TSV 1860 München
Aus Schlauweb
| Bild:TSV 1860 München (Wappen).png | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| Voller Name | TSV München von 1860 e.V. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spitzname(n) | Die Löwen | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gegründet | 17. Mai 1860 | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadion | Allianz-Arena | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Plätze | 69.901 | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Präsident | Alfred Lehner | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Trainer | Walter Schachner | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Adresse | Sortierfach 90 10 65 81510 München Tel.: (089) 64 27 85 60 Fax: (089) 64 27 85 80 info@tsv1860muenchen.de www.tsv1860.de | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Liga | 2. Bundesliga | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2005/06 | 13. Platz | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||
(TID 583488)
Der TSV 1860 München (offiziell TSV München von 1860 GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien), ist ein deutscher Klub mit über 20.000 Mitgliedern, zum ersten Mal gegründet am 15. Juli 1848. Nach einem späteren Verbot wegen „republikanischer Umtriebe“ erfolgte die Wiedergründung als TSV München von 1860 e.V. am 17. Mai 1860.
Kurzhistorie
- 25. April 1899 Gründung der Fußballabteilung
- 1926 Vollendung des Stadionbaus für 40.000 Beobachter an der Grünwalder Straße
- 1931 Landsmann Fußball-Vizemeister
- 1937 Finanzkrise, Notverkauf des Stadions an die Ort
- 1942 Deutscher Fußball-Pokalsieger
- 1963 Mitgründer der (1.) Fußball-Bundesliga
- 1964 Staatsbürger Fußball-Pokalsieger
- 1965 Fußballmannschaft ist Finalist im Europapokal der Pokalsieger
- 1966 Deutscher Fußball-Meister
- 1967 Bürger Fußball-Vizemeister
- 1972 Festumzug in das neu errichtete Olympiastadion
- 1976 Rückkehr in das Stadion an der Grünwalder Straße
- 1982 Fußball-Abteilung: Lizenzentzug mit Zwangsabstieg in die Amateuroberliga (3. Liga)
- 1992 bis 1994 Fußball-Abteilung: Durchmarsch von Liga 3 bis in die 1. Bundesliga
- 1996 Deutscher Fußball-Hallenmaster, Fußball-Abteilung: Qualifikation für den UEFA-Cup
- 2000 Fußball-Abteilung: Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League
- 2001 Mitgründer der Allianz-Arena
- 2004 wird der Präsident Karl-Heinz Wildmoser gefangen und tritt kurze Zeit später zurück, Nachfolger wird Karl Auer.
- 2004 Fußball-Abteilung: Hinuntersteigen in die 2. Bundesliga
- 2005 Festspiel in die neu errichtete Allianz-Arena
Geschichte
1848 bis 1860: Gründung des Vereins
Zum ersten Mal gegründet wurde der Verein als Münchner Turnverein am 15. Juli 1848. 1849 erfolgte ein Verbot wegen „republikanischer Umtriebe“. Die Wiedergründung erfolgte am 17. Mai 1860.
1898 bis 1911: Umbenennung, Fußballabteilung
1898 erfolgte die Umbenennung in Turnverein München von 1860. 1899 wurde dann die Fußballabteilung gegründet.
1911 bis 1924: Bau des Grünwalder Stadions
Der berühmte Löwe (zuerst nur mit einem Schwanz, später änderte man dies in zwei, um eine Verwechselung mit dem Löwenbräu-Wappen auszuschließen.) schmückt seitdem 1911 das Vereinswappen.
1926 bis 1963: Entwicklung der Mannschaft zum Elite-Klub
Spiel um die Deutsche Meisterschaft:
14. Juni 1931 – Finale um die Deutsche Herrschaft 1931
Hertha BSC Berlin - TSV 1860 München 3:2 (1:2)
Hertha BSC: Gehlhaar, Völker, Wilhelm, Appel, Müller, Stahr, Ruch, Sobek, Lehmann, Kirsei, Hahn
1860 München: Riemke, Schäfer, Wendl, Stock, Pledl, Eiberle, Stiglbauer, Lachner, Huber, Oeldenberger, Thalmeier
Tore: 0:1 Oeldenberger (24.), 1:1 Sobek (44.), 1:2 Lachner (45.), 2:2 Sobek (75.), 3:2 Kirsei (89.)
