Rhein
Aus Schlauweb
| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel beschreibt den Fluss Rhein, für die gleichnamige Gemarkung in Ostpreußen siehe Ryn |
(TID 537469)
| Bild:Rhein-Karte.png | |
| Rhein | |
|---|---|
| Länge: | 1320 km |
| Quelle: | Vorderrhein beim Oberalppass (Surselva), Hinterrhein am Rheinwaldhorn |
| Quellhöhe: | m ü. NN |
| Mündung: | bei Hoek van Holland in die Nordsee |
| Mündungshöhe: | 0 m ü. NN |
| Höhenunterschied: | m |
| Einzugsgebiet: | 185.000 km² |
| Bürger im Einzugsgebiet: | |
| Länder: | Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Frankreich, Niederlande |
| Großstädte: | Basel, Straßburg, Karlsruhe, Mannheim, Ludwigshafen, Wiesbaden, Mainz, Koblenz, Bonn, Köln, Leverkusen, Düsseldorf, Neuss, Krefeld, Duisburg, Nimwegen, Arnheim, Rotterdam |
| Mittlere Städte: | Konstanz, Schaffhausen, Speyer, Worms, Bingen, Neuwied, Andernach, Bad Honnef, Königswinter, Bornheim, Niederkassel, Wesseling, Dormagen, Monheim, Wesel, Xanten, Emmerich |
| Rechte Nebenflüsse: | s. Nebenflüsse des Rheins |
| Linke Nebenflüsse: | s. Nebenflüsse des Rheins |
| Häfen: | Duisburg, Düsseldorf, Neuss, Köln, Mainz, Mannheim, Karlsruhe, Kehl |
| Bedeutende Brücken: | s. Brücken über den Rhein |
| Schiffbar: | 833 km |
(TID 467924)
Der Rhein (rätoromanisch Rein, französisch Rhin, Ripuarisch Rhing, niederländisch Rijn) ist eine der am stärksten befahrenen und bedeutendsten Wasserstraßen Europas. Von der Quelle bis zur Mündung hat er eine Gesamtlänge von ungefähr 1.320 km, 833 davon sind schiffbar. Sein Einzugsgebiet beträgt 185.000 km².
Inhaltsverzeichnis |
Name
Der Name des Rheins könnte auf keltisch ro-ean zurückgehen, was ein ‘fließendes Gewässer’ meint.« Ro-ean kann gemäß dem deutsch-keltischen, geschichtlich-geographischen Wörterbuch von Wilhelm Obermüller ‘grosses Wasser’ bedeuten’ (vgl. altgriechisch rhein: „fließen“, spanisch río: „Fluss“). Die Römer nannten den Fluss Rhenus.
Schifffahrt
Schon seit der Römerzeit ist der Rhein eine bedeutende Wasser- und Handelsstraße. Dabei wurden die Güter bis zur Erfindung des Dampfers auf dem Niederrhein durch flachkiellige Segelschiffe befördert. In Köln wurden sie auf kleinere Lastkähne umgeladen, die dann durch Pferde oder durch Menschenkraft an Seilen vom Leinpfad aus an beiden Ufern getreidelt wurden. Vor der Strom durch Wasserbaumaßnahmen gebändigt und vertieft wurde, war das Ein Schiff vom Ufer aus stromaufwärts ziehen zu Berg nicht immer einfach. Oft mussten schwierige Stellen auch umgangen werden. Umgangen wurden auch gerne die von den Territorialherren errichteten Zollschranken.
Dieser Tage ist der Rhein für Massengüter und Containerschiffe der bevorzugte weil billigste Transportweg.
Mit der Rheinschiffahrtsakte vom 31. März 1831 (Mainzer Akte) wurde die Seefahrt vereinfacht und mit der Mannheimer Akte vom 17. Oktober 1868 u. a. von Gebühren und Abgaben freigestellt, die sich alleinig auf die Tatsache der Beschiffung gründen. Es wurde festgelegt, dass alle Signatarstaaten – und dazu zählten alle Rheinanrainer sowie Großbritannien – dieselben Gesetze und dieselben Zulassungskriterien für Transportmittel anwenden und dass die Befahrbarkeit des Rheins von Basel flussabwärts sichergestellt werden muss. Wer z. B. ein neues Elektrizitätswerk plant, muss eine kostenlose Umfahrungsmöglichkeit bereitstellen. Auf dem schwierigen Fahrwasser des Mittelrheins wurde bis in die 1980er Jahre jeweilig ein ortskundiger Rheinlotse als Steuermann hinzugezogen. Der Rhein ist dieser Tage wegen der baulichen Maßnahmen von Rheinfelden bis Rotterdam durchgängig schiffbar.
