Tischtennis
Aus Schlauweb
Tischtennis wird oft als die "schnellste Ballsportart der Welt" bezeichnet. Für die Ausübung benötigt man benachbart einem Tischtennistisch samt Netz einen Tischtennisball und pro Person einen Schläger. Das Ziel des Spieles besteht darin, möglichst verschiedene Punkte zu erzielen, indem man den Ball auf dem Tafel über das Netz hin- und herspielt, dabei möglichst eigene Fehler vermeidet und durch geschickte Spielweise Fehler des Gegners herbeiführt. Unter "Fehler" ist in diesem Fall ein nicht regelgerechter Fasson bzw. Rückschlag zu verstehen, der zur Beendigung eines Ballwechsels führt.
Gespielt wird Tischtennis seit Ende des 19. Jahrhunderts, als es in England erfunden wurde. Zu dieser Zeit verwendete man noch den Namen "Ping Pong". Dieser wurde aber 1901 als kommerzielle Marke geschützt und darf seit nicht länger frei verwendet werden. "Ping Pong", eine Bezeichnung, die bei uns in diesen Tagen kaum ausschließlich im Hobbyspielerbereich anzutreffen ist, wird aber in China weiterverwendet, wo der Sportart dienstlich "Ping Pong Ball" heißt und schon vor vielen Jahren zum Volkssport Nr. 1 avancierte.
Gespielt wird konventionell auf einem mattgrünen oder mattblauen Tisch. Gerade bei Länderspielen oder internationalen Turnieren werden in den letzten Jahren verstärkt blaue Tische verwendet (siehe Bild), da diese einen besseren Gegensatz zu nahegelegenen Werbeflächen bieten und darüberhinaus auch für den Betrachter von Vorteil sind. Der Ball ist weiß oder gelb/orange und hat seit 2001 einen vorgeschriebenen Diameter von 40 mm. (vorher 38 Millimeter)
Grundregeln im Einzelwettkampf
Im Einzelwettkampf spielen zwei Spielerinnen oder Gamer gegeneinander. Daraufhin sind mit dem Begriff "Spieler" sowohl .... als auch Zocker sowie die Spielerinnen gemeint.
Vorschriftsmäßiger Aufschlag
Ein vorschriftsmäßiger Fasson sieht nach den jetzt gültigen Internationalen Tischtennisregeln folgendermaßen aus:
- Der Aufschlag beginnt damit, dass der Ball frei auf dem geöffneten Handteller der ruhig gehaltenen freien Hand des Aufschlägers liegt.
- Der Aufschläger wirft dann den Ball, ohne ihm dabei einen Schnitt zu versetzen, nahezu senkrecht so hoch, dass er nach Verlassen des Handtellers der freien Hand mindestens 16 cm aufsteigt und dann herabfällt, ohne etwas zu berühren, bevor er geschlagen wird.
- Wenn der Ball herabfällt, muss der Aufschläger ihn so schlagen, dass er zunächst sein eigenes Spielfeld berührt und dann über das Netz oder um das Netz herum direkt in das Spielfeld des Rückschlägers springt oder es berührt. Im Doppel muss der Ball zuerst die rechte Spielfeldhälfte des Aufschlägers und dann die rechte Spielhälfte des Rückschlägers berühren.
- Der Ball muss sich vom Beginn des Aufschlags bis er geschlagen wird oberhalb der Ebene der Spielfläche und hinter der Grundlinie des Aufschlägers befinden und darf durch keinen Körper- oder Kleidungsteil des Aufschlägers oder seines Doppelpartners für den Rückschläger verdeckt werden. Sobald der Ball hochgeworfen wurde, muss der freie Arm des Aufschlägers aus dem Bereich zwischen seinem Körper und dem Netz entfernt werden (6.4).
- Es liegt in der Verantwortlichkeit des Spielers, so aufzuschlagen, dass der Schiedsrichter oder der Schiedsrichter-Assistent beurteilen kann, ob der Aufschlag in allen Punkten der Aufschlagregel entspricht (6.5).
- Falls der Schiedsrichter Zweifel an der Zulässigkeit eines Aufschlages hat, kann er beim ersten Vorkommnis dieser Art auf Let (Wiederholung) erkennen und den Aufschläger ermahnen (6.5.1).
- Bei jedem folgenden zweifelhaften Aufschlag dieses Spielers oder seines Doppelpartners erhält der Rückschläger einen Punkt (6.5.2).
- Verstößt der Aufschläger jedoch eindeutig gegen die Bestimmungen über einen vorschriftsmäßigen Aufschlag, so wird nicht verwarnt, sondern der Rückschläger erhält den Punkt (6.5.3).
- In Ausnahmefällen kann der Schiedsrichter die Bestimmungen der Aufschlagsregel lockern, wenn er überzeugt ist, dass ein Spieler sie wegen einer Körperbehinderung nicht einhalten kann (6.6).
Anmerkungen: Ein korrekter Revers erfolgt also immer hinter dem Tisch (der so genannten Grundlinie). Anfänger beugen sich oft über den Tafel und schlagen kurz vor dem Netz auf, dies ist aber nicht zulässig. Nachdem dem Tafel legt der Aufschläger den Ball in den Handteller der ruhig gehaltenen freien Hand (seit der Saison 2003/2004 muss die Hand nimmer flach sein) und wirft ihn mindestens 16 cm hoch.
Die Regel, dass der Ball in jedweder Phase des Aufschlags wie auch für den Rivale plus für den Berufstätiger oder den Schiedsrichter-Assistenten (sofern vorhanden) sichtbar sein muss, wurde in der Saison 2003/2004 eingeführt, um verdeckte Aufschläge zu verhindern, bei denen der Rückschläger den dem Ball mitgegebenen Schnitt nicht erkennen kann.
Berührt der Ball das Netz, sind aber andernfalls alle Kriterien eines korrekten Aufschlags erfüllt, wird der Fasson wiederholt. Bei anderen Aufschlagfehlern, wenn der Ball z. B. das Netz nicht passiert, erhält der Feind den Punkt. Im Gegensatz zum Tennis hat man hier keinen zweiten Versuch. Dies gilt auch dann, wenn der Aufschläger den Ball allein hochwirft und mit dem Schläger verfehlt.
Ballwechsel
Ein Ballwechsel wird eingeleitet mit einem Aufschlag. Danach muss man den Ball immer direkt über das Netz (oder um die Netzgarnitur herum) spielen, so dass er auf der Tischhälfte des Gegners aufspringt oder sie berührt. Der Gegenspieler lässt den Ball genau einmal aufspringen und spielt ihn dann über das Netz auf die zusätzliche Seite zurück. Der Ball muss also auf jedweder Seite genau einmal aufspringen.
