Schlagzeug
Aus Schlauweb
Das Schlagzeug, auch Drumset (entlehnt von der englischen Bezeichnung drums), ist eine Zusammensetzung verschiedener Schlaginstrumente. Zur heutigen Form des Drumsets gehören Snare (alte dt. Bezeichnung 'Kleine Trommel'), die Basstrommel (auch 'Bassdrum' genannt), Tom-Tom (umgangsspr. plural 'toms'), verschiedene Becken und Kleinperkussion wie wie Woodblock, Cowbell oder Schellenkranz. Diese Komposition kann vom jeweiligen Musikschaffender individuell synoptisch und mit Hilfe von Stativen (sog. Hardware) angeordnet werden. Maßgeblich für die Entstehung des Schlagzeugs sind die Patentierung des ersten Bassdrum-Pedals im Jahre 1887 durch J. R. Olney, die Anfertigung des ersten Serienprodukts durch William F. Ludwig im Jahre 1899 und - auf soziokulturellem Gebiet - die "No-Drumming-Laws" in den USA, welche es den Sklaven verboten, ihre traditionellen Handtrommeln zu spielen und somit dazu führten, dass die afrikanische, stark rhythmische Musikkultur mit europäischen bzw. orientalischen Schlaginstrumenten rein wurde. Das erste komplette Schlagzeug kam 1918 durch die Ludwig Drum Corporation in den Handel.
Im Laufe der Geschichte etablierten sich verschiedene Standardaufbauten, die für ihr jeweiliges Musik-Genre als typisch betrachtet werden können. Neben existiert in diesen Tagen ein elektronisches Pendant, welches man auch kurz E-Drum nennt, in unzähligen Konfigurationen. Zusammenfassend Sprachgebrauch sind die Eingangs-Begriffe synonym, gelehrt jedoch ist das Schlagzeug, als Synonym für Schlagwerk, der Hyperonymie für sämtliche Schlag- bzw. Perkussions-Instrumente.
Das Perkussion wird innerhalb des gängigen Notensystems notiert. Zur Stigmatisierung dient der sog. "Neutrale Notenschlüssel".
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Instrumentarium
Die Wahl der Instrumente hängt an erster Stelle vom musikalischen Kontext, aber auch von der Stilkunde und den Vorstellungen des Schlagzeugers ab, wie kommt es, dass... verschiedene Drumsets im Zusammenhang auf Umfang und Aufbau stark voneinander abweichen können. In der Regel ist jedoch fast immer eine Zusammenstellung aus folgenden Instrumenten anzutreffen:
Snare(drum)
Die Snaredrum (snare drum, kleine Trommel), kurz 'Snare', bildet das Hauptinstrument und somit (mittig vor dem Glücksspieler platziert) das Herzstück des Drumsets. Sie kommt aus der europäischen Militärmusik und hat sich aus verschiedenen Formen von Marsch- und Rührtrommeln entwickelt.
Sie besitzt einen Kessel aus Holz oder Metall, der auf beiden Seiten mit 'Fellen' bespannt ist; auf der Schlagfellseite mit einem leicht aufgerauhten, meist weiß oder hellgrau beschichteten Fell, auf der Unterseite mit einem glatten, deutlich dünneren Resonanzfell (Ursprünglich wurden tatsächlich Tierhäute/Felle eingesetzt, dieser Tage kommen nur noch industriell gefertigte Produkte aus Kunststoffen mit Metallreifen zum Einsatz).
Ihren charakteristischen Schall erhält die Schnarrtrommel durch eine Reihe parallel gespannter Drahtwindungen, die von unten über das Resonanzfell gespannt sind. Diese auch als Snare-Teppich bezeichneten Schnarrsaiten werden bei jedem Schlag in Beben versetzt, wobei sie den typischen Laut der Snaredrum verursachen und beim Strudeln dichte, flächige Sounds entstehen lassen. Mit Hilfe einer speziellen Mechanik (der Snare-Abhebung) kann der Snare-Teppich auch abgeschaltet, d.h. vom Fell abgehoben, werden, womit der Snare-Effekt unterbleibt. Die Spannung des Snare-Teppichs lässt sich ebenso unterschiedlich justieren, was eine Meute unterschiedlicher Klangfarben ermöglicht.
Der Felldurchmesser beträgt in der Regel 14 Zoll, gängige Kesseltiefen sind 5 oder 6,5 Zoll. Mittlerweile haben sich auch picolo-Snares mit nur 8 oder 10 Zoll Diameter oder relativ flachen Kesseln durchgesetzt, die häufig als zusätzliches Instrument ('Side-Snare') eingesetzt werden; auch beim Hauptinstrument sind inzwischen häufiger ungewöhnlichere Abmessungen anzutreffen, z.B. 13 Zoll mal 7 Zoll oder 15 Zoll mal 4 Zoll. Große Rührtrommeln, wie sie gelegentlich im Orchester Verwendung finden, bringen es auch auf Maße von 16 Zoll mal 16 Zoll.
Bassdrum
Die Bassdrum (bass drum, Große Trommel, Basstrommel, ugs. auch „Kick“) ist ein weiteres wichtiges Hauptinstrument im Drumset. Sie besteht aus einem großen, meist bilateral bespannten Holzkessel, der in Seitenlage ruht und durch 2 (beim Transport einklappbare) Beine am vorderen (=dem Gamer abgewandten) Ende in seiner Position gehalten wird, die mit Dornen oder rutschfesten Gummifüßen ausrüsten sind. Die Bassdrum wird mit Hilfe eines Pedals, der Bassdrum-Fußmaschine, bedient, das an der Schlagfellseite mit einer Klemmvorrichtung am Spannreifen der Trommel fixiert wird. Als Alternative zur Verwendung von 2 Bassdrums kann ein Doppelpedal genutzt werden, das durch mechanische Übertragung das Spielen mit beiden Füßen auf nur einer Bassdrum ermöglicht.
Das Resonanzfell an der Frontseite ist häufig mit einem, ab und an auch mehreren Löchern versehen, um den Laut entsprechend zu beeinflussen und die Mikrofonabnahme zu erleichtern, gelegentlich fehlt es auch ganz. Darüber hinauf werden häufig Polster oder zusätzliche dämpfende Materialien in die Bassdrum gelegt, um einen gewünschten Klangfarbe zu erreichen. In der Anfangszeit des Drumsets waren die Basstrommeln mit einem Diameter von 28“ oder auch 30“ sehr groß, ehe sich allmählich auch kleinere Größen durchsetzten. Tief war ein Kessel mit 14“ Tiefe und 22“ Diameter Standard, momentan werden 16“ oder 18“ tiefe Bassdrums bevorzugt. Je nach Stilrichtung (und gewünschtem Transportaufwand) werden modernere Sets mit unterschiedlich großen Bassdrums ausgestattet, von 16“ oder 18“ bis hin zu 26“ Felldurchmesser.
Als Bassdrumrosette wird die Befestigungsschelle bezeichnet, die zur Zusammenbau von Becken und Toms auf der Bassdrum benötigt wird. Die Bassdrumrosette wird meist mit zwei oder drei Aufnahmelöchern angeboten und ist in der Regel im Leistungsumfang der Bassdrum enthalten.
Toms
Toms sind hölzerne, zweiseitig bespannte Pauken mit einem Diameter von etwa 6“ bis 18“. Je nach Art der Aufhängung bzw. der Aufstellung wird gelegentlich in rack toms (dt. "Hänge-Toms"), die eines Stativs oder einer Fassung über der Bassdrum bedürfen, und floor toms (dt. "Stand-Toms"), die auf eigenen, am Kessel montierten ausziehbaren Beinen stehen, unterschieden. Die Kesseltiefen sind sehr variabel, Floortoms sind häufig tiefer liegend (Durchmesser entspricht Kesseltiefe) als freihängende Toms gleichen Durchmessers.
Concert-Toms, die kein Resonanzfell besitzen, tönen etwas tonaler (vielleicht entsprechend mit Timbales) und waren v.a. in den 70ern recht weit verbreitet. Außerhalb des klassischen Schlagwerks werden sie jedoch kaum noch eingesetzt (berühmte Ausnahmefall der Regel: Phil Collins).
Je nach Format, Art des Fells und Stimmung können Toms sehr unterschiedlich klingen; von eher man sie im Jazz oder mittlerweile auch nochmal in der Popmusik antrifft, befinden sich meist 2 Toms, ein kleineres (10“-13“) über der Bassdrum und ein größeres (14“-16“), das seitlich vom Subjekt platziert wird. Die meisten Standard-Sets werden mit 3 Toms ausgeliefert; einige Schlagzeuger bedienen sich eines ganzen Arsenals von Toms, während weitere wiederum rundum auf sie verzichten.
Hi-Hat
Die/das Hi-Hat besteht aus einem aufeinander abgestimmten Beckenpaar unterschiedlicher Tonlage, das auf einer Charleston-Maschine Maschine montiert wird und über eine Pedalmechanik mit dem Fuß gespielt werden kann. Je nachdem, wie lang bzw. kurz der Verhältnis der beiden Becken ist, entstehen unterschiedliche Geräusche. Hält der Schlagzeuger das Fußhebel getreten, bleiben die beiden Becken geschlossen und erzeugen mit dem Stick gespielt sehr kurze, trockene Akzente. Durch Kombinieren von verschiedenen Schlagtechniken und unterschiedlich stark geöffneten Becken (Openings) gestatten sich zahlreiche verschiedene Effekte erzielen. Auf der Becken wird meist ein durchgehender Puls, oder feste rhythmische Figuren („pattern“) gespielt. Die meisten Hi-Hats haben einen Diameter von 13 bis 15 Zoll, einige Effekt-Hi-Hats sind auch kleiner.
