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Präsident

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Bild:Disambig-grau2.png Dieser Artikel befasst sich mit dem Staatsoberhaupt. Für Funktionen in der Verwaltung, die mit dem Titel Präsident verbunden sind, siehe Präsident (Verwaltung)

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Ein Präsident ist das Staatsoberhaupt einer Republik. Je nach Staatssystem wird das Amt durch eine allgemeine Wahl, durch ein Wahlkomitee, durch die Legislative oder durch sonstige Verfahren vergeben. Teilweise werden auch in Diktaturen Präsidenten ernannt. Das Wort Präsident wurde vom lateinischen praesidere das heißt 'den Vorsitz haben', abgeleitet. Die Präsidentschaft bezeichnet die Amtszeit eines Präsidenten oder die Konstellation Präsident zu sein.

Einige manche moderne Republiken wissen kein Staatsoberhaupt. Dazu zählen die Schweiz und San Marino. Die Eidgenossenschaft kennt allerdings einen Präsidenten der Konföderation, der ein Charakter des Bundesrats ist. Der Eidgenosse Nationalrat wählt ein Subjekt des Bundesrats zum Präsidenten für ein Jahr. Allerdings ist der Präsident nur primus inter pares (erster unter Gleichen); einzig auf internationaler Ebene wird er als Politiker behandelt.

Auch die ehemaligen deutschen Bundesländer Württemberg-Hohenzollern und Baden hatten einen Staatspräsidenten, der zugleich Präsident und Politiker in einer Person war. In Bayern wollte man Anfang der 50er Jahre einen Staatspräsidenten einführen, entschied sich jedoch die Rolle des Staatsoberhauptes dem Ministerpräsidenten zu überlassen.

Inhaltsverzeichnis

Der Präsident in der Demokratie

Die Stellung und die Befugnisse des Präsidenten werden meist durch eine geschriebene Verfassung festgelegt. Sie ist eingebunden in ein System der Gewaltenteilung oder immerhin in ein System der strikten Machtkontrolle.

Präsidentielle Demokratie

Hier vereinigt der Präsident die Funktion des Staatsoberhaupt und die des Regierungschef. Er besitzt große Machtbefugnisse. Der Präsident wird dann meist direkt vom Volk gewählt, was seine starke Position legitimiert.

Typische präsidentielle Regierungssysteme sind die der USA, Südafrika und lateinamerikanische Staaten.

Siehe auch: Präsidentielles Regierungssystem

Parlamentarische Demokratie

Hier ist der Präsident nur Staatsoberhaupt. Er wird meist nicht direkt vom Volk an Stelle durch die Gesetzgebung gewählt und hat hauptsächliche repräsentative Funktionen. Die eigentliche Führung der Exekutive (Regierung) ist die Aufgabe eines je nach Land Premierminister, Ministerpräsident, Bundeskanzler, Regierungspräsident (Spanien) oder ähnlich genannten Regierungschefs, dessen Regierung vom Vertrauen des Parlaments abhängig ist

Typische Parlamentarische Regierungssysteme sind die Deutschlands und Italiens.

Siehe auch: Parlamentarisches Regierungssystem

Semipräsidentielle Demokratie

Hier rivalisieren Präsident und Ministerpräsident um die Macht. Wird der Präsident durch die Parlamentsmehrheit gestützt, hat er weitreichende Kompetenzen. Gehören Parlamentsmehrheit und Präsident unterschiedlichen Parteien an, herrscht Kohabitation (frz. cohabitation) und die Macht des Präsidenten ist eingeschränkt.

Typische semipräsidentielle Regierungssysteme sind die Frankreichs, Polens und Russlands, wobei Russische Förderation sich wahrscheinlich im Übergang zum präsidentiellen Regierungssystem befindet.

Siehe auch: Semipräsidentielles Regierungssystem

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Andere Systeme

In Diktaturen wird der Titel eines Präsidenten häufig von selbsternannten Anführern erdacht - ein Beispiel dafür ist Ugandas Expräsident Idi Amin. Einige staatssozialistische Staaten verstehen oder kannten gleichfalls Präsidenten, allerdings liegt die Macht beim Zentralkomitee der Partei.

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Siehe auch

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Wiktionary: Präsident – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

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