Portugal
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel beschäftigt sich sich mit dem Land Portugal. Für den gleichnamigen Komponisten siehe Marcos António Portugal. |
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| Amtssprache | Portugiesisch | ||||
| Hauptstadt | Lissabon | ||||
| Staatsform | Parlamentarische Demokratie | ||||
| Staatspräsident | Aníbal Cavaco Silva | ||||
| Ministerpräsident | José Sócrates | ||||
| Fläche | 92.345 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 10.524.145 (Juli 2004) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 112 Bewohner / km² | ||||
| Währung | Euro (€) | ||||
| Zeitzone | UTC | ||||
| Nationalhymne | A Portuguesa | ||||
| Kfz-Kennzeichen | P | ||||
| Internet-TLD | .pt | ||||
| Vorwahl | +351 | ||||
| Bild:LocationPortugalInEurope.png
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Portugal (amtl. República Portuguesa), ist ein europäischer Staat im Südwesten der iberischen Halbinsel. Im Okzident und Süden wird es vom Atlantischen Ozean, im Orient und Norden von Spanien begrenzt. Zum portugiesischen Staatsgebiet gehören die Inseln der Azoren und Madeira (mit Porto Santo). Okzidental der Ort Lissabon liegt Cabo da Roca, der westlichste Punkt des europäischen Festlandes.
Der Name Portugal entstammt dem Namen der Niederlassung Cale im Delta des Flusses Rio Douro. Cale könnte ein griechisches Wort sein (Kalles = schön) und sich auf die Schönheit der Natur im Norden des heutigen Portugal beziehen, das die Griechen in der Antike kolonisierten. Zusätzliche Geschichtsforscher meinen, dass Cale phönizischen Ursprungs ist, da die Phönizier Portugal schon vor den Griechen besiedelten. Als das heutige Portugal zum Römischen Weltreich gehörte, wurde Cale ein wichtiger Hafen, auf Lateinisch Portus Cale. Im MA wurde Portus Cale zu Portucale, später Portugale, wobei dieses Wort im 7. und 8. Jahrhundert nur die nördlichen Teile des Landes bezeichnete, also die Region zwischen den Flüssen Rio Douro und Rio Minho. Andererseits verkürzte sich der Name Portus Cale zu Porto, der zweitwichtigsten Stadt, die sich deshalb voll mit Stolz als Kennungsgeber des Landes bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Bild:Klima porto.png Klimadiagramm Briefmarke |
Bild:Klima lissabon.png Klimadiagramm Lissabon |
Bild:Klima faro.png Klimadiagramm Faro |
Der Norden Portugals hat ein relativ kühles und feuchtes Klima und besteht aus zwei traditionellen Provinzen oder Landschaften: Der Minho im Nordwesten gehört zu den am dichtesten besiedelten Gegenden des Landes. Die größten Städte des Minho sind Braga und Viana do Castelo. Der Minho wird wegen seines Klimas und der vergleichsweise üppigen Pflanzenwelt als der grüne Garten Portugals bezeichnet. Auf den Hängen der zahlreichen Flusstäler wird erstens Wein angepflanzt, die zum berühmten Portwein und dem Vinho Verde weiterverarbeitet werden. Neben entwickeln diverse Gemüsesorten. Die natürliche Pflanzenwelt ist eine Mischung aus der Pflanzenwelt der gemäßigten Klimazone und der subtropischen Flora, je nach Höhenlage gibt es Eichen oder Kastanien vielmehr Pinien und Olivenbäume.
Im Nordosten liegt Trás-os-Montes (Hinter den Bergen). Dies ist die dem Meer abgewandte Seite Nordportugals, die sehr gebirgig ist und deshalb sehr kalte Jahreszeit und sehr heiße Saison hat. Die Pflanzenwelt ist bedeutend weniger üppig als im Minho und sie fällt umso spärlicher aus, je mehr man sich der Grenze zu Spanien nähert. Beiden Provinzen ist gemein, dass ihre Gebirgsmassive, wie z. B. Marão oder Peneda-Gerês von zahlreichen Flüssen, wie der Rio Minho (Grenzfluss zu Spanien) oder der Rio Douro, durchschnitten werden. Im Norden Portugals liegt der Nationalpark Peneda-Gerês, das bedeutendste Schutzregion des Landes. Dort vorliegen noch Restbestände naturbelassener Wälder, in denen sich speziell die immergrüne Steineiche findet. Bedeutende Städte des Nordens sind Porto, Vila Nova de Gaia, Matosinhos, Braga, Vila Real und Bragança.
Mittelportugal ist größtenteils hügelig bis gebirgig und hat mit der Serra da Estrela ein bedeutendes Gebirgszug mit Skigebiet. Die wichtigsten Landschaften sind die Beira, der Ribatejo (die Tejo-Ebene mit Beinamen Garten Lissabons), die Estremadura sowie die Mündung des Tejo in den Atlantik. Die gesamte Region ist sehr geschlechtsreif und hat ein für den Weinanbau optimales Klima, so dass die Überlieferung des Weinbaus hier so weit wie den Römern zurückreicht. Angrenzend werden Getreide, Reis, Sonnenblumen und Gemüse angebaut. Die Region wird durch den Tejo zweigeteilt. Überschwemmungen, die früher den Ribatejo regelmäßig heimsuchten, kommen seit dem Bau zahlreicher Staudämme nicht länger vor. Die wichtigsten Städte Mittelportugals sind Lissabon, Aveiro, Sintra, Coimbra, Viseu, Leiria, Castelo Branco sowie Santarém.
Der Süden Portugals setzt sich aus den drei Landschaften Terras do Sado, Alentejo und Algarve zusammen. Die Oberfläche der gesamten Region ist eben bis hügelig und hat ein trockenes und heißes Klima. Der Alentejo, die frühere Getreidespeicher Portugals, ist in diesen Tagen nur dünn besiedelt und von Auswanderung gekennzeichnet, weitläufige Getreidefelder mit Olivenhainen und Korkeichen beherrschen die Landschaft. Zum Teil einer Pflanze kommen Weinanbau und in zunehmenden Maße auch Sonnenblumen als Hauptprodukte. Die Wiesen sind im Frühling mit Blumen übersät, die als Weiden für Schafe dienen. Zum wirtschaftlichen Niedergang tragen nicht zuletzt auch immer länger werdende Trockenperioden bei, denen man mit dem Bau von Staudämmen zu begegnen versucht. Nicht einheimisch, aber immer häufiger anzutreffen, sind Pflanzungen von Eukalyptus, die allerdings wegen der hohen Brandgefahr, die von diesen Bäumen ausgeht, nicht unstrittig sind. Die südlichen Küstenregionen sind dazu häufig von Kiefernwäldern bewachsen. Benachbart finden sich etliche Palmenarten, von denen aber nur die Zwergpalme heimisch ist.
Die Algarve markiert die gesamte Südküste des Landes und ist mit ihren hübschen Städten, den Steilküsten und Sandstränden zu einem beliebten Feriendomizil geworden, was die üblichen negativen Begleiterscheinungen des Massentourismus mit sich gebracht hat. Die größten Städte Südportugals sind Portalegre, Évora, Beja sowie Faro und Lagos. Der wichtigste Fluss ist der Rio Guadiana, der zweimal auf längeren Strecken auch die Grenze zu Spanien markiert. An die große sommerliche Wärme angepasst sind viele sukkulente Pflanzen.
Zu Portugal gehören weiterhin die beiden Inselgruppen Madeira (Holzinsel) und Azoren (Habichtsinsel) im Atlantik; sie sind vulkanischen Ursprungs. Die Inselgruppe Madeira hat auf Basis von ihrer Lage vor der afrikanischen Küste eine z. T. tropische, partiell subtropische Vegetation. Der höchste Berg Portugals befindet sich auf den Azoren (Monte Pico, 2.351 m).
