Saarbrücken
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| Wappen | Karte |
|---|---|
| Bild:Wappen saarbruecken.PNG | Bild:Karte saarbruecken in deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Saarland |
| Landkreis: | Stadtverband Saarbrücken |
| Fläche: | 167,07 km² |
| Einwohner: | 179.000 (31. März 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.075 Bevölkerung je km² |
| Höhe: | 190 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 66001-66133 (alt: 6600) |
| Vorwahlen: | 0681, 06893, 06897, 06898, 06805 |
| Geografische Lage: | Koordinaten: 49° 14' N, 7° 0' O49° 14' N, 7° 0' O (TID 488890) |
| Kfz-Kennzeichen: | SB |
| Gemeindeschlüssel: | 10 0 41 100 |
| Stadtgliederung: | 4 Stadtbezirke mit 20 Stadtteilen |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathaus St. Johann 66111 Saarbrücken |
| Offizielle Webseite: | www.saarbruecken.de |
| E-Mail-Adresse: | kundenberatung@saarbruecken.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeisterin: | Charlotte Britz (SPD) |
| Stadtrat: (Wahl am 13. Juni 2004) | CDU 37,9% (-4,6) - 28 Sitze (-1) SPD 33,5% (-6,3) - 24 Sitze (-4) GRÜNE 9,4% (+0,8) 7 Sitze (+1) FDP 5,8% (+1,1) - 4 Sitze (+4) Sonstige 13,4% (+9,0) - 0 Sitze (=) |
Saarbrücken ist die Landeshauptstadt, größte Gemeinde und einzige Großstadt (seit 1909) des Saarlandes. Die Universitätsstadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Saarlandes. Sie bildet das einzige Oberzentrum des Landes und ist Sitz des Stadtverbands Saarbrücken, eines Kommunalverbandes besonderer Art, parallel einem Landkreis.
Nächst gelegene größere Städte sind Karlsruhe (etwa 140 km östlich) und Mannheim (rund 130 km nordöstlich), außerdem Frankfurt am Main (185 km nordöstlich), Stuttgart (210 km östlich), Metz (F) (80 km westlich), Nancy (F) (120 km südwestlich), Reims (F) (250 km westlich), Troyes (F) (300 km südwestlich), und Paris (F) (400 km westlich).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Saarbrücken liegt in einer durch die Saar geschaffenen breiten Tal-Aue und weiten Terrassenflächen des Flusses. Der nördliche Talrand wird von einer langen Kette von Höhenvorsprüngen besäumt. Am südlichen Peripherie ziehen sich die Höhen des Stiftswaldes und des Roten Berges hin. Abendländisch liegt der Warndt.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Saarbrücken, sie werden im Uhrzeigersinn einsetzend im Norden genannt:
Quierschied und Sulzbach/Saar (Stadtverband Saarbrücken), St. Ingbert und Mandelbachtal (Saarpfalz-Kreis), Kleinblittersdorf (Stadtverband Saarbrücken), Alsting, Spicheren, Schoeneck, Petite-Rosselle und Forbach (Lothringen) (alle in Frankreich) sowie Völklingen, Großrosseln, Püttlingen, Riegelsberg und Heusweiler (alle im Stadtverband Saarbrücken)
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Saarbrücken ist gemäß § 1 der "Satzung über die Einteilung der Landeshauptstadt Saarbrücken in Stadtbezirke" in die 4 Stadtbezirke Mitte, Dudweiler, West und Halberg gegliedert, wobei der Stadtbezirk Dudweiler eine eigene Bezirksverwaltung hat. In jedem Stadtbezirk gibt es einen Bezirksbeirat und einen Bezirksbürgermeister. Die Bezirksbeiräte sind zu wichtigen, den Bezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Saarbrücken. Die Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese wiederum in Distrikte untergliedert. Diese Einteilung der Distrikte dient jedoch ausschließlich statistischen Zwecken.
Die Stadtbezirke mit ihrer amtlichen Nummer sowie deren zugehörige Stadtteile (Siehe auch Liste der Stadtteile von Saarbrücken):
- 1 Mitte: 11 Alt-Saarbrücken - 12 Malstatt - 13 St. Johann - 14 Eschberg - 16 St. Arnual
- 2 West: 21 Gersweiler - 22 Klarenthal - 23 Altenkessel - 24 Burbach
- 3 Dudweiler: 31 Dudweiler: 32 Jägersfreude - 33 Herrensohr - 34 Scheidt
- 4 Halberg: 42 Schafbrücke - 43 Bischmisheim - 44 Ensheim - 45 Brebach-Fechingen - 46 Eschringen - 47 Güdingen - 48 Bübingen
Geschichte
Saarbrücken wird in einer Schenkungsurkunde Kaisers Otto III. im Jahre 999 zum ersten Mal als Königsburg „castellum Sarabrucca“ erwähnt, die dem Bistum Metz geschenkt wird. An dieser Stelle war aber schon ehe Niederlassung der Mediomatriker. Ab 1120 entsteht die Grafschaft Saarbrücken, in welcher sich in der Umgebung der Burg durch Ansiedlung von Burgmannen, Händlern und Schutzsuchenden die Niederlassung Saarbrücken entwickelt. Graf Johann I. verleiht Saarbrücken und dem St. Johann jedes Mal das Stadtrecht. 1353 fällt Saarbrücken an das Haus Nassau (Walramische Linie). Durch Erbteilung entsteht 1355 die Linie Nassau-Weilburg-Saarbrücken und vermöge deren Spaltung 1442 die Linie Nassau-Saarbrücken (ältere Linie).
