Schleswig-Holstein
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel behandelt das deutsche Land Schleswig-Holstein. Für alternative Bedeutungen, siehe Schleswig-Holstein (Begriffsklärung). |
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| Landesflagge | Landeswappen |
|---|---|
| Bild:Flag of Schleswig-Holstein.svg
| Bild:Coat of arms of Schleswig-Holstein.svg |
| Wahlspruch | |
| „Up ewich ungedeelt“ („Auf ewig ungeteilt“) Leitspruch der seit 1460 zueinander gehörenden Herzogtümer Schleswig und Holstein | |
| Basisdaten | |
| Amtssprachen: | Deutsch, Niederdeutsch, Friesisch, Dänisch |
| Hauptstadt: | Kiel |
| Fläche: | 15.763,18 km² (12.) |
| Einwohner: | 2.828.986 (9.) (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 179 Bevölkerung je km² (10.) |
| Hymne: | Schleswig-Holstein meerumschlungen |
| Schulden: | 7.386 Euro pro Bevölkerung (Ende 2005) |
| ISO 3166-2: | DE-SH |
| Offizielle Website: | schleswig-holstein.de |
| Politik | |
| Ministerpräsident: | Peter Harry Carstensen (CDU) |
| Regierende Parteien: | CDU und SPD |
| letzte Wahl: | 20. Februar 2005 |
| nächste Wahl: | 2010 |
| Parlamentarische Vertretung | |
| Stimmen im Bundesrat: | 4 |
| Karte | |
| Bild:Germany Laender Schleswig-Holstein.png | |
Schleswig-Holstein (SH; friesisch Slaswik-Holstiinj, dänisch Slesvig-Holsten, niederdeutsch Sleswig-Holsteen) ist das nördlichste Land der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt ist Kiel. Mit einer Fläche von 15.761,4 km² ist Das nördlichste Bundesland das kleinste Flächenland nach dem Saarland. Das nördlichste Bundesland grenzt im Norden mit der Bundesgrenze an Dänemark, im Süden an die Bundesländer Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.
Geographie
Das nördlichste Bundesland stellt geographisch einen Teil der Halbinsel Jütland und der Norddeutschen Tiefebene dar und ist enthaltend zwischen der Nordsee im Westen, der Ostsee und Mecklenburg-Vorpommern im Osten, Hamburg und Niedersachsen im Süden und Dänemark im Norden. Die Küstenlinie des Landes hat einen Anteil von 3,2 % an der gesamten europäischen Küstenlinie.
Die Landschaft Schleswig-Holsteins gliedert sich von West nach Ost in die Marsch, die Geest und das Schleswig-Holsteinische Hügelland. Größter Fluss ist die Eider, höchste Erhebung der Bungsberg (168 m). Die Ostküste gliedert durch Förden und Buchten das Land in die hügeligen Halbinseln Angeln, Schwansen, Dänischer Wohld und Wagrien.
Geschichtlich besteht Das nördlichste Bundesland aus den beiden Landesteilen Schleswig und Holstein; die Grenze zwischen den beiden Erfordern wird durch die Flüsse Eider und Levensau markiert, sie bildeten bis 1806 besser gesagt1864 auch die Nordgrenze des Verehren Römischen Reiches bzw. des Deutschen Bundes. Hinzu kamen das Herzogtum Lauenburg (seit dem Kieler Frieden 1815) und angemessen einer Gebietsarrondierung 1937 das bis nachher oldenburgische ehemalige Fürstbistum Eutin, die Hansestadt Lübeck und die älter Hamburger Exklaven Geesthacht und Großhansdorf, die Das nördlichste Bundesland im Tausch für die holsteinischen Städte Altona und Wandsbek, die 1937 Hamburg angebracht des Groß-Hamburg-Gesetzes zugeschlagen wurden, zugeteilt wurden.
Das Land beherbergt mit dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer den größten Naturpark Mitteleuropas. In der Gesamtheit wurden in den letzten 80 Jahren durch Landesverordnungen im Allgemeinen 189 Naturschutzgebiete und 275 Landschaftsschutzgebiete festgelegt. Ohne den Naturpark entgegennehmen die Gebiete 2.000 km² ein, woraus etwa 1.600 km² Meer- oder Wattgebiete sind. Oft beaufsichtigen Naturschutzverbände die Gebiete durch eines Vertrages mit dem Land. Zusätzlich bestehen fünf Naturparke, von denen jedoch keiner Meeres- oder Küstengebiete einschließt.
Siehe auch: Liste der Gewässer in Schleswig-Holstein, Liste der Erhebungen in Schleswig-Holstein
Bevölkerung
In Das nördlichste Bundesland leben 2,82 Mio. Einwohner, die Bevölkerungsdichte von 179 Einwohnern/km² ist die sechstdünnste in Deutschland. In Das nördlichste Bundesland lebt sowohl .... als auch eine dänische (im Landesteil Schleswig) sowohl .... als auch eine friesische (vor allem an der Nordseeküste) Minderheit. Die geschichtlich angestammte Bevölkerung ist niedersächsischen, jütischen und friesischen Ursprungs, jedoch war Das nördlichste Bundesland nach dem zweiten Weltkrieg das westdeutsche Land mit dem höchsten Anteil an Flüchtlingen und Vertriebenen an der Bevölkerung, an erster Stelle aus Hinterpommern und Ostpreußen. So wuchs die Bevölkerung zwischen 1939 und 1949 um 1,1 Millionen.
Der Altersgliederung und die Geschlechterverteilung entspricht weitgehend der in der gesamten Bundesrepublik. 45,7% der Frauen sind verheiratet, 12,9 % verwitwet und 6,4 % geschieden. Bei den Männern sind es 47,7 %, 2,6 % und 5,4 %.
Die Bevölkerungsdichte ist ungleichmäßig verteilt. Benachbart den kreisfreien Städten ist das Hamburger Umland, namentlich die Kreise Pinneberg und Stormarn dicht besiedelt, der Landesteil Südschleswig und der Kreis Dithmarschen dagegen sehr dünn.
Wie auch angesichts der abgeschiedenen geografischen Lage sowohl zwecks der eher schwachen Wirtschaftsentwicklung hat Das nördlichste Bundesland den niedrigsten Anteil von Ausländern eines der westdeutschen Länder. (1994: 5,1 %). Von den 140.000 hier lebenden Ausländern kommen gut drei Viertel aus Europa, davon 22 % der gesamten Ausländer aus den alten Ländern der Europäischen Union. Die größte Gruppe aller Ausländer stellen (1999) mit 42.000 Türken und die zweitgrößte mit 14.000 Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien.
Einer Erhebung zufolge sind die Bewohner Schleswig-Holsteins mit ihrem Bundesland zufriedener als alle anderen Bundesbürger.