Der wichtigste Fluss Portugals ist der Tejo, welcher in Spanien unter dem Namen Tajo entspringt und bei Lissabon in den Atlantischen See mündet.
Siehe auch: Liste der Städte in Portugal
Die Fauna Portugals unterscheidet sich nur belanglos von der Spaniens. Vereinzelt leben hier bisher Wölfe; der nur auf der iberischen Halbinsel verbreitete Pardelluchs ist dagegen in Portugal annähernd ausgestorben, nur noch selten werden Einzeltiere angetroffen, die vermutlich über die Grenze mit Spanien immigriert sind. Ansonsten finden gegenseitig Wildkatzen, Füchse, Wildschweine, Hirsche, wilde Ziegen sowie Wildkaninchen. Da Portugal auf der Zugvogelroute nach Afrika liegt, ermöglichen sich verschiedene Vögel beobachten, unten besonders im Süden auch Flamingos; Steinadler leben und jagen in den Küstengebieten. Im Landesinneren kommen auch verschiedene Schlangen und Skorpione vor.
Bevölkerung
siehe auch: Portugiesen
Portugal ist, jedenfalls bedeckt auf die alteingesessene Bevölkerung, in sprachlicher, ethnischer und religiöser Hinsicht ein sehr homogenes Land. Die portugiesische Sprache wird vollkommen Land gesprochen, und nur in den Dörfern von Miranda do Douro wird ein dem Asturischen zugeordneter Regionale Sprachvariante (Mirandes) gesprochen, der als Minderheitensprache renommiert wird. Die große Majorität der Portugiesen bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben.
Datenquelle: INE
Für nachhaltig war Portugal ein Auswanderungsland; wichtige Zentren der portugiesischen Kultur gibt es erst einmal in Frankreich, wo allein 600.000 Portugiesen leben, aber auch in vielen anderen Staaten. Andererseits war Portugal schon während der Unabhängigkeitskriege seiner Kolonien Zielland für Migrant aus den kolonisierten Regionen. Seit dem Beitritt Portugals zur Europäischen Union und dem damit verbundenen politischen und wirtschaftlichen Wandel ist Portugal verstärkt zu einem Einwanderungsland geworden, wobei die Herkunftsländer der Zugereister zunächst in Afrika (Angola, Kap Verde), Südamerika (Brasilien) sowie Osteuropa (Russland, Ukraine, Moldawien) liegen.
Ende 2003 lebten etwa 250.000 ausländische Staatsangehörige in Portugal. Diese führen zu zu über der Hälfte aus anderen portugiesischsprachigen Ländern, sind meist katholischen Glaubens und haben auch einen ähnlichen kulturellen Hintergrund. Etwa ein Viertel der Ausländer, die in Portugal leben, sind Europäer - partiell sind sie Dauerurlauber, die in Portugal ihre Pension verbringen. Ein gewichtiger Anteil sind auch Rückkehrer, also Portugiesen, die aus Portugal ausgewandert waren und mit fremder Staatsbürgerschaft zurückgekehrt sind. Somit kennt Portugal das Phänomen, Persönlichkeit mit rundherum unterschiedlicher Sprache und Kultur integrieren zu müssen, wie zum Beispiel Deutschland, nicht. Auf zehn Portugiesen kommt statistisch gesehen ein Bürger nicht-portugiesischer Herkunft (viele davon mittlerweile mit portugiesischem Pass).
Die ausländische Bevölkerung lebt zu reichlich der Hälfte in Lissabon, davon es sei denn intensiv sie sich auf die Stadtgebiete an der Küste. Im Hinterland liegt der Anteil bei unter 0,5 %.
Die dichteste Besiedelung weist ein Küstenstreifen von der spanischen Grenze im Norden bis in die Gegend um Lissabon auf. Während in diesem Streifen 70 % der Bevölkerung leben, sind das Hinterland und der Süden Portugals sehr dünn besiedelt. Reichlich 10 % der Bevölkerung entfällt auf zwei Städte (Lissabon und Porto), während gut die Hälfte in Anpeilen unter 2.000 Einwohnern lebt. Der Neigung geht in Portugal in Tendenz Verstädterung.
Innerhalb Portugals gibt es starke Migrationsbewegungen, wobei die Wanderungsbewegungen aus den Regionen des Hinterlandes in Neigung der Zentren von Industriezweig (Lissabon, Porto) und Fremdenverkehr (Algarve, Madeira und Azoren) gehen.
Religion
Etwa 97 % der Portugiesen sind römisch-katholischen Glaubens, wobei in Portugal Glaubensfreiheit herrscht. Der Wallfahrtsort Fátima liegt in Portugal und ist der Mutter Jesu, Maria, gewidmet. Maria wird von den Portugiesen sehr verehrt, fast wie eine Göttin, was für manche ein Hinweis darauf ist, dass die Ahnen der Portugiesen vor der Christianisierung vorrangig weibliche Gottheiten anbeteten.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Portugals
Frühgeschichte bis Antike
Die Vor- und Frühgeschichte des Landes entspricht weitgehend der Entwicklung in den anderen Regionen der iberischen Halbinsel. Ab 2000 v. Chr. wandern die Iberer wahrscheinlich aus Nordafrika ein. Ab 1200 v. Chr. werden von den Phöniziern und ab 700 v. Chr. von den Griechen Kolonien gegründet. Ab 600 v. Chr. wandern Kelten ein, die sich mit den Iberern vermischen (sog. Keltiberer). Zu diesen gehört auch der Stamm der Lusitaner, (Viriato) der im Lateinischen namensgebend für das Land werden soll.
Ab 450 v. Chr. wird das Gebiet von Karthago erobert und im Ergebnis des Zweiten Punischen Krieges an Rom abgetreten. Von den Römern wird es unter dem Namen Lusitania (Portugal) teils als eigenständige Provinz verwaltet. Die römische Herrschaft endet in der Völkerwanderungszeit, Sueben (ab 409) und vorerst Westgoten (ab 416) gründen ihre Reiche auf dem Gebiet des späteren Portugals.
Maurische Herrschaft bis Kolonialmacht Portugal
Jahr 711 erobern die Mauren das Land, Portugal wird Teil des Kalifats von Córdoba, Herrschaft der Almoraviden. Von Asturien aus nimmt der Gotenherzog Pelagius (Don Pelayo) im Jahre 722 die christliche Reconquista auf, die Mauren werden bis 1492 sukzessive von der iberischen Halbinsel vertrieben. Portugal wird als eigenständige Grafschaft schon im 11. Jahrhundert gegründet ("Condado Portucalense", Grafschaft von Portucale); diese fällt 1093 an Heinrich von Burgund, den Gründer der ersten portugiesischen Königsdynastie.
Unter Heinrichs Sohn und Nachfolger Alfons I. erlangt das Land 1143 seine Unabhängigkeit, Alfons nimmt den Königstitel an. Die Burgunder herrschen bis 1383 in Portugal, 1211 wird das erste Ständeparlament (Cortes) einberufen, 1250 ist die Reconquista in Portugal mit der Eroberung der Algarve abgeschlossen, 1256 wird die Gemarkung nach Lissabon verlegt.
1383 stirbt das Haus Burgund in Portugal aus, ein nichtehelicher Abkömmling, Johann von Avis ruft sich zum König aus, kann kastilische Ansprüche auf den portugiesischen Thron in der Schlacht von Aljubarrota (1385) abwehren und gründet die zweite portugiesische Dynastie, das Haus Avis. Die Avis-Könige (besonders unter Emanuel I. - er herrschte von 1495 bis 1521) führten das Land zu höchster Blüte, Portugal steigt zur führenden Handels- und Seemacht auf, erwirbt Kolonien in Brasilien, Afrika, Arabien, Indien und China, das Land ist Supermacht und reichste Nation Europas (siehe auch Heinrich der Seefahrer, *1394 - †1460). Auch kulturell kommt es zu einer Blütezeit (Luís de Camões).