Schiedsrichter: Fissenewerth (Mönchengladbach)
Zuschauer: 50.000 (Müngersdorfer Stadion, Köln)
1963 bis 1970: Deutsche Meisterschaft und Europapokal-Finale
Im Anno 1963 wurde der TSV 1860 München Mitgründer der Fußball-Bundesliga. In der Saison 1963/64 wurde der TSV 1860 München DFB-Pokalsieger, in der Saison 1964/65 Vizemeister des Europapokals der Pokalsieger (Finalniederlage gegen West Ham United) und in der Saison 1965/66 Bürger Meister. Danach ging es allerdings kontinuierlich bergab, und es folgte 1970 der Heruntersteigen in die Regionalliga.
Saison Liga Platz Tore Punkte 1963/64 BL 7. 66:50 31:29 1964/65 BL 4. 70:50 35:25 1965/66 BL 1. 80:40 50:18 1966/67 BL 2. 60:47 41:27 1967/68 BL 12. 55:39 33:35 1968/69 BL 10. 44:59 34:34 1969/70 BL 17. 41:56 25:43
1970 bis 1977: Zweitklassigkeit
Ab der Gründung der Bundesliga war die Regionalliga bis zur Gründung der 2. Bundesliga im Anno 1974 die zweithöchste Liga in Deutschland. Sie wurde in die Staffeln Nord, West, Süd, Südwest und Berlin unterteilt. Die neue 2. Bundesliga wurde in die Staffeln Nord und Süd unterteilt. Der TSV 1860 München verfehlte bis 1977 wieder und wieder knapp den Aufstieg. Am 15. Aug. 1973 wurde beim Spiel des TSV 1860 München gegen den FC Augsburg ein ewiger Zuschauerrekord des Olympiastadions aufgestellt, als nach einem frühen Führungstor der Löwen alle Dämme brachen und das Wettkampfstätte von noch draußen wartenden Zuschauern gestürmt wurde. Schätzungsweise 90.000 Publikum wohnten dem Spiel bei. Der Sturm aufs Wettkampfstätte hatte 136 Verletzte, aber keine Opfer gefordert.
Saison Liga Platz Tore Punkte 1970/71 RL 4. 59:40 41:31 1971/72 RL 3. 62:34 46:26 1972/73 RL 3. 79:50 42:26 1973/74 RL 3. 74:35 43:25 1974/75 2. BL 5. 64:45 45:31 1975/76 2. BL 4. 78:55 47:29 1976/77 2. BL 2. 78:29 56:20
1977 bis 1982: Achterbahnfahrt und Lizenzentzug
Nur ein Jahr konnte sich der TSV 1860 München in der Bundesliga halten. Nach einem erfolglosen Bundesligaausflug musste der Verein in der Saison 1978/1979 abermals in Liga 2 antreten, wo der sofortige Wiederaufstieg gelang. In der Saison 1980/1981 stiegen die Löwen dann wiederum aus der Bundesliga ab. Ab 1980 spielte der einstmals junge Rudi Völler beim TSV 1860 München, verließ diesen aber angesichts des Lizenzentzugs in Tendenz Werder Bremen. In der folgenden Zweitligasaison entzog im Warme Jahreszeit1982 der DFB dem Verein die Lizenz, da laut DFB der TSV 1860 München, der nur um einen Punkt den Wiederaufstieg verpasst hatte, zu große finanzielle Belastungen nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga zusammengeschrumpft war.