Becken
Im Prinzip lizenzieren sich 4 Beckentypen unterscheiden, die entsprechend ihrer Klang-Charakteristik unterschiedliche Funktionen im Instrument erfüllen:
Ride-Becken
Das Ride-Becken (ride cymbal) hat meist einen Diameter von 16“ - 24“ und kann vom Stoff her sehr unterschiedlich stark sein. Je nach Bearbeitung verfügen sie über einen relativ definierten Anschlag („Ping“), der von einem Grundrauschen unterlegt ist. Einige Becken tönen relativ trocken, weitere (dünnere) erzeugen mehr „weißes Rauschen“ und erzeugen einen eher undefinierten Klangteppich. Spielt man die Kuppe („Glocke“) an, so ertönt ein heller, durchdringender, klarer glockenartiger Ton, spielt man dagegen am Rand, wird der Obertonanteil entsprechend größer, und das Becken „schaukelt sich auf“. Entsprechend ihrer Anwendungen gibt es einige Sonderformen, wie z.B. Sizzle-Rides, die mit übereinkommen Vernieten ausgestattet sind, um ein fließendes, ausgeprägtes Grundrauschen zu erzeugen oder das Flat-Ride, das über keine Kuppe verfügt. Auf dem Ride-Becken werden meist ein durchgehender Puls, oder feste rhythmische Figuren („pattern“) gespielt.
Crash-Becken
Crash-Becken (crash cymbal) sind im Vergleich zu Ride-Becken in der Regel dünner und weniger bedeutend (etwa 14 bis 20 Zoll Durchmesser) und von ihrer Bearbeitung her auf einen deutlich höheren Anteil von „weißem Rauschen“ ausgelegt. Ihr Schall ist eher geräuschartig und wird auch entsprechend angewendet, das heißt für Akzente oder (zum Beispiel mit Filzschlägeln) für anschwellende Crescendo-Effekte. Abhängig von Größe und Bearbeitung tönen verschiedene Crash-Becken unterschiedlich lange nach. Größere/schwerere Crash-Becken wirken sich partiell auch für Ride-Figuren.
China-Becken
Das China-Becken (china cymbal, Chinesisches Becken) stellt so gesehen eine Ausnahmefall dar, da es sich - bedingt durch einen anderen kulturellen Hintergrund - in der Gestaltung deutlich von den anderen Beckentypen unterscheidet. Es hat auch eine exponierte Kuppe, allerdings ist sie im Gegensatz zu den anderen beschriebenen Beckentypen häufig nicht rund, anstelle eher zylindrisch. Augenfälligstes Merkmal ist jedoch der hochgebogene Rand, der das Becken im Längsschnitt wie eine Art lang gezogene Gugelhupfform aussehen lässt. Der Diameter liegt etwa bei 14“ - 24“. Das Klangbild ist mit dem eines Crash-Beckens vergleichbar, allerdings eher „schmutziger“ oder „roher“ und weniger definiert, meist auch kürzer. Sie werden häufig für kurze, explosive Akzente oder Staccato-Figuren eingesetzt. Größere, oft mit Sizzles versehene Chinas haben auch im Jazz/Big Band Eingang als Ride-Becken gefunden.
Splash- und Effekt-Becken
Splash-Becken (splash cymbal) sind in Art und Funktion analog mit Crash-Becken, allerdings sind sie im Diameter deutlich weniger (etwa 6“-12“), wieso sie auch eine übrige Klang-Charakteristik aufweisen: Splash-Becken sprechen rasch an, tönen hell, schmissig und tönen kaum nach. Sie werden für kurze, helle Akzente verwendet (häufig sind sie z.B. im Dixieland zu hören, oft von Hand abgestoppt, was das typische „Pscht“ erzeugt.) Besonders Stewart Copeland und Manu Katché etablierten den Einsatz von Splash-Becken.
Darüber aufwärts gibt es eine ganze Reihe verschiedenster Effekt-Becken mit verschiedenen speziellen Features wie Löchern, Sizzles, Schellen, etc., um das Klangspektrum des Drumsets zu erweitern. Die Kreativität (und Marketingaktivität) diverser Beckenhersteller ist schier unerschöpflich, ebenso wenig wie die Tabelle an Namen, unter denen besagte Produkte auf dem Markt sind. Somit wird die Palette an „Cups“, „Bells“, „Stacks“, „Mini-Chinas“, „Jingle-Hats“ oder ähnlichen Instrumenten immer größer, wobei nicht alle von diesen eindeutig einer der oben genannten Gruppen zuzuordnen sind.
Hardware
Unter Computerkomponente werden sämtliche nötigen Bedienelemente wie Hi-Hat- und Fußmaschine, Beckenständer, Stative, diverse Halterungen etc. zusammengefasst. Auch mit dem Kessel fest verbundene Teile wie Spannböckchen, Snare-Abhebung, Tomhalterungen oder Bassdrum-Füße fallen unter diesen Begriff.
Schlagzeug-Notation
Aus der Pulk der oben gezeigten Möglichkeiten deutet sich schon an, dass es „das“ standardisierte Set nicht gibt; sämtliche Schlagzeuger entwickelt im Laufe der Zeit seine eigene, höchst individuelle Zusammenstellung, die er zudem noch in verschiedenen Situationen variieren kann.
Also hat sich auch bis zum heutigen Tag noch keine allgemeinverbindliche Notationsweise für das Instrument durchgesetzt, was dazu führt, dass am Anfang jeglicher Komposition, jedweder Umschrift und jedes Lehrbuchs die Benennung erläutert wird. Dies nennt man mit dem englischen Fachausdruck den drum key.
Einige relativ weit verbreitete Schreibkonventionen gestatten sich dennoch herausarbeiten: so wird für der gängigen Notenschlüssel ein so genannter „neutraler“ Perkussionsschlüssel verwendet, da diverse Bestandteile eines Drumsets nicht auf eine genaue Tonhöhe gestimmt sind. Weiterhin ist es eine gängige Praxis, die metallenen Einzelinstrumente (Becken, Glocken etc.) mit x-förmigen Notenköpfen darzustellen, während die eigentlichen Die Trommel schlagen gewöhnliche Notenköpfe erhalten. Auch sollten ungefähre relative Tonhöhenbeziehungen im Notenbild entzifferbar sein. Es ist auch üblich, die Teile des Sets, die mit den Füßen gespielt werden (Bass Drum, Hi-Hat) in den unteren Teil des Notensystems zu setzen, während die mit den Händen (bzw. Stöcken und Schlägeln) gespielten Figuren weiter oben notiert werden. Dies kann zum Teil zu Komplikationen führen, da die Tamtam sowie mit der Fußmaschine plus mit Stöcken zum Tönen gebracht wird. In solchen Fällen wird versucht, eine möglichst deutlich lesbare Bezeichnung zu finden, da eine vollständig ausgeschriebene Schlagzeugfigur im Notenbild schnell sehr komplex aussehen kann, auch wenn es sich um einen in der Regel simplen Groove handelt.
Ein typischer drum key könnte zum Beispiel so aussehen (Instrumentenbezeichnungen und ihre Abkürzungen sind gegenwärtig gängige Praxis):
Zur Illustration des im Vorfeld Gesagten ein praktisches Beispiel. Ein sehr rudimentärer Achtelnoten-Beat, den ein Anfänger schon in einer der ersten Unterrichtsstunden bimsen würde, sieht notiert aber schon vergleichsweise schwierig aus:
Materialien
Die Felle – früher aus Naturfell, mittlerweile gewöhnlich aus ein- oder zweilagiger Kunststofffolie – werden auf den Trommelkessel aufgespannt unter Zuhilfenahme von Spannreifen (Hoops), die in der Regel aus Metall, sporadisch aus Holz sind. Dies geschieht mit je vier bis zwölf Spannschrauben, abhängig vom Kesseldurchmesser. Auf diese Weise gewähren sich die Felle sowie in dem zum Musikstil passenden Straffheitsgrad, sowohl tonal stimmen. Das obere, bespielte Fell heißt Schlagfell, das untere Resonanzfell.
Die Kessel der Großen Trommel (Bassdrum) und der Toms sind des Öfteren aus Holz. Das populärste Holz ist Ahorn (Maple), das einen warmen, ausgewogenen Laut bietet. Birke ist "in natürlicher Weise equalized" und daher im Tonstudio sehr beliebt. Als alternative Hölzer finden Verwendung Buche, Pappel, Linde, Weiß-Eiche und zahlreiche andere, auch nicht-einheimische Hölzer, passend für verschiedene klangliche Einsatzzwecke und Qualitätsansprüche. Holzgemische kommen vor. Plexiglas-Kessel, prachtvoll im Klang, überspannt in der Optik, blieben eher ein Nischen-Phänomen, sind aber eng verbunden mit dem Namen John Bonham (einstigem Drummer von Led Zeppelin). Die Kleine Trommel (Snaredrum, Snare) besteht oft aus Metall, wie Stahl, Messing, Kupfer, Aluminium oder wiederum aus Holz. Aber gerade hier genügend die Kreativität der Trommelbaumeister weit; so gibt es Snaredrums aus so exotischen Materialien wie Hanf-Hartfaser. Je weniger Geräusch ein Kessel schluckt (Klangverlust) desto besser ist der Trommelklang. Daran lässt sich gute Qualität der Trommelkessel und Drumsets erkennen, weil der Schall eigentlich nur von den Fellen erzeugt wird und eben irrigerweise nicht durch den Trommelkessel.