Schifffahrtsverkehrsregeln
Auf dem Rhein Gültigkeit haben detaillierte Verkehrsregeln. Ohne diese wäre ein derartig dichter Verkehr unterschiedlichster Fahrzeuge nicht möglich. Die Regeln stillstehen in der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung geschrieben. Die wichtigsten davon sind die Folgenden:
- Ab Rheinkilometer 769 (Duisburg-Ehingen) bis zur deutsch-niederländischen Grenze findet die „geregelte Begegnung“ statt. (Begegnung Backbord an Backbord), die Talfahrt geht dabei am rechten Ufer zu Tal, die Bergfahrt am linken Ufer zu Berg.
- Oberhalb des Rheinkilometers 769 weist die Talfahrt der Bergfahrt den Weg. Hier wechseln Talfahrt und Bergfahrt die Seiten je nach Verlauf der Fahrrinne. Begegnen sich hierbei zwei Schiffe an Steuerbord ("Linksverkehr"´), wird rechts (Steuerbord) eine blaue quadratische Tafel ausgeklappt. Diese Tafel ist gekoppelt mit einem weißen Blinklicht für die Nachtfahrt.
- Zur Kennzeichnung ist der Schiffsname, Name des Heimathafens und eine 7-stellige (amtliche Schiffsnummer) am Heck angebracht. Beidseitig am Bug steht nur der Name des Schiffes. An den Längsseiten kommen noch die Angaben für die Größe (Tonnage), Länge und Breite hinzu.
- Die Tiefgangsanzeiger, eingeteilt in Dezimeter, stehen links und rechts an der Bordwand.
- Oberhalb der genannten Anzeigen ist die „Eichmarke“ aufgeschweißt.
- Die Flagge des Heimatlandes wird am Heck gesetzt, der Reedereiwimpel am vorderen Mast, auch genannt die „Fahrflagge“.
- Weitere Signalfahnen oder „blaue Kegel“ weisen auf besondere Bedingungen hin, wie zum Beispiel feuergefährliche Fracht bei Tankschiffen
- Signallaternen: Topplicht vorne weiß, Backbordlicht rot und Steuerbordlicht grün, an den Seiten des Steuerhauses. Hecklicht weiß, achtern am Heck.
(Zu den Kategorien Wasserverkehr siehe unten)
Wahrschau
Wahrschau bedeutet im schiffischen (Seeschifffahrt/ Binnenschifffahrt) übertragenen Sinn „Achtung“, „Vorsicht“. Das Wort ist verwandt mit dem niederländischen Wort waarschuwing (Warnung).
Gesetzliche Seite der „Wahrschau“ auf dem Rhein.
An Brückendurchfahrten und sonstigen Stromschnellen, die wegen ihrer Enge nur in einer Tendenz befahren werden dürfen, sind Wahrschauen eingerichtet.
- Bei Verkehrsregelungen zeigen sie Zeichen nach § 6.08 RheinSchPV (Straßenverkehrsordnung für den Rhein) für „keine Durchfahrt“ und „Durchfahrt frei“. Die Wahrschauer sind Bedienstete der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Gebühren für den Wahrschaudienst werden nicht erhoben.
- Die von diesen zu setzenden Zeichen sind in der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung festgelegt (§ 12.02 RheinSchPV).
- Die Wahrschauer sind nicht berechtigt, private Auskünfte über Schiffspositionen und dergl. zu erteilen.
Private Wahrschauer auch Orderstation genannt.
Private Wahrschauer erfragen die Schiffspositionen. Gegen Entgelte werden diese Angaben weiter feststehend an die entsprechenden Speditionen oder Reedereien. Beispiel: Das Boot XX hat als Zielhafen die Gemeinde XY. Auf dem Weg zu wird die Ladung verkauft, ein anderer Eigentümer, ein neuer Zielhafen. Oder: Die Reedereien wollen wissen, wann ihr Wasserfahrzeug wo ist.
- Heutiger Stand der Orderstation oder Wahrschauer.
Am gesamten Rhein waren bis in die 70er Jahre rein von einmal Dutzenden Wahrschaustationen nur noch einige erhalten, am unteren Niederrhein von einmal drei nur noch eine. Die modernen Kommunikationsmöglichkeiten machen eine „neue Order“ überflüssig.
Wahrschaupontons
Dies sind im Habseligkeiten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung stehende, gelb angemalte, etwa 5 x 3 M große Pontons. Auf den Pontons selbst befinden sich Vorrichtungen für die Anbringung von Schifffahrtszeichen bei Tag und Nacht. Ober- und unten einer Schiffsunfallstelle wird jeweilig ein Ponton verankert. Hier kommt wiederum die Hintergrundbedeutung (wie im Grundtext beschrieben) des Wortes „Wahrschau“ zum Tragen: Achtung!/ Vorsicht!