1580 stirbt das Haus Avis aus, Portugal fällt aus dynastischen Gründen an die Habsburgerherrscher Spaniens. Bis 1640 herrschen die Spanier, Portugal verliert seine Unabhängigkeit, sinkt zur spanischen Provinz herab, verliert Teile seines Kolonialreiches. 1640 führt der Herzog von Braganza eine Adelsrevolte gegen die spanische Herrschaft an und ruft sich als Johann IV. zum König aus. Er gründet die vorletzte portugiesische Dynastie, das Haus Braganza. Außen- und wirtschaftspolitisch gerät das Land in immer größere Abhängigkeit von England (Methuenvertrag, 1703). 1755 vernichtet ein Erdbeben große Teile der Stadt Lissabon, der Marquês de Pombal baut die Gemeinde wiederum auf und formt das Land mit teilweise drastischen Methoden zu einem aufgeklärt absolutistischen Staat um. 1807 besetzen napoleonische Truppen das Land, die königliche Familie flieht nach Brasilien. Nachdem die Franzosen mit britischer Hilfe vertrieben wurden, kommt es zur liberalen Revolution, das Land erhält zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Verfassung (1821). Der sich anschließende Gefecht zwischen Anhängern des Absolutismus und Befürwortern einer konstitutionellen Monarchie wird erst durch den Sieg der letzteren im Miguelistenkrieg entschieden. Am 7. Sept. 1822 erlangt Brasilien unter Kaiser Peter I. seine Unabhängigkeit.
Endphase der Monarchie bis Estado Novo
Die Zeit nach Ende des Miguelistenkrieges wird von der Auseinandersetzung zwischen Rechts- und Linksliberalen (Cartisten und Setembristen) geprägt. 1853 stirbt mit Königin Maria II. das Haus Braganza in direkter Linie aus, über die Ehe der Königin mit Ferdinand II. von Sachsen-Coburg-Gotha übernimmt der portugiesische Zweig dieses deutschen Adelshauses den Thron (bis 1910). Die Endphase der Königreich ist durch eine allgemeine Schwäche des Landes, wirtschaftliche Probleme (Staatsbankrott 1891) und zunehmende republikanische Aufstände geprägt. 1908 werden der König Karl I. und der Kronprinz bei einem Anschlag getötet, 1910 wird die Republik ausgerufen.
Im März 1916 tritt das Land auf Seiten der Entente in den Ersten Weltkrieg ein. Portugal mobilisiert so weit wie 100.000 Soldaten, von denen ca. 7.000 bis zum Ende des Krieges fallen. Die sog. erste Republik (bis 1926) ist durch anarchisch chaotische Zustände gezeichnet, monarchistische und kommunistische Aufstände, Putschversuche (u. a. des Sidónio Pais, 1917), schwache, häufig wechselnde Regierungen ohne parlamentarische Majorität und eine allgemeine politische Instabilität kennzeichnen die Situation.
1926 putscht das Militär und beendet die erste Republik. Unter den Militärs steigt ein Zivilist, António de Oliveira Salazar, ab 1928 Finanzminister, ab 1932 Ministerpräsident, zu höchster Macht auf. Er gründet ab 1933 den „Estado Novo“, den neuen Staat, ein autoritäres Gebilde mit faschistischen Tendenzen, vollständig mit Einheitspartei (Nationale Union), Staatsjugend und Geheimpolizei (PIDE). Im Zweiten Weltkrieg bleibt das Land neutral, berechtigt aber den Alliierten die Einrichtung von Militärbasen auf den Azoren und tritt nach Ende des Krieges der NATO bei. Ab 1960 beginnt der Kolonialkrieg, der besonders in Afrika (Angola, Mosambik, Guinea-Bissau) mit großer Härte geführt wird. 1968 muss Salazar wegen gesundheitlicher Probleme zurücktreten, sein Nachfolger, Marcello Caetano, kann sich nicht zu grundlegenden Reformen entschließen. Durch den Kolonialkrieg ist Portugal außenpolitisch steigernd isoliert, die Kosten des Krieges führen zu steigender Staatsverschuldung und Inflation. Führende Militärs erkennen, dass der Kolonialkrieg militärisch für Portugal nicht zu gewinnen ist; wegen der Unfähigkeit der Regierung, eine politische Lösung des Problems zu finden, putschen sie schließlich 1974. Eine allgemeine Desillusion der Bevölkerung mit der Diktatur, durch die einsetzende Starker Konjunkturrückgang (hervorgerufen durch die erste Ölkrise 1973) noch verstärkt, führt dazu, dass sich die Bevölkerung wie Sand am Meer mit den putschenden Offizieren solidiarisiert, es kommt zu einer allgemeinen Volkserhebung, der Nelkenrevolution, die den Estado Novo beendet. Die neuen Charakter entlassen die portugiesischen Kolonien, bis auf Macau, in die Unabhängigkeit (1974/1975).
Nelkenrevolution bis EU-Beitritt
Die erste Phase nach der Sturz ist geprägt von der Auseinandersetzung zwischen einer eher konservativen Strömung (General Spínola) und einem sozialistischen Flügel (Hauptmann Otelo), innerhalb des MFA (Movimento das Forças Armadas - Bewegung der Streitkräfte), der Vereinigung der putschenden Offizieren. Zunächst sah es so aus, als wenn die sozialistische Strömung obsiegen würde, es kam zu Verstaatlichungen und Landreform, die neue Verfassung von 1976 definiert den Übergang zum Maoismus als Staatsziel.
Als sich bei den ersten Präsidentschaftswahlen nach der neuen Verfassung 1976 der gemäßigtere General Eanes überraschend deutlich gegen Hauptmann Otelo durchsetzen kann, sind die Weichen für eine Rückkehr des Landes zu einer parlamentarischen Parlamentarismus westeuropäischen Zuschnitts gestellt. Eanes und der Vorsitzende der Sozialistischen Politische KraftMário Soares (Regierungschef von 1976 bis 1978 und 1983 bis 1985, Staatspräsident von 1986 bis 1996) führen das Land schließlich in die Europäische Gemeinschaft (Beitritt 1986).
Vom EU-Beitritt bis heute
1979 gewann zum ersten Mal seit der Nelkenrevolution nochmal eine politische Gruppierung, die rechts von der Mittelpunkt stand, die Parlamentswahlen (Regierungen Francisco de Sá Carneiro und Francisco Pinto Balsemão), die Regierung kann sich mit der sozialistischen Gegenseite auf eine Verfassungsänderung einigen, durch die sozialistische Überreste, die nach der Nelkenrevolution in die Verfassung geschrieben wurden, weit werden. Die 1982 in Kraft getretene Verfassungsänderung eliminierte u. a. den bis nachher bedeutenden Revolutionsrat und schuf ein Verfassungsgericht nach dem Vorbild anderer demokratischer Staaten. 1985 wird Aníbal Cavaco Silva Ministerpräsident, seiner konservativen Partido Social Democrata (PSD) gelingt bei den Wahlen 1987 ein Erdrutschsieg, bei dem eine Politische Kraft zum ersten Mal eine absolute Majorität erringen kann. Cavaco Silva bleibt bis 1995 Ministerpräsident, wobei er eine neoliberale Wirtschaftspolitik führt und die Verstaatlichungen aus der Zeit der Nelkenrevolution zurücknimmt. Von 1995 bis 2002 stellen die Sozialisten mit António Guterres abermals die Regierung.