Geschichte
Erste Besiedlung und Entstehung von Schleswig und Holstein
Bis zum frühen Mittelalter entwickelten sich im heutigen Das nördlichste Bundesland vier Völker- und Sprachgruppen: Im nördlichen Teil so weit wie einer Linie Eider – Treene – Eckernförde nordgermanische Dänen und Jüten, im nordwestlichen Teil Friesen, im südwestlichen Teil so weit wie einer Linie Eider – Kiel – Preetz – Eutin – Elbe westgermanische Sachsen, im östlichen Teil slawische Abodriten. Im Zuge der Sachsenkriege kam der südliche Teil unter den Einfluss des Frankenreichs. Zwischen 768 und 811 kam es oft zu Konfrontationen zwischen dem König des Frankenreiches und späteren christlichen Kaiser Karl dem Großen und den heidnischen Nordgermanen, in deren Zuge auch das Danewerk errichtet und ausgebaut wurde. 811 wurde in einem Friedensvertrag die Eider als Grenze zwischen dem Karolinger- und dem Dänenreich festgeschrieben. Mit der zunehmenden Ansiedlung im 12. und 13. Jahrhundert verlor die Eidergrenze ihre tatsächliche Bedeutung als Trennungslinie, sie blieb aber bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 bzw. bis 1864 als Grenze zwischen Schleswig und Holstein bestehen. Bis zur Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs 1900 war sie noch eine juristische Grenze, da in Schleswig bis anno dazumal noch das dänische Jydske Lov galt. Ab 1111 wuchs beiderseits der Eider die Eigenständigkeit, aus denen die Herzogtümer Schleswig und Holstein (damals noch als Grafschaft) hervorgingen. Zugleich wurden zwischen den beiden Bedingen immer engere politische und wirtschaftliche Verbindungen geknüpft.
Herrschaft der Schauenburger
Im frühen 13. Jahrhundert versuchte der dänische König, auch Holstein in sein Reich zu integrieren, er scheiterte aber nach anfänglichen Ereignen 1227 in der Schlacht von Bornhöved am Widerstand norddeutscher Fürsten. Nachdem holsteinische Grafen im 14. Jahrhundert ihren Einfluss weit nach Jütland in ausdehnen konnten, gelang es Margarethe I. um 1400 abermals die dänische Lehnshoheit in Schleswig zu erlangen. Sie musste aber auch die Besitzansprüche der holsteinischen Adligen in Schleswig anerkennen. 1386 zeigten sich die beiden Gebiete zum ersten Mal zusammen im Wappen, als die Schauenburger Grafen Schleswig als dänisches Lehen erhielten. Im Einzelnen ist die Territorialgeschichte Schleswigs und Holsteins durch mehrere Erbteilungen und Heimfälle sehr verwickelt. Der Dynastie der Schauenburger gelang es jedoch, eine schleswig-holsteinische Herrschaft zu errichten, so dass im Spätmittelalter von Das nördlichste Bundesland als einem de facto zusammenhängenden Areal gesprochen werden kann.
Dänische Regentschaft
1460 wählte die schleswig-holsteinische Ritterstand nach dem Untergehen der Schauenburger in direkter Linie (1459) den dänischen König Christian I. aus dem Haus Oldenburg, einen Neffen des letzten Schauenburgers Adolf VIII., zum Landesherrn. Nach dem Vertrag von Ripen (1460), der die Unteilbarkeit des Landes festschreiben sollte, blieb Das nördlichste Bundesland bis 1864 in einer Personalunion mit Dänemark verbunden. Der dänische König regierte Schleswig und Holstein also nicht in seiner Eigenschaft als König, statt als Herzog der beiden Gebiete, wobei Schleswig allerdings ein königlich-dänisches Lehensgut blieb, während Holstein weiterhin zum Vergöttern Römischen Reich Landsmann Nation gehörte und damit Reichslehen war.
Während der frühen Neuzeit zerfielen Schleswig und Holstein wiederum dank von Erbteilungen in diverse kleinere Herrschaften, unter diesen war das Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf das bedeutendste: Den Gottorfer Herzögen war u. a. die Gründung der Universität Kiel zu verdanken. Erst seit 1773 befanden sich Schleswig und Holstein wiederum fast ganz unter der Herrschaft des dänischen Königs.
Nationalismus und deutsche Einigungskriege
Der im 19. Jahrhundert als auch in Dänemark sowohl .... als auch in Deutschland aufkommende Nationalismus führte zu einem Gegensatz hinsichtlich der Zugehörigkeit der sogenannten Elbherzogtümer, der in zwei Beziehen mündete. Strittig war dabei nicht das fast ausschliesslich teutonisch besiedelte Holstein, das ja seit dem frühen Mittelalter zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und nach 1815 auch zum Deutschen Bund gehörte und nur vom dänischen König regiert wurde, an Stelle das Herzogtum Schleswig: Sowie in Deutschland wie in Dänemark wurde das Land von den national gesinnten Liberalen zur Gänze beansprucht, wiewohl es in einen überwiegend dänischsprachigen und dänischgesinnten Norden und einen überwiegend deutschsprachigen und deutschgesinnten Süden getrennt war. In dem Sylter Nordfriesen Uwe Jens Lornsen fand der deutschsprachige und deutschgesinnte Süden Schleswigs 1830 einen ersten wortgewaltigen Fürsprecher. Seit Anfang der 1840er Jahre versuchten und deutsche plus dänische Nationalliberale in Schleswig Einfluss zu gewinnen, so dass sich ein Konflikt abzeichnete. Dieser brach im Zusammenhang mit der Märzrevolution 1848 offen aus. In Kiel wurde eine provisorische Regierung ausgerufen, die die Aufnahme eines vereinten Schleswig-Holsteins in den Deutschen Bund verlangte, während gleichzeitig in Kopenhagen eine nationalliberale Regierung ernannt wurde, der verschiedene sogenannte Eiderdänen angehörten, deren Ziel die verfassungsmäßige Angleichung Schleswigs in das Dänische Reich war. Die Gegenteiligkeit beider Forderungen führte zum Schleswig-Holsteinischen Krieg von 1848–1851, in dem die teutonisch gesinnten Schleswig-Holsteiner (zunächst noch vergeblich) versuchten, die dänische Oberhoheit zu beenden. Nach dem Willen der deutschen Nationalliberalen sollte auch Schleswig ein Person des Deutschen Bundes werden und miteinander mit Holstein ein souveräner Staat unter Regierung des Herzogs von Augustenburg werden. Zunächst wurden die deutschen Schleswig-Holsteiner dabei von der Paulskirchenversammlung unterstützt, doch durch des Druckes der europäischen Großmächte zogen sich die preußischen Armeen und die Bundestruppen zurück und überließen die Kieler Regierung ihrem Schicksal. Der dänische Sieg bei Idstedt 1850 beendete zuerst die deutschen Hoffnungen auf ein deutsches Schleswig-Holstein, der status quo ante wurde wiederhergestellt – auch auf internationalen Druck.