1574 fällt die Grafschaft Nassau-Saarbrücken durch Erbfall an Weilburg zurück. Dort hatte Graf Philipp III. schon 1526 die Reformation nach lutherischem Beichte eingeführt, die nun auch für Saarbrücken galt. Nach dem Tode Ludwigs II. entsteht durch Erbteilung 1629 die Grafschaft Nassau-Saarbrücken (jüngere Linie) neu, die aber schon 1723 an Nassau-Ottweiler und damit 1728 an Nassau-Usingen fällt. Der 30-jährige Bewaffnete Auseinandersetzung verheert Saarbrücken fürchterlich, 1637 leben nur noch 70 Volk in der zerstörten Stadt. Ludwig XIV. lässt im Reunionskrieg Saarbrücken niederbrennen, bis auf acht Häuser wird die gesamte Gemeinde zerstört. Durch Erbteilung entsteht 1735 eine Linie Nassau-Usingen-Saarbrücken, so dass die Gemarkung erneut Grafensitz wird. Nach dem Regierungsantritt von Wilhelm Heinrich im Anno 1741 erlebt die Gemeinde einen ungeheueren wirtschaftlichen Aufschwung, Steinkohlengruben werden verstaatlicht, Eisenschmelzen entstehen. Zumal entsteht das barocke Residenzschloss Saarbrücken, erbaut von Friedrich-Joachim Stengel und zig weitere Bauten. 1775 wird die Ludwigskirche, eines der bedeutendsten Barockbauten Deutschlands und Wahrzeichen der Ort Saarbrücken vollendet.
1793 wird die Gemarkung von französischen Revolutionstruppen besetzt, das Barockschloss geplündert und niedergebrannt. Durch den Frieden von Campo Formio 1797 sowie den Friedensvertrag von Lunéville 1801 kommt die Grafschaft Saarbrücken zu Frankreich. Mit dem Tode von Fürst Ludwig und Erbprinz Heinrich im Exil stirbt die Linie Nassau-Usingen-Saarbrücken 1797 aus und fällt an Nassau-Usingen.
Anno 1815 kommt das Gebiet an das Königreich Preußen. Dieser bildet im Raum Saarbrücken die Bürgermeisterei Saarbrücken mit den Stadtgemeinden Saarbrücken und St. Johann sowie den Landgemeinden Malstatt, Burbach, Brebach und Rußhütte. Saarbrücken wird Sitz eines Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Trier der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufgeht. Sprachgeschichtlich kommt es zwischen dem Ende des 17. und Zentrum des 19. Jahrhundert durch der wechselnden politischen Einflüsse zu einer Verschiebung vom moselfränkischen zum rheinfränkischen Dialekt, schließlich zu einem einheitlichen Stadtdialekt. 1856 wird das Eisenhüttenwerk Burbach an genommen. Zwischen 1897 und 1900 wird das Rathaus St. Johann nach Plänen von Georg von Hauberrisser erbaut, welches später das Rathaus der Großstadt Saarbrücken wird.
Durch Vertrag vom 5. Dez. 1908 werden die selbständigen Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach mit Wirkung vom 1. April 1909 zu einer Gemeinde mit dem Namen "Saarbrücken" vereinigt. Die bisherige Gemarkung Saarbrücken wird künftig mit der Bezeichnung Alt-Saarbrücken geführt. Die neue Ort Saarbrücken hat bei ihrer Gründung etwa 105.000 Bevölkerung und ist damit die fünftgrößte linksrheinische deutsche Großstadt. Gleichzeitig scheidet die Ort Saarbrücken aus dem Landkreis Saarbrücken aus und wird eine kreisfreie Stadt. Der Streit über den zu wählenden Stadtnamen, Saarbrücken oder St. Johann, führte zu einem vollkommen Deutschen Reich belächelten Skandal. Die Bürgermeister der beiden Städte entschieden die Namensgebung in einem Zweikampf unter Ehrenmännern. Alle beide überlebten, aber Duelle wurden danach in Deutschland endgültig verboten.
Wegen der Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailler Abkommen im Anno 1919 wird das Saarland und mit ihm die Gemarkung Saarbrücken unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt. Durch eine Volksentscheid im Jahre 1935 entscheidet sich die Bevölkerung wiederholt für den Anschluss des Saarlandes an Deutschland.
Im Zweiten Weltkrieg wird Saarbrücken durch Bombenangriffe (2. bis 4. Oktober 1944) stark zerstört. Im Mai 1945 wird die Gemeinde wie das gesamte Saarland unter französische Militärregierung gestellt. Zwei Jahre später wird das Saarland ein autonomer Staat mit der Gemarkung Saarbrücken. Die Bevölkerung lehnt 1955 das Saarstatut ab. Für wird das Land 1957 zehntes Land (ohne West-Berlin) der Bundesrepublik Deutschland.