Becken oder Cymbals bestehen in der Regel aus Legierungen wie Messing oder verschiedenen Bronzen wie Kupfer-Nickel-Bronze und Zinn-Bronze, wobei letztere als das bessere Werkstoff für Becken gilt. Der Zinn-Gehalt variiert von 8% bis hin zur Glocken-Bronze mit 20%. Die Sticks werden aus Holz, weniger aus Kunststoff oder auchKohlefaser und selten aus Material gefertigt. Schlagzeug-Besen sind meist aus Kunststoff oder Metall. Zusätzliche Schlegelarten bestehen nicht selten aus Holz.
Die Größen der Die Trommel schlagen und Becken werden in Zoll (Inch, 1 Zoll = 2,54 cm) angegeben. Typische Trommeldurchmesser sind:
- Bassdrum: 22 Zoll (16 bis 26 Zoll)
- Snare: 10 bis 15 Zoll
- Tom Tom: 8 bis 18 Zoll
Typische Beckendurchmesser sind:
- Ride :20 Zoll (18 bis 24 Zoll)
- Crash :16-18 Zoll (14 bis 22 Zoll)
- Hihat :14 Zoll ( 8 bis 15 Zoll)
- China :18 Zoll (12 bis 22 Zoll)
- Splash:10 Zoll ( 6 bis 14 Zoll)
Je nach Stilrichtung können verschiedene Kombinationen vorkommen.
Größen eines Standard-Schlagzeugs:
Becken:
- Standard-Crash: 16"
- Standard-Ride: 20"
- Standard-Hi-Hat: 14"
Trommeln:
- Bassdrum: 20"
- Tom1: 10"
- Tom2: 12"
- Tom3: 14"
- Snare: 14"
Größen eines typischen Heavy Metal Schlagzeugs:
Becken:
- Mehrere Crashes zw. 16" u. 22"
- Bis zu 2 Chinas zw. 16" u. 18"
- Splashes zw. 10" u. 12"
- Ride zw. 20 u. 24"
Trommeln:
- 2 Bassdrums 22"
- Tom1 10"
- Tom2 12"
- Tom3 13"
- Tom4 14"
- Tom5 16"
- (event.) Tom6 18"
- Snare 14-15"
Die bekanntesten Fabrikant von Drumsets sind u.A. Brady [[1]], DW [[2]], Gretsch, Ludwig [[3]], Mapex [[4]], Pearl [[5]], Pionier, Premier, Red Rock, Rock Solide, Klangvoll [[6]], Tama [[7]], Yamaha (in alphabetischer Reihenfolge)
Spielweise
Sticks, Besen, Ruten, Schlägel
Schlagzeug spielen und Becken des Schlagzeugs werden manuell mit zwei Trommelstöcken (englisch "Sticks") nicht selten aus Holz und die Bassdrum per Fuß bzw. Fußmaschine mit einem Schlägel gespielt, der einen Filz-, Holz- oder Kunststoffkopf besitzt. Mit der Hand (kaum per Fuß) kommen Ruten oder aberBesen zur Anwendung, wenn spezielle Effekte, leisere Schläge oder durchgängiges Säubern (per Jazzbesen auf der Snare) erzeugt werden sollen. Angrenzend finden sich für das Handspiel Schlägel mit Filz- oder Flanellköpfen für abgedämpftes oder dumpfes Spiel. Beim Spiel mit den Händen wird das Zurückprallen zuerst der Sticks, aber auch der Schlägel von der schwingenden Oberfläche ausgenutzt, an erster Stelle je dichter die Schläge werden (bis hin zu einem dichten Schläge-Teppich oder Wirbel, besonders aus Press-Schlägen). Die Verwertung des Abpralleffekts schont weiters die Gelenke.
Tragender Rhythmus und Grundrhythmus, Hoch-Tief/Hell-Dunkel-Prinzip, Backbeat
Die Kniff des Schlagzeugspielens in einer Band ist das Erzeugen eines Rhythmus, der die Band trägt und gemeinsam mit den anderen Instrumenten der Rhythmusgruppe (besonders Bass, Percussion, Keyboard vielmehr Klavier, Gitarre, u.a.) den tragenden Groove ergibt. Dazu setzt der Schlagzeuger in der Regel einen durchlaufenden Rhythmus ein, bei dem die unterschiedlichen Klangkörper sich ergänzend eingesetzt werden. Ausgangsbasis ist in der Regel der unter den nachfolgenden 'Grundrhythmen und Taktarten' einfache Grundrhythmus (siehe 3.1). Dessen Kern ist der gleichmäßig geschlagene Dunkel-Hell- bzw. Tief-Hoch-Wechsel zwischen erst der Bassdrum (dunkel, tief: Schlag oder beat) und dann der Trommel (hell, hoch: Racheakt oder backbeat), in den davon abgeleiteten Grooves aber meist bis zur Unkenntlichkeit variiert. In sehr freien Stilen, z. B. im Free Jazz oder in Noise-Stilen, wird mit dem Logische Grundlage des einfachen Grundrhythmus im Unterschied dazu dauerhaft gebrochen. Oder als Ausnahmefall erklang im Reggae der 1970er der einfache Grundrhythmus eigentlich umgekehrt: der Backbeat mit Bassdrum.
Form, Tempo, Taktart
Zum Erzeugen eines tragenden Rhythmus gehört, dass der Schlagzeuger das Tempo nicht zu langsam und nicht zu schnell spielt sowie gleichmäßig hält, dass er die jeweilige Taktart lässig und erstmal die Form steuert. Häufigste popularmusikalische Form ist das Lied oder der Song. Dieses bzw. dieser besteht aus der geschickten Aneinanderreihung (Arrangement) je der zwei Grundformen: Bluesform (zwei 12-taktige Strophen, je mit Tonstufen I-IV-I-V-I oder tief-hoch-tief-hoch-tief) oder so genannten a-a-b-a-Form (vier 8-taktige Strophen, Tonstufen je Absatz a = I-IV-V-I oder tief-hoch-hoch-tief, Tonstufen von Bridge b = IV-I-IV-V oder hoch-tief-hoch-hoch) oder der von beiden Grundbausteinen abgeleiteten Formbausteinen. Ein derartiger Baustein oder Durchlauf wird auch Chorus genannt (im Unterschied zu Chorus als Solo, usw). Formbezogene Aufgabe des Schlagzeugers ist dabei z. B.: ganz Gedichtabschnitt im Großen und Ganzen ein passendes raumfüllendes Hintergrundrauschen oder -'chick' durch besonders Becken- oder Hihatspiel, mit Auskehrer gespielter Snare, usw, zu geben und dadurch die Gliederung eines Stückes vorzugeben oder anzudeuten; jeden Strophenanfang sowie damit meistens den Einsatz eines anderen Musikers (Gesangspart, Gitarrensolo, usw) vorzubereiten mit Hilfe der Ab/Zunahme der Dynamik des Schlagzeugspiels, von Einwürfen, 'Turn arounds', Wirbeln, usw; die Schwerpunkte zu betonen; Breaks oder, umfassender, ein Schlagzeugsolo zu trommeln. Basierend auf der Hoch-Tief/Hell-Dunkel-Wiedergabe der Tonstufen einer Strophe, dem Hoch-Tief/Hell-Dunkel-Umspielen einer Melodie, usw., bewilligen sich Schlagzeugsoli aufbauen; siehe/höre zum Beispiel Thelonious Monk (p), "Blue Monk", verschiedene Aufnahmen, End-1950er, Drum-Solos. Auch zusätzliche Melodie-, Akkord- oder Tonstufenschemata können so nachvollzogen werden. Jedoch aufheben dabei die Schlagzeug spielen ihren Charakter als Geräuschinstrumente. Das heißt, ihnen ist kein bestimmter Ton zugeordnet, zugunsten sie lagern ihren unspezifischen Klangcharakter, eben Hoch-Tief- bzw. Hell-Dunkel-Abstufungen.
Schlagzeugsolo
Durch ein Schlagzeugsolo möchte der Schlagzeuger sein musikalisches und technisches Können am Musikinstrument unter Beweis stellen oder bei einem Musikaufführung das Publikum "anheizen". Es kann entweder während eines Songs im Soloteil oder als eigenes Stück gespielt werden. Bei ersterem hat es meist eine feste Länge und definiert sich nur durch die angewandten Rhythmen und Patterns. Bei letzterem hat der Schlagzeuger mehr Spielraum zum Experimentieren und kann das Solo beliebig lang fortsetzen. Je nach Stilrichtung unterscheiden sich die Soli der Künstler sehr. Allerdings zeichnet sich ein gelungenes Schlagzeugsolo durch das möglichst exakte und oft schnelle Spiel von partiell sehr komplizierten Rhythmen aus, was oft als Geschäftskarte für das Können und Anlage des Drummers gesehen wird. Im traditionellen Jazz zeichnet sich ein gutes Schlagzeugsolo erstmal durch seine Logische Korrektheit in sich und den Zusammenhang zum gespielten Stück aus. Besonders im New Orleans Jazz erinnert das Solo oft an die Weise des Stückes. Meist verhelfen Kenntnisse von Rudiments zu einer vielseitigen Darbietung, da z.B. der Doppelschlag bei Strudeln und schnipsen Rhythmen hilfreich ist.