Kilometrierung
Die Kilometrierung, nach der sich die Wasserverkehr sowie alle Behörden richten, beginnt mit einem Ausgangspunkt auf der Mittelpunkt der „Alten Rheinbrücke“ in Konstanz, an der der Rhein den Bodensee verlässt (Bei seiner Passage durch die Gemarkung Stabilität wird der kurze Rheinabschnitt zwischen dem Bodensee und Untersee der Seerhein genannt). So weit wie seiner Mündung in die Nordsee bei Hoek van Holland (NL) beträgt die Länge des Rheins 1320,8 km.
An beiden Ufern sind auf großen Tafeln die vollen Rheinkilometer angeschlagen:. Die 100-Meter-Abstände (Rechtecke etwa 100 cm x 50 cm, auf etwa 2 m hohen Eisenstangen) werden durch die Abdrücken 1 bis 4 und 6 bis 9 dargestellt. Ein Kreuz stellt die 500-Meter-Marke dar. Auf der deutsch-französischen Rheinstrecke, zwischen Basel und Lauterburg, gilt die Einteilung jedes Mal in Relation auf das rechte Ufer. Auf der übrigen Strecke bezieht sich die Einteilung auf die Strommitte.
Bei der Kilometrierung wurde von Haltbarkeit und Rotterdam her gemessen. Nach dem Treffen der zwei Messtrupps bestand eine Verschiedenheit von sich verständigen auf hundert Metern. Das heutige Ende der Kilometrierung liegt in Rotterdam bei Rheinkilometer 1035,40 km.
Auch in den nachfolgenden Abschnittsüberschriften sind die Rheinkilometer angegeben.
Flusslauf
Seine beiden Hauptquellflüsse, der Vorderrhein und der Hinterrhein entspringen im Europa des Kantons Graubünden in den zentralen Schweizer Alpen, der Vorderrhein beim Oberalppass (Surselva), der Hinterrhein am Rheinwaldhorn. In der Gesamtheit tragen 13 Quellflüsse den Namen Rhein in ihrem Namen. Nach der Vereinigung bei Reichenau fließt er nordwärts als Alpenrhein und mündet okzidental von Hard in den Bodensee. Die dortige Mündung wird als Rheindelta bezeichnet und ist ein Vogelschutzgebiet. Die Rheinstrecke bei Konstanz, die die Bodenseeteile Obersee und Untersee verbindet, wird als Seerhein bezeichnet. Vom Ausgang des Untersees bei Stein am Rhein bis Basel trägt er die Bezeichnung Hochrhein, weiter bis Bingen Oberrhein. Danach geht er in den Mittelrhein und ab Bonn in den Niederrhein über. Kurz nach der deutsch-niederländischen Grenze beginnt das große Rheindelta. Hier gabelt sich der Rhein in zwei Hauptflussarme, die sich vor Rotterdam wiederholt vereinigen, um nach Durchfließen des Hafens von Rotterdam bei Hoek van Holland in die Nordsee zu münden.
Der Vorderrhein entspringt als Tomarhein (rätoromanisch Rein da Tuma) dem Tomasee (Lai da Tuma), einem unscheinbaren Hochkar unten des Badus Six Madun. Dort weist eine Orientierungstafel auf die Gesamtlänge des Stroms hin: 1320 km bis zur Mündung. Nach dem Lai da Tuma ist auch ein Schleppschiff in Basel benannt, das lange als Schulschiff diente und dieser Tage von einer Reederei zu Vergnügungsfahrten und anderem eingesetzt wird. Im Notlage dienst es auch dieser Tage noch als Schleppschiff.
Vorder-, Hinter- und Alpenrhein
Von der Quelle bis zum Bodensee
Der Vorderrhein entsteht aus mehreren Quellflüssen nahe dem Oberalppass im Gotthard-Massiv. Der Lag da Toma ist die Quelle des Vorderrheins und gilt unter den verschiedenen Quellflüssen als die offizielle Rheinquelle. Erste Gemarkung am Vorderrhein ist Ilanz.
Der Hinterrhein entspringt dem Paradiesgletscher am Rheinwaldhorn in der Nähe des San Bernardino-Passes.
Bei Reichenau vereinigen sie sich zum Alpenrhein. Dieser beschreibt bei Chur einen markanten Stauchung nach Norden und bildet dort auf ca. 25 Kilometern die Grenze zu Liechtenstein. Seit der Kanalisierung und Begradigung seines Wasserlaufs mündet er als „Neuer Rhein“ bei Hard in Österreich in den Bodensee.