Ein Ballwechsel ist beendet, wenn einem der Subjekt ein Fehler unterläuft. Dabei kann ein Charakter folgende Fehler machen:
- Den Ball über der eigenen Tischhälfte annehmen, bevor dieser den Tisch berührt hat,
- Den Ball, beim Aufschlag, mehr als einmal auf der eigenen Tischhälfte aufkommen lassen,
- Den Ball beim Aufschlag mit einem Körperteil ganz oder teilweise verdecken. (Aus Sicht des gegnerischen Spielers und des Schiedsrichters, der sich links oder rechts neben dem Tisch auf Höhe des Netzes befindet.)
- Den Ball mehr als einmal mit dem eigenen Schläger berühren,
- Den Tisch während des Ballwechsels mit dem Körper zu berühren, z.B. um sich aufzustützen,
- Den Ball nicht direkt auf die gegenerische Tischhälfte zurückspielen, sondern
- vorher die eigene Tischhälfte treffen,
- ins Netz spielen, so dass der Ball im Aus oder auf der eigenen Tischhälfte aufkommt,
- über den Tisch hinaus oder in eine ander Richtung schlagen oder
- den Ball gar nicht erst bekommen.
- Zu einer Wiederholung des Aufschlages kommt es, wenn der Ball nach dem 1. Aufkommen der Aufschlägerseite das Netz berührt, aber danach die gegnerische Tischhälfte berührt.
Wenn einem Glücksspieler ein Fehler unterläuft, dann wird für den Rivale ein Gewinnpunkt gezählt.
Im Übrigen wird ein Ballwechsel beendet, wenn der Berufstätiger das Spiel unterbricht, oder beim Zeitspiel (siehe unten) der Ballwechsel nicht rechtzeitig beendet wird.
Wechsel des Aufschlagrechts
Das Recht zum Revers wechselt jeweilig nach zwei Punkten. Muss ein Satz beim Stand von 10:10 Punkte sammlen verlängert werden, schlagen die Zocker nach jedem Punkt abwechselnd auf. Zu Beginn eines Satzes ist derjenige Glücksspieler Aufschläger, der im Satz davor zuerst Rückschläger war.
Der Satz
Ein Satz endet, wenn ein Persönlichkeit elf Gewinnpunkte erreicht hat und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung hat, z. B. 11:9, 12:10, 13:11 usw. Beim Stand von 10:10 geht der Satz in die Verlängerung. Dabei wechselt das Aufschlagsrecht nach jedem Punkt. Der Satz endet dann, wenn sich ein Zocker zwei Punkte Vorsprung erkämpft hat.
Das Spiel
Ein Spiel besteht aus mehreren Sätzen, die entweder beim 11. Punkt enden oder - nach einem Punktzahl von 10:10 - wenn ein Mensch 2 Punkte Vorsprung erreicht. Bei Mannschaftskämpfen sind in der Regel drei Gewinnsätze vorgeschrieben, d.h. das Spiel endet, wenn einer der Persönlichkeit drei Sätze gewonnen hat ("Best of Five"). Dies ist nach höchstens fünf Sätzen der Fall (3:2). Nach jedem Satz werden die Seiten gewechselt. Im entscheidenden letzten Satz, also beispielsweise bei einem Stand von 2:2, werden die Seiten gewechselt, wenn ein Charakter fünf Punkte erreicht hat. Im Profibereich werden aber auch 4 Gewinnsätze gespielt ("Best of Seven").
Zeitspiel (Wechselmethode)
Das Zeitspiel setzt ein, wenn ein Satz nach zehn Minuten noch nicht beendet ist, es sei denn, alle beide Zocker haben schon neun Punkte oder mehr erreicht. Beim Zeitspiel wechselt das Aufschlagsrecht nach jedem Punkt. Der Gewinnpunkt wird wie beim normalen Spiel vergeben, mit einer Ausnahme: Wenn der Gegenspieler des Aufschlagenden 13 mal den Ball siegreich zurückgespielt hat, erhält er den Punkt. Das heißt, bei einem Ballwechsel wird der Ball maximal 13 mal hin- und hergespielt. Sind noch sonstige Sätze zu spielen, dann werden diese auch im Zeitspielmodus durchgeführt.
Das Zeitspiel wurde eingeführt, um die Abstand eines Spieles zu begrenzen. Speziell wenn zwei Glücksspieler sehr mit Vorsicht oder passiv spielen, kann es vorkommen, dass ein Zeitspiel erreicht wird. Bei der Tischtennisweltmeisterschaft 1936 war im Spiel zwischen Aloizy Ehrlich und Farkas Paneth erst nach 130 Minuten der erste Ballwechsel entschieden. Der Ball ging dabei rund 10 000 mal über das Netz. Im gleichen Wettkampf hatte ein Münzwurf das Spiel zwischen Marian Goldberger und Michel Haguenauer entschieden, weil alle beide nach siebeneinhalb Stunden vor dem fünften Satz stehend k. o. waren. Folglich wurde 1937 das Zeitspiel eingeführt – die Zeit eines Satzes wurde auf eine halbe Stunde begrenzt.
Grundregeln beim Doppelwettkampf
Beim Doppel spielen je zwei Persönlichkeit gegeneinander. Es in Kraft sein die gleichen Grundregeln wie beim Einzel mit den folgenden Besonderheiten. Es gibt wie beim Tennis auch Mixed. Da spielt nochmals eine weibliche Person und eine männliche Person zusammen in ein Team. Es gültig sein jedoch die selben Regeln wie beim Doppel.
Ballwechsel
Beim Ballwechsel müssen die Gamer – unähnlich als beim Tennis – abwechselnd den Ball spielen.
Beispiel: A und B spielen gegen X und Y. Dann wäre ein korrekter Ballwechsel A, X, B, Y, A, X, B, Y. Im zweiten Satz wäre die Aufstellung so zu ändern, dass Y, B, X, A, Y, B, X, A (oder aber X, A, Y, B, ... - das aufschlagende Team kann zu Beginn jedes Satzes den Aufschläger neu bestimmen) ein korrekter Ballwechsel wäre. Die Aufstellung wechselt nach jedem Satz und im fünften Satz noch einmal nach dem Seitenwechsel.
Im Doppel endet ein Ballwechsel aus den gleichen Gründen wie beim Einzel, aber auch dann, wenn ein Charakter den Ball zwei mal nacheinander spielt.
