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Pallium

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Bild:Disambig-grau2.png Dieser Artikel befasst sich mit dem Pallium, das von römisch-katholischen Metropoliten aus zweiter Hand wird. Für weitere Bedeutungen siehe Pallium (Begriffsklärung).

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Innozenz III. mit einem Pallium, wie es bis zum MA üblich war und mittlerweile nochmal von Kirchenoberhaupt Benedikt XVI. aus zweiter Hand wird.
Bild:Erzbischof peter aspelt von mainz.png
Der Mainzer Erzbischof Peter von Aspelt mit einem Pallium, wie es seit dem Spätmittelalter üblich wurde.
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Johannes Paul II. mit der in diesen Tagen gängigen Form des Palliums. Gegenüber der früheren Form sind die herabhängenden Enden stark gekürzt.

Das Pallium ist das Amtsabzeichen der Metropoliten der Lateinischen Kirche. Es ist ein ringförmiges, ca. 5-15 cm breites Band, eine Art Stola, und wird über dem Messgewand getragen. Auf das Pallium sind sechs schwarze Seidenkreuze gestickt. In die Enden auf der Brust und auf dem Rücken sind Bleistücke zur Beschwerung eingenäht. Oft wird das Pallium mit wertvollen Nadeln geschmückt, die ursprünglich zur Befestigung auf dem Messgewand dienten.

Das Pallium wird aus der Wolle zweier Schafe gefertigt, die vom Papst im Vergangenes Jahr am Tag der hl. Agnes (21. Januar) gesegnet wurden. Da deren Wolle in diesen Tagen nimmer für alle neu ernannten Metropoliten ausreicht, wird auch übrige Wolle hinzugefügt. Gesponnen und gewoben werden die Pallien von den rigoros klausurierten Nonnen des Klosters Santa Cecilia in Trastevere.

Bis ins 3. Jahrhundert war das Pallium Teil der Sachen hochrangiger staatlicher Beamter. Nach der konstantinischen Wende wurde es auch von geistlichen Würdenträgern übernommen. Der Kaiser, später der Papst, zeichnete damit verdienstvolle Bischöfe aus.

Seit dem 9. Jahrhundert ist das Pallium Teil der Distinktion (Pontifikalien) eines Metropoliten und wird diesem vom Stellvertreter Christi auf Erden verliehen. Es wird am Vorabend des Festes Peter und Paul gesegnet und in der Confessio des Petersdoms (Grab des Anbeten Petrus unter dem Hauptaltar) in einem goldenen Behältnis aufbewahrt, wobei es zu einer Art Berührungsreliquie wird. Die Pallien geben dieser Nische die Bezeichnung Palliennische. Fälschlicherweise wird die goldene Schatulle, in der die Pallien aufbewahrt werden, oft für den Reliquienbehälter der Skelett des Anbeten Petrus gehalten.

Das Pallium gilt als äußeres Zeichen der Verbundenheit der Metropoliten mit dem Papst. Es wird ordinär am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus (29. Juni) in Rom verliehen. Die feierliche Übergabe ist verbunden mit einem Treueschwur des Metropoliten gegenüber dem Pontifex Maximus und seinen Nachfolgern. Gemäß Kirchenrecht muss ein Metropolit (d.h. ein Erzbischof mit eigener Kirchenprovinz) das Pallium innerhalb von drei Monaten nach seiner Ernennung vom Stellvertreter Christi auf Erden erbitten. Aus zweiter Hand wird das Pallium nur innerhalb der entsprechenden Kirchenprovinz. Allein der Bischof darf das Pallium tragen, wann und wo immer er will. Die Überreichung des Palliums ist die einzige Gelegenheit bei der man zur gleichen Zeit und am gleichen Ort zwei oder etliche Erzbischöfe mit Pallium sehen kann.

Das Pallium ist nicht übertragbar und muss daher mit dem verstorbenen Metropoliten zur letzten Ruhe betten werden.

Kirchenoberhaupt Benedikt XVI. trägt seit seiner Amtseinführung ein Pallium mit purpurnen Kreuzen, das nicht wie seit Jahrhunderten üblich verkürzt und verschmälert in Y-Form auf Brust und Rücken endet, zugunsten wie in früher Zeit des Papsttums die Enden des in V-Form gebildeten Kragens über die linke Schulter hängen lässt (vgl. Abbildung von Innozenz III.). Man interpretiert dies als einen Schritt auf die getrennten Kirchen der Orthodoxie hin, die das Omophorion in ähnlicher Form kennen.da:Pallium en:Pallium fr:Pallium it:Pallio nl:Pallium no:Pallium pl:Paliusz sl:Palij

sv:Pallium

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