Bodensee und Seerhein
Da das fliessende Wasser schwerer als das stehende ist, geht die Strömung im See weiter. Kurz nach der Mündung folgt der sogenannte Rheinbrech, ein unterirdischer Wasserfall. Dann auseinander getrieben sich die Strömung und erreicht teilweise auch den Überlingersee. Der ursprüngliche „Alte Rhein“ mündet auch dieser Tage noch an der schweiz-österreichischen Grenze bei Altenrhein. Dieser alte Rhein ist aus Tendenz Bodensee etwa zwei Kilometer schiffbar bis etwa in Höhe des Eidgenosse Ortes Rheineck.
Das Stück Land zwischen den beiden Rheinmündungen, das die österreichischen Ortschaften Gaißau, Höchst und Fußach umfasst, wird als Rheindelta bezeichnet und ist ein Naturschutz- und Vogelschutzgebiet.
Die Rheinregulierung mit dem oberen Rheindurchstich bei Diepoldsau und dem unteren Rheindurchstich bei Fußach wurde durchgeführt, um die fortwährenden Überschwemmungen in Komposition mit starken Sedimentierungen im westlichen Rheindelta zu verringern. Inzwischen steht fest, dass der Rhein jedoch sehr große Einblenden an Ablagerungen in den Bodensee hineinträgt und in Folge dessen ein permanenter Kiesabbau in der Mündung mit Schwimmbaggern nötig ist.
Im Bodensee selbst gemischt sich das kalte, meist graue Gebirgswasser des Neuen Rheins nur wenig mit dem eher warmen, grünlichen Wasser des Sees. Der Strom fließt also ein gewisses Stück oberflächlich im freien Wasser, vorweg er auf einmal in die Tiefen des Sees abtaucht, um dann vor der Eiland Lindau vorwärts des nördlichen Seeufers bis etwa Hagnau am Bodensee und weiter nach Konstanz abzubiegen.
Hochrhein
Vom Bodensee bis Basel, km 0–150
Nach dem Verlassen des Obersee genannten Teil des Bodensees an der Engstelle der Alten Rheinbrücke in Stabilität („Konstanzer Trichter“) fließt er zunächst mit 30 cm Höhenunterschied als Seerhein in den Untersee, bis er bei Stein am Rhein erneut zu einem Fluss wird und einige Kilometer weiter okzidental von Schaffhausen in Neuhausen den Rheinfall hinabstürzt. Hier stößt er wach sein altes, voreiszeitliches Flussbett. Ab dem Verlassen des Bodensees wird er – etwa seit dem frühen 20. Jahrhundert – Hochrhein genannt.
Von Schaffhausen fließt er als Hochrhein weiter zuerst noch Entwicklung Süden, mit einer malerischen Schlinge am Städtchen und Kloster Rheinau vorbei, bis er am Tösseck (Einmündung der Töss) in Neigung Abendland dreht und bald darauf zum Grenzfluss zwischen der Schweiz und Deutschland wird. Bei Koblenz (Schweiz), neben Waldshut, mündet von Süden her die Aare als erster größerer Nebenfluss in den Rhein. Erwähnenswert ist dabei, dass die Aare mit einem durchschnittlichen Abfluss von 557 m³/s der wasserreichere Fluss von beiden ist (Rhein: 439 m³/s).
Oberrhein
Von Basel bis Bingen, km 150–530
Im Rheinknie bei Basel, Schweiz, ändert der Rhein seine Neigung von Ost-West nach Norden. Als Oberrhein wird er vom Dreiländereck Basel, Weil am Rhein und St. Louis (Elsass) bis Lauterbourg gegenüber von Karlsruhe Grenzfluss zwischen Deutschland und Frankreich. In diesen Tagen sehen die beiden Völker nach drei In Empfang nehmen den Rhein nicht länger als Trennendes an: Die Brücke zwischen Straßburg und Kehl heißt Europabrücke. Seit dem Tertiär fließt der Rhein von hier aus durch den Oberrheingraben. Bis zum Tertiär floss der Rhein ab Basel im Bett der Saône und Rhône ins Mittelmeer, da ihm durch den Isteiner Klotz der Weg in Entwicklung Norden dicht war. Zwischen Basel und Iffezheim ist der Rhein kanalisiert und mit zehn Schleusen aufgestaut. Speziell zwischen Basel und Breisach führt das alte Flussbett des Rheins kaum Wasser. Die Wassermassen werden parallel dazu im Rheinseitenkanal (Grand Canal d'Alsace) geführt und dort außer für einen sicheren Schiffsverkehr zur Energiegewinnung in Wasserkraftwerken verwendet. Die Abwasserleitung hat hier nachteilige ökologische Folgen, da der Grundwasserspiegel abhängig vom gesunkenen Flussspiegel stark abgesackt ist. Weiterhin kommt es zu einer Verlandung des Flussbettes, was wiederum Folgen für die Vegetation und Tierwelt der Flussaue hat.
