnis ein, doch setzte sich ab 1592 das reformierte Bekenntnis durch. Die Ort blieb danach über jede Menge Jahrhunderte eine reformierte Stadt. Ab 1734 wurde es den lutherischen Gemeindemitgliedern nochmals gestattet, Gottesdienste abzuhalten. Nach dem Übergang an das Großherzogtum Hessen (Evangelische Landeskirche in Hessen) erfolgte 1848 eine Union zwischen den reformierten und lutherischen Gemeinden. Die Gemeinden gehörten dann zur Superintendentur Starkenburg mit Sitz in Darmstadt. Später wurde Offenbach Sitz einer eigenständigen Propstei Nord-Starkenburg und schließlich wurde das Gebiet Teil der Propstei Rhein-Main innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Hier gehören die Kirchengemeinden der Gemarkung Offenbach zum Dekanat Offenbach.

Römisch-katholische Gemeindeglieder zogen spätestens im 18. Jahrhundert abermals in die Stadt. Ihnen wurde es ab 1798 gestattet, nochmals Gottesdienste abzuhalten, doch erhielten sie erst 1825 vollständige Religionsfreiheit. Um 1900 betrug der Anteil der katholischen Bevölkerung der Ort etwa 30 Prozent. Dieses Verhältnis veränderte sich spätestens nach Eingemeindung der überwiegend katholischen Nachbargemeinden Bieber und Bürgel in den 1930er Jahren. Die Pfarrgemeinden der Gemarkung gehören zum Dekanat Offenbach innerhalb der Diözese Mainz.

Die jüdische Gemeinde Offenbachs hatte im 19. Jahrhundert ungefähr 1000 Mitglieder, im Jahre 1939 noch etwa 550. Die meisten davon wurden von den Nationalsozialisten umgebracht. In ein Haus in der Offenbacher Domstraße, in dem sich dieser Tage das Bundesanstalt für Arbeit befindet, wurden jüdische Familien unter unmenschlichen Bedingungen zwangseingewiesen, nachdem zunächst die Familienväter in Konzentrationslager verschleppt worden waren. Nach 1945 bildete sich wiederholt eine kleine jüdische Gemeinde. Dieser Tage leben knapp 1000 Juden in Offenbach. Die Synagoge, 1916 erbaut, wurde in der Reichspogromnacht verwüstet und später als Kinosaal benutzt. Nach dem Bewaffnete Auseinandersetzung wurde daraus das Stadttheater Offenbachs. Unterdessen fand das Gebäude Gebrauch als Spielstätte für ein Musical, zur Zeit wird es z.B. für Konzerte genutzt und kann für Veranstaltungen angemietet werden. Die neue Synagoge und das jüdische Gemeindezentrum liegen in diesen Tagen gegenüber der ehemaligen Synagoge.

Die Frei-religiöse Gemeinde Offenbach am Schillerplatz besteht seitdem 1845 und zählt 2006 etwa 1700 Mitglieder. Sie ist als Deutsch-Katholische Gemeinde von Joseph Pirazzi gegründet worden. Lorenz Diefenbach wirkte in den frühen Jahren federführend mit. Die Gemeinde ist Persönlichkeit im Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands (BFGD) und in der Weltweit Association for Religious Freedom (IARF). Sie betreibt ab Sept. 2006 den einzigen freireligiösen Kindergarten in Deutschland.

Die griechisch-orthodoxe Gemeinde im Viertel Tempelsee hat zahlreiche Mitglieder. Offenbach ist die deutsche Großstadt mit dem höchsten Anteil griechisch-orthodoxer Bewohner.

Alt-Katholische Gemeinde Offenbach: 1873 verfaßten die Mitglieder des Offenbacher (Alt-)Katholikenvereins eine „Constitution“, in welcher sie festlich das Glaubenssatz von der päpstlichen Unfehlbarkeit und die richterlichen Machtansprüche des Vatikans zurückwiesen und sich zugleich als Katholiken bekannten, die ihrem alten Glauben treu bleiben wollten. Diese Konstitution, in der auch das Recht auf Gemeindebildung, auf Abhaltung von Gottesdiensten und Anstellung von Geistlichen festgeschrieben wurde, ist das eigentliche Gründungsdokument der alt-katholischen Gemeinde Offenbach. Wer dieses Dokument unterschrieb – die Unterschriften wurden vom Oberbürgermeisteramt gegengezeichnet und gesiegelt – war von da an Subjekt dieser Gemeinde. Unter den ersten Unterschriften sind sehr diverse Alt-Offenbacher Namen. 1874 wurde von der großherzoglichen Regierung in Darmstadt die offizielle Errichtung einer „alt-katholischen Bau in Offenbach und Bieber mit dem Sitze in Offenbach“ (Otto-Steinwachs-Weg) genehmigt.

