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Humanes Papilloma-Virus

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Humane Papilloma Viren
Systematik

(TID 100226)

Reich: Viren
Baltimore K. dsDNA-Viren I
Familie

(TID 99968)

|| Papillomaviridae
Wissenschaftlicher Name
Papillomaviridae
Gattung

(TID 99970)

en

  • Alphapapillomavirus
  • Betapapillomavirus
  • Gammapapillomavirus
  • Mupapillomavirus

Humane Papilloma-Viren stellen eine Gruppe von über 150 verschiedenen DNA-Viren dar, denen zur Unterscheidung eine Zahl nachgestellt wird. Es sind alle unbehüllte, doppelsträngige DNA-Viren (dsDNA) zu den Papovaviren gehörig. Da sie durch sexuelle Kontakte übertragen werden können, zählen die durch sie verursachten Erkrankungen zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Dazu zählen zuerst Warzen. Einige Arten anstecken die Schleimhäute im Genitalbereich und können, ohne sich erst einmal durch eine Warzenbildung merklich gemacht zu haben, nach länger dauernder Infektion Krebs auslösen. Der Gebärmutterhalskrebs bei der Frau, sowie vermutlich auch ein erheblicher Teil der Scheiden-, Penis- und Analkarzinome sind Folge solcher Infektionen. Die Gen-Produkte dieser Viren, erstens die des E6- und E7-Gens, verhindern den programmierten Zelltod (die Apoptose) und machen eine Berichtigung des DNA-Doppelstranges unmöglich. Die durch Papilloma-Viren verursachten Hautveränderungen sind häufig nicht mit bloßem Auge zu erkennen. Besondere Probleme stellen die durch die Viren verursachten Entartungen bei unkontrolliertem Wachstum dar; z. B. wenn die Körperabwehr durch eine zusätzliche Leiden geschwächt ist.

Inhaltsverzeichnis

Virusgruppen

83 HPV-Typen sind vor ... vollständig beschrieben. Etwa 30 davon anstecken fast ausschließlich Haut und Körperteil im Anogenitalbereich (Anus und Genitalien). Die genitalen HPV-Typen erlauben sich in der Gesamtheit in 2 Gruppen einteilen, die Niedrigrisiko- (low risk-) und die Hochrisiko- (high risk-) Typen. Die Einteilung erfolgt durch des Risiko-Typs: Einige einige Erreger treten extrem gehäuft im Zusammenhang mit Karzinomen auf. Die Hochrisiko-Typen sind bei über 99% aller Fälle von Zervixkarzinomen (Krebstumore des Gebärmutterhalses) identifiziert worden. Die Majorität der Zervixkarzinome (ca.70%) wird durch die Hochrisiko-Typen 16 und 18 hervorgerufen.

Niedrigrisiko-HPV-Typen werden praktisch nie bei Karzinomen nachgewiesen. Die Typen 6 und 11 sind Hauptverursacher genitaler Warzen.

Typen sind:

  • 1. "low-risk"-Viren
Zu dieser Gruppe werden HPV 6 und 11 gezählt, weil sie als Persönlichkeit von Warzen in Genitalbereich (Condylomata acuminata, auch Feigwarzen) keine potenziell lebensgefährlichen Erreger sind. Andere low-risk Typen (neben 6 und 11) sind 42, 43 und 44.
  • 2. "high-risk"-Viren.
Zur zweiten Gruppe gehören v.a. HPV 16, 18, 30 und 33, aber auch 35, 39, 45, 51, 52, 56, 58, 59 und 68. Bei fast jedem Auftreten eines Zervixkarzinoms (Krebserkrankung des Epithelgewebes des Gebärmutterhalses) ist mindestens eine der high-risk HPV-Gruppen in einem HPV-Screening nachweisbar. Auch einige Krebserkrankungen im Bereich des Afters sowie des Mundes gültig sein als HPV-assoziiert.

Die gefährlichen Virus-Untergruppen sind erwiesenermaßen nicht nur an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt, zugunsten man findet sie auch bei Krebserkrankungen des Penis, der Vulva (äußeres weibliche Genital), des Anus und des Mundes.