Für die nächsten 200 bis 300 Kilometer fließt der Rhein in der rund 40 Kilometer breiten Oberrheinischen Tiefebene zwischen Schwarzwald und Vogesen besser gesagtPfälzerwald und Kraichgau/Odenwald. Dieser Abschnitt wurde ab 1817 durch Johann Gottfried Tulla im Zuge der Rheinbegradigung von einem in der Rheinniederung träge dahin mäandrierenden Fluss in einen gerade, schnell fließenden und sich einschneidenden und von Dämmen flankierten Fluss umgewandelt. Bei Straßburg münden die Ill sowie der Rhein-Marne-Kanal und der Rhein-Rhône-Kanal in den Rhein. Von Lauterbourg / Karlsruhe bis Mannheim bildet der Rhein die Grenze zwischen Baden-Württemberg (rechtsrheinisch) und Rheinland-Pfalz (linksrheinisch). Bei Mannheim auf der rechten Rheinseite mündet der von Südosten kommende Neckar als zweiter großer Nebenfluss, der partiell die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Hessen bildet.
Bei der Nibelungenstadt Worms, wo der Oberrhein unter anderen die Bürgerweide Worms (ein Überschwemmungsgebiet) passiert, münden aus westlichen Richtungen in Kürze erst der Eisbach und dann die Pfrimm ein und bei Biblis die Weschnitz. Gegenüber von Mainz mündet der Main in den Rhein, der daher für einen kurzen Abschnitt, gleichermaßen Rheinknie genannt, seine Entwicklung nach Europa ändert und anschließend bei Bingen an der Nahemündung nach Nordwesten dreht.
Mittelrhein
Von Bingen bis Bonn, km 530–660
Daher durchschneidet der Mittelrhein in einem steilen, engen Durchbruchstal das Rheinische Schiefergebirge: Linksrheinisch Hunsrück und Eifel, rechtsrheinisch Taunus und Westerwald.
Dieser Abschnitt ist der touristisch beliebteste Teil des Rheins, der von Bingen/Rüdesheim bis Koblenz Weltkulturerbe ist.
Die bekanntesten touristischen Veranstaltungen sind in den Sommermonaten die Feuerwerke Rhein in Flammen und im Spätsommer die Weinfeste.
Bei Kaub liegt malerisch mitten im Rhein die Burg Pfalzgrafenstein. Einige Kilometer weiter flussabwärts umfließt der Rhein den sagenumwobenen Loreley-Felsen, bis er sich bei Boppard durch den Bopparder Hamm, eine imposante Rheinschleife windet. Von Orient nimmt er nun die Lahn und am Deutschen Eck in Koblenz von Südwesten die Mosel auf. Aus der Eifel bei Sinzig kommt die Ahr, und aus dem Westerwald unter von Neuwied die Wied. Zu den bekanntesten Burgen des Mittelrheins gehören Burg Lahneck, die Marksburg und die feindlichen Brüder Liebenstein und Sterrenberg (Alle Burgenartikel siehe bei Mittelrhein).
Niederrhein
Von Bonn bis Hoek van Holland, km 660–1.033
An der südlichen Stadtgrenze von Bonn und der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen weitet sich das enge Mittelrheintal zur Kölner oder Niederrheinischen Bucht, die schon zur norddeutschen Tiefebene zählt. Nördlich von Bonn mündet die Sieg in den Rhein, der von hier ab wie die ihn umgebende Region Niederrhein genannt wird.
Wichtigste Hafenstädte in diesem Stromabschnitt sind Köln, Düsseldorf, Neuss und Duisburg mit Duisport, Europas größtem Binnenhafen und global bedeutendem Logistikstandort an der Mündung der Ruhr und des Rhein-Herne-Kanals. 30 km flussabwärts mündet in Wesel die zweite Ost-West-Schifffahrtsverbindung, der parallel zur Lippe verlaufende Wesel-Datteln-Kanal in den Rhein, und nach 40 km spannt sich in Emmerich die längste Hängebrücke Deutschlands über den an dieser Stelle reichlich 700 M breiten Strom.
Rheindelta
Nach weiteren 15 Kilometern, drei Kilometer dahinter der deutsch-niederländischen Grenze bei Millingen aan de Rijn, beginnt das große Delta des Rheins. Hier teilt sich der Rhein in zwei Hauptarme, die sich vor Rotterdam nochmals vereinigen.
Der nördliche Rheinarm ist der Pannerdens Kanaal (dt. Pannerdenscher Kanal), von dem kurz vor Arnhem die IJssel abzweigt. Sie fließt über Deventer und Zwolle nach Norden und mündet bei Kampen ins IJsselmeer. Von der Abzweigung der Ässel an heißt der nördliche Rheinarm Nederrijn und im Folgenden Verlauf Lek.