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Drohender Staatsbankrott - EU stellt Griechenland unter Aufsicht : Die Europäische Union stellt Griechenland bei seiner Haushaltssanierung unter Aufsicht. Die Regierung in Athen plant massive Sparschritte. Im ganzen Land wächst deshalb der Unmut. Streiks drohen. ... Weiterlesen!

Politik und Verwaltung

Bild:Offenbach 2.jpg
Rathaus in Offenbach
Bild:Sitzverteilung Stadtverordnetenversammlung Offenbach 2006.png

Als traditionelle Arbeiterstadt ist Offenbach schon lange SPD-regiert. Der Magistrat bildet die "Regierung der Stadt". Dieser besteht aus dem Oberbürgermeister, einem hauptamtlichen Ersten Beigeordneten mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister, einem weiteren hauptamtlichen Beigeordneten sowie sechs ehrenamtlichen Beigeordneten mit der Amtsbezeichnung "Stadtrat". Bis 1874 gab es in Offenbach nur einen ehrenamtlichen Bürgermeister, ab 1887 erhielt das Stadtoberhaupt die Bezeichnung Oberbürgermeister.

Oberbürgermeister seit 1824

Am 11. Sept. 2005 wurde Horst Schneider (SPD, unterstützt auch von den Grünen) mit 51,2% der abgegebenen Stimmen zum Nachfolger des am 20. Januar 2006 aus dem Amt geschiedenen Gerhard Grandke gewählt. Er setzte sich damit im ersten Wahlgang gegen Alfred Kayser (CDU, unterstützt auch von der FDP - 46,2%) und Raimund Bieker (PDS - 2,6%) durch.

Wappen

Das Wappenbild der Gemarkung Offenbach am Main zeigt in Blau einen bewurzelten silbernen Eichbaum mit 5 silbernen Eicheln. Die Stadtfarben sind weiß-blau. Der Eichbaum symbolisiert den alten Reichsforst Dreieich, zu dem das Stadtgebiet gehörte.

Städtepartnerschaften

Bild:Flag of France.svg

(TID 604558)

Puteaux, Frankreich seit 1955
Bild:Flag of Luxembourg.svg

(TID 604558)

Esch-sur-Alzette, Luxemburg (Luxemburg) seit 1956
Bild:Flag of Austria.svg

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Mödling, Österreich seit 1956
Bild:Flag of Belgium.svg

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Sint Gillis/Saint-Gilles-les-Bruxelles, Belgien seit 1956
Bild:Flag of the United Kingdom.svg

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Groß-London: Tower Hamlets, Großbritannien seit 1956
Bild:Flag of Serbia and Montenegro.svg

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Groß-Belgrad: Zemun, Serbien und Montenegro (Serbien) seit 1956
Bild:Flag of Italy.svg

(TID 604558)

Velletri, Italien seit 1957
Bild:Flag of Japan.svg

(TID 604558)

Kawagoe, Japan seit 1983
Bild:Flag of Nicaragua.svg

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Rivas, Nicaragua seit 1988
Bild:Flag of Russia.svg

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Orjol - auch Orel, Russland seit 1988
Bild:Flag of Hungary.svg

(TID 604558)

Köszeg, Ungarn seit 1995
Bild:Flag of the People's Republic of China.svg

(TID 604558)

Yangzhou, Volksrepublik China seit 1997

Städtefreundschaft:

Bild:Flag of Israel.svg

(TID 604558)

Nahariya, Israel seit den 1960er Jahren

Übergriffe bei Jesuiten - Auch in Hamburg Schüler missbraucht : Auch an einer Hamburger Jesuiten-Schule hat es offenbar Missbrauchsfälle gegeben. Nach den in Berlin bekannt gewordenen Fällen haben sich auch dort mehrere frühere Schüler gemeldet. ... Weiterlesen!