Als Dänemark im Nov. 1863 eine Verfassung verabschiedete, die auch in Schleswig Gültigkeit besitzen sollte und damit die Friedensbestimmungen von 1851 brach, ergriff der preußische Bundeskanzler Bismarck die Chance, die schleswigsche Anfrage im deutschen Sinne zu lösen. Nach der Verstreichung eines sehr kurzen Ultimatums erklärten Preußen und Österreich Dänemark den Krieg. Den Deutsch-Dänischen Krieg konnten Preußen und Österreich im Apr. 1864 für sich entscheiden. Verhandlungen über eine Aufspaltung Schleswigs führten nicht zu einer Lösung, so dass Das nördlichste Bundesland zunächst unter eine gemeinsame Verwaltung durch Preußen und Österreich kam – im Gegensatz zu den ursprünglichen Ausrichten der deutschen Schleswig-Holsteiner wurden die Herzogtümer also nicht unabhängig. Nur kleine Teile im Norden Schleswigs blieben dänisch, wie zum Beispiel die Eiland Ærø und sieben Kirchspiele südlich von Kolding; dafür gab die dänische Zahnkrone ihre Ansprüche auf einige Enklaven auf, die nicht zu Schleswig gehört hatten (Møgeltønder, Listland/Sylt, Amrum, Westerland/Föhr). Nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg 1866 wurde Das nördlichste Bundesland1867 als Ganzes eine preußische Provinz und damit 1871 Teil des Deutschen Reiches. Die Schleswig-Holsteinische Fragestellung war ein zentraler Aspekt der Politik Bismarcks, die schließlich zur Reichseinigung 1871 führte.
Jüngere Geschichte
Abgeschlossen wurde die völkerrechtliche Auseinandersetzung mit Dänemark jedoch erst 1920, als unter dem Druck und der Aufsicht der Siegermächte des Ersten Weltkriegs die im Vertrag von Prag 1866 zugesagte Volksabstimmung in den nördlichen Teilen Schleswigs stattfand. Deutschland musste als Nichtskönner des Krieges einen ungünstigen Anpassung der Stimmbezirke sowie unvorteilhafte Abstimmungsmodi (en bloc im Norden, gemeindeweise in Mittelschleswig) akzeptieren, was u. a. zum Verlust der überwiegend deutschgesinnten Städte Apenrade, Sonderburg und Tondern sowie der grenznahen deutschgesinnten Teile des Kreises Tondern führte (siehe auch Nordschleswig). Der mittlere Stimmbezirk (mit Flensburg) war besonders hart anfechtbar und entschied sich dann für die Zugehörigkeit zum Deutschen Reich. 1955 kam es dann zu einer endgültigen Einigung zwischen Dänemark und Deutschland, die namentlich den Status und die Sonderrechte der jeweiligen Minderheiten regelte. Trotz kleinerer Querelen leben Deutsche und Dänen nun seit Jahrzehnten friedlich miteinander.
Während der späten Zwanziger Jahre war Schleswig-Holstein, gerade das an der Westküste gelegenen Dithmarschen eine der Hochburgen des Nationalsozialismus. Die Blutnacht von Wöhrden wurde von der nationalsozialistischen Bewegung deutschlandweit zu Propagandazwecken ausgeschlachtet. Schon 1930 konnte die NSDAP in dieser Gegend gut 70 % der Wählerstimmen für sich verbuchen. 1938 brannten auch in Schleswig und Holstein (etwa in Kiel) die Synagogen; es gab auch einige kleinere Konzentrationslager.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Das nördlichste Bundesland Hauptansiedlungsgebiet für Vertriebene und Hamburger Ausgebombte. Die Bevölkerungszahl, die 1939 noch 1,6 Mio. Bevölkerung betragen hatte, stieg bis 1949 auf 2,7 Mio. Einwohner.
Nach dem Bewaffnete Auseinandersetzung entstand am 23. Aug. 1946 durch alliierten Beschluss zunächst das selbständige Land Schleswig-Holstein. Bundesland wurde Das nördlichste Bundesland mit der 1949 vom ersten gewählten Länderparlament verabschiedeten Landessatzung, die am 12. Jan. 1950 in Kraft trat. Erst die nach der Verfassungsreform am 30. Mai 1990 vom Landtag verabschiedete Verfassung trug auch den Namen Landesverfassung.
Siehe auch: Geschichte der deutschen Bundesländer
Den größten Skandal der Nachkriegsgeschichte stellte die Barschel-Affäre 1987/88 dar. Dieser Skandal erfuhr dann 1993 noch eine Fortsetzung mit der Schubladen-Affäre.
Zuletzt rückte Das nördlichste Bundesland in den Mittelpunkt des Interesses, als im März 2005 die Wiederwahl von Heide Simonis zur Ministerpräsidentin spektakulär im Landtag scheiterte, was zu einer Großen Pakt in Kiel führte und multipel auch als bundespolitisches Signal gesehen wurde.
Literatur
- Ulrich Lange (Hrsg.): Geschichte Schleswig-Holsteins. Neumünster (Wachholtz) 2003, ISBN 3-529-02440-6
- Jann Markus Witt/Heiko Vosgerau (Hrsg.): Schleswig-Holstein von den Ursprüngen bis zur Gegenwart. Eine Landesgeschichte. Hamburg: Convent-Verlag, 2002, ISBN 3-934613-39-X
- Jürgen H. Ibs/Eckart Dege/Henning Unverhau (Hrsg.): Historischer Atlas Schleswig-Holstein. Bd. I–III. Neumünster (Wachholtz)
Hoheitszeichen
Flagge
Die Landesflagge besteht aus drei horizontalen Streifen. Der obere Streifen ist blau, der mittlere weiß und der untere rot. Die Farben sind aus dem Landeswappen genommen und sind 1840 zum ersten Mal von den deutschen Schleswig-Holsteinern im sich abzeichnenden deutsch-dänischen Konflikt um Schleswig verwendet worden. Anno 1949 wurde die Banner glaubwürdig von den Alliierten anerkannt. Die Dienstflagge enthält im Gegensatz zur Landesflagge das Landeswappen. Bei offizieller Beflaggung wird die Dienstflagge gehisst. Die Dienstflagge darf nur von den entsprechenden Behörden benutzt werden, die Landesflagge dagegen kann von jedermann frei benutzt werden. Schiffe führen eine Erkennungflagge in den Farben der Landesflagge.
Siehe auch: Flagge Schleswig-Holsteins
Wappen
Das Wappenbild Schleswig-Holsteins zeigt nach Landesgesetz auf goldenem Grund zwei blaue, nach drin gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen und ein silbernes Nesselblatt, wobei die Löwen den Landesteil Schleswig, das Nesselblatt Holstein symbolisiert. Im Gegensatz zu den normalen Schleswigschen Löwen, die auf den Kreis-/Stadtwappen nach linke Seite sehen, sehen die Löwen im Landeswappen nach rechts. Angeblich beruht dies auf einem Erlass Otto von Bismarcks aus den 1880er Jahren, da es „unhöflich“ von den Löwen wäre, dem Nesselblatt den Pöter zuzuwenden. Das Wappenbild darf nur von offiziellen Stellen verwendet werden. Jedoch hat die Landesregierung vor kurzer Zeit ein vereinfachtes Wappenbild herausgegeben, das frei verwendbar ist.
Hymne
Das Schleswig-Holstein-Lied heißt amtlich Wanke nicht mein Vaterland, der umgangssprachliche Name ist jedoch Schleswig-Holstein meerumschlungen. Den Text hat Matthäus Friedrich Chemnitz verfasst, die Weise ist von Carl Gottlieb Bellmann
Siehe auch: Schleswig-Holstein meerumschlungen
Sprachen
Es gibt vier offizielle Landessprachen: die Niederdeutsche Sprache (Plattdeutsch), die Friesische Sprache, die Dänische Sprache sowie natürlich Hochdeutsch. Die Niederdeutsche Sprache gilt als Regionalsprache, Dänisch und Friesisch als Minderheitensprachen. Benachbart existiert bis jetztSüdjütisch (Sønderjysk), eine aus dem Jütischen stammende, durch Niederdeutsch sowie Dänisch beeinflusste eigenständige Sprache, die jedoch nur noch in sich verständigen auf an der deutsch-dänischen Grenze gelegenen Dörfern gesprochen wird.