Bis etwa 900 n. Chr., als der Lek zum Hauptstrom wurde, bildeten der Kromme Rijn und der Oude Rijn den eigentlichen Flusslauf.
Der südliche Rheinarm ist der Bijlands Kanaal, der in die Waal übergeht, die im Unterlauf die Namen Boven Merwede, Beneden Merwede und Noord trägt, bis er sich manche Kilometer vor Rotterdam in Krimpen aan de Lek mit dem nördlichen Arm vereinigt.
Gemeinsam durchfließen sie als Nieuwe Maas und danach als Scheur den Port Rotterdam und münden über den Nieuwe Waterweg bei Hoek van Holland in die Nordsee.
| (TID 646251) | Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der [[Vorlage:TALKPAGENAME|Diskussionsseite]] angegeben. Hilf bitte mit, ihn zu verbessern und entferne anschließend diese Markierung. |
(TID 169406)
Dort strömen 2330 m³ Wasser pro Sekunde ins Meer. Selbst in der Nordsee ist das Flussbett noch eine Weile lang unter Wasser zu verfolgen.
Nebenflüsse des Rheins
Der größte Nebenfluss des Rheins ist die Aare, die bei Koblenz (Schweiz), vielmehr Waldshut-Tiengen, mündet. Sie entwässert die Zentralschweiz und bringt mit einem mittleren Jahresabfluss von 590 m³/s deutlich mehr Wasser ein, als der Rhein am Zusammenfluss selbst mitführt (470 m³/s). Erst mit großem Abstand folgen die bekannten deutschen Nebenflüsse Mosel (290 m³/s), Main (190 m³/s) und Neckar (140 m³/s).
| Linksrheinische Nebenflüsse | Rechtsrheinische Nebenflüsse | |
|---|---|---|
Brücken über den Rhein
Der Rhein wird zwischen Basel und seiner Mündung von etwa 100 Brücken überquert. Eine (unvollständige) Aufzählung findet sich unter Liste der Rheinbrücken. Zu folgenden Brücken vorliegen eigene Artikel:
Ökologie
| Schadstoff | 1985 | 1992 |
|---|---|---|
| Ammonium-N2 | 37.000 | 16.800 |
| AOX | 4.675 | 890 |
| Blei | 550 | 330 |
| Cadmium | 9 | 5,9 |
| Chrom | 500 | 220 |
| Phosphor (total) | 32.000 | 13.000 |
| Quecksilber | 6 | 3,2 |
| Zink | 3.600 | 1.900 |
Nach den Unterlagen des Umweltbundesamts nimmt die Schadstoffbelastung des Rheins seit 1960 kontinuierlich ab. Dies ist auf der einen Seite auf die systematische Abwasserreinigung durch den Bau von Kläranlagen zurückzuführen und andererseits auf die Tatsache, dass die Industrie immer weniger mit Chemikalien und Schwermetallen belastete Abwässer in den Rhein einleitet. Die oberelsässischen Kaligruben leiten aber nach wie vor einen großen Teil nicht brauchbarer Salze in den Rhein ab, obschon diese Einleitungen nach einem Schadensersatzprozess der Ort Amsterdam vor dem Gericht in Straßburg komprimiert sein sollen. In diesen Tagen leben erneut etwa 40 Fischarten im Rhein. Trotz der deutlichen Herabsetzung der Gewässerbelastung durch Haushalts- und Industrieabwässer transportiert der Rhein jährlich noch immer Schwermetalle und Chemikalien wie Pestizide in Trend Nordsee und belastet damit die Trinkwasserversorgung der Rheinanlieger.
Am 1. November 1986 brannte eine Speicher der Unternehmen Sandoz an der Schweizerhalle bei Basel am Rhein. Die mit dem Löschwasser in den Rhein gelangten Chemikalien vernichteten dort einen großen Teil des tierischen und pflanzlichen Lebens. Es dauerte einige Jahre, bis der Rhein sich abermals erholt hatte.
Zusätzliche den Rhein belastende Giftstoffe, z. B. Pestizide und Rückstände von Medikamenten, sind in der Tabelle noch nicht berücksichtigt.