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Übertragung

Die Kontamination erfolgt hauptsächlich über Hautkontakt, bei bestimmten Virentypen primär durch ungeschützten Sexualverkehr (genital, anal oder oral). Die HPV-Infektion ist daher eine der häufigsten durch Coitus übertragenen Infektionen, oft jedoch bleibt die Infektion unbemerkt. Kondome schützen, wenn sie den Umgang mit krankheitsbedingten Hautveränderungen oder erregerhaltigen Körperflüssigkeiten verhindern. Jedoch ist auch der Verkehr mit Gummi nicht erforderlich sicher! Seltener erfolgt die Übertragung auch durch gemeinsam benutzte Handtücher, Trinkgläser oder Zahnbürsten.

Bei Frauen unter 30 Jahren liegt die Infektionsrate bei so weit wie 25 %. Bei über 30-jährigen beträgt sie nach wie vor bis 8 %. Die HPV-Infektion heilt häufig innerhalb von Monaten bis hin zu 1 ½ Jahren ab. Auch die generelle Immunitätslage der Frau spielt dabei eine wichtige Rolle.

Allgemeine Bezahlen zu den Infektionsraten bei Männern gibt es nicht. Beweggrund für den Mangel an Zahlenmaterial ist das Nicht-Vorhandensein regulärer Vorsorgeuntersuchungen in diesem Bereich bei Männern. Bekannt ist, dass wenn einer der Partner Läsionen aufweist, auch der sonstige mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem HPV infiziert ist. Bei so weit wie 70 % der männlichen Partner einer Frau, die im HPV-Screening positiv getestet wurde, besteht ebenso eine Infektion, die jedoch oft nur kleinste Läsionen am Schwanz verursacht. Männer sind sich daher der Kontamination mit dem HPV-Virus oft gar nicht bewusst sind und bemerken diese nicht. Dennoch sind sie Überträger.

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Krankheitsfolgen

Nach einer Ansteckung können Papilloma Viren oft mehrjährig passiv bleiben. Dies gilt wie auch für die low-risk- sowohl für die high-risk-Viren. Das heißt, dass sich auch Wochen bis Monate bzw. so weit wie einem Jahr nach einem Sexualkontakt wie auch von heterosexuellen und homosexuellen Decken lassen Genitalwarzen bilden können und damit die Retrieval nach dem infektiösen Sexualpartner sehr erschwert wird.

Die häufigsten Krankheitsfolgen sind Warzen, besonders Feigwarzen (Condylomata acuminata), und bei Frauen das Zervixkarzinom (Krebserkrankung des Gebärmutterhalses).

Da sich dieser Artikel in erster Linie mit den Humanen Papilloma-Viren beschäftigt, siehe für detaiierte Informationen zu den jeweiligen Krankheitsfolgen in den entsprechenden Artikeln!

Männer und HPV

Verschiedene Studien zeigen, dass etwa 64-70% der männlichen Beziehungspartner von Frauen, die unter einer zervikalen HPV-Erkrankung leiden, ihrerseits HPV-assoziierte Läsionen am Fortpflanzungsorgan aufweisen [1]. HPV kann dennoch auch in der Haut des Pimmel oft lange unerkannt präsent bleiben. In seltenen Fällen können bösartige Veränderungen, auch Karzinome am Geschlechtsorgan auftreten.

Da das Peniskarzinom bei beschnittenen Männern extrem selten ist, werden zurückgehaltenes (retiniertes) Smegma, und wiederholte Entzündungen der Vorhaut und der Eichel (chronische Balanitiden) bei unbeschnittenen Männern als entscheidende Faktoren der in zeitlicher sowie ursächlicher Hinsicht schrittweisen Entstehung von Bösartige Tumorerkrankung (Karzinogenese) namhaft [2]. Doch auch die Kontamination mit dem Humananen Papilloma-Virus allein sowie dem Cytomegalievirus in Kraft sein als Verursacher.

Zahlreiche Studien deuten auf HPV-Infektionen als Subjekt von Mundkrebs hin. U. a. eine französische Studie diagnostizierte bei einer hohen Anzahl an Mundkrebs-Patienten auch Humane Papillomaviren (HPV). Als Übertragungsweg gilt hier Oralverkehr. Einen sicheren Schutz gibt es nicht. Jedoch mindert die stringente Verwendung von Kondomen vermutlich das Übertragungsrisiko. Siehe auch Safer Sex.