Mit der Kreis- und Gebietsreform 1974 wird Saarbrücken um 11 umliegende Städte und Gemeinden vergrößert. Die Einwohnerzahl verdoppelt sich nahezu. Gleichzeitig wird die bis dato kreisfreie Ort mit dem Landkreis Saarbrücken zum Stadtverband Saarbrücken vereinigt. Damit entsteht zum ersten Mal in Deutschland ein Kommunalverband besonderer Art, der einem Landkreis gleichartig ist.
Zum 1. Apr. 2004 tritt der auch in der zweiten Instanz wegen Treulosigkeit verurteilte Saarbrücker Oberbürgermeister Hajo Hoffmann zurück, nachdem er schon im Aug. 2002 von seinem Amt beurlaubt wurde. Der Fall sorgte landesweit für Schlagzeilen, da er für den Bau seines Privathauses Rechnungen für Bauleistungen und die Anlage des Gartens zunächst nicht selbst bezahlte, für diese von der städtischen Siedlungsgesellschaft bezahlt wurden.
Eingemeindungen
Einmal selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Gemarkung Saarbrücken eingegliedert wurden.
| Im Jahre | Orte | Zuwachs in ha |
|---|---|---|
| 1896 | St. Arnual | ? |
| 1. Apr. 1909 | Vereinigung der Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach | ? |
| 1. Jan. 1960 | Stadt Eschberg der Gemeinde Scheidt | ? |
| 1. Jan. 1974 | Dudweiler (Stadt) sowie Altenkessel, Bischmisheim, Brebach-Fechingen (gebildet am 1. Jänner 1959), Bübingen, Ensheim, Eschringen, Gersweiler, Güdingen, Klarenthal, Schafbrücke und Scheidt | ? |
Einwohnerentwicklung
1905 hatte Saarbrücken über 25.000 Einwohner. Nach der Vereinigung mit den Städten Malstatt-Burbach (38.554 Bewohner 1905) und Sankt Johann (24.140 Bevölkerung 1905) überschritt die Einwohnerzahl der Ort 1909 die Grenze von 100.000, womit sie zur Großstadt wurde. Bis 1974 verdoppelte sich diese Zahl durch die Eingemeindung mehrerer umliegender Städte und Gemeinden auf 205.000 - historischer Höchststand. Ende März 2005 lebten in Saarbrücken nach offizieller Weiterführung 179.654 Volk mit Hauptwohnsitz.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter vielmehr der Stadtverwaltung selbst. Die Unterlagen beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
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¹ Volkszählungsergebnis
Religion
Das Gebiet der heutigen Gemarkung Saarbrücken gehörte von Beginn an zum Bistum Metz in Lothringen bzw. zum Erzbistum Trier. Die Grenze verlief zwischen Saarbrücken und St. Johann zum einen sowie Malstatt und Burbach andererseits. Jahr 1575 führte Graf Philipp III. von Nassau-Saarbrücken die Reformation nach lutherischem Geständnis ein. Daher war das heutige Stadtgebiet über verschiedene Jahrhunderte größtenteils evangelisch. Ab dem 17. Jahrhundert gab es angrenzend lutherischen Gemeinden auch eine reformierte Pfarrei. Nach dem Übergang an Preußen im Jahre 1815 wurde Saarbrücken Teil der späteren Rheinprovinz. Die evangelischen Kirchengemeinden gehören seither - sofern sie nicht Glieder einer Freikirche sind - zur Evangelischen Kirche im Rheinland (Ausnahme: Viertel Ensheim, der zur Evangelischen Kirche der Pfalz gehört). Innerhalb dieser gehören sie zum Kirchenkreis Saarbrücken.
Der erste katholische Messe im heutigen Stadtgebiet Saarbrückens wurde erst wiederum 1680 in einer Notkirche in St. Johann abgehalten. Die erste katholische Gebäude wurde aber erst 1803 in St. Johann errichtet. Hier stand auch die Kirche, zu der alle Katholiken des heutigen Stadtgebiets gehörten. In Saarbrücken selbst entstand dann erst im Jahre 1885 eine andere katholische Kirche. Dieser Tage gehören die römisch-katholischen Bewohner der Ort zum Dekanat Saarbrücken des Bistums Trier und stellten 2004 einen Anteil von 38,2% der Gesamtbevölkerung dar. 2006 wird der Deutsche Katholikentag in Saarbrücken stattfinden.
Politik
Wappen
Innerhalb eines von Schwarz und Argentum gestückten Schildbordes unter gespaltenem silbernen Schildhaupt - darin rechts eine rote Rose mit goldenem Samen und grünen Kelchblättern, linke Seite schräggekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen, unter den Stielenden eine gestürzte schwarze Zange - in Blau ein goldgekrönter, goldbewehrter und rotgezungter silberner Löwe, bewinkelt von vier silbernen Tatzenkreuzen. Die Stadtfarben sind Blau-Weiß.
Die Gemarkung Saarbrücken, die 1909 durch Vereinigung der Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach entstand, erhielt dieses Wappenbild im Jahre 1911 durch Kaiser Wilhelm II., wobei das Wappenbild als Brustschild eines Adlers abgebildet war. Es wurde auch als "Kaiserwappen" bezeichnet. Der Wappenschild allein wurde als "Siegelwappen" bezeichnet. Auch die 1974 durch die Gebietsreform vergrößerte Ort Saarbrücken entschied sich für die Einbehaltung des historischen Wappens in leicht veränderter Form. Die Wappensymbole wurden aus den Wappenbild der drei früheren Städte übernommen: Die Rose entstammt dem Wappenbild von St. Johann, Schlägel, Metall und Zange entstammen dem Wappenbild von Malstatt-Burbach und der Löwe entstammt dem alten Saarbrücker Wappen.