Ökonomie
Die Schifffahrtsstraße ist bilateral von Eisenbahnlinien und Autobahnen begleitet. Eine solche Handels- und Verkehrsachse bildet erstmal an Schnittstellen mit Querverkehr bedeutende Wirtschaftsstandorte aus (So Köln, Mainz, Ludwigshafen, Basel). Kein Wunder, dass sich Großstädte am Rhein wie Perlen an einer Seil reihen. Für die Chemie mit Kohle/Teerfarben, die Petrochemie, die Kunststoffindustrie und die Ölraffinerien werden Heu und Öl billig herangeschafft und weiterverarbeitet; die Chlorchemie (Polyvinylchlorid) bekommt ihr Salz durch die Massentransportschifffahrt. Bedeutendster Wirtschaftsfaktor nach Deal und Branche ist der Tourismus. Auch der früher höchst bedeutsame Weinbau ist noch ein Wirtschaftsfaktor für den Rhein.
Önologie / Weinbau und Kultur
Wein reimt sich nicht nur auf Rhein, er prägt auch wie nichts anderes den Natur- und Kulturraum des Rheins. Landschaftsnamen wie Rheingau, Rheinhessen oder etwaKaiserstuhl (Baden) sind gleichzeitig Weinbaugebiete. Besonders schwer ist der Weinanbau in den Steillagen des Mittelrheintales. An vielen Stellen war die Veränderung in großflächigere mit Maschinenpark bebaubare Parzellen nicht möglich. Da aber der Wein in den Steillagen der schiefrigen Hänge besonders gut wird, lohnt sich hier doch manche Mühe. Der Wein wird hier aber nicht nur produziert anstelle auch konsumiert von Einheimischen und von Hergereisten. Ja und Wein beschwingt: Rheinlieder sind Weinlieder. Alt muss der Wein und jung das Mädel sein. Auch anderenfalls ist am Rhein vieles zusammen verbunden. Die Rheinsagen verbinden Ritter mit Drachen und sich kämmende Jungfrauen auf hohen Felsen mit unachtsamen Schiffern im verunglückenden Kahn oder fleißige Zwerge, die Heinzelmännchen, mit bequemen Kölnern. Die Rheinromantik schließlich bescherte uns außer manchen Liedern auch manche abermals aufgebaute Burg wie Schloss Stolzenfels bei Koblenz oder die Hochkönigsburg im Elsass. Und was auch immer das befruchtet nochmal die Ökonomie, den Tourismus. Und ohne Geld gibt es auch am Rhein keine Kultur.
Rhein-Hochwasser
- Mai 1999 (Hochrhein/Oberrhein)
- Januar 1995 (Mittelrhein/Niederrhein)
- Mai 1994 (Hochrhein/Oberrhein)
- Dezember 1993 (Mittelrhein/Niederrhein)
- Dezember 1991 (Oberrhein)
- Februar 1990 (Oberrhein)
- März 1988 (Rhein gesamt)
- Juni 1987
- Mai 1983
- April 1983
- Februar 1980 (Oberrhein)
- Mai 1978 (Oberrhein)
- Februar 1970
- Dezember 1882
Der Mittelrhein war zugefroren:
Siehe für beides auch
Liste von Wetterereignissen im 20. Jahrhundert
Kurioses
- 1966 erregte ein weißer Wal Aufsehen, der es sich einen Monat im Rhein gemütlich machte und dabei bis nach Bonn und wiederholt zurück ins offene Meer schwamm.
- Der Rhein entwässert auch einen kleinen Teil Italiens: Der Reno di Lei leitet Wasser aus dem Lago di Lei in der italienischen Provinz Sondrio in den Hinterrhein.
- Der Rhein führt auch einen Teil des Wassers der oberen Donau ab, an mehreren Stellen wird die Europäische Wasserscheide unter der Erdoberfläche umgangen, siehe Donauversickerung.
- Eigentlich könnte der Rhein auch Aare heißen, denn die Aare ist beim Zusammenfluss mit dem Rhein derjenige Fluss mit der größeren Wassermenge (s. oben), und gewöhnlich ist die Größe eines Flusses namensbestimmend.
- Etwa 1% des Alpenrheinwassers umgeht Basel bzw. den Hochrhein, indem es von der Bodensee-Wasserversorgung dem Bodensee bei Sipplingen entnommen und als Trinkwasser in jede Menge Städte in Baden-Württemberg bis hinauf nach Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim geführt wird. Von Stuttgart aus beispielsweise fließt das Wasser via Neckar wiederholt in den Rhein.