Grundrhythmen und Taktarten
Einfacher Grundrhythmus, Begleitung, 4/4, 8/8
Beim einfachen Grundrhythmus in der dieser Tage gängigsten Taktart, dem 4/4 (8/8), begleitet man,
- indem die 'Führungshand' (bei Rechtshändern: rechts) gleichmäßig 8 Beats (Zählzeiten) auf dem (Ride-) Becken (oder Hihatbecken) schlägt oder verklanglicht,
- der 'Führungsfuß' (bei 'Rechtsfüßlern': rechts) betont den ersten Beat auf der (tiefen, dunklen) Bassdrum mit,
- dann den dritten Beat (Backbeat) die 'Nichtführungshand' (bei Rechtshändern: links) auf der Snare (hoch, hell) und zugleich der 'Nichtführungsfuß' (...: links) durch pedalgetretenes Hihatbecken-Schließen oder -'Chick',
- dann den fünften Beat wieder der Führungsfuß auf Bassdrum,
- dann den siebenten Beat (erneut Backbeat) wieder die Nichtführungshand auf der Snare und zugleich der Nichtführungsfuß durch pedalgetretenes Hihatbecken-Schließen oder -'Chick'.
Das war der erste Takt, und die anschließenden Takte folgen genauso. Den einfachen Grundrhythmus und das Entwickeln daraus von komplexen Grooves erklärt u.a. vorbildlich: Elvin Jones (d), Different Drummer, Video, ca. 1979.
Wirbel, Rudiments
Möchte man am Ende beispielsweise einer zwölftaktigen Strophe, wodurch man schon einen Blues spielen könnte, ein Fill in, Roll oder Strudel einfügen, geht im 12. Takt die Führungshand auf die Schnarrtrommel mit den gleichmäßigen 8 Beats. Und genau mittendrin schlägt die Nichtführungshand auf der Trommel die 16tel (beide Hände schlagen also abwechselnd und gleichmäßig), während zugleich alle beide Füße wie vorweg weiterspielen. Diesen Strudel (roll) aus 16 gleichmäßigen Schlägen erreichen alle beide Hände abwechselnd mit je 8 einzelnen Schlägen, aber auch mit je 4 Doppelschlägen oder mit Kombinationen aus Einzel- und Doppelschlägen (Paradiddle), z. B.: Doppelschlag rechts, Doppelschlag links, Einzelschlag rechts, Einzelschlag links, Einzelschlag rechts, Einzelschlag links, Rückkehr des Ganzen. Etwa 25 grundlegende Wirbelarten sind als Rudiments global vereinheitlicht.
Doppel-Bassdrum-Spiel
Bei Doppelbassdrumspiel spielen alle beide Füße das, was erst einmal die Hände bei Strudeln spielten, während die Rechte die Beats (Becken/HiHat) und die Linke die Backbeats (Snare) gleichmäßig durchschlagen. Durch Verdoppeln, Verschieben oder Auslassen eines Einzel- oder Doppelschlages auf Snare, aber auch gerade Bassdrum sowie nicht nur beim Wirbel, zugunsten zunächst auch beim Begleiten, wobei hier die regelmäßigen Beats der Führungshand auf Becken/HiHat ununterbrochen weiterlaufen, entstehen aus dem einfachen Grundrhythmus verschiedenste Schlagfiguren und besonders bei Begleitungen die verschiedenen Stile. Die Wasserstrudel (per Hand) sind in allen Stilen konträr dazu haarscharf gleich. Entsprechend verfährt man in anderen Taktarten, in langsamem und schnellem Tempo, im Ternären und im freien Spiel, doch darauf kann hier nicht länger komprimiert werden.
Weil es so wichtig ist, wird hier dennoch eine dem obigen einfachen Grundrhythmus entsprechende Doppel-Bassdrum-Figur dargestellt. Aus dieser Figur hervor entwickelte sich das Doppelbassdrumspiel auch geschichtlich, man kann sie fast überall anwenden, auch etwa im Wechsel mit obigem einfachen Grundrhythmus. Man kann sie, wenn man dann 'gut drauf ist', selbst beispielsweise selbst in Tendenz zum gerade genannten Paradiddle weiterentwickeln, eben so wie die Hände Strudel spielen.
- Der 'Führungfuß' (bei 'Rechtsfüßlern': rechts) schlägt gleichmäßig die obengenannten 8 Beats (Zählzeiten) auf rechter Bassdrum (oder rechtem oder Haupt-Pedal der Doppelfußmaschine),
- der 'Nichtführungsfuß' (bei 'Rechtsfüßlern': links) schlägt genau dazwischen, nämlich 8 Sechzehntel auf linker Bassdrum (oder linkem oder Neben-Pedal der Doppelfußmaschine). Beide Füße schlagen abwechselnd und gleichmäßig.
- Die Führungshand (bei Rechtshändern: rechts) schlägt zugleich 1., 3., 5. und 7. Beat der rechten Bassdrum (des Führungsfußes) mit, und zwar auf Becken (probiere auch Beckenmitte oder -'glocke') oder HiHat, nämlich auf deren oberes Becken, das entweder offen oder runter gelassen auf unteres Hihatbecken (geschlossen) oder 'halboffen' (je nachdem, was einem gefällt) ist.
- Die 'Nichtführungshand' (bei Rechtshändern: links) schlägt zugleich (betont) auf der Snare die Backbeats mit, nämlich den dritten und den siebenten Beat.
Das war der erste Takt, und die anschließenden Takte folgen genauso. Die Führungshand (bei Rechtshändern: rechts) spielt dabei bestimmte Schläge der beiden Bassdrums nicht mit, wobei eine der Hürden im Lernen des Schlagzeugspiels genommen wird, besser gesagt der Verbesserung der Hand-Fuß-Kordination: Man lernt, Bassdrumschläge 'dazwischen' zu spielen, ohne dass die Hand sie mitmacht! Wenn ich doch die Schläge der rechten Bassdrum mit der Führungshand mitspiele, lerne ich dabei immer noch, die Schläge der linken Bassdrum nicht mit dieser Hand mitzuschlagen. Das könnte ich auch kaum, da das viel zu etliche bzw. viel zu schnelle Schläge wären. Gerade durch überspringen einzelner oder mehrerer der obigen durchgehenden Doppelbassdrumschläge kann man sich verschiedene Figuren selbst entwickeln.
12/8, 6/8, 3/4, 5/4, 7/4, usw., Metrum-in-Metrum-Spiel
An Stelle eines '8er Schlages' (8/8) bieten sich andere gängige Taktarten, z. B.: '4er Schlag' (4/4), '12er Schlag' (12/8); '3er Schlag' (3/4), '6er-Schlag' ('halber 12er' oder 6/8), '5er Schlag' (5/4), '7er Schlag' (7/4), usw. Beim 3/4, 6/8, 5/4, 7/4, usw., fängt beim einfachen Grundrhythmus und hier fälschlich zweiten Bassdrumschlag im Gegensatz zu 8/8, 4/4 und 12/8 tatsächlich der neue Takt schon nochmal an. Das heißt, in diesen Taktarten hat eine Einheit oder ein Takt nur einen einzigen grundsätzlichen Bassdrumschlag, nämlich den, der den 1. Beat der Führungshand auf Becken betont: eine der in diesem Fall geschichtlich bedingten Hürden im Schlagzeugspiel. Die Backbeats (auf Snare/HiHat) liegen beim: 4er auf 2 und 4, 12er auf 4 und 10; 3er auf 2 und/oder 3, 6er auf 4, 5er auf nicht selten 4, 7er des Öfteren auf 5, usw.
Zum Beispiel "Not Fade Away", ein Hit von The Rolling Stones, Anfang 1964, in einem relativ schnipsen 4/4, lag eine Akzentfigur zugrunde, die wie Clave Beat oder bossa-nova-ähnlich klingt und die, würde sie nicht auf zwei Takte oder gerade Taktanzahl 'zurechtgestutzt', ununterbrochen eigentlich über drei Takte im Vierviertel läuft. Mit dieser Dreitaktigkeit kann das Regelmäßige - das Vier-, Acht- oder Zweitaktige, kurz: das Symmetrische -, wirkt es zu starr, überwunden werden, ohne die geradtaktige Grundlage zu verlassen. Gesamteindruck nennt sich Metrum-in-Metrum-Spiel (turn arounds) und kommt u.a. komplex vor bei Elvin Jones (d, Modernjazz; McCoy Tyner, The Real McCoy, LP, Zentrum d. 80er Jahre, side 1, "Passion Dance") oder im Salsa, wo die Bassdrum gespielt wird, als ob man eine 'dritte Hand' benutzt, oder bei Jack DeJohnette (d, Neobop, Rockjazz; Jack DeJohnette ..., The Art of Modern Jazz Drumming, 3. pr., 1989, S. 16-18). Metrum-in-Metrum-Spiel ist benachbart Hoch-Tief-Tonstufen- oder -Melodie-Interpretation ein weiteres wichtiges Mittel zur Entwicklung eines Schlagzeugsolos sowie des Schlagzeugspiels und Musikmachens überhaupt.
Beats oder Zählzeiten, binär, ternär
Die Beats oder Zählzeiten, bei Begleitungen auf Ride-, Hihat-Becken und gelegentlich Standtom, anderen Pauken oder Kuhglocke, schlägt der Schlagzeuger meist durch, markiert und verklanglicht sie so für die Band. Beats oder Zählzeiten sind unbewußt vorhanden, das heißt, je abstrakter die Tonkunst ist, beispielsweise im Moderjazz oder während eines Schlagzeug- oder anderen Solos oder in Pausen, desto mehr 'ticken' die Beats oder Zählzeiten wie eine gemeinsame 'innere Uhr' in allen gemeinsam spielenden MusikerInnen. Dadurch kommen diese nicht aus dem Takt. Die Beats oder Zählzeiten werden binär (gleichmäßig, latin-artig, rockig) oder ternär ('punktiert', triolisch, shuffle-mäßig: blues-rockiger 12/8, 'swingender' - etwas ungenau - Jazz, diverse Reggae- und mehrere Rap- und Hip-Hop-Stücke) empfunden und gespielt.