106-Millionen-Dollar-Strafe für Microsoft in Patentstreit: Microsoft soll über 100 Millionen US-Dollar an ein Unternehmen zahlen, das Patentrechte für VPNs verwaltet. Das hat ein Gericht in Texas entschieden. Microsoft nennt die Patente ungültig und will versuchen, das Urteil in der Revision zu kippen. (Rechtsstreitigkeiten, Microsoft)... Weiterlesen!

Wirtschaft

Unternehmen

Mit den Hugenotten begann der Aufschwung Offenbachs zur Industriestadt. Später wurde Offenbach Zentrum der Druckindustrie und der Schriftgießereien. Bekannt wurde Offenbach durch die Lederwarenindustrie, die jedoch weitestgehend ihre Rolle eingebüßt hat. Als bedeutende Industriebetriebe sind zum Beispiel die MAN Roland Druckmaschinen AG als international zweitgrößter Fabrikant von Druckmaschinen, der petro-chemische Werk der Unternehmen Clariant bzw. Aventis (beide einmal Hoechst AG), die Unternehmen Rowenta, die hier nach Verlegung der Zubereitung noch ihren Verwaltungssitz hat, sowie Schramm-Coatings und Danfoss nebst Sauer-Danfoss zu nennen.

Mehrere internationale Firmen haben ob der Lage im Rhein-Main-Gebiet Ihren Verwaltungssitz in Offenbach. So befindet sich die Nord-Europa Hauptbüro sowie die Entwicklungsabteilung des Automobilhersteller Honda, ebenso die Europazentrale sowie das Entwicklungs- und Designzentrum des Automobilherstellers Hyundai und die Verwaltung des koreanischen Reifenherstellers Kumho in Offenbach.


Daneben existiert in Offenbach die von der Gemeinde gegründete Gemeinnützige Offenbacher Ausbildungs und Beschäftigungsgesellschaft - kurz Goab. Diese betreibt benachbart mehreren Lehrwerkstätten, unter in den Bereichen Zweiradmechanik und Hauswirtschaft sowie Garten- und Landschaftsbau das Recyclingzentrum in der Mühlheimer Straße. Dort werden Elektroaltgeräte (Elektroschrott) aus Haushalten und Gewerbe, unter auch vom Sperrmüll, zerlegt, getrennt und von Schadstoffen befreit. Die unterschiedlichen Wertstoffarten wie Kupfer, Eisenschrott, Glas, Leichtmetall usw. werden getrenntan Recyclingunternehmen weitergegeben, während Schadstoffe wie Quecksilber und PCB-haltige Kondensatoren als Sondermüll entsorgt werden müssen. Es werden auch Bildschirmgeräte und Kühlschränke demontiert. Die Beschäftigung im Recylingzentrum basiert - abgesehen von wenigen Werkstattleitern - so gut wie ausschließlich auf den ABM- sowie HZA ("Hilfe zur Arbeit") und "Gemeinnützige Arbeit" Programmen für Langzeitarbeitslose. Sie ist im Regelfalle auf 1 Jahr mit der Möglichkeit zur Verlängerung auf ein weiteres halbes Jahr beschränkt. Während der Tätigkeit bei der Goab können die Beschäftigten an einer Qualifizierungsmaßnahme zum Recyclingfachwerker teilnehmen.

Behörden

Der Deutsche Wetterdienst hat ebenso seinen Sitz in Offenbach wie die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein als Bundesbehörde.

US-Strafverfolger tummeln sich in sozialen Netzen: Die US-Bürgerrechtsorganisation EFF hat zwei Dokumente veröffentlicht, die zeigen, wie US-Strafverfolger in sozialen Netzen ermitteln. Das Justizministerium etwa ermutigt Beamte, in Angeboten wie Facebook nach Verdächtigen zu suchen, ihre Kontakte zu überprüfen und ihren Aufenthaltsort herauszufinden. (EFF, Datenschutz)... Weiterlesen!

Gerücht: Xbox 360 erscheint als Slim-Version: Schon länger gibt es Spekulationen über eine neue Version der Xbox 360, jetzt sind Fotos aus chinesischen Quellen aufgetaucht, auf denen angeblich eine neue Hauptplatine für die Konsole zu sehen ist. 2009 haben sich bei der PS3-Slim ähnliche Bilder später immerhin als echt herausgestellt. (Sony, Xbox 360)... Weiterlesen!