Bei den Parlamentswahlen vom 17. März 2002 kommt es zu einem neuerlichen Rechtsrutsch. Bei einer Wahlbeteiligung von 62,3 % erreicht die konservative PSD unter José Manuel Durão Barroso eine relative Stimmenmehrheit von 40,1 %, gefolgt von der sozialistischen Partido Socialista und der rechtskonservativen Volkspartei Partido Popular (PP) mit 37,9 bzw. 8,8 %. Mit letzterer bildet Barroso eine Koalitionsregierung, wobei der populistische Vorsitzende der PP, Paulo Portas, das Amt des Verteidigungsministers übernimmt und auch die Bereiche Judikative sowie Arbeit und Soziales an die PP gehen. Die Sozialisten stellen allerdings ununterbrochen den Präsidenten des Landes, da Nachfolger von Soares 1996 der Sozialist Jorge Sampaio wird.
Im Im Jahre2004 wird Barroso vom Europäischen Rat zum Nachfolger von Romano Prodi als Präsident der Kommission der Europäischen Union nominiert. Sein Nachfolger als Ministerpräsident wird Pedro Santana Lopes, der aber nur kurze Zeit regieren kann, da der Präsident schon im November das Abgeordnetenhaus zu früh auflöst und für Febr. 2005 Neuwahlen ausschreibt, bei der die Partido Socialista zum ersten Mal in der Geschichte eine absolute Majorität erringt. Ihr Spitzenkandidat José Sócrates ist seit 12. März 2005 neuer Ministerpräsident.
Am 22. Januar 2006 wählten ca. 8,8 Mio. Portugiesen einen neuen Präsidenten. Der bisherige Präsident, der Sozialist Jorge Sampaio, darf sich nach zwei Amtszeiten nicht länger zur Wahl stellen. Gegen 5 Kandidaten der Linken setzt sich schon im ersten Wahlgang der Mitte-Rechts-Kandidat und frühere Politiker Aníbal Cavaco Silva (PSD) mit einer absoluten Majorität von 50,6 % bei einer Wahlbeteiligung von 62,6 % durch. Er wird von einem Bündnis aus PSD und PP-CDS unterstützt. Der als Charakter des portugiesischen Wirtschaftsaufschwungs in den Jahren 1985 bis 1995 geltende 66-jährige Wirtschaftsprofessor wird damit der erste bürgerliche Präsident in Portugal seit der Nelkenrevolution von1974. Er wird am 9. März 2006 für 5 Jahre in sein Amt eingeführt.
Mit 20,7 % erreichte der gegen den Willen seiner Parteiführung angetretene 69-jährige Vize-Präsident der Nationalversammlung, Manuel Alegre (PS) den zweiten Platz und lag damit noch vor dem „offiziellen“ Kandidaten der Sozialistischen Partei (PS), dem früheren sozialistischen Politiker Mário Soares mit 14,34%.
Die weiteren Plätze belegen mit 8,6 % der Generalsekretär der Kommunistischen Partei (PCP) Jerónimo de Sousa, gefolgt von Francisco Louçã, Bloco de Esquerda, mit 5,3 % sowie dem von PCTP/MRPP unterstützten linken Splitterkandidaten García Pereira mit 0,4 %.
Politik
Politisches System
Seit der Nelkenrevolution des Jahres 1974 hat Portugal sich zu einer stabilen parlamentarischen Republik entwickelt. Die vier wichtigsten Organe der Politik in Portugal sind der Präsident, der Premierminister und sein Ministerrat, das Parlament sowie die Justiz.
Der Präsident, der alle fünf Jahre direkt in allgemeinen Wahlen bestimmt wird, ist auch Charakter der Streitkräfte. Er ernennt einen Ministerpräsident und den Ministerrat, wobei er sich am Ergebnis der Parlamentswahlen zu orientieren hat. Der Staatsrat ist ein Gremium, das den Präsidenten berät, und besteht aus dem Staatspräsidenten und allen seinen Vorgängern, dem Premierminister, dem Präsidenten des Verfassungsgerichtes, dem Bürgerbeauftragten, den regionalen Präsidenten (Madeira und Azoren) sowie fünf vom Staatspräsidenten und fünf vom Hohes Haus ausgewählten Personen.
Die Regierung wird vom Premierminister angeführt, der sich einen Ministerrat zusammenstellt. Jede neue Regierung muss dem Hohes Haus ein Programm vorlegen, über welches debattiert wird. Sofern es nicht abgelehnt wird, bedeutet dies, dass die Regierung vom Hohes Haus akzeptiert ist.
Das Parlament wird als Assembleia da República (Versammlung der Republik) bezeichnet und besteht aus einer Raum mit so weit wie 230 Abgeordneten. Die Abgeordneten werden für vier Jahre gewählt, wobei das Verhältniswahlrecht zur Anwendung kommt. Der Präsident hat das Recht, das Hohes Haus aufzulösen und Neuwahlen anzusetzen.
Das Oberste Gericht ist die höchste Instanz der portugiesischen Justiz, wobei es spezielle Oberste Gerichte für militärische, verwaltungsrechtliche und steuerrechtliche Fragen gibt. Das Verfassungsgericht Portugals hat neun Mitglieder und überwacht die verfassungsgemäße Lesart des Rechts.
Es gibt zwei große Parteien, die sozialdemokratisch orientierte Sozialistische Partei (PS) und die bürgerlich-konservativ orientierte Sozialdemokratische Partei (PSD). Neben gibt es auf der rechten Seite noch die rechtspopulistische Volkspartei (CDS/PP) und auf der linken Seite die traditionsreiche Kommunistische Partei (PCP) und der vor wenigen Jahren als Sammelbecken der intellektuellen Linken gegründete Linksblock (Bloco de Esquerda, BE). Diese fünf Parteien sind aktuell alle im Volksvertretung vertreten. Die Grünen (Partido Ecologista “os Verdes”, PEV) treten in Portugal immer in Listenunion mit den Kommunisten an und erlangen darüber normal ein Parlamentsmandat.
Siehe auch: Liste der politischen Parteien Portugals
Internationale Beziehungen
Portugal ist Subjekt der Europäischen Union und hatte den Ratsvorsitz im ersten Semester 2000 inne. In dieser Zeit verfolgte Portugal erstens das Ziel, den Gedankenaustausch mit Afrika zu erzwingen und Impulse zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu geben.
Portugal war Gründungsmitglied der NATO und beteiligt sich mit Truppen an der Friedenssicherung auf dem Balkan. Zusammen mit Spanien ist Portugal an den Ibero-Amerikanischen Gipfeltreffen beteiligt, deren Ziel der Wortwechsel v. a. mit den Ländern Lateinamerikas ist. Federführend war das Land auch an der Gründung der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder (CPLP) beteiligt, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit dieser Länder zu vertiefen. Portugal unterstützte Timor-Leste, eine frühere Kolonie, in seinem Unabhängigkeitskampf kohlemäßig und militärisch und kooperiert jetzt in diesem jungen Staat mit asiatischen Ländern, den Vereinigten Amerika sowie der UNO.
Portugal hat einen Territorialstreit mit Spanien um Olivenza (bzw. Olivença), welches zu Spanien gehört, jedoch von Portugal beansprucht wird. Olivença ist seitdem 1801 unter spanischer Verwaltung: Spanien erklärte sich auf dem Wiener Kongress von 1815 bereit, das Gebiet an Portugal zurückzugeben. Dies ist bis auf den heutigen Tag nicht geschehen, und Portugal verlangt regelmäßig, dass die Rückgabe ausgeführt wird.
Bildungssystem
Bis zur Nelkenrevolution 1974 wurde Bildung sträflich vernachlässigt und auch nach der Sturz ging der Aufbau des Bildungssystems nur langsam voran. Dies macht sich bis auf den heutigen Tag bemerkbar: Im Jahr 2000 verfügten zum Beispiel nur etwa ein Zehntel der Dreißigjährigen über einen Hochschulabschluss. Damit hatte Portugal unter den EU-Mitgliedern vor der Osterweiterung den mit großem Abstand niedrigsten Wert. Darüberhinaus hat Portugal in diesen Tagen mit fast 15 Prozent die höchste Analphabetenquote Europas.