Analysieren und Lernen
Das Analysieren und Erlernen steht zunächst in besonderem Zusammenhang mit dem Aufbau eines Drumsets. Das Instrument oder Schlagzeug unterscheidet sich von der Masse anderer Instrumente dadurch, dass es nicht nur mit beiden Händen, statt zusätzlich mit beiden Füßen gespielt wird. Das Musikinstrument oder Schlagzeug ist nicht ein einzelnes Instrument, statt ein System aus mehreren Instrumenten, die immer für alle beide Hände und Füße ständig bequem ausführbar und schnellstens anschlagbar sein müssen: ein Standsystem aus (in der Regel) Schlaginstrumenten. Das hauptsächliche Teilinstrument, die Snare, allein spielen können, heißt noch nicht, Musikinstrument spielen zu können. Die Kleine Trommel wird mit nur zwei Händen und das Perkussion zusätzlich eben mit beiden Füßen gespielt. Auf der Schnarrtrommel wird das Schlagzeug spielen der Schlagfiguren zwar grundsätzlich erlernt, muss aber dann erst auf das ganze Musikinstrument und seine Teilinstrumente übertragen und besonders in das Wechselspiel Snare-Bassdrum vollzogen werden. Dieser Übertragungsprozess wird mit Hand-Fuß-Koordination umschrieben und ist wesentlicher Element von Schlagzeugschulen. Das sind Bücher zum Lernen des Schlagzeug- oder Drumsetspiels; z. B.: Joe Morello, Rudimental Jazz, A modern application of rudiments to the drum outfit, 1967. Joe Morello, der maßgeblich am Hut haben war an dem Hit "Take Five" (Dave Brubeck, p, 1959, siehe 5.2.3), dessen 5/4-Takt nicht nur für das Jazzschlagzeugspiel, anstatt das Schlagzeug- oder Drumsetspiel überhaupt von enormem Einfluss war, überträgt hier Rudiments (siehe 3.2 Wirbel, Rudiments) von der einzelnen Trommel auf das ganze Drumset. Spezielle Schlagzeugschulen werden inzwischen für jenen Übertragungsprozess auf ein Doppel-Bassdrum-Set, Latin-Drumset, usw, angeboten.
Das Analysieren und Bimsen erfolgt anschließend meistens am betreffenden Musikstück. Wer Drumset oder Schlagzeug in einer Band spielen will, muss die Taktart und zuallererst Form (siehe oben, 2.3) eines Stückes heraushören. Anschließend analysiert und erlernt man es auf/mit dem Drumset, spielt es kollektiv mit einer Band und nimmt das am günstigsten erneut auf, um es zu kontrollieren und zu verbessern. Dieser Phase des Nachspielens oder Kopierens folgt über kurz oder lang die Verselbständigung zum eigenen Stil und Spiel hin. Die von dieser praktischen Erfahrung und Selbstentwicklung abgekoppelte Arbeit am Elektronische Datenverarbeitungsanlage setzt eigentlich jene Praxis und Selbsterfahrung voraus, d.h. keine Konzept ohne Praxis und umgekehrt. Hier kann sinnvoll Schlagzeugunterricht ein- und ansetzen. Der kann auch vermitteln, dass wichtig bei allem ist, ruhig festzustellen und zu hören, wo Schläge genau liegen und wie sie fallen, dieses aufzuzeichnen, um es vor Augen zu haben – beispielsweise mithilfe von Instrumentnoten. überwiegend wenn die Musikgruppen größer und die Arrangements kein Zuckerschlecken werden, kommt man ohne Stimmen nimmer aus. Spätestens ab diesem Stadium werden zur Song-Analyse auch Basiswissen der Allgemeinen Musiklehre bezüglich Form, Tonstufen, usw, unerlässlich (s. 2.3). Wichtig beim Studieren ist weiterhin die richtige Körperhaltung (insbesondere um Gesundheitsschäden auszuschließen), nach anfänglicher Spasmus beim Bimsen wieder und wieder locker zu werden und letztlich bei allem gut auszusehen, schließlich spielt man früher oder später in aller Regel vor Publikum.
Geschichte
18. bis Anfang 20. Jahrhundert
Schon im 18. Jahrhundert übernahmen europäische Orchester aus der türkischen Militärmusik den sogenannten Bassdrum-Cymbal-Effekt, indem man zugleich die Bassdrum mit einem dann oben aufmontierten Beckenpaar schlug, das Vorläufer der späteren HiHat wird. Dieser wirkungsvolle Effekt findet nicht nur Anwendung in klassischer oder E-Musik, Marschmusik, Traditionellem und Modern Jazz, statt ist geradezu wesentlich für Schlagzeugspiel in Rock- und Popularmusik geworden. Während frühere Marching-Bands die einzelnen Schlaginstrumente auf zahlreiche Persönlichkeit zerstreut hatten, wie es noch in diesen Tagen bei Marschmusik-Orchestern ist, hatten Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten Jazzbands nur noch einen Schlagzeuger. Der vereinte die wichtigsten Schlaginstrumente auf sich und spielte diese neuartig als einheitliches Instrument, dem Schlagzeug.
Ab 20. Jahrhundert
Allgemeines
Bis ungefähr zu den 50er Jahren beeinflusste der Jazz das Instrument entscheidend. Ab den Sechzigern wurde der Einfluss der Rock auf das Perkussion bestimmend. Ab den 80er Jahren gewann steigernd Elektronik wie Drumcomputer und E-Drums gegenüber dem herkömmlichen - 'akustischen' - Musikinstrument an Bedeutung. Um 1990 erreichte elektronisches Schlagzeugspiel im so gut wie ganz digital produzierten Techno, der die Popularmusik im Sturm eroberte, Massenwirksamkeit. Neben besteht das akustische Perkussion jedoch weiter. Und in einer Art Gegenbewegung bezieht Weltmusik - 'globale Dorfmusik' - akustische Schlaginstrumente aus aller Herren Länder gerade heute, in Zeiten des Internet und der Globalisierung, mit ein.
Traditioneller Jazz und Swing-Stil (1917-40)
1917 gilt als Start der Schall... dokumentierten Jazzgeschichte, da in diesem Jahr die Original Dixieland Jazz Band die erste Tonaufnahme dieses neuen Stils einspielte. Die Zeit bis zum Ende der eigentlichen Swing-Ära (um 1940) stellt eine in der Musikgeschichte noch einmalige Phase dar, deshalb wir das Entstehen eines früher völlig neuen, nun außerordentlich weitverbreiteten Instruments und der dazugehörigen Spielweisen per einiger 10000 Platten sehr genau schriftlich festhalten können. Im Gegensatz zu allen anderen im Jazz gängigen Instrumenten kannte nämlich das Instrument keine direkten Vorläufer in der europäischen und afrikanischen Musik.
Die herkömmliche Zerlegung dieser Periode in die beiden großen Substile des älteren Jazz (Traditional Jazz und Swing) ist dabei zur Erklärung der Entwicklung des Schlagzeugspiels nur begrenzt tauglich. Auch vollzog sich, wie Gunther Schuller begutachtet hat, der Übergang vom älteren, marschmäßigen 2/2-Takt (sog. „Two Beat“-Feel) zum moderneren „Walking“, also 4/4-bezogenen Stil eher nach und nach und weit weniger bruchartig, als dies ältere Jazzhistoriker (Panassié, Berendt u.a.) ausgedacht hatten.
Etwas vereinfachend gesagt, sind die ersten zweieinhalb Jahrzehnte des Jazz-Drumming geprägt von vier Haupttendenzen:
- die Entwicklung des Instruments als solchem: erst Ende der 1930er Jahre hatte sich eine gewisse einheitliche Vorstellung durchgesetzt, welche Instrumente ein Jazz-Set in etwa einbeziehen sollte (wobei die Variationsbreite, wie erwähnt, bis auf den heutigen Tag sehr groß ist). Zugunsten der schließlich als essentiell angesehenen Bass/Snare/Tom-Tom-Kombination mit Hi-Hat und Becken wurde auf einige vorher wichtige Effektinstrumente (Woodblocks, Kuhglocken) eher verzichtet.
- die Entwicklung von Spieltechniken zur Begleitung der improvisatorischen Musizierauffassung kleinerer Bands (Combos). Wichtige Stilisten in diesem Umfeld sind die Drummer aus Louis Armstrongs Umfeld, hauptsächlich Baby Dodds, Zutty Singleton und Paul Barbarin, später auch Sid Catlett.
- Letzterer hatte auch Teil an der Entwicklung des Big Band-Drummings, das seinen Hauptakzent auf eine orchestrale Spielweise legte, die die Arrangements der den Jazz der 1930er Jahre dominierenden großen Ensembles trug und unterstützte. Dieser Zweig des Schlagzeugspiels nahm seinen Anfang bei Kaiser Marshall, dem Drummer des Fletcher Henderson-Orchesters, und brachte die bedeutenden Big Band-Schlagzeuger hervor, unten Cozy Cole (bei Cab Calloway), Jo Jones (bei Count Basie) und den Bandleader Chick Webb.
- Schließlich emanzipierte sich während der Swing-Ära das Schlagzeug auch als Solo-Instrument. Dessen ungeachtet sämtliche der vorgenannten (schwarzen) Drummer solistische Ideen entwickelte (insbesondere Webb ist hier hervorzuheben), war doch der beim breiten (weißen) Publikum mit Abstand populärste Solist Benny Goodmans Drummer Gene Krupa.