Kurz und schematisch
Zahlenangaben sind Längen in km.
| Länge | Zufluss linksrheinisch | Ort | Zufluss rechtsrheinisch | Länge |
|---|---|---|---|---|
| 82 | Waal | Lek | 62 | |
| Rhein | 1320 | |||
| Dinslaken | Emscher | 84 | ||
| Wesel | Schnauze | 228 | ||
| Duisburg | Dysenterie | 217 | ||
| 103 | Erft | Neuss | ||
| Düsseldorf | Düssel | |||
| Leverkusen | Wupper | 114 | ||
| Niederkassel | Triumph | 153 | ||
| 83 | Ahr | Sinzig | ||
| Irlich | Wied | 140 | ||
| 545 | Mosel | Koblenz | ||
| Lahnstein | Lahn | 242 | ||
| Lorch | Wisper | 30 | ||
| Mainz | Main | 524 | ||
| Stockstadt | Modau | 44 | ||
| Biblis | Weschnitz | 60 | ||
| Mannheim | Neckar | 367 | ||
| 295 | Aare | Koblenz (CH) | ||
| Bodensee | ||||
| Vorderrhein | Reichenau | Hinterrhein |
Siehe auch
- Die Rheinfähren
- Liste der Burgen in Deutschland
- Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung
- Rheinlotse und Wahrschauer- und Lotsenmuseum in St. Goar
- Rheinbegradigung
- Pegel Köln
- Rheinland
- Flüsse in Deutschland
- Europäische Flüsse
- Die längsten Flüsse der Erde
- Liste der Nebenflüsse des Rheins
Literatur
- Martin Stankowski, Links + Rechts, der andere Rheinreiseführer, vom Kölner Dom bis zur Loreley, Köln, Kiepenheuer und Witsch 2005, ISBN 3-462-03573-8
- Gertrude Cepl-Kaufmann, Antje Johanning (Hrsg.): Mythos Rhein. Kulturgeschichte eines Stromes. ISBN 3-896-78465-X
- Hans Chr. Hoffmann, Dietmar Keller, Karin Thomas (Hrsg.): Der Rhein – Unser Weltkulturerbe. ISBN 3-832-17323-4
- Manfred Fenzl: Der Rhein. Schaffhausen - Nordsee und zum IJsselmeer. Delius Klasing ISBN 3-89225-466-4
- Wilhelm Kimpel: Die Steuerleute und Lotsen auf der Gebirgstrecke des Mittelrheins mit ihren Stationen in Bingen, Kaub und St. Goar, 2. erw. Aufl. Kaub, 1999, ISBN 3-929866-04-8. (vergriffen)
- Landschaftsverband Rheinland (Hg.), Brücken über den Rhein, Köln 1996
- Ingo Runde: Zur Bedeutung und Entwicklung des Rheinhandels im Früh- und Hochmittelalter, in: Schutz des Kulturerbes unter Wasser. Veränderungen europäischer Lebenskultur durch Fluss- und Seehandel. Beiträge zum Internationalen Kongress für Unterwasserarchäologie (IKUWA ‘99), 18.-21. Feber 1999 in Sassnitz auf Rügen (= Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns 35), Lübstorf 2000, S. 297-309.
Weblinks
| (TID 646251) | Wiktionary: Rhein – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
(TID 222120)
| (TID 646251) | Commons: Rhein – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
| (TID 646251) | Wikiquote: Rhein – Zitate |
(TID 223246)
- Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR)
- Internationale Kommission für die Hydrologie des Rheingebietes (KHR)
- SWR Wissen: Geomorphologie – Der Alpenrhein
- SWR Wissen: Geomorphologie – Der Rhein
- Im Artikel: Tabelle der Rheinbrücken 2003
- Wanderwege am Rhein
- Binnenschiffe auf dem Rhein
- Wasserstände der Rheinpegel
Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal | Dahme | Datteln-Hamm-Kanal | Donau | Dortmund-Ems-Kanal | Elbe | Elbe-Havel-Kanal | Elbe-Lübeck-Kanal | Elbe-Seitenkanal | Havelkanal | Havel-Oder-Wasserstraße | Küstenkanal | Main | Main-Donau-Kanal | Mittellandkanal | Mosel | Müritz-Elde-Wasserstraße | Müritz-Havel-Wasserstraße | Neckar | Obere Havel-Wasserstraße | Oder | Oder-Spree-Kanal | Oste | Peene | Rhein | Rhein-Herne-Kanal | Ruhr | Saale | Saar | Teltowkanal | Untere Havel-Wasserstraße | Wesel-Datteln-Kanal | Weser
(TID 356001)
af:Rynals:Rhein ar:نهر الراين bg:Рейн ca:Rin co:Renu cs:Rýn da:Rhinen el:Ρήνος en:Rhine eo:Rejno es:Río Rin et:Rein fa:رود راین fr:Rhin fy:Ryn gl:Río Rhin he:ריין hu:Rajna id:Rhine it:Reno ja:ライン川 ko:라인 강 ksh:Rhing la:Rhenus lt:Reinas lv:Reina nds:Rhien nl:Rijn no:Rhinen pl:Ren pt:Rio Reno ro:Rin ru:Рейн (река) simple:Rhine River sk:Rýn sl:Ren sv:Rhen uk:Рейн
zh:萊茵河(TID 4555)
5444/151