Eine Ausnahmefall von der Regel, dass die Glücksspieler eines Doppels den Ball abwechselnd spielen müssen, gilt für einen Doppelwettkampf, an dem ein oder jede Menge Rollstuhlfahrer am Hut haben sind. In diesem Fall darf der Rollstuhlfahrer alle Bälle zurückschlagen, die auf seine Seite gespielt werden (also auf die Tischhälfte linke Seite oder rechts von der Mittellinie, je nachdem, wo er mit seinem Rolli gerade steht).
Aufschlag
Im Doppel wird quer aufgeschlagen von der eigenen rechten in die gegnerische rechte Seite.
Regeln vor 2001/2002
Die geschilderten Regeln wurden z. T. im Jahre 2001/2002 eingeführt. Vor galten u. a. folgende abweichende Bestimmungen:
- ein Satz endete nach 21 Gewinnpunkten, wenn mindestens zwei Punkte Vorsprung erreicht waren. Beim Stande von 20:20 wurde der Satz verlängert mit wechselndem Aufschlag nach jedem Punkt, und zwar solange, bis ein Spieler zwei Punkte Vorsprung erreicht hatte.
- das Aufschlagsrecht wechselte nach fünf Punkten, in der Verlängerung nach jedem Punkt
- Zeitspiel setzte ein, wenn ein Satz 15 Minuten dauerte
- es wurde mit kleineren Bällen gespielt: früher 38 mm, heute 40 mm Durchmesser.
Durch die neuen Regeln soll der Sportart erst einmal für den (TV-)Zuschauer interessanter werden: die kurzen Sätze sollen mehr Spannungsmomente durch häufigere Entscheidungsphasen erreichen, die großen Bälle durch weniger Rotation und Tempo den Sportart besser nachweisbar machen. Dieses Ziel wurde jedoch auch wegen der Weiterentwicklungen beim Schlägermaterial nicht erreicht, die Ballgeschwindigkeiten sind kryptisch gleich geblieben.
Gremium für Regeländerungen
Zuständig für die Regeln ist der ITTF-Kongress ("Annual General Meeting"). Dieses Talkshow tritt alltäglich bei den Tischtennisweltmeisterschaften zusammen und berät über Regeländerungen. Der Deutsche Tischtennisbund DTTB ist nicht Charakter dieses Gremiums.
Spielweisen und Spieltaktik
Man kann auf verschiedene Weisen versuchen, Gewinnpunkte zu erkämpfen. In der Regel kann man offensiv oder verteidigend spielen. Eine Mischung von Offensiv- und Defensivspiel nennt man Allroundspiel. Dieser Tage haben wir es meist mit Offensivspielern zu tun: Man versucht den Konkurrent durch offensive, mit Vorwärtsrotation versehene Schläge (Spin: Topspin, Sidespin …) und Schüsse unter Druck zu setzen. Ist dieser auch offensiv eingestellt, dann versucht er ein Gegenspiel durch Blocken (Wilfried Lieck war hierin ein Meister), Gegenspin oder Schüsse zu organisieren. Nur noch selten sieht man in diesen Tagen rein abwehrend eingestellte Charakter oder Abwehrspieler. Oft spielen diese weit nach dem Tafel und bringen den Ball mit Unterschnitt oder auch Ballonabwehr zurück. Legendär war hier in den sechziger Jahren Eberhard Schöler. Oft setzen Abwehrspieler Noppen- oder Antispin- Beläge ein, um ein berechenbares, schnelles Spiel des Gegners zu stören. Bei den Weltmeisterschaften 2003 in Frankreich trat der Koreaner Joo Se-Hyuk mit einer explosiven Mischung aus aggressivem Angriffsspiel und recht spektakulärer Verteidigung auf. Er verlor erst im Finale gegen den Österreicher Werner Schlager.
Spieltechniken
- Spin: Durch eine geeignete Schlagtechnik in Verbindung mit dem entsprechenden Schlägermaterial (elastische, griffige Beläge, elastisches Holz) versetzt man den Ball in Rotation. Gebräuchlich sind die Begriffe Topspin, Unterschnitt und Sidespin.
- Topspin: Der Ball wird in der oberen Hälfte getroffen bzw. tangential gerippt – mit mehr oder weniger Krafteinsatz. Die entstehende Vorwärtsrotation (vom schlagenden Subjekt aus gesehen) gibt dem Ball eine nach unten gekrümmte Flugbahn und lässt ihn beim Auftreffen auf dem Tafel flach und schnell abspringen. Da die Flugbahn kürzer ist als bei einem "normalen geraden" Schlag, kann der Ball mit höherer Vorwärtsgeschwindigkeit geschlagen werden, ohne dass der Ball über die hintere Tischkante ins Aus geht. Auch springt der Topspin vom gegnerischen Schläger wegen des Dralls stark himmelwärts gerichtet ab - kann also nur mit stark Vorwärts... geneigtem Schläger flach zurück geblockt werden. Der Topspin ist der wichtigste Angriffsschlag im modernen Tischtennis.
- Unterschnitt: Der Ball wird in der unteren Hälfte gerippt und erhält so eine rückwärts gerichtete Rotation (vom schlagenden Person aus gesehen). Die Flugbahn verlängert sich, an ihrem Ende beginnt der Ball steil zu fallen, die Vorwärtsgeschwindigkeit ist gering und wird durch die Rückwärtsrotation beim Auftreffen auf den Tafel noch etwas abgebremst. Ziel ist es den Feind den eigenen Angriffball, zu erschweren, entweder durch die Platzanweisung des Balles kurz dahinter das Netz oder durch starke Rotation, die den Ball vom Schläger des Gegners nach unten abspringen lässt und damit zu Topspinfehlern führen kann.
- Sidespin: Eine Version von Topspin und Unterschnitt. Der Ball wird seitlich getroffen bzw. tangential gerippt – mit mehr oder weniger Krafteinsatz. Dadurch erhält der Ball zusätzlich eine seitwärts gerichtete Rotation. Die Flugbahn weicht nach rechts oder linke Seite von der normalen "geraden" Bahn ab und springt vom gegnerischen Schläger in die entgegengesetzte Entwicklung ab.