Saison Liga Platz Tore Punkte 1977/78 BL 16. 41:60 22:46 1978/79 2. BL 1. 75:38 53:23 1979/80 BL 13. 42:53 30:38 1980/81 BL 16. 49:67 25:43 1981/82 2. BL 4. 87:56 45:31
1982 bis 1994: Die mageren Jahre bis zum Wiederaufstieg
Der Zwangsabstieg in die Amateur-Oberliga Bayern (Bayernliga) bedeutete einen starken Umwälzung in der Mannschaft der Löwen. Nachdem 14 Mensch den Verein verlassen hatten, wurden 20 neue verpflichtet. Dennoch reichte es deutlich nicht zum Wiederaufstieg. In der folgenden Saison wurde die Aufstiegsrunde erreicht, jedoch gewannen die Löwen dort nur ein Spiel, die anderen 5 gingen verloren. In der Saison 1984/85 drohte aushilfsweise wenn schon der Heruntersteigen in die Landesliga, dennoch sich 4 Coach versuchten, nämlich Bernd Patzke, Oktavian Popescu, Erich Beer und Wenzel Halama. Ein paar Mal ging es dann in den folgenden Saisons noch knapp am Aufstieg vorbei, bis er unter Coach Karsten Wettberg 1991 im Endeffekt gelang. Allerdings stieg der Verein dann gleich abermals in die Bayernliga ab, aber nur für ein Jahr. Dann begann mit Werner Lorant der Durchmarsch in die Bundesliga.
Saison Liga Platz Tore Punkte 1982/83 OL By 6. 63:49 41:31 1983/84 OL By 1. 79:38 51:25 In der Aufstiegsrunde gescheitert 1984/85 OL By 11. 54:53 31:37 1985/86 OL By 2. 83:44 48:20 1986/87 OL By 3. 71:41 50:22 1987/88 OL By 3. 71:42 40:24 1988/89 OL By 5. 80:49 38:26 1989/90 OL By 2. 60:25 44:16 1990/91 OL By 1. 62:21 54:10 1991/92 2. BL Süd 10. 19:24 19:25 1992/93 OL By 1. 69:35 48:16 1993/94 2. BL 3. 55:38 47:29
1994 bis 2001: Die Ära Wildmoser/Lorant und die Stadionfrage
Der Jubel der Fans war überwältigend, als in Meppen das letzte Spiel der Zweitligasaison 1993/94 abgepfiffen war, der TSV 1860 München mit einem 1:0-Sieg als erster Verein überhaupt den direkten Durchmarsch aus der Bayernliga in die Bundesliga geschafft hatte und dieser nach 13-jähriger Abwesenheit erneut angehörte. Mit allem Einsatz und viel Glück schaffte man in der folgenden Saison den Klassenerhalt.
Bis 2000 konnte man sich immerwährend steigern – holte Stars wie Thomas Häßler und Martin Max – und erreichte angrenzend sich verständigen auf Teilnahmen am UI-Cup sowie dem UEFA-Pokal die Qualifikation zur Champions-League durch einen 4. Platz in der Bundesliga. Sportlich konnte man aber nicht länger an die früheren Erfolge anknüpfen. Schließlich wurde Werner Lorant am 18. Oktober 2001 entlassen, nachdem man fünf Tage vor allem eine 1:5-Niederlage gegen den FC Bayern München erlitten hatte.
Die Stadionfrage loderte in dieser Zeit richtig auf, nachdem der Verein 1995 einen Umbau des Stadions an der Grünwalder Straße nicht länger weiter verfolgte und die Spiele von nun an völlig im von vielen Fans ungeliebten Olympiastadion an Stelle fanden. Nach einer anfänglichen Euphoriewelle mit Vereinsrekorden bzgl. Zuschauerschnitt und guten Stattfinden in der Bundesliga ebbte das Interesse an den Löwen auch angesichts nachlassender Leistungen allmählich ab. Unter den Fans gab es große Differenzen wegen der Spielortfrage, die zu einer regelrechten Aufsplittung zwischen verschiedenen Fangruppen führten. Hart diskutiert wurde zwischen diesen Gruppen auch der mögliche Umbau des Olympiastadions und die Mitwirkung des TSV 1860 München am Neubau der Allianz Arena in Fröttmaning.