Die gerade europäisch verbreitete Auffassung von der praktisch naturgegebenen rhythmischen Kompetenz schwarzer Künstler und verschiedene in der Jazzliteratur perpetuierte Mythen verstellen mehrfach den Blick auf einige musikalische Tatsachen grundlegenden Charakters, wie sie uns die Nachweis der umfassend überlieferten Tonaufnahmen darbietet:
- Das rhythmische Konzept des Groove und im speziellen das des Swing existierte zu Beginn des Jazz nur in embryonalster Form. Sowohl als auch entstand erst im Laufe etwa eines Jahrzehnts und fand dann sukzessiv seine schlagzeuggemäße Ausformung. Auch die schwarzen Künstler mussten „das Swingen erst lernen“. Der Vorreiter in dieser Hinsicht war kein Drummer, anstatt der Trompeter Louis Armstrong, der z.B. in den berühmten Hot Five- und Hot Seven-Studioaufnahmen weit mehr rhythmische Struktur an den Tag legt als jemand seiner Mitmusiker.
- Im speziellen etablierten zuerst Bläser wie Armstrong und Coleman Hawkins das asymmetrische Element des Swing-Feels und die triolische Phrasierung. Die dieser Tage ganz selbstverständlich als Klischee wirkende Offbeat-Akzentierung der Becken auf die Zählzeiten „2“ und „4“ sowie der die Viertelnoten triolisch aus- und umspielende Rhythmus des Ride-Beckens waren erst Ende der 1930er Jahre als feststehendes rhythmisches Muster etabliert.
- Die Überlieferung, bei Studioaufnahmen sei auf die Bass Drum verzichtet worden, damit die Nadel nicht aus der Matrize springe, lässt sich anhand zahlloser Aufnahmen als Mythos widerlegen. Vermutlich gab es diese Restriktion in Einzelfällen, was erklären würde, warum Anekdoten dieser Art den Veteranen des frühen Jazz in ihren viel später aufgezeichneten Erinnerungen erwähnenswert schienen; um eine gängige Praxis handelte es sich keinesfalls.
Als die Tuba als Bassinstrument im Jazz durch den Kontrabass abgelöst wurde, verlor die Klänge ein Hauptelement ihres marschähnlichen Klangs. Der Bassgeige ist darüber auf wesentlich leiser als eine Tuba, eignet sich aber besser zur Umsetzung der früher als sehr modern empfundenen 4/4-Walking Bass-Linien.
Der musikalische Entwicklung ging also sowieso zu einer leisen, eleganteren, weniger „plattfüßigen“ Bass Drum. Die Rhythmusgruppen der Zeitabschnitt lernten auch schnell, dass die (bei entsprechend diskreter Lautstärke gespielten) durchgehenden Viertel auf der Bass Drum (four on the floor) die Sonorität des Kontrabasses enorm unterstützen konnten, was in diesen Zeiten vor Entstehen der elektrischen Verstärkung von ausgesprochener Bedeutung war, um einen soliden, tanzbaren Rhythmus zu erzeugen.
Gerade am Beispiel des vielgerühmten Gene Krupa zeigt sich, wie komplex diese Aufgabe ist. Wissenswert ist der Vergleich zwischen Krupa und Jo Jones bei Benny Goodmans Carnegie Hall-Konzert von 1938. Krupa neigte immer dazu, durch zu laut gespielte Bass Drum-Viertel (und Tom Tom Akzente) den Bass zu „ersäufen“, was der Goodman-Band einen recht „kopflastigen“, schlecht „geerdeten“ Ensembleklang verlieh. Dagegen präsentiert die Basie-Rhythmusgruppe (mit Jones am Schlagzeug, Walter Page am Bass, Freddie Greene an der Musikinstrument und Basie am Piano) einen wesentlich ausgewogeneren, durchsichtigeren, aber auch rhythmisch vorantreibenderen Sound.
Die Gepflogenheit des four on the floor hat sich deshalb erhalten, als dass noch in diesen Tagen bei Big Band-Schlagzeugstimmen, die im Swing-Feel gespielt werden sollen, alle vier Viertel der Bass Drum notiert werden.
Modern- und Freejazz, Dixieland-Revival, Rhythm and Blues, Rock 'n' Roll (1940-60)
Der ohrenbetäubend rhythmische und dadurch besonders gut tanzbare Big-Band-Jazz des Swing wandelte sich um 1940 zu eher Zuhör-Jazz der kleineren Combos, zum Stil des Bebop als erstem der Stile der nun beginnenden Modernjazz-Ära (Bebop, Cool Jazz, Hard Bop, Modal). Modernjazz-Schlagzeuger wie Kenny Clarke bildlich darstellen sich durch abstrakteres Schlagzeugspiel aus. Kleine Trommel oder Bassdrum begleiten nicht länger durchgehend, anstatt kombinierte Snare-Bassdrum-Einwürfe einen Kommentar abgeben die Improvisationen der anderen Künstler und verschieben die Betonungen auf genau zwischen die andernfalls üblichen rhythmischen Schwerpunkte. Den Beat markieren zu Beginn noch durchgehend Becken oder HiHat, alle beide gehen aber in aufgelöstes Spiel so weit wie Elvin Jones und den sechziger Jahren über. Regelmäßige Beats 'ticken' als gemeinsame Orientierung dann nur noch wie eine 'innere Uhr' in jedem Musikschaffender einer Jazzcombo. Um 1960 dann löst sich irgendeine Ordnung in den völlig freien Spielweisen des entstehenden Freejazz' auf.
Nichtsdestotrotz stellen sich im Freejazz bestimmte Vorgehensweisen heraus, z.B.: Vermeiden all dessen, was Klang, Wohlklang oder Tonkunst bis dato überhaupt ausmacht, also Übermacht des Geräuschhaften und Dissonanz ('europäische Richtung'); spontanes Einbeziehen der jeweiligen Umgebung, etwa des Bühnenbodens oder der Bestuhlung im Saal und all dessen, was nicht Instrument im traditionellen Sinn ist, aber mit bestimmtem Geräusch etwas Bestimmtes ausdrückt (Han Bennink, d, u.a.); zunehmende Spezifisches Gewicht zur 'Mitte' hin und wiederholt Dichteabnahme auf dem Weg zum 'Schluss', wobei dies unüberlegt von allen Beteiligten geschieht oder zu geschehen hat; Hörbarmachung andernfalls Nichthörbaren ('Unerhörtes'), so der Bewegung einer 'Stecknadel im Heuhaufen' mit Hilfe elektronischer Verstärkung (Tony Oxley, d, u.a.). Solche Grundsätze konsequent und intuitiv zu mehreren durchzuhalten und durchzuspielen, verlangt höchstes musikalisches Können, auch wenn die Verführung, Nichtkönnen mit sogenanntem freien Spiel zu verdecken, recht groß ist. Als ein vielseitiger Freejazz-Meister gilt global der deutsche Schlagzeuger Günter Sommer.
Zwar gilt der Modernjazz wegen seiner 'Gebundenheit' (im Gegensatz zum Freejazz) und hier dem Erreichen höchstmöglicher Abstraktheit praktisch als Kopf all populärer Musik, wobei diese dann folglich als 'Bauch' zu bezeichnen nicht Abwertung ist. Vielmehr wird es das Wechselverhältnis zwischen 'Bauch und Kopf' sein, populäre Töne hätte wichtige Einflüsse ohne ihre Segment Modernjazz nie erfahren und umgekehrt. So gehört seither Dave Brubecks (p) Hit "Take Five" (Joe Morello, d) nicht nur dessen 5/4-Takt und uneben Taktarten wie der 3/4 nahe dem 4/4 zum Standardniveau im Jazzschlagzeugspiel, anstatt im Schlagzeugspiel überhaupt.
Der Modernjazz hat zwar einzelne populäre Erfolge (z.B.: "Lullaby Of Birdland", George Shearing, p, 1952, oder "Take Five", Dave Brubeck, p, 1959) und enormen Einfluss auf das Perkussion alles in allem zwischen etwa 1940-60 (z.B. in dem Rock ’n’ Roll-Hit: "Rock Around The Clock", Bill Haley, voc, g, 1954). Doch von Anfang an gilt Modernjazz zeitweise selbst als elitär und löst Gegenbewegungen aus, so die Rückkehr zu Traditionellem Jazz, den Dixieland-Revivals, und Weiterentwicklungen des Swing-Stils besonders hin zum Rhythm and Blues und dann Rock ’n’ Roll der 1950er Jahre. Im Gegensatz zur einfach durchschlagenden Swing-Bassdrum und zur Pulk kommentierender Snare-Bassdrum-Einwürfe des Modernjazz entwickeln sich im Rhythm and Blues und Rock ’n’ Roll kompakte Schlagfiguren mit Hilfe nun beweglicher gespielter Bassdrum: Verschiedene Bassdrum-Doppelschläge im Wechselspiel mit dem regelmäßigen Snare-Backbeat ergeben sogenannte ostinate (regelmäßig wiederkehrende) Schlagfiguren. Ein Beispiel hierfür ist "Roll Over Beethoven" von Chuck Berry (voc, g), 1957. Auf Becken und besonders nun geschlossener HiHat werden auch wiederholt die Beats oder Zählzeiten deutlich bis trocken-schwer durchgeschlagen.
Rockmusik, Soul, Funk, Rockjazz, Reggae, Neobop (1960-90)
Ab Ende der 1950er gewinnt der neue Stil der Rock stärker an Kontur. Der vereinzelte Wandel war daran zu merken, dass man die Achtel gleichmäßiger (binär) im Gegensatz zu den punktierten Achteln (ternär) des Rock ’n’ Rolls und Modernjazz-Grund-Feelings spielte, das bis nachher vorherrschte. Kritisch kann hierfür der Einfluss gleichmäßig gespielter Latinstile gewesen sein, so die 'Erfindung' des Chacha um 1956. Zwar findet jener Wechsel zu den Anfängen gleichmäßigerer Rock noch hauptsächlich in den USA statt, dem Weltzentrum populärer Töne bis dahin, so mit Stücken wie "Peter Gunn" von Duane Eddy (g), 1958, oder "Tallahassee Lassie" von Freddy Cannon (voc), 1959.