- Schuss: Früher auch "Schmetterball" genannt, da nur sehr hohe Bälle auf die gegnerische Tischseite herunter-"geschmettert" wurden. Gegenwärtig werden zu hoch abspringende Bälle jedoch schon in der aufsteigenden Phase mit voll mit Kraft bei senkrecht gehaltenem Schlägerblatt "geschossen", wenn der Ball eine Höhe erreicht hat, aus der die gegnerische Plattenseite direkt zu treffen ist. Dies dient dazu, maximalen Druck auf den Widersacher auszuüben, weil der Lattenschuss hohe Geschwindigkeiten erreicht.
- Ballonabwehr: Der Mensch steht weit nach dem Tafel und spielt den Ball extrem hoch mit viel Topspin und variablem Sidespin zurück. In der Regel versucht der Gamer so, wiederholte harte Topspins oder Schüsse abzuwehren. Diese Ingenieurwissenschaften anwenden oft Angriffsspieler mit sehr schnipsen Belägen, die die Unterschnitt-Verteidigung nur schwer zulassen, wenn sie in die Abwehr gedrängt werden.
- Block: Möglichkeit einen Topspin abzuwehren: Der Subjekt steht dicht am Tafel und versucht den Ball gegen den stark geschlossenen Schläger springen zu lassen, ohne diesen erwähnenswert zu bewegen; dies kompensiert den Topspin. Dabei nutzt er die sofortige Ballrückgabe, die lange Topspin-Bewegung des Gegners und die hohe mögliche Varianz des Winkels um den Punkt zu erzielen. Als Modifikation gibt es den aggressiven Block, bei dem der Schläger nicht passiv gehalten wird, stattdessen - um den Widersacher unter Druck zu setzen - eine kurze drückende Bewegung nach voraus gemacht wird.
- Konterball: Gerader spinloser Ball mit mittlerer bis hoher Geschwindigkeit. Wird von europäischen Spielern fast nur noch zum Einspielen genutzt. Für die asiatischen Penholder-Spieler früherer Jahre, die mit wenig griffigen Noppen-außen-Belägen ausschließlich nahe am Tafel operierten, stellte er jedoch das bevorzugte Angriffsmittel dar, da die Schlagbewegung extrem kurz und schnell ausgeführt werden kann. In der Weltspitze hat sich dieser Tage jedoch auch unter den Penholdern der Tpospin als spielbestimmende Schlagtechnik durchgesetzt.
- Flip: Ball, der über dem Tafel mit einer Wischbewegung aus dem Handgelenk gespielt wird. Der Flip wird genutzt, wenn der Ball zu kurz und zu flach ist für Topspin bzw. Schuss. Der Flip wird namentlich für den aggressiven Rückschlag (Aufschlagannahme) verwendet. Er ist eine der anspruchsvollsten Techniken des Tischtennis.
- Schupfball: Unterschnittball, der über dem Tafel gespielt wird. In höheren Klassen wird er kaum nur noch als sicherer Rückschlag auf schwierige Aufschläge verwendet. Selbst Stör- und Abwehrspieler streben (zumindest bei eigenem Aufschlag) an, möglichst als erster "anzuziehen" (auf Topspin-Spiel zu wechseln), um dem Opponent die Initiative zu nehmen.
Spielbetrieb
Tischtennis wird sowohl .... als auch hobbymäßig zuhause in Garten, Garage, Souterrain usw. und verbandsmäßig organisiert innerhalb von Vereinen gespielt. Die Spieltechnik der Hobbyspieler unterscheidet sich hauptsächlich aufgrund des unterschiedlichen Schlägermaterials deutlich von der Ingenieurwissenschaften der "Profis".
Deutschland
Dem Deutschen Tischtennisbund gehören fast 10.000 Vereine mit rund 670.000 Mitgliedern an. Gespielt werden Damen- und Herreneinzel, Damen- und Herrendoppel sowie gemischtes Doppel.
Nationale Mannschaftskämpfe werden in verschiedenen Spielklassen organisiert, innerhalb derer man auf- oder pennen kann. Deren Einteilung und Wertung in den unteren Klassen obliegt jedoch dem zuständigen Landesverband, so dass wegen der unterschiedlichen Spielerzahl und Spielstärke nicht alle Ligenbezeichnungen aller Verbände zusammen verglichen werden können.
Die Bundesliga in Deutschland gilt als die stärkste Liga der Welt, erst einmal wegen der Gastspieler und der höchsten Anzahl Welt-top-100-Spieler.
Folgende Spielklassen gibt es in Deutschland:
- 1. Bundesliga - eingleisig
- 2. Bundesliga - zweigleisig
- Regionalliga
- Oberliga
(Die darunterliegenden Spielklassen sind von Landesverband zu Landesverband plus in der Einteilung wie auch der Benennung sehr unterschiedlich, sind jedoch meist in Spielklassen auf Verbandsebene, Bezirksebene und Kreisebene untergliedert.)
Benachbart werden auf den verschiedenen Verbandsebenen vor ...Einzelmeisterschaften organisiert: Kreismeisterschaft, Bezirksmeisterschaft, Landesmeisterschaft, Deutsche Meisterschaft.
Außerdem gibt es, im gleichen Sinne auf den verschiedenen Ebenen, die sog. "Ranglistenturniere" und Pokalspiele.
Weiterhin finden meist nach Spielklassen unterteilte allgemeine Turniere in großer Zahl statt.
International
- Europameisterschaft
- Europaliga – hier spielen die stärksten Nationalteams aus Europa
- Einzel- und Mannschaftsweltmeisterschaft
- Seit 1988 Olympische Sportart
- Champions League mit den 16 stärksten europäischen Vereinsmannschaften
Historisches
Internationale Geschichte des Tischtennis
Ursprung
Über den Ursprung des Tischtennis gibt es verschiedene Meinungen. Einige sehen die Anfänge am Ende des 19. Jahrhunderts in Indien, woher aus es sich nach England verbreitete, sonstige bestreiten dies und halten die Engländer für die Erfinder, wo es 1874 erstmalig schriftlich erwähnt wurde: Der englische Major Walter Clopton Wingfield machte das "spharistike" (griechisch: "Lass uns spielen") bekannt. In diesem Fall handelte es sich um einen Holzkoffer, darin integrieren die Spielregeln und das ganze Zubehör vom Hammer so weit wie den Schnüren für die Befestigung der Netzspannvorrichtung auf englischem Rasen. Das Spiel entwickelte sich aus dem "normalen" Tennis und wurde zunächst in der Regel vom englischen Adel im Freien gespielt. Man verwendete einen Gummiball mit Flanellüberzug oder auch eine Projektil aus Kork. Später benannte man das Spiel in Lawn-Tennis (Rasen-Tennis) um.