Verkehrsinfrastruktur

Bild:Offenbach 4.jpg
Mainufer bei Offenbach

Offenbach liegt zentral im Rhein-Main Gebiet. Der Rhein-Main-Flughafen ist über die Bundesautobahn 3 in kurzer Zeit zu erreichen.

Flugverkehr

Offenbach liegt genau in der Einflugschneise des Rhein-Main-Airports. Da sich ein Nachtflugverbot nicht durchsetzen ließ, ist die wohnqualität Offenbachs mörderisch durch Fluglärm gemindert.

Straßenverkehr

Die Verkehrsanbindung der Ort Offenbach ist sehr gut. Im Süden der Ort führt die Bundesautobahn A 3 vorbei, welche am Offenbacher Kreuz auf die im Europa der Ort gelegene Bundesautobahn A 661 trifft. Zumal führen die Bundesstraßen B 43, B 46 und B 448 durch das Stadtgebiet.

Eisenbahnverkehr

Kurios für eine Großstadt ist die fehlende Anbindung des Offenbacher Hauptbahnhofs an Fernverkehrszüge wie den ICE. Es bestehen ausschließlich vier IC-Verbindungen. Außerdem machen hier die Region-Express-Züge der Odenwaldbahn Neigung Wiebelsbach hier Station. Da die Bahn auf einer Hochtrasse mitten durch die Gemeinde verläuft, ist die Gemarkung in zwei Teile zerschnitten. Weiterhin sind große Teile der Stadtmitte wegen Bahnlärms durch nächtliche Güterzüge gewaltig in ihrer Wohnqualität gemindert.

Nahverkehr

Im schienengebundenen Nahverkehr wird Offenbach von Regionalzügen der DB und den Linien S 1, S 2, S 8 und S 9 der S-Bahn Rhein-Main bedient. Bis auf einzelne am Verkehrsstation beginnende oder endende Fahrten der S 2 im Berufsverkehr findet der gesamte S-Bahn-Verkehr im Innenstadtbereich auf einer speziell erbauten Tunnelstrecke statt.

In Offenbach verkehren Regionalbusse der Verkehrsgesellschaft Untermain (VU) sowie der Stadtbusse der Offenbacher Verkehrsbetriebe (OVB). Der Straßenbahnverkehr wurde nur 1996 endgültig eingestellt. Alle Schienen- und Bus-Linien im Stadtgebiet sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) zu benutzen.

Siehe auch: Nahverkehr in Offenbach am Main

Binnenschifffahrt

In der Binnenschifffahrt ist Offenbach über den Main und den Rhein mit den wichtigen Industrieregionen in NRW und den Niederlanden und über den Main-Donau-Kanal mit dem südöstlichen Mitteleuropa verbunden. Der Port hat jedoch nur noch marginale Bedeutung; große Geländeteile liegen brach. Unter Binnenschiffern beliebt ist der Anlageplatz am Mainufer in Höhe des Isenburger Schlosses, da dieser unmittelbare Citylage besitzt.

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Medien

In Offenbach am Main erscheint die Tagesblatt "Offenbach-Post". Der regionale Kabelfernsehsender "Offener Kanal Offenbach-Frankfurt" sendet aus Offenbach.

Support-Ende für Firefox 3.0 angekündigt: Mozilla plant noch einen Sicherheitspatch für Firefox 3.0.x, dann wird der Support für diese Firefox-Version eingestellt. Künftig werden dann nur noch Sicherheitslücken in Firefox 3.5.x und Firefox 3.6.x beseitigt. (Browser, Firefox)... Weiterlesen!

Libreka verschenkt E-Books: Libreka startet am 18. März eine neue Aktion zur Förderung von E-Books: Leser können sich in einer Buchhandlung einen Gutschein holen und dafür ein E-Book kostenlos herunterladen. In den USA hat Erfolgsautor John Grisham nach langem Zögern der Veröffentlichung seiner Romane in digitaler Form zugestimmt. (E-Book)... Weiterlesen!

Bildung

Offenbach am Main hat keine Universität, aber mit der Hochschule für Gestaltung eine Kunsthochschule. Sie führt die Fachbereiche "Visuelle Kommunikation" und "Produktgestaltung".