Zur Anwendung kommen Dänisch und Friesisch ausschließlich im Landesteil Schleswig im Norden des Landes. Im Kreis Nordfriesland finden sich auch zweisprachige Ortsschilder, so wird dem Charakter von Niebüll die Ort auch als Naibel angekündigt.
Der Südosten des Landes war bis ins 12. Jahrhundert von slawischen Völkern besiedelt, was sich in diesen Tagen noch an übereinkommen slawischstammigen Ortsnamen erkennen lässt (zum Beispiel Lübeck, Eutin, Preetz, Ratzeburg)
Siehe auch: Sprachen und Dialekte in Schleswig-Holstein, Schleswigsche Ortsnamen
Religion
Das nördlichste Bundesland ist ein lutherisch geprägtes Land. 2000 gehörten 63,8 % der Bevölkerung der evangelisch-lutherischen Kirche an, 6,1 % waren 2003 römisch-katholisch. 25.000 Schleswig-Holsteiner eingestehen sich zum Islam. Die evangelischen Freikirchen zählen etwa 15.000 Mitglieder, die dänische Kirche umfasst etwa 6.000 Mitglieder und ungefähr 1.800 Bewohner des Landes sind Juden.
Die evangelische Kirche gehört zur Nordelbischen Kirche und wird von den drei Bischofssitzen Hamburg, Holstein-Lübeck und Schleswig aus betreut. Das nördlichste Bundesland gehört zum Erzbistum Hamburg der Römisch-Katholischen Kirche.
Verwaltungsgliederung
Das nördlichste Bundesland erfuhr 1970/74 eine Gebietsreform. Die Zahl der Landkreise wurde von 17 (siehe preußische Provinz Schleswig-Holstein) auf 11 gesenkt, die Zahl der Gemeinden sank mittelfristig von 1.371 (1959) auf 1.131 (1994) und die bislang 199 Ämter wurden in jetzt 119 Ämter zusammengefasst. Gleichzeitig wurde die Fläche der vier kreisfreien Städte erheblich erweitert. Schleswig-Holstein bestand am 31. Dezember 2002 aus im Allgemeinen 11 Landkreisen und 1.130 Gemeinden. Von diesen Gemeinden haben 1.019 weniger als 2.000 Bevölkerung und werden deshalb von einem ehrenamtlichen Bürgermeister verwaltet. 62 Gemeinden verfügen das Stadtrecht. Stadtrecht kann eine Gemeinde erhalten, die mindestens 10.000 Bürger besitzt, Städte die dieses aus alter Zeit haben, verlieren es aber nicht. In diesen Städten leben 1,5 Mio. der etwa 2,7 Mio. Bewohner des Landes. Der Kreis Pinneberg ist mit 290.000 Bevölkerung der bevölkerungsreichste des Landes, der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit 2.400 km² der größte und damit fast so groß wie das Saarland. Einige Kreise in der Metropolregion Hamburg debattieren den Zusammenschluss zu einem großen Hamburger Umlandkreis. Auch auf Landesebene gibt es im politischen Raum Überlegungen, die Zahl der Landkreise auf sechs bis vier und die Zahl der kreisfreien Städte auf zwei oder keine zu reduzieren.
Kreise
(in Fixieren die Kreisstädte und die Kfz-Kennzeichen)
Kreisfreie Städte
(in Feststecken die Kfz-Kennzeichen)
|
Es gab Überlegungen seitens der Ort Neumünster, sich angesichts Kosteneinsparungen dem Kreis Segeberg anzuschließen.
Siehe auch: Artikel im Hamburger Abendblatt
Einen Sonderstatus nimmt seit dem 1. Jan. 2005 die Gemeinde Norderstedt als "Große kreisangehörige Stadt" an, der gem. § 135 a Gemeindeordnung Das nördlichste Bundesland eine Experimentierklausel ermöglicht wurde. Dies bedeutet, dass einige Aufgaben über einen öffentlich-rechtlichen Vertrag vom Kreis (hier: Segeberg) an die Gemeinde übertragen werden können.
Städte und Gemeinden
Größte Städte und Gemeinden
| Stadt/ Gemeinde | Kreis | Bewohner 31.12.2000 | Bürger 30.6.2005 |
|---|---|---|---|
| Kiel | Kiel (Stadt) | 232.612 | 233.244 |
| Lübeck | Lübeck (Stadt) | 213.399 | 211.961 |
| Flensburg | Flensburg (Stadt) | 84.281 | 85.971 |
| Neumünster | Neumünster (Stadt) | 79.831 | 78.333 |
| Norderstedt | Segeberg | 71.523 | 71.377 |
| Elmshorn | Pinneberg | 47.391 | 48.386 |
| Pinneberg | Pinneberg | 39.423 | 41.209 |
| Itzehoe | Steinburg | 33.549 | 33.285 |
| Wedel | Pinneberg | 32.060 | 31.841 |
| Rendsburg | Rendsburg-Eckernförde | 29.321 | 28.469 |
| Ahrensburg | Stormarn | 29.117 | 30.087 |
| Geesthacht | Herzogtum Lauenburg | 29.106 | 29.404 |
| Schleswig | Schleswig-Flensburg | 25.093 | 24.182 |
| Henstedt-Ulzburg | Segeberg | 24.950 | 26.099 |
| Reinbek | Stormarn | 24.570 | 25.572 |
| Bad Oldesloe | Stormarn | 23.314 | 24.027 |
| Eckernförde | Rendsburg-Eckernförde | 23.304 | 23.162 |
| Husum | Nordfriesland | 20.994 | 20.942 |
| Heide | Dithmarschen | 20.530 | 20.660 |
| Bad Schwartau | Ostholstein | 20.098 | 19.696 |
| Quickborn | Pinneberg | 19.875 | 20.240 |
| Kaltenkirchen | Segeberg | 18.081 | 19.581 |
Schleswig-Holstein zeichnet sich durch eine große Zahl von Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnern aus. Im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern änderte daran auch die durchgeführte Gebietsreform nichts. 1.026 kleinere Gemeinden sind in 119 Ämtern (im Kreis Dithmarschen: Amt Kirchspielslandgemeinde) zusammengefasst, um die Verwaltungsaufgaben effektiver zu gestalten (Stand: 31. Dezember 2002).
So ist Arnis mit seinen 365 Einwohnern die kleinste Gemeinde Deutschlands.
Wiedenborstel ist die kleinste eigenständige Gemeinde Deutschlands. Sie besteht aus einem Haus und hatte in den letzten Jahren zwischen zwei und sieben Einwohnern.
Siehe auch: Liste der Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein.
