Piacenza
Aus Schlauweb
| Piacenza | |
| Bild:Piacenza-Stemma.png | Bild:Piacenza map.png |
| Staat | Italien |
| Region | Emilia-Romagna |
| Provinz | Piacenza (PC) |
| Geografische Lage | Koordinaten: 45° 3' 0" N, 9° 42' 0" O45° 3' 0" N, 9° 42' 0" O (TID 488890) |
| Höhe | 61 m ü. NN |
| Fläche | 118 km² |
| Einwohner | 99.150 31-12-04 |
| Bevölkerungsdichte | 806 Einw./km² |
| Postleitzahl | 29100 |
| Vorwahl | 0523 |
| ISTAT-Code | 033032 |
| Fiskal-Code | G535 |
| Name der Einwohner | piacentini |
| Schutzpatron | Sant'Antonino |
| Website | http://www.comune.piacenza.it |
(TID 621925)
Piacenza (im Altertum Placentia), Ort in Norditalien, Ort der Provinz Piacenza in der Region Emilia-Romagna nahe dem Zusammenfluss von Po und Trebbia in der lombardischen Ebene. Die Ort ist Handelszentrum und Industriezentrum, in dem Erdgas- und Erdölraffinerien angesiedelt sind. Außerdem werden Zement, Lebensmittel, Plastik, Lederwaren sowie landwirtschaftliche Geräte hergestellt. In der Nähe befindet sich ein Luftwaffenstützpunkt.
Es verfügt über sehenswerte Kirchen, einschließlich des Domes im lombardisch-romanischen Stil (1122-1233). Die Einwohnerzahl betrugt 2004 etwa 99.150.
Geschichte
Piacenza wurde 218 v. Chr. zur römischen Kolonie. Während seine Stadtmauern noch nicht fertiggestellt waren, musste es einen Angriff der Gallier zurückschlagen, und im gleichen Jahr gewährte es den Überresten einer römischen Truppe unter Scipio Schutz, die in der großen Schlacht an der Trebia geschlagen worden war. 205 v. Chr. widerstand die Ort einer längeren Belagerung durch Mago. Fünf Jahre später brannten die Kelte die Gemarkung nieder, und 190 v. Chr. musste sie mit dreitausend Familien neubesiedelt werden. 187 v. Chr. wurde die Gemeinde durch den Bau der Via Aemilia mit Ariminum (Rimini) und dem Süden verbunden. Sie wurde später ein sehr wichtiger Knotenpunkt; die Fortsetzung der Via Aemilia nordwärts nach Mediolanum (Mailand) mit einer Abzweigung nach Ticinum (Pavia) überquerte dort den Po, und die Via Postumia von Cremona nach Dertona und Genua verliefen hindurch. Noch später baute Augustus die Straße von Dertona nach Vade und weiter nach Gallia Narbonensis neu und gab ihr von Placentia an den Namen Via Iulia Augusta. Das rechteckige Straßenschema im Stadtzentrum, durch das die Via Aemilia verlief, ist unweigerlich ein Überbleibsel aus römischen Zeiten.
Placentia wird erwähnt in Zusammenhang mit der Eroberung durch Cinna und einer Niederlage der Truppen Carbos in der Nähe (82 v. Chr.), einer Aufruhr von Julius Cäsars Garnison (50 v. Chr.), einer weiteren unter Augustus (40. v. Chr.), der Verteidigung der Gemarkung durch Spurinna (Othos General) gegen Caecina (Vitellius' General) (69 n. Chr.) und der Niederlage Aurelians gegen die Markomannen vor den Stadtmauern (27 n. Chr.).
546 unterwarf Totila Piacenza dank einer Hungersnot. Zwischen 997 und 1035 wurde die Gemeinde von ihren Bischöfen regiert, die von Otto III. den Grafentitel erhalten hatten.
Im 12. und 13. Jahrhundert war Piacenza ein bedeutendes Persönlichkeit des Lombardenbundes. In der Regel blieb die Gemarkung guelfisch, aber einige Male rief sie auch mächtige Ghibellinen zu Hilfe, wenn sie ihnen gegen ihre einheimischen Tyrannen helfen konnten; ein Beispiel dafür war Galeazzo I. Visconti. 1447 wurde Piacenza von Francesco I. Sforza erobert und geplündert. Nachdem es 1512 von den pästlichen Truppen belegt worden war, wurde es 1545 mit Parma zu einem erblichen Herzogtum unter Pier Luigi Farnese vereinigt, einem Angehöriger Pauls III.. Bis 1731 wurde es nun von der Familie Farnese beherrscht, die die Baukunst der Ort prägte. 1746 wurde vor den Stadtmauern eine Gefecht zwischen dem französisch-spanischen und dem österreichen Heer ausgetragen. 1796 wurde es von den Franzosen besetzt. 1848 war Piacenza eine der ersten lombardischen Städte, die dem Piemont beitraten; es wurde aber bis 1859 von den Österreichern wiederbesetzt.
Angemessen eines Unterstützungskontingents für den multinationalen Schnipsen Einsatzverband der Vereinten Nationen zum Schutz der UNPROFOR im ehemaligen Jugoslawien wurde auf dem Luftwaffenstützpunkt Piacenza hier ab Juli 1995 deutsche Kampfflugzeuge vom Typ Tornado stationiert.
Söhne und Töchter der Stadt
- Giorgio Armani, italienischer Modeschöpfer
- Gregor X., Bischof von Rom von 1271 bis 1276
- Filippo Inzaghi, italienischer Fußballspieler
- Umberto Malchiodi, Erzbischof und Pfaffe emeritus von Piacenza
- Giovanni Battista Nasalli Rocca di Corneliano, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Mario Nasalli Rocca di Corneliano, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- Luigi Poggi, ehemaliger Kardinalprotodiakon der katholischen Kirche
siehe auch: Liste der Herrscher von Parma
Koordinaten: 45° 2′ 54" n. Br., 9° 41′ 9" ö. L.
(TID 488883)
Agazzano | Alseno | Besenzone | Bettola | Bobbio | Borgonovo Val Tidone | Cadeo | Calendasco | Caminata | Caorso | Carpaneto Piacentino | Castel San Giovanni | Castell'Arquato | Castelvetro Piacentino | Cerignale | Coli | Corte Brugnatella | Cortemaggiore | Farini | Ferriere | Fiorenzuola d'Arda | Gazzola | Gossolengo | Gragnano Trebbiense | Gropparello | Lugagnano Val d'Arda | Monticelli d'Ongina | Morfasso | Nibbiano | Ottone | Pecorara | Piacenza | Pianello Val Tidone | Piozzano | Podenzano | Ponte dell'Olio | Pontenure | Rivergaro | Rottofreno | San Giorgio Piacentino | San Pietro in Cerro | Sarmato | Travo | Vernasca | Vigolzone | Villanova sull'Arda | Zerba | Ziano Piacentino
(TID 223096)
(TID 744847)
cs:Piacenza
en:Piacenza
eo:Piacenza
es:Plasencia (Italia)
et:Piacenza
fr:Plaisance (Italie)
id:Piacenza
it:Piacenza
ja:ピアチェンツァ
la:Placentia
nl:Piacenza (stad)
no:Piacenza
pl:Piacenza
pt:Piacenza
ro:Piacenza
ru:Пьяченца
(TID 84431)
945/27