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Sanyo richtet Fahrradleihstationen mit Solaranlagen ein: Bahnfahrer in einem Tokioter Bezirk können ab sofort von Sanyo gestellte Leih-Elektroräder nutzen, um ihr Ziel zu erreichen. Die Fahrräder stehen an Stationen, an denen ihre Akkus mit Solarstrom geladen werden. (Elektroauto)... Weiterlesen!

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bild:Offenbach 1.jpg
Französisch reformierte Kirche und City Tower

Die Gemeinde Offenbach am Main ist bemüht, ihr kulturelles Angebot nach Jahren der Vernachlässigung nochmals zu beleben. 1995 wurde in Offenbach dazu mit der Aufführung des mittlerweile erneut abgesetzten MusicalsTommy“ im Capitol, der umgebauten alten Synagoge, der Fundament gelegt. Es finden dort Veranstaltungen in der Art großer Popkonzerte, Kabaret oder Gastspiele wie die des Russischen Nationalballetts statt.

Theater

In Offenbach gibt es zahlreiche kleine Bühnen für Varieté und Kleinkunst sowie diverse Veranstaltungshallen, in denen auch Theateraufführungen stattfinden. Brauch in der Offenbacher Theaterlandschaft hat der 1911 gegründete Theaterclub ELMAR.

Museen

Deutsches Ledermuseum

Das Deutsche Ledermuseum mit dem angegliederten Deutschen Schuhmuseum beherbergt wechselnden Ausstellungen über das Lederhandwerk in Offenbach und der ganzen Welt.

Klingspor-Museum

Das Klingspor-Museum bietet Internationale Buch- und Schriftkunst. Grundstock des Museums ist die Kollektion von Dr. Karl Klingspor und des 1938 nach New York emmigrierten Offenbachers D. Siegfried Guggenheim. Es besitzt Bestände zur Geschichte des Buchdrucks, der Buchillustration und zuerst der Typografie. Das Museum besitzt die Nachlässe von Rudolf Koch, Otto Reichert, Heinrich Jost sowie das 'Manuale Tipografico' von Bodoni und Arbeiten von Peter Behrens.

Haus der Stadtgeschichte

Das Haus der Stadtgeschichte, hervorgegangen aus dem Stadtmuseum und dem Stadtarchiv, zeigt die historische Entwicklung der Ort Offenbach. Schwerpunkte sind die Offenbacher Manufakturen, die Hugenotten und der Buchdruck. Hier ist auch das Bieberer Kleines Schmuckstück ausgestellt.

Bild:Offenbach Isenburger Palast a.jpg
Isenburger Palais
Bild:Offenbach Rumpenheimer Villa a.jpg
Rumpenheimer Palais
Bild:Offenbach Büsing Palast a.jpg
Büsing Villa

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Architektur in Offenbach

Stark wurde Offenbach durch Bauten der Hugenotten aus dem späten 17. und 18. Jahrhundert geprägt. Typisch hierfür sind Bauten mit Mansarddach. Von diesen sind weitestgehend die Französisch Reformierte Kirche, die Französisch Reformierte Gemeinde sowie ein Geschäftshaus in der Frankfurterstraße Ecke Aliceplatz original erhalten. Der Wiederherstellung nach dem Bewaffnete Auseinandersetzung und der Bau der Berliner Straße haben das Bild der Gemeinde zentral wesentlich verändert. Dennoch befinden sich in Offenbach zig architektonisch bedeutende Gebäude. Das bedeutendste ist das:

Isenburger Schloss

Das Wahrzeichen in Offenbach und wohl das bekannteste Gebäude ist das Isenburger Schloss. Es wurde 1576 für den Grafen von Isenburg gebaut und gilt als der bedeutendste Renaissancebau nördlich der Alpen. Ein paarmal wurde es umgebaut, zuletzt nach dem Brand des Dachstuhls im zweiten Weltkrieg. Auf einer Stadtansicht von Merian ist es in seiner ursprünglichen Form zu sehen. Seit 1999 ist das Bau ein Teil der Hochschule für Gestaltung, an die es unmittelbar angrenzt. Es ist im Habseligkeiten des Landes Hessen.


Der Historismus ist in Offenbach vertreten ua. mit:

Büsing-Palais

Das Büsing-Palais war im 18. Jahrhundert der Stadtsitz einer berühmten Offenbacher Fabrikantenfamilie namens Bernard. In dem neobarocken Bau ist dieser Tage das Standesamt, die Stadtbibliothek und das Klingspor-Museum der Gemeinde untergebracht. Räumlichkeiten des repräsentativen Anwesens erlauben sich für verschiedene Zwecke von der Gemarkung anmieten.