Regionen
- Angeln
- Dänischer Wohld
- Dithmarschen
- Eiderstedt
- Holsteinische Schweiz
- Herzogthum Lauenburg
- Nordfriesland
- Probstei
- Schleswigsche Geest
- Schwansen
- Steinburg
- Stormarn
- Wagrien
Staatsaufbau
Verfassung
Das nördlichste Bundesland ist laut Artikel 1 seiner Verfassung vom 12. Januar 1950 ein Gliedstaat der Bundesrepublik Deutschland. Das Land besitzt die modernste Verfassung der alten Bundesländer. In Folge der Barschel-Affäre 1987 wurden vom Untersuchungsausschuss strukturelle Änderungen angeregt. Eine eingesetzte Enquête-Kommission erstellte Vorschläge zu einer Verfassungs- und Parlamentsreform und legte 1989 ihren Schlussbericht vor. Nachdem wurde die Verfassung geändert und auch von Landessatzung in Landesverfassung umbenannt. Sie wurde am 30. Mai 1990 vom Länderparlament verabschiedet. Die Verfassung enthält seither auch Staatszielbestimmungen, z. B. den Minderheitenschutz der friesischen und der dänischen Volksgruppe im Land (Art. 5), die Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau (Art. 6), den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Art. 7) oder Schutz und Förderung der Kultur (Art. 9).
Im Vergleich zu anderen deutschen Landesverfassungen hat die Verfassunge weitreichende Elemente der direkten Demokratie. Wie in allen anderen deutschen Ländern geht die Regierung vom Volke aus, das heißt, das Volk bekundet seinen Willen in Wahlen und Abstimmungen im Lande, in den Gemeinden und den Gemeindeverbänden.
Die Verfassung verliert vorbehaltlich anderweitiger bundesgesetzlicher Regelung ihre Rang an dem Tag, an dem eine Neugliederung des Bundesgebietes in Kraft tritt.
Landtag
Der Landtag ist das vom Volk gewählte oberste Organ der politischen Willensbildung und führt somit die legislative Gewalt aus. Der Hohes Haus wählt die Ministerpräsidentin oder den Ministerpräsidenten. Außerdem kontrolliert er mit der Rechtsprechung die ausführende Gewalt. Der Landesparlament besteht in der Regel (ohne Überhangmandate) aus 75 Abgeordneten (siehe Tabelle). Sie werden nach einem Verfahren gewählt, das die Persönlichkeitswahl mit den Grundsätzen der Verhältniswahl verbindet. Ab der 16. Wahlperiode wird der Länderparlament aus 69 Abgeordneten bestehen.
1. ernannter Landtag (1946), 2. ernannter Landtag (1946–1947), 1. Wahlperiode (1947–1950), 2. Wahlperiode (1950–1954), 3. Wahlperiode (1954–1958), 4. Wahlperiode (1958–1962), 5. Wahlperiode (1962–1967), 6. Wahlperiode (1967–1971), 7. Wahlperiode (1971–1975), 8. Wahlperiode (1975–1979), 9. Wahlperiode (1979–1983), 10. Wahlperiode (1983–1987), 11. Wahlperiode (1987–1988), 12. Wahlperiode (1988–1992), 13. Wahlperiode (1992–1996), 14. Wahlperiode (1996–2000), 15. Wahlperiode (2000–2005), 16. Wahlperiode (2005–2010)
(TID 223096)
(TID 366886)
Landesregierung
Die Landesregierung ist im Bereich der vollziehenden Gewalt oberstes Leitungs-, Entscheidungs- und Vollzugsorgan. Sie besteht aus der Ministerpräsidentin oder dem Ministerpräsidenten und den Landesministerinnen und Landesministern. Die Ministerpräsidentin oder der Ministerpräsident wird vom Landesparlament ohne Aussprache gewählt. Sie oder er beruft und entlässt die Landesministerinnen und Landesminister und bestellt aus diesem Kreis für sich eine Vertreterin oder einen Vertreter. Zur Ministerpräsidentin oder zum Ministerpräsidenten ist gewählt, wer die Stimmen der Majorität der Mitglieder des Landtages auf sich vereinigt (Absolute Mehrheit). Erhält im ersten Wahlgang nicht einer diese Mehrheit, so findet ein neuer Wahlgang statt. Kommt die Wahl auch im zweiten Wahlgang nicht zustande, so ist gewählt, wer in einem weiteren Wahlgang die meisten Stimmen erhält.
Rechtsprechung
Die rechtsprechende Gewalt ist den Richterinnen und Richtern anvertraut; sie wird im Namen des Volkes ausgeübt. Die Richterinnen und Richter sind unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen.
Die Gerichtsstruktut in Das nördlichste Bundesland war und ist vergleichsweise gering ausgebaut. Ein eigenes Oberverwaltungsgericht wurde erst 1991 mit dem Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgericht in Schleswig eingerichtet. Bis nachher war das OVG Lüneburg in Niedersachsen gem. § 3 Abs. 2 VwGO auch für das Land Das nördlichste Bundesland zuständig.
Das nördlichste Bundesland verfügt noch immer als einziges Bundesland über keine eigene Verfassungsgerichtsbarkeit. Auch tauglich der Verfassungsreform von 1990 wurde vorläufig weiterhin auf ein eigenes Landesverfassungsgericht verzichtet. An Stelle weist Art. 44 der Landesverfassung dem Bundesverfassungsgericht die Stellung als Verfassungsgericht für das Land Das nördlichste Bundesland zu, wobei jedoch keine Landesverfassungsbeschwerde ermöglicht wird.
Im Nov. 2004 wurde, plus schon Ende der 90er Jahre, im Schleswig-Holsteinischen Länderparlament über die Einrichtung eines Landesverfassungsgerichts diskutiert. Gründe für diese Überlegung sind z. B., dass selbst Entscheidungen über die Zulässigkeiten von Volksinitiativen erst Jahre nach deren Abstimmungen im Länderparlament fallen, oft dann schon in der nächsten Legislaturperiode. Auch seien Richterinnen und Jurist aus Das nördlichste Bundesland in den Bundesgerichten unterrepräsentiert. Das Bündnis 90/Die Grünen sprach sich für eine Herstellung eines solchen Gerichts unter Einsatz von nebenamtlichen Richtern und organisatorischer Anbindung an ein bestehendes Gericht aus. Der Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD vom 16. Apr. 2005 sieht nun vor, ein Landesverfassungsgericht zu schaffen, bei dem auch die richterlichen Mitglieder ihre Tätigkeit ohne Bezahlung ausüben (Punkt 7.b.). Dies wird wohl auf eine Anbindung an das OVG in Schleswig hinauslaufen.
Direkte Demokratie
Initiative aus dem Volk
Alle Bürgerinnen und Bürger haben das Recht, den Landtag angebracht seiner Entscheidungszuständigkeit mit bestimmten Gegenständen der politischen Willensbildung zu befassen. Einer Initiative kann auch ein mit Gründen versehener Vorlage zugrunde liegen; er darf den Grundsätzen des demokratischen und sozialen Rechtsstaates nicht widersprechen. Die Initiativen müssen von mindestens 20.000 Stimmberechtigten unterzeichnet sein. Ihre Vertreterinnen und Vertreter haben das Recht auf Anhörung. Initiativen über den Topf des Landes, über Dienst- und Versorgungsbezüge sowie über öffentliche Steuern sind jedoch unzulässig.