Saison Liga Platz Tore Punkte 1994/95 BL 14. 41:47 27:41 1995/96 BL 8. 52:46 45 1996/97 BL 7. 56:56 49 1997/98 BL 13. 43:54 41 1998/99 BL 9. 49:56 41 1999/00 BL 4. 55:48 53 2000/01 BL 11. 43:55 44
2001 bis 2003: Umbruch mit Pacult und Götz
Nach der Kirch-Pleite wurde der Kader umgebaut. Mit älteren Spielern wie Thomas Häßler und Martin Max wurden die Verträge nicht verlängert. Den Perforation schafften Daniel Bierofka, dessen Papa auch schon für den TSV 1860 gespielt hatte, Benjamin Lauth und Andreas Görlitz.
Die Amateurmannschaft der Löwen stieg in der Saison 2003/2004 als Meister der Bayernliga in die Regionalliga Süd auf.
Saison Liga Platz Tore Punkte 2001/02 BL 9. 59:59 50 2002/03 BL 10. 44:52 45 2003/04 BL 17. 32:55 32
2004 bis 2005: Stadion-Affäre, Karl Auer wird Präsident, Abstieg
Der ehemalige Präsident des Vereins Karl-Heinz Wildmoser und sein Sohn Karl-Heinz Wildmoser jun. wurden am 9. März 2004 vorläufig festgenommen. Ihnen wurde die Annahme von 2,8 Mio. Euro Schmiergeld im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Stadions in München vorgeworfen. Ab dem 10. März 2004 ruhte das persönliche Vereinsmandat von Wildmoser senior. Am 15. März 2004 trat er nach einer mehrstündigen Krisensitzung des Aufsichtsrates zurück. Neuer Präsident wurde das vor ... außerhalb des Vereines unbekannte Aufsichtsratsmitglied Karl Auer. Er hatte für einen Aufenthaltsort Wildmosers im Amt plädiert und war die Kompromißlösung, um Wildmoser zum Rücktritt zu bewegen. Der ehemalige bayerische Kultusminister Hans Zehetmair, der zunächst als Favorit für die Nachfolge gegolten hatte, wurde Vizepräsident.
Die folgenden Wochen waren geprägt von Kompetenzstreitigkeiten zwischen dem medial unerfahrenen Großmetzger Auer und dem Ex-Kultusminister Zehetmair sowie von anhaltender sportlicher Talfahrt. Am 17. April 2004 wurde Coach Falko Götz entlassen. Zehetmair, der die Demission des Trainers ohne Rücksprache mit Präsident und Geschäftsführung als erster verkündet hatte, wurde für sein Vorpreschen scharf kritisiert und trat folglich zurück. Als neue Vizepräsidenten wurden der Juniorenleiter Wolfgang Hauner, der im Hauptberuf Polizeiobermeister im Bundespolizei ist, und Leonhard Roßmann, der Vorstandsvorsitzende einer Münchener Bank, ernannt. Neuer Coach wurde der Holländer Gerald Vanenburg. Dieser trat nach dem Heruntersteigen des Vereins in die zweite Liga zurück. Viele Leistungsträger mussten verkauft werden (Markus Schroth, Benjamin Lauth, Andreas Görlitz). Als neuer Berufstätiger wurde Rudi Bommer verpflichtet.
Währenddessen wurde das Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser eingestellt. Sein Sohn Karl-Heinz Wildmoser jun., der gleichzeitig Geschäftsführer des Vereins sowie der Stadionbetreibergesellschaft der Allianz-Arena war, blieb jedoch nach einem Teilgeständnis zunächst in Untersuchungshaft und wurde indessen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt; das Urteil ist noch noch nicht rechtskräftig.
Nach der 1:5-Pleite am 28. Nebelmonat November 2004 gegen Alemannia Aachen wurde Rudi Bommer am 4. Dez. 2004 zusammen mit seinem Assistenten Michael Dämgen entlassen. Nachdem Jürgen Röber dem TSV 1860 München eine Absage erteilte und eine Rückkehr von Werner Lorant nicht in Erwägung gezogen wurde, blieb der vormalige Co-Trainer und Cheftrainer der U23 Reiner Maurer Chef-Trainer des Vereins.