Stadtoberhäupter
An der Spitze der Städte Saarbrücken und St. Johann standen über die Jahrhunderte Gerichtsleute, die vom Landesherr teils zum "Meier" und zu "Heimburgen" ernannt wurden. Sie übten mit den Schöffen das Gericht über die Gemeinde aus. Alle beide Städte erledigten ihre Amtsgeschäfte relativ autonom, doch gab es auch eine gemeinsame Behörde. Später nannte sich der Stapi von Saarbrücken "Meier", der von St. Johann ab 1458 "Bürgermeister", deren Ämter ab dem 17. Jahrhundert jährlich wechselten. Ab 1689 gab es statt des Meiers in Saarbrücken einen Oberamtmann, ab 1724 einen Stadt- und Oberschultheiß und gegen Ende des 18. Jahrhunderts einen Stadtamtmann. Mit der französischen Besetzung der Gemeinde wurde 1799 die Munizipalverfassung eingeführt. Alle beide Städte bildeten forthin eine politische Gemeinde, zu dessen Kanton 1800 auch die Orte Malstatt und Burbach zugeschlagen wurde. Innerhalb des Kantons wurde die Mairie (später Bürgermeisterei) Saarbrücken geschaffen. Ihr gehörten die Städte Saarbrücken und St. Johann sowie die Dörfer Malstatt, Burbach, St. Arnual, Brebach, Güdingen, Fechingen, Bischmisheim, Gersweiler und Klarenthal an. Nach dem Anschluss an Preußen wurde die Municipalverfassung zunächst noch beibehalten, doch erhielt der Maire künftig die Bezeichnung Oberbürgermeister, ab 1819 Bürgermeister. In Saarbrücken und St. Johann wurde 1859 die preußische Städteordnung eingeführt. St. Johann hatte schon seit 1820 vergeblich versucht, sich aus der Bürgermeisterei Saarbrücken zu lösen, was schließlich 1862 genehmigt wurde. Da jedoch die Städte so dicht beieinander lagen, versuchte man ab 1905 nochmal eine Fusion, die dann zum 1. Apr. 1909 erreicht werden konnte.
Die Stadtoberhäupter von Saarbrücken seit 1909:
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Städtepartnerschaften
Saarbrücken unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Bild:Flag of France.svg Nantes (Frankreich), seit 1965
- Bild:Flag of Georgia.svg Tiflis/Tbilissi (Georgien), seit 1975
- Bild:Flag of Germany.svg Cottbus (Brandenburg), seit 1987
Außerdem hat Dudweiler eine Geschäftsbeziehung mit Saint-Avold, Frankreich, und Altenkessel mit Coucy-le-Chateau-Auffrique, Frankreich.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
In Saarbrücken in die Gänge kommen folgende Bundesautobahnen: in Neigung Orient die A 6 (nach Waidhaus), in Neigung Nordwesten die A 623 (zum Trigon Friedrichsthal) und die A 1 (nach Oldenburg in Holstein). Darüber hinauf kann man von Saarbrücken aus gut die A 8 erreichen.
Ein Problem stellt die Bundesautobahn A 620 dar, welche die Ort vorwärts der Saar durchschneidet: Nahe einer starken Lärmbelastung kommt es regelmäßig zu ihrer Überflutung, was den weitgehenden Zusammenbruch des Individualverkehrs nach sich zieht.
Von Saarbrücken fahren RegionalExpress-Züge nach Frankfurt (Main) und über Trier nach Koblenz. Hinzu kommt der S-Bahn-ähnliche Öffentliche Verkehrsmittel der Citybahn Saar-Westpfalz nach Trier, St. Wendel und St. Ingbert - Homburg (Saar) - Kaiserslautern.
Auf dem Wasserstraße kann Saarbrücken die sehr gute Wasseranbindung der Saar zur Mosel und nach Grande Nation nutzen.
Den öffentlichen Öffentliche Verkehrsmittel versorgen eine Stadtbahnlinie der Saarbahn und zahlreiche Buslinien der Saarbahn GmbH, welche 1997 als Schienenverkehrsunternehmen gegründet wurde. Seit 2002 führt sie auch die Geschäfte der bisherigen "Gesellschaft für Straßenbahnen im Saartal" weiter.
Weiterhin hat Saarbrücken mit dem beim Ortsteil Ensheim angesiedelten Flughafen Saarbrücken einen internationalen Verkehrsflughafen.
Ortsansässige Unternehmen
In Saarbrücken sitzt ein großes Callcenter von AOL, eines vom Heine-Versand sowie das Kundenbetreuung Center der DaimlerChrysler Bank. Außerdem ist dort das juristische Informationssystem Juris beheimatet. Cirrus Airlines sitzt am Flughafen Saarbrücken. IDS Scheer AG hat ihren Sitz in Saarbrücken-Burbach. ZF Getriebe GmbH an der "Goldenen Bremm", einem ginsterreichen ("goldenen") Tal im Süden der Stadt, fertigt mit weit über 5.000 Beschäftigten Automatik-Getriebe für so gut wie alle europäischen Automobilhersteller.