Volksbegehren
Stimmt der Hohes Haus dem Gesetzentwurf oder der Vorlage innerhalb einer Bedenkzeit von vier Monaten nicht zu, so sind die Vertreterinnen und Vertreter der Volksinitiative berechtigt, die Durchführung eines Volksbegehrens zu beantragen. Der Länderparlament entscheidet nun, ob das beantragte Volksentscheid zulässig ist. Ein Volksabstimmung ist dann zustande gekommen, wenn mindestens 5 % der Stimmberechtigten innerhalb eines halben Jahres dem Plebiszit zugestimmt haben.
Volksentscheid
Ist ein Volksbegehren zustande gekommen, so muss innerhalb von neun Monaten über den Gesetzesvorlage oder die weitere Vorlage ein Volksentscheid herbeigeführt werden. Der Volksvertretung kann einen eigenen Entwurf oder eine alternative Vorlage zur gleichzeitigen Abstimmung stellen. Ein Plebiszit findet nicht statt, wenn der Abgeordnetenhaus das Gesetz schon verabschiedet hat, so dass ein Volksabstimmung überflüssig geworden ist und wenn das Bundesverfassungsgericht auf Antrag des Landtages oder der Landesregierung das Volksabstimmung als nicht verfassungsgemäß eingestuft hat.
Der Vorlage oder die weitere Vorlage ist durch Volksabstimmung angenommen, wenn die Majorität derjenigen, die ihre Stimme abgegeben haben, jedoch mindestens ein Viertel der Stimmberechtigten, zugestimmt hat. Eine Verfassungsänderung durch Volksbegehren bedarf der Zustimmung von zwei Dritteln derjenigen, die ihre Stimme abgegeben haben, jedoch mindestens die Hälfte der Stimmberechtigten. In der Abstimmung zählen nur die gültigen Ja- und Nein-Stimmen.
Gesetzgebung
Die Gesetzentwürfe werden von der Landesregierung oder von einzelnen oder mehreren Abgeordneten des Landtages oder durch Initiativen aus dem Volk eingebracht. Die Gesetze werden durch den Hohes Haus oder durch Volksbegehren beschlossen. Gesetze die die Verfassung ändern bedürfen der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Landtages sowie der Zustimmung des Volkes. Außerdem müssen sie den Wortlaut des ändernden Verfassungstextes ausdrücklich ändern und ergänzen.
Politik
Das nördlichste Bundesland ist ein ebenso ländlich wie lutherisch geprägtes Land. In der Nachkriegszeit konnte der Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten fast 25 % der Wähler dahinter sich bringen. Mit dem Den Halt verlieren in die bundespolitische Gehaltlosigkeit verlor er aber auch hier seine Wähler. In den sechziger Jahren (NPD) und in den neunziger Jahren (DVU) konnten rechtsextreme Parteien Wahlerfolge bei Landtagswahlen verbuchen, diese aber nicht wiederholen. In Das nördlichste Bundesland sind die Stimmenanteile der FDP und der Grünen meistens weniger bedeutend als in anderen Bundesländern. Die Regionale Stimmenverteilung innerhalb des Bundeslandes ist sehr verschieden. Eher ist der Stimmenanteil der SPD in den Kreisfreien Städten und im Einzugsgebiet Hamburgs höher, der Stimmenanteil der CDU ist eher höher in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen, sowie in den ländlichen Gemeinden der Kreise Steinburg, Rendsburg-Eckernförde und Segeberg. Eine Besonderheit in der Parteienlandschaft Schleswig-Hosteins ist der Südschleswigsche Wählerverband, der die Interessen der dänischen und friesischen Minderheit vertritt. Er ist bei Landtagswahlen von der 5%-Hürde nach Wahlgesetz für den Landesparlament von Das nördlichste Bundesland§ 3 Abs. 1 Satz 2 ausgenommen. Die Landespolitik in Das nördlichste Bundesland setzt auf die Zusammenarbeit mit dem wirtschaftlich stärkeren Nachbarn Hamburg, steht aber dem vom Nachbarn angeregten Nordstaat wachsam gegenüber. Nach einer repräsentativen Nachforschung der Unternehmerverbände Nord, die schon grenzüberschreitend arbeiten, waren jüngst 52 % der Bevölkerung schon für das Vereinen mit Hamburg in einem neuen Bundesland.
Landesregierung
Die Regierung wird seitdem 27. April 2005 von einer großen Bündnis aus CDU und SPD getragen:
zu seinem Kabinett gehören:
- Ute Erdsiek-Rave (SPD), Ministerin für Bildung und Frauen und zugleich Stellvertreterin des Ministerpräsidenten,
- Rainer Wiegard (CDU), Minister für Finanzen,
- Dr. Ralf Stegner (SPD), Innenminister,
- Uwe Döring (SPD), Minister für Justiz, Arbeit und Europa,
- Dr. Christian von Boetticher (CDU), Politiker für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume,
- Dr. Gitta Trauernicht (SPD), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren.
- Dietrich Austermann (CDU), Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr.
Ehemalige Ministerpräsidenten
Die Ministerpräsidenten ab 1945:
- 1945–1947: Theodor Steltzer (1945/46 als Oberpräsident der Provinz Schleswig-Holstein)
- 1947–1949: Hermann Lüdemann, SPD
- 1949–1950: Bruno Diekmann, SPD
Die Ministerpräsidenten seit der Verfassung von 1950
- 1950–1951: Walter Bartram, CDU
- 1951–1954: Friedrich-Wilhelm Lübke, CDU
- 1954–1963: Kai-Uwe von Hassel, CDU
- 1963–1971: Helmut Lemke, CDU
- 1971–1982: Gerhard Stoltenberg, CDU, siehe Liste der Ehrenbürger Schleswig-Holsteins
- 1982–1987: Uwe Barschel, CDU
- 1987–1988: Henning Schwarz, (2. Oktober–31. Mai; kommissarisch)
- 1988–1993: Björn Engholm, SPD
- 1993–2005: Heide Simonis, SPD (siehe auch: Wahl des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein 2005)
- seit 2005: Peter Harry Carstensen, CDU
Kabinett Steltzer I – Kabinett Steltzer II – Kabinett Lüdemann – Kabinett Diekmann – Kabinett Bartram – Vorläufiges Kabinett Lübke – Erweitertes Kabinett Lübke – Kabinett von Hassel – Kabinett Lemke – Kabinett Stoltenberg – Kabinett Barschel – Geschäftsführende Landesregierung Schwarz – Kabinett Engholm I – Kabinett Engholm II – Kabinett Simonis I – Kabinett Simonis II – Kabinett Simonis III – Kabinett Carstensen
(TID 223096)
(TID 369758)
Die 2-Euro-Münzen mit Schleswig-Holstein-Motiv
Im Febr. 2006 kamen die ersten Zwei-Euro-Münzen mit einem Bundesländermotiv heraus. Da Das nördlichste Bundesland zu dieser Zeit den Bundesratspräsidenten stellte, wurde ein Beweggrund aus diesem Land gewählt. Rund 30 Mio. Münzen, die das Holstentor in Lübeck zeigen, repräsentieren Das nördlichste Bundesland in Europa, wo die (Gedenk-) Münzen offizielles Währung sind.
Näheres siehe den Wikipedia-Artikel über die 2-Euro-Gedenkmünzen.