Wegen des häufigen Regenwetters in England verlegte man das Spiel dann in die Wohnung und benutzte dabei normale Esstische; man verlegte das Tennisfeld auf den Tisch. Eine Drossel diente als "Netz", als Schläger nahm man Federballschläger, Bücher oder gar Bratpfannen. Folgerichtig benannte man das Spiel abermals um, in Raum-Tennis. 1875 veröffentlichte der englische Ingenieur James Gibb die ersten Spielregeln.
"Ping Pong"
1891 brachte James Gibb von einer Geschäftsreise aus den USA bunte Zelluloid-Bälle mit. Von nun an verdrängte der Begriff Ping Pong, welcher 1878 zum ersten Mal vereinzelt wegen der Geräusche des Balls auftauchte, steigernd die Bezeichnung Raum-Tennis. Verschiedene Erzeuger kreierten andere Namen, z. B. Gossima, Whiff Waff, Flim Flam und schließlich Table Tennis. Der Geschäftsmann John Jacques de Croydon, ein Freund von Gibb, meldete 1891 den Begriff "Ping Pong" beim englischen Patentamt zum Patent an und verkaufte die amerikanischen Rechte an die Unternehmen Parker Brothers. In diesen Jahren wurde der Schläger weiterentwickelt: Der Holzschläger wurde beklebt mit Kork, Schmirgelpapier, Wildschweingewebe. In England wurde 1900 der erste Verein gegründet. Schließlich erfand E. C. Goode 1902 den Gummibelag mit Noppen. Im gleichen Jahr wurde in England der nationale Verband "Ping Pong Association" gegründet. Dieser musste aber nach weniger als drei Jahren wegen der Namensrechte an "Ping Pong" aufgeben.
Verbreitung außerhalb Englands
In Ungarn fand 1897 die erste nationale Herrschaft statt. Zwischen 1905 und 1910 stellte Edward Shires, ein Vertreter von Schreibmaschinen, das Spiel in Wien und Budapest vor. 1899 wurde die 1. Berliner Tennis- und Ping-Pong-Gesellschaft (der spätere Fußball-Bundesligist Tennis Borussia Berlin) gegründet, 1900 das erste Ping-Pong-Cafe (Viktoria-Luise-Platz in Berlin) eröffnet. Um 1899 gelangte eine vereinfachte Veränderung nach Japan. Von hier aus gelangte es nach China, Korea und Hongkong. 1901 fand in Hamburg-Uhlenhorst das erste deutsche Spiel statt. Bis in die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich das Spiel nicht wesentlich weiter, vielleicht wegen der verschiedenartigen und zum Teil komplizierten Regeln.
Gründung von Verbänden, erste wichtige Veranstaltungen
Nach und nach werden nationale und internationale Verbände gegründet:
- 1907 wurde die erste deutsche Meisterschaft gespielt im Kasino am Nollendorff-Platz in Berlin
- 1921 "Table Tennis Association" in England
- 1925 Gründung des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB) (25. November)
- 1925 Erste offizielle deutschen Meisterschaften im Herren- und Dameneinzel in Berlin
- 1926 Gründung des Österreichischen Tischtennis-Verbandes ÖTTV
- 1926 Internationale Tischtennisförderation ITTF in Berlin, gegründet von England, Schweden, Ungarn, Indien, Dänemark, Deutschland, Tschechoslowakei, Österreich und Wales
- 1926 wurde die erste Europameisterschaft in London geplant, die allerdings durch die Einbindung von einigen Indern zu einer Weltmeisterschaft aufgewertet wurde. Für das Endspiel qualifizierten sich die beiden Ungarn Roland Jacobi und Zoltan Mechlovits. Jacobi spielte in langen Bügelfaltenhosen und weißem Hemd – man überredete ihn, immerhin die Fliege abzulegen – und war nach dem 3:0 Sieg der erste Tischtennisweltmeister.
- 1927 "La fédération française de tennis de table" in Frankreich
- 1928 erste Meisterschaft von Frankreich
- 1930 "The American Ping Pong Association" gestattete den Mitgliedern nur die Verwendung von Spielmaterial der Parker Brothers. Deshalb entstanden in US-Amerika 1933 zwei alternative Verbände: "U.S. Amateur Table Tennis Association" und "The National Table Tennis Association". 1935 vereinigen sich die drei Verbände zur "U.S. Table Tennis Association" (welche sich 1994 in "U.S.A. Table Tennis" umbenannte)
- 1933 Der Kieler TTK wurde erster deutscher Mannschaftsmeister der Herren
Weitere Entwicklung
Bis zum Zweiten Weltkrieg kamen die besten Tischtennisspieler und -spielerinnen aus Ungarn (Maria Mednyanszky, Victor Barna), Tschechoslowakei und Rumänien. Ab 1953 wurden die japanischen Glücksspieler führend. Sie entwickelten den Penholder-Griff, wobei der Schläger zwischen Zeigefinger und Daumen gehalten wurde. Im Übrigen beklebten sie den Schläger mit dicken Schaumstoffmatten, was das Spiel erheblich schneller machte. Die Japaner erfanden auch den Topspin. Anfang der 1960er Jahre war Erich Arndt der erste deutsche Spieler, der den Topspin beherrschte. In den nächsten 30 Jahren kamen fast alle Weltmeister aus Asien. Anfang der 1980er Jahre konnten die Europäer mit Hilfe von neuen Techniken (Frischkleben) aufholen
- 1949 Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde am 29./30. Juli der DTTB in Bad Homburg wiedergegründet
- 1951 Am 11. März wurde der DTTB wieder in die ITTF aufgenommen
- 1958 erste "echte" Europameisterschaft
- 1964 Der Franzose Alex Ehrlich stellt in Malmö seinen neuentwickelten Tischtennis-Roboter vor
- 1966/67 deutsche Bundesliga für Herren
- 1972/73 deutsche Bundesliga für Damen
- 1988 wurde Tischtennis offiziell olympische Sportart.
Tischtennis und Politik vor dem Zweiten Weltkrieg
Oft versuchte die Politik, Einfluss auf das Sportgeschehen zu nehmen. So durften die deutschen Herren 1934 nicht an der Tischtennis-WM teilnehmen, denn man befürchtete, dass sich die "überlegene nordische Rasse" gegen "minderwertige Völker" beschämen könnte. Auch 1935 verzichtete man auf eine Teilnahme der Herrenmannschaft aus Demo dagegen, dass Irland, Nordirland und Wales mit jedes Mal eigenen Mannschaften antraten. Erst 1936 entsandte man erneut ein Herrenteam, um für die bevorstehenden Olympischen Spiele in Deutschland zu werben.