Der Aufstieg noch in der Saison 2004/2005 schien durch eine starke Leistung in der Rückrunde wiederum möglich zu sein. Am letzten Spieltag am 22. Mai 2005 mit nur einem Punkt Rückstand auf die Aufstiegsplätze verloren die Löwen jedoch gegen LR Ahlen 3:4, gleichzeitig gewann der Konkurrent Harmonie Frankfurt. So bleibt 1860 ein weiteres Jahr in der 2. Fußballbundesliga.
Saison Liga Platz Tore Punkte 2004/05 2. BL 4. 52:39 57
2005 bis 2006: Zweitligasaison im WM-Stadion
Seit Juni 2005 spielt der TSV 1860 München in der neuen Allianz-Arena. Das Eröffnungsspiel am 30. Mai 2005 gewann der TSV 1860 München gegen den 1. FC Nürnberg mit 3:2. Am 2. Juni folgte dann das zweite Eröffnungsspiel gegen den Stadtrivalen und Miteigentümer FC Bayern München, das die Löwen mit 1:0 für sich entschieden.
Die Futur des TSV 1860 München ist etwas ungewiss. Auf der einen Seite ist man wegen der jährlichen Kosten für die Allianz-Arena zum sportlichen Heil und somit Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga beinahe verpflichtet. Andererseits stillstehen durch das neue Wettkampfstätte auch einzigartige Möglichkeiten der Kommerzialisierung offen. Und nicht zuletzt wegen der Allianz-Arena konnten die Leistungsträger des Profiteams gehalten und übrige starke Typ verpflichtet werden, so dass der Verein sich konsequenterweise den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga zum Ziel gesetzt hat.
Nachdem die Löwen am Anfang der Hinrunde provisorisch noch Tabellenführer waren, zählten sie zur Winterpause nur noch zum erweiterten Favoritenkreis. Nach einem 0:0 am 18. Spieltag gegen den Tabellenletzten LR Ahlen vor heimischer Theaterkulisse zog die Vereinsführung die Nothaltschalter und entließ am 22. Januar Coach Reiner Maurer und Entscheider Roland Kneißl.
Verstärkt wurde die Schlimmer Zustand durch den Abzug der drei Punkte vom Sieg gegen den SV Wacker Burghausen am 12. Spieltag, da der in der 72. Minute eingewechselte 1860-Spieler Nemanja Vučićević nachträglich positiv auf das verbotene Mittel Finasterid getestet wurde.
Nur zwei Tage später, am 24. Januar, präsentierte 1860 München die Nachfolger: Walter Schachner wurde neuer Cheftrainer der Löwen, während Stefan Reuter den Posten als Führungskraft übernahm. Aber der erste Sieg stellte sich erst am 19. März in Paderborn ein, in der Lücke waren die Löwen auf den 13. Tabellenplatz abgerutscht und hatten nur noch 5 Punkte Abstand zum ersten Abstiegsplatz.
Am 17. März erklärte Löwenpräsident Karl Auer überraschend seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen. Sein Nachfolger wurde am 26. März der bisherige Aufsichtsratvorsitzende Alfred Lehner. Neuer Vizepräsident wurde Ralph Burkei, der die Aufgaben von dem ebenso zurückgetretenen Leonhard Roßmann übernimmt.
Neuer Geschäftsführer wurde Stefan Ziffzer. Im Apr. 2006 standen die Löwen kurz vor einem Insolvenz-Antrag. Der FC Bayern München kaufte ihnen dann aber die Anteile an der Allianz-Arena für 11 Mio. Eur ab. 1860 München hat ein Rückkaufsrecht der Anteile jedes Mal zum 30.6. jedes Jahres bis spätestens 2010 um denselben Betrag inkl 6.5% Zinsen.
Am vorletzten Spieltag sicherte sich der TSV 1860 München durch einen 1:0-Heimsieg gegen den Abstiegsmitkonkurrenten 1. FC Saarbrücken den Klassenerhalt. Zum Abschluss blieb der Verein auf dem 13. Platz nach einer 1:3 Niederlage gegen Bundesliga-Aufsteiger Energie Cottbus.