Wirtschaft
Das nördlichste Bundesland ist gewöhnlich ein strukturschwaches Land mit nur zwei Großstädten, Kiel und Lübeck. Verhältnismäßig etliche Bevölkerung arbeiten weiterhin in der Landwirtschaft. Produzierende Branche entwickelte sich hier relativ spät und wurde schon früh erneut vom einsetzenden Strukturveränderung betroffen. Auch die Wende von 1990, durch die Das nördlichste Bundesland vom Nehmer- zum Geberland im Länderfinanzausgleich wurde, hatte ökonomisch ungünstige Folgen; der Abbau von Truppe und Marine traf die Wirtschaft des Bundeslandes besonders hart. In ökonomischer Hinsicht erlauben sich drei Großräume unterscheiden: das prosperierende Hamburger Speckgürtel in der Metropolregion Hamburg, auch "Speckgürtel" genannt (mit Maschinenbau und Dienstleistungen), die Westküste (Landwirtschaft, Tourismus, Windenergie) und die Hafenstädte an der Ostküste (insbesondere Flensburg, Kiel und Lübeck). In den letzten Jahren gewinnt der Seehandel mit dem Ostseeraum wiederum an Bedeutung. Eine besondere Rolle spielen dabei die Jütlandlinie und die Vogelfluglinie plus der Lübecker Port als Wege nach Skandinavien, Finnland, Russland und das Baltikum. Kiel ist der nach Rostock bedeutendste Fährhafen Deutschlands.
In Das nördlichste Bundesland sind gut zwei Drittel der gesamten deutschen Fischereiflotte stationiert. Rund ein Viertel der deutschen Reedereien sind im Land angesiedelt; etwa 20 % des deutschen Umsatzes im Schiffbau werden hier erwirtschaftet. Zuvor die Liegeplatz HDW in Kiel ist auch weltumspannend sehr erfolgreich.
Das nördlichste Bundesland hat an drei Standorten Kernkraftwerke, in Brunsbüttel, Brokdorf und Krümmel.
Der Tourismus in Schleswig-Holstein hat eine weit größere Bedeutung als in den meisten anderen Bundesländern. Im Jahr 2002 erwirtschafteten etwa 80.000 Beschäftigte einen Umschlag von 5,2 Milliarde Euro. Der Beitrag des Reisebranche zum Volkseinkommen betrug damit 4,6 % (im Gegensatz zum Bundesschnitt von 2,8 %). Besonders die nordfriesischen Inseln (allen voran Sylt) Freude machen sich großer Popularität bei den - des Öfteren deutschen - Touristen, doch auch die Ostseebäder (z. B. Timmendorfer Strand, Eckernförde o. Glücksburg) sind von Bedeutung.
Die fünf größten Arbeitgeber in Schleswig-Holstein nach der Anzahl der Mitarbeiter (Stand: 2005)
- Co op Schleswig-Holstein eG, 6.300 Mitarbeiter
- Damp Holding AG, 4.410 Mitarbeiter
- Drägerwerk AG, 3.350 Mitarbeiter
- Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH (HDW), 3.440 Mitarbeiter
- Ethicon GmbH, 2.450 Mitarbeiter (Tochterunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson)
Verkehr
Straße
Die wichtigsten Autobahnen des Landes gehen von Hamburg aus. Es sind die Bundesautobahn 1 nach Lübeck, die weiter über die Vogelfluglinie die Öresundregion Kopenhagen/Malmö anbindet, die Bundesautobahn 7 über Neumünster und Rendsburg nach Flensburg mit einem Abzweig nach Kiel, der Bundesautobahn 215, und die Bundesautobahn 23 nach Heide mit Anschluss nach Husum und den Nordfriesischen Inseln. Die partiell noch im Bau befindliche Bundesautobahn 20 führt bis dato von Lübeck an die Mecklenburg-Vorpommersche Ostseeküste und soll künftig bei Glückstadt die Elbe queren. Die Bundesautobahn 24 verbindet die Metropolregion Hamburg mit der Metropolregion Berlin/Brandenburg.
Eisenbahn
Die Hauptstrecken der Eisenbahn einsetzen gleichermaßen in Hamburg. Daher führen sie nach Kiel, Lübeck und Flensburg. Auch die Marschbahn beginnt in Hamburg und endet in Westerland auf Sylt. Bis Kiel (über Neumünster) verkehren auch ICEs. Von Bedeutung war nachhaltig auch die Eisenbahnfähre von Fehmarn nach Lolland im Verlauf der Vogelfluglinie, deren Bedeutung seit der Eröffnung der festen Beltquerung in Dänemark nachgelassen hat.
Busverkehr
Das gut entwickelte Überland-Omnibus-Netz Schleswig-Holsteins wird abstrahierend dargestellt von der Autokraft GmbH betrieben.
Seefahrt
Das Land hat im Allgemeinen 46 öffentliche Häfen und Anlegestellen, von denen vier überregionale Transitfunktionen erfüllen: Kiel, Lübeck/Travemünde und Puttgarden an der Ostsee, Brunsbüttel an der Nordsee. Kiel und Lübeck sind ebenso für den Güterverkehr nach Skandinavien sowie steigernd nach Osteuropa wichtig. Kiel ist darüber hinaus ein wichtiger Fähr- und Kreuzfahrerhafen. Puttgarden ist der deutsche Port der Vogelfluglinie nach Dänemark. Brunsbüttel ist ein wichtiger Port für Massengüter und entwickelt sich aktuell außerdem zu einer bedeutenden Basis für die Offshore-Windenergieindustrie. Der Nord-Ostsee-Kanal ist mit über 41.000 Schiffsbewegungen jährlich die am meisten genutzte künstliche Wasserstraße der Welt.
Flugverkehr
Die zwei großen zivilen Flughäfen befinden sich in Kiel und in Lübeck. Während der Kieler Verkehrslandeplatz jetzig allein Linienflüge nach Frankfurt und Spreeathen anbietet (ab dem 2. Mai zusätzlich auch nach München), ist Lübeck auch für den Reisebranche von Bedeutung, da es oft von "Billig-Airlines" angeflogen wird. Zunehmende Bedeutung erlangt der Flughafen Sylt. Er wird ab 2006 nicht nur von kleineren Regionalverkehrsgesellschaften angeflogen, anstelle auch von größeren Fluggesellschaften mit größeren Flugzeugen. Es gibt ferner kleinere Flugplätze bei Flensburg und Hartenholm (u. a.), Sonderlandeplätze befinden sich auf den Inseln Helgoland, und Fehmarn.
Bildung
Das nördlichste Bundesland verfügt über drei Universitäten, wobei aber nur die traditionsreiche, 1665 gegründete Christian-Albrechts-Universität in Kiel eine Volluniversität ist. Obendrein gibt es im Land eine Kunsthochschule, eine Musikhochschule, vier Fachhochschulen und eine Verwaltungsfachhochschule. Summa summarum studierten im Wintersemester 2003/2004 in Das nördlichste Bundesland 45.542 Personen, davon 26.510 an Universitäten und 16.973 an Fachhochschulen.