Tischtennis und Politik im Nachkriegsdeutschland
Nicht immer konnte man Politik und Sport voneinander trennen. Speziell in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg beeinflusste die Politik das Sport-Verhältnis zwischen der DDR und Westdeutschland. 1950 stellten der Deutsche Tischtennisbund DTTB und der Tischtennisverband der DDR jeweilig den Antrag, in den internationalen Tischtennisverband International Table Tennis Federation (ITTF) aufgenommen zu werden. Dies lehnte die ITTF ab und forderte ein gemeinsames Auftreten der beiden Verbände. Im Weiteren gründete man am 8. Juni den Arbeitsausschuss Deutscher Tischtennissport. Dieser beantragte 1951 siegreich die Aufnahme "Gesamtdeutschlands" in die ITTF. Bei der Weltmeisterschaft in Wien im März 1951 nahmen dann erstmalig nach dem Bewaffnete Auseinandersetzung Deutsche teil. In den folgenden Jahren wurden jedes Mal gesamtdeutsche Meisterschaften ausgetragen: 1951 in Berlin am Funkturm, 1952 in Ost-Berlin (Deutsche Sporthalle), 1953 in Herford. 1957 trat wieder eine gesamtdeutsche Mannschaft bei der WM in Stockholm auf; Heinz Schneider (Thüringen) wurde Dritter im Einzel.
Am 2. Aug. 1958 schließlich endeten die Gemeinsamkeiten: DTTB und Tischtennisverband der DDR wurden separat "provisorische Mitglieder" der ITTF. Als der DTTB 1960 beauftragt wurde, die Europameisterschaften im Jahre 1962 auszurichten, legte dieser als Veranstaltungsort West-Berlin fest. Dagegen protestierte die DDR, alle osteuropäischen Länder kündigten einen Boykott der Event an. Tatsächlich kam es 1962 zum Boykott mit der Begründung, West-Berlin gehöre nicht zur Bundesrepublik. Alleinig Jugoslawien beteiligte sich nicht an dem Boykott. Im November 1964 kam es bei der Europameisterschaft in Malmö (Schweden) zum nächsten Eklat, weil bei der Auftaktveranstaltung die DTTB-Auswahl das Schild "West-Allemagne" und die ostdeutsche Mannschaft das Schild "DDR" trug. 1965 versuchte man, seitens der Teutonia die Beziehungen wiederholt zu verbessern: Der DSB bezuschusste den Ost-West-Sportverkehr.
Tischtennis in der DDR zwischen 1958 und der Wende
Ab 1958 versuchte sich die DDR immer mehr von westlichen Ländern abzugrenzen. 1961 wurde der gesamtdeutsche Sportverkehr "eingefroren". Der Tischtennissport verlor an Bedeutung, namentlich nach dem "Leistungssportbeschluss" im April 1969, worauf Tischtennis nimmer zu den förderungswürdigen Sportarten zählte. 1972 nahm die DDR noch an der Europameisterschaft teil, danach blieb sie aber allen Europa- und Weltmeisterschaften fern. Die Teilnahme an Wettbewerben, an denen nicht-sozialistische Länder vertreten waren, war verboten.
Ping-Pong-Diplomatie zwischen USA und China
In den[1950er und 1960er Jahren versuchten die USA und die Volksrepublik China mit "normalem" diplomatischen Durchschnitt berechnen die Beziehungen zu verbessern; die sogenannten Warschauer Gespräche brachten aber nicht die erhofften Ergebnisse. Zu Hilfe kamen hier schließlich die Tischtennisspieler. Während der Weltmeisterschaften 1971 in Nagoya (Japan) lud Reich der Mitte die amerikanischen TT-Spieler nach Peking ein. Diesem Visite folgten übrige Treffen von hochrangigen Politikern (Nixon 1972), wobei Spannungen abgebaut und die Beziehungen verbessert wurden. Diese Ereignisse sind in diesen Tagen unter dem Begriff Ping-Pong-Diplomatie bekannt.
Erfolge deutscher Spieler und Mannschaften
- 1929 Das Damendoppel Erika Metzger/Mona Rüster gewinnt die Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft in Budapest.
- 1933 Astrid Krebsbach 3. Platz bei Weltmeisterschaft in Baden
- 1934 Deutsche Damenmannschaft belegt den 1. Platz bei der Weltmeisterschaft in Paris
- 1934 Astrid Krebsbach 2. Platz bei Weltmeisterschaft in Paris
- 1936 Astrid Krebsbach 2. Platz bei Weltmeisterschaft in Prag
- 1939 Deutsche Damenmannschaft belegt den 1. Platz bei der Weltmeisterschaft in Kairo
- 1957 Heinz Schneider (Thüringen) 3. Platz bei der WM in Stockholm
- 1962 Europameisterschaft in Berlin(West) Damen-Mannschaft voll 1. Platz; Agnes Simon 1. Platz im Einzel
- 1964 Eberhard Schöler 3. Platz bei Europameisterschaft in Stockholm
- 1965 Eberhard Schöler 3. Platz bei Weltmeisterschaft in Ljubljana
- 1967 Eberhard Schöler 3. Platz bei Weltmeisterschaft 1967 in Stockholm
- 1968 Europameisterschaft in Lyon 1. Platz der Damenmannschaft (Agnes Simon, Edith Buchholtz, Jutta Krüger, Wiebke Hendriksen)
- 1969 Eberhard Schöler Vizeweltmeister in München, Gabriele Geißler DDR wird Dritte im Damen-Einzel, die deutsche Herrenmannschaft wird WM-Zweiter .
- 1978 Wilfried Lieck / Wiebke Hendriksen werden Europameister im Mixed.
- 1989 Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner in Dortmund Weltmeister im Doppel.
- 1992 Jörg Roßkopf wird Einzeleuropameister in Stuttgart.
- 2002 Timo Boll Europameister im Einzel und auch Goldmedaille im Doppel
- 2003Timo Boll ist als erster deutscher Tischtennisspieler im Januar 2003 die Nummer 1 der Weltrangliste; im November 2004 belegt er Platz 9.
- 2003 Torben Wosik wird EM-Zweiter im Einzel.
2004 Die deutsche Herrenmannschaft wird WM-Zweiter bei den Mannschaftsweltmeisterschaften in Doha (Katar). Sie unterliegt dem chinesischen Team im Finale mit 0:3.