Saison Liga Platz Tore Punkte 2005/06 2. BL 13. 41:44 42
Kader 2005/2006
| Name | Trikot | Nationalität |
|---|---|---|
| Torwart | ||
| Michael Hofmann | 1 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Timo Ochs | 12 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Abwehr | ||
| Fabian Lamotte | 2 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Rémo Meyer | 3 | Bild:Flag of Switzerland.svg |
| Quido Lanzaat | 4 | Bild:Flag of the Netherlands.svg |
| Slobodan Komljenović | 5 | Bild:Flag of Serbia and Montenegro.svg Bild:Flag of Germany.svg |
| Lukasz Szukala | 30 | Bild:Flag of Poland.svg |
| Marcel Schäfer | 35 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Torben Hoffmann | 44 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Mittelfeld | ||
| Roman Týce | 6 | Bild:Flag of the Czech Republic.svg |
| Jiayi Shao | 8 | Bild:Flag of the People's Republic of China.svg |
| Steffen Hofmann | 10 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Harald Cerny | 13 | Bild:Flag of Austria.svg |
| Marco Gebhardt | 14 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Matthias Lehmann | 19 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Daniel Baier | 24 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Patrick Milchraum | 26 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Pascal Ojigwe | 28 | Bild:Flag of Nigeria.svg Bild:Flag of Germany.svg |
| Angriff | ||
| Stefan Reisinger | 9 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Michal Kolomazník | 11 | Bild:Flag of the Czech Republic.svg |
| Emmanuel Krontiris | 17 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Paul Agostino | 18 | Bild:Flag of Australia.svg Bild:Flag of Italy.svg |
| Nicky Adler | 22 | Bild:Flag of Germany.svg |
| Nemanja Vučićević | 23 | Bild:Flag of Serbia and Montenegro.svg |
Die Meistermannschaft
- Petar Radenković (34 Spiele/0 Tore)
- Željko Perušić (34/0)
- Timo Konietzka (33/26)
- Peter Grosser (32/18)
- Alfred Heiß (31/10)
- Bernd Patzke (28/0)
- Rudolf Brunnenmeier (27/15)
- Hans Reich (26/0)
- Manfred Wagner (26/0)
- Hans Rebele (22/5)
- Otto Luttrop (22/1)
- Hans Küppers (19/4)
- Wilfried Kohlars (19/0)
- Rudolf Zeiser (12/0)
- Rudolf Steiner (9/0)
- Nicht eingesetzt: Ernst Winterhalter, Ludwig Bründl, Wilfried Thepe, Helmut Richert, Hans Fischer
Erfolge im Fußball
Meisterschaften
- Südbayerischer Meister (2): 1922, 1943
- Bayerischer Meister (2): 1941, 2004 (U23)
- Süddeutscher Meister (2): 1963, 1979
- DFB-Pokalsieger (2): 1942, 1964
- Deutscher Meister (1): 1966
- DFB-Hallen-Pokal (1): 1996
Weitere Erfolge
- Deutscher Vizemeister (1): 1931, 1967
- UEFA-Pokal-Teilnehmer (2): 1997, 2000
- Finalist im Europapokal der Pokalsieger (1): 1965
- Champions-League-Qualifikationsteilnehmer (1): 2000
Weitere Statistik
18-mal Spitzenreiter der 1. Bundesliga (Stand: Warme Jahreszeit 2005).
Mitglieder
Mit über 20.000 Mitgliedern ist der TSV 1860 München nach dem FC Bayern München, dem FC Schalke 04 und dem Sportspaß e.V. Hamburg der viertgrößte Verein Deutschlands.
Nach einer Analyse des Deutschen Sportbundes (DSB) vom 30. Nebelmonat November 2004 zählt der TSV 1860 München nicht öffentlich 22.348 Mitglieder.
Mitgliederentwicklung
- 1. Januar 2002: 23.436 Mitglieder
- 1. Januar 2003: 22.270 Mitglieder
- 1. Januar 2004: 21.122 Mitglieder
- 1. Januar 2005: 20.637 Mitglieder
Der Großteil der Mitglieder kommt aus der Fußball-Abteilung des TSV 1860 München, der 2005 18.761 Mitglieder angehörten.