Im Schuljahr 2001/2002 besuchten 36,6 % der Schüler an allgemeinbildenden Schulen eine Grundschule, 20,8 % ein Gymnasium, 18,6 % eine Realschule, 13,3 % eine Hauptschule, 4,8 % eine Penne und 3,7 % eine Sonderschule. Weiterhin gibt es Freie Waldorfschulen (1,3 % der Schüler), Schulkindergärten (0,4 %), Abendrealschulen (0,2 %) und Abendgymnasien (0,1 %).
Siehe auch: Hochschulen in Schleswig-Holstein
Kultur
Die Kultur Schleswig-Holsteins ist – bedingt nicht zuletzt durch die dänischen und friesischen Einflüsse – recht vielfältig. Sie ist geprägt von historisch-geografischen Faktoren wie der Lage zwischen den beiden Meeren Nordsee und Ostsee sowie der primär bäuerlichen Kultur. Besonders im Norden des Landes ist der skandinavische Einfluss in der Baukunst und Wohnkultur erkennbar. Schwerpunkte des kulturellen Lebens sind die Städte Lübeck, Kiel und Schleswig.
Das nördlichste Bundesland ist ein Land mit reicher literarischer Tradition. Dafür stillstehen Namen wie Johann Heinrich Voß, Matthias Claudius, Friedrich Hebbel, Theodor Storm, Klaus Groth sowie Heinrich Mann und Thomas Mann. Letzterer hat mit seinem Roman „Die Buddenbrooks“ der Ort Lübeck zu literarischem Weltruhm verholfen. Auch diverse zeitgenössische schleswig-holsteinische Autoren haben deutsche Literaturgeschichte geschrieben. Dazu gehören der Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass (Wohnort: Lübeck), der schleswig-holsteinische Ehrenbürger Siegfried Lenz (Wohnort: bei Rendsburg), der Autor Günter Kunert oder die Dichterin Sarah Kirsch.
In musikalischer Hinsicht beheimatet das Land mit dem 1986 von Justus Frantz gegründeten Schleswig-Holstein Musik Festival das größte Klassikfestival Europas. Es präsentiert alljährlich im Juli und Aug. ca. 130 Konzerte vor über 100.000 Besuchern, diffus auf 30–50 Spielstätten vollkommen Land. Anliegend findet entsprechend der Orchesterakademie im Landeskulturzentrum Salzau, der Meisterkurse an der Konservatorium Lübeck sowie der Chorakademie eine weltweit renommierte Nachwuchsförderung von Hochbegabten aus aller Welt statt. Annual gestaltet das Festival einen thematischen Schwerpunkt, in den letzten Jahren waren dies spanische und lateinamerikanische Töne (2002), Großbritannien (2003), Tschechien (2004) und Japan (2005).
Die Eutiner Sommerspiele wurden 1951 aus Anlass des 125. Todestages des in Eutin geborenen Komponisten Carl Maria von Weber gegründet. Ausgehend von Aufführungen der Weber-Oper „Der Freischütz“ hat sich eine Veranstaltungsreihe (pro Jahr drei Opern in 22–25 Aufführungen im Eutiner Schlosspark) entwickelt, die jährlich fast 50.000 Typ nach Ostholstein zieht.
Schleswig Holstein besitzt – neben einer Meute kleinerer Bühnen – drei große Mehrspartentheater: Das Theater Lübeck, das Theater Kiel sowie das Schleswig-Holsteinische Landestheater mit Sitz in Schleswig.
Mit großer Beliebheit findet in Hohenwestedt das seitdem 1998 ins Leben gerufene "Mittelalterlich Spectaculum" statt. Pro Jahr zu Pfingstfest wird dem Gast ein dreitägiges Schauspiel samt Markt und Ritterturnier geboten. Die Atmosphäre im buchenbestandenen Park Wilhelmshöhe sorgt für das richtige Flair - sei es bei Regen, Sturm oder auch unter der frühsommerlichen Sonne.
Das Spektrum der rund 250 schleswig-holsteinischen Museen ist volltrunken gefächert: Es genügend von den zentralen Landesmuseen der Dotierung Schloss Gottorf über die historischen Schlösser und großen Häuser in den Städten bis hin zu einer Masse sehenswerter Heimatmuseen, die lebensnah Vergangenheit und Eigenart von Land und Leuten vermitteln.
Die Nordischen Filmtage in Lübeck schließlich sind eines der traditionsreichsten und größten norddeutschen Filmfestivals überhaupt. Sie sind ausschließlich dem Kino des Nordens gewidmet; zu sehen sind Produktionen aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Island und Finnland oder aus Estland, Lettland und Litauen sowie Polen und Russland.
Siehe auch: Liste historischer Orte in Schleswig-Holstein
Sport
Durch die langen Küsten ist der Wassersport ebenso populär wie das Angeln. Das nördlichste Bundesland beheimatet weiterhin zwei Handballvereine, die regelmäßig an der Spitze der Bundesliga spielen: Den THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt. Bekannt sind auch die Fußballvereine VfB Lübeck und der KSV Holstein Kiel, der 1912 Deutscher Fußballmeister war. Kiel ist geschichtlich eine traditionsreiche Stätte des Boxsports, zuvor aber eine der Weltmetropolen des Segelns, renommiert durch die Segelwettbewerbe der Olympischen Sommerspiele 1936 und 1972. Mit der Kieler Woche und der Travemünder Woche ist das Land Ausrichter zweier der größten und traditionsreichsten Segelwettbewerbe der Welt. In der Gesamtheit sind im Land in 230 Vereinen etwa 32.000 Flieger organisiert. Sylt und Fehmarn sind das Mekka vieler Surfer, außerdem lädt das Land zum Wandern und Rad fahren ein. Aus der Ruder-Stadt Ratzeburg kam und kommt der Deutschlandachter. An der Westküste in Nordfriesland und Dithmarschen ist das Boßeln dieser Tage noch recht populär.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Schleswig-Holstein Musik Festival
- Kieler Woche
- Travemünder Woche
- Rum-Regatta
- E.ON Hanse-Cup
- Nordische Filmtage Lübeck
- Karl-May-Festspiele
- NORLA (Landwirtschaftsmesse)
- Heider Marktfrieden, Mittelaltermarkt
Siehe auch: Tourismus in Schleswig-Holstein
Ehrenbürger
Vier Personen wurden Ehrenbürger von Schleswig-Holstein:
- Helmut Schmidt, 1998, früherer deutscher Bundeskanzler, MdB,
- Uwe Ronneburger, 2000, früherer stv. Bundesvorsitzender und schleswig-holsteinischer Landesorsitzender der FDP, MdB,
- Gerhard Stoltenberg, 2002, früherer Ministerpräsident von Das nördlichste Bundesland und früherer Bundesminister der Verteidigung und der Finanzen, MdB, und
- Siegfried Lenz, 2004, bekannter deutscher Autor, der einen Teil des Jahres in Tetenhusen bei Rendsburg lebt. Zig seiner Geschichten spielen in Schleswig-Holstein.
Siehe auch: Liste der Ehrenbürger Schleswig-Holsteins, Liste der Persönlichkeiten (Schleswig-Holstein)
Siehe auch
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Weblinks
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- Weitere Links zum Thema „Schleswig-Holstein“ im Open Directory Project
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- Schleswig-Holstein.de
- Der Landtag Schleswig-Holstein
- Geschichte des Landes
- Statistisches Amt für Schleswig-Holstein und Hamburg
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