Lili-Tempel

Der Lili-Tempel wurde ursprünglich 1798 als Badehaus im Offenbacher Lili-Park gebaut. Einer "urban legend" zufolge erhielt der Tempel den Namen nach einer angeblichen Geliebten Johann Wolfgang von Goethes, mit der sich dieser im Tempel bzw. im umliegenden Park zu treffen pflegte. Das ermattet Bau wurde unter der Auflage einer Restaurierung 2004 an eine Privatmann verkauft. Die Bauzeit beträgt etwa 2 Jahre, die Kosten der Restaurierung werden auf 600.000 bis 900.000 Euro geschätzt. Anschließend soll der Lili-Tempel als Kunstgalerie genutzt werden.

Rumpenheimer Schloss

Das Rumpenheimer Schloss war ehedem Treffpunkt des europäischen Hochadels. Das marode, im Zweiten Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstörte Gebäude ging 1965 in den Hab und Gut der Gemeinde Offenbach über und wurde in mehreren Teilstücken abermals hergestellt. Nach der zuletzt (um 2002) erfolgten Wiederherstellung des Mittelflügels entspricht die Außenansicht weitestgehend dem Stand um 1805 (siehe Foto). In diesen Tagen ist das Palais eine private Wohnanlage. Alljährlich im Jahreszeit findet im Schlosshof und dem angrenzenden Schlosspark ein Mittelaltermarkt statt.

Andere historistische Gebäude befinden sich im weitestgehend geschlossen erhaltenen Viertel 'Westend' weiter und südlich der westlichen Heißes Würstchen Straße. Erhellend ist der Altbau des Leibniz-Gymnasiums in der Parkstraße sowie einige kleinere Betonbauten einer Musterausstellung aus dem späten 19. Jahrhundert im angrenzenden Park.

Architektur des 19.Jahrhunderts und der Jahrhundertwende

Nachdem 1873 der neue Haltepunkt weit außerhalb der damaligen Siedlungsgrenze errichtet worden ist, war die Stadtentwicklung bis zur Jahrhundertwende ohne räumliche Einschränkung. In den 1880er und 1890er Jahren wurde auf dem freien Feld zwischen Haltestelle und der damaligen Stadtgrenze meist fünfstöckige Mietskasernen und Großbürgerhäuser im Gründerzeitstil errichtet, von denen einige Fassaden - gerade in der Kaiserstraße und in der östlichen Bismarckstraße am Bahnhofsvorplatz - überregionale Bedeutung haben.

Als Namen sind hier erwähnenswert: Wilhelm Herber, Max Schroeder, Fritz Breitwieser, Karl Steuerwald, Gebr. Hasenbach, H. und L. Nagel.

Architektur des 20.Jahrhunderts

Hugo Eberhardt, Konstrukteur und Gründer des Ledermuseums, hat in Offenbach das Verwaltungsgebäude der Heyne-Fabrik, die AOK, und die Gebäude der Techn. Lehranstalt, heutiger Sitz der Uni für Gestaltung, errichtet. Sie sind bedeutende Zeugnisse des Übergangs zur Moderne.

Egon Eiermann realisierte einige Musterhäuser im Viertel Lauterborn.

In Offenbach ist auch das Architekturbüro Novotny und Mähner (N+M) ansässig, das etliche Hochhäuser in Frankfurt realisiert hat. Novotny und Mähner haben in Offenbach u.a. das N+M Haus, den City Tower und den Justizkomplex gebaut.

US-Strafverfolger tummeln sich in sozialen Netzen: Die US-Bürgerrechtsorganisation EFF hat zwei Dokumente veröffentlicht, die zeigen, wie US-Strafverfolger in sozialen Netzen ermitteln. Das Justizministerium etwa ermutigt Beamte, in Angeboten wie Facebook nach Verdächtigen zu suchen, ihre Kontakte zu überprüfen und ihren Aufenthaltsort herauszufinden. (EFF, Datenschutz)... Weiterlesen!

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Parkanlagen

Offenbach verfügt über ausgedehnte Grünflächen. Als Parkanlagen sind hier der Büsing-Park, der angrenzende Lili-Park, der Dreieich-Park, der Leonhard-Eißner-Park am Bieberer Berg sowie der Schlosspark Rumpenheim zu nennen.