Halberg-Guss GmbH in Saarbrücken-Brebach fertigt Gussteile, zuerst Kurbelgehäuse und Kurbelwellen für den europäischen PKW- und Nutzfahrzeugmarkt. Saint-Gobain Gussrohr erzeugt Rohre und Kanalguss-Produkte aus Gusseisen. Die Abwasserleitung von Ankara (Türkei) stammt z. B. von hier. Alle beide Unternehmen sind aus der 1756 gegründeten Halbergerhütte heraus gegangen.
Die SAARSTAHL AG erzeugt mit etwa 600 Mitarbeitern in ihrem Werk Saarbrücken-Burbach Verbindung für den europäischen Markt.
Medien
Der Saarbrücker Halberg ist Sitz des Saarländischen Rundfunks (SR), eine der kleinsten Landesrundfunkanstalten Deutschlands mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken. Bei sendet auch der private Rundfunksender Radio Salü aus der Landeshauptstadt.
Als privater Fernsehkanal speist Saar TV fünf Stunden täglich sein Programm von Saarbrücken aus in das Kabelnetz des Saarlandes ein.
Als Tagesblatt erscheint aus der Verlagsgruppe Holtzbrinck die "Saarbrücker Zeitung" und seit Ende 2004 erscheint vierzehntäglich eine Ausgabe des Jugendmagazins Potato.
Als Wochenzeitung wird der "Wochenspiegel Saarbrücken" kostenfrei an alle Haushalte verteilt.
Seit 1995 findet man alle Events der Gemeinde im kostenlosen Veranstaltungskalender SAARTERMIN. Als kostenlose Stadtillustrierte hat sich das LIVE MAGAZIN etabliert.
Die Saarbrücker Zeitung begann Ende März 2005 mit der Erteilung einer täglichen Gazette im Tabloid-Format: 20 cent. Die Axel Springer AG bringt seither mit der "Bild Saarland" und der Welt Kompakt Blätter, die Regionalberichterstattung enthalten.
Behörden
Bei den zahlreichen Dienststellen der Landesministerien, des Stadtverbandes und der Gemarkung bestehen in Saarbrücken u. a. noch folgende Behörden:
- Das Bundespolizeiamt Saarbrücken, das zum Grenzschutzpräsidium West gehört.
- Der Rechnungshof des Saarlandes.
- Die Industrie- und Handelskammer (IHK) des Saarlandes.
- Die Handwerkskammer des Saarlandes.
- eine Außenstelle des Bundeseisenbahnvermögens
- Die Arbeitskammer des Saarlandes.
Gerichte
Saarbrücken ist Sitz des Verfassungsgerichtshofes des Saarlandes. Anliegend dem Saarländischen Oberlandesgericht gibt es in der Gemeinde auch ein Land- und ein Amtsgericht. Das Arbeits- und Landesarbeitsgericht, Sozial- und Landessozialgericht sowie das Finanzgericht des Saarlandes befinden sich gleichermaßen in der Landeshauptstadt.
Gefängnis
JVA Lerchesflur
Bildung und Forschung
- Universität des Saarlandes, gegründet 1948 von der französischen Militärverwaltung
- Hochschule der Bildenden Künste Saar; gegründet 1989 in Trägerschaft des Saarlandes.
- Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes; gegründet 1971 durch Zusammenschluss der Höheren Wirtschaftsschule, der Staatlichen Ingenieurschule und der Staatlichen Werkkunstschule, erhielt sie 1991 ihren heutigen Namen.
- Deutsch-Französische Hochschule, gegründet 1999 Bietet Studiengänge an, die mit einem Doppeldiplom abschließen
- Hochschule für Musik Saar; gegründet 1947 als Staatliches Konservatorium. Dann wurde ein Institut für Katholische Kirchenmusik und ein Institut für Schulmusik errichtet, welche 1957 in eine Staatliche Uni für Klänge umgewandelt und 1971 in die Trägerschaft des Saarlandes überführt wurden.
- Fachhochschule für Bergbau; gegründet 1807 unter napoleonischer Besetzung, wurde sie 1816 in Königlich-preußische Bergschule umbenannt. Später hieß sie bloß Bergschule zu Saarbrücken, dann Bergingenieurschule und 1990 erhielt sie schließlich ihre heutige Bezeichnung
- Fachhochschule für Verwaltung des Saarlandes (FHSV) in Dudweiler
- Katholische Hochschule für Soziale Arbeit; gegründet 1971 in Trägerschaft des Bistums Trier
- Max-Planck-Institut für Informatik, gegründet 1990.
- Max-Planck-Institut für Softwaresysteme, gegründet 2004.
- Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren
- Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
- Korean Institute of Science and Technology, 1996 gegründeter europäischer Ableger eines der größten koreanischen Forschungsinistitute.
