Parament
Aus Schlauweb
Parament leitet sich ab vom lat. parare mensam = den Tafel bereiten. Paramenten nennt man grundsätzlich die im Kirchenraum und in der Liturgie verwendeten Textilien (Gewänder, Tücher, Vorhänge, Wandbehänge, Teppiche, Antependien u.a.). In der Römisch-Katholischen und Orthodoxen Kirche werden fast ausschließlich die liturgischen Gewänder als Paramenten bezeichnet. Diese sind oft aufwändig und künstlerisch gestaltet.
In der evangelischen Kirche sind das zuvor das Altartuch, die Stoffbehänge des Altars, und der Kanzel vielmehr Ambo (Lesepult) in einer Kirche, in der katholischen, orthodoxen und anglikanischen Kirche (und in vielen evangelischen Kirchen außerhalb Deutschlands) nahe den genannten auch die liturgischen Gewänder und das Korporale.
Je nach Zeitpunkt im Kirchenjahr wechseln die liturgischen Farben. Jedoch abkacken nicht alle Paramenten dieser liturgischen Farbenordnung. Altartuch (nicht Behänge) und Korporale sind immer weiß.
- Violett: ist die Farbe der Buße und der Bereitung vor den hohen Festen. (in der Passionszeit respektive Fastenzeit, im Advent, am Buß- und Bettag)
- Weiß: ist das Symbol des Lichts (zu Ostern, Weihnachten und den übrigen Christusfesten)
- Grün: ist die Farbe der aufgehenden Saat (zur Epiphanias- Vorfasten- und Trinitatiszeit bzw. im liturgischen Jahreskreis)
- Schwarz: ist das Symbol der Trauer (in der evangelischen Kirche am Karfreitag - in der katholischen Liturgie wird hier auch rot verwendet)
- Rot: steht für die durch das Blut der Märtyrer ausgebreitete Kirche und das Pfingstfeuer (zu Pfingsten und an den Gedenktagen der Kirche)
Literatur
- Historische Textilien aus dem Sakralbereich: Bedeutung und Nutzung. Erforschung und Konservierung, hrsg. v. Michael Braunsteiner und Heimo Kaindl. Admont. Graz: Diözesanmuseum Graz 1998.nl:Parament
(TID 13764)
380/6