- 2005 Timo Boll und Christian Süß werden in Shanghai Vizeweltmeister im Doppel. Im Endspiel den Kürzeren ziehen sie Wang Hao und Kong Linghui aus China.
- 2005 Timo Boll gewinnt den Weltcup in Lüttich.
- 2005 Timo Boll gewinnt ITTF Pro Tour Finale in Fuzhou (China) im Einzel und Doppel mit Christian Süß.
Erfolge internationaler Spieler
- Der Ungar Victor Barna ist der erfolgreichste Tischtennisspieler aller Zeiten. Zwischen 1929 und 1939 gewann er 22 WM-Titel: fünfmal im Einzel, achtmal im Doppel, zweimal im Mixed und siebenmal mit der Mannschaft.
Technische Details zu den Spielgeräten
Der Tisch
Ein wettkampftauglicher Tafel muss eine Länge von 2,74 m und eine Weite von 1,525 m haben. Die Oberfläche muss genau 76 Cm über dem Boden liegen. Der Tafel wird mit Hilfe von eines 15,25 cm hohen Netzes in zwei gleichgroße (1,37 m x 1,525 m) Hälften geteilt. Auf ihm muss ein Tischtennisball, der aus 30 Zentimetern Höhe fallengelassen wird, 22 bis 25 cm hoch springen. Jede Hälfte wird der Länge nach noch einmal qua einer 3 mm breiten Linie in zwei Hälften unterteilt. An den Kanten des Tisches verläuft außerdem noch eine 20 mm breite weiße Linie. Die Oberfläche des Tisches muss nicht reflektierend und dunkel sein. Gebräuchlich sind i.d.R. dunkelgrüne und blaue Tische.
Der Ball
Der Ball besteht aus Zelluloid, ist drin hohl und hat einen Durchmesser von 40 mm. Er ist in verschiedenen Qualitäten erhältlich, die ursprünglich durch die Anzahl der Sterne voneinander unterschieden wurden. Diese Einteilung in Bälle mit 1, 2 oder 3 Sternen ist dieser Tage im Vereinsbetrieb so gut wie gegenstandslos. Die beste Qualität mit den geringsten Abweichungen von der Norm in Gewicht, Härte und Rundung erhält 3 Sterne. Seit der Entscheidung des DTTB, für den Wettkampfbetrieb nur noch diese beste Qualität zuzulassen, gibt es - außer im Hobbybereich - keinen Markt mehr für Bälle der Kategorien mit 1 oder 2 Sternen. Der Rest der Erzeugung - auch die Bälle, die früher wegen nur weniger Abweichungen die Stigmatisierung mit 1 oder 2 Sternen erhalten hat, wird seither häufig den Trainingsbällen zugeordnet. Für den Spielbetrieb legitim sind Bälle in den Farben mattweiß und mattorange. Beim Training - besonders beim Einsatz von Balleimer oder Trainingsroboter - werden häufig die preiswerteren Trainingsbälle benutzt, weil hier der Ballverbrauch durch Abnutzung in der Maschine und Zertrampeln enorm hoch ist. Im Anfängertraining kommen außerdem noch mehrfarbige Bälle zum Einsatz, damit die Mensch den Spin des Balles besser erkennen können. Siehe auch Tischtennisball
Der Schläger
Der Schläger ist in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Er ist meist oval und in der Zentrum aus mehrfach geleimtem Holz. Es da sein aber auch Varianten mit z.B. Carbon- oder Kevlarfurnieren. Es gibt vier gängige Griffformen: Gerade, konkav, anatomisch und konisch, ebenso zwei Griffformen für japanischen und chinesischen Penholder.
Sämtliche Schläger muss zwei Beläge unterschiedlicher Farbe haben: einen roten und einen schwarzen Belag. Dies ist vorgeschrieben, damit der Person das Drehen des Schlägers bemerkt und somit auf die beiden Beläge entsprechend Stellung nehmen kann. Sofern ein Mensch nur eine Seite des Schlägers benutzt (insb. beim klassischen Penholder), muss nur diese Seite mit einem Belag ausrüsten sein (rot oder schwarz). Die alternative Seite muss dann jedoch in der anderen Farbe lackiert sein.
Man unterscheidet verschiedene Typen von Belägen: Noppen innen, kurze Noppen außen, lange Noppen, Noppengummi und Anti-Topspin.
Zusätzliche Finessen findet man im separaten Artikel über Tischtennisschläger.
Tischtennis-Trainingsgeräte
Tischtennistrainingsgeräte werden unterstützend zum Lernen der Grundschläge für das wettkampfmäßige Tischtennisspiel oder auch zur Verbesserung von Schlagsicherheit und Ausdauer eingesetzt. Je nach Grundschlagart, wie Topspin, Schupfball, Fasson u.s.w., werden entsprechende Trainingsgeräte im Vereinstraining angewandt.
Alternative Feinheiten findet man im separaten Artikel über Tischtennis-Trainingsgeräte.
Trainings- und Freizeitspiele
Tischtennis wird aber nicht nur wettkampfmäßig gespielt, an Stelle oft und gern auch in der Urlaub mit abgeänderten Regeln.
Chinesisch oder Rundlauf
Eine besonders bei Kindern beliebte Abart bei mindestens drei (besser: fünf bis zehn, oder mehr) Spielern ist das "Chinesisch", auch "Rundlauf", "Ringelpitz", 'Runde', "Mäxle" oder "Mühle" genannt (in Österreich "Rundgangerl", "Lauferl" oder "Ringerl" ). Auf einer Seite des Tisches stellen sich mindestens zwei Gamer auf, die Anzahl auf der anderen kann eins bleiben. Nachdem ein Zocker seinen Schlag tadellos durchgeführt hat, rennt er auf die sonstige Seite und stellt sich hier an, um wiederum einen Schlag durchzuführen. Jeder, der einen Fehler macht, scheidet aus. Sind nur noch zwei Persönlichkeit übrig, wird normal gespielt. Der Erster bekommt einen Punkt, danach setzen alle nochmal ein.
Englisch
Für drei Spieler gibt es eine Variante, die eine Mischung zwischen Einzel und Doppel ist. Der Spieler, der auf seiner Tischseite allein spielt, darf dabei allein spielen, bis er einen Fehler macht. Dann wird gegen den Uhrzeigersinn gewechselt. Punkte sammelt man nur als Alleinspieler. Diese Spielart bezeichnet man als Englisch.