Stadien
Dem Verein stillstehen drei Fußballstadien zur Verfügung. (Im Olympiastadion wird jedoch kein Fußball mehr gespielt.)
Die Allianz-Arena – die Stadionanteile (50%) wurden im April 2006 an den FC Bayern verkauft, um eine akut drohende Insolvenz abzuwenden – ist Spielstätte der Fußballprofimannschaft des Vereins. Seit der Saison 2005/2006 löste sie das bis nachher genutzte Olympiastadion ab.
Eröffnung: 30. Mai 2005, Fassungsvermögen: 69.901 Plätze.
Das Stadion an der Grünwalder Straße – das Besitz der Gemeinde München ist – wird als Spielstätte von der 2. Mannschaft (ehem. Amateure) genutzt. Das Arena gilt als die eigentliche Heimatland des Fußballvereins. Es in Umlauf sein Pläne der Stadt, das Stadiongelände für ca. 15 Mio. EUR zu veräußern, um den Topf zu konsolidieren. Das Arena könnte so frühestens 2008 zerlumpt werden. Initiativen wie Freunde des Sechzger Stadions e.V. und die Wählergruppe Sechzgerstadion e.V. setzen sich für den Stadionerhalt ein.
Seit dem vollständigen Festumzug ins Olympiastadion (zur Saison 1995/96) ist die Fangemeinschaft des Traditionsvereins gespalten. Traditionalisten, die eine Grenzlinie zum FC Bayern und eine eigene Identität fordern, haben weder das Olympiastadion noch die neue Allianz-Arena angenommen, was weiterhin für Konfliktstoff innerhalb der Fanszene sorgt. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass ein vollständiges Überwinden dieses Grabens nur mit einer endgültigen Rückkehr ins (möglicherweise umgebaute) Grünwalder Arena möglich ist.
Eröffnung: 23. Apr. 1911, Fassungsvermögen: 21.272 Plätze (Saison 2004/2005)
Das Olympiastadion – das gleichfalls Hab und Gut der Ort München ist – wurde zwischen 1994 und 2005 regelmäßig vom Verein für Fußball-Heimspiele genutzt. Es wurde für die 20. Olympischen Sommerspiele 1972 gebaut und dient wie auch für Leichtathletikveranstaltungen und Fußballspiele und für kulturelle Veranstaltungen.
Eröffnung: 26. Mai 1972, Fassungsvermögen: 69.466 Sitzplätze.
Unterseiten
Literatur
- Roman Beer: Kultstätte an der Grünwalder Straße. Werkstattverlag, 2004, ISBN 3-89533-463-4
- Christian Ortlepp: Das Löwen-Wunder. Sportverlag, 2000, ISBN 3-32800-892-6
- Hardy Grüne, Claus Melchior: Legenden in Weiß und Blau. 383 Seiten. Die Werkstatt, März 1999, ISBN 3-89533-256-9
- Hardy Grüne: Die Löwen. 1860 München - Eine Legende ist wieder da.. 160 Seiten. Agon Sportverlag, Kassel Jan. 1999, ISBN 3-89609-125-5
- Jörg Althoff, Thomas von Wittern, Oliver Kreth: Werner Lorant. Proteus, München 1998, ISBN 3-93392-001-9
Weblinks
FC Erzgebirge Aue | FC Augsburg | Eintracht Braunschweig | SV Wacker Burghausen | MSV Duisburg | Rot-Weiss Essen | SC Freiburg | SpVgg Greuther Fürth | FC Carl Zeiss Jena | 1. FC Kaiserslautern | Karlsruher SC | TuS Koblenz | 1. FC Köln | TSV 1860 München | Kickers Offenbach | SC Paderborn 07 | FC Hansa Rostock | SpVgg Unterhaching
(TID 223074)
(TID 141296)
en:TSV 1860 Münchenes:TSV Munich 1860 fr:TSV Munich 1860 hu:TSV 1860 München ja:TSV1860ミュンヘン nl:TSV 1860 München no:TSV 1860 München pl:TSV 1860 Monachium
sv:TSV 1860 München(TID 418569)
4285/127