Swift-Tuttle
Aus Schlauweb
| 109P/Swift-Tuttle | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits | |
| Orbittyp | kurzperiodisch |
| Perihel | 0,960 AE |
| Große Halbachse | 26,092 AE |
| Aphel | 51,225 AE |
| numerische Exzentrizität | 0,963 |
| Neigung der Bahnebene | 113,454 ° |
| Siderische Umlaufzeit | 133 a 103d |
| Bahngeschwindigkeit im Perihelium | 42,593 km/s |
| Physikalische Eigenschaften des Kerns | |
| Durchmesser | ? |
| Masse | ? kg |
| Mittlere Dichte | ? g/cm3 |
| Albedo | ? |
| Geschichte | |
| Entdecker | L. Swift, H. P. Tuttle |
| Zeitangabe der Entdeckung | 16. Juli 1862 |
| ältere Bezeichnung | 1862 III, 1992t |
(TID 473683)
Swift-Tuttle (offizielle Bezeichnung 109P/Swift-Tuttle) ist ein kurzperiodischer Komet, der am 16. Juli 1862 von Lewis Swift und am 19. Juli 1862 von Horace Parnell Tuttle unabhängig voneinander gefunden wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Umlaufbahn
Der Asteroid läuft in rund 133 Jahren auf einer elliptischen Umlaufbahn zwischen 0,96 (Perihel) und 51,23 (Aphel) astronomischen Einheiten um die Sonne, die Bahnexzentrizität beträgt 0,963. DB ist rund 67° gegen die Ekliptik geneigt, da sich der Meteor aber rückgebildet (rückläufig) um die Sonne bewegt, wird seine Inklination mit 113° angegeben.
Geschichte
Bei seiner Turnus im Jahr 1862 näherte sich der Asteroid bis auf 0,34 AE an die Erde. Er erreichte eine scheinbare Helligkeit von so weit wie 2mag, und sein Schweif eine Länge von so weit wie 30°.
Eine Bahnbestimmung aus den Beobachtungen von 1862 ergab eine Umlaufszeit von 120 Jahren, sodass die Turnus des Kometen zunächst für das Anno 1981 typischerweise wurde. Der Asteroid konnte aber nicht aufgefunden werden. Unter der Annahme, dass der Komet Kegler von 1737 (C/1737 N1) eine frühere Erscheinung von Swift-Tuttle war, sagte der US-Astronom Brian Marsden seine Wiederkehr für 1992 voraus. Tatsächlich konnte Swift-Tuttle am 26. September 1992 von dem japanischen Amateurastronomen Tsuruhiko Kiuchi nochmal aufgefunden werden. Da der Asteroid bei dieser Iteration der Erde nie näher als 1,16 AE kam, erreichter er nur eine maximale scheinbare Licht von 5mag.
Der Asteroid Swift-Tuttle kann der Erde aber auch sehr nahe kommen, selbst eine Anprall mit der Erde kann über längere Zeiträume hinweg nicht undurchführbar werden. Bei der nächsten, für das Jahr 2126 erwarteten Wiederkehr des Kometen, besteht aber keine Gefahr, da sich der Asteroid nicht näher als etwa 0,15 AE (rund 25 Mio. Kilometer) annähern wird.
Auch die von chinesischen Astronomen beschriebenen, großen Kometen der Jahren 69 v. Chr. und 188 n. Chr. konnten mit Erscheinungen des Kometen Swift-Tuttle identifiziert werden.
Mutterkörper der Perseiden
Im Anno 1866 erkannte der italienische Mensch Giovanni Schiaparelli, dass sich die Orbit des Kometen Swift-Tuttle und der für die Meteoroiden im Meteorstrom der Perseiden abgeleiteten Bahnen gleichen. Damit konnte zum ersten Mal ein Mutterkörper eines Meteorstroms identifiziert werden: Der Asteroid verliert bei jedem Umlauf Materie. Jedes Jahr, wenn die Erde um den 12. August herum die Bahn des Kometen Swift-Tuttle kreuzt, gelangen Kometenpartikel mit hoher Tempo in die Erdatmosphäre und leuchten als Meteore auf.
Weblinks
- Gary W. Kronk's Cometography - 109P/Swift-Tuttle (en.)ca:109P/Swift-Tuttle
en:109P/Swift-Tuttle es:109P/Swift-Tuttle nl:Komeet Swift-Tuttle pl:Kometa Swift-Tuttle ru:Комета Свифта — Туттля
sk:109P/Swift-Tuttle(TID 513937)
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