- Arbeitsstelle für Österreichische Literatur und Kultur/Robert-Musil-Forschung und wissenschaftliche Österreich-Bibliothek Robert Musil Österreich-Schwerpunkt innerhalb der Germanistik an der Universität des Saarlandes. Sie verfügt über eine eigene Bücherei (über 12.000 Bände mit Österreich-Bezug) und ein Dokumentensammlung (mehrere Nachlässe). Der von Professor Dr. Pierre Béhar geleiteten Forschungseinrichtung wurde im Jahre 2004 durch die Republik Österreich der Titel einer 'Wissenschaftlichen Österreich-Bibliothek Robert Musil' verliehen, gegründet 1970
Darüber auf verfügt Saarbrücken als Großstadt über alle vorschulischen und schulischen Bildungseinrichtungen. Dazu zählt mit dem Ludwigsgymnasium auch das älteste Schule des Saarlandes.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
- Saarländisches Staatstheater Saarbrücken (Oper, Operette, Schauspiel)
Das Gebäude des Staatstheaters wurde 1937/38 erbaut. Das nationalsozialistische Regierungsform stiftete die Spielstätte als "Belohnung" für das Abstimmungsergebnis 1935, mit dem sich das Saarland für die Angliederung an das Deutsche Reich entschied. (siehe Abschnitt Geschichte) Das Gebäude diente an der Grenze des Deutschen Reiches als Bau gegen den kapitalistischen Westen. Der prachtvolle Haupteingang ist daher auch Trend Paris ausgerichtet. Hitler selbst war jedoch nie da, für schickte bei der Eröffnung den Reichspropagandaminister. Die faschistische Theaterideologie war in Saarbrücken jedoch nicht von langer Dauer. In den Kriegsjahren wurden große Teile des Gebäudes zerstört, jedoch blieben große Teile der Ingenieurwissenschaften erhalten und sind bis zum heutigen Tag noch Bestandteile einer der technisch flexibelsten Staatstheaterbühnen Deutschlands. Trotz der zwiespältigen Vergangenheit ist das Theater am Ufer der Saar ein markanter Teil des Stadtbildes und das Ensemble genießt einen guten Ruf. Auf Grund starker Sparmaßnahmen im Kulturhaushalt des Landes sehen mehrere die Qualität der Einrichtung bedroht, was heftige Diskussionen ausgelöst hat. Zur Erhöhung der Einnahmen wird deshalb seit sich verständigen auf Wochen auf jede verkaufte Karte ein sogenannter "Theatereuro" erhoben.
- Theater überzwerg
- Studio-Theater
- Kleines Theater im Rathaus
- Theater im Viertel
Orchester und Chöre
- Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken - Das Orchester wurde 1936 gegründet und musste nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründet werden. Es zählt nunmehr zu den führenden Rundfunkorchestern in Deutschland.
- Gemischter Saarbrücker Damenchor wurde im Sept. 1992 gegründet und besteht 2005 aus fünfzig Damen, die von Arbeit, Liebe und Politik singen.
Museen
- Abenteuer-Museum von Heinz Rox-Schulz
- Arzneipflanzenmuseum
- Geologisches Museum
- Heimatmuseum St. Arnual
- Historisches Museum
- Moderne Galerie
- Saarland Museum
- Stadtgalerie
- Museum für Vor- und Frühgeschichte
Gedenkstätte
- Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm
Bauwerke
- Schloss Saarbrücken, Barock von Stengel
- Schlosskirche mit Fürstengruft (der barocke Turm, der im Krieg zerstört wurde, soll demnächst rekonstruiert werden)
- Adelspalais (besonders um die Ludwigskirche)
- Alte Brücke
- Altes Rathaus Saarbrücken
- Congresshalle
- Schloss Halberg (Saarländischer Rundfunk)
- Landtag
- Rathaus St. Johann
- Fernsehturm Saarbrücken-Winterberg
- Villa Obenauer
- Bergwerksdirektion (demnächst soll hier ein zusätzliches Einkaufszentrum entstehen)
- Saarkran
Kirchen
- Ludwigskirche (evang.), Wahrzeichen der Ort
- Stiftskirche St. Arnual (Bild) Grablege der Grafen von Nassau-Saarbrücken mit dem Grabmal des Saarbrücker Stadthauptmanns Franz-Friedrich von Liebenstein aus dem Jahre 1596
- Basilika St. Johann
- Christkönig Kirche (kath.) Saarbrücken
- Katholische Pfarrkirche St. Johann
- Friedenskirche
- Johanneskirche (evang.)