Weitere Trainings-Spiele
Für mehr Vielfältigkeit im Training und für spassvolles, spielerisches Pauken der Ballbehandlung können die Spiele
- Kaiser-Spiel
- Topspin-Spiel
- Ballonspiel
- Service-King
- Partner-Board
- Marathon
- Power-Spiel
beitragen, die auf der Seite Returnboard in Bild und Text vorgestellt werden.
Wissenswertes, Kurioses, Rekorde
- Ein hart geschlagener Schuss kann bis zu 180 km/h schnell werden. Dabei berührt der Ball den Schläger nur 1/1000 Sekunde und verformt sich dabei um bis zu 20 Prozent.
- Bei einem optimal angeschnittenen Topspin dreht sich der Ball 50 mal pro Sekunde um die eigene Achse. Dies ergibt, hochgerechnet, 3000 Umdrehungen pro Minute.
- Bei der Weltmeisterschaft in Prag 1936 "kämpften" Ehrlich (Polen) und Paneth (Rumänien) 2 Stunden und 12 Minuten um einen einzigen Punkt. Im gleichen Spiel wurde die Zusammenkunft zwischen Haguenauer (Frankreich) und Goldberg (Rumänien) nach 7,5 Stunden beim Stande von 5:3 im 5. Satz durch die Turnierleitung abgebrochen.
- Der längste Ballwechsel in der Tischtennisgeschichte dauerte 8 Stunden und 33 Minuten. Diesen schafften am 30. Juli 1978 in Stamford (USA) die Spieler Robert Stiegel und Donald Peters.
- Der Weltrekord im Dauer-Tischtennis beträgt gut 31 Stunden.
- Das längste Einzelmatch bestritten die beiden Baden-Württemberger Uwe Geiger und Thomas Opiol vom 14. bis 21. April 1985.
- Das längste Doppel spielten mit 102 Stunden Roland Merklein, Volker Fernath, Hilmar Küttner und Helmut Hanus aus Stuttgart vom 23. bis 27. Mai 1980.
- 170 Ballwechsel innerhalb einer Minute schafften bei den Internationalen Britischen Meisterschaften am 28. Februar 1986 in Newcastle Allan Cooke und Desmond Douglas (beide GB). Das sind fast drei Ballwechsel pro Sekunde.
Übertroffen wurde dies am 7. Feber 1993 in Großbritannien von Jackie Bellinger und Lisa Lomas, die mit 173 Ballwechseln den bisherigen Rekord halten. - Das längste Mannschaftsspiel wurde 1936 in Prag ausgetragen. Das Finale um den Swaythling-Cup zwischen Österreich und Rumänien begann am Sonntag, dem 15. März (11 Uhr) und endete am folgenden Mittwoch.
- Der größte Rundlauf fand am 27. April 2000 in Bremen parallel zur Europameisterschaft statt. An 40 Tischen spielten 245 Hobbyspieler 61 Minuten lang. Der Rekord wurde im Rahmen der letzten Mannschafts-Weltmeisterschafte 2006 in Bremen mit 359 Spielern, die an 47 Tischen genau 62:04,89 Minuten spielten gebrochen. Diese Aktion gelangte ins Guinness-Buch der Rekorde.
- Ein Profispieler verliert während eines Turniers bis zu sieben Pfund Gewicht pro Wettkampftag. Während eines Satzes (mit 11 Punkten) verbraucht er etwa die doppelte Energie eines Leichtathleten, der 100 Meter in 10,2 Sekunden läuft.
- Schmetterbälle waren früher verboten, wegen der Verletzungsgefahr für den Gegner.
- Fred Perry wurde 1929 Tischtennis-Weltmeister. Später stieg er auf Tennis um und wurde durch seine Siege im Wimbledon bekannt.
- Ann Haydon-Jones, die 1957 alle drei WM-Endspiele im Einzel, Doppel und Mixed im fünften Satz verlor, stand ab 1960 zwölf Jahre in den Top Ten im Tennis und gewann Wimbledon.
- Auch heute noch finden vor allem in den USA, aber auch wieder in Deutschland, sogenannte "Hardbrett-Turniere" (engl.: hardbat) statt, bei denen nur Schläger mit Noppengummi ohne Schwamm erlaubt sind. Ein legendärer hardbat-Champion war Marty Reisman, der noch mit 67 Jahren zur absoluten Weltklasse gehörte.
- Als Sommer- und Draußen-Variante entwickelte sich in den 1930er-Jahren das Speckbrettspiel.
- 1999 erschien auf dem Plattenlabel Harvest / EMI Electrola in Köln das erste Instrumentalmusikstück, das einen Pingpongball zum Inhalt hatte, der im Stereokanal Hin- und Her fliegt. "Pingpong" vom elektronischen Musik-Duo Computerjockeys war im Jahr 2000 global ein Independent-Clubhit und das dazugehörige Musikvideo gewann verschiedene Musikvideo-Preise unter anderem den Publikumspreis bei den Kurzfilmtagen Oberhausen.
Literatur
- Jürgen Schmicker: Das große Buch vom Tischtennis, ISBN 3-9807311-0-3
- Manfred Schäfer, Winfried Stöckmann, Norbert Wolf und andere: Ein Spiel fürs Leben - 75 Jahre Deutscher Tischtennis-Bund, 228 Seiten, ISBN 3-00-005890-7
- Horst Biese: Verliebt in einen kleinen Ball, AGON-Sportverlag
- Glenn Östh, Jens Fellke: Wie wird man die Nummer 1 im Tischtennis? - Geheimnis schwedischer Weltmeister, 167 Seiten, ISBN 3-89124-158-5
- Matthias Sauer: Tischtennis für Trainer; Das Tischtennistrainingsbuch für erfolgreiche Jugendarbeit, PINGS Verlag, Hanau; ISBN: 3-927811-01-7
Siehe auch
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(TID 222120)
- Liste der Tischtennisspieler
- Tischtennisschläger
- Tischtennisball
- Tennis
- Deutscher Tischtennisbund DTTB
- Westdeutscher TTV
- Europäische Tischtennisunion ETTU
- Internationaler Tischtennis-Verband ITTF
- Österreichischer Tischtennisverband ÖTTV
Weblinks
- Deutscher Tischtennisbund
- Schlagtechnikenbeschreibungen und Animationen
- Westdeutscher Tischtennisverband e.V.
- Schweizer Tischtennisverband
- Die Tischtennis-Regeln
- Tischtennis in der Schule - Sportunterricht.de
- Tischtennisnachrichtenseite mit Community
- www.tischtennis.4t.com - Das österreichische Tischtennisportal mit Community "Das Faire Tischtennis Forum"
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