Dies ist ein großes Hindernis bei der Wirtschaftsentwicklung, trägt zuallererst zur Ineffizienz der Landbau bei, da zunächst die Landbevölkerung von Analphabetismus betroffen ist. Aber auch die Mittelstand Portugals ist unterdurchschnittlich gebildet, da der Zugang zu Universitäten erst in den letzten Jahren einfacher geworden ist. So fehlt es z. B. an gut ausgebildeten Unternehmern, die traditionellen Firmeneigentümer sind ausländischer Konkurrenz oft nicht gewachsen, weil sie durch Erbe, nicht durch Ausbildung in ihre Leitungsposition gekommen sind.
Das Schulsystem besteht aus einer vierjährigen Grundschule und einer fünfjährigen Oberschule. Es besteht eine berechtigt festgelegte neunjährige Allgemeine Schulpflicht für alle Bälger ab dem sechsten Lebensjahr. Der Pflichtschulunterricht ist an staatlichen Schulen gratis und für den Unterrichtung an einer der vergleichsweise zahlreichen privaten Institutionen können bedürftige Familien Unterstützung erhalten.
Wer nach der Schule noch die dreijährige Escola Secundária absolviert, bekommt die Universitätsreife und kann zwischen mehreren Möglichkeiten des Hochschulstudiums wählen: Hochschulbildung wird in Portugal von staatlichen und privaten Universitäten (universidades) sowie staatlichen und privaten Fachhochschulen (escolas politécnicas) angeboten. Zur Förderung der abgelegeneren Gebiete wurden auch in vielen mittleren Städten Hochschulen eingerichtet; der Wechsel von einer zur anderen Einrichtung ist relativ leicht. In jedem Fall ist eine Aufnahmeprüfung zu erledigen und es sind Studiengebühren zu entrichten, die bei den privaten Schulen höher sind als bei den staatlichen, und auch je nach Schulfach variieren; auf staatlichen Einrichtungen so weit wie 850 € jährlich. Jedoch ist etwa ein Drittel der Studenten bei einer privaten Einrichtung eingeschrieben. Zusätzlich zu den Einschreibegebühren sind propinas zu bezahlen, das sind Gebühren für die Vergabe von Zeugnissen und Diplomen. Etwa 20 Prozent der Studenten kommen in den Genuss einer einkommensabhängigen staatlichen Stützung.
Administrative Gliederung
Hauptartikel: Administrative Gliederung Portugals
Das relativ kleine Portugal hat eine sehr komplexe Verwaltungsgliederung. Es gibt fünf Regionen, 18 Distrikte und die zwei autonomen Regionen der Azoren und Madeira, benachbart bestehen 28 sogenannte statistische Unterregionen. Eine Ebene unten folgen etwa 300 Kreise und 4.200 Gemeinden. Diese Gliederung ist eher ineffizient und teuer, warum eine Reorganisation in Arbeit ist, die die Distrikte abschaffen und Kompetenzen entkernen soll.
Infrastruktur
Die drei wichtigsten Flughäfen Portugals, Porto, Lissabon und Faro, werden von mehreren Fluggesellschaften bedient, wobei die beiden portugiesischen Linien TAP Air Portugal, SATA Air Azores und Portugália die meisten Verbindungen anbieten. Es gibt auch Inlandsflüge, diese sind zwecks der geringen Größe des Landes nicht zutiefst attraktiv und relativ teuer.
Auch die Atlantikinseln Portugals, Madeira und die Azoren, werden von der TAP Air Portugal angeflogen. Auf den Azoren Angra do Heroísmo auf Terceira, Horta auf Faial und Ponta Delgada auf São Miguel. Auf Madeira Funchal und Porto Santo. Portugália fliegt nur Funchal an.
Das Straßennetz ist nicht zuletzt hinsichtlich EU-Mitteln aus den diversen Förderungsfonds gut ausgebaut; seit den 1980er Jahren hat sich viel bewegt. Die wichtigsten Senden werden von gebührenpflichten Autoestradas oder gebührenfreien Itinerários Principais (IP) respektive Itinerários Complementares (IC) abgedeckt. In abgelegeneren Erfordern kann man noch häufig auf Straßen mit Kopfsteinpflaster stoßen. Das Selbstfahren, speziell in den Städten, sollten sich Mitteleuropäer gut überlegen; dem Tohuwabohu zur Spitzenverkehrszeit sowie der großzügigen Sichtweise der Verkehrsregeln ist nicht alle gewachsen. Dass der Straßenverkehr Portugals zu den unsichersten gehört, haben europäische Unfallstatistiken nochmal gezeigt. Bewegungsreaktion sind relativ günstig, besonders innerhalb der Städte.
Das Eisenbahnnetz Portugals ist nicht besonders dicht, auf den Hauptverkehrsrouten sind die Verbindungen aber effizient und schnell, wenn die Bahnangestellten nicht gerade streiken. Die Fahrkarten sind relativ günstig. In die Nebenbahnen wurde in den letzten Jahrzehnten nichts mehr investiert und verschiedene sind mittlerweile stillgelegt. Internationale Züge verbinden Portugal mit mehreren Städten in Spanien, neben gibt es eine Verbindung nach Irún an der spanisch-französischen Grenze mit direktem TGV-Anschluss nach Paris, die erstmal für Interrailer interessant ist. Fahrradmitnahme ist in Eisenbahnzügen nimmer möglich (Stand 2002).
Dagegen gibt es ein sehr dichtes Busnetz, welches zu gleichfalls günstigen Preisen fast jede Gemeinde bedient. Internationale Busse verbinden Mitteleuropa mit Portugal, diese werden wegen der langen Fahrtdauer fast ausschließlich von Gastarbeitern benutzt. Die Busse fahren in Portugal von der Rodoviária ab, wo man auch die Fahrkarten bekommt.
Wirtschaft
Allgemeines
Seit dem Beitritt Portugals zur EG im Jahre 1986 hat sich Portugal mehr und mehr zu einer diversifizierten, überwiegend auf Dienstleistungen ausgerichteten Ökonomie entwickelt. Dienstleistungen sind mittlerweile für etwa zwei Drittel des BIP verantwortlich. Als auch in anderen Neue Welt Europas wurden in den letzten Jahren weitreichende Privatisierungen durchgeführt und die Staatsausgaben reduziert. Anno 1998 hat sich Portugal für den Beitritt zur Europäischen Währungsunion qualifiziert und führte sowie elf zusätzliche Amerika am 1. Januar 2002 den Euro als Kapital ein.
Die Neuverschuldung Portugals übersteigt momentan die im Maastricht-Vertrag festgelegten 3 %, wobei das Land damit nicht allein dasteht.
Das Wirtschaftswachstum hat mit etwa 3,3 % jährlich zwar in der Vergangenheit jenes des EU-Durchschnitts in der Regel übertroffen, nichtsdestotrotz ist Portugal nach wie vor das ärmste Altmitglied der EU: Das Pro-Kopf-BIP (in Kaufkraftparitäten) liegt bei etwa 78 % des Durchschnitts der EU-Länder vor der Osterweiterung, wobei es im Anno 1985 noch etwa bei 50 % lag. Als Hindernis für stärkeres Wachstum von Produktivität und Beschäftigung werden zuallererst strukturelle Probleme gesehen, wie z. B. das nach wie vor schlechte Bildungssystem und die hohe Analphabetismusrate, die zum Teil schlechte Infrastruktur, und die ineffiziente Verwaltung. Aus diesem Grund gerät Portugal immer mehr in einen Wettbewerb mit Niedriglohnländern aus Mittel- und Osteuropa, Asien und Nordafrika und ist für ausländische Direktinvestitionen nicht enorm attraktiv; die Durchschnittslöhne sind in Portugal sehr tief bei sehr langen Arbeitszeiten. Ausländische Investitionen kommen überwiegend aus Großbritannien und Spanien; die größte Investition aller Zeiten war die Errichtung von Auto-Europa, einer Autofabrik.