Justizministerin: Kein Vorratsdatengesetz 2.0 vor Herbst: Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will vor der Sommerpause des Bundestages kein neues Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung zulassen. Diese endet am 12. September 2010. Die Liberale hofft offenbar, dass die Massenüberwachung bis dahin von der EU verworfen wird. (Vorratsdatenspeicherung)... Weiterlesen!

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Sport

Der größte Fußballverein in Offenbach ist Kickers Offenbach (OFC). Der Verein spielt seit der Saison 2005/06 in der 2. Bundesliga und bestreitet seine Heimspiele im Stadion am Bieberer Berg (ca. 24.900 Plätze).

Nvidia 3DTV Play bringt PC-Spiele auf 3D-Fernseher: Nvidia bringt seinen Geforce-Grafikkarten mit 3DTV Play bei, 3D-Fernseher korrekt anzusteuern. So können 3D-Spiele, 3D-Filme und und stereoskopische Fotos wie am Monitor mit einer 3D-Brille räumliche Wirkung entfalten. (Nvidia, 3D-TV)... Weiterlesen!

Kein Ende des Schnees - "Miriam" bringt weiteren Nachschlag : Der Winter bleibt Deutschland treu. In weiten Teilen des Landes haben Schnee und Eis bereits zu reichlich Chaos geführt. Jetzt bringt Tief "Miriam" weiteren Schnee-Nachschub. ... Weiterlesen!

Skurriles

Wie zwischen Köln und Düsseldorf besteht auch seit jeher zwischen Frankfurt und Offenbach am Main eine gutnachbarliche Feindschaft, die ihren Ausdruck in zahlreichen Frankfurt-Offenbach-Witzen findet.

Fond ist hier, daß die beiden Städte Frankfurt und Offenbach unterschiedlicher entseelt können. Zunächst war Frankfurt im 18. Jahrhundert noch zutiefst im mittelaterlichen Zunftsystem verwurzelt, das in den neu aufkeimenden Manufakturen eine Konkurrenz sah, so daß diese sich nach Offenbach verlagerten. Im 19. Jahrhundert sah sich Frankfurt als reine Handelsstadt was weiterhin zur industriellen Verlagerung nach Offenbach führte. Dies setzte sich wieder im 20. Jahrhundert fort.

Streichholzkarlchen

Als Offenbacher Original zählt der Streichholzverkäufer Karl Winterkorn (*28. März 1880). Er zog zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Offenbacher und Frankfurter Würstchen Apfelweinstuben und verkaufte Streichhölzer. Lokalberühmtheit erlangte er durch seine geringe Körpergröße von nur 1,30 M und seiner fülligeren Figur. Ihm zu Verehren steht dieser Tage eine Statue auf dem Offenbacher Wilhelmsplatz. Sein Grab wird von der Gemarkung gepflegt.

Microsoft Truecolor soll Bildqualität von Webcams verbessern: Microsoft hat zwei neue Webcams vorgestellt, die mit 720p filmen und einen Autofokus eingebaut haben. Während ein Modell für den Desktopeinsatz gedacht ist, kann das andere auch an Notebookdisplays geklemmt werden. (Microsoft, Webcam)... Weiterlesen!

Schwachstelle macht Microsofts virtuelle Maschine verwundbar: In Microsoft Hypervisoren von Virtual PC 2007, Windows Virtual PC und Virtual Server 2005 haben Mitarbeiter von Core Security eine Schwachstelle entdeckt, die in den dort installierten Gastsystemen unter anderem die Sicherheitsfunktion Data Execution Prevention (DEP) aussetzt. Die Virtualisierungstechnik Hyper-V ist von dem Problem laut Microsoft nicht betroffen.... Weiterlesen!

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Internationale Lederwarenmesse
  • Mitte Juni: Mainuferfest
  • Cross Media Night an der HfG Offenbach
  • Mitte August: Bierfest
  • August: Lichterfest im Büsing-Park
  • 1. Wochenende im September: Kinderfest im Leonhard-Eißnert-Park

Thunderbird 2.0.0.24 beseitigt Sicherheitslücken: Für die Thunderbird-2-Familie wurde ein Update auf die Version 2.0.0.24 veröffentlicht. Die aktuelle Version des E-Mail-Clients beseitigt Sicherheitslücken, neue Funktionen gibt es nicht. Seit Dezember 2009 gibt es bereits Thunderbird 3. (Browser, E-Mail)... Weiterlesen!