- St. Albert Kirche
Sonstige Sehenswürdigkeiten
- Deutsch-Französischer Garten (mit Parkeisenbahn)
- St. Johanner Markt
- Felsenwege in St. Arnual
- Mithras-Heiligtum am Halberg
- Spicherer Höhen, unmittelbar an der Stadtgrenze zu Frankreich
- Saarbrücker Zoo
- Brennender Berg in Dudweiler
Gesellschafliches Leben
Im Vergleich zu Großstädten ähnlicher Größe beherbergt Saarbrücken eine ungewöhnlich große Lesbe Szene von überregionalem Ruf. Zig Veranstaltungen wie zum Beispiel der Cristopher-Street-Day erreichen regelmäßig hohe Besucherzahlen.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Januar/Februar: Max-Ophüls-Preis, größtes Festival für den deutschsprachigen Nachwuchs-Film
- Rosenmontag: Fastnachtzug in Burbach
- März bis Oktober: jeden zweiten Samstag im Monat großer Flohmarkt in der Franz-Josef-Röder-Straße
- Mai: Fest am Schloss
- Mai/Juni: Maifest in Burbach
- Mai: Perspectives du Théâtre
- Juni: "Licht und Blumen"
- Anfang Juni/Ende August: "Sonntags ans Schloss"
- 11.00 Uhr - Matinée: Live-Konzert der Richtungen Blues und Rhythm 'n' Blues
- 15.00 Uhr - Kultur für Kids: Kinderprogramm
- 18.00 Uhr - Soirée: Live-Konzert der Richtungen A-Cappella, Pop, Rock & Funk
- Juli/August: Altstadtfest in St. Johann
- Juli/August: Nauwieserfest in St. Johann
- Juli/August: Christopher-Street-Day
- August: "Saarspektakel"
- September: Deutsch-französischer Weinmarkt
- September: Fest um die Ludwigskirche
- Oktober: "Intermarionett" (Marionettentheater-Festival)
- November: "Electricity"-Festival
- 1. Adventswochenende: Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt um das Schloss
- November/Dezember: Christkindl-Markt auf dem St. Johanner Markt
Sport
Bekanntester Fußballverein Saarbrückens und des Saarlands ist der 1. FC Saarbrücken. Er spielte zusammenfassend fünf Spielzeiten in der Fußball-Bundesliga: 1963/64, 1976-1978, 1985/86 und 1992/93. Veranstaltungsort der Heimspiele ist das Ludwigsparkstadion.
Der ATSV Saarbrücken spielte in den 1980er und zu Beginn der 1990er Jahre in den Tischtennis-Bundesligen der Damen und Herren und wurde mehrfach Piefke Mannschaftsmeister.
Die Saarland Hurricanes spielen seit 2000 in der 1. Bundesliga der German Football League (GFL).
Der Saarländische Fußballverband ist ebenso wie der Saarländische Turnerbund und zahlreiche andere Sportfachverbände in Saarbrücken in der Hermann-Neuberger-Sportschule angesiedelt. Diese wird vom Landessportverband für das Saarland betrieben.
In Saarbrücken befindet sich auch der Olympiastützpunkt Triathlon.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Gemarkung Saarbrücken bzw. die dieser Tage zu Saarbrücken gehörigen ehemaligen Städte und Gemeinden haben folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen (Auflistung chronologisch nach Verleihung):
- 1790: August Wilhelm Iffland, Schauspieler
- 1885: Otto von Bismarck, Reichskanzler (ab 1895 auch Ehrenbürger von St. Johann und Malstatt-Burbach)
- 1890: Julius Kiefer, Kaufmann
- 1893: Ernst Wagner, Glasfabrikant (Ehrenbürger von St. Johann)
- 1896: Eduard von Pestel, Generalmajor (Ehrenbürger von Alt-Saarbrücken und St. Johann)
- 1897: Gustav Samuel Daniel Bruch, Bierbrauer (Ehrenbürger von St. Johann)
- 1897: Emil Haldy, Firmeninhaber (Ehrenbürger von St. Johann)
- 1897: Ferdinand Riotte, Advokat (Ehrenbürger von St. Johann)
- 1904: Gustav Leopold Ilse, evangelischer Pastor (Ehrenbürger von St. Johann)
- 1906: Theodor Cormann, Landgerichtspräsident (Ehrenbürger von Alt-Saarbrücken)
- 1907: Friedrich Wilhelm Feldmann, Bauingenieur und Bürgermeister (Ehrenbürger von Alt-Saarbrücken)
- 1910: Eduard Adt, Produzent und Bürgermeister (Ehrenbürger von Ensheim)
- 1913: Dr. Constanz von Baltz, Regierungspräsident
- 1930: Akademiker Dr. Oscar Orth, Arzt (Ehrenbürger von Ensheim)
- 1934: Paul von Hindenburg, Reichspräsident
- 1952: Adolf Wilhelm, Berufstätiger (Ehrenbürger von Ensheim)
- 1952: Dr. h. c. Karl Lohmeyer, Kunsthistoriker und Volkskundler
- 1954: Jakob Michels, Kumpel und Bürgermeister (Ehrenbürger von Altenkessel)
- 1958: Andreas Kremp, Berufstätiger (Ehrenbürger von Eschringen)
- 1959: Ludwig Glaser, Werkmeister und Bürgermeister (Ehrenbürger von Güdingen)
- 1959: Wilhelm Huppert, Former und Stadtpräsident (Ehrenbürger von Güdingen)
- 1959: Richard Becker, Großkaufmann und Politiker
- 1961: Franz-Josef Bungarten, katholischer Pfarrer
- 1961: Karl Franz, katholischer Pfarrer
- 1965: Wilhelm Kehr, katholischer Pfaffe (Ehrenbürger von Dudweiler)
- 1966: Schwester Gottfrieda, alias Ida Hartmann, Ordensfrau und Schwester (Ehrenbürgerin von Ensheim)
- 1966: Carl August Hertel, evangelischer Kleriker (Ehrenbürger von Dudweiler)
- 1966: Peter Weber, katholischer Geistlicher (Ehrenbürger von Klarenthal)
- 1967: Heinrich Jenewein, Hersteller (Ehrenbürger von Dudweiler)
- 1969: Dr. Walter Lutz, Arzt (Ehrenbürger von Güdingen)
- 1969: Johanna Wendel, Diakonieschwester (Ehrenbürger von Güdingen)
- 1970: Emil Schäfer, Rundfunkmoderator und Bürgermeister (Ehrenbürger von Güdingen)
- 1971: Roger Bigot, Bürgermeister (Ehrenbürger von Altenkessel)
- 1973: Reinhold Schweig, Vertreter und Bürgermeister (Ehrenbürger von Schafbrücke)
- 1987: M. Jean Porhiel, *9. Juli 1907 † 22. Februar 1991, Korrespondent und Begründer der Städtepartnerschaft mit Nantes
- 2003 postum: Willi Graf, Widerstandskämpfer im Dritten Reich, Subjekt der Weißen Rose, *2. Januar 1918 in Kuchenheim bei Euskirchen, wuchs in Saarbrücken auf, † 12. Okt. 1943 (hingerichtet)
Außerdem waren Adolf Hitler (Führer und Reichskanzler), Dr. Wilhelm Frick (Reichsinnenminister), Dr. Joseph Goebbels (Reichspropagandaminister), Hermann Göring (Reichsmarschall), Josef Bürckel (Gauleiter und Reichsstatthalter) und Dr. Fritz Todt (Reichsminister für Armierung und Munition) Ehrenbürger von Saarbrücken. Diese Personen wurden auf Beschluss des Stadtrats vom 3. April 2001 aus der Register der Ehrenbürger gestrichen.