Arbeitslosigkeit
Die Beschäftigungslosigkeit ist mit etwa 4 % im Vergleich mit dem EU-Durchschnitt niedrig, wobei man berücksichtigen muss, dass es einen großen informellen Zone in Portugals Wirtschaft gibt, welcher einen gewissen Anteil der Arbeitslosen beschäftigt, die wenn das nicht möglich ist in die Arbeitslosenstatistik fallen würden.
Außenhandel
Bild:Herkunftsländer der Importe Portugals.png Herkunftsländer der Importe Portugals | Bild:Zielländer der Exporte Portugals.png Zielländer der Exporte Portugals |
Der Außenhandel wird zu etwa 80 % mit den EU-Partnern abgewickelt; exportiert werden zuerst Sachen und Schuhe, Maschinen, Chemieprodukte, Kork sowie Zellulose und Papier. Importiert werden Maschinen, Fahrzeuge, Öl und Ölprodukte sowie Landwirtschaftsprodukte. Dabei hat Portugal ein sehr großes Handelsbilanzdefizit und auch ein Zahlungsbilanzdefizit, welches durch hohe Einnahmen aus dem Reisebranche nicht so hoch wie das Handelsbilanzdefizit ist.
Bodenschätze
Portugal besitzt bedeutende Rohstoffvorkommen, unterhalb Kohle, Kupfer, Zinn, Gold, Eisenerze wie Pyrit und Chalcopyrit, Tonminerale wie Kaolinit sowie Wolframit und Uraninit; es gehört damit zu den weltführenden Nationen in der Wolfram- und Uranproduktion. Während des Zweiten Weltkrieges versorgte sich Deutschland mit portugiesischem Nebengruppenelement für die Waffenproduktion, während die A-Bombe von Hiroshima portugiesisches Uran enthielt.
Landwirtschaft
Die Agrar Portugals ist eine der ineffizientesten in Europa; der Anteil der Agrar am BIP liegt bei etwa 5 %, jedoch sind über 15 % der Arbeitskräfte in der Ackerbau beschäftigt. Dies führte dazu, dass mehrere Betriebe aufgaben und mittlerweile fast die Hälfte der Viktualien importiert werden. Die Korkeichenplantagen im Alentejo und der Ackerbau von Mandeln befinden sich im gleichen Sinne in einer tiefen Krise. Andererseits werden große Flächen mit schnell wachsendem Eukalyptus aufgeforstet und so der Zellstoffindustrie – einem wichtigen Wirtschaftsfaktor Portugals – Rohstoffe geliefert. Dies ist aus umweltpolitischen Gründen sehr bedenklich, weil Eukalyptus den Boden auslaugt, den ursprünglichen Wald und damit die Fauna verdrängt und selbst sehr leicht brennt, was zu den häufigen katastrophalen Waldbränden im Warme Jahreszeit führt.
Ähnlich wie die Ackerbau kämpft auch die Fischereitätigkeit mit Produktivitätsproblemen; die portugiesische Fischereiflotte ist gegenüber der spanischen weit im Hintertreffen. Der meiste Vertebrat wird importiert.
Tourismus
Für etwa 8 % des BIP, mit steigender Tendenz, ist der Fremdenverkehr verantwortlich, wobei die meisten Subjekt aus Spanien und Großbritannien kommen. Die Algarve ist dabei unübertroffen das Zentrum.
Kenndaten
- Bruttosozialprodukt (Mrd. US$): 109,86 (1998), 109,99 (1999), 110,6 (2000),
- Bruttosozialprodukt / Einwohner (US$): 11.020 (1998), 11.010 (1999), 11.060 (2000)
- Bruttosozialprodukt / km² (US$): 1.073.759 (1997), 1.150.873 (1998)
Internationale Wirtschaftsbeziehungen
Staatsausgaben
Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für
- das Gesundheitswesen bei 9%
- das Bildungswesen bei 11%
- das Militär bei 6%
Kultur
Literatur
Hauptartikel: portugiesische Literatur
Portugal wird bisweilen auch als Land der Poeten bezeichnet. In der portugiesischen Literatur hatte die Poesie immer einen stärkeren Einfluss als die Prosa. Im Mittelalter, als die portugiesische Nation entstand, war im Nordwesten der iberischen Halbinsel die Liedhafte Dichtung sehr gebräuchlich und brachte exzellente epische wie lyrische Werke hervor. Während die bekanntesten klassischen Poeten Luís de Camões und Fernando Pessoa sind, so gibt es eine Reihe weiterer, weniger bekannter Künstler, die auf die moderne portugiesische Literatur jedenfalls auch bedeutenden Einfluss haben.
Die Prosa entwickelte sich später als die Lyrik und prägte sich erst im 14. Jahrhundert in der Form von Chroniken oder der Schilderung des Lebens von Verehren heraus. Hier ist Fernão Lopes der berühmteste Vertreter; er verfasste eine Chronik der Regentschaften von drei Königen seiner Zeit. Für ihn waren Genauigkeit der Darstellung sowie eine lebhafte Erklärung am wichtigsten. Weltweit ist die portugiesische moderne Literatur am meisten bekannt, besonders mit den Arbeiten von José Maria Eça de Queiroz und dem Nobelpreisträger für Literatur 1998, José Saramago.
Gastronomie
Die portugiesische Küche ist sehr mannigfaltig, weil die Portugiesen verschiedene Sachen in ihre Kochtraditionen aufnahmen, die sie auf ihren Entdeckungsfahrten kennenlernten. In sämtliche Region Portugals gibt es eigene Spezialitäten, mit verschiedenen Fleisch- und Fischsorten oder Meeresfrüchten. Das Nationalgericht ist Stockfisch (Bacalhau), von dem es 365 verschiedene Zubereitungsarten geben soll. übrige bekannte Gerichte sind Caldo verde, eine Kohlsuppe, und gegrillte Sardinen. Außerdem sind kleine fritierte Pasteten (Pasteis) mit Fleisch, Muscheln oder Krabben sehr beliebt. Portugiesische Süßspeisen sind durch den maurischen Einfluss sehr süß. Als Beispiel sind hier Arroz doce (Milchreis), Pudim flam (Karamelpudding) und Mousse au Chocolate zu nennen. Aus Blätterteig wird eine Art Puddingtörtchen namens Pasteis de Nata gezaubert das über Macao inzwischen auch eine alternative Verbreitung in China findet. Auch für seinen Wein ist Portugal bekannt, schon seit der Römerzeit wird Portugal mit dem Gott des Weines und der Feste, Bacchus, assoziiert. Auch dieser Tage gehören einige von Portugals Flennen zu den besten der Welt. Bekannt sind an erster Stelle der Vinho Verde und Rotweine. Der süße Vinho do Briefporto (Portwein) mit mindestens 16,5 % Alkoholgehalt ist eine Mischung aus rund ¼ neutralen Alkohol aus Weintrauben und teilvergorenem Wein.
