Schlangen
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel behandelt die Tiergruppe Schlangen, für sonstige Bedeutungen siehe Schlange. |
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| Schlangen | ||||||
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Bild:Natrix natrix 0671.jpg Ringelnatter (Natrix natrix) | ||||||
| Systematik (TID 100226)
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||
| Serpentes | ||||||
| Linnaeus, 1758 |
Schlangen (griech. Ophidia oder lat. Serpentes) sind eine Aufschub der Reptilien. Sie entspringen von echsenartigen Altvorderen ab, die ihren Körper stark verlängert und ihre Beine zusammengeschrumpft haben und zu einer schlängelnden Fortbewegung übergegangen sind. Die größten Arten (Pythons und Anakondas) werden rund acht M lang, in Ausnahmefällen auch zehn Meter. Längenrekorde über zehn M werden zwar wieder und wieder erwähnt, jedoch nie bestätigt.
Inhaltsverzeichnis |
Merkmale
Die Anzahl der Wirbel ist auf rund 200 (maximal 435) erhöht. Die Kiefer- und Gaumenknochen sind nur durch Bänder verbunden und stark verschiebbar, so dass auch größere Beutetiere in einem Stück verflochten werden können. Im großen Magen wird die Opfer mit Hilfe einer relativ hoch konzentrierten Salzsäure zerlegt. Riesenschlangen können über ein Jahr lang hungern.
Schlangengift
Einige Schlangen haben ihre Speicheldrüsen zu Giftdrüsen umgebildet. Nur etwa 400 Schlangenarten sind giftig und von diesen bloß rund 50 potentiell tödlich für Menschen. Die giftigste Landschlange der Welt ist der in Australien lebende Inland-Taipan. Er ist eher ruhig und nicht aggressiv. Die Braunschlange dagegen (auch eine der giftigsten Schlangen) ist ziemlich aggressiv und leicht reizbar. Die giftigste Schlange überhaupt ist aber eine Seeschlange, die im Meer vor Australien lebt. Der Ort mit der höchsten Giftschlangendichte ist die Eiland Queimada Grande vor der Ostküste Brasiliens.
Schlangengifte bestehen aus verschiedenen Proteinen und sind von zähflüssiger Zustand mit milchig-weißer bis gelblicher Farbe. Je nach Art wirkt das Gift auf das Nervensystem (Neurotoxine) (Lähmung, Sinnestäuschungen, Atemnot) oder auf Blutzellen und Stoff (Hämatoxine) (Gewebezerstörung, Nierenversagen, Kreislaufzusammenbruch). Die Zusammensetzung der Gifte unterscheidet sich von Art zu Art. Mischungen aus hämotoxischen und neurotoxischen Wirkungsbestandteilen kommen z. B. bei der Gabunviper vor und führen zu besonders schweren Vergiftungen.
Schlangenarten, die als besonders giftig gelten, sind allerdings nicht die Grund für die meisten Todesfälle. Diverse dieser Arten leben in schwer zugänglichen Gebieten, sind sehr scheu und haben nur wenig Verhältnis zu Menschen. Die Sandrasselotter jedoch hat ein weniger starkes Gift, ist aber oft in der Nähe von Siedlungen zuhause und sehr leicht reizbar.
Jährlich werden etwa 5 Mio. Leute von Schlangen gebissen und rund 125.000 davon sterben an dem Schlangenbiss. 70 Prozent der Schlangenbisse bei Leute ereignen in Knöchelhöhe oder tiefer.
Verbreitung und Lebensräume
Schlangen sind weltumspannend gängig und in unterschiedlichsten Lebensräumen vom Gebirgszug bis zum Meer zu finden. Die mit Abstand größte Biodiversität gibt es jedoch in den Tropen. Zu den wenigen Lokalisieren Europas, an denen es keine Schlangen gibt gehört Irland.
Alter
Die meisten Natternarten erreichen ein Alter von etwa 6-8 Jahren in Gefangenschaft, zig Riesenschlangen werden etwa 30 Jahre alt. Das Alter von Schlangen variert oft erheblich innerhalb der Gattung. Sonstige Beispiele, die jedoch nur einen ungefähren Leistungssoll bilden, abhängig von den Lebensumständen (Gefangenschaft, Freiheit):
Ringelnatter 2 Jahre, Würfelnatter 7 Jahre, Bullennatter 30 Jahre, Kreuzotter 25 Jahre, Lanzenotter 8 Jahre, Korallenschlange 8 Jahre, Südamerikanische Klapperschlange 17 Jahre, Diamantklapperschlange 25 Jahre, Prärieklapperschlange 12 Jahre, Schwarze Mamba 24 Jahre, Königspython 20 - 30 Jahre.
Systematik
Hauptartikel unter: Systematik der Schlangen
In der Ordnungsprinzip der Biologie ist die Aufschub der Schlangen in der Ordnung der Schuppenkriechtiere (Squamata) enthalten, die wiederum zur Klasse der Reptilien (Reptilia) gehören. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Schlangen fällt daher in das Gebiet der Herpetologie.