Doch mit Gruppen wie The Shadows und dann zuerst dem internationalen Perforation von The Beatles (Ringo Starr, d) in den frühen 1960ern verlagert sich das Zentrum populärer Tonkunst nach Großbritannien. Es entsteht der Beat oder die Beatmusik, mit der die gleichmäßigere Rockmusik-Spielweise sich von Großbritannien aus nun weltweit durchsetzt und überall dominiert. Der Jazz hat damit aufgehört, hauptsächlich das Musikinstrument in seiner Entwicklung zu beeinflussen. Die Beatmusik oder frühe internationale Rock übernimmt die ostinaten Schlagfiguren aus dem Rhythm and Blues und dem Rock ’n’ Roll der 1950er, die schon mit den ersten Rockmusikstücken noch in den USA ansatzweise vom Ternären ins mehr Binäre umgeformt worden waren. Kennzeichnend mit der Beatmusik wurde dann das intensive Zusammenspiel von E-Bass (-Gitarre) und ostinaten Schlagfiguren, das durch direktere Aufnahmetechniken dann ab The Kinks, The Yardbirds und The Who seinen bis zum heutigen Tag bekannten 'satten' Geräusch erreichte. Das zusammen mit dem metallischen Gitarrensound prägte die typische Besetzung der Beat-Bands und dann der Rock-Bands schlechthin: Leadgitarre, Rhythmusgitarre, Bassgitarre und Schlagzeug, Gesang meist zugleich durch die Gitarristen. Erst später kam das Eingabegerät hinzu.
In der zweiten Hälfte der 1960er gewannen mit der Soul-Musik die USA ihre popularmusikalische Überlegenheit ein Stück zurück. Die binäre Spiel- oder Schlagweise begann sich erstens durch den Soul von James Brown (voc) zu einen Unterschied machen und ging gegen Ende der 1960er in den Jazzrock über. Der soulig-rockige 4/4 oder noch 'Proto-8/8' wird langsamer, es bewilligen sich je Einheit oder Takt sozusagen mehr Beats, Zählzeiten oder Schläge unterbringen, zur dauernd durchgeschlagenen 8tel-Begleitebene der Beats (auf HiHat oder Becken) lizenzieren sich besser die Schläge 'dazwischen' spielen, d.h. besonders 16tel-Schläge auf der Bassdrum. Das zeigen seinerzeit erfolgreiche Soulstücke wie "Hold On I'm Coming" von Sam & Dave (Al Jackson, Jr., d?), 1966, mit dem ostinate Schlagfiguren aus 16tel Bassdrumschlägen zum ersten Mal sehr populär werden. Damit war der 'echte 8/8' (16tel Bassdrumschäge) als erst Soul- und dann aber erst einmal typische Rockmusik-Taktart komplett.
In den 1970-80ern führten Funk und Rockjazz zu auch langsamerem 8/8 mit durchgeschlagenen 16teln auf HiHat/Becken, z.B. in "Use Me" und "Ain't No Sunshine", Bill Withers (voc), 1972-74, sowie "Stratus", Billy Cobham (d), 1973, und rockjazzig-ostinate Schlagfiguren lösten sich nochmals etwas auf in Tendenz dynamischer Snare-Bassdum-Einwürfe wie im Modernjazz. Der Reggae der 1970er (Carlton Barrett, d, bei Bob Marley, voc, u. a.) trug erneut das ternäre Feeling hinein, und rockig shuffle-mäßiger 8/8 entstand, z.B. mit "Rosanna", Toto, Jeff Porcaro (d), 1982. Der ab den frühen 1980ern sich herausbildende Rap setzte jene funk-rockjazzige und reggae-beeinflusste Entwicklung besonders fort. Ab Ende der 1970er erlebt der Modernjazz ein Revival (Neobop oder New Bop), so mit The V.S.O.P. Quintet, Tony Williams (d), ca. 1977, und der Chick Corea (p) Acoustic Band, Dave Weckl (d), Ende der 80er. Seit etwa 1970 gewinnen Latin-Spielweisen Einfluss in der Rock erstmal durch Carlos Santana (g). Entgegengesetzt hält besonders in den 1980ern die Bassdrum in Salsa sowie sonstige Latin-Stile Einzug und wird dann gespielt, als ob man eine 'dritte Hand' benutzt, so wie es Elvin Jones (d) davor im Modernjazz-Schlagzeugspiel tat und in diesem Zuge die Schwerpunkte zwischen die Beats verschob. In der aber ganzen Spektrum gleichmäßigerer Spielweisen, binär als auch abermals ternär plus latinhaft, bildet die 70er-80er Rock nun mit einem unglaublichen Stilelementevorrat sozusagen klassische Spielarten hervor (Deep Purple, AC/DC, Motörhead, Jethro Tull, u.a.). Die Schlagzeuge erreichen im Aufbau größte Ausmaße. Doppelbassdrumspiel oder Doppelfußmaschinenspiel gewinnt an Bedeutung (Terry Bozzio). Doppelbassdrum-Pioniere waren bis nachher eher Ausnahmeerscheinungen (Louis Bellson 1940er-50er, Keith Moon, Ginger Baker 1960er).
Ab 1990
New Rock und Doppelbassdrumspiel
In den 1990ern spielt man in der Rockmusik, ausgehend vom Rap und farbigen US-Schlagzeugern (Dennis Chambers, u. a.), die das aber dann nicht weiterverfolgen, Doppelbassdrum oder Doppelfußmaschine steigernd flexibel. D.h. Doppelbassdrum- oder Doppelfußmaschinen-Schläge ertönen nicht länger nur durchgehend, zugunsten kunstvoll mit Akzenten sowie Pausen. Auf diesem Weg bildet man neuartig prägnante ostinate Schlagfiguren. Trotz dieses Entwicklungsschubes scheint die Rock in so was wie eine zerfaserte Spätphase eingetreten zu sein, da es zunächst aussieht, als ob wie auf einem bunt geflickten Teppich unzählige Rockrichtungen entstanden sind. Doch mit zeitlicher Distanz, nun in der Zentrum der 2000er, weicht der bunte Flickenteppich sich klarer abzeichnenden Konturen. Geografisch gesehen sind an der starken Ausbreitung des Doppelbassdrum- bzw. Doppelfußmaschinenspiels, das dadurch zum Leistungssoll geworden ist, Bands aus den USA, Lateinamerika und Westen (hier besonders nach wie vor aus Großbritannien, dann Skandinavien, Deutschland, Polen, Frankreich, u.a.) beteiligt. Hier und da beginnt man, den Stil oder das Stilbündel mit Bedacht mit New Rock zu umschreiben und fasst damit, trotz aller Unterschiede und eben vorsichtig, Bands zusammen wie Iron Maiden, Tourniquet, Slayer, Metallica, Limp Bizkit, Deftones, Sepultura, The Pissing Razors, Pantera, Rammstein, u.a. Als Doppelbassdrummer tut sich u.a. Eddy Garcia, The Pissing Razors, Texas, hervor, der zugleich sich wohl als Arrangeur und Pianist im Salsa betätigt.
32tel-Bassdrumschläge
Ab Zentrum der 1990er finden 32tel Bassdrum-Schläge Eingang ins Schlagzeugspiel, dadurch dass der 8/8, der in Rock- und übriger "populärer" Klänge seit den 60ern dominiert, auch noch langsamer gespielt wird als bisher. Das geschieht über Doppelbassdrumspiel verschiedener US-, lateinamerikanischer und europäischer Rockbands, aber auch über Einzelbassdrumspiel, z.B. in verschiedenen neueren Songfassungen von Whitney Houston, bei anderen, oft farbigen US-InterpretInnen oder solchen, welche hispanischer Herkunft und in einer Art New Reggae sind. Ein aktuelles Beispiel für jenes Doppelbassdrumspiel einer US-Rockband ist das Stück "Rise & Oppose" von Diecast, 2004; ein aktuelles Beispiel für genanntes Einzelbassdrumspiel ist der Song "Oh" von Ciara, featuring Ludacris, 2004. Das abgesunkene oder sehr langsame 8/8-Tempo findet Ausdruck darin, dass als Beats oder Zählzeiten besonders auf HiHat, aber auch auf die Becken 16tel durchgeschlagen werden (mit 32tel 'Verzierungen'), der Snare-Backbeat auf dem 5. und 13. Beat erfolgt und überwiegend ostinate Bassdrum-Figuren gebildet werden, welche aus einem Mix von 8tel-, 16tel- und nun auch 32tel-Schlägen auf die Bassdrum kombiniert sind. Oder man beschränkt sich, um beim Doppel-Bassdrum-Spiel behender Füße, den Grundrhythmus durch die beiden Hände zu halten, die Hand geschlagenen HiHat- oder Becken-Beats bzw. zähl Zeiten auf wenn schon nur schwere 8tel und bekommt so einen besonderen Unterschied zu den energiegeladenen Doppelbassdrum-Figuren, die aus aufpeitschenden 8tel-16tel-32tel-Kombinationen bestehen. Gerade bei Songs mit 32tel-Einzelbassdrumspiel hört man die Fertigung per Datenverarbeitungsanlage klar heraus, was nicht Qualitätsverlust heißen muss, sowie stärkeres Einbeziehen global bzw. weltmusikalisch wirkender perkussiver Effekte und Verfremdungen.