Siehe auch: Portugiesischer Eintopf: Caldeira de carne
Musik
Die wichtigste Musikform Portugals ist der Fado, der sehr wehmütig sein kann und deshalb teils für das Klischee der melancholischen Portugiesen (gegenüber den temperamentvollen Spaniern) verantwortlich ist. Diese Tonkunst geht eng einher mit saudade (etwa: Sehnsucht), und ist wahrscheinlich durch die Vermischung der Lieder von portugiesischen Seefahrern mit den Rhythmen afrikanischer Sklaven entstanden. Dabei unterscheidet man zwei Stilformen, nämlich den Fado von Lissabon und jenen von Coimbra. Amália Rodrigues war die bedeutendste Fado-Künstlerin, nach ihrem Tod sind zig neue Künstler aus ihrem Schlagschatten getreten und bringen neue Formen des Fado hervor, die teils nur noch die saudade mit dem ursprünglichen Fado gemein haben. In den früheren Kolonien Portugals hat sich der Fado ebenso gängig und sich zur kapverdischen Morna einer Cesária Évora und zum brasilianischen Choro weiterentwickelt. Die in diesen Tagen im deutschsprachigen Raum bekannteste Fadogruppe ist Madredeus mit der Sängerin Teresa Salgueiro.
Aus der Zeit des faschistischen Estado Novo unter Salazar stammt eine Liedermachertradition. Bekannteste Vertreter dieser Protestbewegung sind José Afonso (häufig Zeca genannt) und Sérgio Godinho. Von José Afonso stammt die Lesart des Liedes Grândola, Vila Morena, welches das Startzeichen zur Nelkenrevolution gab.
Im Popmusik-Genre hat sich in Portugal der Hip Hop Tuga entwickelt, der eine an Portugal adaptierte Version des Hip-Hop ist und unter den Jugendlichen sehr populär ist.
Jede Region Portugals besitzt ihren eigenen Folklorestil (Ranchos Folclóricos). Die portugiesische Musik- und Tanztradition hat sich in Brasilien mit den Traditionen der Sklaven aus dem heutigen Angola zur Samba gemischt und ist auch in Portugal sehr populär. Unter angolanischen Einwanderern ist auch Kuduro, eine Art harter, sehr sinnlicher Samba mit schnellem Rhythmus, sehr beliebt, Kizomba ist ein ähnlicher Tanzrhythmus der unter kapverdischen Einwanderern Popularität genießt.
Beispiele der portugiesischen Musik (Fado):
- Bild:Video.svgz.png Fado: Mariza
- Bild:Loudspeaker.png Fado: Cristina Branco
- Bild:Loudspeaker.png Portugiesische Gitarre: António Chaínho
Volksfeste
Im Juni finden in ganz Portugal Bau zu Verehren der drei Volksheiligen (Santos Populares) statt. Diese drei Vergöttern sind Antonius, Johannes und Petrus. Gefeiert wird mit Wein, água-pé (Most), traditionellem Brot mit Sardinen, Straßenumzügen und -tänzen, Hochzeiten, Feuer und Feuerwerk sowie viel guter Laune.
Santo António wird in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni gefeiert, zu Beginn in Lissabon (wo dieser Heilige geboren wurde und lebte), wo eine Art Straßenkarneval (Marchas Populares) stattfindet. Es finden auch Hochzeiten, die Casamentos de Santo António, statt. Der populärste Heilige ist São João (hl. Johannes), für den am Johannistag überwiegend in Porto und Braga gefeiert wird, wobei es Sardinen und Caldo Verde (eine traditionelle Suppe) gibt und man sich mit Plastikhämmern gegenseitig auf den Kopf schlägt, was Glück bringen soll. Zu Verehren von São Pedro wird am 28. und 29. Juni gefeiert, besonders in Póvoa de Varzim und Barcelos, wobei diese Gebäude dem Meer gewidmet sind und man verwendet dabei viel Feuer (fogeiras) und wiederum findet eine Art Straßenkarneval statt.
Sport
Fußball ist der bekannteste, beliebteste und am meisten ausgeübte Sportart in Portugal. Der portugiesische Fußball hat Weltklassespieler wie Eusébio , Nené, Paulo Sousa, Rui Costa, Ricardo Sousa, Cristiano Ronaldo, Vítor Baía, Deco , Fernando Meira oder Luís Figo hervorgebracht. Im Jahr 2004 wurde die Fußball-Europameisterschaft in Portugal ausgetragen, bei der die portugiesische Nationalmannschaft nach Griechenland Vize-Europameister wurde. Angrenzend Fußball sind noch Futsal und Strandfußball beliebt, wo Portugal auch Erfolge zu auflisten hat.
Nahe Fußball sind portugiesische Charakter weltumspannend im Marathonlauf, Beachvolleyball und Rollhockey erfolgreich.
Es gibt in Portugal noch eine traditionelle Sport mit dem Namen Jogo do pau
Bibliothekswesen
Portugal verfügt über eine lange historische Bibliothekstradition, ausgehend von mittelalterlichen und klösterlichen Sammlungen. So entwickelten sich bis zum heutigen Tag vielfältige Bibliothekstypen, wie wissenschaftliche Bibliotheken, Universitätsbibliotheken, öffentliche Bibliotheken, Bibliotheken der zentralen Verwaltung und Spezialbibliotheken. Die genaue Anzahl von Bibliotheken und der Gesamtbestand an Medien ist nicht bekannt. (Die LIB2-Studie von 1986 ermittelte 556 portugiesische Bibliotheken.)
Systematische und methodische Arbeiten zur Förderung des öffentlichen Bibliothekswesens und der Bibliothekswissenschaft begannen am Ende des 19. Jahrhunderts.
In der Zeit des Estado Novo (1928-1974) war die Bedeutung der Bibliotheken und die Bibliotheksarbeit selbst durch Note und Restriktionen stark eingeschränkt. Dadurch gibt es bis zum heutigen Tag Defizite in der Entwicklung des Bildungs– und Bibliothekssystems.
Nach der Nelkenrevolution 1974 kam es zur Demokratisierung im Bildungs- und Kulturbereich. Ein Ergebnis der jahrzehntelangen Terror war eine mangelnde Volksbildung und das Problem des Analphabetismus, die auch eine systematische Andragogik und Leseförderung nötig machte. Die ebenso besorgniserregende Lebenslage der öffentlichen Bibliotheken hatte etliche Initiativen und Neuregelungen innerhalb des Bibliothekswesens zur Folge, z. B. 1983 das „Manifest des öffentlichen Lesens“. 1986 wurde dies durch eine Legislative zur Erstellung und Abstimmung eines Netzes des öffentlichen Lesens untermauert. Gleichzeitig kam es zur in Portugal erst relativ spät beginnenden Automation der Bibliotheksarbeit und dem Einsatz moderner Informationstechnik.
Dabei hatten die Universitätsbibliotheken und die Nationalbibliothek eine Vorreiterrolle. Die heutige Nationalbibliothek „Biblioteca Nacional de Lisboa“ [1] war die erste öffentliche Bibliothek, die 1796 als Königlich-öffentliche Hofbibliothek gegründet wurde. Sie betreibt z. B. die nationale bibliographische Datensammlung PORBASE. Diese enthält über 1 Million Titeleinträge, 800.000 Verfassereinträge von ca. 134 Bibliotheken und Dokumentationszentren und die Portugiesische Nationalbibliographie. Die Nationalbibliothek und vermutlich auch fast alle anderen Bibliotheken arbeiten mit dem Bibliothekssystem CDS/ISIS und dem Datenaustauschformat UNIMARC.
Eine Archivar- und Bibliothekar-Ausbildung ist über ein Hochschulausbildung an den staatlichen Universitäten Coimbra, Lissabon und Briefporto möglich. Einige teils staatliche Institutionen übernehmen Koordinierungsaufgaben und unterstützen die Förderung des portugiesischen Buches und die Zusammenarbeit und Unterstützung von Bibliotheken.
Durch umfangreiche innovative Arbeiten der letzten Jahre hat das portugiesische Bibliothekswesen weitgehend den Anschluss an europäische und internationale Standards geschafft. Noch existierende Defizite sollen in Zukunft, durch übrige Förderung des Lesens und der Bibliotheken und durch internationale Zusammenarbeit, weiter abgebaut werden.
