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Richard Leakey

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Richard (Erskine) Leakey (* 19. Dezember 1944 in Nairobi) gehört zusammen mit seiner Frau Meave Leakey in zweiter Generation zu einer global bekannten Familie bedeutender Paläoanthropologen. Er fand am Turkana-See u.a. fossile Schädel von Homo habilis und Homo erectus. Er ist der zweite Sohn von Louis und Mary Leakey; sein älterer Bruder Jonathan Leakey hatte 1964 die ersten versteinerten Überreste eines Homo habilis gefunden.

Werdegang

Als Sohn von Louis und Mary Leakey wollte Richard von Jugend an auf keinen Fall Paläoanthropologe werden. Er beendete die Highschool nicht und widmete sich der Organisation von Safarireisen. Bei dieser Arbeit entdeckte er eine Fossilienfundstätte zu der er 1964 eine Entdeckungsreise leitete. Durch diese Arbeit angeregt, ging Richard Leakey 1965 nochmals nach England, um dort sein Studieren wiederaufzunehmen. Nach 6 Monaten kehrte er allerdings wiederum nach Kenia zurück, um sich dem Safarigeschäft zu widmen.

Unterstützt von der National Geographic Society leitete er von 1969 bis 1975 Ausgrabungen am Turkana-See, wo er 1972 einen knapp 2 Mio. Jahre alten Homo habilis entdeckte. Die Fundstelle hatte er 1967 bei einem zufälligen Überflug als "Fossilien-verdächtig" erkannt. 1984 grub er überdies Teile eines Homo erectus aus,

Von 1974 bis 1989 war Richard Leakey Persönlichkeit des Nationalmuseums von Kenia sowie oberster Chef aller archäologischen Stätten des Landes. 1989 wurde er von Präsident Daniel arap Moi zum Leiter des Kenya Wildlife Service ernannt. Bei einem Unglück verlor Richard Leakey 1993 alle beide Beine unter des Knies, aus welchem Grund er 1994 von diesem Posten zurücktrat. 1995 beteiligte er sich aktiv an der Gründung einer oppositionellen Partei, der Swahili for Noah’s Ark (Safina) und engagierte sich gegen die verbreitete Bestechung in Kenia, wobei er in den folgenden Jahren das Opfer politisch motivierter Beschuldigungen wegen angeblichen Missmanagements, Rassismus und Kolonialismus wurde. Er wurde Generalsekretär der oppositionellen Safina-Partei und 1997 in das kenianische Abgeordnetenhaus gewählt, wonach hin er 1998 wieder zum Chef des Wildlife Service ernannt und 2001 wieder zum Rücktritt forciert wurde.

Richard Leakey wurde erneut mit dem Tode bedroht und von der Regierung politisch überwacht, gilt aber noch immer als eine der angesehensten Persönlichkeiten des Landes und als Autorität auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes. Seit seinem erzwungenen Rückzug aus der offiziellen Politik hat er sich auf eine Art Guerilla-Taktik verlegt: Er hält Reden, um die Leute politisch aufzurütteln und setzt sich dann abermals an einen sicheren Ort ab, um maßlos großen Ärger zu vermeiden.

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Werke

  • Richard E. Leakey: One Life: An Autobiography. Salem House Publishers 1984, ISBN 0881620556
  • Richard E. Leakey: Die sechste Auslöschung: Lebensvielfalt und die Zukunft der Menschheit. S. Fischer, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-10-042703-3 (Originaltitel: The Sixth Extinction)
  • Richard E. Leakey: Die Menschen vom See: Neueste Entdeckungen zur Vorgeschichte d. Menschheit. Ullstein Verlag, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-548-32051-1 (Originaltitel: People of The Lake)
  • Richard E. Leakey: Die Suche nach dem Menschen: Was wir wurden, was wir sind. Umschau-Verlag, Frankfurt am Main 1981, ISBN 3-524-69028-9 (Originaltitel: The Making of Mankind)
  • Richard E. Leakey, Roger Lewin: Wie der Mensch zum Menschen wurde: Neue Erkenntnisse über den Ursprung und die Zukunft des Menschen. Hoffmann und Campe, Hamburg 1978, ISBN 3-455-08931-3 (Originaltitel: Origins)

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Weblinks


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