Schlangen: zu den Serpentes-bekanntesten Familien gehören die:
- Riesenschlangen (Boidae)
- Nattern (Colubridae)
- z. B. Ringelnatter
- Giftnattern (Elapidae)
- Vipern (Viperidae)
- Klapperschlangen, Kreuzotter (Vipera berus), Aspisviper (Vipera aspis), Wiesenotter (Vipera ursinii)
Familien
- Amerikanische Blindschlangen (Anomalepidae)
- Blindschlangen (Typhlopidae)
- lschlangen (Aniliidae/Ilysiidae)
- Wühlschlangen (Anomochilidae)
- Riesenschlangen (Boidae)
- Bolyerschlangen (Bolyeridae)
- Walzenschlangen (Cylindrophiidae)
- Spitzkopfpythons (Loxocemidae)
- Erdboas (Tropidophiidae)
- Schildschwänze (Uropeltidae)
- Erdschlangen (Xenopeltidae)
- Warzenschlangen (Acrochordidae)
- Erdvipern
Symbolische und mythologische Bedeutung
Der Alphazeichen S steht und wegen seiner Form, und wegen des Zischlautes als Symbol für die Schlange.
Antike
Im antiken Griechenland galt die Schlange als heilig. Da sie sich durch die Häutung in Menschenaugen unendlich oft renovieren konnte, hielt man sie für unsterblich. Der Schlange wurde auch Hellsichtigkeit nachgesagt, weswegen die Schlange eines der Tiere der Göttin Gaia war. Laut Hesiod war Gaia Pelope einer der vielen Namen der Erdgöttin Gaia. Im Orakel von Delphi taten Schlangenpriesterinnen (Pythea) ihren Dienst. Nicht nur in der jüdisch-christlichen Gepflogenheit gab es einen von einer Schlange bewachten Baum: In der altgriechischen Vorstellung stand im Anlage der Hesperiden der lebensspendende Apfelbaum, der der Göttin Hera von Gaia geschenkt wurde und der von der Schlange Ladon bewacht wurde.
Altes Testament
Im Alten Testament der Heilige Schrift wird eine Schlangengöttin von Kadesch erwähnt, die von Moses und Jahwe abgesetzt wurde. Es handelte sich in diesem Zusammenhang um eine "Orakelschlange", ähnlich der altgriechischen Pythia, namens Nehuschtah (in späteren Übersetzungen Nehuschtan).
Indien
Auch in der indischen Mythologie gab es Schlangengöttinnen und auch dort waren sie mit den Erdgöttinnen eng verwandt: Ananta, die "unendliche Schlange", behütete die Götter und Göttinnen in ihrem Nachtruhe zwischen zwei Inkarnationen. Die Schlange Kundalini liegt zusammengerollt im Becken der Frauen und symbolisiert deren lebensspendende Kraft. Dieser Überlieferung wurde von tantrischen Gelehrten im Konzept der Kundalini-Kraft übernommen und noch dieser Tage gelehrt.
Ägypten
Im Vordynastischen Ägypten wurde die "Schlangenmutter" Wadjet (auch Wa Zit) angebetet. Ihr Symbol war der Uräus. Zudem kannten die Alten Ägypter die Mehem, eine Schlangengöttin, die des Nächtens den Sonnengott Re in seinem Nachtruhe umfasste. Seit dem Mittleren Reich ist auch der Vertrauen an den Gott Apophis belegt, Der als riesige Schlange dargestellte Gott war die Verkörperung von Auflösung, Düsterheit und Unordnung und zugleich der große Subjekt des Sonnengottes Re.
Naher Osten
Im Vorderen Orient stand die Schlange allgemein für Weisheit und Erleuchtung, welche die tiefen Geheimnisse des Lebens verstand. Diese Vorstellung hat in der biblischen Geschichte der Ausstoßung aus dem Jenseits überlebt, wo die Schlange Eva die "Frucht der Erkenntnis" überreichte. In verständigen aufGnostizistischen Sekten wurden Eva und die Schlange für das den Volk zur Verfügung gestellte Wissen verehrt (wobei sie dort ab und an auch als männlicher Begleiter Evas, Ophion, dargestellt wurde).
Christentum
Im Christentum wurden die älteren Überlieferungen einer Schlangengöttin und ihrer Attribute als eine der Inkarnationen des Teufels übernommen.
Nicht-Christliche Deutungen
Germanen
In der germanischen Mythologie spielt die Midgardschlange eine wichtige Rolle, die die Welt umspannt, zugleich aber das Göttergeschlecht der Asen bedroht.
Balten
In der heidnischen Naturreligion der Balten spielen Schlangen ebenso wie Kröten auch in diesen Tagen noch eine erhebliche Rolle, denn sie gelten, weil sie auf der Erde (lit. žemÄ) leben, als Symbol der Erdgöttin Seminas (Žemyna). Jede Familie schätzte sich glücklich, wenn sich eine grüne ungiftige Grasnatter an der Feuerstelle niederließ. Man fütterte sie wie ein Haustier (Familienmitglied) mit Eiern und Lebensmittel und beobachtete gewissenhaft, ob sie das Futter auch annahm.
Aborigines
Die Regenbogenschlange verkörpert in den Mythen der Aborigines den Ur-Zustand der Natur im Zustand der Traumzeit und herrscht über ihre gleichermaßen lebensspendenden und verschlingenden Aspekte, gerade behütet sie das Wasser.
Das archetypische Grund Ouroboros wird häufig mit ein oder zwei sich in den Schwanz beißenden Schlangen dargestellt und symbolisiert die Unendlichkeit.In Kompromiss finden Kulturen Mittelamerikas ist der Ouroboros in diesen Tagen eine lebendige Gottheit.
Weblinks
| (TID 646251) | Commons: Schlangen – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
- www.schlangengrube.de: Plattform für Halter von Schlangen
- Umfangreiches Schlangen-Portal
- Schlangen Fotogalerie
| Bild:Erste hilfe.svg | Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen! |
(TID 693563)
ar:ثعبان
bg:Змия
bo:སྤྲུལ་
ca:Serp
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