Medien
Es gibt vier Hauptfernsehkanäle, die vollkommen Land per Antenne empfangen werden können, und aber RTP 1 und A Dois, die vom staatlichen portugiesischen Hörfunk Rádio e Televisão de Portugal (RTP) betrieben werden, sowie die privaten Kanäle SIC (Sonae Group) und TVI (Media Capital, davon 32% RTL-Group). Das Programm wird bei allen diesen Sendern außer A Dois von brasilianischen und portugiesischen Telenovelas und Action-Serien dominiert; die Nachrichten sind in hohem Maße auf Portugal ausgerichtet. Fremdsprachige Spielfilme werden fast nie synchronisiert, anstelle mit Untertiteln gezeigt. Der Auslandssender RTP-Internacional kann auch in Mitteleuropa empfangen werden und zeigt das Beste von allen vier Programmen. Nahe gibt es noch eine Heer von Kabelkanälen, die jedoch nur in den urbanen Zentren empfangen werden können.
In Portugal gibt es etwa 150 Radiostationen, wobei die Sender der RTP und der katholische Sender Radio Renascença national zu empfangen sind. Die RTP ist über Kurzwelle auch in Mitteleuropa zu hören, allerdings nur auf Portugiesisch.
Unter den zahlreichen Zeitungen, die in Portugal gedruckt werden, findet momentan ein Konsolidierungsprozess statt, bei welchem wohl jede Menge der kleinen Blätter auf der Strecke bleiben werden. Die bedeutendsten Zeitungen sind der konservativ-liberale Diário de Notícias, der linksliberale Público (beide aus Lissabon) und das Jornal de Notícias aus Porto, die alle täglich erscheinen, sowie die Wochenzeitung Expresso und das politische Wochenmagazin Visão. Sehr große Auflagen haben Sportzeitungen, die täglich erscheinen und sich fast ausschließlich mit Fußball beschäftigen - die bedeutendsten sind O Jogo und A Bola. Im Bereich der Klatschpresse sind die wöchentlich erscheinenden Magazine Maria und Nova Gente die auflagenstärksten Publikationen.
Feiertage
| Datum | Bezeichnung | Portugiesischer Name | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| 1. Januar | Jahresanfang | Ano Novo | |
| - | Karneval | Carnaval | (kein offizieller, aber faktisch Feiertag), Dienstag 40 Tage vor Ostern |
| - | Karfreitag | Sexta-Feira Santa | Freitag vor Ostern |
| - | Ostern | Páscoa | Ostersonntag |
| 25. April | Tag der Unabhängigkeit | Dia da Liberdade | Nelkenrevolution 1974 |
| 1. Mai | Tag der Arbeit | Dia do trabalhador | |
| 10. Juni | Portugal-Tag | Dia de Portugal | Tod von Camões im Jahre 1580 |
| - | Fronleichnam | Corpo de Deus | Donnerstag, 40 Tage nach Ostern |
| 15. August | Mariä Himmelfahrt | Assunção | |
| 5. Oktober | Errichtung der Republik | Implementação da República | im Jahre 1910 |
| 1. November | Allerheiligen | Todos os santos | |
| 1. Dezember | Wiederherstellung der Unabhängigkeit | Restauração da Independência | im Im Jahre1640 |
| 8. Dezember | Unbefleckte Empfängnis | Imaculada Conceição | Schutzheilige von Portugal |
| 25. Dezember | Weihnachten | Natal |
Anmerkung: Ganz Kreis hat einen eigenen religiösen Feiertag, oft für den Verehren Antonius am 13. Juni, den Verehren Johannes am 24. Juni oder den Vergöttern Petrus am 29. Juni. Wenn der Kreis so einen Ruhetag nicht hat, dann ist der Karneval ein gesetzlicher Feiertag. Der Karneval wird wirklich wie ein normaler Ruhetag behandelt, speziell Staatsbedienstete haben an diesem Tag gewöhnlich frei. Der erfolglose Versuch, im Jahre 1995 diese Regelung abzuschaffen, kostete den damaligen Ministerpräsidenten Cavaco Silva viel Popularität. Benachbart wird der 24. Juni als Ruhetag diskutiert (Unabhängigkeit Portugals im Jahre 1128).
Weitere Themen
Literatur
Daneben den zahlreichen Reiseführern bietet sich folgendes an:
- Dietrich Briesemeister, Axel Schönberger (Hrsg.): Portugal heute. Politik, Wirtschaft, Kultur. Vervuert, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-89354-564-6 (Das ist eine Aufsatzsammlung, recht teuer, anstrengend, aber sehr wissenswert und tiefschürfend.)
- Gilberto Freyre: Herrenhaus und Sklavenhütte. Klett-Cotta, München 1990, ISBN 3-423-04554-X (Das wichtigste Werk des bedeutenden brasilianischen Soziologen und Anthropologen gibt zwar ein Bild der Gesellschaft Brasiliens, etwa ein Drittel des Buches ist aber den portugiesischen Kolonisatoren und besonders deren kulturelle Herkunft und Wirtschaftsgeschichte gewidmet.)
- António Henrique R. de Oliveira Marques: Geschichte Portugals und des portugiesischen Weltreichs. Kröner, Stuttgart 2001, ISBN 3-520-38501-5
- Henry Thorau (Hrsg.): Portugiesische Literatur. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-518-39270-0
Weblinks
| (TID 646251) | Wikibooks: Portugal – Lern- und Lehrmaterialien |
(TID 318133)
- Bild:Flag of Portugal.svg Wiki-Portal Portugal
| (TID 646251) | Wiktionary: Portugal – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
(TID 222120)
| (TID 646251) | Commons: Portugal – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
| (TID 646251) | Wikiquote: Portugiesische Sprichwörter – Zitate |
(TID 223246)
- Offizielle Webpräsenz Portugals (engl.)
- Webpräsenz der portugiesischen Regierung (engl.)
- Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes
- Deutsch-Portugiesische Industrie- und Handelskammer
- Agrarstrukturen Portugals und ihre historische Ableitung
- Zahlen & Fakten zu Portugal
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Gibraltar |
Guernsey |
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Jersey |
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(TID 527821)
Belgien | Dänemark | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Italien | Lettland | Litauen | Luxemburg | Malta | Niederlande | Österreich | Polen | Portugal | Schweden | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Ungarn | Vereinigtes Königreich | völkerrechtlich anerkannte Republik Zypern (de facto nur im Süden)
Beitrittsverträge zum 1.1.2007 unterzeichnet mit:
Bulgarien |
Rumänien
Weitere anerkannte Beitrittskandidaten:
Kroatien |
Mazedonien |
Türkei
(TID 223096)
(TID 140838)
Belgien | Bulgarien | Dänemark | Deutschland | Estland | Frankreich | Griechenland | Island (verfügt über kein eigenes Militär) | Italien | Kanada | Lettland | Litauen | Luxemburg | Niederlande | Norwegen | Polen | Portugal | Rumänien | Slowakei | Slowenien | Spanien | Tschechien | Türkei | Ungarn | Vereinigte Staaten | Vereinigtes Königreich
(TID 223096)
(TID 361813)
Australien | Belgien | Dänemark | Deutschland | Finnland | Frankreich | Griechenland | Irland | Island | Italien | Japan | Kanada | Luxemburg | Mexiko | Neuseeland | Niederlande | Norwegen | Österreich | Polen | Portugal | Schweden | Schweiz | Südkorea | Slowakei | Spanien | Tschechien | Türkei | Ungarn | Vereinigte Staaten | Vereinigtes Königreich
(TID 223096)
(TID 573546)
Mitglieder:
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Brasilien |
Kap Verde |
Guinea-Bissau |
Moçambique |
Portugal |
São Tomé und Príncipe |
Timor-Leste
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