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Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • 1837: Ulrich Pultz von Carlsen, 1773-1863, Befehlshaber des Regiments "Groß- und Erbprinz"
  • 1842: Valentin Otto, 1795-1849, Zollamtsinspektor, Förderer der Lokalbahn nach Frankfurt
  • 1848: Dr. Lorenz Diefenbach, 1806-1883, Freiheitskämpfer
  • 1852: Dr. Ernst Schaumann, 1802-1886, Typ der Latein-Schule
  • 1863: Christian Lemmé, 1789-1863, "Wohltäter"
  • 1875: Otto von Bismarck, 1815-1898, Reichskanzler
  • 1882: Dr. Salomon Formstecher, 1808-1889, Rabbiner
  • 1888: Johann Martin Kappus, 1820-1905, Befehlshaber der Freiwilligen Feuerwehr
  • 1915: Ludo Mayer, 1845-1917, Kommerzienrat, Gerber
  • 1933: Paul von Hindenburg, 1847-1934, Generalfeldmarschall, Reichspräsident
  • 1948: Dr. Karl Klingspor, 1868-1950, Schriftgießer, Buchausstatter
  • 1948: Leonhard Eißnert, 1866-1949, Bürgermeister a.D.
  • 1948: Dr. Siegfried Guggenheim, 1873-1961, Advokat und Notar
  • 1949: Hermann Steinhäuser, 1859-1949, Unternehmer
  • 1953: Dozent Hugo Eberhardt, 1874-1959, Leiter der Technischen Lehranstalten Offenbach (heute HfG Offenbach)
  • 1974: Georg Dietrich, 1909-, Oberbürgermeister 1957-1974
  • 1977: Walter Frank, Stadtratsvorsteher
  • 1993: Dr. Bruno Knapp, Fraktionsvorsitzender der CDU, Stadtverordnetenvorsteher
  • 1993: Max Willner, Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden Hessens

Söhne und Töchter der Stadt

Darüber hinaus lebten in Offenbach unter anderem:

  • Alois Senefelder * 6. November 1771 in Prag, Erfinder des sog. Steindrucks, der Lithographie, die später zum Offsetdruck weiter entwickelt wurde - dieser Tage das bedeutendste Druckverfahren, in dem die meisten Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und Werbedrucksachen entstehen. Nach ihm ist eine der längsten Straßen von Offenbach benannt, die Senefelderstraße.
  • Sophie Laroche, * 6. Dezember 1731 in Kaufbeuren, † 18. Febr. 1807 in Offenbach, Schriftstellerin

Gears of War 3 soll im April 2011 erscheinen: Noch ist es nicht offiziell angekündigt, trotzdem steht der Erscheinungstermin für Gears of War 3 schon fest: Anfang April 2011 soll das Actionspiel von Epic Games für die Xbox 360 erscheinen - allerdings wie die Vorgänger wohl nicht in Deutschland. (Xbox 360, Jugendschutz)... Weiterlesen!

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Literatur

  • Hans Georg Ruppel: Geschichte der Stadt Offenbach, Neuauflage, Wartberg Verlag, ISBN 3-8313-1334-2
  • Hans Georg Ruppel, Lothar Braun: Es begann in Offenbach..., Wartberg Verlag, ISBN 3-9801-8463-3
  • Ulrich Jung:Das war das 20. Jahrhundert in OF und Region, Wartberg Verlag, ISBN 3-86134-923-X
  • Alfred Kurt:Stadt + Kreis Offenbach in der Geschichte, 1998, Hg. Offenbach-Post, Bintz-Verlag, ISBN 3-87079-009-1
  • Wilfied B Sahm, Christina Uslular-Thiele: Offenbach - was für eine Stadt, 2004, Hg.: Volkshochschule Offenbach, Cocon-Verlag, ISBN 3-93777-405-X
  • Hessisches Städtebuch; Band IV 1. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte" - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1957
  • Günter Burkhard: Die Attraktoren der Armut - Eine sozialökologische Untersuchung der wohnräumlichen Verteilung von Armut in der Stadt Offenbach, 1998, Shaker-Verlag, ISBN 3-82652-696-1

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