Gegenüber dem 32tel-Doppelbassdrum-Spiel gewinnt das 32tel-Einzelbassdrumspiel in letzter Zeit an Bedeutung. das Einzelbassdrumspiel hat gegenüber dem Doppelbassdrumspiel den Vorteil, den einfachen Grundrhythmus (s. 3.1) durch Wechselspiel beider Füße (und nicht Hände wie beim Doppelbassdrumming) zu enthalten. Das ist physiologisch einfacher, darauf beruht das Drumset-Spiel traditionsgemäß, und es deckt alle Drumstile ab. Deswegen ist der Aufwand des Beherrschens des Doppelbassdrumspiels, das erst einmal nur im Hard & Aufwendig oder New Rock, und da noch nicht mal bei allen Stücken, vorkommt, unverhältnismäßig hoch.
Überlagert werden die vorgenannten, eigentlich extrem langsamen 8/8-Stücke oft von Double-Time-Spiel, das zusätzlichen Reiz oder unglaubliche Spannung schnelleren Spiels in langsamen Grenzen aufbaut, die man eigentlich nicht verlassen kann und will (ähnlich dem swing im Jazz, unregelmäßig kleingeschrieben im Gegensatz zum 30er-Jahre-Stil des Swing); siehe/höre z.B.: "Bills, Bills, Bills" oder "Say My Name" von Destiny's Child, 1999, vermutlich Khari Parker (d). Vielmehr versteht man unter Double-Time-Spiel, das schon im Traditionellen Jazz vorzufinden ist, dass an erster Stelle die Melodieführenden (Gesang, Leadgitarre, Bläser, Keyboard, u.a.) doppelt so schnell spielen oder werden. Dabei verbleiben besonders jedoch Perkussion und Bass, aber auch übrige wie Rhythmusgitarre, begleitender Keyboard, begleitende Bläser- oder Streichergruppe im rhythmisch-akkordischen Fundament. D.h. die rhythmisch-akkordischen Instrumente halten in diesem Fall den 'super-langsamen' 8/8 und stützen das praktisch darüber doppelt so schnelle Melodiespiel höchstens mit schnipsen Einwürfen (Verzierungen). Versuche, dass z.B. das Instrument durch doppelt so schnipsen Snare-Backbeat früher oder später völlig 'mitgeht', brachten allerdings schon früher das ganze Gebäude der Spannung durch Double-Time-Spiel zum Zusammenbruch und bestätigen nur den Kontrasterhalt durch Halten der rhythmisch-akkordischen Grundlage.
Funktion des Schlagzeugs
Die zuerst aufgezeigte Komplettierung des 8/8 mit 16tel Bassdrumschlägen zur charakteristischen Taktart der Rockmusik, besonders ausgehend von "Hold On I'm Coming", Sam & Dave, 1966, sowohl das Hinzutreten von 32teln auf Bassdrum ab 1990er Mittelpunkt lässt nachfolgende Aussage zu: Ein Schlagzeugstil und das Schlagzeugspiel wird dann vollständig oder ausgereift, wenn außer der Begleitebene der ständig und gleichmäßig geschlagenen sowie orientierenden Beats eine zweite Ebene hinzutritt, die auch schnellere Schläge spielen oder anfügen lässt. Diese zweite Ebene ermöglicht, bei durchgehender Gefolge Schmuck einzubauen und interessanter zu begleiten bis hin zu komplexen Snare-Bassdrum-Einwürfen im Modernjazz. Dabei läuft der Beat auf Becken oder HiHat zugleich weiter, und die beatführende Hand macht die Snare-Bassdrum-Schläge dazwischen nicht etwa mit (siehe oben)! Unterbricht man die Subjekt doch und wechselt ganz auf die zweite Ebene mit schnelleren und dichteren Schlägen, trommelt man die Rolls oder Strudel oder damit die Breaks oder ein Schlagzeugsolo.
Eine der Hürden im Schlagzeugspiel zu nehmen, und eigentlich in allen Stilrichtungen, nicht nur im Modernjazz, besteht in der Kunst, das Schlagzeugspielen möglichst wenig zu unterbrechen durch jene zweite Ebene, aber doch ihre Strudel oder Rolls als Verzierung in der ersten Ebene der fließenden Gefolge (oder besser: im Spielfluss) geschickt einzubringen. Das richtet sich immer nach dem jeweiligen Musikstück oder der jeweiligen Spielsituation. Dieses setzt spieltechnisch hohe Hand-Fuß-Koordination voraus, um nicht länger mit sich selbst beschäftigt zu sein, um den anderen zuhören und darauf unmittelbar sowie dem Ausdruck entsprechend Stellung nehmen zu können. Den Spielfluss zu halten und die Form zu steuern, dabei für die Band den Grundrhythmus zu markieren und deren Rhythmen damit zu koordinieren, aber zugleich mit jener zweiten Ebene oder aberVerzierungen selbst als Musikschaffender mit den anderen Musikern zu sprechen und jene damit anzufeuern: darin liegt die Funktion, wenn nicht wenn schon die Aufgabe des Schlagzeugs.
Schlagzeugerinnen
Musikinstrument scheint eine Männerdomäne zu sein. Tatsächlich sind Frauen beispielsweise im Jazz hauptsächlich als Sängerinnen vertreten, danach als Pianistinnen und seltener an anderen Instrumenten. Umgang Schlagzeugerinnen waren, bzw. sind Meg White, Karen Carpenter, Maureen Tucker, Terry Lyne Carrington, Cindy Blackman, Sheila E., Marilyn Mazur und Inga Thiessen .
Siehe auch
Literatur
- Anthony Lush: Drums Step by Step. Die moderne Schlagzeugschule für Selbststudium und Unterricht. PPVMEDIEN, Bergkirchen 2004, ISBN 3-932275-67-5
- Carlo Bohländer u.a.: Reclams Jazzführer. 5., durchges. u. erg. Auflage. Reclam, Stuttgart Reclam, 2000, ISBN 3-15-010464-5, S. 375, 404, 416f. u.a.
- Jack DeJohnette, Charlie Perry: The Art of Modern Jazz Drumming. 3. printing. D. C. Publications, North Bellmore 1989
- Joachim Fuchs-Charrier: History of drumsetplaying. Die Geschichte des Drumset im 20. Jahrhundert. Schlagzeug-Lehr- und Spielbuch mit CD. So spielten die besten Drummer. Leu, Bergisch Gladbach 2001, ISBN 3-89775-041-4
- James Holland: Das Schlagzeug. (= Yehudi Menuhins Musikführer). 2. durchges. u. aktualisierte Auflage. Edition Bergh im Verlagshaus Ullstein, Frankfurt am Main u.a. 1994, ISBN 3-7163-0136-1
- Elvin Jones: Different Drummer, Video, ca. 1979
- Joe Morello: Rudimental Jazz. A modern application of rudiments to the drum outfit. Jomor, Chicago 1967
- Geoff Nicholls: The Drum Book. A history of the rock drum kit. Miller Freeman, San Francisco 1997, ISBN 0-87930-476-6
- Peinkofer/Tannigel, Handbuch des Schlagzeugs, 2., rev. u. erg. Aufl., 1981
- Hugo Pinksterboer: Pocket-Info Drums. Das ideale Nachschlagewerk für Anfänger und fortgeschrittene Drummer. Schott, Mainz u.a. 2000, ISBN 3-7957-5127-6
- Christian Wenzel: Taschenlexikon Drumset und Percussion. PPVMEDIEN, Bergkirchen 2002, ISBN 3-932275-32-2
- Peter Wicke, Kai-Erik und Wieland Ziegenrücker: Handbuch der populären Musik. Überarb. und erw. Neuausgabe, 4. Auflage. Atlantis-Schott, Mainz 2001, ISBN 3-254-08363-6, S. 477-479, S. 437-46 u.a.
"DRUMS EASY" (mit DVD) von Tom Hapke, Bosworth Betrieb Berlin, "DRUMS EASY 2" (mit DVD) von Tom Hapke, Bosworth Unternehmen Berlin, "66 DRUMSOLOS" (mit DVD) von Tom Hapke, Bosworth Firma Berlin, "SUPER PLAYALONG 2" (mit CD) von Tom Hapke, Bosworth Verlagshaus Berlin
Weblinks
- http://www.moderndrummer.com - Zeitschrift
- http://vintagedrum.com/museum/museum_sets.htm - historische Drums
- http://www.sonormuseum.com - Internet-Museum
- http://www.sticks.de - Drum-Magazin
- http://www.drum-heads.de - Drum-Magazin
- http://www.percussion-creativ.de - deutschsprachige Union für Schlagzeuger und Perkussionisten
- http://www.drummerworld.com - Videos, Portraits, Clinics...
- http://www.drummerforum.de - Grösste deutschsprachige Schlagwerker-Community
- http://www.musikerwiki.de/index.php?title=Liste_bekannter_Schlagzeuger, Verzeichnis bekannter Schlagzeuger
- http://www.drumsundpercussion.de/ - Deutsches Magazin für Drumset und Percussion
- http://sdd-dlt.de/dtbible.htm - Die sogenannte Schlagzeugbibel vermittelt Grundlagen zum Stimmen eines Schlagzeugs
- http://www.rockshop.de/faq/drums_G.htm - Gleichfalls eine Seite für Schlagzeug-Anfänger. Semi-Pros können aber wahrscheinlich auch noch was lernen.en:Drum kit
eo:Drumo fr:Batterie (musique) it:Batteria (musica) ja:ドラムセット nl:Drumstel pl:Perkusja
pt:Bateria(TID 143688)
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