Söhne und Töchter der Stadt
- 1836, 30. März, Carl Ferdinand Freiherr von Stumm-Halberg (bis 1888: Carl Ferdinand Stumm), † 8. März 1901 in Halberg, Montanindustrieller, freikonservativer Subjekt und Reichstagsabgeordneter
- 1889, 21. Mai, in Altenkessel, Michael Schulien, Missionar, Völkerkundler, Vatikanmitarbeiter, 1948-1956 Päpstlicher Apostolischer Visitator für das Saargebiet, † 4. Mai 1968 in Rom
- 1899, 12. August, Peter Altmeier, † 1977 in Koblenz, Persönlichkeit (Zentrum, CDU), MdL (Rheinland-Pfalz), Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1947-1969)
- 1902, 6. Mai, Max Ophüls, † 26. März 1957 in Hamburg, Regisseur ("Lola Montez", "Der Reigen")
- 1906, 9. Oktober, Wolfgang Staudte, † 19. Januar 1984 in Zigarski/Jugoslawien, Regisseur
- 1907, 22. Februar, Heinrich Schneider, † 12. Januar 1974, Charakter (FDP/DPS), MdB, MdL (Saarland)
- 1908, 24. September, Egon Reinert, † 23. Apr. 1959 in Saarbrücken, Charakter (CDU), MdL (Saarland), Ministerpräsident des Saarlandes (1957-1959)
- 1910, 11. September, Gerhard Schröder, † 31. Dezember 1989 in Kampen/Sylt, Politiker (CDU), MdB, Bundesinnenminister (1953-1961), Bundesaußenminister (1961-1966), Bundesverteidigungsminister (1966-1969)
- 1915, 12. Juli, Otto Steinert, † 3. März 1978 in Essen, Fotograf
- 1923, 23. November, Frederic Vester, 2. November 2003 in München, Biochemiker und Umweltexperte
- 1927, Tzvi Avni, israelischer Komponist
- 1929, 4. Oktober, Marianne Schultz-Hector, deutsche Politikerin (Kultusministerin Baden-Württembergs 1991-1995)
- 1938, 3. August, Ingrid Caven, Schauspielerin
- 1942, 25. September, Franz Ruland, Geschäftsführer des Verbandes Piefke Rentenversicherungsträger
- 1943, 19. Juli, Ursula Seiler-Albring, FDP-Politikerin und Botschafterin
- 1952, 7. März, Peter Dörr, Komponist, Produzent
- 1954, 19. Januar, Joachim Deckarm, Handballspieler
- 1960, 17. April,in Altenkessel, Jörg Michael Peters seitdem 2003 katholischer Weihbischof im Bistum Trier
- 1962, 18. Mai, Sandra Cretu, Popsängerin ("Sandra")
- 1963, 11. September, Claudia Kohde-Kilsch, deutsche Tennisspielerin
Sonstige Persönlichkeiten:
- Katharina Weißgerber, genannt Schultze Katrin, geboren in Schwarzenholz/Saar, Samariterin der Kampf auf den Spicherer Höhen bei Saarbrücken 1870
Literatur
- Preußens Städte - Denkschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. Nebelmonat November 1808; hrsg. i. A. des Vorstandes des Preußischen Städtetages von Dozent Dr. Heinrich Silbergleit, Berlin, 1908
- Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland; Band IV 3. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1964
- Geschichte der Stadt Saarbrücken, hrsg. von Rolf Wittenbrock, Saarbrücken 1999, ISBN 3-930843-41-2, 2 Bände, zusammen ca. 1.450 Seiten; Band 1: Von den Anfängen zum industriellen Aufbruch (1860), Band 2: Von der Zeit des stürmischen Wachstums bis zur Gegenwart
Weblinks
| (TID 646251) | Wikinews: Saarbrücken – aktuelle Nachrichten |
(TID 342006)
| (TID 646251) | Wiktionary: Saarbrücken – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
(TID 222120)
- Offizielle Internetseite der Stadt
- Weitere Links zum Thema „Saarbrücken“ im Open Directory Project
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