Segen
Aus Schlauweb
Der Begriff Segen (v. althochdt.: segan Rückbildung aus segnen, lat. signare mit dem Zeichen [des Kreuzes] versehen) bezeichnet in der Religion das Stimmen einer wohlmeinenden Anleitung oder eines Gebetes. Der Segen ist mit Gebärden verbunden (z.B.: Handauflegung, Segensgestus, Ausbreiten der Hände), die das wohltätige Wirken Gottes an der gesegneten Person oder der gesegneten Sache versinnbildlichen sollen (s. Segenszeichen). Segen ist dabei lebensfördernde Kraft.
Der Segen steht im direktem Gegensatz zum Fluch und ist in verschiedener Anpassung ein Grundelement aller Religionen.
Danach Sinne wird das Wort Segen nun auch verwendet um die Freude über ein Mitbringsel oder eine Sachverhalt zu beschreiben. ("Dieses Kind ist ein Segen Gottes für uns.")
Altes Testament
In 4.Mose 6,24-26 wird er als eine symbolische Handlung eingesetzt: Im Namen und in Vertretung Gottes legen sie zeichenhaft ihre erhobenen Hände auf die Schultern der Gemeindeglieder und sprechen ihnen das zugewandte Antlitz Gottes zu:
- Der Herr segnet Dich und behütet Dich
- Der Herr lässt sein Angesicht über Dir leuchten und ist Dir gnädig,
- Der Herr erhebt sein Angesicht auf Dich
- und gibt Dir Frieden
Im Jüdische Religion spielt die Geschichte des Segens, sein individueller oder kollektiver Verlust bzw. seine Erhaltung eine existenzielle Rolle. Die priesterliche Segensspendung fand in das Christentum Einzug.
Im katholischen, orthodoxen und lutherischem Christentum wird ein Segen meist mit der Geste des Kreuzes umgesetzt und oft mit der Besprengung mit Weihwasser unterstützt (vgl. Asperges).
Siehe auch: Aaronitischer Segen, Benediktionale, Haussegen, Segenswünsche
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