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Diagnose

Die Tatsache, dass in ungefähr 90 % der Zervixkarzinome High-risk-Typen vorkommen (HPV16 (50%), HPV18 (20%) unterstreicht die Bedeutung der HPV-Infektion bei diesem Karzinom, welches international die zweithäufigste Krebstodesursache bei Frauen ist. Für alle beide Erreger gilt, dass der rasche, praktikable und sichere Nachweis in der Routinediagnostik dieser Tage noch problematisch, schwierig und gesalzen ist. Speziell bei niedrigen Keimkonzentrationen treten falsch negative Ergebnisse auf.

Gerade laufen Studien, die Auskunft darüber geben sollen, ob eine routinemäßige Nachforschung – ein so genanntes Screening – nach diesen Viren die Entwicklung von Krebserkrankungen reduzieren kann, indem Träger fragwürdiger Zellbefunde in ausgewählten Fällen einer vorzeitigen Heilverfahren unterzogen werden. Tests, Screenings und Heilmethoden müssen augenblicklich noch vom Patienten selbst bezahlt werden, da die Krankenkassen die Ergebnisse der vorgenannten Studien abwarten.

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Therapie

Eine spezifische Papillomvirus-Therapie gibt es gegenwärtig nicht. Bei vorliegenden Läsionen kommen abstrahierend dargestellt chirurgische Eingriffe in Fragestellung oder aber lokale Verätzungen. In der Regel wird mit der Entfernung der Läsion auch der Heilungsprozess eingeleitet, sogar wenn Rückfälle (Rezidive) häufig sind. Systemische oder lokale Therapien, etwa mit Interferonen und anderen Zytokinen, haben noch zu keinen durchschlagenden Geschehen geführt.

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Vorbeugung

Die effektivste Maßnahme, um sich ausreichend zu schützen, ist Safer Sex. Erstmal bei häufig wechselnden Geschlechtspartnern sollte zu keiner Zeit auf das Verhüterli verzichtet werden. Zu beachten ist außerdem, dass nur eine Anwendung des Kondoms von Beginn bis Ende des Sexualkontakts die Übertragung von HP-Viren verhindert (Quelle: Robert-Koch-Institut). Allerdings läßt sich durch diese Maßnahmen das Risiko einer HPV-Infektion nur deutlich senken, aber nicht gänzlich verhindern.

Die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs zur vorbeugenden Immunisierung gegen HPV ist schon weit gediehen und steht vor dem Abschluss. Typ rechnen damit, dass möglicherweise schon 2006 ein Pharmakon rechtmäßig werden kann. Ein zweiter Serum soll spätestens 2008 folgen [3].

Sofern aber doch eine Ansteckung vorliegt, kann man mit potenzierten Zytokinen, die speziell für das High-Risk Papilomavirus entwickelt worden sind, einen Versuch zur Besserung unternehmen. Das Präparat heißt 2LPAPI und wird von der belgischen Unternehmen Labolife hergestellt. Die Wirksamkeit einer zusätzlichen Eingreifen mit hoch dosiertem Vitamin wurde mehrfach bestätigt, ist jedoch nicht durch Studien abgesichert.

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Weblinks

Bild:Erste hilfe.svg Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

(TID 693563)

en:Human papillomavirus

es:VPH fr:Papillomavirus ja:ヒトä頭腫ウイルス

ru:Папилломавирус человека

(TID 43962)

Selektive Vaterliebe: Die mit dem Seepferdchen verwandte Seenadel Syngnathus scovelli betreibt eine außergewöhnliche Auswahl ihrer Nachkommenschaft: Die für das Kinderbekommen zuständigen Männchen lassen während ihrer Schwangerschaft weniger Nachkommen überleben, wenn diese mit kleinen Partnerinnen gezeugt wurden. Das hat ein US-Forscherteam bei der Beobachtung des Brutverhaltens herausgefunden. Nachdem die Weibchen ihre Eier in die Bruttasche der Männchen gelegt haben, wachsen die Seenadel-Embryonen dort heran und werden durch umgebendes Gewebe mit Nährstoffen versorgt. Die Väter lassen dem Nachwuchs von kleinen Partnerinnen aber weniger Nährstoffe zukommen oder entziehen ihnen diese sogar aktiv. Bei großen Weibchen sind die Nachkommen fitter und haben in der Natur eine höhere Überlebenschance. Deshalb investieren die Väter bei ihnen mehr Energie in die kräftezehrende Versorgung, berichten Kimberly Paczolt und Adam Jones von der Texas A&M University in College Station. ...... Weiterlesen!

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